-
Die
Erfindung betrifft eine Brennstoffzellenanordnung gemäß den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
-
Eine
Brennstoffzellenanordnung oder ein Brennstoffzellenstapel (auch
kurz Stack genannt) besteht aus mehreren, elektrisch in Serie geschalteten, planparallel übereinander
gestapelt angeordneten Brennstoffzellen. Jede Brennstoffzelle weist
als Elektroden in Form von Gasdiffusionselektroden eine Anode, eine
Kathode und einen dazwischen angeordneten Elektrolyt auf, beispielsweise
in Form einer Polymer-Elektrolyt-Membran (kurz PEM bezeichnet), die
zusammen eine Membran-Elektroden-Anordnung (kurz MEA bezeichnet)
bilden.
-
Zwischen
den im Brennstoffzellenstapel benachbarten Membran-Elektroden-Anordnungen
ist jeweils eine Bipolarplatte (auch Bipolar-Separatorplatteneinheit
genannt) angeordnet. Die Bipolarplatte dient dabei der Beabstandung
benachbarter Membran-Elektroden-Anordnungen, dem Verteilen von Reaktionsstoffen
für die Brennstoffzelle wie Brennstoff und Oxidationsmittel über
die angrenzenden Membran-Elektroden-Anordnungen und dem Abführen
der Reaktionsstoffe in hierfür vorgesehenen, jeweils zu den
Membran-Elektroden-Anordnungen hin offenen Kanälen, der
Abfuhr der Reaktionswärme über ein in separaten
Kühlmittelkanälen geführtes Kühlmittel
sowie der Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen der
Anode und der Kathode von benachbarten Membran-Elektroden-Anordnungen.
-
Als
Reaktionsstoffe werden ein Brennstoff und ein Oxidationsmittel eingesetzt.
Meist werden gasförmige Reaktionsstoffe (kurz: Reaktionsgase) eingesetzt,
z. B. Wasserstoff oder ein Wasserstoff enthaltenes Gas (z. B. Reformatgas)
als Brennstoff und Sauerstoff oder ein Sauerstoff enthaltenes Gas (z.
B. Luft) als Oxidationsmittel. Unter Reaktionsstoffe werden alle
an der elektrochemischen Reaktion beteiligten Stoffe verstanden,
einschließlich der Reaktionsprodukte, wie z. B. Wasser
oder abgereicherter Brennstoff.
-
Die
jeweilige Bipolarplatte besteht dabei aus einem Formteil, vorzugsweise
jedoch aus zwei oder mehr planparallel miteinander verbundenen Formteilen,
insbesondere Platten – einer Anodenplatte zur Verbindung
mit der Anode der einen Membran-Elektroden-Anordnung und einer Kathodenplatte
zur Verbindung mit der Kathode der anderen Membran-Elektroden-Anordnung – oder
einer Platte mit ober- und unterseitig eingebrachten Kanalstrukturen. An
der der einen Membran-Elektroden-Anordnung zugewandten Oberfläche
der Anodenplatte sind dabei Anodenkanäle zur Verteilung
eines Brennstoffs entlang der einen Membran-Elektroden-Anordnung angeordnet,
wobei an der der anderen Membran-Elektroden-Anordnung zugewandten
Oberfläche der Kathodenplatte Kathodenkanäle zur
Verteilung des Oxidationsmittels über der anderen Membran-Elektroden-Anordnung
angeordnet sind. Die Kathodenkanäle und die Anodenkanäle
haben keine Verbindung miteinander.
-
Die
Kathoden- und Anodenkanäle werden dabei von durch Erhebungen
(im Weiteren Stege genannt) voneinander getrennten Vertiefungen
(im Weiteren Kanäle genannt) auf den jeweils den Membran-Elektroden-Anordnungen
zugewandten Oberflächen der Anoden- und Kathodenplatte
gebildet. Die Kathoden- und Anodenplatte sind vorzugsweise geformt,
insbesondere hohl geprägt. Die Stege und Kanäle
werden beispielsweise diskontinuierlich durch Hohlprägen
(mit Form und Stempel), Hydroforming (mit Form und Flüssigkeit),
Hochgeschwindigkeitsumformen (mit Form und Stempel), Formrecken, Tiefziehen,
Fließpressen oder dergleichen, oder kontinuierlich durch
Walzen oder Ziehen hergestellt.
-
Um
bei einer Verwendung einer Brennstoffzellenanordnung für
ein Fahrzeug im Betrieb eine hinreichende Wirtschaftlichkeit und
geringe Kosten zu erzielen, sind einerseits die Leistung pro Quadratmeter
Zellfläche und der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle zu
steigern, indem beispielsweise Leistungsverluste infolge von Kontakt-
und/oder Materialwiderständen reduziert sowie Stoff- und
Ladungstransport verbessert werden. Andererseits werden zunehmend
kostengünstige Materialien, wie z. B. rollbare Elektrodenlagen
für die Gasdiffusionselektroden, verwendet.
-
Aus
der
DE 10 2005
037 093 A1 ist beispielsweise eine Brennstoffzelle mit
Fluidführungskanälen mit sich gegenläufig ändernden
Strömungsquerschnitten bekannt.
-
Aus
der
DE 60212001 T2 ist
eine Brennstoffzellenflüssigkeitsverteilungsplatte (auch Bipolarplatte
genannt) bekannt, die auf wenigstens einer Fläche ein Netz
von progressiv feineren Kanälen aufweist, die einen oder
mehrere verzweigte Gaslieferungskanäle mit einer Vielzahl
von daran angeschlossenen Gasdiffusionskanälen mit einer
Breite geringer als 0,2 mm aufweisen.
-
Aus
der
US 20020167109
A1 ist eine herkömmliche Bipolarplatte und deren
Herstellung beschrieben, wobei die Strömungskanäle
unterschiedliche Kanalquerschnittsformen aufweisen. Dabei werden
die Strömungskanäle durch Rollprägen
in eine Platte aus einem flexiblen Graphit-Material eingebracht.
-
Aus
der
US 20030059662
A1 ist eine herkömmliche Bipolarplatte bekannt,
welche einen serpentinenartig verlaufenden Strömungskanal
aufweist, wobei der Steg zwischen benachbarten Kanalabschnitten
des Kanals in der Breite variiert.
-
Aus
der
US 6586128 B1 ist
zur Verbesserung und Einstellung eines Stofftransports zwischen benachbarten
Kanälen ein Verfahren und eine Vorrichtung bekannt, bei
welcher Druckunterschiede in dem jeweiligen Kanal durch Änderung
des Kanalverlaufs bei konstanter Stegbreite einstellbar sind.
-
Aus
der
DE 69901187 T2 ist
darüber hinaus eine Brennstoffzellenanordnung mit einer
wellenförmigen Membran-Elektroden-Anordnung durch versetzte
Anordnung von gleichförmigen Stegen bekannt.
-
Insbesondere
durch die Verwendung von kostengünstigen Materialien, wie
flexibler, rollbarer Gasdiffusionselektroden-Lagen besteht das Problem,
dass bedingt durch die weitgehend biegeweichen, flexiblen und/oder
nachgiebigen Diffusionslagenmaterialen bei Montage der Brennstoffzellenanordnung
ein von außen aufgebrachter Pressdruck auf die Stege (=
Flussfeldstege, d. h. Stege im Bereich der Strömungsfelder)
schlecht zur aktiven Schicht (dem Katalysator und der Membran) verteilt wird.
Hierdurch entstehen insbesondere in Kanalbereichen erhöhte
Kontaktwiderstände zwischen den Schichten und auch im Diffusionslagenmaterial selbst,
welche je nach Konfiguration zu sehr deutlichen Leistungsverlusten
führen können.
-
Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brennstoffzellenanordnung
anzugeben, welche gegenüber den aus dem Stand der Technik
bekannten verbessert ist.
-
Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
-
Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
-
Die
Brennstoffzellenordnung umfasst mehrere Membran-Elektroden-Anordnungen,
zwischen denen jeweils mindestens eine Bipolarplatte, die aus mindestens
einer oder zwei planparallel zueinander angeordneten Platten gebildet
ist, angeordnet ist, wobei zumindest auf einer oder beiden Außenseiten der
jeweiligen Platte jeweils ein Strömungsfeld durch in die
Platte eingebrachte Kanalstrukturen mit mehreren parallel zueinander
verlaufenden Kanälen und zwischen zwei Kanälen
parallel zueinander verlaufenden Stegen gebildet ist. Erfindungsgemäß sind zumindest
die Stege zweier zueinander gerichteter Außenseiten zweier
benachbarter Bipolarplatten derart zueinander angeordnet und/oder
mit zueinander korrespondierenden Abmessungen versehen, dass eine
zwischen den beiden Bipolarplatten angeordnete Membran-Elektroden-Anordnung
im montierten Zustand gewellt ist.
-
Mit
anderen Worten: Die Stege zweier benachbarter Strömungsfelder,
die jeweils außenseitig der Membran-Elektroden-Anordnung
gebildet sind, sind hinsichtlich ihrer Anordnung und/oder Abmessung
derart variierend zueinander ausgebildet, dass ein bei der Montage
wirkender Anpressdruck einer Membran-Elektroden-Anordnung an die
angrenzenden Bipolarplatten entlang der Oberfläche der
Membran-Elektroden-Anordnung weitgehend homogenisiert ist. Erreicht
wird diese homogenere Verpressung der aktiven Schicht durch die
gewellte Membran-Elektroden-Anordnung infolge einer wellenförmigen
Verspannung der Gasdiffusionselektroden-Lage unter dem Pressdruck
der verschiedenen Stege. Durch die Auslenkung aus der ebenen Normallage übt
die Gasdiffusionselektroden-Lage dieser Auslenkung entgegen einen
Druck aus, der auch bei breiteren Kanälen noch in der Kanalmitte
eine höhere Kompression bewirkt.
-
Insbesondere
sind die Stege derart ausgebildet, dass insbesondere einander gegenüberliegende Stege
voneinander verschieden ausgebildet sind. Hierdurch kann ein deutlich
höherer Anpressdruck und somit eine deutliche Erhöhung
einer Materialverpressung des Gasdiffusionslagen-Materials im Kanalbereich
auch bei breiteren Kanälen erzielt werden. Dies wiederum
bewirkt sinkende Verluste, insbesondere eine Reduzierung von Druckverlusten
im Strömungsfeld und eine deutlich höhere Leistungsdichte auch
bei Roll-Gasdiffusionselektroden-Lagen.
-
Durch
eine derartige Optimierung von Stegbreiten und/oder Steghöhen
und/oder einer versetzten Steganordnung können eine Anpassung
an lokale Bedingungen in den angrenzenden Kanälen und damit
einhergehend eine Optimierung der Leistungsdichte einer Brennstoffzellenanordnung
erzielt werden. Insbesondere bei einer Brennstoffzellenanordnung
mit flexiblen Lagen von Gasdiffusionselektroden können
somit unterschiedliche Anforderungen an den Fluid-, insbesondere
Gastransport, wie auch unterschiedliche thermische und elektrische
Leitfähigkeitsanforderungen durch entsprechende Variation
der Stegbreiten und/oder der Steghöhen und/oder der versetzten
Steganordnung erfüllt und erreicht werden.
-
In
einer möglichen Ausführungsform sind die Stege
der beiden parallel zueinander angeordneten Bipolarplatten seitlich
versetzt zueinander angeordnet. Bei einer Verpressung der beiden
Bipolarplatten mit der dazwischen angeordneten Membran-Elektroden-Anordnung
ergibt sich für diese die gewellte Form, indem die Membran-Elektroden-Anordnung durch
den Druck der Stege der einen Bipolarplatte in die gegenüberliegenden
Kanäle der anderen Bipolarplatte gebogen wird.
-
Hierzu
sind die Stege zweckmäßigerweise derart seitlich
versetzt zueinander angeordnet, dass die Stege der einen Bipolarplatte
in die Kanäle der anderen Bipolarplatte zumindest teilweise
hineinragen oder zumindest den Kanälen der anderen Bipolarplatte
gegenüberliegen.
-
In
einer weiteren alternativen oder zusätzlichen Ausführungsform
weisen die Stege der beiden parallel zueinander angeordneten Bipolarplatten
unterschiedliche Höhen auf. Vorzugsweise weisen die Stege
der jeweiligen oder einer jeden Bipolarplatte abwechselnd unterschiedliche
Höhen auf. So weisen beispielsweise die Stege eines Kathodenströmungsfelds
(auf einer Seite der Membran-Elektroden-Anordnung und gebildet durch
die Stege der einen Bipolarplatte) immer abwechselnd einen bestimmten
Höhenversatz und somit abwechselnd unterschiedliche Höhen
auf. Die Stege des gegenüberliegenden Anodenströmungsfeldes
(auf der anderen Seite der Membran-Elektroden-Anordnung und gebildet
durch die Stege der anderen Bipolarplatte) sind derart ausgebildet,
dass deren unterschiedliche Höhen und somit deren Höhenversatz
mit den Höhen und dem Höhenversatz der Stege der
anderen Bipolarplatte derart korrespondieren, dass niedrige Stege
der einen Bipolarplatte hohen Stegen der anderen Bipolarplatte oder
umgekehrt einander gegenüberliegen. Mit anderen Worten:
Die beiden Bipolarplatten sind derart zueinander angeordnet, dass
Stege mit unterschiedlichen Höhen einander gegenüberliegend
angeordnet sind.
-
Darüber
hinaus können die Stege und/oder die Kanäle einer
jeden Bipolarplatte zumindest eine variierende Kanalbreite, eine
variierende Stegbreite und/oder einen variierenden Kanalabstand
aufweisen. Durch entsprechende Dimensionierung der Steg- und/oder
Kanalbreiten und/oder Kanalabstände ist eine Verbesserung
der Kompression möglich. So kann beispielsweise ein verbreiterter
hervorstehender Steg im konvexen Teil der Wellenform der Membran-Elektroden-Anordnung
eine hohe Kompression auch noch bis weit in den Kanal der Gegenseite
bewirken.
-
Zur
Erzielung der Wellenform der Membran-Elektroden-Anordnung im gepressten
Zustand sind die beiden Bipolarplatten vorzugsweise derart zueinander
angeordnet, dass Stege mit unterschiedlichen Stegbreiten einander
gegenüberliegend angeordnet sind.
-
Alternativ
oder zusätzlich können die beiden Bipolarplatten
derart zueinander angeordnet sein, dass Stege mit unterschiedlichen
Stegbreiten und/oder mit unterschiedlichen Höhen einander
gegenüberliegend angeordnet sind. Darüber hinaus können
die Stege zumindest teilweise oder vollständig versetzt
zueinander angeordnet sein. Dabei sind die Stege vorzugsweise derart
zueinander versetzt angeordnet, dass diese zumindest teilweise oder vollständig
in Kanäle eingreifen oder diesen gegenüberliegend
angeordnet sind.
-
Ferner
ist eine beliebige Kombination verschiedener Stegformen, z. B. verschiedene
Steghöhen und/oder Stegbreiten, und/oder von verschiedenen
Stegversätzen, z. B. Höhenversatz und/oder Seitenversatz,
möglich. Beispielsweise ist sowohl ein Höhenversatz,
d. h. unterschiedliche Steghöhen, zwischen den Stegen einer
Platte als auch ein seitlich teilweiser oder vollständiger
Versatz der Stege von korrespondierenden Platten gegeneinander möglich.
-
Vorzugsweise
sind die beiden Bipolarplatten derart zueinander angeordnet, dass
eine Gesamthöhe einer Anordnung aus zwei Bipolarplatten
und der dazwischen liegenden Membran-Elektroden-Anordnung konstant
ist. Dies erlaubt eine höhere Packungsdichte.
-
Darüber
hinaus ist die Geometrie der Stege an Strömungsverhältnisse
und/oder -parameter des Strömungsfeldes angepasst. In einer
möglichen Ausführungsform weisen die Stege der
beiden Bipolarplatten abgerundete Stegkanten auf. Derartige abgerundete
Stegkanten bewirken eine Vermeidung oder zumindest eine Reduzierung
von Belastungsspitzen der Membran-Elektroden-Anordnung.
-
Alternativ
oder zusätzlich können die Stege der beiden Bipolarplatten
eine unebene Stegoberfläche, insbesondere eine schräge
oder ovale Stegoberfläche, aufweisen. Auch dies führt
zu einer Verbesserung des Verpressungseffektes und zur Reduzierung
von Belastungsspitzen.
-
Für
einen möglichst kostengünstigen Aufbau der Brennstoffzellenanordnung
ist die Membran-Elektroden-Anordnung aus zwei Gasdiffusionselektroden
und einer dazwischen liegenden Polymer-Elektrolyt-Membran gebildet,
wobei die Gasdiffusionselektroden bevorzugt aus einer flexiblen,
insbesondere rollbaren Lage gebildet sind.
-
Zur
Kühlung der Brennstoffzellenanordnung können darüber
hinaus zwei unmittelbar aneinander angrenzende Bipolarplatten derart
zueinander angeordnet sein, dass Negativstrukturen der Kanäle
und der Stege Kühlkanäle und/oder Zudosierungskanäle für
das jeweilige Strömungsfeld bilden.
-
Bevorzugt
kann es sich bei der Brennstoffzellenanordnung um eine so genannte
PEM-Brennstoffzellenanordnung aus einer Anzahl von gestapelten Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzellen handeln,
zwischen denen jeweils eine Bipolarplatte angeordnet ist.
-
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
-
Dabei
zeigen:
-
1 schematisch
einen Ausschnitt einer Brennstoffzellenanordnung mit einer einzelnen
von mehreren planparallel gestapelten Membran-Elektroden-Anordnungen,
die jeweils außenseitig von jeweils einer Bipolarplatte
mit weitgehend gleichförmigen Stegen begrenzt sind gemäß dem
Stand der Technik,
-
2 schematisch
eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Brennstoffzellenanordnung mit einer gewellten Membran-Elektroden-Anordnung
zwischen zwei Bipolarplatten mit Stegen mit unterschiedlichen Steghöhen,
-
3 schematisch
eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Brennstoffzellenanordnung mit einer gewellten Membran-Elektroden-Anordnung
zwischen zwei Bipolarplatten mit seitlich zueinander versetzt angeordneten Stegen,
-
4 schematisch
eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Brennstoffzellenanordnung mit einer gewellten Membran-Elektroden-Anordnung
zwischen zwei Bipolarplatten mit Stegen mit unterschiedlichen Steghöhen und
unterschiedlichen Stegbreiten,
-
5 schematisch
eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Brennstoffzellenanordnung mit einer gewellten Membran-Elektroden-Anordnung
zwischen zwei Bipolarplatten mit Stegen mit unterschiedlichen Steghöhen und
unterschiedlichen Stegbreiten und abgerundeten Stegkanten,
-
6 schematisch
eine weitere alternative Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Brennstoffzellenanordnung mit einer gewellten Membran-Elektroden-Anordnung
zwischen zwei Bipolarplatten mit Stegen mit unterschiedlichen Steghöhen und
unterschiedlichen Stegbreiten und abgerundeten Stegkanten und zusätzlichen
Kühlkanälen zwischen zwei planparallel zueinander
angeordneten Bipolarplatten, und
-
7 schematisch
ein Diagramm mit dem Verlauf des Pressdrucks zur aktiven Schicht
als Funktion des Stegversatzes über einem Steg-Kanal-Steg-Segment.
-
Einander
entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
-
1 zeigt
schematisch einen Ausschnitt einer Brennstoffzellenanordnung 1 gemäß dem
Stand der Technik mit einer einzelnen von mehreren planparallel
gestapelten Membran-Elektroden-Anordnungen 2 (auch kurz
MEA genannt), die jeweils außenseitig von jeweils einer
Bipolarplatte 3.1, 3.2 begrenzt sind.
-
Dabei
zeigt die 1 die Brennstoffzellenanordnung 1 in
Schnittdarstellung zur besseren Verständlichkeit des Aufbaus
und der Orientierung der einzelnen Elemente – Membran-Elektroden-Anordnung 2 (=
MEA) und der Bipolarplatten 3.1, 3.2 – zueinander.
-
Bei
der Brennstoffzellenanordnung 1 kann es sich insbesondere
um eine so genannte PEM-Brennstoffzellenanordnung handeln (mit PEM
= Polymer-Elektrolyt-Membran). Dazu umfasst die Brennstoffzellenanordnung 1 als
Membran-Elektroden-Anordnung 2 zwei Gasdiffusionselektroden 2.1, 2.2 (eine
davon als Anode, die andere als Kathode) und einen dazwischen angeordneten
Elektrolyt 2.3, z. B. eine Polymer-Elektrolyt-Membran.
Eine der Oberflächen der jeweiligen Gasdiffusionselektrode 2.1, 2.2 ist
dabei dem Elektrolyt 2.3, z. B. der Polymer-Elektrolyt-Membran,
und die andere Oberfläche einer der Bipolarplatten 3.1, 3.2 zugewandt.
-
Die
jeweilige Bipolarplatte 3.1, 3.2 ist bevorzugt
aus mindestens einer Platte oder aus zwei planparallel zueinander
angeordneten Platten gebildet, wobei die Platten aus einem Metall
sind und beispielsweise dünne Metallbleche sind, was einen
robusten Aufbau und eine einfache Einbringung der Kanalstruktur
in die beiden Platten ermöglicht. Die beiden Platten können
prinzipiell aber auch aus Kohlenstoff oder einem Kohlenstoffwerkstoff
(Karbon) gebildet sein. Derartige Platten können heutzutage sehr
dünnwandig hergestellt werden und haben den Vorteil, dass
sie nicht beschichtet werden müssen.
-
In
mindestens eine Außenseite der Platte oder einer der Platten
oder beider Platten der jeweiligen Bipolarplatte 3.1, 3.2 sind
Kanäle K1, K2 und Stege S1, S2 eingebracht, z. B. durch
Hohlprägen (mit Form und Stempel), Hydroforming (mit Form
und Flüssigkeit), Hochgeschwindigkeitsumformen (mit Form
und Stempel), Formrecken, Tiefziehen, Fließpressen oder
dergleichen, oder kontinuierlich durch Walzen oder Ziehen. Die jeweilige
Bipolarplatte 3.1, 3.2 kann somit ein Formteil
sein, das z. B. aus einem oder zwei dünnen Metallblechen
gebildet ist, welche/s Erhebungen (= Stege S1, S2) und Vertiefungen (=
Kanäle K1, K2) aufweisen, die zur Außenseite,
d. h. zur jeweils zugehörigen Membran-Elektroden-Anordnung 2,
ein Strömungsfeld F1, F2 mit den Kanälen K1, K2
bilden.
-
Im
Betrieb der Brennstoffzellenanordnung 1 werden die Kanäle
K1, K2 des jeweiligen Strömungsfelds F1, F2 von einem Fluid
durchströmt, z. B. ein Anoden-Strömungsfeld von
einem Brennstoff, z. B. Wasserstoff, und ein Kathoden-Strömungsfeld
von einem Oxidationsmittel, z. B. Sauerstoff oder Luft.
-
In 1 ist
nur ein Teil der Brennstoffzellenanordnung 1 – eine
Membran-Elektroden-Anordnung 2 mit zwei außenseitig
angrenzenden Bipolarplatten 3.1, 3.2 – dargestellt.
In nicht näher dargestellter Art und Weise grenzen außenseitig
an die jeweilige Bipolarplatte 3.1, 3.2 weitere
nicht näher dargestellte Membran-Elektroden-Anordnungen 2 plan
parallel an.
-
Im
Stand der Technik sind die Stege S1, S2 einander gegenüberliegender
Bipolarplatten 3.1, 3.2 weitgehend gleichförmig
ausgebildet.
-
Nachfolgend
werden verschiedene alternative Ausführungsformen der Erfindung
anhand der 2 bis 7 näher
beschrieben.
-
Um
Transportverluste, Kontakt- und/oder Materialwiderstände
sowie Fluid- oder Gas-, Wärmetransport- und/oder Ladungstransportverluste
zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren, sind die Stege S1, S2
zweier zueinander gerichteter Außenseiten zweier benachbarter
Bipolarplatten 3.1, 3.2 derart zueinander angeordnet
und/oder mit zueinander korrespondierenden Abmessungen versehen,
dass die zwischen den Bipolarplatten 3.1, 3.2 angeordnete Membran-Elektroden-Anordnung 2 im
montierten Zustand gewellt ist.
-
2 zeigt
schematisch eine mögliche erste Ausführungsform
für unterschiedliche Stege S1, S2 zweier Bipolarplatten 3.1, 3.2.
-
Dabei
weisen die Stege S1 und S2 der beiden gegenüberliegenden
Bipolarplatten 3.1 bzw. 3.2 unterschiedliche Höhen
H1 bzw. H2 auf. Bevorzugt sind die Bipolarplatten 3.1 und 3.2 derart
zueinander angeordnet und mit Stegen S1 und S2 mit unterschiedlichen
Höhen H1 bzw. H2 versehen, dass ein kurzer Steg S1 der
einen Bipolarplatte 3.1 einem langen Steg S2 der anderen
Bipolarplatte 3.2 oder umgekehrt gegenüber liegt.
-
Darüber
hinaus ist die jeweilige Bipolarplatte 3.1 oder 3.2 derart
mit Stegen S1 bzw. S2 versehen, dass die Stege S1 oder S2 der jeweiligen
Bipolarplatte 3.1 bzw. 3.2 abwechselnd unterschiedliche
Höhen H1.1 und H1.2 bzw. H2.1 und H2.2 aufweisen. Hierbei
liegen dann abwechselnd ein niedriger Steg S1 der einen Bipolarplatte 3.1 einem
hohen Steg S2 der anderen Bipolarplatte 3.2 und benachbart
ein hoher Steg S1 der Bipolarplatte 3.1 einem niedrigen
Steg S2 der anderen Bipolarplatte 3.2 einander gegenüber.
-
Bei
Verpressung der Bipolarplatten 3.1 und 3.2 und
der dazwischen liegenden Membran-Elektroden-Anordnung 2 ergibt
sich dann die dargestellte Wellenform, durch welche eine deutliche
höhere Materialverpressung bewirkt wird und somit Druckverluste
im jeweiligen Strömungsfeld F1 bzw. F2 reduziert sind.
-
Um
auch eine hinreichende Materialverpressung bei breiteren Kanälen
K1 bzw. K2 zu erzielen, können, wie in 3 näher
dargestellt, die Stege S1, S2 der beiden Bipolarplatten 3.1, 3.2 zusätzlich
zu den unterschiedlichen Steghöhen H1, H2 oder alternativ
dazu seitlich versetzt zueinander angeordnet sein.
-
Dabei
können die Stege S1 und S2 derart zueinander versetzt sein,
dass deren Stegoberfläche in die Kanäle K2 bzw.
K1 der anderen Bipolarplatte 3.2 bzw. 3.1 zumindest
teilweise hineinragen oder diesen zumindest gegenüber liegen.
Hierdurch ergibt sich in analoger Weise, wie zu 2 beschrieben,
bei Verpressung die gewellte Form der Membran-Elektroden-Anordnung 2.
-
Alternativ
oder zusätzlich können die Stege S1, S2 unterschiedliche
Stegbreiten bS1 bzw. bS2 aufweisen.
Auch können die Kanäle K1, K2 unterschiedliche
Kanalbreiten bK1 bzw. bK2 aufweisen.
Dabei können die Stege S1 oder S2 der jeweiligen Bipolarplatte 3.1 bzw. 3.2 ebenfalls
abwechselnd unterschiedliche Stegbreiten bS1.1,
bS1.2 bzw. bS2.1,
bS2.2 aufweisen.
-
Ferner
ist eine beliebige Kombination von verschiedenen Stegen S1, S2 mit
unterschiedlichen Steghöhen H1, H1.1, H1.2 bzw. H2, H2.1,
H2.2 und/oder unterschiedlichen Stegbreiten bS1,
bS1.1, bS1.2 bzw.
bS2, bS2.1, bS2.2 und/oder verschiedenen Kanälen
K1, K2 mit unterschiedlichen Kanalbreiten bK1 bzw.
bK2 möglich.
-
Auch
können die Kanalabstände a1, a2 unterschiedlich
sein. Unter dem jeweiligen Kanalabstand a1, a2 wird dabei insbesondere
der Abstand zwischen einer Kanalwand eines Kanals und der gleichen
Kanalwand eines parallel zu diesem Kanal angeordneten benachbarten
Kanals einer Bipolarplatte verstanden. Somit entspricht der Kanalabstand
a1 in etwa der Summe aus Kanalbreite bK1 eines
Kanals K1 und der Stegbreite bS1 eines angrenzenden
Steges S1 der Bipolarplatte 3.1.
-
Bei
den möglichen Kombinationen von Variationen der Kanal-
und/oder Stegkonturen und/oder -abmessungen wird dabei stets sichergestellt,
dass die Gesamthöhe und somit die Dicke zweier Bipolarplatten 3.1 und 3.2 und
der dazwischen liegenden Membran-Elektroden-Anordnung 2 gleich
bleibt.
-
4 zeigt
eine mögliche Ausführungsform zur Erzielung der
gewellten Membran-Elektroden-Anordnung 2 durch Stege S1,
S2 mit unterschiedlichen Steghöhen H1.1, H1.2 bzw. H2.1,
H2.2 und unterschiedlichen Stegbreiten bS1 bzw.
bS2 und Kanälen K1, K2 mit unterschiedlichen
Kanalbreiten bK1 bzw. bK2.
Dabei sind die Bipolarplatten 3.1, 3.2 derart
zueinander angeordnet, dass deren Stege S1, S2 gegenüber
liegend angeordnet sind. In 3 ist ein
Beispiel für seitlich zueinander versetzt angeordnete Stege
S1, S2 gezeigt.
-
5 zeigt
schematisch eine weitere alternative Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Brennstoffzellenanordnung 1 mit
einer gewellten Membran-Elektroden-Anordnung 2 zwischen
zwei Bipolarplatten 3.1 und 3.2. Dabei weisen
die Stege S1, S2 zueinander unterschiedliche Steghöhen
H1 bzw. H2 und/oder zueinander unterschiedliche Stegbreiten bS1, bS2 auf. Ferner
weisen die jeweiligen Stege S1 und S2 abgerundeten Stegkanten auf,
wodurch Belastungsspitzen reduziert oder vermieden sind.
-
6 zeigt
schematisch eine weitere alternative Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Brennstoffzellenanordnung 1.
Zur Kühlung der Brennstoffzellenanordnung 1 sind
zusätzlich Kühlkanäle KK zwischen zwei
planparallel zueinander angeordneten Bipolarplatten 3.1 und 3.2 vorgesehen,
die ohne Zwischenanordnung einer Membran-Elektroden-Anordnung 2 direkt
aufeinander angeordnet sind.
-
Die
Kühlkanäle KK sind beispielsweise innenseitig
durch Negativstrukturen der äußeren Kanalstrukturen
aus den Kanälen K1, K2 bzw. den Stegen S1, S2 der beiden
Bipolarplatten 3.1 und 3.2 gebildet. Dabei sind
eine als Anode fungierende Platte und eine als Kathode fungierende
Platte beispielsweise derart Kanalboden an Kanalboden aufeinander
gelegt, dass deren Seitenwände und Stege die innen liegenden
Kühlmittelkanäle KK bilden. Alternativ oder zusätzlich
können in analoger Weise auch Zudosierungskanäle
gebildet werden.
-
7 zeigt
schematisch ein Diagramm mit verschiedenen Verläufen V1
des Pressdrucks p der Gasdiffusionselektroden-Lage 4 zur aktiven
Schicht entlang einer Linie von Stegmitte zu Stegmitte gemäß 4 mit
unterschiedlichen Stegversätzen s von s = 0 beim Verlauf
V1, s = 0.1 mm beim Verlauf V2, s = 0.2 mm beim Verlauf V3 und s
= 0.3 mm beim Verlauf V4. Mit zunehmendem Stegversatz s erhöht sich
die Materialkompression im Bereich um die Stegkante des verbreiterten
Steges S1 gemäß 4, die auch
zu einer Erhöhung der Minimalkompression im Kanal K2 führt.
-
- 1
- Brennstoffzellenanordnung
- 2
- Membran-Elektroden-Anordnung
- 2.1,
2.2
- Gasdiffusionselektrode
- 2.3
- Polymer-Elektrolyt-Membran
- 3.1,
3.2
- Bipolarplatten
- a1,
a2
- Kanalabstand
- bK1, bK2
- Kanalbreite
- bS1, bS1.1, bS1.2
- Stegbreite
der Stege der einen Bipolarplatte
- bS2, bS2.1, bS2.2
- Stegbreite
der Stege der anderen Bipolarplatte Stegbreite
- F1,
F2
- Strömungsfeld
- H1,
H1.1, H1.2
- Steghöhen
der Stege der einen Bipolarplatte
- H2,
H2.1, H2.2
- Steghöhen
der Stege der anderen Bipolarplatte
- K1,
K2
- Kanäle
- S1,
S2
- Stege
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102005037093
A1 [0008]
- - DE 60212001 T2 [0009]
- - US 20020167109 A1 [0010]
- - US 20030059662 A1 [0011]
- - US 6586128 B1 [0012]
- - DE 69901187 T2 [0013]