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DE102008036680A1 - Magazinschrauber - Google Patents

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DE102008036680A1
DE102008036680A1 DE200810036680 DE102008036680A DE102008036680A1 DE 102008036680 A1 DE102008036680 A1 DE 102008036680A1 DE 200810036680 DE200810036680 DE 200810036680 DE 102008036680 A DE102008036680 A DE 102008036680A DE 102008036680 A1 DE102008036680 A1 DE 102008036680A1
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screw
magazine
screwdriver
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screws
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DE200810036680
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    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING OR HOLDING
    • B25B23/00Details of, or accessories for, spanners, wrenches, screwdrivers
    • B25B23/02Arrangements for handling screws or nuts
    • B25B23/04Arrangements for handling screws or nuts for feeding screws or nuts
    • B25B23/06Arrangements for handling screws or nuts for feeding screws or nuts using built-in magazine

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Details Of Spanners, Wrenches, And Screw Drivers And Accessories (AREA)

Abstract

Magazinschrauber mit Schraubenmagazin, bestehend aus einem Handschrauber mit motorischem Antrieb, an den ein Schraubendreher gekoppelt ist, und einem Schraubenführungskanal, an dem der Schraubendreher drehbar gelagert ist und in dessen Auslass wenigstens eine Zentrierfeder eine Schraube zentriert und am Herausfallen hindert und der Schraubendreher koaxial hineinschiebbar ist und auf dessen Eingang das Schraubenmagazin aufgesetzt ist, wobei das Schraubenmagazin wenigstens eine Scheibe ist, die auf dem Schraubenführungskanal drehbar gelagert ist und in die auf wenigstens einem zur Drehachse konzentrischen Kreis mehrere Aufnahmen für je eine Schraube eingebracht sind, die zur Entleerung jeweils eine, dem Eingang zugewandte Öffnung aufweisen, die durch eine am Schraubenführungskanal befestigte Blende verschlossen ist, die nur im Bereich des Einganges einen Durchlass aufweist und eine Linearführung auf den Handschraubenkopf montiert ist, in der ein Führungsprofil linear verschiebbar ist, das parallel zum Schraubendreher ausgerichtet ist und das am Schraubenführungskanal befestigt ist und eine Druckfeder den Schraubenführungskanal vom Handschrauber wegdrückt.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Magazinschrauber mit Schraubenmagazin, bestehend aus einem Handschrauber mit motorischem Antrieb, an den ein Schraubendreher gekoppelt ist und einem Schraubenführungskanal, an dem der Schraubendreher drehbar gelagert ist und in dessen Auslass wenigstens eine Zentrierfeder eine Schraube zentriert und am Herausfallen hindert und der Schraubendreher koaxial hinein schiebbar ist und auf dessen Eingang das Schraubenmagazin aufgesetzt ist.
  • Schrauben sind auf aktuellem Stand der Technik in den vielfältigsten Formen und Ausführungen wohl eines der am häufigsten benutzten Verbindungselemente. Schon sehr lange bekannt sind Schrauben mit einem gleichmäßigen, spiralförmigen Außengewinde, das in ein dazu komplementäres Innengewinde hineingedreht wird. Bekannt sind auch sogenannte „selbstschneidende” Schrauben, deren Gewindegänge scharfkantig geformt sind und deren Durchmesser an der Spitze sehr klein ist und über den Schaft hinweg zunimmt. Diese Schrauben werden in dauerhaft verformbare Materialien eingedreht – entweder in eine relativ kleine Bohrung oder mit einer scharfen Spitze ganz ohne eine Vorbohrung. Durch die Verformbarkeit des Materials sind die von der Schraube gegrabenen, zu ihren Gewindegängen komplementären Innengewinde dauerhaft stabil und belastbar.
  • Ein Vorteil von Schrauben ist, dass sie sehr große Zugkräfte, die auf dem Schraubenkopf einwirken, über ihren Schaft an das Material weitergeben, in welches sie hineingeschraubt sind. Der Nachteil ist, dass das Eindrehen der Schraube ein relativ lang andauernder Prozess ist, der fast immer zahlreiche Umdrehungen erfordert.
  • Zwar benötigt eine Schraube auf absolut unelastischem Material mit einer perfekten Formgebung von Gewindegang und dessen Gegenstück theoretisch nur einen einzigen Gewindegang, um ihre maximale Tragfähigkeit zu erreichen, aber in der Praxis sind die Toleranzen hoch und die Materialien sowohl von der Schraube als auch vom Gegenstück mehr oder weniger elastisch. Durch die Toleranzen im Gewindegang und durch die Elastizität des Gegenstückes verteilen sich die Angriffspunkte und Angriffsflächen für die auf die Schraube einwirkenden Kräfte in der Praxis doch auf mehrere Gewindegänge.
  • Auf aktuellem Stand der Technik sind anstelle von manuell bewegten Schraubendrehern auch motorisch angetriebene Schraubendreher in sehr zahlreichen Varianten und Größen bekannt. Sie beschleunigen das Hineindrehen der Schrauben gegenüber der manuellen Methode erheblich.
  • Eine im Verhältnis dazu recht lange Zeit verstreicht für das manuelle Aufnehmen einer Schraube, das Ansetzen auf dem zu verschraubenden Gegenstand und das Ansetzen des Schraubers auf dem Kopf der Schraube.
  • Um diese Zeit zu verkürzen, sind Magazine bekannt, die mehrere Schrauben aufnehmen und auf die Schrauber aufgesetzt oder darin integriert werden. Dazu zählen Magazine, in denen mehrere Schrauben linear hintereinander aufgereiht sind und unter dem Druck einer Feder an den Ausgang des Magazins geschoben werden, wo sie von der Schneide des Schraubendrehers erfasst und dann eingedreht werden.
  • Der Nachteil dieser Magazine ist, dass sie in aufwändiger Handarbeit befüllt werden müssen und dass sie in unmittelbarer Nähe des Schraubvorganges angeordnet werden müssen, wodurch die Anwendung in räumlich begrenzten Konfigurationen ausgeschlossen wird und beim Aufsetzen des Schraubers das Magazin dem Nutzer den Blick auf die Stelle versperren kann, an welche die Schraube zu setzten ist.
  • Diese Nachteile will der aus der Patentschrift DE 1 161 818 , Josef Knoll, bekannte Handschraubenzieher vermeiden. Dabei dreht ein Elektromotor eine Schraubendreherklinge, die in eine Hülse hineinragt, welche auf den zu verschraubenden Gegenstand aufgesetzt wird. Koaxial um den Schraubendreher herum ist eine Wanne aufgebaut, die durch einen Vibrator in andauernde Schwingungen versetzt werden. In der Wanne werden die Schrauben gelagert und durch die Vibrationen zum Auslass der Wanne befördert. Dort lässt eine an die Silhouette der jeweiligen Schrauben angepasste Kulisse nur lagerichtig eintreffende Schrauben durch, sodass sie mit ihrem Kopf in eine Führungsschiene eintreten können. In dieser Schiene gleiten sie in einem Bogen bis zu der Hülse, in die sie seitlich eintreten und von einer Feder daran gehindert werden, aus dem Auslass der Hülse wieder heraus zu fallen.
  • Nach dem Aufsetzen der Hülse auf den zu verschraubenden Punkt wird der Schraubendreher auf die an der Spitze der Hülse wartende Schraube abgesenkt und dreht sie in den Gegenstand hinein. Nach dem Zurückziehen des Schraubendrehers rutscht die nächste Schraube aus dem Profil in die Spitze der Hülse und wartet dort auf den nächsten Verschraubungsvorgang.
  • Ein Nachteil dieser Schraubenförderung ist die stetige Vibration der gesamten Einheit, die das genaue Aufsetzten beeinträchtigt und die Hand des Nutzers unnötig strapaziert. Weitere Nachteile sind Ge wicht und Energieverbrauch des Vibrators. Weitere Einschränkungen ergeben sich daraus, dass die Schrauben seitlich in die Spitze der Hülse eingeführt werden müssen, weshalb das Profil zur Führung der Schraubenköpfe senkrecht aus der Spitze der Hülse austritt. Zwar wird das Profil schon in der Nähe der Hülse kurvenförmig gebogen, sodass es danach vom zu verschraubenden Gegenstand entfernt verläuft; aber es verbleibt der Nachteil, dass durch die seitlich an der Hülse herausragende Führungsschiene der Schrauber in Ecken, die durch drei Flächen begrenzt sind, nicht anwendbar ist.
  • Der gravierendste Nachteil ist jedoch der hohe Aufwand für den Vibrator und seinen Antrieb. Er dürfte in erster Annäherung etwa so groß sein, wie für die übrigen Komponenten des Schraubers, sodass seine Kosten im Vergleich zu einem motorischen Schrauber ohne Magazin und Schraubenführung nahezu verdoppelt sind.
  • Auf diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, einen Magazinschrauber zur Einhandanwendung zu entwickeln, der nur einen sehr geringen Aufpreis für das Schraubermagazin und die Zuführung der Schrauben zur Schraubklinge erfordert, der trotzdem eine Nutzung des Magazinschraubers in Ecken und Winkeln ermöglicht und ohne zusätzliche Antriebseinheit arbeiten kann.
  • Als Lösung präsentiert die Erfindung, dass das Schraubenmagazin wenigstens eine Scheibe ist, die auf dem Schraubenführungskanal drehbar gelagert ist und in die auf wenigstens einem zur Drehachse konzentrischen Kreis mehrere Aufnahmen für je eine Schraube eingebracht sind, die zur Entleerung jeweils eine, dem Eingang zugewandte Öffnung aufweisen, die durch eine am Schraubenführungskanal befestigte Blende verschlossen ist, die nur im Bereich des Einganges einen Durchlass aufweist und eine Linearführung auf dem Handschrauberkopf montiert ist, in der ein Führungsprofil linear verschiebbar ist, das parallel zum Schraubendreher ausgerichtet ist und das am Schraubenführungskanal befestigt ist und eine Druckfeder den Schraubenführungskanal vom Handschrauber weg drückt.
  • Zu den kennzeichnenden Merkmalen der Erfindung zählt also ein rotationssymmetrisches Schraubenmagazin, das auf nur einer Achse drehbar gelagert ist. Ein einziges Drehlager ist erheblich kostengünstiger als die Lagerung von linear bewegten Elementen und mit sehr viel weniger Aufwand ist eine erheblich reibungsärmere Lagerung erreichbar oder – auf Wunsch – eine Reibungsbremse andrückbar, wenn das Magazin in bestimmten Positionen stehen bleiben soll.
  • Eine Besonderheit der Erfindung ist die Kombination eines scheibenförmigen Magazins mit einem Schraubenführungskanal. Gegenüber anderen Handschraubern, bei denen das Magazin in unmittelbarer Nähe des Verschraubungsortes angeordnet ist, bietet der Schraubenführungskanal den Vorteil, dass das Volumen des Schraubenmagazins von dem Verschraubungsort getrennt angeordnet werden kann. Ein weiterer Vorteil des Schraubenführungskanals ist, dass er prinzipbedingt in einem spitzen Winkel auf die Achse des Schraubendrehers trifft, wodurch der erfindungsgemäße Magazinschrauber auch in räumlich beengten Situationen einsetzbar ist.
  • Ein weiterer Vorzug der spitzwinkligen Einmündung des Schraubenkanals in die Bewegungsrichtung des Schraubendrehers beim Andrücken vom Handschrauber an den Schraubenführungskanal ist, dass die Schraube sicher und zuverlässig in die Zentrierfeder im Auslass des Schraubenführungskanals hineingedrückt wird, sodass die Längsachse der Schraube stets mit der Längsachse des Schraubendrehers fluchtet. Nur unter dieser Bedingung ist eine einwand freie Verschraubung möglich: Nur dann finden Gewindeschrauben den Eingang in das komplementäre Innengewinde des Gegenstückes. Nur dann werden selbstschneidende Schrauben in der gewünschten Richtung in den Gegenstand hineingedreht.
  • Jede Aufnahme des Schraubenmagazins enthält jeweils nur eine Schraube, wodurch sichergestellt ist, dass beim Weiterdrehen des Schraubenmagazins um eine einzige Aufnahme auch nur eine einzige Schrauben in den Schraubenführungskanal hineinfällt. Dadurch kann der erfindungsgemäße Magazinschrauber so betrieben werden, dass sich am Auslass des Schraubenführungskanals jeweils nur eine einzige Schraube befindet, die dann mit Sicherheit vom Schraubendreher in die Zentrierfeder gedrückt wird, dort zentriert wird und dann mit ihrem Schlitz oder ihren Schlitzen auf die Klinge des Schraubedrehers aufrastet, sodass eine einwandfreie Übertragung des Drehmomentes und eine korrekte Ausrichtung der Schraube gewährleistet ist.
  • Prinzipiell ist es auch möglich, aus dem Schraubenmagazin mehrere Schrauben in den Schraubenführungskanal fallen zu lassen. Das ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn der Abstand zwischen dem Auslass des Schraubenführungskanals und der Öffnung, durch welche der Schraubendreher in den Schraubenführungskanal eintritt, kleiner ist, als die doppelte Länge einer Schraube. Andernfalls trifft der Schraubendreher bei seinem Eintritt in den Schraubenführungskanal auf den Kopf der zweiten Schrauben, die nicht in der Zentrierfeder am Auslass zentriert ist, sondern die auf dem Kopf der ersten, in der Zentrierfeder fixierten Schraube aufstößt. Selbst wenn der Schraubendreher mit seiner Klinge in den Schlitz der zweiten Schraube einrasten sollte, so wird dadurch die erste, in der Zentrierfeder am Aus lass fixierte Schraube nicht in Drehung versetzt, der Magazinschrauber wäre also nicht funktionstüchtig.
  • Der Schraubenführungskanal kann also nur dann mit mehreren Schrauben befüllt werden, wenn die doppelte Länge einer Schraube größer ist als der Abstand zwischen dem Auslass und der Eintrittsöffnung für den Schraubendreher in den Schraubenführungskanal.
  • In einer sinnvollen Ausführungsform sind alle Aufnahmen für die Schrauben in mehreren, zueinander konzentrischen Kreisen auf einer einzigen Scheibe angeordnet. Von jedem der konzentrischen Kreise kann eine einzige Aufnahme mit dem Eingang des Schraubenfährungskanals verbunden werden. Um zu verhindern, dass beim Weiterdrehen der Scheibe aus allen Kreisen jeweils eine Schraube herausfällt kann ein Schieber eingebaut werden. Er weist nur einen einzigen Durchlass für eine einzige Schraube auf und ist radial zur Scheibe verschiebbar ist, so dass stets nur eine einzige Schraube in den Eingang des Schraubenfährungskanals fällt, wenn die Scheibe weitergedreht wird.
  • In einer alternativen Ausführungsform sind alle Aufnahmen für die Schrauben auf mehreren, zueinander konzentrischen Scheiben angeordnet. Jede Scheibe ist an einer Stelle ihres Umfangs mit dem Eingang des Schraubenfährungskanals verbunden. Durch eine Arretierung ist sie gegen Verschwenkung und durch eine Reibfläche oder ein Kupplungsstück mit wenigstens einer benachbarten Scheibe verbindbar.
  • Wenn alle Aufnahmen auf allen Scheiben mit Schrauben befüllt sind, wird Sinnvollerweise zuerst die Arretierung der äußersten Scheibe gelöst, weil sie von außen her am besten zu erreichen ist. Diese Scheibe wird dann schrittweise entleert, derweil die anderen noch arretiert sind. Wenn die nächste Scheibe entleert werden soll, wird ihre Arretierung gelöst und eine Verbindung zur äußeren Scheibe hergestellt, z. B. durch Einstecken oder Ausklappen eines Stiftes oder Kupplungselementes. Dann nimmt die äußere Scheibe die innere beim Weiterdrehen mit. Auf diese Weise können weitere, konzentrische Scheiben angekuppelt werden.
  • Ein prinzipieller Vorteil der erfindungsgemäßen Schraubenzuführung ist, dass sie trotz ihres einfachen Aufbaus in nahezu allen Richtungen einsetzbar ist, also nicht nur Schrauben in horizontaler Richtung eindrehen kann, sondern auch in jeder anderen.
  • Zur Förderung der Schrauben innerhalb des erfindungsgemäßen Magazinschraubers dient ausschließlich die Schwerkraft, wodurch die Einrichtung einfach aufgebaut werden kann, und daher kostengünstig ist, eine lange Lebensdauer hat und nur einem geringem Verschleiß unterliegt. Die einzige Einschränkung, die sich daraus ergibt, ist dass während der Förderung einer Schraube stets der Eingang des Schraubenführungskanals höher angeordnet sein muss als dessen Austritt. Das ist zwangsläufig dann der Fall, wenn der Handschrauber pistolenartig konfiguriert ist und das Schraubenmagazin oberhalb des Schraubendrehers angeordnet ist. Und mit einer solchen Anordnung eine horizontal ausgerichtete Schraube eingedreht wird.
  • Aber auch wenn räumliche Begrenzungen erfordern, dass der Magazinschrauber während des Eindrehens der Schraube so verschwenkt werden muss, dass der Einlass des Schraubenführungskanals auf gleicher Höhe wie der Auslass steht oder sogar tiefer ist, ist dennoch ein Betrieb möglicht, in dem im ersten Schritt der Magazinschrauber so ausgerichtet wird, dass eine Schraube aus dem Schraubenmagazin heraus nach unten in den Schraubenführungskanal bis zu dessen Auslass fällt kann und dort durch einen begrenzten Vorschub des Schraubendrehers in den Schraubenführungskanal hinein mit ihrer Spitze in die Zentrierfeder am Auslass gedrückt wird und mit ihrem Kopf auf die Klinge des Schraubendrehers aufrastet. Dadurch ist die Schraube zwischen der Zentrierfeder und der Klinge fixiert, sodass der gesamte Magazinschrauber in die zum Einbringen der Schraube erforderliche Position geschwenkt und die Schraube eingedreht werden kann.
  • Damit während dieser Verschwenkung die Fixierung der Schraube erhalten bleibt, ist es eine sinnvolle Zusatzausstattung, dass der dafür erforderliche Abstand zwischen Schraubenführungskanal und Handschrauber durch eine Feststellvorrichtung blockiert werden kann. Diese Feststellvorrichtung wird erst nach dem erfolgreichen Zentrieren und Aufsetzen des Magazinschraubers auf den Einschraubepunkt der Schraube gelöst, sodass die Schraube ungehindert hineingedreht werden kann.
  • Die Befüllung des Schraubenmagazins ist in vielen Ausführungsformen möglich und denkbar. Eine sehr einfache Variante ist, dass jede Aufnahme auf der dem Eingang des Schraubenführungskanals gegenüberliegenden Seite zur Befüllung offen ist. Jeder Aufnahme hat also zwei Öffnungen, nämlich eine durch welche die Schraube austritt und in den Eingang des Schraubenführungskanals eintritt sowie – zur Befüllung – die Öffnung auf der anderen Seite. In dieser sehr einfachen Variante kann in jede Aufnahme von oben eine Schraube eingesetzt werden, z. B. Stück für Stück manuell oder mit einer Einfüllvorrichtung. Der entscheidende Nachteil ist jedoch, dass z. B. bei einer Verschwenkung des Magazinschraubers die Schrauben wieder aus dem Schraubenmagazin herausfallen.
  • Deshalb schlägt die Erfindung als Ausführungsvariante vor, dass eine am Schraubenführungskanal befestigte Abdeckung aller Aufnahmen mit einer einzigen Ausnahme auf der dem Eingang abgewandten Seite verschließt. Die Abdeckung hält die Schrauben auch dann zurück, wenn der Magazinschrauber transportiert wird oder das Schraubenmagazin während der Montage nach unten weisen muss.
  • Eine Abdeckung der Aufnahme oberhalb des Einlasses vom Schraubenführungskanal ist nicht erforderlich, da in dieser Position keine Schraube verweilt, sondern sofort durch den Schraubenführungskanal hindurch bis zum Auslass fällt. Es ist also sinnvoll, das Schraubenmagazin erst direkt vor dem Verschrauben in diese Position zu bringen.
  • Wenn diese Abdeckung um eine Aufnahme weiter verschwenkbar ist, so kann eine damit frei gewordene weitere Öffnung zum Befüllen des gesamten Schraubenmagazins genutzt werden, indem nach dem Einbringen jeder Schraube das Schraubenmagazin um eine Aufnahme weiter gedreht wird.
  • Die Erfindung schlägt als Hilfswerkzeug ein V-förmiges Profil vor, das auf die Abdeckung oberhalb der einzigen, nicht von der Abdeckung abgedeckten Aufnahme endet. Wenn dieses Profil mit Schrauben befüllt ist und mit einem solchen Neigungswinkel ausgerichtet ist, dass die Schrauben selbsttätig durch ihr Gewicht nachrutschen, so wird am Ende des Profils durch Weiterdrehen des Schraubenmagazins jeweils eine neue Schraube entnommen, in einer Aufnahme ab gesetzt und die nächste, nachrückende Schraube in die nächste nachrückende Aufnahme eingeführt.
  • Um ein möglichst widerstandsarmes Nachrücken der Schrauben zu ermöglichen, schlägt die Erfindung vor, dass das V-förmige Profil nur so weit gespreizt ist, dass die darin befindlichen Schrauben mit ihrem Kopf jeweils die beiden Schenkel des V berühren, aber der Schaft der Schrauben oberhalb des Verbindungspunktes der beiden Schenkel endet. In dieser Konfiguration berühren die Schrauben das Profil nur mit zwei Kanten ihres Kopfes und mit einem Punkt ihres Schaftes, sodass sie den denkbar geringsten Widerstand innerhalb des Profils haben. Der entscheidende Vorteil dieser Konfiguration ist, dass sich die Schrauben alle in die gleiche Richtung orientieren, nämlich mit nach oben weisendem Kopf und mit nach unten hängendem Schaft.
  • Wenn für eine gegebene Schraube die Spreizung des Profils so groß ist, dass der Schaft im Berührungspunkt der beiden Schenkel des Profils aufstößt, so kippt die Schraube aus einer vertikalen Position heraus in eine nicht vorhersagbare, andere Position, wodurch auch ihr Verhalten beim Hineingleiten in das Schraubenmagazin nicht mehr vorhersagbar ist.
  • Wenn der Spreizungswinkel des V-förmigen Profils so eng ist, dass sich das Ende des Schraubenschafts in großer Entfernung vom Verbindungspunkt der beiden Schenkel befindet, können sich die Köpfe benachbarter Schrauben überlappen und dadurch im Profil miteinander verhaken, sodass der Fluss der Schrauben im Profil gestört wird. Deshalb schlägt die Erfindung vor, dass die Spreizung des V-förmigen Profils einstellbar ist.
  • Eine weitere, sinnvolle Variante ist, dass die Abdeckung über den Aufnahmen des Schraubenmagazins transparent ist. Dadurch wird eine Kontrolle des Füllstandes der Aufnahmen ermöglicht.
  • In einer anderen, interessanten Variante ist das Schraubenmagazin vom Magazinschrauber lösbar. Dann ist eine Befüllung außerhalb des Gerätes möglich. Denkbar ist es auch, bereits befüllte Magazine zu vertreiben, die der Anwender dann nur noch auf den Magazinschrauber aufsetzt.
  • Für das schrittweise Weiterdrehen des Schraubenmagazins zwecks Förderung einer neuen Schraube gibt es zahlreiche Varianten. Die einfachste ist, dass die Stirnkante des Schraubenmagazins mit einer Riffelung, mit Griffmulden oder mit Zähnen versehen wird, die für ein manuelles Weiterdrehen hilfreich sind.
  • Für ein möglichst widerstandsarmes Hineingleiten der Schrauben in die Aufnahmen des Schraubenmagazins ist es sinnvoll, dass die Aufnahmen auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite trichterförmig erweitert sind und in so geringem Abstand zueinander angeordnet sind, dass ihre Trichter zum Teil ineinander übergehen. Dadurch wird ausgeschlossen, dass die aus dem V-förmigen Profil auf das Schraubenmagazin austretenden Schrauben den Weg in eine Aufnahme hinein verfehlen.
  • Um ein allzu schnelles Nachrutschen einer zweiten Schraube in eine bereits befüllte Aufnahme auszuschließen, ist es sinnvoll, das V-förmige Profil in einer nach unten gerichteten Kurve auslaufen zu lassen. Dadurch blockiert eine jede Schraube, die bereits mit ihrem Schaft den Weg in eine Aufnahme gefunden hat, diese Aufnahme für eine weitere Schraube und lenkt sie in die nächste Aufnahme ab.
  • Als Alternative zu einem manuellen Weiterdrehen schlägt die Erfindung eine automatische Weiterdrehung des Schraubenmagazins um jeweils eine Einheit mit jeder verarbeiteten Schraube vor. Ein dafür geeigneter, mechanischer Antrieb des Schraubenmagazins ist eine Stößelstange, die mit jedem Schraubvorgang in eine Verzahnung auf dem Schraubenmagazin eingereift und es um jeweils eine Aufnahme weiter verdreht.
  • Diese Stößelstange sollte auf der Linearführung oder direkt auf dem Handschraubkopf mit ihrem ersten Ende gelenkig befestigt sein. Mit dem zweiten Ende greift sie unter dem Druck einer Feder hinter einen Zahn einer Verzahnung, die auf der Stirnkante des Schraubenmagazins angeordnet ist. Dazu ist die Stößelstange Sinnvollerweise etwa tangential zur Verzahnung ausgerichtet. Beim Zusammenschieben von Handschrauber und Schraubenführungskanal drückt die Stößelstange auf die Flanke eines Zahns und dreht dadurch das Schraubenmagazin um eine Aufnahme weiter, sodass eine in der Aufnahme gelagerte Schraube durch den Eingang in den Schraubenführungskanal fällt.
  • In einer weiter verfeinerten Ausführungsform wird die Stößelstange durch eine Kulisse geführt, die dafür sorgt, dass die Stößelstange unabhängig von einem womöglich größeren Hub der Schraubbewegung das Schraubenmagazin nur um jeweils exakt eine Aufnahme weiter bewegt. Dafür ist nahe dem in die Verzahnung eingreifenden Ende der Stößelstange ein Zapfen befestigt, der in eine Kulisse hineinragt. Diese Kulisse führt den Zapfen so lange in Richtung auf die Verzahnung, bis das Schraubenmagazin um exakt eine Aufnahme weitergedreht ist. Falls sich nach Abschluss dieser Drehung der Handschrauber noch weiter in Richtung auf den Schraubenführungs kanal bewegen sollte, führt die Kulisse das freie Ende der Stößelstange aus der Verzahnung heraus.
  • In einer weiter optimierten Variante wird die Kulisse um einen zweiten Weg für den Rückweg ergänzt, der das erneute Eindringen der Stößelstange in den Flugkreis der Verzahnung vermeidet. Um den Zapfen auf dem Rückweg auch in diese „Umleitung” um die Verzahnung herum zu führen, ist am Ende des ursprünglichen „Arbeitsweges” eine Weiche eingebaut, die den rückwärts gleitenden Zapfen an der Verzahnung vorbei führt.
  • Selbstschneidende Schrauben können oft in einem nahezu beliebigen Winkel abweichend von einer Senkrechten zur Fläche des Gegenstandes eingeschraubt werden. Nachteilig ist, dass dann der Kopf der Schraube nicht mehr mit der Oberfläche fluchtet. Um dies zu vermeiden, ist es hilfreich, eine Aufsetzfläche am Auslass vorzusehen, die senkrecht zum Schaft der Schraube und parallel zur Oberfläche des zu verschraubenden Gegenstandes ausgerichtet ist. Falls diese Aufsetzfläche bei räumlich beengten Gegebenheiten hinderlich sein sollte, könnte sie abgeklappt oder weggeschwenkt werden.
  • Ein erfindungsgemäßer Magazinschrauber kann mit einem beliebigen Antrieb für den Schraubendreher versehen werden. Auf aktuellem Stand der Antriebstechnik wird in der Praxis meist ein Elektromotor bevorzugt. Ein hydraulischer oder pneumatischer Antrieb ist jedoch ebenso möglich, insbesondere dann, wenn ein geeignetes Versorgungsnetz vorhanden und nutzbar ist.
  • Als eine besonders kostengünstigen Ausführung ist sogar ein manueller Antrieb, z. B. durch eine Kurbel denkbar, allerdings wohl nur mit beidhändigem Betrieb.
  • Wie erwähnt, kann ein erfindungsgemäßer Magazinschrauber selbstschneidende Schrauben oder Gewindeschrauben eindrehen. Denkbar ist es auch, dass er Dübel mit bereits zum Teil eingedrehter Schraube in einem ersten Schritt einpresst und in einem zweiten Schritt die Schraube vollends in den Dübel hineindreht.
  • Ein erfindungsgemäßer Magazinschrauber kann als eine vollständige Einheit produziert werden, bei der die Linearführung bereits bei der Konstruktion in den Handschraubekopf integriert worden ist und bei der die Formgebung von Schraubenführungskanal und Schraubenmagazin ganz exakt darauf abgestimmt ist.
  • Ebenso möglich und sinnvoll ist es jedoch auch, die Linearführung, den Schraubenführungskanal und das Schraubenmagazin als eine Baugruppe zur Nachrüstung eines Handschraubers zu konfigurieren. In diesem Fall muss die Linearführung mit einer möglichst universellen Befestigung auf dem Handschrauberkopf fixiert werden. Eine sinnvolle Variante dafür ist, dass der aufliegende Teil der Linearführung komplementär zum Handschrauber geformt ist und mit einem Spannband, das um den Handschrauberkopf herumgeführt wird, befestigt wird.
  • Für einen universellen Adapter ist es auch sinnvoll, dass die Linearführung eine etwa waagerechte Auflagefläche hat und durch Formstücke ergänzt wird, die auf ihrer Außenseite eine Einkerbung zur Aufnahme des Spannbandes aufweisen und die auf ihrer zum Handschrauber weisenden Seite komplementär zu dessen äußerer Silhouette geformt sind.
  • In den typischen Anwendungen enthält das Schraubenmagazin nur einen Typ von gleichen Schrauben. Es ist jedoch auch denkbar, dass im Schraubenmagazin verschiedene Schrauben in einer genau festgelegten Reihenfolge gelagert sind, die dann auch in dieser Reihenfolge verarbeitet werden.
  • Eine andere Anwendungsmöglichkeit sind Dübel, in die Schrauben bereits soweit hineingedreht sind, dass sich der Dübel noch nicht auseinandergespreizt hat, also noch seinen ursprünglichen Durchmesser aufweist. Durch die Linearbewegung des Handschraubers gegenüber dem Schraubenführungskanal kann der Dübel in eine vorbereitete Bohrung eingepresst werden. Sobald er vollständig in diese Bohrung hineingeschoben worden ist, kann der motorische Antrieb des Magazinschraubers in Drehung versetzt werden und dreht dadurch die Schraube bis zum Anschlag an den zu befestigenden Gegenstand in den Dübel hinein.
  • Zu beachten ist, dass dieses Verfahren nur dann anwendbar ist, wenn der Kopf der Schraube radial über den Dübel hinausragt und die Schraube mitsamt dem Dübel durch die Öffnung des zu befestigenden Gegenstandes hindurchgeschoben werden kann.
  • Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung anhand eines Beispiels näher erläutert werden. Dieses soll die Erfindung jedoch nicht einschränken, sondern nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung:
  • 1: Magazinschrauber mit Längsschnitt durch Schraubenführungskanal und Schraubenmagazin
  • In 1 ist ein erfindungsgemäßer Magazinschrauber gezeichnet, bei dem der Schraubenführungskanal 4 und das Schraubenmagazin 2 der Länge nach geschnitten dargestellt ist. Der Schnitt ist durch die Drehachse 21 des Schraubenmagazins 2 gelegt, sodass von den zahlreichen, auf einem Kreis um die Drehachse verteilten Aufnahmen in diesem Schnitt nur 2 Stück sichtbar sind. Die rechts dargestellte Aufnahme 22 enthält eine Schraube, die links dargestellte Aufnahme 22 befindet sich über dem Eingang 42 des Schraubenführungskanals 4. Dargestellt ist, wie eine Schraube gerade diese Aufnahme 22 verlässt und in den trichterförmig aufgeweiteten Eingang 42 des Schraubenführungskanals 4 eintritt. Innerhalb des Schraubenführungskanals 4 sind gestrichelt zwei weitere Positionen einer Schraube auf ihrem Weg vom Eingang 42 zum Auslass 41 dargestellt.
  • Im Auslass 41 befindet sich eine Schraube zwischen den beiden Zentrierfedern 9, die in diesem Ausführungsbeispiel von außen über kleine Stifte etwas auf die Schraube drücken und sie dadurch in Bezug auf den Auslass 41 des Schraubenführungskanals 4 zentrieren und auch dort festhalten. Da sich die beiden Zentrierstifte auch in ihrer Ruheposition nicht gegenseitig berühren, sondern ein gewisser Abstand dazwischen verbleibt und die Stirnfläche beider Zentrierstifte keilartig ansteigt, kann eine Schraube dank der Beschleunigung auf ihrem Weg durch den Schraubenführungskanal 4 so viel kinetische Energie mitbringen, dass sie zwischen die beiden Zentrierstifte fährt und sich dort einklemmt.
  • Sollte die kinetische Energie der Schraube dafür jedoch nicht ausreichen, bleibt sie kurz vor dem Auslass 41 liegen, dort, wo der Schraubenführungskanal 4 deckungsgleich mit dem Weg des Schraubendrehers 3 verläuft. Wenn nun der Schraubendreher 3 auf eine dort liegende Schraube geschoben wird, trifft er auf ihren Kopf und schiebt dadurch die gesamte Schraube weiter, bis sie auf die zum Schraubendreher 3 geneigten Stirnflächen der Zentrierstifte trifft. Über diese Flächen werden die Zentrierstifte gegen die Kraft der beiden Zentrierfedern 9 auseinandergedrückt und die Schraube schiebt sich in die Mitte zwischen die beiden Stifte, so dass sie im Auslass 41 zentriert ist. Dadurch wird sie auch vor einem unkontrollierten Herausfallen bewahrt.
  • In 1 ist gut ersichtlich, dass die Schraube so weit zwischen die beiden Zentrierstifte geschoben werden kann, bis ihr Kopf daran anliegt. Dann ragt ihr Schaft aus dem Auslass 41 etwas heraus, sodass ein exaktes Aufsetzen der Schraube an den gewünschten Ort möglich ist.
  • Spätestens jetzt rastet die Klinge des Schraubendrehers 3 in den – hier nicht eingezeichneten – Schlitz der Schraube ein und dreht diese, wodurch sie sich entweder selbst ihr Gewinde gräbt oder in ein Innengewinde eingreift. Dabei bewegt sich der Schraubendreher 3 weiter linear durch die an den unteren Teil des Schraubenführungskanal 4 angeformte Schraubendreherführung 43 mit einem – schwarz gekennzeichneten – Gleitlager für den Schraubendreher 3.
  • Bei dieser Bewegung verhindert die Linearführung 5, dass sich der Schraubenführungskanal 4 mitsamt dem darauf befestigten Schraubenmagazin 2 gegenüber dem Handschrauber 1 verdreht. Dafür ist die – in diesem Beispiel etwa blockförmige – Linearführung mit einem Spannband auf dem Handschrauberkopf 11 befestigt.
  • Durch die Linearführung 5 führt parallel zum Schraubendreher 3 eine – hier nicht extra eingezeichnete – Bohrung, durch welche das Führungsprofil 51 verläuft und sich auf der anderen Seite der Linearführung 5 wieder herausbewegt. Dabei wird die Linearführung 5 gegen die Kraft der Druckfeder 7 bewegt, die sich auf der anderen Seite am Schraubenführungskanal 4 abstützt. Je näher der Handschrauber 1 an den Schraubenführungskanal 4 heranbewegt wird, desto mehr wird die Druckfeder 7 komprimiert.
  • In 1 ist gut nachvollziehbar, dass nach dem Abnehmen des Auslasses 41 des Schraubenführungskanals 4 von der soeben verschraubten Schraube – also nach der Beendigung des Schraubvorganges – die Druckfeder 7 den Schraubenführungskanal wieder vom Handschrauber 1 wegdrückt, wodurch sich auch der Schraubendreher 3 aus dem Schraubenführungskanal 4 zurückzieht und dadurch den Weg der nächsten Schraube in den Auslass 41 und zwischen die Zentrierstifte freigibt.
  • In der hier gezeichneten Ausführungsvariante ist das Schraubenmagazin 2 auf der dem Schraubenführungskanal 4 zugewandten Seite mit einer Blende 6 verschlossen, sodass aus den Aufnahmen 22 keine der darin gelagerten Schrauben herausfallen kann. Die Blende 6 hat nur an derjenigen Stelle eine Öffnung, wo sie auf dem Eingang 42 des Schraubenführungskanals 4 aufliegt. Sobald eine Aufnahme 22 durch Drehen des Schraubenmagazins 2 um seine Drehachse 21 auf diese Öffnung in der Blende 6 trifft, kann sie aus der Aufnahme 22 heraustreten und fällt dann in den Schraubenführungskanal 4.
  • Durch 1 wird schnell plausibel, dass diese Gravitationsförderung am effizientesten arbeitet, wenn der erfindungsgemäße Magazinschrauber in der in 1 dargestellten Position betrieben wird. Es ist aber ebenso leicht nachvollziehbar, dass bei einer Verschwenkung um die Achse des Schraubendrehers 3 eine Schraube auch dann noch im Schraubenführungskanal 4 vom Eingang 42 zum Auslass 41 wandert, wenn er zumindest noch ein leichtes Gefälle hat, auf dem die Schraube innerhalb des Kanals abwärts rutschen kann.
  • Aus 1 ist auch abzulesen, dass sogar bei einem in Montagestellung nach unten verlaufenden Schraubenführungskanal 4 dennoch eine Schraube zum Auslass 41 gebracht werden kann. Dafür muss die Schraube zuvor – in einem getrennten Schritt – vom Schraubenmagazin 2 durch den Schraubenführungskanal 4 hindurch zwischen die Zentrierstifte im Auslass 41 befördert und dort fixiert werden. Dazu wird der Schraubenführungskanal 4 am besten möglichst vertikal ausgerichtet, so dass die Schraube mit maximaler kinetischer Energie in den Spalt zwischen den beiden Zentrierstiften eindringt. Sollte sie nur bis nahe an die Zentrierstifte herankommen, so kann sie mit dem Schraubendreher 3 zwischen die Zentrierstifte gedrückt werden.
  • In diesem Zustand kann der gesamte, erfindungsgemäße Magazinschrauber in nahezu jede beliebige Position verschwenkt werden, weil die Zentrierfedern 9 über die Zentrierstifte die Schraube im Auslass 41 zurückhalten. Vom Schraubenkopf her verhindert der Schraubendreher 3, dass die Schraube wieder zurück in den Schraubenführungskanal 4 fällt.
  • Sobald die Schraube auf den zu verschraubenden Gegenstand aufgesetzt wird, und der Handschrauber 1 und der Schraubenführungs kanal 4 weiter aufeinander zu bewegt werden, drückt die Schraube mit einer gewissen Kraft auf den Schraubendreher 3, sodass spätestens jetzt die Klinge des Schraubendrehers 3 in die – hier nicht gezeichneten – Schlitze der Schraube einrasten.
  • In 1 ist das Schraubenmagazin im Schnitt zu erkennen. Deutlich wird, dass die beiden – hier sichtbaren – Aufnahmen 22 nach oben hin trichterförmig erweitert sind. Sie sind dort durch eine Abdeckung 8 verschlossen, sodass bereits eingefüllte Schrauben auch bei ruckartigen Bewegungen nicht wieder aus dem Schraubenmagazin 2 herausfallen.
  • In dem hier gezeichneten Ausführungsbeispiel ist die Drehachse 21 als Gewindestift ausgebildet, mit dem ein Lösen des Schraubenmagazins 2 von dem Schraubenführungskanal 4 möglich ist. Dadurch kann das Schraubenmagazin 2 extern befüllt werden oder gegen ein anderes, bereits befülltes ausgewechselt werden.
  • 1
    Handschrauber
    11
    Handschrauberkopf
    2
    Schraubenmagazin
    21
    Drehachse des Schraubenmagazins 2
    22
    Aufnahme für eine Schraube im Schraubenmagazin 2
    3
    Schraubendreher, an Handschrauber 1 gekoppelt, in Schraubenführungskanal 4 drehbar gelagert
    4
    Schraubenführungskanal, über Führungsprofil 51 mit Handschrauber 1 verbunden
    41
    Auslass des Schraubenführungskanals 4
    42
    Eingang des Schraubenführungskanals 4
    43
    Schraubendreherführung, an Schraubenführungskanal 4 angeformt
    5
    Linearführung, auf Handschrauberkopf 11 montiert
    51
    Führungsprofil, in Linearführung 5 linear verschiebbar
    6
    Blende, am Schraubenführungskanal 4 befestigt, verschließt eine Seite der Aufnahmen 22
    7
    Druckfeder, drückt den Schraubenführungskanal 4 vom Hand-schrauber 1 weg
    8
    Abdeckung, verschließt mit einer einzigen Ausnahme alle Aufnahmen 22 auf der dem Eingang 42 abgewandten Seite
    9
    Zentrierfeder im Auslass 41, zentriert und hält eine Schraube
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 1161818 [0009]

Claims (24)

  1. Magazinschrauber 1 mit einem Schraubenmagazin 2, bestehend aus – einem Handschrauber 1 mit motorischem Antrieb, an den ein Schraubendreher 3 gekoppelt ist und – einem Schraubenführungskanal 4, – an dem der Schraubendreher 3 drehbar gelagert ist und – in dessen Auslass 41 – wenigstens eine Zentrierfeder 9 eine Schraube zentriert und am Herausfallen hindert und – der Schraubendreher 3 koaxial hinein schiebbar ist und – auf dessen Eingang 42 das Schraubenmagazin 2 aufgesetzt ist dadurch gekennzeichnet, dass – das Schraubenmagazin 2 wenigstens eine Scheibe ist, – die auf dem Schraubenführungskanal 4 drehbar gelagert ist und – in die auf wenigstens einem zur Drehachse 21 konzentrischen Kreis mehrere Aufnahmen 22 für je eine Schraube eingebracht sind, die zur Entleerung jeweils eine, dem Eingang 42 zugewandte Öffnung aufweisen, die durch eine am Schraubenführungskanal 4 befestigte Blende 6 verschlossen ist, die nur im Bereich des Einganges 42 einen Durchlass aufweist und – eine Linearführung 5 auf den Handschrauberkopf 11 montiert ist, in der ein Führungsprofil 51 linear verschiebbar ist, – das parallel zum Schraubendreher 3 ausgerichtet ist und – das am Schraubenführungskanal 4 befestigt ist und – eine Druckfeder 7 den Schraubenführungskanal 4 vom Handschrauber 1 wegdrückt.
  2. Magazinschrauber 1 nach dem vorhergehenden Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass – die Aufnahmen 22 in mehreren, zueinander konzentrischen Kreisen auf einer Scheibe angeordnet sind und – ein Schieber – mit einem einzigen Durchlass für eine einzige Schraube versehen ist und – dieser Schieber radial zu der Scheibe verschiebbar ist, so dass nur eine Aufnahme 22 auf einem der konzentrischen Kreise mit dem Eingang 42 des Schraubenführungskanals 4 verbindbar ist.
  3. Magazinschrauber 1 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – die Aufnahmen 22 auf mehreren, zueinander konzentrischen Scheiben angeordnet sind und – jede Scheibe – durch eine Arretierung gegen Verschwenkung sicherbar ist und – durch eine Reibfläche oder ein Kupplungsstück mit wenigstens einer benachbarten Scheibe verbindbar ist und – an einer Stelle ihres Umfangs mit dem Eingang 42 des Schraubenführungskanals 4 verbunden ist.
  4. Magazinschrauber 1 nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Aufnahme 22 auf der dem Eingang 42 abgewandten Seite zur Befüllung offen ist.
  5. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmen 22 auf der dem Eingang 42 gegenüberliegenden Seite trichterförmig erweitert sind und die Aufnahmen 22 einen so geringen Abstand zueinander aufweisen, dass ihre Trichter zum Teil ineinander übergehen.
  6. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine am Schraubenführungskanal 4 befestigte Abdeckung 8 alle Aufnahmen 22 mit einer einzigen Ausnahme auf der dem Eingang 42 abgewandten Seite verschließt.
  7. Magazinschrauber nach dem vorhergehenden Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Abdeckung 8 ein mit Schrauben befülltes, V-förmiges Profil aufsetzbar ist, das oberhalb der einzigen, nicht von der Abdeckung 8 abgedeckten Aufnahme 22 endet.
  8. Magazinschrauber nach dem vorhergehenden Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das V-förmige Profil nur soweit gespreizt ist, dass die darin befindlichen Schrauben mit ihrem Kopf die beiden Schenkel des V berühren, aber der Schaft der Schrauben oberhalb des Verbindungspunktes der beiden Schenkel endet.
  9. Magazinschrauber nach dem vorhergehenden Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizung des V-förmigen Profils einstellbar ist.
  10. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung 8 aus transparentem Material besteht.
  11. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schraubenmagazin 2 lösbar aufgesetzt ist.
  12. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnkante des Schraubenmagazins 2 mit einer Riffelung oder mit Griffmulden oder mit Zähnen versehen ist.
  13. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Linearführung 5 oder direkt auf dem Handschrauberkopf 11 eine Stößelstange mit ihrem ersten Ende gelenkig befestigt ist, – die mit ihrem zweiten Ende unter dem Druck einer Feder hinter einen Zahn einer Verzahnung eingreift, die auf der Stirnkante des Schraubenmagazins 2 angeordnet ist und – die beim Zusammenschieben von Handschrauber 1 und Schraubenführungskanal 4 das Schraubenmagazin 2 um eine Aufnahme 22 weiter dreht, sodass eine in der Aufnahme 22 gelagerte Schrauube durch den Eingang 42 in den Schraubenführungskanal 4 bewegt werden kann.
  14. Magazinschrauber nach dem vorhergehenden Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass nahe dem in die Verzahnung eingreifenden Ende der Stößelstange ein Zapfen befestigt ist, der von einer Kulisse so geführt wird, dass – nach dem Weiterdrehen des Schraubenmagazins um exakt eine Aufnahme 22 und – bei einer Fortsetzung des Zusammenschiebens von Handschrauber 1 und Schraubenführungskanal 4 das zweite Ende der Stößelstange aus dem Flugkreis der Verzahnung des Schraubenmagazins heraus geführt wird.
  15. Magazinschrauber nach dem vorhergehenden Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse über eine Weiche mit einer weiteren Kulisse verbunden ist, welche beim Rückweg der Stößelstange in ihre Ausgangsposition das zweite Ende am Flugkreis der Verzahnung des Schraubenmagazins vorbei bewegt.
  16. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufsetzfläche am Auslass 41 befestigt ist, die ihn beim Aufsetzen auf eine Ebene vertikal ausrichtet.
  17. Magazinschrauber nach dem vorhergehenden Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufsetzfläche abklappbar oder ausschwenkbar ist.
  18. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der motorische Antrieb – elektrisch oder – pneumatisch oder – hydraulisch bewegbar ist.
  19. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube – eine Selbstschneidende Schraube oder – eine Gewindeschraube oder – ein Dübel mit bereits zum Teil eingedrehter Schraube ist.
  20. Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearführung 5, der Schraubenführungskanal 4 und das Schraubenmagazin 2 als eine Baugruppe zur Nachrüstung eines Handschraubers 1 konfiguriert sind.
  21. Verfahren zum Eindrehen von Schrauben mit einem Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass – zur Vorbereitung wenigstens eine Aufnahme 22 des Schraubenmagazins 2 mit je einer Schraube befüllt wird und – im ersten Schritt der Auslass 41 des Schraubenführungskanals 4 auf einen Gegenstand aufgesetzt wird, in den die Schraube eingedreht werden soll und dabei der Handschrauber 1 so ausgerichtet wird, dass sich das Schraubenmagazin 2 oberhalb des Auslasses 41 befindet und – im zweiten Schritt das Schraubenmagazin 2 um eine Aufnahme 22 weiter gedreht wird, so dass eine Schraube durch den Eingang 42 in den Schraubenführungskanal 4 und darin von der Schwerkraft bis zum Auslass 41 befördert wird, wo sie von der Zentrierfeder aufgehalten und zentriert wird und – im dritten Schritt der Handschrauber 1 gegen die Kraft der Druckfeder 7 an den Schraubenführungskanal 4 gedrückt wird, bis der Schraubendreher 3 die Schraube berührt, wobei der Handschrauber 1 durch die Linearführung 5 parallel zum Schraubendreher 3 geführt wird, und – im vierten Schritt der Handschrauber 1 weiter gegen die Kraft der Druckfeder 7 an den Schraubenführungskanal 4 gedrückt wird und der motorische Antrieb in Drehung versetzt wird, wobei der Schraubendreher 3 in die Schraube einrastet und sie in den Gegenstand eindreht, auf den der Auslass 41 im ersten Schritt aufgesetzt worden ist und – im fünften Schritt der Handschrauber 1 vom Schraubenführungskanal 4 zurückgezogen und der Auslass 41 vom Gegenstand abgehoben wird.
  22. Verfahren zum Eindrehen von Schrauben mit einem Magazinschrauber nach dem vorhergehenden Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass – der zweite Schritt entfällt und – stattdessen im vierten Schritt zusätzlich die Stößelstange in die Verzahnung des Schraubenmagazins eingreift und mit Fortsetzung der Bewegung des Handschraubers auf den Schraubenführungskanal 4 zu das Schraubenmagazin 2 um eine Aufnahme 22 weiter gedreht wird, so dass eine Schraube durch den Eingang 42 in den Schraubenführungskanal 4 und darin von der Schwerkraft bis nahe an den Auslass 41 befördert wird, wo sie vom Schaft des Schraubendrehers 3 zurückgehalten wird und – im fünften Schritt nach dem Rückzug des Schraubendrehers 3 aus dem Auslass 41 dorthinein fällt und für den nächsten Zyklus bereit liegt.
  23. Verfahren zum Eindrehen von Schrauben mit einem Magazinschrauber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schraubenmagazin 2 verschiedene Typen von Schrauben in einer genau bekannten Reihenfolge enthält, die in exakt der gleichen Reihenfolge eingeschraubt werden.
  24. Verfahren zum Dübeln mit einem Magazinschrauber nach dem vorhergehenden Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Schraubenmagazin 2 Dübel enthält, in die bereits Schrauben nur so weit hineingedreht sind, dass der Dübel noch seinen Nenndurchmesser aufweist, wobei die Schraubenköpfe radial über den Dübel herausragen.
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DE102009015993B4 (de) * 2009-04-02 2015-09-17 Eduard Intenberg Magazin für eine Handbohrmaschine
CN113369883A (zh) * 2021-07-22 2021-09-10 格力电器(武汉)有限公司 一种空调电器盒盖自动装配装置
USD951050S1 (en) 2020-10-14 2022-05-10 Simpson Strong-Tie Company Inc. Fastener driving tool adapter
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1161818B (de) 1958-12-02 1964-01-23 Aeg Elektromotorisch angetriebener Handschraubenzieher

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