DE102008032660A1 - Vorrichtung zum Herstellen gleichmäßiger Übergangsbereiche - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen gleichmäßiger Übergangsbereiche zwischen einem schaumgepolsterten, vorzugsweise mit einer Kaschierung versehenen Verkleidungsteil (1) und einem daran anschließenden Verkleidungsteil (2) in Kraftfahrzeugen, insbesondere zwischen einem im Dachbereich angeordneten, schaumgepolsterten Formhimmel und einer angrenzenden Säulenverkleidung, die sich in einem Übergangsbereich (6) überlappen. Eine baulich und fertigungstechnisch günstige Vorrichtung wird erzielt, indem im Übergangsbereich (6) federn nachgiebige Mittel (8) vorgesehen sind, die einer durch die Montage und/oder durch Herstellungstoleranzen bedingten Eindrückung der Schaumpolsterung (3) des Verkleidungsteiles (1) entgegenwirken.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen gleichmäßiger Übergangsbereiche zwischen einem schaumgepolsterten Verkleidungsteil und einem daran anschließenden Verkleidungsteil in Kraftfahrzeugen, insbesondere zwischen einem im Dachbereich angeordneten, schaumgepolsterten Formhimmel und einer angrenzenden Säulenverkleidung, die sich im Übergangsbereich überlappen.
- Bei herkömmlichen Verkleidungen der gattungsgemäßen Art (vgl.
2 der anliegenden Zeichnung) sind die unter dem Dekor bzw. der Kaschierung angeordneten Schaumpolsterungen darauf ausgelegt, bei Fahrzeugkollisionen die Insassen vor harten Aufschlägen zu bewahren, z. B. vor Kopfaufschlägen im Bereich des Dach-Formhimmels. Der Polsterschaum, z. B. aus EPP, ist so ausgelegt, dass er insbesondere Aufprall absorbierend, also mit entsprechender innerer Dämpfung wirkt. - Werden solche Verkleidungsteile aneinander angrenzend und sich überlappend montiert, so können bedingt durch Fertigungstoleranzen und/oder Montageabläufe im Stoßbereich Eindrückungen entstehen, die sich nicht mehr zurückbilden und die in ungünstigen Fällen keinen glatten oder ästhetischen Übergang darstellen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ausgehend von der gattungsgemäßen Vorrichtung diese mit einfachen Mitteln derart weiterzubilden, dass stets lückenlose Übergänge zwischen den Verkleidungsteilen erzielbar sind.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angeführt.
- Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass im Übergangsbereich federnd nachgiebige Mittel vorgesehen sind, die einer durch die Montage und/oder durch Herstellungstoleranzen bedingten Eindrückung der Schaumpolsterung des Verkleidungsteiles entgegenwirken. Damit gelingt es, ohne Beeinträchtigung der auf Aufpralldämpfung ausge legten Schaumpolsterung glatte Übergangsbereiche zu schaffen, die eine entsprechende Rückfederungseigenschaft aufweisen.
- Die besagten Mittel können in vorteilhafter Weise durch eine im Übergangsbereich angeordnete, besonders rückfedernde Schaumstoffeinlage gebildet sein, die bevorzugt unterhalb der Kaschierung aufgebracht ist.
- Die Mittel können ferner herstellungstechnisch besonders günstig durch einen im Übergangsbereich eingeklebten, zusätzlichen Schaumstoffstreifen aus besonders rückfedernden Schaumstoff oder einem vergleichbaren Material bestehen.
- Dazu kann des Weiteren das überlappte Verkleidungsteil im Übergangsbereich mit einer Abstufung versehen sein, in der die Mittel bzw. der Schaumstoffstreifen angeordnet sind. Dies ermöglicht die Schaffung besonders ästhetischer, weitgehendst in einer einheitlichen Ebene liegender Übergänge zwischen den Verkleidungsteilen.
- Alternativ können die Kaschierung des schaumgepolsterten Verkleidungsteiles und die Schaumpolsterung im Übergangsbereich nicht mit dem Trägermaterial verklebt sein, wodurch in begrenztem Umfang eine größere Rückfederungseigenschaft der Schaumpolsterung im Übergangsbereich gegeben ist.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungsskizzen näher erläutert. Es zeigen:
-
1 eine grob schematische Ansicht vom Fahrzeuginnenraum aus auf den teilweise dargestellten Formhimmel und ein Verkleidungsteil der A-Säule des Kraftfahrzeuges mit dem überlappenden Übergangsbereich; -
2 einen Schnitt gemäß Linie II-II der1 durch die Verkleidungsteile im Übergangsbereich, entsprechend dem Stand der Technik; -
3 den gleichen Schnitt gemäß Linie III-III der1 mit im Übergangsbereich vorgesehener, federnd nachgiebiger Schaumpolsterung. - Die
1 zeigt grob schematisch als ein erstes Verkleidungsteil einen am Dach des Kraftfahrzeuges im Innenraum angebrachten, im Wesentlichen flächigen und nur teilweise ersichtlichen Formhimmel1 , der in einem Seitenbereich1a an ein längliches, an eine A-Säule der Karosserie des Kraftfahrzeuges angepasstes Verkleidungsteil2 anschließt. - Der Formhimmel
1 (vgl.2 , Stand der Technik) ist zumindest in den Seitenbereichen1a mit einer Kunststoff-Schaumschicht3 aufgepolstert, die auf ein Trägermaterial4 aufgeschäumt ist. Die Schaumstoffschicht3 definierter Stärke ist mit einer abdeckenden Kaschierung bzw. einem Dekor5 versehen. - Das Verkleidungsteil bzw. die längliche Säulenverkleidung
2 ist gemäß den2 und3 aus einem plastischen Kunststoff als Trägermaterial hergestellt, mit einem verrundeten Stoßbereich2a versehen und mit einem Dekormaterial7 überzogen. - Bei der Montage der Säulenverkleidung
2 nach montiertem Formhimmel1 wird die Säulenverkleidung2 auf die A-Säule aufgesetzt, wobei sie den Seitenbereich1a des Formhimmels1 unter Eindrückung des schaumgepolsterten Dekors5 wie in2 ersichtlich überlappt und sich der dargestellte Übergangsbereich6 bildet. - Durch fertigungsbedingte Toleranzen oder durch Montageschritte (z. B. Anpassen an weitere angrenzende Bauteile) können die im Montagevorgang bereits zusammengefügten Verkleidungsteile
1 ,2 über den Übergangsbereich6 gegen einander verschoben werden. Wird hierbei der Übergangsbereich6 verringert, so entsteht durch die Eindrückung auf das eingezeichnete Eindrückmaß a der Schaumpolsterung3 ein Spalt s oder sogar s', der sich durch die mangelnde Rückfederung der auf eine günstige Aufpralldämpfung ausgelegten Schaumstoffschicht3 einstellt. - Zur Sicherstellung eines stets gleichbleibenden Übergangsbereiches
6 zwischen dem Formhimmel1 und der Säulenverkleidung2 unabhängig von vorliegenden Toleranzen und/oder ungünstigen Montageschritten sind erfindungsgemäß im Überlappungsbereich und Übergangsbereich bei6 federnd nachgiebige Mittel in Form einer stark rückfedernden Schaumstoffeinlage8 angeordnet, wie es aus der3 hervorgeht. - Die Schaumstoffeinlage
8 erstreckt sich wie ersichtlich (vgl. engere Schraffur in der3 ) über den gesamten Überlappungsbereich der Verkleidungsteile1 und2 und in den Formhimmel1 hinein bis zu einer Stelle, an der der Träger4 des Formhimmels1 in eine nach innen, dem Fahrzeuginnenraum zu abgestellte Abstufung4a übergeht. - Die Schaumstoffeinlage
8 kann gegebenenfalls in einem Arbeitsgang an die Schaumstoffschicht3 angespritzt sein und wird ebenfalls von dem Dekor5 abgedeckt bzw. ist mit diesem verklebt. - Bei der Montage der Säulenverkleidung
2 auf die A-Säule mit entsprechender Überlappung der Verkleidungsteile1a ,2 entsteht gemäß der3 unabhängig von Toleranzen und Montageanpassungen ein stets gleicher Übergangsbereich6 , ohne dass es zu den optisch nachteiligen, bleibend auf das Eindrückmaß a eingedrückten Spaltabschnitten s, s' kommt. Relativverschiebungen des Verkleidungsteiles2 werden daher ohne bleibende Eindrückungen über die rückfedernde Schaumstoffeinlage8 ausgeglichen. - Die Schaumstoffeinlage
8 kann abweicheweichend zur3 auch durch einen separat eingelegten Schaumstoffstreifen8 aus stark rückfederndem Material oder einem vergleichbaren Material gebildet und unterhalb des Dekors5 angeordnet sein. - In einer alternativen Lösung kann gegebenenfalls die Schaumstoffschicht
3 in an sich bekannter Weise (vgl.2 ) durchgehend vorgesehen sein. Zur Erzielung einer besseren Rückfederwirkung ist aber die Schaumstoffschicht3 mit dem Dekor5 im Überlappungsbereich und Übergangsbereich6 nicht mit dem Trägermaterial4 verklebt, sondern liegt lose an diesem an. Daraus resultiert eine bessere Verteilung der Anpresskräfte im Übergangsbereich mit verbesserter Rückfederwirkung. - Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern immer dann verwendbar, wenn schaumgepolsterte Verkleidungsteile mit Überlappungsbereichen aneinander angrenzend zu verbauen sind.
- Dies können jegliche Verkleidungsteile im Innenraumbereich, z. B. auch an Türverkleidungen, etc. des Kraftfahrzeuges sein.
-
- 1
- Formhimmel
- 1a
- Seitenbereich
- 2
- Säulenverkleidung
- 2a
- verrundeter Stoßbereich
- 3
- Schaumstoffschicht
- 4
- Trägermaterial
- 4a
- Abstufung
- 5
- Kaschierung bzw. Dekor
- 6
- Übergangsbereich
- 7
- Dekor
- 8
- Schaumstoffeinlage
- a
- Eindrückmaß
Claims (5)
- Vorrichtung zum Herstellen gleichmäßiger Übergangsbereiche zwischen einem schaumgepolsterten, vorzugsweise mit einer Kaschierung versehenen Verkleidungsteil (
1 ) und einem daran anschließenden Verkleidungsteil (2 ) in Kraftfahrzeugen, insbesondere zwischen einem im Dachbereich angeordneten, schaumgepolsterten Formhimmel und einer angrenzenden Säulenverkleidung, die sich in einem Übergangsbereich (6 ) überlappen, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsbereich (6 ) federnd nachgiebige Mittel (8 ) vorgesehen sind, die einer durch die Montage und/oder durch Herstellungstoleranzen bedingten Eindrückung der Schaumpolsterung (3 ) des Verkleidungsteiles (1 ) entgegenwirken. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel durch eine im Übergangsbereich (
6 ) angeordnete, besonders rückfedernde Schaumstoffeinlage (8 ) gebildet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel durch einen im Übergangsbereich eingeklebten, zusätzlichen Schaumstoffstreifen (
8 ) aus besonders rückfedernden Schaumstoff oder einem vergleichbaren Material gebildet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das überlappte Verkleidungsteil (
1 ) im Übergangsbereich (6 ) mit einer Abstufung (4a ) versehen ist, in der die Mittel (8 ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kaschierung (
5 ) des schaumgepolsterten Verkleidungsteiles (1 ) und die Schaumpolsterung (3 ) im Übergangsbereich (6 ) nicht mit dem Trägermaterial (4 ) verklebt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200810032660 DE102008032660A1 (de) | 2008-07-10 | 2008-07-10 | Vorrichtung zum Herstellen gleichmäßiger Übergangsbereiche |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200810032660 DE102008032660A1 (de) | 2008-07-10 | 2008-07-10 | Vorrichtung zum Herstellen gleichmäßiger Übergangsbereiche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102008032660A1 true DE102008032660A1 (de) | 2010-01-14 |
Family
ID=41412770
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200810032660 Ceased DE102008032660A1 (de) | 2008-07-10 | 2008-07-10 | Vorrichtung zum Herstellen gleichmäßiger Übergangsbereiche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102008032660A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102017115270A1 (de) | 2017-07-07 | 2019-01-10 | Dr. Ing. H.C. F. Porsche Aktiengesellschaft | Fahrzeughimmelanordnung |
| US10640056B2 (en) | 2017-09-15 | 2020-05-05 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Component system for fixing a trim part and motor vehicle |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4228283A1 (de) * | 1992-08-26 | 1994-03-03 | Dura Tufting Gmbh | Hinterspritztes Verkleidungsteil und Verfahren zu seiner Hestellung |
| DE4232374C1 (de) * | 1992-09-26 | 1994-04-21 | Daimler Benz Ag | Formhimmel für Personenwagen |
-
2008
- 2008-07-10 DE DE200810032660 patent/DE102008032660A1/de not_active Ceased
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