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DE102008031539A1 - Schnellstartbremse - Google Patents

Schnellstartbremse Download PDF

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DE102008031539A1
DE102008031539A1 DE200810031539 DE102008031539A DE102008031539A1 DE 102008031539 A1 DE102008031539 A1 DE 102008031539A1 DE 200810031539 DE200810031539 DE 200810031539 DE 102008031539 A DE102008031539 A DE 102008031539A DE 102008031539 A1 DE102008031539 A1 DE 102008031539A1
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DE
Germany
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brake
compressed air
parking brake
vehicle
service brake
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200810031539
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English (en)
Inventor
Andreas Peter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MAN Truck and Bus SE
Original Assignee
MAN Nutzfahrzeuge AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by MAN Nutzfahrzeuge AG filed Critical MAN Nutzfahrzeuge AG
Priority to DE200810031539 priority Critical patent/DE102008031539A1/de
Publication of DE102008031539A1 publication Critical patent/DE102008031539A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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    • B60T13/662Electrical control in fluid-pressure brake systems characterised by specified functions of the control system components
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Verfahren zum schnellen Anfahren eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Nutzfahrzeugs, das mit einer Feststellbremse (10) und einer Betriebsbremse (9) ausgerüstet ist, bei dem die Bremswirkung der eingelegten Feststellbremse (10) erst gelöst wird, wenn die Betriebsbremse (9) betätigt wird. Mit Erkennen des Anfahrwunsches wird durch einen Fahrzeugrechner die Betriebsbremse (9) mit einer, das Fahrzeug im Stillstand haltenden Bremskraft beaufschlagt und die Bremswirkung der Feststellbremse (10) gelöst. Bei Vorliegen eines, das Bremsmoment übersteigenden, Antriebsmoments wird die Bremswirkung der Betriebsbremse (9) gelöst.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum schnellen Anfahren eines Kraftfahrzeugs und eine Vorrichtung zu dessen Durchführung, insbesondere eines Nutzfahrzeugs, das mit einer Feststellbremse und einer Betriebsbremse ausgerüstet ist, bei dem die Bremswirkung der eingelegten Feststellbremse erst gelöst wird, wenn die Betriebsbremse betätigt wird.
  • Eine Feststellbremse dient zum Halten des Fahrzeugs in Stillstand, ohne Gefahr zu laufen, dass das Fahrzeug wegrollt. Die Feststellbremse umfasst in der Regel wenigstens eine Radbremse und ein Betätigungselement, über das die Radbremsen geschlossen und gelöst werden können.
  • Demgegenüber bezweckt die Betriebsbremse die Reduzierung der Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Zusätzlich wird sie zum Halten des Fahrzeugs im Stand genutzt, jedoch nicht zum sicheren Abstellen des Fahrzeugs im Stand. Die Betriebsbremsanlage umfasst ebenfalls ein Betätigungselement, über das die Radbremse geschlossen werden kann. Dieselbe Radbremse kann sowohl der Feststellbremse als auch der Betriebsbremse zugeordnet werden.
  • Aus der DE 103 57 121 ist ein Verfahren zum Schließen einer Feststellbremse eines Fahrzeugs bekannt, bei dem die Feststellbremse selbsttätig geschlossen wird. Wenn sich das Fahrzeug im Stillstand befindet und der Motor aus ist, wird die Feststellbremse erst selbsttätig geschlossen, wenn eine Betriebsbremse betätigt wird und die Zündung des Fahrzeugs ausgeschaltet ist. Dadurch wird die Feststellbremse nur bei tatsächlichem Bedarf geschlossen.
  • Gerade bei Fahrzeugen im Sondereinsatz, bei denen es auf ein schnellstmögliches Verlassen der Standposition ankommt, wäre es wünschenswert, um Zeit zu gewinnen den Anfahrvorgang vom Starten des Motors bis zum Lösen der Feststellbremse verkürzen zu können.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren mit zugehöriger Vorrichtung zu dessen Ausführung zu schaffen, das den Anfahrvorgang des Fahrzeugs entsprechend verkürzt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 und des Anspruchs 12 genannten Merkmale gelöst.
  • Die erfindungsgemäße Schnellstartbremse kann für alle gängigen Feststell- und Betriebsbremssysteme eingesetzt werden wie z. B. Druckluftbremssysteme, hydraulische und mechanische sowie elektronisch gesteuerte Bremssysteme. Denkbar ist auch, Feststellbremsanlagen und Betriebsbremsanlagen unterschiedlicher Bremssysteme miteinander zu kombinieren.
  • Im Folgenden wird von einer Feststellbremsanlage und einer Betriebsbremsanlage ausgegangen, bei denen die Bremskraft jeweils durch Druckluft erzeugt wird. Mit Stillstand des Fahrzeugs wird die Feststellbremse mit ihrem Betätigungsorgan betätigt. Eine mit Druckluft befüllte Druckluftleitung wird dabei auch als belüftet oder als druckluftbeaufschlagt bezeichnet. Durch Entlüftung der Druckluftleitung kann sich eine Druckfeder in einem Bremskolben entspannen und in Bremsstellung übergehen. Gleichzeitig wird das in der Druckluftleitung angeordnete weitere Steuerventil geöffnet, wodurch die Druckluftleitung der Feststellbremsanlage entlüftet wird. Das Nutzfahrzeug wird rollsicher in Stillstand gehalten. Mit Erkennung des Anfahrwunsches wird die Betriebsbremsanlage aktiviert, sodass die Betriebsbremse mit einer das Fahrzeug im Stillstand haltenden Bremskraft beaufschlagt werden kann. Je nach Standortgefälle kann an die Betriebsbremsanlage eine unterschiedliche Bremskraft angelegt werden. Vorteilhaft ist, dass in der Druckluftleitung der Feststellbremse das weitere Steuerventil geschlossen wird, wodurch die Druckluftleitung in einen ersten Teil zwischen dem weiteren Steuerventil und der Feststellbremse und einen zweiten Teil zwischen dem Betätigungsorgan und dem weiterem Steuerventil aufgeteilt wird. Durch diese Unterteilung bleibt die Bremswirkung an der Feststellbremse erhalten, während in dem zweiten Teil der Druckluftleitung der Feststellbremse das Betätigungsorgan der Feststellbremse gelöst werden kann. Durch Schließen des Steuerventils wird nun auch die Betriebsbremse mit einem den Stillstand des Fahrzeugs sichernden Bremsdrucks beaufschlagt. In der Folge kann das weitere Steuerventil der Druckluftleitung der Feststellbremse geöffnet werden, wodurch die Bremswirkung der Feststellbremse aufgehoben wird. Das Fahrzeug wird nun erfindungsgemäß einzig durch die Bremswirkung der Betriebsbremse in Stillstand gehalten. Wenn in der Folge das Antriebsmoment des Fahrzeugs durch Betätigung des Fahrpedals erhöht wird und das Bremsmoment der Betriebsbremse übersteigt, löst sich automatisch die Betriebsbremse und das Fahrzeug rollt entsprechend dem Antriebsmoment in der vorgewählten Fahrstufe bzw. dem Fahrgang an. Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch für Fahrzeuge im Verteilerverkehr anwendbar und kann den Fahrer entlasten und seinen Komfort erhöhen. Ein ungewolltes Anfahren gegen eine eingelegte Feststellbremse kann verhindert werden, wodurch sich der Verschleiß der Bremse und der Kraftstoffverbrauch senken lässt. Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens kann der Fahrer nach dem Einsteigen sofort losfahren. Denkbar ist zusätzlich, dass bei einem halb-/automatischen Gangwechselgetriebe vor dem Lösen der Betriebsbremse zum Anfahren des Fahrzeugs bereits eine erste (niedrige) Fahrstufe eingelegt ist.
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird die Bremskraft der Feststellbremse sowie der Betriebsbremse durch Druckluft erzeugt. Druckluftbremsen eignen sich besonders für mittelschwere und schwere Lastkraftwagen bzw. Omnibusse zur Generierung der erforderlichen Bremswirkung. Die Druckluft kann in Druckluftvorratsbehältern gespeichert werden und wirkt direkt auf die Membran- oder Kolbenbremszylinder ein, die die Bremswirkung durch Reibung in der Radbremse erzeugen.
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird die Druckluftzufuhr der Feststellbremse und/oder der Betriebsbremse elektronisch geregelt. Vorteilhaft ist, dass erfindungsgemäß alle Bremssysteme und Bremstypen eingesetzt und miteinander kombiniert werden können. Die (weiteren) Steuerventile können bei Fahrzeugen mit elektronischem Bremssystem oder mit elektrischer oder elektronischer Feststellbremse durch funktionsgleiche elektronische Steuerungen ersetzt werden.
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird der Anfahrwunsch durch die Betätigung der Kupplung oder des Fahrpedals erkannt. Die erfindungsgemäße Schnellstartbremse kann für manuelle Schaltgetriebefahrzeuge eingesetzt werden. Gleichermaßen kann der Anfahrwunsch durch die Einlegung eines vorbestimmten Fahrgangs oder einer Fahrstufe erkannt werden. Die Erfindung kann bei Fahrzeugen mit halbautomatischen und mit automatischen Gangwechselgetrieben eingesetzt werden.
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird der Anfahrwunsch durch die Betätigung eines Auslöseorgans einer fahrzeugimmanenten Schnellstarteinrichtung erkannt. Die erfindungsgemäße Schnellstartbremse eignet sich besonders für Einsatzfahrzeuge mit eingebauten Schnellstarteinrichtungen. Dergleichen Fahrzeuge sind z. B. Feuerwehr-, Rettungs-, Militärfahrzeuge etc..
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird zur Teilung der Druckluftleitung zwischen einem Betätigungsorgan der Feststellbremse und der Feststellbremse in die Druckluftleitung der Feststellbremsanlage ein weiteres Steuerventil eingesetzt. Bei einer elektrischen oder elektronischen Feststellbremse kann die Funktion des weiteren Steuerventils 4 durch die Elektronik der Feststellbremse dargestellt werden. In diesem Fall kann von der Anordnung eines separaten weiteren Steuerventils abgesehen werden. In gleicher Weise kann zur Aufrechterhaltung der Bremswirkung der Feststellbremse bei gelöstem Feststellbrems-Betätigungsorgan die Datenübermittlung bezüglich Bremsdauer und/oder -intensität zwischen dem Betätigungsorgan der Feststellbremse und der Feststellbremse durch eine elektronische Steuerung geregelt werden. Hierdurch wird erreicht, dass die Bremswirkung der Feststellbremse erhalten bleibt, wenngleich das Betätigungsorgan der Feststellbremse bereits gelöst ist.
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird in einer Druckluftleitung der Betriebsbremse ein Steuerventil angeordnet, das die Einspeisung von Druckluft in die Betriebsbremsanlage aus einem alternativen Druckluftvorratsbehälter ermöglicht. Die Druckluftversorgung bleibt dadurch auch dann erhalten, wenn sie anderweitig nicht realisierbar ist.
  • Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird das weitere Steuerventil mittels einer mechanischen Notlöseeinrichtung vom Fahrer wieder in die Fahrstellung gebracht. Das erfindungsgemäße Verfahren mit dazugehöriger Vorrichtung kann somit im Notfall jederzeit außer Kraft gesetzt werden.
  • Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsformen der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Hierbei zeigen:
  • 1 das erfindungsgemäße Verfahren in einem Flussdiagramm,
  • 2 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens in Fahrtstellung,
  • 3 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Abstellen des Fahrzeugs,
  • 4 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Schließen des weiteren Steuerventils,
  • 5 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechend 4 nach Lösen des Betätigungsorgans der Feststellbremse,
  • 6 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Betätigung der Betriebsbremse,
  • 7 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Lösen der Feststellbremse,
  • 8 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Lösen der Betriebsbremse,
  • 9 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Haltestellenbremse in Fahrtstellung,
  • 10 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Haltestellenbremse und betätigter Feststellbremse,
  • 11 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Haltestellenbremse und geschlossenem weiteren Steuerventil,
  • 12 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Haltestellenbremse und gelöstem Betätigungsorgan der Feststellbremse,
  • 13 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Haltestellenbremse nach Betätigung der Betriebsbremse,
  • 14 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Haltestellenbremse nach Lösen der Feststellbremse und
  • 15 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens mit einer Haltestellenbremse nach Lösen der Betriebsbremse.
  • 1 zeigt im Flussdiagramm die einzelnen Stadien der Aktivierung der erfindungsgemäßen Schnellstartbremse. Bei 43 ist die Schnellstartbremse inaktiv. Vor der Aktivierung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden je nach Art des Gangwechselgetriebes des Fahrzeugs die nachfolgend beschriebenen Parameter geprüft. Bei einem Fahrzeug mit manuellem Gangwechselgetriebe (SG) muss in 1 das Kupplungspedal zumindest zu 95% getreten sein (Ziffer 44). Der Prozentsatz (95%) ist nur beispielhaft gemeint. Es kann auch ein anderer Wert eingesetzt werden. Ist dies nicht der Fall, bleibt die erfindungsgemäße Schnellstart bremse inaktiv. Bei Ziffer 25 wird geprüft, ob (bei Ziffer 14) ein vorbestimmter, im Regelfall niedriger Anfahr- oder Rückwärtsgang eingelegt wurde. Ist dies der Fall, wird das erfindungsgemäße Verfahren aktiviert (vgl. Ziffer 15) und an der Betriebsbremse der zum Halt des Fahrzeugs im Stillstand erforderliche Bremsdruck angelegt.
  • Im Fall des automatisierten Schaltgetriebes (ASG) wird bei Ziffer 16 geprüft, ob am Gangwahlschalter eine Fahrstufe ungleich der Fahrstufe ”Neutral” eingelegt ist. Wenn nicht, bleibt das erfindungsgemäße Verfahren bei Ziffer 43 inaktiv. Andernfalls wird bei Ziffer 15 durch Drucklufteinsteuerung die Betriebsbremse aktiviert.
  • Ist das Fahrzeug mit einem automatischen Schaltgetriebe (AG) ausgerüstet, kann das erfindungsgemäße Verfahren erst aktiviert werden und das Fahrzeug durch die Betriebsbremse im Stillstand gehalten werden, wenn bei Ziffer 17 das Bremspedal betätigt wird und die Betriebsbremse nach Ziffer 18 das Fahrzeug im Stillstand hält. Bei Ziffer 18 ist das erfindungsgemäße Verfahren jedoch noch nicht aktiviert. Eine Aktivierung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei Ziffer 15 kann erst erfolgen, wenn der Gangwahlschalter bei Ziffer 19 nicht mehr auf ”Neutral” steht.
  • Besitzt ein Fahrzeug eine Schnellstarteinrichtung (FW), wird bei Ziffer 20 geprüft, ob die Schnellstarteinrichtung aktiviert wurde. Im allen oben bezeichneten Fällen wird nach Aktivierung des erfindungsgemäßen Verfahrens bei Ziffer 15 geprüft, ob an der Betriebsbremse ausreichend Bremsdruck anliegt, um das Fahrzeug im Stillstand zu halten (vgl. Ziffer 21). Ist dies der Fall, kann bei Ziffer 22 die Feststellbremse gelöst werden. Sollte bei Ziffer 23 jedoch kein Anfahrvorgang festgestellt werden, unterbleibt die Lösung der Betriebsbremse 24 bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Lösung der Feststellbremse 22. Findet der Anfahrvorgang aber statt, wenn das Antriebsmoment das Bremsmoment übersteigt, wird die Betriebsbremse gelöst, so dass das Fahrzeug fortbewegt werden kann (vgl. Ziffer 24).
  • In den 115 ist ein Drucksensor 45 gezeigt, der in der zur Betriebsbremse 9; 42 führenden Druckluftleitung 11; 41 angeordnet ist sowie ein Schaltelement 46. Das Schaltelement 46 öffnet bzw. schließt in Abhängigkeit des vom Drucksensor 45 übermittelten Leitungsdruckes das weitere Steuerventil 4. Das Schaltelement 46 kann eine fahrzeuginterne Elektronik oder ein elektrisches Bauteil sein, das ab einem vorbestimmten Druckverhältnis in der Druckluftleitung 11; 41 einen Schaltimpuls am weiteren Steuerventil 4 auslöst.
  • Die 2 bis 8 zeigen in schematisierter Darstellung je eine Feststellbremsanlage 1 und eine Betriebsbremsanlage 9 im Sinne das erfindungsgemäßen Verfahrens. Die Feststellbremsanlage 1 umfasst dabei ein Betätigungsorgan 2, das über eine Druckluftleitung 5 mit einer Feststellbremse 10 verbunden ist. In der Druckluftleitung 5 ist ein weiteres Steuerventil 4 vorgesehen, das zur Unterbrechung der Druckluftzufuhr vorgesehen ist. Durch das weitere Steuerventil 4 kann die Druckluftleitung 5 der Feststellbremsanlage in einen mit Druckluft belüfteten Teil 6 und einem druckluftentleerten Teil 7 unterteilt werden. Die Belüftung der Feststellbremsanlage 1 wird über das Handbremsventil 3 bewirkt. Das weitere Steuerventil 4 der Feststellbremsanlage 1 wird durch Betätigung des Auslöseorgans 8 geöffnet bzw. geschlossen, sodass über das Handbremsventil 3 der Druckluftleitung 5 der Feststellbremsanlage 1 die Feststellbremse 10 mit Druckluft belüftet werden oder gesamt entlüftet werden kann. Zusätzlich ist nur der Teil 6 der Druckluftleitung 5 mit Druckluft belüftet, während der Teil 7 der Feststellbrems-Druckluftleitung 5 entlüftet bleibt.
  • In der Druckluftleitung 11 der Betriebsbremsanlage 9 ist ein Druckbegrenzungsventil 12 vorgesehen, das einen begrenzten, zum Halten des Fahrzeugs im Stillstand ausreichenden Druck einsteuert. Mit Ziffer 13 ist ein Bremszylinder dargestellt. In den 1 bis 15 ist der Bremszylinder 13 als Kombinationsbremszylinder ausgebildet, der einen Feststellbremszylinder 26 mit einer Druckfeder 27 umfasst. Zusätzlich weist der Bremszylinder 13 einen Betriebsbremszylinder 28 auf, der eine Federmembran 29 umfasst, die bei Druckluftbeaufschlagung eine Druckstange 30 in Bremsstellung verschiebt.
  • In 2 ist das Betätigungsorgan 2 der Feststellbremsanlage 1 in Lösestellung. Das Handbremsventil 3 beaufschlagt die Druckluftleitung 5 mit Druckluft. Das weitere Steuerventil 4 ist geöffnet. Die Teile 6 der Druckluftleitung 5 sind mit Druckluft beaufschlagt. Die Druckfeder 27 des Feststellbremszylinders 26 wird zusammengedrückt und der Feststellbremszylinder 26 somit in Ruhestellung 35 gehalten. Die Ruhestellung entspricht der Lösestellung des Bremszylinders. Das Steuerventil 31 der Betriebsbremsanlage 9 ist geschlossen, wodurch die Druckluftleitung 11 der Betriebsbremsanlage 9 in einen mit Druckluft belüfteten Teil 32 und einen Druckluft entleerten Teil 33 unterteilt ist. Da der Teil 33 der Betriebsbremsanlage 9 druckluftentleert ist, liegt auch an der Membran 29 kein Druck an, sodass die Membran 29 die Druckstange 30 nicht in Bremsstellung 34 verschiebt. Die Druckstange 30 verbleibt in Ruhestellung 35. Die Druckluftbefüllung der Betriebsbremsanlage 9 erfolgt aus dem Druckluftvorratsbehälter 36.
  • In 3 ist das Fahrzeug abgestellt und in Stillstand begriffen. Durch Einlegung des Betätigungsorgans 2 der Feststellbremse 10 werden die Teile 7 der Druckluftleitung 5 der Feststellbremsanlage 1 entlüftet, da bei geöffnetem weiterem Steuerventil 4 die gesamte Druckluftleitung 5; 7 der Feststellbremsanlage 1 entlüftet wird. Die Druckfeder 27 des Feststellbremszylinders 26 entspannt sich, wodurch die Druckstange 30 in Bremsstellung 34 gedrückt wird. Das Fahrzeug wird somit durch die Feststellbremsanlage 1 im Stillstand gehalten. Die Betriebsbremsanlage 9 ändert ihren Zustand nicht gegenüber der Darstellung in
  • 2.
  • Der Unterschied der 4 gegenüber der 3 besteht darin, dass das weitere Steuerventil 4 durch den Fahrzeuglenker geschlossen wird. Die Betätigung des weiteren Steuerventils 4 kann z. B. durch Betätigung eines Tasters, eines Schalters oder einer ähnlichen Betätigungseinrichtung, nicht gezeigt, vorgenommen werden. Die Druckluftleitung 5 der Feststellbremsanlage 1 ist somit zwischen Handbremsventil 3 und Feststellbremszylinder 26 unterbrochen.
  • In 5 wird das Betätigungsorgan 2 der Feststellbremse 10 wieder gelöst und in Fahrtstellung 37 gebracht. Die daraufhin folgende Belüftung der Druckluftleitung 5 der Feststellbremsanlage 1 füllt die Druckluftleitung 5 (erster Teil 6) nur zwischen dem Handbremsventil 3 und dem weiteren Steuerventil 4. Da das weitere Steuerventil 4 in 5 geschlossen ist, kann die zugeführte Druckluft nicht bis zum Feststellbremszylinder 26 gelangen. Obwohl das Betätigungsorgan 2 der Feststellbremse 10 sich in 5 in Fahrstellung 37 befindet, verbleibt der Feststellbremszylinder 26 weiterhin in Bremsstellung 34, da an der Druckfeder 27 keine Druckluft zur Anlage kommt, die die Druckfeder 27 zusammendrücken und die Druckstange 30 in Ruhestellung 35 verschieben würde. Der Zustand der Betriebsbremsanlage 9 verbleibt wie in 2 gezeigt. Das Fahrzeug ist nun sicher abgestellt und bereit, das erfindungsgemäße Verfahren bei Bedarf auszuführen.
  • In der 6 verbleibt die Feststellbremsanlage 1 in dem in 5 beschriebenen Zustand. An der Betriebsbremsanlage 9 wird dagegen das Steuerventil 31 geöffnet und somit die Druckluftleitung 11 der Betriebsbremsanlage 9 zwischen Steuerventil 31 und Betriebsbremszylinder 28 zur Befüllung mit Druckluft freigegeben. Die Druckluft beaufschlagt nunmehr die Membran 29 im Feststellbremszylinder 26, die ihrerseits die Druckstange 30 in Bremsstel lung 34 bringt. Damit die Druckluft nicht in die druckluftentleerte Druckluftleitung 38 einströmen kann, steht das Wechselventil 39 in Schließstellung.
  • In 7 wird das weitere Steuerventil 4 geöffnet, sodass die über das Handbremsventil 3 in die Druckluftleitung 5; 6 eingeführte Druckluft in den Bereich zwischen dem Steuerventil 4 und dem weiteren Feststellbremszylinder 26 gelangen kann. Die Druckfeder 27 des Feststellbremszylinders 26 wird durch die zugeführte Druckluft zusammengepresst. Die Druckfeder 27 kann jedoch die Druckstange 30 nicht in ihre Ruheposition 35 zurückführen, da wie in 6 beschrieben, die mit Druckluft beaufschlagte Membran 29 im Betriebsbremszylinder 28 die gemeinsame Druckstange 30 in Bremsstellung 34 hält. In 7 hat die Betriebsbremsanlage 9 somit von der Feststellbremsanlage 1 die Funktion übernommen, das Fahrzeug bei gelöster Feststellbremse 10 im Stillstand zu halten.
  • 8 zeigt das Verfahren in einem Zustand, in dem die Feststellbremsanlage 1 gelöst ist. Zusätzlich wird das Steuerventil 31 in der Druckluftleitung 11 der Betriebsbremsanlage 9 geschlossen, wodurch der Betriebsbremszylinder 28 und die Druckluftleitung 11 zwischen dem Bremszylinder 13 und dem Steuerventil 31 entlüftet wird. Die Druckbeaufschlagung der Federmembran 29 wird aufgehoben, wodurch die Druckstange 30 wieder in ihre Ruhestellung 35 zurückgeführt wird (nicht gezeigt). Die Bremswirkung, die das Fahrzeug entweder über die Feststellbremsanlage 1 oder über die Betriebsbremsanlage 9 im Stillstand hält, wird aufgehoben. Das Fahrzeug ist nunmehr abfahrbereit.
  • Die 915 zeigt in schematisierter Darstellung die Anordnung der Feststellbremsanlage 1 in Kombination mit einer Funktion ”Haltestellenbremse”, als Bestandteil der Software eines elektronischen Bremssystems, entsprechend des erfindungsgemäßen Verfahrens. In allen 915 entspricht die Darstellung der Feststellbremsanlage 1 der entsprechenden Anordnung in den 1 bis 8. Die Betriebsbremse der 18 wird durch eine elektrische Bremsanlage mit Haltestellenbremsenfunktion ersetzt.
  • In diesem Zusammenhang bezeichnet man als Haltestellenbremse z. B. bei Bussen eine Bremsfunktion, die mit einem fest eingestellten Druck auf die Membranzylinder der Hinterachse wirkt. Auch das Bremsen der Vorder- und Hinterachse ist möglich. Die Funktion gewährleistet ein schnelleres Lösen der Bremse, als dies bei einer herkömmlichen Feststellbremse der Fall ist. Die Haltestellenbremse wird z. B. auch in Müllfahrzeugen verwendet.
  • Die Betriebsbremsanlage 9 umfasst in den 9 bis 15 ein Druckregelmodul 40 des elektronisch gesteuerten Bremssystems 42, das über eine Druckluftleitung 41 mit dem Betriebszylinder 28 der Betriebsbremsanlage 9 verbunden ist. Das elektronische Bremssystem 42 (EBS) arbeitet mit einem elektronischen Steuersignal der Bremspedalsensoren, die im EBS-Steuergerät elektronisch verarbeitet und von dort an das Druckregelmodul 40 übertragen werden. Das Druckregelmodul 40 stellt in den Druckluftleitungen 41, die die Betriebsbremszylinder 28 mit Druckluft versorgen den erforderlichen Bremsdruck ein und meldet gleichzeitig die Sensorsignale aus dem Radbereich an das EBS-Steuergerät (nicht gezeigt).
  • In 9 ist die Druckluftleitung 5 der Feststellbremsanlage 1 mit Druckluft beaufschlagt. Das Betätigungsorgan 2 der Feststellbremse 1 steht in Lösestellung 37. Die Druckluft presst die Druckfeder 27 zusammen, sodass die Druckstange 30 in die Ruheposition 35 steht. Das weitere Steuerventil 4 der Feststellbremsanlage 1 ist geöffnet, sodass die gesamte Druckluftleitung 5 zwischen Handbremsventil 3 und Feststellbremszylinder 26 mit Druckluft belüftet wird und keine Bremswirkung am Feststellbremszylinder 26 anliegt. Auch die Betriebsbremsanlage 9 ist in 9 entlüftet, sodass auch am Betriebsbremszylinder 28 keine Bremswirkung anliegt. In den 9 bis 15 ist nicht dargestellt, dass das Druckregelmodul 40 mit einem Druckluftbehälter 36 verbunden ist.
  • In 10 wird die Feststellbremse 10 betätigt. Das Betätigungsorgan 2 der Feststellbremse 10 steht in Bremsstellung, wodurch die Druckluftleitung 5 zwischen Betätigungsorgan 2 und Feststellbremszylinder 26 entlüftet wird, da das weitere Steuerventil 4 geöffnet ist. Die Druckfeder 27 kann sich entspannen und schiebt die Druckstange 30 in Bremsstellung 34. Das Fahrzeug wird durch die Feststellbremse 10 im Stillstand gehalten. Wie in 9 ist auch in 10 die elektronisch gesteuerte Betriebsbremse 42 entlüftet und steht nicht in Bremsstellung.
  • Im Unterschied zu 10 wird in 11 das weitere Steuerventil 4 geschlossen. Der Feststellbremszylinder 26 verbleibt wie in 10 in Bremsstellung 34.
  • In 12 wird das Betätigungsorgan 2 der Feststellbremse 10 in Fahr- bzw. Lösestellung 37 bewegt. Die dadurch ausgelöste Belüftung der Druckluftleitung 5 der Feststellbremsanlage mit Druckluft führt aber nicht zur Lösung der Bremswirkung am Feststellbremszylinder 26. Durch Schließen des weiteren Ventils 4 kann die Druckluftleitung 5 der Feststellbremsanlage 1 über das Handbremsventil 3 nur bis zum weiteren Steuerventil 4 mit Druckluft beanschlagt werden. Der Feststellbremszylinder 26 bleibt in entlüftetem Zustand, wodurch die Druckstange 30 in Bremsstellung 34 verbleibt. Der Zustand der elektronisch gesteuerten Betriebsbremse 42 ist wie in 11 ungebremst.
  • Im Unterschied zu 12 wird die Membran 29 des Betriebsbremszylinders 28 in 13 mit Druckluft beaufschlagt. In der Folge wird die Druckstange 30 in 13 sowohl durch die Druckfeder 27 des Feststellbremszylinders 26 als auch durch die Membran 29 des Betriebsbremszylinders 28 in Bremsstellung 34 gehalten.
  • In der Darstellung der 14 wird das weitere Steuerventil 4 der Feststellbremse 10 geöffnet. Hierdurch wird die Druckluftleitung 5 zwischen dem weiteren Steuerventil 4 und dem Feststellbremszylinder 26 mit Druckluft beaufschlagt. Durch die Beaufschlagung des Feststellbremszylinders 26 mit Druckluft wird die Bremswirkung der Feststellbremse 10 gelöst. Nach Darstellung der 14 übernimmt aber die elektronisch gesteuerte Betriebsbremse 42 die Funktion der Feststellbremse 10, so dass das Fahrzeug durch Betätigung der elektronisch gesteuerten Betriebsbremse 42 im Stillstand gegen Wegrollen gesichert ist.
  • In 15 bleibt die Feststellbremse 10 in gelöstem Zustand. Gleichzeitig wird die elektronisch gesteuerte Betriebsbremse 42 gelöst, sobald das Antriebsmoment das Bremsmoment der Betriebsbremse 42 übersteigt. Das Fahrzeug setzt sich in Bewegung. In den Fällen der 1 bis 15 aber gilt generell, dass durch Betätigung der Betriebsbremse 9; 42, z. B. durch einmaliges Treten des Bremspedals die Bremskraft der Betriebsbremse 9; 42 am Betriebsbremszylinder 28 angelegt wird. Der Fahrer kann seinen Fuß vom Bremspedal entfernen, ohne dass die am Bremszylinder 28 anliegende, das Fahrzeug im Stillstand haltende Bremskraft gelöst wird. Betätigt der Fahrer dann das Fahrpedal und übersteigt das Antriebsmoment das Bremsmoment, das aktuell an der Betriebsbremse 9; 42 anliegt, wird die Betriebsbremse 9; 42 gelöst und das Fahrzeug setzt sich in Bewegung.
  • 1
    Feststellbremsanlage
    2
    Betätigungsorgan der Feststellbremse
    3
    Handbremsventil
    4
    weiteres Steuerventil der Feststellbremsanlage
    5
    Druckluftleitung der Feststellbremsanlage
    6
    Mit Druckluft befüllter Teil der Feststellbrems-Druckluftleitung
    7
    Nicht mit Druckluft befüllter Teil der Feststellbrems-Druckluftleitung
    8
    Auslöseorgan
    9
    Betriebsbremsanlage
    10
    Feststellbremse
    11
    Druckluftleitung der Betriebsbremsanlage
    12
    Druckbegrenzungsventil
    13
    Bremszylinder
    14
    Einlegung eines niedrigen Fahrgangs bzw. einer Fahrstufe
    15
    Aktivierung des erfindungsgemäßen Verfahren
    16
    Prüfung der Fahrstufe des automatischen Schaltgetriebes
    17
    Betätigung der Betriebsbremse
    18
    Fahrzeug im Stillstand
    19
    Gangwechselschalter nicht mehr neutral
    20
    Aktivierung des erfindungsgemäßen Verfahren
    21
    Fahrzeug im Stillstand
    22
    Lösung der Feststellbremse
    23
    Anfahrvorgang
    24
    Fortbewegung des Fahrzeugs
    25
    Prüfung des Fahrgangs bei Ziff.
    26
    Feststellbremszylinder
    27
    Druckfeder
    28
    Betriebsbremszylinder
    29
    Federmembran
    30
    Druckstange
    31
    Steuerventil
    32
    Mit Druckluft belüfteter Teil der Betriebsbrems-Druckluftleitung
    33
    Nicht mit Druckluft belüfteter Teil der Betriebsbrems-Druckluftleitung
    34
    Bremsstellung
    35
    Ruhestellung der Druckstange
    36
    Druckluftbehälter
    37
    Lösestellung des Betätigungsorgans
    38
    Druckluftleitung
    39
    Wechselventil
    40
    Druckregelmodul
    41
    Druckluftleitung
    42
    Elektronisch gesteuerte Betriebsbremse
    43
    Erfindungsgemäßes Verfahren
    44
    Prüfung, ob Kupplungspedal getreten ist
    45
    Drucksensor
    46
    Schaltelement
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10357121 [0004]

Claims (12)

  1. Verfahren zum schnellen Anfahren eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Nutzfahrzeugs, das mit einer Feststellbremse (10) und einer Betriebsbremse (9) ausgerüstet ist, bei dem die Bremswirkung der eingelegten Feststellbremse (10) erst gelöst wird, wenn die Betriebsbremse (9) betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass durch einen Fahrzeugrechner mit Erkennen des Anfahrwunsches die Betriebsbremse (9) mit einer das Fahrzeug im Stillstand haltenden Bremskraft beaufschlagt wird und die Bremswirkung der Feststellbremse (10) gelöst wird und bei Vorliegen eines, das Bremsmoment übersteigenden Antriebsmoments die Bremswirkung der Betriebsbremse (9) gelöst wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremskraft der Feststellbremse (10) durch Druckluft erzeugt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremskraft der Betriebsbremse (9) durch Druckluft erzeugt wird.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftzufuhr der Betriebsbremse (9) elektronisch geregelt wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftzufuhr der Feststellbremse (10) elektronisch geregelt wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrwunsch durch die Betätigung der Kupplung oder des Fahrpedals erkannt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfahrwunsch durch die Betätigung eines Auslöseorgans einer fahrzeugimmanenten Schnellstarteinrichtung erkannt wird.
  8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Teilung einer Druckluftleitung (5) zwischen einem Betätigungsorgan (2) der Feststellbremse (10) und der Feststellbremse (10) bei der Druckluft-Feststellbremsanlage (1) ein weiteres Steuerventil (4) angeordnet wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Druckluftleitung (5) der Betriebsbremse (9) ein Steuerventil (31) angeordnet ist, durch das die Einspeisung von Druckluft in die Betriebsbremsanlage (9) aus einem Druckluftbehälter (36) ermöglicht wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufrechterhaltung der Bremswirkung der elektronischen Feststellbremse (42) bei gelöstem Feststellbrems-Betätigungsorgan (2) die Datenübermittlung bezüglich Bremsdauer und/oder -intensität zwischen dem Betätigungsorgan (2) der Feststellbremse (1) und der elektronischen Feststellbremse (42) durch eine elektronische Steuerung geregelt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Steuerventil (4) mittels einer mechanischen Notlöseeinrichtung vom Fahrer wieder geöffnet werden kann.
  12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahrzeugrechner mit Erkennen des Anfahrwunsches die Betriebsbremse (9) mit einer das Fahrzeug im Stillstand haltenden Bremskraft beaufschlagt und die Bremswirkung der Feststellbremse (10) löst und bei Vorliegen eines, das Bremsmoment übersteigenden, Antriebsmoments die Bremskraft der Betriebsbremse (9) aufhebt.
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