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Die Erfindung betrifft eine Kurbelwelle für eine Brennkraftmaschine mit variabler Verdichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Brennkraftmaschine mit einer solchen Kurbelwelle gemäß Anspruch 16.
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Bei Brennkraftmaschinen ist es von Vorteil, wenn das Verdichtungsverhältnis im Betrieb der Brennkraftmaschine verändert werden kann, zum Beispiel um unter verschiedenen Betriebsbedingungen den jeweiligen Wirkungsgrad zu verbessern und/oder die jeweiligen Abgasemissionen zu verringern.
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Bekannte Vorrichtungen, mit denen sich im Betrieb einer Brennkraftmaschine das Verdichtungsverhältnis verändern lässt, haben im Allgemeinen den Nachteil, dass sie einen relativ großen Bauraum benötigen. Dies gilt jedoch nicht für die Kurbelwellen der eingangs genannten Art, bei denen sich die auf den Hubzapfen montierten und miteinander gekoppelten Exzenterbuchsen jeweils mit Hilfe von Verstellwellen verdrehen lassen, die koaxial zur Drehachse der Kurbelwelle durch Bohrungen von Wellenzapfen der Kurbelwelle verlaufen und an beiden Stirnenden mit einer Verzahnung versehen sind, die mit einer komplementären Verzahnung der Exzenterbuchsen kämmt. Die Verstellwellen drehen sich normalerweise mit der Kurbelwelle mit und werden bei Bedarf gemeinsam in den Bohrungen der Kurbelwelle verdreht, was aufgrund der zusammenwirkenden Verzahnungen der Verstellwellen und der Exzenterbuchsen zu einer Veränderung der Lage der Drehachsen der Pleuel auf den Hubzapfen und damit zu einer Veränderung des effektiven Kurbelradius und des Kolbenhubs führt.
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Eine Kurbelwelle der eingangs genannten Art ist zum Beispiel aus der
US 6,453,869 B1 bekannt, wo die durch Bohrungen des Kurbelwellengrundkörpers verlaufenden Verstellwellen an einem ihrer beiden Stirnenden mit einem einstückig mit der Verstellwelle ausgebildeten Ritzel versehen sind, das mit der Verzahnung der benachbarten Exzenterbuchse kämmt. Jedoch handelt es sich bei der bekannten Kurbelwelle um eine gebaute Kurbelwelle, deren Herstellung sehr aufwändig und teuer ist. Aus diesem Grund werden bevorzugt monolithische Kurbelwellengrundkörper verwendet, in denen sich jedoch mit einem Ritzel versehene Verstellwellen wegen des verhältnismäßig schmalen Zwischenraums zwischen benachbarten Wangen oder Gegengewichten nicht montieren lassen.
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Weiterhin zeigt die Druckschrift
DE 699 00 821 T2 einen Kurbelmechanismus für eine Brennkraftmaschine mit: einer um ihre Achse drehenden Welle, einer auf der Welle befestigten ersten Kurbel, einem auf der ersten Kurbel befestigten Zapfen, der parallel zur Welle, jedoch in einem ersten radialen Abstand von dieser verläuft, einer drehbar auf dem ersten Zapfen angeordneten zweiten Kurbel, die an einem zweiten Zapfen befestigt ist, dessen Achse sich in einem zweiten radialen Abstand von der Achse des ersten Zapfens erstreckt, einer drehbar auf dem zweiten Zapfen gelagerten Schubstange und einer Dreheinrichtung, die beim Drehen der Welle die Drehung der zweiten Kurbel relativ zur ersten Kurbel bewirkt. Dabei ist vorgesehen, dass die Dreheinrichtung so angeordnet ist, dass die zweite Kurbel mit der halben Drehzahl der ersten Kurbel, wenn auch in entgegengesetzter Richtung, dreht, und dass die erste und die zweite Kurbel in einer solchen relativen Stellung zueinander angeordnet sind, dass sich im obersten Punkt des Verbrennungstaktes die erste Kurbel in der 0°-Position und die zweite Kurbel im Wesentlichen in der 90°-Position befinden.
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Die Druckschrift
DD 242 077 A5 beschreibt eine laufende kontinuierliche Regelung des Kompressionsgrads in einem Kolbenverbrennungsmotor. Dabei ist vorgesehen, dass der Kurbeltrieb eine Exzenterbüchse aufweist, die ein Zwischenelement zwischen dem Kurbelzapfen der Kurbelwelle und dem Pleuelkopf darstellt. Die Achse der inneren Bohrung der Büchse ist gegenüber der Achse der äußeren Zylinderfläche der Büchse um die Exzentergröße versetzt, die größer als 0° und kleiner oder gleich 30° des Kröpfungsradius der Kurbelwelle ist. Die Exzenterbüchse ist mit einem Triebwerk verbunden, das eine Winkelgeschwindigkeit der Büchse gegenüber dem Kurbelzapfen der Kurbelwelle innerhalb des Bereichs von ±½ω bis ±ω gewährleistet, wobei ω die Winkelgeschwindigkeit der Kurbelwelle bezeichnet.
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Weiterhin sind aus dem Stand der Technik die Druckschriften
GB 2 258 271 A ,
US 7,185,557 B2 ,
US 2002/0083908 A1 ,
US 3,686,972 ,
WO 96/27079 A1 sowie
JP 2003-031535 A bekannt.
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Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einer Kurbelwelle der eingangs genannten Art die Verstellwelle dahingehend zu verbessern, dass sie sich auch problemlos in einem monolithischen Kurbelwellengrundkörper montieren lässt.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Verstellwelle zwei miteinander verschraubte Ritzel und ein zwischen den Ritzeln angeordnetes Distanzstück umfasst. Solche Verstellwellen lassen sich auch in einem monolithischen Kurbelwellengrundkörper montieren, indem man das Distanzstück durch die fluchtenden Bohrungen des Kurbelwellengrundkörpers hindurch in die vorgesehene Bohrung bewegt, die beiden Ritzel in die Zwischenräume zwischen den Wangen beiderseits dieser Bohrung einführt und von entgegengesetzten Seiten her bis zum Anschlagen an das Distanzstück annähert und indem man dann einen zum Verschrauben der beiden Ritzel dienenden Schraubenbolzen durch die fluchtenden Bohrungen des Kurbelwellengrundkörpers mit den beiden Ritzeln in Eingriff bringt, um diese miteinander zu verschrauben.
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Das Distanzstück ist vorzugsweise als Distanzhülse ausgebildet, so dass der Schraubenbolzen mit seinem in Einführrichtung vorderen Stirnende durch eines der Ritzel und die Distanzhülse hindurch bis zum anderen Ritzel bewegt werden kann, um die Ritzel anschließend miteinander zu verschrauben und sie von entgegengesetzten Seiten her gegen das Distanzstück zu ziehen und sie form- und/oder reibschlüssig mit dem Distanzstück in Eingriff zu bringen.
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Um das Einführen der Distanzhülse in die gewünschte Bohrung durch alle oder einen Teil der übrigen Bohrungen des Kurbelwellengrundkörpers hindurch zu ermöglichen, weist die Distanzhülse zweckmäßig einen Außendurchmesser auf, der kleiner als der Innendurchmesser der fluchtenden Bohrungen im Kurbelwellengrundkörper ist.
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Um den Durchmesser der Distanzhülse und damit auch den Durchmesser der Bohrungen möglichst gering zu halten und gleichzeitig beim Festziehen des Schraubenbolzens eine hohe Spannkraft zu erzielen, sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass der Schraubenbolzen an beiden Stirnenden mit einem Gewinde versehen ist, das jeweils mit einem Gewinde des benachbarten Ritzels zusammenwirkt, und dass die beiden Gewinde dieselbe Gangrichtung aber unterschiedlichen Gewindesteigungen aufweisen. Mit anderen Worten wird zum Verschrauben der beiden Ritzel eine Differentialverschraubung gewählt.
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Um die Ritzel beim Verschrauben fest mit dem Distanzstück zu verbinden, werden die Ritzel vorzugsweise mit Presspassung auf dem Distanzstück befestigt, zweckmäßig indem durch das Festziehen des Schraubenbolzens verjüngte Stirnenden des Distanzstücks unter plastischer Verformung in gegenüberliegende Ausnehmungen des benachbarten Ritzels gedrückt werden.
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Um den Bewegungsweg der Ritzel während der Montage und/oder nach dem Festziehen des Schraubenbolzens zu begrenzen, weisen das Distanzstück und jedes der beiden Ritzel mindestens ein Paar zusammenwirkende Anschlagflächen auf, die bei der Montage des Ritzels gegeneinander anschlagen, bevor die Ritzel mit Presspassung auf das Distanzstück aufgeschoben werden, und/oder die nach dem Verschrauben der beiden Ritzel gegeneinander angepresst werden
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Um das Einführen der Ritzel in die Zwischenräume zwischen den Wangen beiderseits der mit dem Distanzstück bestückten Bohrung zu ermöglichen, weist gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung jedes Ritzel eine axiale Länge auf, die kleiner als der Abstand zwischen benachbarten Wangen des Kurbelwellengrundkörpers ist.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine perspektivische Ansicht einer Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine mit Bohrungen für Verstellwellen zur Veränderung des Verdichtungsverhältnisses der Brennkraftmaschine;
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2 eine vergrößerte perspektivische Ansicht eines Teils der Kurbelwelle mit einer auf einem Hubzapfen der Kurbelwelle montierten Exzenterbuchse und einem mit einer Verzahnung der Exzenterbuchse kämmenden Ritzel von einer der Verstellwellen;
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3 eine Seitenansicht eines Teils der Kurbelwelle;
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4 eine Längsschnittansicht eines Teils der Kurbelwelle und von einer der Verstellwellen im Bereich des Ausschnitts IV in 3;
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5 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht der Verstellwelle;
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6 eine vergrößerte Längsschnittansicht eines Teils der Kurbelwelle und von benachbarten Stirnenden zweier Verstellwellen während deren Montage;
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7 eine noch stärker vergrößerte Längsschnittansicht eines Teils der Kurbelwelle und der gegenüberliegenden Stirnenden zweier Verstellwellen im Bereich des Ausschnitts VII in 4;
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8 eine Darstellung ähnlich 4, jedoch von einer modifizierten Verstellwelle während des Verschraubens von Ritzeln der Verstellwelle.
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Der in 1 der Zeichnung dargestellte monolithische, aus einem Stück bestehende Kurbelwellengrundkörper 1 einer Kurbelwelle 2 einer Brennkraftmaschine umfasst mehrere zur Lagerung der Kurbelwelle 2 dienende, in Längsrichtung der Kurbelwelle 2 im Abstand voneinander angeordnete zylindrische Wellenzapfen 3, mehrere zwischen den Wellenzapfen 3 angeordnete, jeweils an einen der Wellenzapfen 3 angrenzende Wangen 4, sowie mehrere, jeweils zwischen zwei benachbarten Wangen 4 angeordnete Hubzapfen 5, 6, 7, 8 zur drehbaren Lagerung jeweils eines Pleuels (nicht dargestellt) der Brennkraftmaschine.
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Zwischen der zylindrischen Umfangsfläche 9 jedes Hubzapfens 5, 6, 7, 8 und der zylindrischen inneren Begrenzungsfläche eines Lagerauges des zugehörigen Pleuels befindet sich eine Exzenterbuchse 10 (2), deren auf der Umfangsfläche des Hubzapfens 5, 6, 7, 8 gleitende zylindrische innere Umfangsfläche in Bezug zu ihrer gegen die Begrenzungsfläche des Lagerauges des Pleuels anliegenden zylindrischen äußeren Umfangsfläche eine Exzentrizität aufweist. Zur Veränderung des Verdichtungsverhältnisses der Brennkraftmaschine kann die Exzenterbuchse 10 auf dem zugehörigen Hubzapfen 5, 6, 7, 8 in zwei oder mehr verschiedene gewünschte Drehstellungen verdreht werden, was infolge der Exzentrizität der Exzenterbuchse 10 zu einer Veränderung der Lage der Drehachsen der Pleuel auf den Hubzapfen 5, 6, 7, 8 und damit zu einer Veränderung des effektiven Kurbelradius und des Hubs der Kolben führt. Diese Veränderung des Hubs kann zum Beispiel ausgenutzt werden, um den Wirkungsgrad der Brennkraftmaschine durch Erhöhung der Verdichtung zu verbessern.
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Jede Exzenterbuchse 10 ist an ihren entgegengesetzten Stirnenden jeweils mit einem in radialer Richtung einer Mittelachse des Hubzapfens 5, 6, 7, 8 über die zylindrische äußere Umfangsfläche der Exzenterbuchse 10 überstehenden Flansch 11 versehen, dessen kreisförmiger, zur Mittelachse des Hubzapfens 5, 6, 7, 8 koaxialer Umfangsrand eine Stirnverzahnung 12 aufweist. Wie am besten in 2 und 3 dargestellt, kämmen die Stirnverzahnungen 12 der beiden Flansche 11 jeweils mit einer komplementären Stirnverzahnung 13 von zwei zur Drehachse 14 der Kurbelwelle 2 koaxialen Zahnrädern 15, 16 bzw. 17, 18, die im axialen Abstand voneinander paarweise in jedem Zwischenraum 19 zwischen zwei benachbarten Wangen 4 des Kurbelwellengrundkörpers 1 angeordnet sind.
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Wie am besten in 3 dargestellt, kann das zum rechten Stirnende der Kurbelwelle 2 benachbarte erste Zahnrad 15 mittels eines Drehantriebs 20 in Bezug zum Kurbelwellengrundkörper 1 um die Drehachse 14 gedreht werden. Dies erfolg mit Hilfe einer ersten Verstellwelle 21, die sich vom Drehantrieb 20 durch eine zur Drehachse 14 koaxiale Bohrung 22 (1 und 4) des Kurbelwellengrundkörpers 1 bis zum ersten Zahnrad 15 erstreckt.
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Wenn das erste Zahnrad 15 mittels des Drehantriebs 20 gedreht wird, wird infolge des Zahneingriffs der beiden Verzahnungen 12, 13 die Exzenterbuchse 10 auf dem Hubzapfen 5 verdreht. Da die Verzahnung 12 am entgegengesetzten Flansch 11 der auf dem Hubzapfen 5 angeordneten Exzenterbuchse 10 mit der Verzahnung 13 des im Zwischenraum 19 gegenüberliegenden zweiten Zahnrads 16 kämmt, die dasselbe Übersetzungsverhältnis besitzen, wird das zweite Zahnrad 16 um dasselbe Maß wie das erste Zahnrad 15 verdreht.
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Das zweite Zahnrad 16 ist über eine mit der ersten Verstellwelle 21 fluchtende zweite Verstellwelle 23 drehfest mit dem Zahnrad 17 verbunden, das im nächsten, den Hubzapfen 6 beherbergenden Zwischenraum 19 zwischen zwei Wangen 4 angeordnet ist. Die Verzahnung 13 des dritten Zahnrads 17 kämmt in entsprechender Weise wie die Verzahnung 13 des ersten Zahnrads 15 mit der komplementären Verzahnung 12 des benachbarten stirnseitigen Flanschs 11 der auf dem Hubzapfen 6 angeordneten Exzenterbuchse 10, deren Bauweise der Bauweise der Exzenterbuchse 10 auf dem Hubzapfen 5 entspricht. Die Drehung des Zahnrades 17 wird daher über die beiden Verzahnungen 12 an den Flanschen 11 der Exzenterbuchse 10 auf das dem Zahnrad 17 gegenüberliegende Zahnrad 18 und von diesem über eine dritte, mit den Verstellwellen 21 und 23 fluchtende Verstellwelle 24 auf ein weiteres Zahnrad (nicht dargestellt) übertragen, usw.. Dadurch werden bei einer Drehung der ersten Verstellwelle 21 in Bezug zum Kurbelwellengrundkörper 1 sämtliche Exzenterbuchsen 10 um dasselbe Maß auf dem zugehörigen Hubzapfen 5, 6, 7, 8 verdreht.
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Im Betrieb der Brennkraftmaschine drehen sich die Verstellwellen 21, 23, 24 usw. mit dem Kurbelwellengrundkörper 1 mit, wodurch die Exzenterbuchsen 10 in Bezug zu den Hubzapfen 5, 6, 7, 8 ihre Winkelstellung beibehalten. Wenn der Hub der Pleuel zum Beispiel zur Verbesserung des Wirkungsgrades der Brennkraftmaschine unter speziellen Betriebsbedingungen verändert werden soll, wird die Verstellwelle 21 in Bezug zum Kurbelwellengrundkörper 1 um ein gewisses Maß verdreht, und damit auch die übrigen Verstellwellen 23, 24 usw. sowie sämtliche Exzenterbuchsen 10, was infolge von deren Exzentrizität zu einer Veränderung der Lage der Drehachsen der Pleuel auf den Hubzapfen 5, 6, 7, 8 und damit zu einer Veränderung des effektiven Kurbelradius und des Hubs und somit des Verdichtungsverhältnisses der Brennkraftmaschine führt.
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Um die Montage der Verstellwellen 21, 23, 24 usw. mit den Zahnrädern 15, 16, 17, 18 usw. in den zugehörigen Bohrungen 22 trotz der relativ geringen Breite der Zwischenräume 19 zwischen den Wangen 4 des monolithischen Kurbelwellengrundkörpers 1 zu ermöglichen, sind die Verstellwellen 21, 23, 24 usw. jeweils als geteilte Welle ausgebildet.
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Wie am besten in den 4 und 5 am Beispiel der Verstellwelle 23 dargestellt, bestehen die nicht mit dem Drehantrieb 20 verbundenen Verstellwellen 23, 24 usw. jeweils aus vier Teilen, nämlich einer hohlen Distanzhülse 25 und den beiden an den Stirnenden der Verstellwelle 23 angeordneten Ritzeln 16, 17, die mittels eines einzigen, durch das hohle Innere der Distanzhülse 25 verlaufenden Schraubenbolzens 26 von entgegengesetzten Seiten her gegen die beiden Stirnenden der Distanzhülse 25 gezogen werden, um sie über die Distanzhülse 25 drehfest miteinander zu verbinden.
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Wie am besten in den 6 und 7 dargestellt, weisen die beiden entgegengesetzten hohlzylindrischen Stirnenden 27 der Distanzhülse 25 reduzierte Außendurchmesser auf, wobei sie mit Presspassung in erweiterte Aufnahmebohrungen 28 in einander zugewandten hohlen Wellenzapfen 29 der beiden Ritzel 16, 17 eindringen, wenn diese mittels des Schraubenbolzens 26 bis zum gegenseitigen Anschlagen von gegenüberliegenden Ringschultern 30, 31 an den Wellenzapfen 29 der Ritzel 16, 17 bzw. an den dazu benachbarten Stirnenden 27 der Distanzhülse 25 zusammengezogen werden.
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Wie am besten in 7 dargestellt, sind die gegenüberliegenden Stirnenden der Distanzhülse 25 und der Ritzel 16, 17 zudem an ihrem äußeren bzw. inneren Umfang jeweils mit einer umlaufenden Fase 32, 33 versehen. Wenn die beiden Ritzel 16, 17 bei der Montage der Verstellwelle 23 von entgegengesetzten Seiten her in die Bohrung 22 eingeführt werden, schlagen die beiden Fasen 32, 33 gegeneinander an, wobei zwischen den gegenüberliegenden Ringschultern 30, 31 ein definierter Abstand A verbleibt, der beim Eindrehen und Anziehen des Schraubenbolzens 26 geschlossen wird.
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Die hohlzylindrischen Distanzhülsen 25 weisen sämtlich denselben konstanten Außendurchmesser auf, der so bemessen ist, dass sich die Distanzhülsen 25 der Verstellwellen 23, 24 usw. nacheinander von einem Stirnende des Kurbelwellengrundkörpers 1 her durch die miteinander fluchtenden Bohrungen 22 in den mit den Wellenzapfen 2 versehenen Abschnitten des Kurbelwellengrundkörpers 1 in eine der Bohrungen 22 einführen lassen.
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Wie am besten in 5 dargestellt, weist der Schraubenbolzen 26 einen mittigen zylindrischen Schaftteil 34 und zwei erweiterte Stirnenden 35, 36 auf, die unterschiedliche Außendurchmesser besitzen. Das Stirnende mit dem größeren Außendurchmesser bildet den Kopf des Schraubenbolzens 26 und ist mit einem Innensechskant (nicht sichtbar) oder einer anderen stirnseitig offenen Ausnehmung für ein Einschraubwerkzeug versehen. Beide Stirnenden 35, 36 sind mit einem Außengewinde versehen, das mit einem komplementären Innengewinde im Ritzel 17 bzw. 16 in Eingriff tritt. Die beiden Außengewinde sind als Differenzgewinde ausgebildet, welche die gleiche Gangrichtung aber unterschiedliche Gewindesteigungen besitzen, die eine relativ geringe Steigungsdifferenz aufweisen. Diese Steigungsdifferenz bewirkt, dass sich die Gewindegänge der beiden Außengewinde an den Stirnenden 35, 36 des Schraubenbolzens in den Innengewinden der zugehörigen Ritzel 17, 16 verspannen, wodurch diese letzteren und die dazwischen angeordnete Distanzhülse 25 mit großer Spannkraft gegeneinander verspannt werden können.
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Bei der in 8 während des Festziehens des Schraubenbolzens 26 dargestellten modifizierten Verstellwelle 23 sind die beiden Ritzel 16 und 17 jeweils mit einer axialen Nut (nicht sichtbar) versehen, während die Stirnenden 27 der Distanzhülse mit einem überstehenden Nocken (nicht sichtbar) versehen sind, der sich während des Festziehens des Schraubenbolzens 26 in der Nut verschiebt und ein gegenseitiges Verdrehen der Distanzhülse 25 und der Ritzel 16, 17 verhindert.
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Zur Montage der Verstellwelle 23 wird zuerst die Distanzhülse 25 durch die fluchtenden Bohrungen 22 des Kurbelwellengrundkörpers 1 hindurch in die jeweils vorgesehene Bohrung 22 bewegt. Anschließend werden die beiden Ritzel 16, 17 in die Zwischenräume 19 zwischen den Wangen 4 beiderseits dieser Bohrung 22 einführt. Um dies zu ermöglichen, ist die axiale Länge a der Ritzel 16, 17 kleiner als die lichte Weite b des Zwischenraums 19 abzüglich der axialen Höhe c der Verzahnung 13 der Ritzel, wie in 6 am Beispiel der Ritzel 15 und 16 dargestellt. Die beiden Ritzel 16, 17 der Verstellwelle 23 werden dann von entgegengesetzten Seiten her bis zum gegenseitigen Anschlagen der Fasen 32, 33 an die Distanzhülse 25 der Verstellwelle 23 angenähert, bevor zuletzt der Schraubenbolzen 26 von der Seite des Ritzels 17 mit dem größeren Innengewinde her durch die fluchtenden Bohrungen 22 des Kurbelwellengrundkörpers 1 hindurch mit seinem vorderen Stirnende ins hohle Innere der Distanzhülse 25 eingeführt und dann bis zum gegenseitigen Anschlagen der Ringschultern 30, 31 mit den beiden Ritzeln 16, 17 verschraubt wird. Dabei werden die Ritzel 16, 17 mit Presspassung auf die Stirnenden der Distanzhülse 25 gedrückt, wobei diese plastisch verformt werden.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Kurbelwellengrundkörper
- 2
- Kurbelwelle
- 3
- Wellenzapfen
- 4
- Wangen
- 5
- Hubzapfen
- 6
- Hubzapfen
- 7
- Hubzapfen
- 8
- Hubzapfen
- 9
- Umfangsfläche Hubzapfen
- 10
- Exzenterbuchse
- 11
- Stirnflansch Exzenterbuchse
- 12
- Verzahnung Stirnflansch
- 13
- Verzahnung Ritzel
- 14
- Drehachse Kurbelwelle
- 15
- Ritzel
- 16
- Ritzel
- 17
- Ritzel
- 18
- Ritzel
- 19
- Zwischenraum
- 20
- Drehantrieb
- 21
- Verstellwelle
- 22
- Bohrung
- 23
- Verstellwelle
- 24
- Verstellwelle
- 25
- Distanzhülse
- 26
- Schraubenbolzen
- 27
- Stirnenden Distanzhülse
- 28
- Ausnehmung Wellenzapfen
- 29
- Wellenzapfen
- 30
- Ringschulter
- 31
- Ringschulter
- 32
- Fase
- 33
- Fase