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Die
Erfindung betrifft eine Überwachung der Effizienz einer
Abgasnachbehandlungseinrichtung, insbesondere einer Abgasnachbehandlungseinrichtung,
welche in einem Abgasstrang eines Verbrennungsmotors angeordnet
ist.
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Die
US 7,284,365 B2 befaßt
sich mit einem elektrisch beheizbaren Katalysator, um den Katalysator
bereits frühzeitig nach einem Kaltstart zu aktivieren,
obwohl die Abgastemperaturen die Aktivierungstemperatur des Katalysators
noch nicht erreicht haben. Um eine Fehlfunktion der elektrischen
Heizung des Katalysators feststellen zu können, schlägt
die
US 7,284,365 B2 eine
Fehlerdiagnosevorrichtung vor, welche Kompakt, leicht und preiswert
sein soll.
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Abgasnachbehandlungseinrichtungen
mit einer katalytischen Edelmetallummantelung sind erforderlich
um Reduktionsmittel in Verbrennungsgasen zu Oxidieren. Allerdings
altern die Abgasnachbehandlungseinrichtungen beispielsweise aufgrund thermischen
Einflusses. Ein thermisches Altern der Abgasnachbehandlungseinrichtung
ist beispielsweise die Folge einer periodischen Belastung der Abgasnachbehandlungseinrichtung
mit hohen Temperaturen. Beispielsweise aufgrund einer Edlemetallsinterung
bewirkt dies aber auch eine Abnahme der Oxidationseffizienz der
Abgasnachbehandlungseinrichtung. Der Grad der Effizienzverringerung
ist von den Temperaturniveaus (Arhenius/exponential) und somit linear
von der Raumgeschwindigkeit (Abgasmengenströmungsverhältnis)
abhängig.
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Prinzipiell
wird der Verbrennungsprozeß durch den Einfluß des
thermischen Alterns von der Eingangsseite der Abgasnachbehandlungseinrichtung
in Richtung zu seiner Ausgangsseite verlagert. Weiter ist der Bereich
der Abgasnachbehandlungseinrichtung, welcher der Verbrennungswärme
der Reduktionsmittel ausgesetzt ist etwa um einen Betrag von 200°C
höher belastet als der Rest der Abgasnachbehandlungseinrichtung.
Unter transienten Bedingungen kann der Bereich der Abgasnachbehandlungseinrichtung,
welcher der Verbrennungswärme ausgesetzt ist, sogar etwa
um einen Betrag von 400°C höher belastet sein
als der Rest der Abgasnachbehandlungseinrichtung. Die Deaktivierung der
Abgasnachbehandlungseinrichtung beginnt also stets an dessen Eingangsseite
und verlagert sich in Axialrichtung durch die Abgasnachbehandlungseinrichtung
in Richtung zur Ausgangsseite fort, bis die Abgasnachbehandlungseinrichtung
vollständig deaktiviert ist. Dies hat zur Folge, dass die
eigentlich zu behandelnden Abgase unbehandelt aus der Abgasnachbehandlungseinrichtung
austreten können. Bei einem Partikelfilter z. B. einem
Dieselpartikelfilter als Abgasnachbehandlungseinrichtung altert
diese von der Ausgangsseite ausgehend in Richtung zur Eingangsseite.
Beispielsweise bei einer Filterregeneration, wie diese zum Beispiel
bei Partikelfiltern (Dieselpartikelfilter) in vorbestimmten Abständen
erforderlich ist, wird die Temperatur der Abgase erhöht, um
die Partikel zu verbrennen. Hierbei ist eine thermische Alterung
bzw. Deaktivierung unvermeidbar, da Verbrennungstemperaturen von
bis zu 900°C entstehen, wodurch die Temperaturgrenze von
750°C zum Begrenzen des Sinterprozesses des Edelmetalls
weit überschritten ist. Ungünstig ist aber in
jedem Falle, wenn nicht festgestellt wird, dass die Abgasnachbehandlungseinrichtung
nicht mehr funktionsfähig ist und ihre eigentliche Aufgabe,
nämlich umweltschädliche Bestandteile der Abgase
z. B. zu oxidieren oder z. B. aufzufangen nicht mehr erfüllt.
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Von
daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Überwachung
bzw. eine bordeigene Überwachung der Abgasnachbehandlungseinrichtung
vorzustellen, bei welcher der Effizienzgrad bzw. der Grad der thermischen
Deaktivierung der Abgasnachbehandlungseinrichtung über
deren Lebensdauer sicher bestimmbar ist.
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Erfindungsgemäß wird
die Aufgabe durch eine Überwachung der Effizienz einer
Abgasnachbehandlungseinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst, wobei zumindest zwei parallel geschaltete elektrische
Widerstände zumindest entlang einer Axialrichtung der Abgasnachbehandlungseinrichtung
angeordnet werden, wobei jeder Widerstand einen anderen spezifischen
Widerstandsbetrag aufweist, und wobei jeder der Widerstände
bei einem kritischen Temperaturbetrag zumindest seinen spezifischen
Widerstand ändert.
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Grundsätzlich
liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass der Grad der thermischen Deaktivierung
bzw. des Alterns der Abgasnachbehandlungseinrichtung direkt von
der Verlagerung des Verbrennungsprozesses von der Eingangsseite
in Richtung zur Ausgangsseite der Abgasnachbehandlungseinrichtung,
oder abhängt. Dies bedeutet, dass der Verbrennungsprozeß bei
einer neuen bzw. frischen Abgasnachbehandlungseinrichtung im Bereich
der Eingangsseite stattfindet und mit steigender Betriebsdauer in
Richtung zur Ausgangsseite verlagert wird. Um nun festzustellen,
wie weit der Verbrennungsprozeß von der Eingangsseite in
Richtung zur Ausgangsseite verlagert ist, wird mit der Erfindung
in einer ersten einfachen Ausgestaltung ein eindimensionales Netz
von Resistoren (Widerständen) in Axialrichtung der Abgasnachbehandlungseinrichtung
an dieser angeordnet. Die Widerstände sind in Axialrichtung
der Abgasnachbehandlungseinrichtung zueinander beabstandet. Es liegt
selbstverständlich im Sinne der Erfindung mehr als zwei
Widerstände vorzusehen. In bevorzugter Ausführung
werden sieben Widerstände zumindest in Axialrichtung vorgesehen, wobei
diese beispielhafte genannte Anzahl natürlich nicht beschränkend
sein soll.
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Die
Widerstände sind parallel zueinander verschaltet. In bevorzugter
Ausführung weist jeder der Widerstände einen anderen
spezifischen Widerstand auf. Insofern weist die zunächst
einfachste Ausgestaltung des eindimensionalen Netzes einen Gesamtwiderstand
auf, welcher sich aus der Summe der Einzelwiderstände zusammensetzt.
Jeder der Widerstände hat einen vorgegebenen spezifischen Widerstand,
so dass sich durch die Änderung des Gesamtwiderstandes
um einen bestimmten Betrag, nämlich dem des sich zumindest ändernden
spezifischen Widerstandes darauf geschlossen werden kann, zu welchem
Ort der Verbrennungsprozeß in Axialrichtung der Abgasnachbehandlungseinrichtung gesehen
in Richtung zur Ausgangsseite verlagert ist.
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Günstiger
Weise weisen die einzelnen Widerstände einen spezifischen
Widerstand mit einem Betrag einer Potenz von zwei auf (2n-1). Der Faktor n kann einen Wert von eins,
zwei, drei ... aufweisen, je nach dem wie viel Widerstände
in dem Widerstandsnetz vorgesehen sind. Dies bedeutet bei einer
Ausgestaltung des eindimensionalen Netzes mit sieben Widerständen,
dass einer der Widerstände einen spezifischen Widerstandsbetrag
von 20, ein anderer einen Betrag von 21 und der siebte einen Betrag von 26 aufweist.
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In
günstiger Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die spezifischen
Widerstandsbeträge in dem Widerstandsnetz von der Eingangseite
in Richtung zur Ausgangsseite ansteigen. Eingangsseitig wäre also
ein erster Widerstand mit einem spezifischen Widerstandsbetrag von
20 angeordnet, wobei ausgangsseitig ein
letzter Widerstand mit einem spezifischen Widerstandsbetrag von
26 angeordnet wäre. Natürlich
kann die Anordnung der spezifischen Widerstandsbeträge
auch von der Eingangsseite zur Ausgangsseite abnehmend vorgesehen
sein, wobei dann eingangsseitig ein Widerstand mit einem spezifischen
Widerstandsbetrag von 26 und ausgangsseitig
ein Widerstand mit einem spezifischen Widerstandsbetrag von 20 angeordnet wäre.
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Wesentlich
für die Überwachung ist, dass die Widerstände
jeweils einen unterschiedlichen Widerstandsbetrag aufweisen, aber
alle Widerstände so ausgelegt sind, dass diese bei einer
kritischen Temperatur ihren spezifischen Widerstand ändern
oder durchschmelzen. Auch dieser Forderung liegt die Erkenntnis
zugrunde, dass der Verbrennungsprozeß bei einer neuen bzw.
frischen Abgasnachbehandlungseinrichtung im Bereich der Eingangsseite
stattfindet und mit steigender Betriebsdauer in Richtung zur Ausgangsseite
verlagert wird.
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Findet
nun der Verbrennungsprozeß im Bereich der Eingangsseite
statt, wird der hier angeordnete Widerstand seinen spezifischen
Widerstand zumindest ändern, wenn seine kritische Temperatur
erreicht ist, oder gar durchschmelzen. Dies bewirkt eine Änderung
des Gesamtwiderstandsbetrages, so dass mittels einer Spannungsmessung
genau lokalisiert werden kann, wie weit der Verbrennungsprozeß in Richtung
zur Ausgangsseite verlagert ist, bzw. welchen Effizienzgrad die
Abgasnachbehandlungseinrichtung noch aufweist. Verlagert sich der
Verbrennungsprozeß weiter in Richtung zur Ausgangsseite der
Abgasnachbehandlungseinrichtung wird der folgende Widerstand seinen
spezifischen Widerstandsbetrag bei Erreichen der kritischen Temperatur
zumindest ändern, oder gar durchschmelzen, so dass der
Verbrennungsprozeß innerhalb der Abgasnachbehandlungseinrichtung
wiederum mittels einer Spannungsmessung genau lokalisiert werden
kann.
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Natürlich ändert
sich mit Änderung des spezifischen Gesamtwiderstands auch
ein zu messender Spannungsbetrag, so dass durch die Änderung des
gemessenen Spannungsbetrages im Vergleich zu einer neuen bzw. frischen
Abgasnachbehandlungseinrichtung exakt bestimmen läßt,
zu welchem Ort der Verbrennungsprozeß in Axialrichtung
der Abgasnachbehandlungseinrichtung gesehen in Richtung zur Ausgangsseite
verlagert ist, da die Position des Widerstandes dessen spezifischer
Widerstand sich ändert oder durchschmilzt bekannt ist.
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Mittels
des zumindest eindimensionalen Widerstandsnetzes kann somit die
thermische Deaktivierung bzw. das Altern der Abgasnachbehandlungseinrichtung überwacht
werden. Mittels geeigneter Anzeigesysteme kann ein notwendiger Austausch der
bevorzugt vollständig deaktivierten Abgasnachbehandlungseinrichtung
oder der noch verbleibende Effizienzgrad angezeigt werden. Natürlich
kann ein erforderlicher Austausch auch bereits vor der vollständigen
Deaktivierung angezeigt werden.
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In
weiter günstiger Ausgestaltung ist vorteilhaft vorgesehen,
dass der Abgasnachbehandlungseinrichtung sowohl in axialer Richtung
als auch in einer radialen Ebene gesehen Widerstände zugeordnet
sind, so dass zusätzlich zur Bestimmung des Alterungszustandes
der Abgasnachbehandlungseinrichtung in Axialrichtung noch eine Alterungsbestimmung
in der radialen Ebene vorgenommen werden kann. Insofern weist die
Abgasnachbehandlungseinrichtung ein zweidimensionales Netz mit Widerständen
auf. Weisen die Widerstände zudem noch jeweils einen zur
Potenz von zwei ausgelegten spezifischen Widerstandsbetrag auf,
und wird eine Spannungsmessung in Axialrichtung in unterschiedlichen
Radialpositionen durchgeführt kann sogar eine Zwei-Dimensionale Überwachung
mit einer einzigen Spannungsmessung implementiert werden.
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In
zweckmäßiger Ausgestaltung kann weiter vorgesehen
sein, dass nicht eine einzige Spannungsmessung, sondern mehrere
Spannungsmessungen durchgeführt werden, wobei bevorzugt
mehrere Widerstandsnetze mit parallel geschalteten Widerständen
vorgesehen sind, und wobei an jedem Widerstandsnetz jeweils eine
Spannungsmessung durchgeführt wird. Denkbar ist zum Beispiel,
sieben Widerstandsnetze mit jeweils sieben Widerständen vorzusehen.
Dies ist auch deshalb sinnvoll, da durch die Aufteilung in mehrere
Spannungsmessungen natürlich auch der jeweilige Gesamtwiderstandsbetrag entsprechend
geringer ist als bei einer einzigen Spannungsmessung. Um lokalisieren
zu können zu welchem Ort der Verbrennungsprozeß verlagert
ist, wird an jedem Widerstandsnetz in vorgegebener Reihenfolge nacheinander
jeweils eine Spannungsmessung durchgeführt. Da die jeweiligen
Widerstandsnetze jeweils einen gleichen spezifischen Widerstandsbetrag
aufweisen, ist so leicht feststellbar, welcher Widerstand in welchem
Widerstandsnetz seinen spezifischen Widerstand verändert
hat.
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In
bevorzugter Ausführung sind die jeweiligen Widerstände
so ausgelegt, dass diese bei einer gemeinsamen kritischen Temperatur
ihren spezifischen Widerstand ändern, wenn sie nicht gleich durchschmelzen,
was natürlich eine Änderung des Gesamtwiderstandes
und somit eine Veränderung des gemessenen Spannungsbetrages
bewirkt. Da der Verbrennungsprozeß über die Betriebsdauer
der Abgasnachbehandlungseinrichtung von der Eingangsseite in Richtung
zur Ausgangsseite verlagert wird, wird der jeweilige Widerstand
auch dann erst mit der kritischen Temperatur beaufschlagt, wenn
der Verbrennungsprozeß bzw. die kritische Temperatur am
Ort des jeweiligen Widerstandes stattfindet bzw. erreicht ist. Insofern
ist die Erfindung vorteilhaft insbesondere bei Verbrennungsmotoren
einsetzbar, welche eine Abgasnachbehandlungseinrichtung in ihrem
Abgasstrang aufweisen, ohne einen Einsatz hierauf zu beschränken.
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Natürlich
soll die Erfindung nicht darauf beschränkt sein, dass sich
der Verbrennungsprozeß von der Eingangsseite in Richtung
zur Ausgangsseite verlagert. Bei Partikelfiltern als Abgasnachbehandlungseinrichtung
zum Beispiel wird eine Alterung von der Ausgangsseite in Richtung
zur Eingangsseite stattfinden. Insofern umfaßt die Erfindung
analog zu der zuvor beschriebenen Überwachung natürlich auch
die entgegengesetzte Verlagerung des Verbrennungsprozesses (Regeneration).
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Möglich
ist auch, die jeweiligen Widerstände so zu variieren, dass
eine Partikelbeladung eines Partikelfilters angezeigt werden kann.
Insofern werden die Widerstände ihren spezifischen Widerstand nicht
aufgrund des Erreichens einer kritischen Temperatur ändern,
sondern abhängig von der Partikelbeladung, da sich zum
Beispiel Russ an den Widerständen anlagern kann, so dass
der spezifische Widerstandsbetrag verändert wird, was wiederum
mittels einer oder mehrerer Spannungsmessungen feststellbar ist.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
und der folgenden Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen:
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1 schematisch
eine Abgasnachbehandlungseinrichtung welche eine eindimensionales
Widerstandsnetz aufweist,
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2 schematisch
eine Abgasnachbehandlungseinrichtung welche eine zweidimensionales
Widerstandsnetz aufweist, und
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3 schematisch
eine Abgasnachbehandlungseinrichtung welche eine zweidimensionales
Widerstandsnetz aufweist, wobei mehrere Spannungsmessungen durchgeführt
werden.
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1 zeigt
schematisch eine Abgasnachbehandlungseinrichtung 1, zum
einen im Längsschnitt und zum anderen in einer radialen
Ebene. Natürlich soll die kreisrunde Ausgestaltung der
radialen Ebene nur beispielhaft zu verstehen sein, da eine Abgasnachbehandlungseinrichtung
grundsätzlich nicht unbedingt kreisrund ist. Die Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 ist
beispielhaft in einem Abgasstrang eines Verbrennungsmotors angeordnet,
und soll Abgase reinigen. Die Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 weist
eine Eingangsseite 2 und eine Ausgangsseite 3 auf.
Die Erfindung geht davon aus, dass der Grad der thermischen Deaktivierung
bzw. des Alterns der Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 direkt
von der Verlagerung des Verbrennungsprozesses von der Eingangsseite 2 in
Richtung zur Ausgangsseite 3 der Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 abhängt.
Dies bedeutet, dass der Verbrennungsprozeß bei einer neuen
bzw. frischen Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 im Bereich
der Eingangsseite 2 stattfindet und mit steigender Betriebsdauer
in Richtung zur Ausgangsseite 3 verlagert wird.
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Wie
in 1 dargestellt, weist die Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 in
einer ersten Ausführung ein eindimensionales Netz parallel
geschalteter Widerstände R1 bis R7 auf, die in Axialrichtung der
Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 beabstandet zueinander
angeordnet sind. Die parallel geschalteten Widerstände
R1 bis R7 sind mit einer Stromquelle 4 verbunden, wobei
eine Spannungsmessung bei 5 durchgeführt wird.
Ist die Abgasnachbehandlungseinrichtung frisch, also neu und ungebraucht,
werden eine Widerstandreferenz (Rref) bei 6 und eine Spannungsreferenz
(Vref) bei 7 aufgenommen.
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Alle
Widerstände R1 bis R7 weisen unterschiedliche spezifische
Widerstände auf, welche eine Potenz von zwei haben. Die
bedeutet, dass beispielsweise R1 einen spezifischen Widerstandsbetrag
von 20 und der Widerstand R7 einen spezifischen
Widerstandsbetrag von 26 aufweist. Natürlich
kann der spezifische Widerstand der jeweiligen Widerstände
R1 bis R7 von der Eingangsseite in Richtung zur Ausgangsseite auch
abnehmend sein (26...20).
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Obwohl
alle Widerstände R1 bis R7 einen jeweils einen unterschiedlichen
spezifischen Widerstand aufweisen, sind diese vorteilhaft so ausgelegt, dass
eine Änderung des spezifischen Widerstandes oder gar ein
durchschmelzen bei einer für alle Widerstände
R1 bis R7 gemeinsamen kritischen Temperatur erfolgt. Dieser vorteilhaften
Ausgestaltung liegt auch die Erkenntnis zugrunde, dass der Verbrennungsprozeß mit
zunehmender Betriebsdauer der Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 von
der Eingangsseite 2 in Richtung zur Ausgangsseite 3 verlagert
wird. Insofern wird der jeweilige Widerstand auch erst mit der kritischen
Temperatur beaufschlagt, wenn der Verbrennungsprozeß zum
jeweiligen Widerstand verlagert ist.
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Wird
die Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 in Betrieb genommen,
bewirkt dies, dass der Verbrennungsprozeß nach einer gewissen
Zeit die Position des zur Eingangsseite 2 ersten Widerstandes
R1 erreicht. Ist dies der Fall, ändert der Widerstand R1 thermisch
bedingt zumindest seinen spezifischen Widerstand, oder schmilzt
durch. Dadurch ändert sich der spezifische Gesamtwiderstand
der parallel geschalteten Widerstände, wodurch sich bei
der Spannungsmessung ein, bezogen auf die Spannungsreferenzmessung
geänderter Spannungsbetrag ergibt. Die Spannungsmessung
(Vmes) kann zum Beispiel bei 5 erfolgen. Da der Widerstand
R1 einen genau definierten spezifischen Widerstand als Potenz von zwei
aufweist, und sich somit eine definierte Spannungsänderung
ergibt, kann so exakt auf die Position des Verbrennungsprozesses
und somit auf die noch verbleibende Effizienz der Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 geschlossen
werden. Verlagert sich der Verbrennungsprozeß mit fortdauernder
Lebensdauer weiter in Richtung zur Ausgangsseite, werden die nachfolgenden
Widerstände R2 bis R7 zumindest ihren spezifischen Widerstand ändern,
oder durchschmelzen, wenn jeweils am Ort des betreffenden Widerstandes
R2 bis R7 die kritische Temperatur erreicht ist.
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Insofern
kann die Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 bezüglich
ihrer Effizienz überwacht werden, indem einfach ein eindimensionales
Widerstandsnetz installiert wird. Natürlich kann vorgesehen
sein, ein Warnsignal bei kurz bevorstehender Ineffizienz der Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 zu generieren,
so dass diese kurzfristig ausgetauscht werden kann.
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2 zeigt
die Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 aus 1,
jedoch mit einem zweidimensionalen Widerstandsnetz mit parallel
geschalteten Widerständen R1 bis R49. Insofern ist das
Widerstandsnetz nicht nur in axialer Richtung der Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 vorgesehen
sondern auch in einer radialen Ebene gesehen. Wie dargestellt kann mit
einer Spannungsmessung zum Beispiel bei 5 eine zweidimensionale Überwachung
der Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 erreicht werden.
Die Widerstände R1 bis R49 weisen wie zuvor unterschiedliche
spezifische Widerstände mit einer Potenz von zwei (20, 21, ..., 247, 248) auf. Zudem
ist wie zuvor vorgesehen, dass die Widerstände R1 bis R49
ihren spezifischen Widerstand zumindest ändern oder durchschmelzen,
wenn die kritische Temperatur am Ort des betreffenden Widerstandes
erreicht ist.
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In 3 ist
eine Ausgestaltung eines zweidimensionalen Widerstandnetzes gemäß 2 dargestellt.
Allerdings werden bei dem Ausführungsbeispiel nach 3 mehrere
Spannungsmessungen bei 5 durchgeführt. In bevorzugter
Ausgestaltung sind sieben Widerstandsnetze mit jeweils sieben Widerständen
vorgesehen, wobei die einzelnen Widerstände eines Widerstandsnetzes
parallel geschaltet sind, Auch die Widerstandsnetze sind parallel
geschaltet. An jedem Widerstandsnetz wird jeweils eine Spannungsmessung
durchgeführt. Jeder der Widerstände R1 bis R49
eines jeweiligen Widerstandsnetzes hat einen unterschiedlichen spezifischen
Widerstand (20...26),
so dass durch Abgleich der Spannungsreferenz mit dem jeweils gemessenen
Spannungsbetrag eine exakte Aussage über den Ort des Verbrennungsprozesses
und damit über die verbleibende Effizienz der Abgasnachbehandlungseinrichtung
getroffen werden kann. Selbstverständlich wird dabei davon
ausgegangen, dass zunächst das eingangsseitig nächste
Widerstandsnetz seinen spezifischen Widerstand ändert,
und dann die folgenden. Insofern ist eine zweidimensionale Überwachung
(Axialrichtung und radiale Ebene) der Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 möglich,
wobei der Gesamtwiderstand im vergleich zum Ausführungsbeispiel
nach 2 reduziert ist. In 3 rechts
sind lediglich fünf der sieben Widerstandsnetze dargestellt.
Bevorzugt weisen die sieben Widerstandsnetze einen gleichen spezifischen
Widerstandsbetrag (jeweils Summe aus 20...26) auf. Um festzustellen, welcher Widerstand des
betreffenden Netzes seinen spezifischen Widerstand geändert
hat, werden die sieben Spannungsmessungen in vorgegebener Reihenfolge
zeitlich nacheinander durchgeführt.
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Natürlich
soll die Erfindung nicht darauf beschränkt sein, dass sich
der Verbrennungsprozeß von der Eingangsseite in Richtung
zur Ausgangsseite verlagert. Bei Partikelfiltern als Abgasnachbehandlungseinrichtung 1 zum
Beispiel wird eine Alterung von der Ausgangsseite 3 in
Richtung zur Eingangsseite 2 stattfinden. Insofern umfaßt
die Erfindung analog zu der zuvor beschriebenen Überwachung
in den unterschiedlichen Ausgestaltungen natürlich auch
die entgegen gesetzte Verlagerung des Verbrennungsprozesses (Regeneration).
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Möglich
ist auch, die jeweiligen Widerstände so zu variieren, dass
eine Partikelbeladung eines Partikelfilters angezeigt werden kann.
Insofern werden die Widerstände ihren spezifischen Widerstand nicht
aufgrund des Erreichens einer kritischen Temperatur ändern,
sondern abhängig von der Partikelbeladung, da sich zum
Beispiel Russ an den Widerständen anlagern kann, so dass
der spezifische Widerstandsbetrag verändert wird, was wiederum
mittels einer oder mehrerer Spannungsmessungen feststellbar ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 7284365
B2 [0002, 0002]