DE102008033656A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Substratbehandlung in einer Druckmaschine - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Substratbehandlung in einer Druckmaschine, insbesondere Offset-Druckmaschine.
- Die UV-Lichthärtung (Polymerisation) von lösemittelfreien Offset-Druckfarben in Druckmaschinen zur Herstellung qualitativ hochwertiger Druckprodukte für die Verpackungs- und Etikettenindustrie gehört heute zum Stand der Technik. Zwischenhärtungen einzelner Farben sowie die Endhärtung am Schluss des Druckvorganges, einschließlich Lackierung, führen zu Produkten mit einzigartigen Gebrauchseigenschaften wie hoher Glanz, Lösemittelbeständigkeit und außerordentlich guter Abriebfestigkeit. Basis der Druckfarben sind ungesättigte flüssige Vorpolymerisate mit Zusatz von Fotoinitiatoren, welche unter Ausnutzung des Energieinhalts der UV-Lichtquelle im Bruchteil einer Sekunde vom flüssigen in den festen Zustand überführt werden. Als Energiequelle werden lang-gestreckte Mitteldruck-Gasentladungslampen mit spezifischen Leistungen bis zu 200 W/cm Lampenlänge eingesetzt. Die elektrische Versorgung der UV-Aggregate geschieht über Vorschaltgeräte mit oder ohne Regelung des Lampenstroms.
- Heutige Qualitätsanforderungen an Produkte, welche z. B. als Umverpackungen und Etikettierungen auch in die Lebensmittelindustrie gehen, erfordern eine lückenlose Aufzeichnung des Herstellprozesses. Im Falle von Druckprodukten spielt die Härtung (Vernetzungsgradbestimmung) eine wesentliche Rolle. Die Druckschichten sind sehr dünn (Masse ca. 1 g/m2) und bewegen sich bis über 400 m/min.
- So genannte Inspektionsmessungen durch Messsonden, welche parallel zur Lampe in das Aggregat eingeführt werden, sind diskontinuierlich, führen während der Messung zu einer Schattenbildung der UV-Abstrahlung und erlauben deshalb keine lückenlose Prozessüberwachung und schon gar keine Regelung der UV-Lichtabgabe. Letzteres gilt auch für Leerlaufmessungen ohne Bedruckstoff. In diesem Zusammenhang ist es bei der Bestrahlung von kontinuierlichen bahnförmigen Bedruckstoffen aus der
DE-A 199 44 380 bekannt, am Rand der von Rolle zu Rolle transportierten Materialbahn direkt die UV-Lichtleistung über einen UV-Sensor zu überwachen. Nachteil dieses Überwachungsprozesses ist, dass das UV-Aggregat deutlich breiter als die Materialbahn sein muss und die UV-Messung am Rande des Aggregats in Elektrodennähe der UV-Lampe erfolgt. Die Alterung durch Materialablagerungen im Quarzglasrohr der Lampe beginnt aber zuerst in diesem Bereich und verfälscht die Messungen daher unkontrollierbar. - Ausgehend hiervon liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung bereitzustellen, worin die zuvor beschriebenen Nachteile nicht auftreten und die Strahlungsbehandlung im Druckbetrieb optimiert wird.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 bzw. 14 angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
- Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, die Strahlungsbehandlung bei bogenförmigem Druckmaterial in der der Bogenlücke zu überwachen. Demzufolge wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass Einzelbögen als Substrat durch an einer Bogenkante angreifende Greifer der Transporteinrichtung hintereinander beabstandet transportiert werden, und dass die Strahlung in einem Zwischenbereich zwischen aufeinanderfolgenden Einzelbögen mittels mindestens eines Sensors erfasst wird. Dadurch ist es möglich, die tatsächlichen Bestrahlungsverhältnisse in der bedruckten Ebene zu sensieren. Auf diese Weise lassen sich auch störende Einflüsse wie Netzspannungs schwankungen, Anfahr- oder Teillastbetrieb der Druckmaschine, variierende Druckgeschwindigkeit, Lampenalterung, Reflektorverschmutzung etc. im Sinne einer Qualitätssicherung überwachen und ggf. korrigieren. Dieses Verfahren ist auch im rauen industriellen Betrieb einer Druckerei problemlos einsetzbar.
- Vorteilhafterweise wird die Strahlung an mindestens einer Messstelle innerhalb der Breite und in der Höhe einer von den Einzelbögen durchlaufenen Transportbahn erfasst. Durch eine solche objektbezogene Messung lassen sich Überstrahlungen (Wärmeeinfluss auf das Substrat) in der Anlaufphase des Druckprozesses sowie eine Unterhärtung der Farbe/Beschichtung bei der maximalen Druckgeschwindigkeit, wenn z. B. die UV-Aggregate aufgrund von Lampenalterung oder Reflektor- und Lampenverschmutzung einen Maximalbetrieb im Härtungsprozess nicht mehr zulassen, vermeiden.
- Zweckmäßig wird der mindestens eine Sensor über einen von der Strahlungsquelle bestrahlten Bereich mit den Einzelbögen mittransportiert.
- Eine weitere vorteilhafte Maßnahme besteht darin, dass der mindestens eine Sensor in einer die Bogengreifer aufnehmenden Greiferaussparung eines Gegendruckzylinders angebracht wird. Alternativ oder ergänzend ist es auch möglich, dass der mindestens eine Sensor auf einer die Bogengreifer tragenden Greiferbrücke eines Kettentransporters angebracht wird.
- Um die Überwachung zu verbessern, können mehrere Sensoren über die Breite der Einzelbögen verteilt werden. Möglich ist es auch, dass mindestens ein Sensor über die Breite der Einzelbögen verschiebbar angeordnet wird.
- Die Strahlung wird vorteilhafterweise ohne Wechselwirkung mit den Einzelbögen lediglich über einen Gasraum zwischen Strahlungsquelle und Sensor mittels des Sensors direkt erfasst.
- Vorteilhafterweise wird die Strahlung im Durchlauf des mindestens einen Sensors durch den Bestrahlungsbereich erfasst. Hierbei kann eine mittlere Strahlungsleistung oder ein Extremwert der UV-Strahlung intervallweise bestimmt werden.
- Die Produktqualität lässt sich dadurch verbessern, dass die Strahlungsquelle nach Maßgabe eines Sensorsignals angesteuert, insbesondere auf eine konstante Strahlungsleistung an der Messstelle geregelt wird.
- Für eine unmittelbare Messwertverarbeitung ist es von Vorteil, wenn die Sensorsignale an eine von dem Sensor entfernte Empfangseinheit drahtlos übermittelt werden. Denkbar ist es aber auch, dass Sensorsignale in einem mit dem Sensor mitlaufenden Datenspeicher vor einer Auswertung zwischengespeichert werden.
- Die Bestrahlung lässt sich auch dafür ausnutzen, dass der Sensor über eine die Strahlung empfangende Photovoltaikeinheit mit Energie versorgt wird.
- In struktureller Hinsicht wird die eingangs genannte Aufgabe dadurch gelöst, dass die Transporteinrichtung zum Transport von Einzelbögen als Substrat an einer Bogenkante angreifende Greifer aufweist, und dass in einem Zwischenbereich zwischen aufeinanderfolgenden Einzelbögen mindestens ein Sensor der Sensoreinrichtung angeordnet ist.
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine Bogenoffsetdruckmaschine mit einer UV-Behandlungsvorrichtung in teilweise weggeschnittener schematischer Seitenansicht; -
2 einen mit UV-Sensoren bestückten Gegendruckzylinder der Bogendruckmaschine in Kombination mit der Behandlungsvorrichtung in schematischer Seitenansicht; -
3 einen Bogenausleger der Bogendruckmaschine in Kombination mit der Behandlungsvorrichtung in schematischer Seitenansicht; und -
4 eine mit UV-Sensoren bestückte Greiferbrücke des Bogenauslegers gemäß3 in abgebrochener Draufsicht. - Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung
1 zur Bogenbehandlung bzw. -bestrahlung in einer Bogenoffset-Druckmaschine umfasst mindestens ein UV-Bestrahlungsaggregat10 mit einer langgestreckten Gasentladungsröhre12 als UV-Strahlungsquelle, eine mit einem Sensor14 zusammenwirkende Einrichtung16 zur Erfassung und ggf. Regelung der UV-Strahlung und eine auch in der Druckmaschine genutzte Bogentransporteinrichtung18 zum Transport von Einzelbögen20 mittels Bogengreifern22 . Dabei ist es vorgesehen, dass der Sensor14 in einem Zwischenbereich24 zwischen aufeinanderfolgenden Einzelbögen20 , insbesondere in einem Greiferspalt26 oder auf einer Greiferbrücke28 so angeordnet ist, dass die UV-Strahlung30 in der von den Einzelbögen20 durchlaufenen Transportbahn erfasst wird. -
1 zeigt eine Bogenoffset-Druckmaschine32 , in der Einzelbögen20 als Bedruckstoff in einer Mehrzahl von Druckwerken34 (nur teilweise dargestellt) mit verschiedenfarbigen UV-härtenden Druckfarben bedruckt und in einem nachgeschalteten Lackwerk36 mit einem transparenten UV-härtenden Lack beschichtet werden. Eine Bogenauslage38 ermöglicht mittels eines Kettentransporters40 die Ablage der beschichteten Einzelbögen20 in einem Auslagestapel42 . In dieser Anordnung kann mindestens eine Behandlungsvorrichtung1 in den Druck- bzw. Lackwerken34 ,36 und/oder der Bogenauslage38 angeordnet sein, so dass die kurz zuvor bedruckte oder lackierte Bogenoberfläche gleichförmig mit UV-Licht bestrahlt wird, um für eine schnelle und gleichmäßige Härtung der Beschichtung zu sorgen. - Wie in
2 gezeigt, besitzt ein Gegendruckzylinder44 der Druckmaschine32 als Teil der Transporteinrichtung18 zwei diametral zueinander versetzte Bogengreifer22 , welche jeweils einen abgebrochen dargestellten Einzelbogen20 an einer bei Drehung im Gegenuhrzeigersinn in Transportrichtung weisenden freien Bogenkante46 klemmend erfassen. Zu diesem Zweck weisen die Bogengreifer22 mehrere Greiforgane auf, die durch eine Greiferwelle miteinander verbunden und über die Bogenbreite unter Einhaltung von gegenseitigen Abständen in dem axial durchgehenden Greiferkanal26 angeordnet sind. Die zu bedruckenden bzw. zu beschichtenden Einzelbögen20 können damit stirnseitig gefasst und von Druckwerk zu Druckwerk über Gegendruckzylinder und Übergabeeinrichtungen durch die Druckmaschine gezogen werden. - In dem Greiferkanal
26 ist außerdem mindestens ein Sensor14 untergebracht, der mit seiner Fühlerfläche an einer Messstelle etwa in dem Umfangsbereich des Gegendruckzylinders44 und somit in der Objektebene positioniert ist. Bei dessen Rotation gelangt somit der Sensor14 innerhalb der Bogenbreite und in der Höhe bzw. im Bestrahlungsabstand der Einzelbögen20 intermittierend in den von der Bestrahlungsquelle12 bestrahlten Bereich. Als Sensor können beispielsweise SiC-Dioden eingesetzt werden. - Die Bestrahlungsquelle
12 erstreckt sich als Quecksilber-Mitteldruckgasentladungslampe innerhalb eines Gehäuses48 über mindestens die Bogenbreite. Die Bestrahlung erfolgt durch eine Gehäuseöffnung hindurch, wobei ein Reflektor50 für eine verbesserte Lichtausbeute sorgt. - Die im Durchlauf erfassten Messsignale werden von dem Sensor
14 über eine Funkstrecke52 an eine Empfangseinheit54 der Erfassungseinrichtung16 übermittelt. Dort können die Signale durch einen Regler verarbeitet wer den, um über eine Stellsignalleitung56 die Strahlungsleistung der Strahlungsquelle12 zu regeln. -
3 veranschaulicht eine Anordnung im Bereich der Bogenauslage38 . Hierbei wird mindestens eine Greiferbrücke28 mittels eines Kettentransporters40 im Umlauf geführt, um die Einzelbögen sukzessive von dem Lackwerk36 abzuholen und auf dem Auslagestapel42 abzulegen. Die Greiferbrücke28 trägt Bogengreifer22' , die den jeweiligen Einzelbogen an seiner in Transportrichtung weisenden Bogenkante46 festhalten. Auf der Greiferbrücke28 befindet sich außerdem mindestens ein Sensor14 , wie auch in4 gezeigt. Der Sensor14 läuft somit in dem Zwischenbereich bzw. freien Bereich der Bogentransportstrecke58 zwischen den aufeinander folgenden Einzelbögen20 durch den Bestrahlungsbereich der UV-Bestrahlungsaggregate10 . - Gegebenenfalls kann der mindestens eine Sensor
14 über eine mitlaufend bestrahlte Photovoltaikeinheit60 mit Energie versorgt werden. Die Sensorsignale bzw. Messdaten können in einem ebenfalls mitlaufenden Zwischenspeicher62 abgelegt werden, der im Rahmen einer Überwachung der Anlage zyklisch ausgelesen werden kann. - Im Betrieb der Druckmaschine
32 kann somit die Strahlungsleistung, d. h. die in der Zeiteinheit von der elektromagnetischen Strahlung auf das Substrat22 transportierte Strahlungsenergie direkt gemessen werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine intervallweise Erfassung entsprechend dem Lampendurchlauf des Sensors14 für eine Beurteilung der Bestrahlungsqualität völlig ausreichend ist. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass bei einer üblichen Druckleistung von z. B. 10.000 Einzelbögen pro Stunde die Messfrequenz sehr hoch ist. Beim Durchgang des Sensors14 durch den Bestrahlungsbereich kann durch Signalintegration eine mittlere Strahlungsleistung bestimmt werden, oder es wird der Einfachheit halber nur der jeweilige Extremwert erfasst. Durch Vergleich mit einem Sollwert bzw. Führungswert kann eine Regeldifferenz ermittelt werden, um in einer Regelschleife ein entsprechendes Stellsignal für eine konstante oder den momentanen Druckbedingungen angepasste Strahlungsleistung zu generieren. - Grundsätzlich sind der oder die Sensoren
14 nicht nur zum Messen der UV-relevanten Bereiche zwischen 200 und 480 nm ausgelegt. Je nach Anwendungsfall kann eine selektive Anpassung an spezielle Wellenlängen der elektromagnetischen Strahlung, welche beim Trocknungsprozess eines bedruckten Bogens eingesetzt wird, vorgenommen werden. Insbesondere handelt es sich dabei um UV-A, UV-B, UV-C oder bei monochromatischen Strahlungsquellen (z. B. UV-LED's) um diskrete Linien. Die substratbezogene Strahlungserfassung ist auch für die klassische Trocknung von Wasser- oder Lösemittel-basierenden Druckfarben interessant. Hierbei kommen Strahlenquellen im Bereich des sichtbaren Lichts, der nahen Infrarotstrahlung (NIR) und auch IR im Bereich 1.000 bis 3.000 nm zum Einsatz. - Somit ergibt sich eine örtliche, zeitliche und selektive Auflösung des Energieeinflusses zur Härtung (UV) und Trocknung (IR) der Druckfarben/Lacke auf Bögen.
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 19944380 A [0004]
Claims (15)
- Verfahren zur Substratbehandlung in einer Druckmaschine (
32 ), insbesondere Offset-Druckmaschine, bei welchem ein Substrat (20 ) zur Strahlungshärtung einer Substratbeschichtung in einer Transporteinrichtung (18 ) der Druckmaschine (32 ) an einer Strahlungsquelle (12 ) vorbeitransportiert und dabei mit elektromagnetischer Strahlung (30 ), insbesondere UV-Strahlung beaufschlagt wird, dadurch gekennzeichnet, dass Einzelbögen (20 ) als Substrat durch an einer Bogenkante (46 ) angreifende Greifer (22 ) der Transporteinrichtung (18 ) hintereinander beabstandet transportiert werden, und dass die Strahlung in einem Zwischenbereich (52 ) zwischen aufeinanderfolgenden Einzelbögen (20 ) mittels mindestens eines Sensors (14 ) erfasst wird. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung an mindestens einer Messstelle innerhalb der Breite und in der Höhe einer von den Einzelbögen (
20 ) durchlaufenen Transportbahn (58 ) erfasst wird. - Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (
14 ) über einen von der Strahlungsquelle (12 ) bestrahlten Bereich mit den Einzelbögen (20 ) mittransportiert wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (
14 ) in einer die Bogengreifer (22 ) aufnehmenden Greiferaussparung (26 ) eines Gegendruckzylinders (44 ) angebracht wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (
14 ) auf einer die Bogengreifer (22' ) tragenden Greiferbrücke (28 ) eines Kettentransporters (40 ) angebracht wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Sensoren (
14 ) über die Breite der Einzelbögen (20 ) verteilt angeordnet werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Sensor (
14 ) über die Breite der Einzelbögen (20 ) verschiebbar angeordnet wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung (
30 ) ohne Wechselwirkung mit den Einzelbögen (20 ) durch den Sensor (14 ) direkt erfasst wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlung (
30 ) im Durchlauf des mindestens einen Sensors (14 ) durch den Bestrahlungsbereich erfasst wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine mittlere Strahlungsleistung oder ein Extremwert der UV-Strahlung intervallweise bestimmt wird.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlungsquelle (
12 ) nach Maßgabe eines Sensorsignals angesteuert, insbesondere auf eine konstante Strahlungsleistung an der Messstelle geregelt wird. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Sensorsignale an eine von dem Sensor (
14 ) entfernte Empfangseinheit (54 ) drahtlos übermittelt werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Sensorsignale in einem mit dem Sensor (
14 ) mitlaufenden Datenspeicher (62 ) vor einer Auswertung zwischengespeichert werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (
14 ) über eine die Strahlung empfangende Photovoltaikeinheit (60 ) mit Energie versorgt wird. - Vorrichtung zur Substratbehandlung in einer Druckmaschine (
32 ), insbesondere Offset-Druckmaschine, mit einer vorzugsweise als langgestreckte Gasentladungsröhre ausgebildeten Strahlungsquelle (12 ) insbesondere zur Erzeugung von UV-Strahlung, einer gegebenenfalls als Teil der Druckmaschine (32 ) ausgebildeten Transporteinrichtung (18 ) zum Vorbeitransport des Substrats (20 ) an der Strahlungsquelle (12 ) und einer Sensoreinrichtung (16 ) zur Strahlungserfassung, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung (18 ) zum Transport von Einzelbögen (20 ) als Substrat an einer Bogenkante (46 ) angreifende Greifer (22 ) aufweist, und dass in einem Zwischenbereich (52 ) zwischen aufeinanderfolgenden Einzelbögen (20 ) mindestens ein Sensor (14 ) der Sensoreinrichtung (16 ) angeordnet ist.
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Legal Events
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| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: ETA PLUS ELECTRONIC GMBH, DE Free format text: FORMER OWNER: IST METZ GMBH, 72622 NUERTINGEN, DE Effective date: 20110603 |
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Representative=s name: WOLF, PFIZ & GAUSS PATENTANWAELTE PARTNERSCHAF, DE Effective date: 20110603 Representative=s name: PFIZ/GAUSS PATENTANWAELTE PARTMBB, DE Effective date: 20110603 Representative=s name: PATENTANWAELTE WOLF & LUTZ, DE Effective date: 20110603 |
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| R012 | Request for examination validly filed | ||
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Effective date: 20150402 |
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| R016 | Response to examination communication | ||
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