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DE102008031664A1 - Mehrteilige Außenmuffe für Kabelverbindungen - Google Patents

Mehrteilige Außenmuffe für Kabelverbindungen Download PDF

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DE102008031664A1
DE102008031664A1 DE200810031664 DE102008031664A DE102008031664A1 DE 102008031664 A1 DE102008031664 A1 DE 102008031664A1 DE 200810031664 DE200810031664 DE 200810031664 DE 102008031664 A DE102008031664 A DE 102008031664A DE 102008031664 A1 DE102008031664 A1 DE 102008031664A1
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DE
Germany
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outer sleeve
cable
central part
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elements
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Application number
DE200810031664
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English (en)
Inventor
Thilo Simonsohn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Tyco Electronics Raychem GmbH
Original Assignee
Tyco Electronics Raychem GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Tyco Electronics Raychem GmbH filed Critical Tyco Electronics Raychem GmbH
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Publication of DE102008031664A1 publication Critical patent/DE102008031664A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G15/00Cable fittings
    • H02G15/08Cable junctions
    • H02G15/18Cable junctions protected by sleeves, e.g. for communication cable
    • H02G15/182Cable junctions protected by sleeves, e.g. for communication cable held in expanded condition in radial direction prior to installation
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G3/00Installations of electric cables or lines or protective tubing therefor in or on buildings, equivalent structures or vehicles
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    • H02G3/04Protective tubing or conduits, e.g. cable ladders or cable troughs
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  • Architecture (AREA)
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  • Structural Engineering (AREA)
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Abstract

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Außenmuffe zum Abdecken einer Verbindung mindestens zweier Kabel. Außenmuffen der in der vorliegenden Erfindung angesprochenen Art dienen dazu, die Verbindung von unterirdisch verlegten elektrischen Energieversorgungs- oder Nachrichtenkabeln abzudecken. Die erfindungsgemäße Außenmuffe (100; 200) umfasst ein Mittelteil (102; 202), das im montierten Zustand die Kabelverbindung (122) umschließt, und mindestens zwei Abschlusselemente (104, 106; 204, 206), die mit Randbereichen des Mittelteils (102; 202) verbunden sind und im montierten Zustand in dichtender Anlage mit jeweils einem Kabelmantel (124, 126) sind. Das Mittelteil (102; 202) ist durch eine Hülse gebildet, die in longitudinaler Richtung mit einem Profil versehen ist, so dass ein Querschnitt des Mittelteils radial durch Formänderung ohne Materiallängung aufweitbar ist. Die Abschlusselemente sind durch jeweils ein von dem Mittelteil getrenntes Formteil gebildet, das im vormontierten Zustand fest mit dem Mittelteil verbunden ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Außenmuffe zum Abdecken einer Verbindung mindestens zweier Kabel. Außenmuffen der in der vorliegenden Erfindung angesprochenen Art dienen dazu, die Verbindung von unterirdisch verlegten elektrischen Energieversorgungs- oder Nachrichtenkabeln zu abzudecken. Solche Außenmuffen sind universell einsetzbar für kunststoffisolierte Kabel und/oder Massekabel. Neben der direkten Verbindung solcher Kabel können Außenmuffen auch bei einer Abzweigung von Kabeln eingesetzt werden. Weiterhin werden derartige Außenmuffen beispielsweise für Verbindungen von einem dreiadrigen Kabel mit drei einzelnen Kabeln benötigt.
  • Allgemein versteht man unter einem Erdkabel ein im Erdboden verlegtes Strom- oder Nachrichtenkabel mit einem besonders robusten Schutz nach außen (Kabelmantel), der u. a. eine Zerstörung des Kabels durch chemische und mechanische Einflüsse im Erdreich, durch Wasser oder im Boden lebende Kleintiere (Nagetiere) und Pilze verhindert.
  • Zum mechanischen Schutz werden Erdkabel im Erdboden gelegentlich zusätzlich in einer Sandschicht verlegt, damit scharfkantige Steine bei Belastung des Bodens (z. B. durch Vibration von nahem Schienen- oder Straßenverkehr) keine Beschädigung des Kabels verursachen können. Erdkabel für Spannungen unter 100 kV können in mehrpoliger Ausführung hergestellt werden, für höhere Spannungen werden einpolige Ausführungen (Einleiterkabel) verwendet.
  • Für Spannungen bis 200 kV werden heute überwiegend Kabel mit Kunststoffmantel verwendet, für diese Spannungen und Spannungen darüber auch noch Kabel mit einer Isolation aus ölimprägniertem Papier. Leitungen mit Spannungen unter 100 kV werden heute in Deutschland in neu angelegten Wohn- oder Industriegebieten grundsätzlich als Erdkabel ausgeführt. Auch in vielen älteren Wohngebieten sind die Stromleitungen zur Versorgung der Häuser als Erdkabel ausgeführt. Erdkabel werden in der Regel in einer Tiefe von 60 cm (im Straßenbereich 80 cm) verlegt. Als Stech- und Grabschutz kommen neben Trassenwarnband auch Kunststoffplatten zum Einsatz.
  • Erdkabel besitzen gegenüber Freileitungen einige Vorteile. Sie sind gegen Beschädigungen, unter anderem durch Witterungsunbilden wie Sturm, Hagel und Blitze hervorragend geschützt. Außerdem ist ihre elektromagnetische Verträglichkeit besser. Ein Nachteil sind jedoch die höheren Kosten.
  • Eine Muffe ist ein Bauelement zur unterbrechungsfreien Verbindung zweier Kabel oder zur Spaltung eines Kabels, z. B. wenn eine Abzweigung eines Stromkabels zu einem Haus geführt werden muss. Dabei wird die äußerste Lage der Muffe als Außenmuffe bezeichnet. Eine solche Außenmuffe wird im angelsächsischen Sprachgebrauch als „Rejacketing” bezeichnet.
  • Je nach Einsatzzweck wird zwischen Verbindungs- beziehungsweise Durchgangsmuffen und Abzweigmuffen unterschieden, die auch in ihrer Bauart unterschiedlich sind. Als Außenmuffen werden unter anderem Gießharzmuffen, Schrumpfmuffen (Warm- und Kaltschrumpfmuffen) und Muffen in Aufschiebetechnik eingesetzt, wobei in der Energietechnik unter Umständen in verschiedenen Spannungsebenen, wie Nieder- oder Mittelspannung, verschiedene Muffenarten eingesetzt werden. Im Niederspannungsbereich (< 1000 V) werden Warmschrumpf- und Kaltschrumpfmuffen eingesetzt, im Mittelspannungsbereich Muffen in Aufschiebetechnik, sowie Warm- und Klatschrumpfmuffen.
  • Die Montage von Muffen gehört heute zu den Routinearbeiten bei der Verlegung von Mittelspannungskabeln. Gefordert wird eine Technik, die ein Höchstmaß an Anwendungssicherheit und kurze Montagezeiten bietet.
  • Die Verbindung des Hauptleiters und der Schirmdrähte wird mit Schraubverbindern und Crimpverbindern hergestellt. Scherschrauben mit definiertem Drehmoment vereinfachen diesen Schritt und stellen einen überstandsfreien Abriss bei verschiedenen Leiterquerschnitten sicher. Die Feldsteuerung am Ende der Kabelschirme sowie über dem Verbinder erfolgt beispielsweise mittels geometrischer Feldsteuerelemente, die in den einteiligen Muffen im Bereich der Mittelspannungstechnik integriert sind. Die Isolierung und äußere Feldbegrenzung übernimmt ein Muffenkörper aus hochwertigem Silikongummi oder EPDM Gummi (Ethylen Propylen Dien Copolymer). Für den äußeren Schutz der Muffe sorgt wahlweise ein Warmschrumpfschlauch oder ein elastomerischer Schutzschlauch, ein Schlauch in Wickeltechnik oder Gießharz.
  • Die Leiterverbindung wird mit dem Schraub- oder Crimpverbinder hergestellt. Der Muffenkörper kann danach in seine endgültige Position geschoben werden. Der Muffenkörper kann leicht über dem Kabelaußenmantel geparkt werden. Für den äußeren Schutz der Muffe kann zum Beispiel ein kleberbeschichteter Warmschrumpfschlauch oder ein elastomerer Schlauch zur Verfügung stehen.
  • Eine All-in-One (einstückige) Kaltschrumpfmuffe hat den folgenden Aufbau: ein Stützkörper, zum Beispiel ein Spiral-Holdout oder eine Stützwendel, hält den Durchmesser des expandierten Muffenkörpers. Um den Installationsprozess zu erleichtern und für ausreichende Sicherheit zu sorgen, wird ein Kupfergewebeschlauch oder -strumpf zur Verbindung der Schirmdrähte benutzt, der vorab auf den expandierten Körper aufzubringen ist, wobei die vorzugsweise verzinnten Kupferdrähte einen Mindestquerschnitt haben. Die äußerste Lage bildet ein meist auf sich selbst zurückgeklappter elastomerer Kaltschrumpfschlauch.
  • Die meistverwendeten Außenmuffen sind heutzutage solche vorgedehnten Kaltschrumpfhülsen, die im vormontierten Zustand auf Holdouts angeordnet sind. Diese Hülsen decken im montierten Zustand die offenen Verbindungsbereiche der Kabelverbindung ab. Im montierten Zustand schützt eine Außenmuffe gegen Feuchtigkeit und mechanische Beschädigungen. Die Dichtung folgt dabei meist von einem Kabelmantel über den gesamten Verbindungsbereich hinweg zum jeweils anderen Kabelmantel. In den meisten Fällen werden bei Kaltschrumpf mehrteilige Außenmuffen eingesetzt, bei denen zwei oder mehr Hülsen einander überlappen, um eine ausreichend lange Außenmuffe auszubilden.
  • Eine alternative bekannte Lösung ist das Vorsehen von unelastischen harten Halbschalen, die zusammengefügt und mit einem Gießharz ausgefüllt werden. Schließlich ist die Verwendung von gewickelten Bändern (sogenannten „Tapes”) eine weitere Option.
  • Speziell für die Anwendung dreiadriger Trifurkationen sind aber Kaltschrumpfhülsen ungünstig. Für eine ausreichende Abdichtung an dem Ende, an dem die drei einzelnen Adern vorliegen, muss stets ein zusätzliches Dichtelement vorgesehen werden.
  • Eine dreiadrige Trifurkationsverbindung ist dadurch definiert, dass ein beispielsweise dreiadriges Kabel einerseits mit drei einzelnen einadrigen Kabeln andererseits verbunden wird. Die Länge der Außenmuffe muss dabei zwischen 0,6 m und mehr als 1,5 m variieren kön nen. Die Durchmesser des Kabelmantels variieren zwischen 45 mm und 130 mm, wobei die Kabel sowohl armiert, wie auch unarmiert sein können.
  • Für derartige Kabelverbindungen sind die oben genannten Außenmuffen jeweils nur bedingt geeignet. Die Technik, mit Bändern den Verbindungsbereich zu umwickeln, ist mechanisch wenig stabil und darüber hinaus teuer und aufwendig in der Montage. Die harzgefüllten Halbschalen sind teuer in der Herstellung und erfordern ebenfalls einen hohen Montageaufwand.
  • Ein weiterer Nachteil einer vorgedehnten Kaltschrumpfhülse, die auf einer Aufweitungsspirale angeliefert wird, ist darin zu sehen, dass die Hülse auch im endmontierten Zustand immer noch auf Dehnung beansprucht ist. Dies kann zu Rissbildung führen und die Dichtigkeit beeinträchtigen. Darüber hinaus würde ein Bausatz für eine solche Außenmuffe Aufweitungsspiralen erfordern, die aus vielen Metern gewickelten Bandes bestehen und während der Montage durch Hausziehen zu großen Mengen Abfall und einer zeitaufwendigen Montage führen. Bei Verwendung von mehr als einer vorgedehnten Hülse ist außerdem die Abdichtung in dem Verbindungsbereich aufgrund der dreieckförmigen Gestalt über den drei Verbindungskörpern ebenfalls problematisch.
  • Die Aufgabe, die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht daher darin, eine Außenmuffe für eine Kabelverbindung zu geben, die ein Höchstmaß an Anwendungssicherheit und kurze Montagen einerseits und eine kostengünstige Herstellbarkeit andererseits bietet.
  • Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
  • Dabei basiert die vorliegende Erfindung auf der Idee, dass die Außenmuffe in drei Teilbereiche unterteilt ist. In einem Mittelteil ist eine erste Hülse vorgesehen, die im montierten Zustand die Kabelverbindung umschließt und nicht auf Dehnung beansprucht ist.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind zwei unabhängig von dem Mittelteil hergestellte Abschlusselemente, die im montierten Zustand in dichtender Anlage mit jeweils einem Kabelmantel sind, durch Kaltschrumpfformteile gebildet, die bereits im Auslieferungszustand fest mit dem Mittelteil verbunden sind. Alternativ könnten die Abschlusselemente aber auch an dem Mittelteil angeformt sein.
  • In vorteilhafter Weise kann das Mittelteil als kostengünstiges Extrusionsteil beispielsweise aus einem Standard-Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) mit üblicher Elastizität hergestellt werden. Abhängig von der geforderten Bauteillänge kann das Mittelteil auch aus einem oder mehreren Spritzguss- oder Pressteilen hergestellt sein. Aufgrund der erfindungsgemäßen Formgebung der Hülse kann sich diese an verschiedene Durchmesser der abzudeckenden Kabelverbindung durch eine elastische Deformation ohne oder mit nur wenig Dehnung anpassen.
  • Die Abschlusselemente, die in Endbereichen des Mittelteils angeordnet sind, werden z. B. aus teureren Kaltschrumpfmaterialien mit geeigneter Formrückgewinnung (engt.: „Recovery”), beispielsweise einem speziellen EPDM hergestellt.
  • Erfindungsgemäß werden die Abschlusselemente bereits im Auslieferungszustand mit dem Mittelteil verbunden. Diese Verbindung kann durch übliche Kunststoffverbindungstechniken, wie Kleben, Ultraschallschweißen, Vibrationsschweißen, Heizelementschweißen, Laserschweißen, Rotationsschweißen oder Infrarotschweißen erfolgen.
  • Vor oder nach dem Verbindungsprozess werden die Abschlusselemente durch rohrförmige Stützelemente radial aufgeweitet, damit die Montage erleichtert wird. Hier können beispielsweise die bereits bekannten Aufweitungsspiralen eingesetzt werden. In vorteilhafter Weise muss aber für eine solche Aufweitung im vormontierten Zustand nur noch ein sehr geringer Bereich der Außenmuffe auf ein derartiges sog. Holdout montiert werden.
  • Als alternative Option kann natürlich auch das Aufschieben der Abschlusselemente vorgesehen sein. Dies ist in aller Regel nur auf einer Seite der Muffe möglich. Die andere Seite, die über die der Muffe gegenüberliegende Seite verbracht werden muss, ist in aller Regel voraufgeweitet. Hier ist von Vorteil, dass nur ein vergleichsweise geringer Bereich mit hoher Reibung über die Kabelmäntel geschoben werden muss.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Konzept können unterschiedliche erforderliche Längen von Außenmuffen auf einfache Weise dadurch hergestellt werden, dass die nötige Hülsenlänge vorgewählt wird, bevor die Abschlusselemente mit der Hülse verbunden werden. Es können weiterhin auch unterschiedliche Außenhülsen verwendet werden, um eine Verbindung mit drei Leitern zu dichten.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung können die Abschlusselemente bezüglich des Innendurchmessers im ungedehnten Zustand und des Innendurchmessers im aufgeweiteten Zustand identisch sein, so dass auch die Rückstellfähigkeit dieselbe ist und die Außenmuffe eine symmetrische Gestalt hat. Dies ist unter anderem für Anwendungen vorteilhaft, bei denen die Verbindung von zwei gleichartigen Kabeln abgedeckt werden soll oder ein Defekt an ein und demselben Kabel geschützt werden soll.
  • Um verschiedene andere Designs zu realisieren, können die Abschlusselemente allerdings auch unterschiedliche Innendurchmesser aufweisen oder mehr als einen separaten Kabeleinführkanal aufweisen. Auf diese Weise können z. B. die bereits angesprochenen dreiadrigen Trifurkationen abgedeckt werden.
  • In vorteilhafter Weise ermöglichen Abschlusselemente mit unterschiedlichem Innendurchmesser die Herstellung unsymmetrischer Dreiaderaußenmuffen, die mit einer speziellen Orientierung auf einer Seite des Verbindungsbereichs geparkt werden können. Nur die Seite der Außenmuffe, an der das Abschlusselement mit dem größten Innendurchmesser und einem großen Holdout angeordnet ist, wird dann über den Verbindungsbereich geschoben.
  • Da eine solche Anordnung einen so großen Innendurchmesser haben muss, dass das Abschlusselement über die fertig montierten Verbindungskörper passt, besteht hier allerdings der Nachteil, dass im entspannten Zustand das Abschlusselement mit dem großen Durchmesser in den meisten Fällen nicht vollständig über dem Kabelmantel zu dichten vermag. Um hier eine ausreichende Dichtigkeit sicherzustellen, kann in vorteilhafter Weise ein zusätzliches Ausgleichselement (engl.: Shiming Member) angeordnet werden. Ein derartiges Ausgleichselement kann entweder eine weitere Hülse oder aber eine große Zahl von Mastikschichten (Dichtbänder) sein.
  • Bei einer derartigen Außenmuffe für unsymmetrisch dreiadrige Verbindungen wird das zweite Abschlusselement mit einem geringeren Innendurchmesser hergesellt. Dieses Abschlusselement würde nicht über die vollständig montierten Verbindungskörper passen, aber vorteilhafter Weise ausreichend gegenüber dem Kabelmantel dichten. An dieser Stelle müssen deswegen nur eine oder zwei Mastikschichten vorgesehen sein, um eine ausreichende Dichtigkeit sicherzustellen.
  • In vorteilhafter Weise kann eines der beiden Abschlusselemente mit mehr als einem Kabeleinführkanal ausgestattet sein, so dass Kabelaußenmuffen erzeugt werden können, die für Verzweigungen geeignet sind. Der Durchmesser des Grundkörpers eines solchen Verzweigungsabschlusselements kann problemlos an den Durchmesser des Mittelteils angepasst werden, um damit verbunden zu werden. Die einzelnen Kabeleinführkanäle („Finger”) dieses Verzweigungsabschlusselements werden so dimensioniert, dass sie im entspannten Zustand gegenüber den Kabelmänteln der einzelnen einadrigen Kabel dichten können.
  • Eine spezielle Ausführungsform eines Verfahrens zum Herstellen eines Außenmuffenbausatzes umfasst die Schritte:
    Herstellen eines Mittelteils, das im montierten Zustand die Kabelverbindung umschließt, wobei das Mittelteil durch eine Hülse gebildet ist, die in longitudinaler Richtung mit einem Profil versehen ist, so dass ein Querschnitt des Mittelteils radial durch Formänderung ohne Materiallängung aufweitbar ist,
    Herstellen mindestens zweier Abschlusselemente, die im montierten Zustand in dichtender Anlage mit jeweils einem Kabelmantel sind, als jeweils ein von dem Mittelteil getrenntes Formteil,
    Verbinden von Verbindungsbereichen der Abschlusselemente mit Randbereichen des Mittelteils und
    radiales Aufweiten von mindestens einem der Abschlusselemente in wenigstens einem Teilbereich mittels eines rohrförmigen Stützelements.
  • Dabei können die beiden letzteren Schritte auch in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden, wobei aber zu beachten ist, dass beispielsweise das Verkleben von EPDM meist bei Temperaturen von über 150°C stattfindet.
  • Allerdings können die Abschlusselemente auch unmittelbar an dem Mittelteil angeformt werden und es könnte jeweils ein Teil des Mittelteils zusammen mit einem Abschlusselement einstückig hergestellt werden und anschließend die beiden Teile des Mittelteils zusammengefügt werden.
  • Weiterhin ist für einen Fachmann klar, dass das Mittelteil aus mehreren Teilen mit unterschiedlichen Geometrien, z. B. mit Ausbauchungen, zusammengesetzt hergestellt werden kann.
  • Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird diese anhand der in den nachfolgenden Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei werden gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen und gleichen Bauteilbezeichnungen versehen. Weiterhin können auch einige Merkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsformen für sich eigenständige erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen. Es zeigen:
  • 1 eine Seitenansicht einer Außenmuffe gemäß einer ersten Ausführungsform;
  • 2 eine Seitenansicht einer Außenmuffe gemäß einer zweiten Ausführungsform;
  • 3 eine Seitenansicht einer Außenmuffe mit einem als Abzweigstück ausgeführten Abschlusselement;
  • 4 eine schematische Querschnittsdarstellung des Mittelteils einer erfindungsgemäßen Außenmuffe bei Montage über einem Verbindungselement mit geringem Innendurchmesser;
  • 5 eine Schnittdarstellung der Hülse aus 4 bei Montage über einem Verbindungsbereich mit größerem Innendurchmesser;
  • 6 ein Abschlusselement gemäß einer ersten Ausführungsform im aufgeweiteten Zustand;
  • 7 ein Abschlusselement gemäß einer zweiten Ausführungsform im aufgeweiteten Zustand;
  • 8 eine perspektivische Darstellung eines Mittelteils gemäß der vorliegenden Erfindung;
  • 9 eine perspektivische Darstellung einer Außenmuffe, die durch Verkleben der Elemente der 6 bis 8 gebildet ist;
  • 10 eine um 180° gedrehte Darstellung der Außenmuffe der 9;
  • 11 eine schematische Darstellung einer Dreileiterverbindungsmuffe mit Armierungskäfig als abzudeckende Kabelverbindung;
  • 12 zwei identische Außenmuffen im vormontierten Zustand;
  • 13 die Kabelverbindung der 11 nach Montage der Außenmuffen der 12;
  • 14 eine perspektivische Darstellung der Anordnung aus 13;
  • 15 ein Detail aus 14;
  • 16 ein weiteres Detail der 14.
  • Die vorliegende Erfindung wird im Hinblick auf eine Anwendung für Mittelspannungskabel beschrieben, aber die Anwendung ist nicht auf diesen Fall beschränkt. Die vorliegende Erfindung könnte im Niedrig- oder Hochspannungsbereich ebenfalls Anwendung finden und ist ebenso für Warmschrumpfverfahren, wie auch für eine Aufschiebetechnik geeignet. Die erfindungsgemäße Außenmuffe kann neben der Abdeckung von Energiekabeln selbstverständlich auch für Nachrichtenkabel eingesetzt werden.
  • In 1 ist eine Seitenansicht der einzelnen Elemente einer Außenmuffe 100 gemäß einer ersten Ausführungsform gezeigt. Erfindungsgemäß weist diese Außenmuffe drei Teilbereiche auf: ein Mittelteil 102, das in beliebiger Länge herstellbar ist und im montierten Zustand die eigentliche Kabelverbindung umschließt, sowie zwei Abschlusselemente 104, 106, die vor der Montage der Außenmuffe 100 fest mit dem Mittelteil 102 verbunden werden. Die beiden Abschlusselemente 104, 106 sind in der Anordnung der 1 identisch, weshalb die Außenmuffe 100 gemäß dieser Ausführungsform symmetrisch ist.
  • Erfindungsgemäß werden die Abschlusselemente 104, 106 vor der Montage über der Kabelverbindung fest mit dem Mittelteil 102 verbunden. Dies kann sowohl durch eine Stoßverbindung erfolgen, wie sie schematisch in den 1 bis 3 dargestellt ist, wie auch durch Übereinanderschieben von Mittelteil und Abschlusselement und anschließendes Verbinden der Innen- bzw. Außenwandungen, wie dies in den 9 bis 16 dargestellt ist. Dabei ist es im Wesentlichen unerheblich, ob entweder der Außendurchmesser des Mittelteils größer ist als der Innendurchmesser des Abschlusselements, so dass das Mittelteil von dem Abschlusselement aufgenommen wird, oder die Durchmesserverhältnisse umgekehrt sind, so dass das Abschlusselement teilweise von dem Mittelteil 102 aufgenommen ist.
  • Für die Verbindung der Kunststoffteile miteinander können alle bekannten Verbindungstechniken verwendet werden. So wird vorzugsweise das Mittelteil mit den Abschlusselemen ten verklebt. Allerdings können auch Techniken des Kunststoffschweißens, wie Ultraschallschweißen, Vibrationsschweißen, Heizelementschweißen, Laserschweißen, Rotationsschweißen, Infrarotschweißen oder dergleichen verwendet werden, wie dies allgemein aus der Kunststoffverbindungstechnik bekannt ist.
  • Die in 1 dargestellte Außenmuffe 100 eignet sich zum Abdecken einer im Wesentlichen symmetrisch aufgebauten Kabelverbindung oder eines Defekts in ein und demselben Kabel. Ist aber in der Kabelverbindung, also in dem von dem Mittelteil 102 bedeckten Bereich, beispielsweise eine Verzweigung vorhanden, so dass das von dem Abschlusselement 104 abgedeckte Kabel entweder in ein dickeres Kabel oder in eine Vielzahl von Kabeln mündet, kann es vorteilhaft sein, den in 2 gezeigten unsymmetrischen Aufbau zu wählen und anstelle eines identischen Abschlusselements mit dem selben Innendurchmesser wie dem Abschlusselement 104 ein Abschlusselement 106 mit einem größeren Innendurchmesser zu wählen.
  • In vorteilhafter Weise kann die Entscheidung, ob eine symmetrische Außenmuffe benötigt wird oder eine unsymmetrische direkt in Anpassung an den jeweiligen Anwendungsfall getroffen werden, ohne teure Werkzeuge anpassen zu müssen, indem lediglich das jeweils gewünschte Abschlusselement verwendet wird.
  • 3 zeigt einen weiteren Anwendungsfall, in dem als Abschlusselement 106 nicht ein Abschlusselement mit nur einem Kabeleinführkanal verwendet wird, sondern ein Element mit zwei Kabeleinführkanälen 108. Für den Fachmann ist außerdem klar, dass auch mehr als zwei solcher Kabeleinführkanäle 108 verwendet werden können.
  • Die beiden Abschlusselemente 104, 106 werden erfindungsgemäß als hochwertige Formteile, beispielsweise Spritzgussteile, hergestellt. Das Mittelteil 102 kann als extrudierter Schlauch dargestellt werden und aus einem weniger hochwertigen Material bestehen. Weiterhin können beliebige Längen durch Zuschneiden erzeugt werden. Mit Bezug auf die 4 und 5 soll eine vorteilhafte Querschnittsgestalt des Mittelteils 102 erläutert werden. Das Mittelteil kann auch aus mehreren Teilstücken, die beispielsweise im Spritzguss hergestellt werden, zusammengefügt werden.
  • Wie aus der Querschnittdarstellung der 4 und 5 zusammen mit der perspektivischen Darstellung der 8 ersichtlich ist, besitzt das Mittelteil 102 eine Profilierung in longitudinaler Richtung, die zu einem wellenförmigen Querschnitt führt. Durch die Formgebung dieser und artgleicher Ausführungen wird ermöglicht, dass der innere Umfang 110 durch Glätten des Umfangprofils vergrößert werden kann, ohne das Material auf Dehnung zu beanspruchen. Es wird durch dieses Design also eine Radialweitung ohne Materiallängung erreicht und die Umfangsänderung geschieht lediglich durch Formänderung des Profils.
  • Das Mittelteil 102 kann sich auf diese Weise beispielsweise auf Innendurchmesser 112 von 90 mm bis 120 mm anpassen, ohne gedehnt zu werden.
  • Auf diese Weise wird zum einen jede Art von Längenverkürzung des Mittelteils 102 in longitudinaler Richtung und zum anderen wird verhindert, dass durch beständige Dehnung Schäden an dem Mittelteil 102 auftreten können. Weiterhin können auch unterschiedliche Außendurchmesser in longitudinaler Richtung entlang der Kabelverbindung problemlos durch das Mittelteil 102 ausgeglichen werden. Darüber hinaus können die Kosten reduziert werden, da keine Voraufweitung und keine Stützkörper benötigt werden.
  • In den 6 bis 8 sind beispielhaft für eine vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Außenmuffe die drei Elemente vor dem Zusammenfügen zu einer Außenmuffe gezeigt. 6 zeigt ein erstes Abschlusselement 104, das auf einen Kabelmantel mit vergleichsweise geringem Durchmesser dichten kann. Erfindungsgemäß ist dieses Abschlusselement 104 in einem Verbindungsbereich 114, der später mit dem Mittelteil 102 verklebt werden soll, mit einem wellenförmigen Profil ausgestattet, dessen Außenquerschnitt an den Innenquerschnitt des Mittelteils 102 angepasst ist. Der Kabeleinführbereich 116 des Abschlusselements 104 ist in der gezeigten Anordnung durch eine Aufweitungsspirale 118, einem sog. Holdout, aufgeweitet.
  • Entsprechend zeigt 7 in perspektivischer Darstellung ein Abschlusselement 106 dessen Kabeleinführbereich 116 für dickere Kabel geeignet ist und mit einem größeren Innendurchmesser ausgestattet ist. Auch dieses Abschlusselement 106 ist durch ein Holdout 118 in radialer Richtung aufgeweitet. Der Verbindungsbereich 114 dieses Abschlusselements ist ebenfalls so ausgestaltet, dass er mit der Innenwandung des Mittelteils 102 verbunden werden kann. Wiederum ist an dem Verbindungsbereich ein Wellenprofil vorgesehen, dessen Außenfläche der Innenfläche des Profils an dem Mittelteil 102 entspricht.
  • Selbstverständlich können die Abschlusselemente 104, 106 auch mit längeren, z. B. schlauchartigen Verbindungsbereichen 114 und/oder Kabeleinführbereichen 116 ausgestattet sein, als dies in den 6 und 7 beispielhaft gezeigt ist.
  • Die 9 und 10 zeigen die montagefertige Außenmuffe 100 nach dem Verkleben der in den 6 bis 8 gezeigten Einzelkomponenten. Die beiden Abschlusselemente 104, 106 sind jeweils mit ihren Verbindungsbereichen 114 in das Mittelteil 102 eingeschoben und dort mit einem Kleber fixiert. Die beiden Abschlusselemente 104 sind mittels der Holdouts 118 so aufgeweitet, dass sie in ihre gewünschte Position über dem Kabelmantel geschoben werden können. Aufgrund ihrer Materialeigenschaften besitzen sie ein Rückkehrungsvermögen ihres Durchmessers in die nicht aufgeweitete Position, das groß genug ist, dass eine Abdichtung zu dem Kabelmantel erfolgen kann.
  • 11 zeigt eine Kabelverbindung 122, die bereits an den markierten Stellen 120 mit einem Mastikband versehen wurde, um die Abdichtung später zu verbessern.
  • Um die Montage der Außenmuffe 100 an dieser unsymmetrischen Anordnung zu erleichtern und die Kabellänge links und rechts der Verbindungsstelle besser auszunutzen, sind zwei Außenmuffen 100 gemäß der 9 und 10 vorgesehen. Eine einstückige Ausführung dieser Außenmuffe würde bedeuten, dass auf einer Seite der Verbindungsstelle ein längeres Stück Kabel freigelegt sein müsste. Erfindungsgemäß dichtet das Abschlusselement 104 zu dem ersten Kabelmantel 124. Das Abschlusselement 106 überlappt demgegenüber mit einem zweiten Abschlusselement 106 einer zweiten Außenmuffe 100, deren Abschlusselement wiederum auf dem Mantel des zweiten Kabels 126 dichtet. Dabei wird zunächst die Außenmuffe 100 in Position gebracht und anschließend die Aufweitungsspirale 118 entfernt, so dass die Abschlusselemente 104 und 106 sich kontrahieren.
  • Schließlich wird die zweite Außenmuffe 200 in die dargestellte Position gebracht, in welcher in die durch die strichlierte Linie symbolisierten Überlappungszonen das Abschlusselement 206 das Abschlusselement 106 umgibt und eine dichtende Verbindung ausbildet. Das Abschlusselement 204 dichtet gegenüber dem zweiten Kabelmantel 126.
  • Alternativ können aber auch die Mittelteile 102, 202 direkt miteinander verbunden werden, ohne ein Abschlusselement dazwischen anzuordnen. Außerdem müssen nicht unbedingt zwei identische Mittelteile vorgesehen sein, sondern es kann vorteilhaft sein, unterschiedlich lange und/oder unterschiedlich geformte Mittelteile 102, 202 zu verwenden.
  • Mit der erfindungsgemäßen Außenmuffe kann eine Vielzahl von Vorteilen erzielt werden: Zum einen kann die erfindungsgemäße Außenmuffe leicht an verschiedene Längen von Verbindungsbereichen angepasst werden. Zum anderen kann eine Hülse einen vergleichs weise großen Bereich unterschiedlicher Außendurchmesser bei den Verbindungsbereichen abdecken. Die Hülse des Mittelteils kann je nach Einsatzbereich zu gleichen oder unterschiedlich geformten Abschlusselementen kombiniert werden und es können auch Verzweigungselemente (sog. Breakouts) vorgesehen sein, um Verbindungsbereiche abzudecken, in denen dreiadrige Kabel mit drei einzelnen Kabeln verbunden werden (Three Core Trifurcation). Die benötigten Holdouts, die ja nur im Bereich der Abschlusselemente verwendet werden müssen, sind kurz und dadurch reduzieren sich die Kosten und die Installationszeiten.
  • Insgesamt ist der Expansionsprozess billiger und kann leichter wenigstens teilweise automatisiert werden, da die Abschlusselemente nur sehr kurze Teile sind. Die Aufweitung wird in vorteilhafter Weise durchgeführt, bevor die Außenmuffe zusammengefügt wird.
  • Das als einfache Hülse ausgebildete Mittelteil kann aus einem kostengünstigen Material, beispielsweise einem einfachen Kautschuk, hergestellt werden und nur die Abschlusselemente müssen als Formteile aus höherwertigen Materialien mit gutem Rückkehrungsvermögen hergestellt werden.
  • Das Rejacketing einer Kabelverbindung kann vorteilhafterweise mit beliebig vielen einzelnen Außenmuffen durchgeführt werden. Damit ist eine besonders hohe Flexibilität beim Design des Rejacketings sichergestellt.
  • Da nur die Endbereiche der Außenmuffe im montierten Zustand auf Dehnung belastet sind, aber der weitaus längeren Mittelteil nicht gedehnt, sondern nur durch geometrische Formänderung an die darunter liegende Kabelverbindung angepasst ist, ist die Wahrscheinlichkeit einer Rissbildung sehr gering.
  • Da schließlich das Mittelteil aus einem relativ dünnwandigen Material herstellbar ist, kann es außerdem auch in longitudinaler Richtung zusammengeschoben werden, um während der Herstellung der Verbindung vor Ort nur einen kurzen Parkraum zu beanspruchen.
  • Das erfindungsgemäße Rejacketingkonzept ist geeignet für Verbindungen von einadrigen Kabeln, dreiadrigen auf dreiadrige Kabel oder dreiadrigen Trifurkationsanwendungen. Die Länge der Außenmuffe kann dabei zwischen 0,6 m und mehr als 1,5 m variieren. Die Außendurchmesser des Kabelmantels variieren üblicherweise zwischen 45 mm und 130 mm, wobei die Kabel sowohl armiert, wie auch unarmiert sein können. Bezugszeichenliste:
    Bezugszeichen Beschreibung
    100 Außenmuffe
    102 Mittelteil
    104 erstes Abschlusselement
    106 zweites Abschlusselement
    108 Kabeleinführkanal
    110 innerer Umfang
    112 Innendurchmesser des Mittelteils
    114 Verbindungsbereich
    116 Kabeleinführbereich
    118 Aufweitungsspirale (Holdout)
    120 Mastikband
    122 Kabelverbindung
    124 erster Kabelmantel
    126 zweiter Kabelmantel
    128 Überlappungszone
    200 zweite Außenmuffe
    202 Mittelteil der zweiten Außenmuffe
    204 erstes Abschlusselement der zweiten Außenmuffe
    206 zweites Abschlusselement der zweiten Außenmuffe

Claims (24)

  1. Außenmuffe zum Abdecken einer Verbindung (122) mindestens zweier Kabel, wobei die Außenmuffe (100, 200) umfasst: ein Mittelteil (102; 202), das im montierten Zustand die Kabelverbindung (122) umschließt, mindestens zwei Abschlusselemente (104, 106; 204, 206), die mit Randbereichen des Mittelteils (102; 202) verbunden sind und im montierten Zustand in dichtender Anlage mit jeweils einem Kabelmantel (124, 126) sind, wobei das Mittelteil (102; 202) durch eine Hülse gebildet ist, die in longitudinaler Richtung mit einem Profil versehen ist, so dass ein Querschnitt des Mittelteils radial durch Formänderung im Wesentlichen ohne Materiallängung aufweitbar ist.
  2. Außenmuffe nach Anspruch 1, wobei die Abschlusselemente durch jeweils ein von dem Mittelteil getrenntes Formteil gebildet sind, das im Auslieferungszustand fest mit dem Mittelteil verbunden ist.
  3. Außenmuffe nach Anspruch 2, wobei die mindestens zwei Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) durch Kaltschrumpfformteile gebildet sind.
  4. Außenmuffe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Mittelteil (102; 202) einen wellenförmigen Querschnitt hat, der auslenkbar ist, um den Innendurchmesser des Mittelteils in radiale Richtung dem Außendurchmesser der Kabelverbindung anzupassen.
  5. Außenmuffe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) einen Außendurchmesser hat, der an den Innendurchmesser des Mittelteils angepasst ist, und eine Außenwandung des Abschlusselements mit einer Innenwandung des Mittelteils verbunden ist.
  6. Außenmuffe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) einen Innendurchmesser hat, der an den Außendurchmesser des Mittelteils angepasst ist, und eine Innenwandung des Abschlusselements mit einer Außenwandung des Mittelteils verbunden ist.
  7. Außenmuffe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das mindestens eine Abschlusselement (104, 106; 204, 206) mit dem Mittelteil (102; 202) durch Kleben oder Kunststoffschweißen verbunden ist.
  8. Außenmuffe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens eines der Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) mindestens zwei voneinander getrennte Kabeleinführkanäle (108) aufweist.
  9. Außenmuffe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Mittelteil (102; 202) als Extrudat oder Formteil aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, EPDM, hergestellt ist.
  10. Außenmuffe nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens ein Abschlusselement dieser Außenmuffe (100) mit einem Abschlusselement einer weiteren Außenmuffe (200) verbindbar ist.
  11. Außenmuffenbausatz mit einer Außenmuffe zum Abdecken einer Verbindung mindestens zweier Kabel, wobei die Außenmuffe umfasst: ein Mittelteil (102; 202), das im montierten Zustand die Kabelverbindung (122) umschließt, mindestens zwei Abschlusselemente (104, 106; 204, 206), die mit Randbereichen des Mittelteils (102; 202) verbunden sind und im montierten Zustand in dichtender Anlage mit jeweils einem Kabelmantel (124, 126) sind, wobei das Mittelteil (102; 202) durch eine Hülse gebildet ist, die in longitudinaler Richtung mit einem Profil versehen ist, so dass ein Querschnitt des Mittelteils radial durch Formänderung ohne Materiallängung aufweitbar ist, und mit mindestens einem rohrförmigen Stützelement, das mindestens eines der Abschlusselemente in wenigstens einem Teilbereich radial so aufweitet, dass der Außenmuffenbausatz über der Kabelverbindung montiert werden kann.
  12. Außenmuffenbausatz nach Anspruch 11, wobei die Abschlusselemente durch jeweils ein von dem Mittelteil getrenntes Formteil gebildet sind, das im Auslieferungszustand fest mit dem Mittelteil verbunden ist.
  13. Außenmuffenbausatz nach Anspruch 11 oder 12, wobei das Stützelement eine Aufweitungsspirale umfasst, die durch ein helikal aufgewickeltes Band gebildet ist.
  14. Außenmuffenbausatz nach Anspruch 12 oder 13, wobei die mindestens zwei Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) durch Kaltschrumpfformteile gebildet sind.
  15. Außenmuffenbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 14, wobei das Mittelteil (102; 202) einen wellenförmigen Querschnitt hat, der auslenkbar ist, um den Innendurchmesser des Mittelteils in radiale Richtung dem Außendurchmesser der Kabelverbindung anzupassen.
  16. Außenmuffenbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 15, wobei mindestens eines der Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) einen Außendurchmesser hat, der an den Innendurchmesser des Mittelteils angepasst ist, und eine Außenwandung des Abschlusselements mit einer Innenwandung des Mittelteils verbunden ist.
  17. Außenmuffenbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 16, wobei mindestens eines der Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) einen Innendurchmesser hat, der an den Außendurchmesser des Mittelteils angepasst ist, und eine Innenwandung des Abschlusselements mit einer Außenwandung des Mittelteils verbunden ist.
  18. Außenmuffenbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 17, wobei das mindestens eine Abschlusselement (104, 106; 204, 206) mit dem Mittelteil (102; 202) durch Kleben oder Kunststoffschweißen verbunden ist.
  19. Außenmuffenbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 18, wobei mindestens eines der Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) mindestens zwei voneinander getrennte Kabeleinführkanäle (108) aufweist.
  20. Außenmuffenbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 19, wobei das Mittelteil (102; 202) als Extrudat aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, EPDM, hergestellt ist.
  21. Außenmuffenbausatz nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 20, wobei mindestens ein Abschlusselement dieser Außenmuffe (100) mit einem Abschlusselement einer weiteren Außenmuffe (200) verbindbar ist.
  22. Verfahren zum Herstellen eines Außenmuffenbausatzes mit den folgenden Schritten: Herstellen eines Mittelteils (102; 202), das im montierten Zustand die Kabelverbindung (122) umschließt, wobei das Mittelteil (102; 202) durch eine Hülse gebildet ist, die in longitudinaler Richtung mit einem Profil versehen ist, so dass ein Querschnitt des Mittelteils radial durch Formänderung ohne Materiallängung aufweitbar ist, Herstellen mindestens zweier Abschlusselemente (104, 106; 204, 206), die im montierten Zustand in dichtender Anlage mit jeweils einem Kabelmantel (124, 126) sind, radiales Aufweiten von mindestens einem der Abschlusselemente in wenigstens einem Teilbereich mittels eines rohrförmigen Stützelements (118).
  23. Verfahren nach Anspruch 22, wobei die Abschlusselemente (104, 106; 204, 206) als jeweils ein von dem Mittelteil getrenntes Formteil hergestellt werden und das Verfahren den Schritt umfasst: Verbinden von Verbindungsbereichen der Abschlusselemente mit Randbereichen des Mittelteils (102; 202).
  24. Verfahren zum Verbinden von zwei oder mehr Kabelenden, umfassend die Schritte: Montieren eines Außenmuffenbausatzes nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 21, Entfernen des mindestens einen Stützelements zum Fixieren des Außenmuffe im endmontierten Zustand.
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