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Die
Erfindung betrifft ein Magnetventil, das als Mehrwege-/Mehrstellungsschieberventil
ausgebildet ist, bei dem zur Einstellung der dem Betrieb eines Verbrauchers
zugeordneten Funktionsstellungen I und II ein Doppelhub-Magnetsystem
mit zwei Magnetwicklungen vorgesehen ist, durch deren elektronisch
steuerbare Erregung dem Betrage nach definiert variierbare Auslenkungen
eines beweglichen Ventilelements bezüglich einer Grundstellung
(0) einsteuerbar sind, in denen auch verschiedene Durchflussquerschnitte
der in den jeweiligen Funktionsstellungen freigegebenen Strömungspfade
einstellbar sind und mit den weiteren, im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 genannten, gattungsbestimmenden Merkmalen.
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Ein
derartiges Magnetventil ist durch die europäische Patentschrift
EP 0 574 408 B1 bekannt.
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Das
bekannte Magnetventil ist in typischer Gestaltung als 4/3-Wege-Magnetventil
ausgebildet, das eine durch Ventilfedern zentrierte Grundstellung 0
hat, in welcher sämtliche Ventilanschlüssen gegeneinander
abgesperrt sind und zwei, durch Verschiebung eines Kolbens in alternativen
Richtungen einsteuerbare Funktionsstellungen I und II, die z. B.
alternativen Vorschub- und Rückzugsbewegungen des Kolbens
eines hydraulischen Linearzylinders zugeordnet sein können.
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Bei
dem bekannten Ventil werden die in den alternativen Funktionsstellungen
des Ventils freizugebenden Strömungsquerschnitte dadurch
eingestellt, dass die beiden Erregerwicklungen des Doppelhub-Magnetsystems
in fortlaufender, rascher, alternierender Folge für unterschiedliche
Zeitspannen T1 und aus T2 erregt werden, wobei der Grundstellung
des beweglichen Ventilelements das Verhältnis T1/T2 = 1
zugeordnet ist. Hierbei ist die Summe der Erregerzeitspannen T1
und T2, für die die Erregerwicklungen bestromt werden,
hinreichend klein gewählt, dass die Auslenkungsamplituden
in den Gleichgewichtslagen des beweglichen Ventilelements deutlich
kleiner sind als dessen maximaler Aussteuerhub. Die alternative
Erregung der beiden Reglerwicklungen erfolgt mit einer Modulationsfrequenz
fm des Betrages 1/(T1 + T2), wobei diese
Modulationsfrequenz vorzugsweise zwischen 400 Hz und 800 Hz beträgt
und das Verhältnis T1/T2 zwischen 1/100 und 100/1 veränderbar
ist.
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Zur
diesbezüglichen pulsweitenmodulierten Ansteuerungen des
Doppelhub-Magnetsystems ist eine elektronische Steuereinheit vorgesehen,
mittels derer die dem Grundprinzip nach erläuterte Art
der Ansteuerung des Ventils implementierbar ist.
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Bei
dem bekannten Magnetventil ist dessen bewegliches Ventilelement
als Hülse ausgebildet, die auf einem kolbenförmigen,
feststehenden Ventilelement axial verschiebbar angeordnet ist, wobei
die Versorgungs-Anschlusskanäle und die Verbraucher-Anschlusskanäle
durch das kolbenförmige Ventilelement hindurch zur Anschlussseite
des Magnetventils geführt sind.
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Der
Innenraum des Ventilgehäuses, in den das gehäusefeste
kolbenförmige Ventilelement von der Anschlussseite her
axial hineinragt, ist durch das bewegliche Ventilelement in einen
relativ großvolumigen topfförmigen Raumbereich
und einen ringförmigen Raumbereich unterteilt, die über äußere
Längsnuten des beweglichen Ventilelements in kommunizierender
Verbindung miteinander stehen. Von diesen Längsnuten ausgehende
Querbohrungen gelangen, je nach Verschiebung des hülsenförmigen
Ventilelements mit Verbraucher-Anschlussnuten des feststehenden
Ventilelements, den verschiedenen Funktionen entsprechend, in kommunizierende
Verbindung.
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Je
nachdem, welcher Verbraucheranschluss mit dem drucklosen Tankvorratsbehälter
des Druckversorgungsaggregats verbunden wird, ergeben sich unterschiedliche
Längen der über die Außennuten des beweglichen
Ventilelements führenden Entlastungs-Strömungspfade,
mit der Folge, dass ein Druckunterschied zwischen den das Ventilelement gegeneinander
abgesetzten Bereichen des Innenraumes des Ventils auftreten kann,
der wiederum dazu führt, dass dessen Gleichgewichtslage
nicht mehr stabil ist und im Ergebnis der mittels des Ventils steuerbare
Volumenstrom bei vorgegebener Nennweite auf einen relativ niedrigen
Wert begrenzt wird.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, ein Magnetventil der eingangs genannten
Art dahingehend zu verbessern, dass es unbeschadet der günstigen Eigenschaften
des genannten Ventiltyps, die in einem raschen Ansprechverhalten
zu sehen sind, für vergleichsweise größere
Volumenströme geeignet ist.
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Diese
Aufgabe wird, dem Grundgedanken nach, erfindungsgemäß durch
die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 und in weiteren Ausgestaltungen
der Erfindung durch die Merkmale der Ansprüche 2 bis 10
gelöst.
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Durch
die hiernach vorgesehene Anordnung gehäusefest angeordneter
Anschlusskanäle, über die die Versorgungsanschlüsse
mit den ihnen zugeordneten gehäusefesten Umfangsnuten des
feststehenden Ventilelements kommunizierend verbunden sind, symmetrisch
bezüglich der Quermittelebene des Ventils, ist weitestgehend
ausgeschlossen, dass einseitig, „asymmetrisch” am
beweglichen Ventilelement angreifende Kräfte entstehen
und zu einer unerwünschten Verschiebung des beweglichen
Ventilelements führen können.
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Diese
strömungstechnisch vorteilhafte Symmetrie der Anordnung
der genannten Anschlusskanäle, wie durch die Merkmale des
Anspruchs 2 näher spezifiziert, wird in einer bevorzugten
Gestaltung des Ventils in der Weise genutzt, dass an eine zentrale Versorgungs-Anschlußnut
des feststehenden Ventilelements der T-Rücklaufanschluss
des Magnetventils angeschlossen ist.
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Die
gemäß Anspruch 4 vorgesehene Ausgestaltung eines
erfindungsgemäßen Magnetventils ermöglicht
eine besonders einfache Art der Ventil-Ansteuerung bzw. -Betätigung
des beweglichen Ventilelements, insbesondere mittels eines zusätzlichen Schaltmagneten,
dessen Anker mit einem axial beweglichen stößelförmigen
Betätigungselement bewegungsgekoppelt ist.
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In
Kombination hiermit ist eine gemäß Anspruch 7
implementierte Sicherheits-Funktionsstellung des Ventils vorteilhaft,
die auf einfache Weise gemäß Anspruch 8 darstellbar
ist.
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Hierfür
ist durch die Merkmale des Anspruchs 9 eine besonders einfache Art
der Aktivierung der Sicherheitsfunktion angegeben.
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Durch
ein gemäß Anspruch 10 vorgesehenes Positions-Messsystem,
zu dessen Realisierung ein induktiver Positionsgeber, z. B. ein
LVDT-Sensor geeignet sein kann, lässt sich die verbesserte
Dynamik des Ventils noch weiter steigern, so dass dies insbesondere
für Zwecke der Regelungstechnik geeignet ist.
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Weitere
Einzelheiten des erfindungsgemäßen Magnetventils
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines speziellen
Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
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1 eine
Gesamtansicht eines speziellen Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Magnetventils, im Schnitt längs
einer durch die parallelen Achsen eines P-Versorgungskanals und
eines T- Rücklaufkanals aufgespannten Längsmittelebene des
Ventils, im Maßstab 1:1,
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2 ein
4/4-Wege-Ventilsymbol zur Erläuterung des Magnetventils
gemäß 1 und
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3 eine
Teilansicht des Ventils gemäß 1 zur
Erläuterung einer Sicherheits-Funktionsstellung, in einer
der 1 entsprechenden Schnittdarstellung, jedoch in
vergrößertem Maßstab.
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Das
in den 1 bis 3, auf deren Einzelheiten ausdrücklich
verwiesen sei, dargestellte, insgesamt mit 10 bezeichnete,
erfindungsgemäße Magnetventil ist, einschließlich
einer Sicherheits-Funktionsstellung, als 4/4-Wege-Ventil ausgebildet,
das einen P-Druckversorgungsanschluss 11 hat, an den der
Hochdruckausgang eines nicht dargestellten Druckversorgungsaggregats
anschließbar ist, einen T-Rücklaufanschluss 12,
der mit dem drucklosen Vorratsbehälter des Druckversorgungsaggregats
kommunizierend verbunden ist, sowie einen ersten (A)-Verbraucheranschluss 13 und
einen zweiten (B)-Verbraucheranschluss 14 hat, an die beispielsweise
die Antriebsdruckräume eines nicht dargestellten, z. B.
als doppelt wirkender Hydrozylinder ausgebildeten Verbrauchers anschließbar
sind.
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Das
Magnetventil 10 hat als Betätigungssystem ein
bezüglich der zentralen Längsachse 16 des Ventils 10 im
wesentlichen rotationssymmetrisch ausgebildetes, insgesamt mit 17 bezeichnetes
Doppelhub-Magnetsystem mit, in Richtung der zentralen Längsachse 16 gesehen,
nebeneinander angeordneten Erregerwicklungen 18 und 19 gleicher
Auslegung, durch deren alternative Erregung mit Steuerströmen
das in der 2 durch sein Ventil-Symbol repräsentierte
Magnetventil aus seiner dargestellten Grundstellung 0, in der seine
Verbraucheranschlüsse 13 und 14 sowohl
gegen den P-Versorgungsanschluss 11 als auch gegen den
T-Rücklaufanschluss 12 ab gesperrt sind, in die
alternativen erregten Funktionsstellungen I und II steuerbar sind.
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In
der Funktionsstellung I ist der Druckversorgungsanschluss 11 des
Magnetventils 10 mit dem gemäß der Ventilsymbol-Darstellung „gegenüberliegenden” A-Verbraucheranschluss 13 verbunden,
und der T-Rücklaufanschluss 12 ist mit dem B-Verbraucheranschluss 14 kommunizierend
verbunden. In der Funktionsstellung II hingegen sind der A-Verbraucheranschluss 13 mit
dem T-Rücklaufanschluss 12 und der B-Verbraucheranschluss 14 mit
dem Druckversorgungsanschluss 11 kommunizierend verbunden.
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Die
Erregerwicklungen 18 und 19 sind in der Regel
auf zylindrische Spulenkörper mit radial nach außen
weisenden Endflanschen aufgewickelt, die sich über die
radiale Dicke der Erregerwicklungen erstrecken. Die Erregerwicklungen 18 und 19 sind
einschließlich ihrer Spulenkörper in einen insgesamt
mit 26 bezeichneten Magnetkörper aus ferromagnetischem
Material, insbesondere Weicheisen, eingebettet, der im wesentlichen
symmetrisch zu seiner rechtwinklig zur zentralen Längsachse 16 verlaufenden Quermittelebene 27 ausgebildet
ist.
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Der
Magnetkörper 26, der, abgesehen von zwei je einer
der beiden Erregerwicklungen 18 bzw. 19 zugeordneten,
radial inneren Ringspalten 28 und 29 die Erregerwicklungen 18 und 19 „magnetisch
leitend” vollständig umschließt, bildet
einen im wesentlichen zylindermantelförmigen, mittleren
Teil des insgesamt mit 32 bezeichneten Ventilgehäuses,
das an seiner einen, gemäß der Darstellung der 1 linken Seiten
durch einen massiven, insgesamt mit 33 bezeichneten Anschlussblock
abgeschlossen ist, an dem die in einem üblichen Anschlussbild
angeordneten Anschlussmündungen des P-Versorgungsanschlusses 11,
des T-Rücklaufanschlusses 12 und des A-Verbraucheranschlusses
sowie des B-Verbraucheranschlusses des Ventils angeordnet sind.
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Dieser
Anschlussblock 33 besteht zweckmäßigerweise
aus einem nicht magnetischen Material, z. B. aus Aluminium.
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An
der dem Anschlussblock 33 gegenüberliegenden Seite
des Magnetventils 10 schließt sich an dessen durch
den Magnetkörper 26 gebildeten, zylindermantelförmigen
Gehäuseabschnitt ein seinerseits zylindrisch ringförmiges
Gehäuse 34 eines insgesamt mit 36 bezeichneten
Positionssensors an, mittels dessen die Position eines beweglichen
Ventilelements 21 erfassbar ist, durch dessen in Richtung der
zentralen Längsachse 16 erfolgende Hin- und Her-Bewegungen
die alternativen Funktionsstellungen I und II einstellbar sind.
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Dieses
bewegliche Ventilelement 21 ist als eine der Grundform
nach kreiszylindrisch-rohrförmige, vergleichsweise dickwandige
Hülse ausgebildet, die aus magnetisierbarem Material, zweckmäßigerweise
Weicheisenmaterial besteht. Sie umschließt koaxial ein
gehäusefest angeordnetes, kolbenförmiges Ventilelement 22,
das die Zentrierung der Hülse und deren axiale Führung
vermittelt, die auf Abschnitten ihrer Länge, die zwischen
inneren Ringnuten der Hülse angeordnet sind, auf dem feststehenden
Ventilelement mit dichtenden Gleitsitz verschiebbar angeordnet ist.
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Als
weitere Funktionseinheit des Magnetventils 10 ist ein insgesamt
mit 37 bezeichneter Schaltmagnet vorgesehen, dessen bei
Bestromung seiner Magnetwicklung 38 bewegbarer Anker 39 über
einen insgesamt mit 41 bezeichneten Betätigungsstößel mit
dem beweglichen Ventilelement 21 – der Ventilhülse – im
Sinne einer starren Verbindung bewegungsgekoppelt ist.
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Zur
Vereinfachung der weiteren Erläuterung des Magnetventils 10 insgesamt
sei zunächst auf das Zusammenwirken der insoweit erläuterten
Bau- und Funktionselemente desselben eingegangen, wobei nunmehr
auch auf die vergrößerte Darstellung der 3 Bezug
genommen sei, in der die Ventil elemente 21 und 22 des
Ventils 10 in der der Funktionsstellung III (2)
des Ventils 10 entsprechenden Konfiguration dargestellt
sind.
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In
dieser Konfiguration sind der P-Versorgungsanschluss 11,
der T-Rücklaufanschluss 12 und der B-Verbraucheranschluss 14 kommunizierend miteinander
verbunden, jedoch gegen den A-Verbraucheranschluss 13 abgesperrt.
Das Ventil 10 ist gleichsam hydraulisch kurzgeschlossen,
derart, dass auf das bewegliche Ventilelement 21 keine
nennenswerten hydraulischen Kräfte wirken und dieses somit durch
die Wirkung einer geeignet vorgespannten Rückstellfeder 42 in
die Funktionsstellung III des Ventils 10 gedrängt
wird, die durch Anlage des Ankers 39 des Schaltmagneten 37 an
einer von dem feststehenden Ventilelement 22 entfernt angeordneten
Anschlagfläche 43 markiert ist, die durch die
Innenfläche des Bodens eines topfförmigen Gehäuseteils 44 des
insgesamt mit 46 bezeichneten Gehäuses des Schaltmagneten 37 gebildet
ist, das, wiederum abgesehen von einem inneren Ringspalt 47 die magnetisierbare
Umhüllung der Magnetwicklung 38 des Schaltmagneten 37 bildet.
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Die
Bewegungskopplung des Ankers 39 und des Schaltmagneten 47 mit
dem hülsenförmigen beweglichen Ventilelement 21 vermittelt
der der Grundform nach langgestreckt stabförmige Betätigungsstößel 41,
der durch den bohrungsförmigen Innenraum des Gehäuses 34 des
Positionssensors 36 hindurch tritt und sich bis in die
unmittelbare Nähe der im wesentlichen kreisförmigen
Endstirnfläche 48 des seinerseits der Grundform
nach zylindrisch-stabförmigen gehäusefesten Kolbenelements 22 des
Magnetventils 10 erstreckt, an der die Ventilfeder 42 abgestützt
ist, welche das Rückstellelement für den Anker 39 des
Schaltmagneten 37 bildet, der hierdurch – im stromlosen
Zustand seiner Magnetwicklung – mit seiner ringförmigen
Endstirnfläche 49 in Anlage mit der inneren Bodenfläche 43 des
topfförmigen Gehäuseteils 44 des Gehäuses 46 des
Schaltmagneten 37 gelangt, bzw. gehalten ist.
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Der
Positionssensor 36 ist ohne Beschränkung der Allgemeinheit,
d. h. lediglich zum Zweck der Erläuterung als so genannter
LVDT-Sensor (Linearer Variabler Differential Transformator) vorausgesetzt, dessen
Wicklungen, die im radial inneren Teil des Sensorgehäuses
koaxial mit der zentralen Längsachse 16 des Magnetventils 10 angeordnet
sind. Der LVDT-Sensor 36 wird hinsichtlich seines Aufbaus
und seiner Funktion als bekannt vorausgesetzt (vgl. EUROPA
Lehrmittel, „Fachkundeinformationstechnik und Industrieelektronik,
1994, Seite 521).
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Dieser
Positions-Sensor beziehungsweise Weg-Sensor ist in den Darstellungen
der 1 und 3 durch einen von dem beweglichen
Ventilelement getragenen und dessen Bewegungen mit ausführenden
ringförmigen ferromagnetischen Kern 51 sowie insgesamt
drei Transformatorwicklungen 52, 53 und 54 repräsentiert,
nämlich eine zentral angeordnete Primärwicklung 53 und
die je einseitig von dieser angeordneten Sekundärwicklungen 52 und 54.
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Der
Kern 51 ist an der radial äußeren Seite einer
zu dem Positionssensor 36 hinweisenden, dünnwandigen,
rohrförmigen Verlängerung 56 des beweglichen
Ventilelements 21 angeordnet, die an der dem gehäusefesten
Kolbenelement 22 des Ventils 10 abgewandten Seite
eines in den rohrförmigen Endabschnitt 57 des
beweglichen Ventilelements 21 eingesetzten Sprengrings 58 mittels
eines eigenen, schmalen radial nach innen weisenden Stützringes 59 axial
abgestützt ist. An diesem Stützring 59 greift eine
Schraubenfeder 61 an, deren ringförmig gestaltetes
Ende an einem von dem Betätigungsstößel 41 radial
abstehenden Stützflansch 62 abgestützt
ist.
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An
dem dem gehäusefesten Kolbenelement 22 des Magnetventils 10 zugewandten
Ende des Betätigungsstößels ist ein weiterer,
der radialen Dimension nach etwa dem schaltmagnetseitigen Stützflansch 62 entsprechender,
innerer Stützflansch 63 des Betätigungsstößels 41 vorgesehen.
An diesem inneren Stützflansch 63 greift eine
zweite vorgespannte Schraubenfeder 64 an, deren anderes
Ende wiederum an einem schmalen Stützring 66 abge stützt
ist, der, dem sensorseitigen Stützring 59 gegenüberliegend,
in Anlage mit dem Sprengring 58 gedrängt und gehalten
ist.
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Im
stromlosen Zustand der Erregerwicklungen 18 und 19 des
Doppelhubmagnetsystems 17 ist die Position des Betätigungsstößels 41 innerhalb
der Verlängerung 57 des hülsenförmigen,
beweglichen Ventilelements 21 durch das Kräftegleichgewicht
der in diesem Fall dem Betrage nach gleichen Vorspannungskräfte
der beiden an dem zentralen Sprengring 58 abgestützten
Druck-Wendelfedern 61 und 64 bestimmt.
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Der
Innendurchmesser der beiden Stützringe 59 und 66 ist
geringfügig größer als der Durchmesser
des diese Ringe axial durchsetzenden Abschnitts des Betätigungsstößels 41,
damit Leichtgängigkeit der Relativbewegungen des beweglichen Ventilelements 21 gegenüber
dem Stößel gewährleistet ist, wenn das
bewegliche Ventilelement 21 mittels des Doppelhubmagnetsystems 17 zur
Ausführung von Stellbewegungen angesteuert wird, die der Einstellung
der Funktionsstellungen I oder II sowie der in diesen Funktionsstellungen
wirksamen Strömungsquerschnitte dienen. Derartige Relativbewegungen
erfolgen, ausgehend von der in der 1 dargestellten
Position des Betätigungsstößels 41 gegen
die zunehmende Rückstellkraft jeweils einer der beiden
Schraubenfedern 61 und 64, je nachdem welche der
beiden Erregerwicklungen 18 und 19 des Doppelhubmagnetsystems 17 bezogen
auf die Zeiteinheit länger bestromt ist und damit eine
einseitige Auslenkung des beweglichen Ventilelements in Richtung
der resultierenden magnetischen Kraft bewirkt.
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Im
stromlosen Zustand der Erregerwicklungen 18 und 19 stellt
sich diejenige Position des beweglichen Ventilelements 21 bezüglich
des Sprengringes 58 ein, in der die beiden Federn 61 und 64 unter
derselben Vorspannung stehen, die ihrer Grundvorspannung entspricht,
die einen typischen Wert von 40 N hat.
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Die
beiden Federn 61 und 64 haben dieselbe Federrate,
typischerweise eine solche von 10 N/m. Auch der Rückstellfeder 42 ist
eine Grundvorspannung eingeprägt, die einen typischen Wert
um 15 N hat. Diese Grundvorspannung ist dahingehend bemessen, dass
sie im stromlosen Zustand des Schaltmagneten 37 ausreicht,
den Anker 39 desselben in Anlage mit der Anlagefläche 43 des
topfförmigen Gehäuseteils 44 zu halten
und dies unabhängig davon, ob das Doppelhubmagnetsystem 17 bestromt
ist oder nicht.
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In
dieser Anlageposition des Ankers 39 an dem Gehäuse
des Schaltmagneten hat der axiale Abstand des dem gehäusefesten
Ventilelement 22 zugewandten Stützflansches 63 des
Betätigungsstößels 41 von der
Endstirnfläche 48 des gehäusefesten Ventilelements 22 seinen
maximalen Wert.
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Der
Betätigungsstößel 41 ist, um
die Vormontage der den Stößel selbst sowie das
bewegliche Ventilelement 21 umfassenden Baugruppe zu erleichtern,
zwischen seinen beiden Stützflanschen 62 und 63 geteilt,
wobei das den inneren Stützflansch 63 umfassende
Teil mittels einer Ankerschraube, die in ein Gewinde des den anderen
sensorseitigen Flansch 61 umfassenden Teils des Betätigungsstößels
anschraubbar ist, fest verbunden ist.
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Der
Kopf 69 dieser Ankerschraube 68 ist innerhalb
einer zum gehäusefesten Ventilelement 22 hin offenen
Stufenbohrung 71 vertieft angeordnet, die einen Teil der
Länge der Rückstellfeder 42 aufnimmt, deren
anderes Ende in einer topfförmigen Vertiefung des gehäusefesten
Ventilelements 22 aufgenommen ist.
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Zur
Implementierung der den verschiedenen Schaltstellungen 0 bis III
des Magnetventils 10 entsprechenden verschiedenen Kombinationen
freigegebener oder gesperrter Strömungspfade sind das gehäusefest
angeordnete Ventilelement 22 und das bewegliche, hülsenförmige
Ventilelement 21 mehr im Einzelnen wie folgt ausgebildet:
Das
zylindrisch stabförmige, feststehende Ventilelement 22 hat
einen innerhalb desselben verlaufenden, sich vom Pumpenanschluss über
den größten Teil der Länge des Ventilelements
erstreckenden inneren Längskanal 72, in den der
hohe Ausgangsdruck P des Druckversorgungsaggregats einkoppelbar
ist. Der Längskanal steht über zwei „radiale”,
kurze schlitzförmige Anschlusskanäle 73l und 73r mit
flachen Außennuten 74/l und 74/r des
feststehenden Ventilelements 21 in kommunizierender Verbindung, die
sich über den gesamten Umfang des feststehenden Ventilelements 21 erstrecken.
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Zwischen
diesen P-Versorgungsnuten 73/l und 73/r sind zwei
weitere, flache Außennuten 76 und 77 des
gehäusefesten Ventilelements 22 vorgesehen, die
in axialem Abstand voneinander und von der jeweils benachbarten
Außennut 74/l bzw. 74/r angeordnet sind,
in die der Ausgangsdruck des Druckversorgungsaggregats angekoppelt
ist.
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Gestaltung
und Anordnung dieser Außennuten des feststehenden Gehäuseelements 21 sind symmetrisch
bezüglich einer rechtwinklig zur zentralen Längsachse 16 des
Magnetventils 10 verlaufenden Ebene 78, die auch
Symmetrieebene der Anordnung der Erregerwicklungen 18 und 19 ist.
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Die
zwischen den P-Anschlussnuten 70/l und 74/r angeordneten
weiteren flachen Nuten 76 und 77 sind den Verbraucheranschlüssen
zugeordnet, wobei die gemäß der Darstellung linke
Außennut 76 dem A-Verbraucheranschluss 13 und
die andere Außennut 77 dem B-Verbraucheranschluss 14 des Ventils 10 gemäß 2a zugeordnet ist. Die Verbraucheranschlussnuten
sind an lediglich durch kurze Abschnitte gestrichelt angedeutete
Anschlusskanäle 79 bzw. 81 angeschlossen,
die, bezüglich der zentralen Längsachse des Ventil
azimutal gegeneinander versetzt ebenfalls innerhalb des feststehenden Ventilelements 22 verlaufen.
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Als
weitere gehäusefeste Versorgungsnut ist zwischen den Erregerwicklungen 18 und 19 an
dem insgesamt zylindernmantelförmigen magnetischen Körper 26 des
Magnetventils 10 eine zum beweglichen Ventilelement 21 hin
offene Ringnut 82 vorgesehen, die ihrerseits symmetrisch
bezüglich der Quermittelebene 78 des Doppelhubmagnetsystems ausgebildet
ist.
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Diese
Versorgungsanschluss-Ringnut 82 ist über einen
insgesamt mit 83 bezeichneten radialen Anschlusskanal kommunizierend
mit dem radial außerhalb der Erregerwicklungen 18 und 19 angeordneten,
parallel zu dem P-Versorgungskanal 72 verlaufenden T-Rücklaufanschluss 12 verbunden,
der erst außerhalb des Doppelhubmagnetsystems im Anschlussblock 33 wieder
an das der Norm entsprechende Anschlussbild angepasst wird.
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Der
radiale Anschlusskanal 83 ist bei dem zur Erläuterung
gewählten Ausführungsbeispiel als ein ringförmiger
Schlitz ausgebildet, der die innere Nut 82 mit einer Außennut 84 des
zwischen den Erregerwicklungen angeordneten magnetisierbaren Gehäuseteils 86 verbindet.
Diese Außennut 84 ist gegenüber einem äußeren,
im wesentlichen rohrförmig zylindrischen Teil 87 des
Magnetkörpers des Ventils, in dem der P-Zuführungskanal 12 verläuft,
der seinerseits über einen kurzen Anschlusskanal 89 mit
der äußeren Nut 84 kommunizierend verbunden
ist, durch Ringdichtungen 88/l und 88/r abgedichtet.
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Das
hülsenförmige, axial bewegliche Ventilelement 21,
das durch geeignete Bestromung der Erregerwicklungen 18 und 19 in
alternativen Richtungen „vor und zurück” an
dem feststehenden Element 22 geführt verschiebbar
ist, ist an seiner radial inneren Seite, mit zum feststehenden Ventilelement 22 hin
offenen Ringnuten 91/l und 91/r versehen, die beidseits
einer zentralen inneren Ringnut 92 des beweglichen Ventilelements 21 angeordnet
sind.
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Diese
insoweit erläuterte Anordnung der Nuten 91/l, 92 und 91/r des
beweglichen Ventilelements 21 ist ihrerseits symmetrisch
bezüglich einer Quermittelebene 78/V desselben.
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Einseitig
von dieser Anordnung der inneren Nuten 91/l, 92 und 91/r des
beweglichen Ventilelements 21, die der Freigabe oder Absperrung
der Ventilströmungspfade in den Funktionsstellungen I und
II unterworfen sind, ist eine weitere Innennut 93 des beweglichen
Ventilelements vorgesehen, die beim dargestellten, speziellen Ausführungsbeispiel
an der dem Betätigungsstößel 41 abgewandten
Seite des beweglichen Ventilelements 21 angeordnet und
der Sicherheitsstellung III des Ventils 10 zugeordnet ist, in
welcher ihr Querschnitt in positiver Überlappung mit dem
Querschnitt der benachbarten Außennut 73/l des
feststehenden Ventilelements 22 steht.
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Diese
weitere Innennut 93 ist in der in der 1 dargestellten
Konfiguration des Ventils 10, die seiner sperrenden Grundstellung
0 entspricht, funktionslos. Auch innerhalb des Auslenkungsbereichs des
beweglichen Ventilelements 21, innerhalb dessen lediglich
die Funktionsstellungen I und II des durch Pulsweitenmodulation
gesteuerten Magnetventils 10 einstellbar sind, ist diese
Innennut 93 funktionslos.
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Die
genannte Innennut 93 steht über mindestens eine,
radial äußere Längsnut 94 des
beweglichen Ventilelements 21 mit der zentralen Innennut 92 des
beweglichen Ventilelements 21 in kommunizierender Verbindung,
wobei diese Innennut 92 ihrerseits über einen
Spalt 95 mit dem Ringspalt 83 des Magnetkörpers 26 in
kommunizierender Verbindung steht, der seinerseits über
den kurzen Querkanal 83 mit dem Tank-Anschlusskanal 12 kommunizierend verbunden
ist.
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Die
Weite der zentralen Innennut 92 des beweglichen Ventilelements 21 ist
hinreichend groß dimensioniert, dass diese Nut in jeder
möglichen Position des beweglichen Ventilelements mit dem Tank-Rücklaufkanal 12 kommunizierend
verbunden bleibt.
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Zur
Erläuterung eines typischen Funktionsspiels des insoweit
seinem Aufbau nach erläuterten Magnetventils 10 sei
zunächst von einem abgeschalteten Zustand des Gesamtaggregats
ausgegangen, in dem sowohl die Erregerwicklung 38 des Schaltmagneten 37 als
auch die beiden Erregerwicklungen 18 und 19 des
Doppelhubmagnetsystems 17 stromlos sind.
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In
dieser Situation ist der Anker 39 des Schaltmagneten 37 durch
die Wirkung der am gehäusefesten Ventilelement 22 abgestützten
Rückstellfeder 42, die an dem Betätigungsstößel 41 angreift,
der axial formschlüssig an dem Anker 39 eingehängt
ist, bis in Anlage der ringförmigen Endstirnfläche 49 des Ankers
an der Bodenfläche 43 des topfförmigen
Gehäuseteils 44 des Gehäuses 46 des
Schaltmagneten 37 gedrängt und in dieser Position
gehalten.
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Wegen
der Bewegungskopplung des Ankers 39 mit dem beweglichen,
hülsenförmigen Ventilelement 21 ist dieses
gemäß der Darstellung der 1 und 3 bezüglich
der Quermittelebene 78 nach rechts verschoben, mit der
Folge, dass die weitere Innennut 93 der beweglichen Ventilhülse
in positiver Querschnittüberlappung mit der gemäß der
Darstellung „linken” Außennut 73/l des
feststehenden Ventilelements 22 steht und demgemäß die
Druckanschlussnut 73/l über die äußere
Längsnut 94 mit der zentralen Ringnut 92 des
hülsenförmigen beweglichen Ventilelements 21 und über
diese mit dem Ringspalt 83 und dem kurzen radialen Querkanal 89 mit
dem T-Rücklaufanschlusskanal 12 des Ventils kommunizierend
verbunden und damit entlastet, „drucklos,” ist.
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Der
P-Druckanschluss 11 und der T-Rücklaufanschluss 12 sind
gleichsam kurzgeschlossen und mit dem B-Verbraucheranschluss 14 verbunden, entsprechend
der Funktionsstellung III gemäß 2. Bei
einem Einschalten der Pumpe arbeitet diese im Umlaufbetrieb, und
es wird keinerlei Druck über das Ventil 10 in
den Verbraucher eingekoppelt.
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Hiervon
ausgehend, führt eine Bestromung der Erregerwicklung 38 des
Schaltmagneten 37 zu einer Verschiebung seines Ankers 39,
gemäß der Darstellung der 1 nach links
und damit auch wegen der Bewegungskopplung des Ankers 39 über den
Betätigungsstößel 41 mit dem
beweglichen Ventilelement 21 zu einer entsprechenden Verschiebung desselben,
wobei diese Bewegung durch Anschlag des Ankers 39 an der
diesem gegenüberliegenden Begrenzungsfläche 98 des
fest in dem Gehäuse eingesetzten Polschuhs 97 dem
Hub nach beendet ist.
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Mit
dieser Position des Ankers 39 des Schaltmagneten 37 ist
diejenige Position des vom Anker entfernt angeordneten Stützflansches 63 des
Betätigungsstößels 41 verknüpft,
die minimalem Abstand dieses Flansches von der gegenüberliegenden
Stirnfläche 48 des feststehenden Ventilelements 22 entspricht.
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Dieser
Position des Ankers 39 bzw. des von diesem entfernt angeordneten
Stützflansches 63 des Betätigungsstößels 41 entspricht
die durch die Ventilfedern 61 und 64 zentrierte
Funktionsstellung 0 des Magnetventils 10.
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In
dieser Position ist die vom Schaltmagneten 37 entfaltete
Kraft, die den Betätigungsstößel 41 in
der in der 1 dargestellten Position hält,
signifikant höher als die Vorspannung der Rückstellfeder 42,
die in dieser Position ihre größte Vorspannung entfaltet,
wobei stillschweigend vorausgesetzt ist, dass diese Rückstellfeder 42 dieselbe
Federkonstante von z. B. 10 N/m habe wie für die beiden
Druckwendelfedern 61 und 64 vorausgesetzt. Für
einen typischen Wert des axialen Stellhubs des Betätigungsstößels 41 um
3 mm bedeutet dies, dass die Rückstellfeder 42 in
ihrem weitest möglich komprimierten Zustand eine Vorspannung
von 45 N hat, die von der Stellkraft des Schaltmagneten überdrückt
wird.
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Bei
einer Ansteuerung des Doppelhubmagnetsystems 17 dahingehend,
dass das bewegliche Ventilelement 21 aus der Funktionsstellung
0 des Magnetventils 10 heraus eine Auslenkung fährt,
die in die Funktionsstellung I (2) führt,
gemäß der Darstellung der 1 nach rechts,
so ist damit eine Ent spannung der ”rechten” Druckwendelfeder 61 und eine
Kompression der Druckwendelfeder 64 verknüpft,
derart, dass ihre Vorspannung in dem Maße anwächst
wie diejenige der anderen Druckwendelfeder 61 abnimmt.
Entsprechendes gilt sinngemäß für die
Zunahme der Federspannung der ”linken” Druckwendelfeder 64,
wenn das bewegliche Ventilelement gemäß der Darstellung
der 1 und 3 ”nach links” in
die der Funktionsstellung II entsprechende Position gedrängt
wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- - EUROPA Lehrmittel, „Fachkundeinformationstechnik
und Industrieelektronik, 1994, Seite 521 [0033]