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Die
Erfindung betrifft ein Fahrzeug mit einer Vorrichtung für
eine Eingabe einer Führungsgröße und
ein Verfahren zum Betreiben des Fahrzeugs. Die Eingabe von mindestens
einer Führungsgröße durch den Fahrer
bewirkt, dass Sensoren das Einhalten der eingegebenen Führungsgröße
erfassen und eine zentrale Steuer- und Regeleinheit die Steuerorgane des
Fahrzeugs automatisch nachregelt, wenn die Sensoren Abweichungen
von der eingegebenen Führungsgröße erfassen.
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Ein
derartiges Fahrzeug mit einer Vorrichtung für eine Eingabe
von mindestens einer Führungsgröße ist
aus der Patentschrift
DE
190 06 780 C1 bekannt, in der eine Tempomat-Fahrgeschwindigkeitsregeleinrichtung
für ein Kraftfahrzeug offenbart wird. Der aus dem Stand
der Technik bekannte Tempomat ermöglicht dem Fahrer lediglich
eine Führungsgröße, nämlich
die einzuhaltende Geschwindigkeit, einzugeben. Bei jeder Geschwindigkeitsänderung
auf seiner Fahrtstrecke wird somit der Fahrer nachteilig gezwungen,
die geänderte Geschwindigkeit erneut der Fahrgeschwindigkeitsregeleinrichtung anzuzeigen.
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Auch
die Druckschrift
DE
10 2004 003 072 A1 offenbart ein derartiges Geschwindigkeitsregelgerät
für ein Kraftfahrzeug, wobei von diesem Gerät
ein Verzögerungssignal zur Beaufschlagung der Betriebsbremse
abgebbar ist, wenn der Geschwindigkeitssollwert um einen bestimmten
Schaltwert kleiner als der Geschwindigkeitswert ist und/oder wenn
ein Gefällstreckendetektor das Befahren einer Gefällstrecke
durch das Kraftfahrzeug detektiert. Auch diese Vorrichtung hat den
Nachteil, dass der Fahrer lediglich eine Führungsgröße,
nämlich die einzuhaltende Geschwindigkeit, vorgeben kann
und weitere Eingriffe in die Fahrzeugbetriebsparameter dem Fahrer nicht
zugänglich sind.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, dem zunehmenden Bedürfnis der Fahrzeugführer
Rechnung zu tragen, deutlich erweiterte Eingriffsmöglichkeiten
und Zielvorgaben für die Fahrzeugbetriebsparameter dem
Fahrzeugführer zu ermöglichen.
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Diese
Aufgabe wird mit dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird
ein Fahrzeug mit einer Vorrichtung für eine Eingabe einer
Führungsgröße und ein Verfahren zum Betreiben
des Fahrzeugs geschaffen. Dabei bewirkt die Eingabe von mindestens
einer Führungsgröße durch den Fahrer,
dass Sensoren das Einhalten der eingegebenen Führungsgröße
erfassen und eine zentrale Steuer- und Regeleinheit die Steuerorgane
des Fahrzeugs automatisch nachregelt, wenn die Sensoren Abweichungen
von der eingegebenen Führungsgröße erfassen. Dazu
weist die Eingabevorrichtung eine interaktive Eingabeeinheit auf,
die eine Hauptmenüanzeige zur Auswahl einer Führungsgröße
unter mehreren einstellbaren Führungsgrößen
durch den Fahrer vorsieht und Untermenüanzeigen, die eine
Auswahl und Einstellung von Sollwerten von Fahrzeugbetriebsparametern
durch den Fahrer unter Eingrenzung der eingestellten Führungsgröße
vorsehen.
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Ein
derartiges Fahrzeug hat den Vorteil, dass der Fahrzeugführer
aus einem Menü von Führungsgrößen
die für ihn maßgebende Führungsgröße
für seine Fahrweise und Fahrtstrecke auswählen
kann und zusätzlich konkrete Sollwerte von Fahrzeugbetriebsparametern
einstellen kann, die während seiner Fahrt aufrecht erhalten
werden sollen. Somit kann der Fahrzeugführer in vorteilhafter
Weise nicht nur die einzuhaltende Geschwindigkeit vorgeben, sondern
auch das Betriebsverhalten des Fahrzeugs an ein vom Fahrer definiertes
Abgaslimit koppeln. Dieses ist von besonderem Vorteil für
umweltbewusste Fahrzeugführer. Für kostenbewusste
Fahrzeugführer kann in vorteilhafter Weise als Führungsgröße
der Kraftstoffverbrauch eingegeben werden, der auf einer vorgesehenen
Fahrstrecke einzuhalten ist. Zeitbewusste Fahrzeugführer
können als Führungsgröße das
Einhalten von maximalen Geschwindigkeitslimits vorsehen, ohne dass
sie selbst bei Änderung der vorgeschriebenen Geschwindigkeitslimits
selber eingreifen müssen, was mit den bekannten Geschwindigkeitsregelgeräten
wie einem Tempomat nicht gegeben ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann als
eine in der Hauptmenüanzeige vorgesehene Führungsgröße
der Kraftstoffverbrauch vom Fahrer ausgewählt werden und
in der zugehörigen Untermenüanzeige können
Betriebsparameter in Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer oder Gallonen
Kraftstoff pro 100 Miles vom Fahrer einstellbar vorgesehen sein.
Dieses ermöglicht einem kostenbewussten Fahrzeugführer,
den Kraftstoffverbrauch eines Fahrzeugs, bei dem der Kraftstoffverbrauch
mit Erhöhung der Geschwindigkeit deutlich zunimmt, einen
verminderten Kraftstoffverbrauch einzustellen, wobei die Geschwindigkeit
rechtzeitig vermindert wird, bevor das Fahrzeug den vom Fahrer definierten
Kraftstoffverbrauch überschreitet.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
kann für einen umweltbewussten Fahrzeugführer
als eine in der Hauptmenüanzeige vorgesehene Führungsgröße
ein Abgaswert bzw. Emissionswert vorgesehen werden und in der zugehörigen
Untermenüanzeige können Fahrzeugbetriebsparameter
in Gramm Kohlen dioxid pro Kilometer oder Gramm Kohlendioxid pro
Mile vom Fahrer einstellbar vorgesehen werden. Die Möglichkeit, dass
der Fahrzeugführer direkt einen Sollwert für einen
Fahrzeugbetriebsparameter wie der Abgasemission eingibt, ermöglicht
es dem Fahrer, auf Kosten der Geschwindigkeit den Kohlendioxidausstoß zu
minimieren. Dabei kann die zugehörige Untermenüanzeige
so ausgelegt sein, dass trotz reduzierter Abgasemission das Fahrzeug
auf der vorgesehenen Strecke nicht stehen bleibt.
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Das
Gleiche gilt auch für die Begrenzung des Kraftstoffverbrauchs,
für den Untermenüanzeigen vorgesehen werden mit
Kraftstoffverbrauchsvorschlägen, die nicht zu einem Stillstand
des Fahrzeugs führen. Entsprechend sind das Hauptmenü zur Auswahl
einer Führungsgröße unter mehreren Führungsgrößen
und die möglichen Sollwerte, die in den Untermenüanzeigen
aufgelistet sind, an durchführbare Betriebsparameter des
Fahrzeugs angepasst.
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Zwar
existieren bereits Anzeigen von „momentanem durchschnittlichen
Verbrauch” oder „maximal fahrbaren Kilometern
mit dem restlichen Tankinhalt” in den Instrumentenanzeigen
höherwertiger Autos, jedoch werden diese Größen
nicht zur Realisierung der erfindungsgemäßen „Cruise
Control Varianten” verwendet. Zwar existiert bereits eine
vorausschauende Optimierung von Geschwindigkeit und Verbrauch mit
Hilfe von Navigationssystemen bei Lastkraftwagen, jedoch erfolgen
diese Optimierungen automatisch und ohne Wahlmöglichkeit
des Fahrzeugführers.
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In
vorteilhafter Weise können in dem erfindungsgemäßen
Fahrzeug gegenüber bisherigen Lösungen nun als
primäre Führungsgrößen Verbrauch und/oder
andere Bedingungen eingegeben werden und die übrigen Parameter,
wie Geschwindigkeit, Beschleu nigung und Verzögerung, werden
dahingehend optimiert, dass auf der vorgesehenen Fahrstrecke die
vom Fahrer gewählten Verbrauchswerte oder Abgaswerte eingehalten
werden. Als Rand- und Anfangsbedingungen können auch Sicherheitsaspekte in
die Optimierung des Fahrbetriebsverhaltens des Fahrzeugs eingehen.
So können beispielsweise Abstände zu vorausfahrenden
oder überholenden Fahrzeugen, Geschwindigkeitsbeschränkungen
usw. berücksichtigt werden.
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Um
derartige Systeme auch in Fahrzeugen ohne Navigationssystem und
damit ohne Navigationshilfe einsetzen zu können, wird vorzugsweise
der „Cruise Control Algorithmus” in seiner Regelstrategie bzw.
seinen Regelparametern von nachfolgenden Parametern abgeleitet werden:
- 1. Charakteristik des Fahrzeugs bezüglich
Verbrauch bzw. Emission in Abhängigkeit von unterschiedlichen
Betriebsparametern, wie Geschwindigkeit, Transmissionsverhalten,
Gängen und Betriebstemperatur;
- 2. Charakteristik des Fahrzeugführers des Fahrzeugs,
z. B. abgeleitet aus einem langfristigen oder mittelfristigen bzw.
aus einem aktuellen Durchschnittsverbrauch sowie aus Beschleunigungsverhalten,
Bremsverhalten und anderen Fahreigenschaften des Fahrzeugführers.
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Diese
Kenngrößen könnten auch als Selbst-Algorithmen
abgeleitet werden und nicht flüchtig in einem entsprechenden
Speicher des zentralen Steuer- und Regelgeräts abgelegt
werden.
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Mit
dieser Erfindung wird es dem Fahrer in vorteilhafter Weise ermöglicht,
primäre Steuergrößen vorzugeben. Der „Regelalgorithmus”,
den man auch als Expertensystem ansehen kann, wird beispielsweise
nach Eingabe des Kraftstoffverbrauchs als Führungsgröße
ein fixes Geschwindigkeitsband ausnutzen. Dar über hinaus
ist es auch möglich, dass der „Regelalgorithmus” unter
Anpassung an Informationen eines Navigationssystems, bei Beachtung
eines vorgegebenen Verbrauchs und/oder unter Berücksichtigung
von Sicherheitsaspekten als Randbedingungen ein variables Geschwindigkeitsband
einhält und versucht wird, in diesem variablen Geschwindigkeitsband
unter Einhaltung des Gesamtverbrauchs das Fahrzeug zu betreiben.
Dafür sind verschiedene Regel-Strategien möglich,
in denen beispielsweise zuerst etwas schneller gefahren wird und
damit ein Risiko entsteht, den eingegebenen Zielverbrauch nicht
einzuhalten, und später entsprechend langsamer gefahren
wird, so dass der Gesamtverbrauch beim Eintreffen im Ziel eingehalten
bleibt. Eine andere Strategie wäre es, gleichmäßig
den Zielverbrauch zu halten oder um einen Zielverbrauchsbereich
zu pendeln. Besonders dann, wenn bergiges Gelände zu berücksichtigen
ist, kann es vorkommen, dass bei Fahrten bergauf der Zielverbrauch überschritten
werden muss, um ein Anhalten des Fahrzeugs zu vermeiden, während
bei der Talfahrt entsprechend deutlich unter dem Zielverbrauch geblieben
wird, so dass der durchschnittliche Zielverbrauch in der Gesamtheit
eingehalten wird.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht
somit einem Fahrzeugführer die Angabe eines Sollwertes.
Dazu ist in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
eine interaktive Eingabe in einen Bordcomputer mit Hilfe eines Touchscreens vorgesehen.
Es ist aber auch möglich, dass der Fahrer die interaktive
Eingabe über eine Lenkhebeleingabe vornehmen kann. Schließlich
können auch Lenkradflächen des Lenkrades mit einem
Tastenfeld versehen werden, über das die Eingabe in einen Bordcomputer
dem Fahrer möglich gemacht wird. Dabei ist es vorgesehen,
dass dem Fahrer bei der Eingabe des Zielwertes für Verbrauch
oder Abgas oder sonstige Fahrzeugbetriebsparameter unmittelbar ein
Feedback über die voraussichtlich durchschnittliche Fahrzeuggeschwindigkeit
oder Fahrzeit bis zum Ziel angezeigt wird. Dabei können
in vorteilhafter Weise Informationen eines Navigationssystems, beispielsweise über
die Entfernung, Strecke und Art der Strecke, wie Stadtverkehr, Landstraße oder
Autobahnen, einschließlich Geschwindigkeitsbeschränkungen
und einem dreidimensionalen Streckenprofil einbezogen werden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es
vorgesehen, dass die Auswahl von Führungsgröße
und Sollwert durch den Fahrer eine Indikation über Auswirkungen
auf Durchschnittsgeschwindigkeit und Fahrzeit bis zum Zielort oder
auf die Streckenführung vorzugsweise in der Untermenüanzeige
in Zusammenwirken mit dem Navigationsgerät vorsieht. Dieses
hat den Vorteil, dass der Fahrzeugführer die Auswirkungen
bei Änderung der Sollwerte bzw. Fahrzeugbetriebsparameter
für eine Führungsgröße unmittelbar
angezeigt bekommt.
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Ein
Verfahren zum Betreiben eines motorbetriebenen Fahrzeugs weist die
nachfolgenden Verfahrensschritte auf. Zunächst wird mindestens
eine Führungsgröße vom Fahrzeugführer
als Sollwert eingestellt. Steuerungsorgane des Fahrzeugs folgen
automatisch dieser Führungsgröße. Sensoren
erfassen und überwachen das Einhalten der Führungsgröße und
bei Abweichungen von der Führungsgröße
regelt eine zentrale Steuer- und Regeleinheit die Steuerorgane des
Fahrzeugs automatisch nach. Dabei wählt der Fahrzeugführer
unter einer Mehrzahl von Führungsgrößen
eine Führungsgröße mit Sollwerten für die
Fahrzeugbetriebsparameter interaktiv aus und die zentrale Steuer-
und Regeleinheit regelt entsprechend die Steuerungsorgane des Fahrzeugs.
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Ein
Vorteil dieses Verfahrens ist es, dass es eine größere
Einflussnahme des Fahrzeugführers auf das Fahrbetriebsverhalten
des Fahrzeugs ermöglicht. Dazu kann vom Fahrer in vor teilhafter
Weise als Führungsgröße der Kraftstoffverbrauch
eingegeben werden und als Betriebsparameter kann der Kraftstoff
in Litern pro 100 Kilometern oder in Gallonen pro Miles vom Fahrer
festgelegt werden. Auch kann der Fahrer als eine Führungsgröße
Abgaswerte eingeben und als Betriebsparameter Kohlenoxide in Gramm
pro Kilometer oder in Gramm pro Mile einstellen.
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Schließlich
ermöglicht das Verfahren, dass vom Fahrer als eine der
Führungsgrößen Geschwindigkeitslimits
eingegeben werden und als Sollwerte eine Auswahl zwischen Betriebsparametern
in Kilometern pro Stunde oder Miles pro Stunde oder eine Anpassung
der Geschwindigkeit an in einem Navigationssystem gespeicherte Vorgaben
von Geschwindigkeitslimits vom Fahrer ausgewählt werden,
um sicherzustellen, dass das Fahrzeug diese Geschwindigkeitslimits
voll ausschöpft, ohne dass der Fahrer eingreifen muss,
wie es bei herkömmlichen Geschwindigkeitsregeleinrichtungen
der Fall ist. Gemäß der bereits oben erwähnten
Ausstattung eines Fahrzeugs mit entsprechend interaktiven Eingabehilfen
ermöglicht das Verfahren, dass der Fahrer die Führungsgröße über
eine interaktive Eingabe in einen Bordcomputer mittels Touchscreen
eingibt oder mittels einer Lenkhebeleingabe die Führungsgröße wählt
und definiert oder die Eingabe in einen Bordcomputer mittels eines
Tastenfeldes auf einer Lenkradfläche durchführt.
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Schließlich
ist es bei einer weiteren Durchführungsform des Verfahrens
vorgesehen, mit der Auswahl von Führungsgröße
und Sollwert durch den Fahrer eine Extrapolation über Auswirkungen
auf Durchschnittsgeschwindigkeit oder Fahrzeit bis zum Zielort und/oder
auf Streckenführung in Zusammenwirken mit einem Navigationsgerät
zu verbinden. Weiterhin ist es möglich, dass die Routenwahl
des Navigationssystems vom einge stellten Kraftstoffverbrauch und/oder
von der Abgaslimitierung abhängig gemacht wird.
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Außerdem
können zusätzliche Prioritäten definiert
werden, wie Sicherheitsaspekte oder besondere Fahrerwünsche
bei Überholvorgängen. Dazu wird in vorteilhafter
Weise die Regelung der Steuerorgane des Fahrzeugs mit Sicherheitsaspekten
korreliert. Außerdem kann beispielsweise die Sollgeschwindigkeit
zur Erreichung des Zielwertes bezüglich des Verbrauchs
oder der Emission dem Fahrer kontinuierlich in einer bevorzugten
Durchführung des Verfahrens zur Verfügung gestellt
werden, selbst wenn die Eingabevorrichtung bereits ausgeschaltet ist
oder die gesamte erfindungsgemäße Vorrichtung vorübergehend
außer Betrieb gesetzt ist.
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Im
Fall von Hybridfahrzeugen kann abhängig von der vorgewählten
Strecke, in Zusammenwirken mit einem Navigationssystem, eine Strategie über Führungsgrößen
vom Fahrer definiert werden, wie z. B. Hybridantrieb hinzuschalten
bei voraussichtlichem Stadtverkehr oder Hybridzuschaltung vermeiden
bei Überlandstrecken. Auch kann vorgesehen werden, dass
die Nutzung des Hybrid derart optimiert durchgeführt werden
soll, dass z. B. im Ziel einer Strecke der Batteriestand leer sein
soll, so dass der Hybridantrieb in Form eines Elektromotors optimal
auf der Strecke genutzt wird.
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Mit
dieser Erfindung kann dem Bedürfnis der Autofahrer Rechnung
getragen werden, den konstant steigenden Treibstoffpreisen entgegenzuwirken,
den Verbrauch möglichst niedrig zu halten, gleichzeitig aber
auch möglichst zügig an einen Zielort zu gelangen.
Diese Vorteile werden durch eine variable Cruise Control mit der
Führungsgröße Treibstoffverbrauch ermöglicht.
Auch um dem zunehmenden Umweltbewusstsein der Fahrzeugführer
entgegenzukommen und ein Fahrzeug möglichst umweltschonend einzusetzen,
dient diese Erfindung, zumal sie dem Fahrer ermöglicht,
Emissionsvorgaben als Führungsgröße einzugeben.
In diesen Fällen erzielt eine automatische Regelung deutlich
bessere Ergebnisse, als sie ein Mensch erzielen könnte,
der auf der Basis von Anzeigewerten selber optimal Gas gibt, Bremsvorgänge
einleitet, Gänge wechselt oder beschleunigt.
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Grundsätzlich
muss die variable Cruise Control immer abwägen zwischen
Fahrzeit und Fahrspaß in Form beispielsweise von Geschwindigkeit
sowie zwischen Verbrauch und Abgasminimierung. Wenn auch in den
bisherigen Vorrichtungen und Verfahren entsprechende Algorithmen
für eine Optimierung des Treibstoffbedarfs bei eingestelltem
Tempomat ermöglicht werden, so gibt es dennoch bisher keine Eingriffsmöglichkeit
für den Fahrer, Fahrzeugbetriebsparameter als Führungsgröße
vorzugeben. Bisher hat als „User-Interface” lediglich
die Geschwindigkeit gedient, die eventuell mit einem minimalen Verbrauch
oder Abgasausstoß korreliert ist, ohne dass der Fahrer
einen Zugriff hat. Mit der vorliegenden Erfindung wird der Fahrzeugführer
in die Lage versetzt, Verbrauch oder Abgasemissionen vorzugeben
und unter diesen Rahmenbedingungen den Fahrspaß in Form
von Geschwindigkeit automatisch zu optimieren.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher
erläutert.
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1 zeigt
eine Prinzipskizze eines Zusammenwirkens mehrerer Komponenten zur
kontrollierten Fahrerunterstützung für motorgetriebene
Fahrzeuge auf der Basis frei wählbarer Führungsgrößen gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung;
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2 zeigt
eine schematische Darstellung einer Vorrichtung für eine
Eingabe von Führungsgrößen in ein Fahrzeug
gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung.
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1 zeigt
eine Prinzipskizze eines Zusammenwirkens mehrerer Komponenten zur
kontrollierten Fahrerunterstützung für motorgetriebene
Fahrzeuge auf der Basis frei wählbarer Führungsgrößen gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung. Dazu weist ein Fahrzeug
als Fortbewegungsmittel eine Vorrichtung 1 für
eine Eingabe von mindestens einer Führungsgröße
durch den Fahrer auf. Diese Vorrichtung 1 verarbeitet Eingabeinformationen
einer Eingabeeinheit 10, mit der ein Fahrer aus mehreren
Führungsgrößen eine Führungsgröße
für den Betrieb des Fahrzeugs wählen kann. Die
dabei entstehende Eingabeinformation wird über die Schnittstelle 9 einer zentralen
Steuer- und Regeleinheit 5 zugeführt.
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In
der Steuer- und Regeleinheit 5 wird mittels Algorithmen
eine Fahrstreckensteuerung vorbereitet und entsprechende Steuersignale
werden über Steuerleitungen 21 an Steuerorgane 6 eines
Motors mit seinen Hilfsaggregaten, einer Transmission und/oder einer
Abgasanlage weitergeleitet. Die Algorithmen für die Fahrstreckensteuerung
sind in der Lage, Informationen von einem Navigationssystem 18 mit
zu verarbeiten sowie Informationen aus dem Fahrzeugsicherheitsbereich 19 einzuarbeiten.
Darüber hinaus können in die Algorithmen der Fahrstreckensteuerung
innerhalb der zentralen Steuerungs- und Regeleinheit 5 auch
Geschwindigkeitsgrenzen 20 und Informationen aus einem
Streckenplan eingearbeitet werden, um die vom Fahrzeugführer über
die Eingabeeinheit 10 eingegebenen Sollwerte einer Führungsgröße,
wie vorzugsweise den Kraftstoffverbrauch oder die Emissionswerte
auf der Fahrstrecke einzuhalten.
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2 zeigt
eine schematische Darstellung einer Vorrichtung 1 für
eine Eingabe von Führungsgrößen A, B
bis X in ein Fahr zeug. Dazu weist das Fahrzeug eine Eingabeeinheit 10 für
eine interaktive Eingabe von Führungsgrößen
A, B bis X auf. Die möglichen auswählbaren Führungsgrößen
A, B bis X werden dem Fahrer in einer Hauptmenüanzeige 11 im
Font des Fahrzeugs oder in einer Zentralanzeige des Fahrzeugs aufgelistet.
In dieser Ausführungsform der Erfindung wird als Führungsgröße
A der Kraftstoffverbrauch, als Führungsgröße
B Abgaswerte und neben weiteren Führungsgrößen
als Führungsgröße X Geschwindigkeitsmerkmale
aufgelistet.
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Bei
Auswahl einer der Führungsgrößen wechselt
die Anzeige zu einer der Untermenüanzeigen 12, 13 oder 14 in
dieser Ausführungsform der Erfindung, wobei für
die Führungsgröße A Kraftstoffverbrauch
in Litern pro 100 Kilometer, beginnend bei 3 l pro 100 km bis 15
l pro 100 km in Stufen von einem Liter pro 100 Kilometer, als Sollwert
15 vom Fahrzeugführer in der Untermenüanzeige 12 eingegeben werden
kann. Mit der Untermenüanzeige 13 können Sollwerte
bzw. Fahrzeugbetriebsparameter für die Führungsgröße
B Abgaswerte ausgewählt werden, wobei die Abgaswerte in
CO2 g/km in Stufen von 80, 100, 120 bis
180 als Sollwerte 16 in dieser Ausführungsform
der Erfindung eingegeben werden können.
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Wird
von dem Fahrzeugführer als Führungsgröße
die Geschwindigkeit gewählt, so hat er die Möglichkeit,
in der Untermenüanzeige 14 die Führungsgröße
X für Geschwindigkeit in km/h auszuwählen, wobei
in diesem Fall die Vorrichtung wie ein Tempomat wirkt. Andererseits
ist es auch in dieser Untermenüanzeige vorgesehen, dass
die Geschwindigkeit variabel an die in dem Navigationssystem 18 abgespeicherten
Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der Fahrstrecke angepasst wird,
wobei für freie bzw. unbegrenzte Geschwindigkeitsstrecken
der Fahrer zusätzlich als Führungsgröße
X eine Höchstgeschwindigkeit bis 250 km/h eingeben kann.
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Durch
die automatische Anpassung an vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzungen
wird der Fahrer davon entlastet, ständig die mit einem Tempomaten
einzustellende Fahrgeschwindigkeit an die für bestimmte
Streckenabschnitte vorgesehene Geschwindigkeitsbegrenzung anzupassen.
Die gewählte Führungsgröße,
einschließlich des vom Fahrer eingestellten Sollwertes
bzw. der vom Fahrer einstellbaren Fahrzeugbetriebsparameter können über eine
Schnittstelle 9 einem zentralen Steuer- und Regelgerät
(ZSR) 5 übergeben werden.
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In
dem ZSR werden mittels Algorithmen Stellwerte für Steuerorgane
SO1, SO2 bis SOx für eine Transmission (T), für
einen Motor (M) und/oder für eine Abgasanlage (E) entsprechend
eingestellt. Zur Überwachung der Einstellungen sind Sensoren 2, 3 bzw. 4 (ST, SM, SE)
vorgesehen, die mit der zentralen Steuer- und Regeleinheit 5 über
Signalverbindungen 22, 23 und 24 in Wirkverbindung
stehen. Dabei können diese Signalverbindungen 22, 23 und 24 auch drahtlos
realisiert sein. Auch die Informationen von dem Navigationssystem
(NAV) 18 für das zentrale Steuer- und Regelgerät 5 können
drahtlos übertragen werden. Das Navigationssystem 18 steht
dabei über eine drahtlose Verbindung 26 mit entsprechenden
Satellitensystemen (SAT) 25 in Wirkverbindung.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 19006780
C1 [0002]
- - DE 102004003072 A1 [0003]