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DE102008036355A1 - Verfahren zum Herstellen eines Gassackes aus zumindest einem Gewebezuschnitt sowie Gassack - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Gassackes aus zumindest einem Gewebezuschnitt sowie Gassack Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Gassackes aus zumindest einem Gewebezuschnitt mit einem innerhalb des Gassackes angeordneten Fangband, mit folgenden Schritten: a. Befestigen eines Endes des Fangbandes auf einer Innenseite des Gewebezuschnittes, b. Befestigen des zweiten Endes des Fangbandes an der Innenseite des Gewebezuschnittes unter Umfassung eines Verbindungsbereiches, c. Sicherstellen, dass die Gewebezuschnittaußenseiten aufeinander liegen, d. Anbringen einer Reißnaht zwischen dem Fangband und einer Unterkante des Gassackes, e. Zusammenlegen des Gassackabschnittes oberhalb der Reißnaht, f. Hineinstülpen des zusammengelegten Gassackabschnittes und Umstülpen des Gewebezuschnittes. Die Erfindung betrifft ebenfalls einen Gassack mit einem in eine Tasche hineingestülpten Gassackabschnitt, bei dem die Tasche von der Reißnaht (13) verschlossen ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Gassackes aus zumindest einem Gewebezuschnitt mit einem innerhalb des Gassackes angeordneten Fangband sowie einen Gassack mit einer Öffnung zum Einführen eines Gasgenerators oder von Entfaltungsgas mit einem im Inneren angeordneten Fangband.
  • Gassäcke oder Airbags, insbesondere Seitenairbags, die sich neben einen Fahrzeuginsassen erstrecken sollen, müssen im Normalzustand zusammengelegt innerhalb des Fahrzeuges untergebracht werden, um einen Fahrzeuginsassen nicht zu stören und gleichzeitig eine sichere Entfaltung zu gewährleisten. Dazu sind die Gassäcke oder Airbags eingerollt oder zusammengefaltet und an dafür geeigneten Stellen innerhalb der Fahrzeugkarosserie untergebracht. Bei Vorliegen entsprechender Sensordaten wird ein innerhalb des Gassackes angeordneter oder mit diesem verbundener Gasgenerator aktiviert und leitet Entfaltungsgas in den Gassack ein, so dass sich dieser entfaltet und sich zwischen den Fahrzeuginsassen und einer Fahrzeugstruktur bewegt. Insbesondere bei einem Seitenairbag ist es aufgrund der geringen Abstände eines Fahrzeuginsassen zur Seitenwand notwendig, dass sich der Gassack möglichst schnell entfaltet. Ebenfalls ist es wichtig, dass sich der Gassack in die richtige Richtung entfaltet und eine ausreichende Stabilität aufweist.
  • Zum Erreichen einer ausreichenden Stabilität ist es vorgesehen, dass in einem Gassack ein Fangband angeordnet ist, um eine Ausdehnung des Gassackes beim Entfaltungsvorgang in einer bestimmten Richtung zu begrenzen.
  • Neben den Abmessungen und der Anordnung des Gassackes spielt für die möglichst störungsfreie und schnelle Entfaltung auch die Art und Weise der Faltung und des Zusammenlegens des Gassackes eine Rolle. Darüber hinaus ist es notwendig, dass der Gassack stabil und sicher in der Normalposition gelagert werden kann. Ebenfalls soll der Gassack möglichst einfach herzustellen sein.
  • Um dieses zu erreichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass ein Gassack aus zumindest einem Gewebezuschnitt mit innerhalb des Gassackes angeordneten Fangband hergestellt wird, indem zunächst ein Ende eines Fangbandes auf einer Innenseite des Gewebezuschnittes befestigt wird. Dieses Befestigen kann beispielsweise durch Vernähen, Verkleben oder Verschweißen erfolgen. Unter Innenseite wird dabei diejenige Seite des Gewebezuschnittes verstanden, die sich im entfalteten Zustand des Gassackes innen befindet. Dieses Befestigen erfolgt zweckmäßigerweise dann, wenn der Gassackzuschnitt einlagig ausgebreitet auf einer Arbeitsunterlage liegt, eine solche Anordnung ist jedoch nicht unbedingt zwingend. Anschließend wird das zweite Ende des Fangbandes an der Innenseite des Gewebezuschnittes unter Umfassung eines Verbindungsbereiches befestigt. Dieser Verbindungsbereich ist derjenige Bereich des Gewebezuschnittes des Gassackes, der sich zwischen den Enden des Fangbandes befindet. Anschließend muss sichergestellt werden, dass die Gewebezuschnittsaußenseiten aufeinander liegen, also dass das Fangband sich außerhalb des Gewebezuschnittes, der bevorzugt klappsymmetrisch ausgebildet ist und aufeinander liegt, angeordnet ist. Die Innenseite der Gewebezuschnitte liegen somit außen, das Fangband umgibt einen Teil des bereits zweilagig aufeinander liegenden Gewebezuschnitts, beispielsweise an einer Verbindungsnaht oder entlang einer Klapplinie.
  • Anschließend wird eine Reißnaht zwischen dem Fangband und einer Unterkante des Gassackes angebracht, wobei diese Reißnaht sich nicht über die gesamte Breite des Gassackzuschnittes erstrecken muss. Der Gassack kann in dem Stadium des Anbringens der Reißnaht soweit geschlossen sein, dass ein zumindest teilweise geschlossener Sack ausgebildet wird. Nach dem Anbringen der Reißnaht wird der Gassackabschnitt oberhalb der Reißnaht, also derjenige Gassackabschnitt, der jenseits der Öffnung zum Einleiten von Entfaltungsgas oder zum Einführen eines Gasgenerators angeordnet ist, zusammengelegt, beispielsweise gefaltet oder gerollt. Die Größe der Faltung richtet sich dabei nach der Größe desjenigen Gassackbereiches, der sich unterhalb der Reißnaht befindet, da nach dem Zusammenlegen des oberen Gassackabschnittes dieser in den unteren Gassackabschnitt hineingestülpt wird, beispielsweise indem der untere Gassackabschnitt über die Reißnaht hinweg über den zusammengelegten Gassackabschnitt hinüber gelegt wird. Sofern dies notwendig ist, werden offene Abschnitte des unterhalb der Reißnaht gelegenen Gassackabschnittes verschlossen, beispielsweise vernäht, so dass der fertig zusammengelegte Gassack an einer Seite von der Reißnaht begrenzt wird, den zusammengelegten oberen Gassackabschnitt in sich aufnimmt und zusätzlich eine Öffnung für das Einleiten des Entfaltungsgases oder Einführen des Gasgenerators aufweist.
  • Sofern der Gewebezuschnitt einstückig ausgebildet ist, kann der Verbindungsbereich durch Zusammenklappen des Gewebezuschnittes ausgebildet werden. Dabei werden die Gewebezuschnittsaußenseiten aufeinander gelegt, wobei der Gewebezuschnitt klappsymmetrisch ausgebildet ist, um keine Gewebeüberstände nach dem Vernähen bzw. Verbinden der beiden Lagen des Gewebezuschnittes zu erhalten. Die Klapplinie, entlang derer der Gewebezuschnitt geklappt wird, erspart eine entsprechende Verbindungsnaht. Dabei wird zunächst an einem Flügel des klappsymmetrischen Gewebezuschnittes das Fangband auf der Innenseite aufgenäht, der Gewebezuschnitt zusammengeklappt und anschließend nach dem Umlegen des Fangbandes um den Verbindungsbereich das zweite Ende auf dem anderen Flügel des Gewebezuschnittes befestigt, beispielsweise angenäht, angeschweißt oder verklebt.
  • Alternativ können zwei oder mehrere Gewebezuschnitte verwendet werden, um den Gassack zu bilden. Dabei werden zwei im Wesentlichen identische Gewebezuschnitte außenseitig aufeinander gelegt, so dass die Gewebezuschnittsinnenseiten außen liegen. Nach dem Verbinden zumindest einer Seitenkante miteinander wird dann das Fangband, wie oben beschrieben, an beiden Innenseiten befestigt und anschließend der Gewebezuschnitt verschlossen oder zumindest teilweise verschlossen. Das Schließen erfolgt um den Umfang des Gewebezuschnittes insoweit, dass das Fangband sich im Bereich des geschlossenen Gassackzuschnittes befindet. Der geschlossene Umfang sollte sich bis zur Reißnaht erstrecken.
  • Da der Verbindungsbereich in der Regel größer als die Länge des Fangbandes ist, ist es vorgesehen, dass der Verbindungsbereich zusammengefaltet oder eingerollt wird, bevor das zweite Ende des Fangbandes befestigt wird. Ein Teil des Gassackzuschnittes wird somit von dem Fangband umfasst.
  • Der Verbindungsbereich nimmt in der Regel nur einen Teil des Gassackumfanges ein. Der Rest des Gassackumfanges kann dann nach Befestigung des zweiten Endes des Fangbandes unter Ausbildung einer Öffnung an der Unterkante des Gassackzuschnittes verschlossen werden. Dies ermöglicht es, dass auch das zweite Ende des Fangbandes befestigt werden kann, wenn das Fangbandende flach auf einem einlagigen Gewebezuschnitt aufliegt.
  • An dem unteren Ende des Gewebezuschnittes kann eine Öffnung zum Einführen eines Gasgenerators oder einer Zuleitung eines Entfaltungsgases offen gelassen werden, gegebenenfalls können die Gewebezuschnittsabschnitte, die sich unterhalb der Reißnaht befinden, erst nach dem Umlegen und Umhüllen des zusammengefalteten oberen Gassackabschnittes verschlossen werden, um so das Hineinstülpen zu erleichtern.
  • Zwischen der Reißnaht und dem Fangband kann eine Trennebene angeordnet werden, die den Gassack in zwei Kammern trennt, wobei diese Trennebene bevorzugt durchlässig für das Entfaltungsgas ist. Die Trennebene kann durch Verbinden von überstehenden Gewebezuschnittsabschnitten gebildet werden, die nach dem Hineinstülpen des zusammengelegten Gassackabschnittes in Richtung auf die Reißnaht überstehen und zueinander in Deckung gebracht werden können. Diese überstehenden Gewebezuschnittsabschnitte können durch Verbinden mehrerer Gewebeteile ausgebildet werden, beispielsweise durch das Verbinden entsprechender Zuschnitte für einen oberen Gassackabschnitt und einen unteren Gassackabschnitt, an denen auf eine einfache Art und Weise ein entsprechender Gewebezuschnittsabschnitt vorgesehen werden kann. Bei einer Klapplösung werden dann zwei oder drei Gewebeteile benötigt, während bei einem flächigen Aufeinanderlegen und Zusammennähen insgesamt vier Gewebeteile benötigt werden.
  • Der Gassack mit einer Öffnung zum Einführen eines Gasgenerators oder von Entfaltungsgas mit einem im Inneren angeordneten Fangband sieht erfindungsgemäß vor, dass im zusammengelegten, nicht entfalteten Zustand ein Gassackabschnitt, der im entfalteten Zustand der Öffnung gegenüberliegt, in einer von dem Gewebezuschnitt gebildeten Tasche untergebracht ist, wobei die Tasche an einer Seite von einer Reißnaht begrenzt ist, und der in der Tasche befindliche Gassackabschnitt das Fangband aufweist. Das Fangband dient zur Begrenzung der Ausdehnung des gefüllten Gassackes.
  • Der Gassackabschnitt ist in die Tasche hineingestülpt und die Innenseite des Gewebes des Gassackabschnittes liegt der Innenseite des Gewebes der Tasche gegenüber. Dadurch wird gewährleistet, dass die in der Regel beschichtete Innenseite des Gewebes einander gegenüberliegt und die Außenseite des Gassackgewebes hineingestülpt und zusammengefaltet innerhalb einer Tasche untergebracht ist.
  • Zwischen dem Fangband und der Reißnaht kann eine Trennebene angeordnet sein, die zumindest eine Durchtrittsöffnung für das Entfaltungsgas aufweist, so dass ein zweikammeriges System für den Gassack ausgebildet wird. Dies ist insbesondere bei Seitenairbags von Vorteil, um unterschiedliche Entfaltungsgeschwindigkeiten, Füllungsgrade und Standzeiten für einen Kopfairbag und einen Thoraxairbag bereitzustellen.
  • Zwischen Befestigungsstellen des Fangbandes an dem Gewebe des Gassackes, wobei das Fangband an der Innenseite des Gewebes angenäht ist, ist ein Verbindungsbereich des Gassackes angeordnet, der eingerollt oder zusammengelegt ist, damit das in der Regel kurze Fangband den Gewebeabschnitt umgeben kann, der im entfalteten Zustand einen Teil der Gassackaußenwandung bildet.
  • Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Figuren näher erläutert. Gleiche Bezugzeichen in den Figuren bezeichnen gleiche Elemente. Es zeigen:
  • 1 bis 6 – verschiedene Stadien des Verfahrens in einer ersten Ausgestaltungsform mit einem zweikammerigen Airbag; sowie
  • 8 bis 14 – verschiedene Stadien des Verfahrens in einer Variante mit einem einkammerigen Airbag.
  • In der 1 ist schematisch ein Gassack 1 in einem Anfangsstadium seiner Herstellung gezeigt. Der Gassack 1 weist einen ersten Gewebezuschnitt 2 für eine Thoraxkammer und einen zweiten Gewebezuschnitt 3 für eine Kopfkammer auf. Es ist ebenso vorgesehen, dass der Gassack als ein Thorax-Pelvis-Airbag eingesetzt wird, die Erfindung ist nicht auf die Anwendung als Kopf-Thorax-Airbag beschränkt. Beide Gewebezuschnitte 2, 3 sind über eine Naht 4, beispielsweise eine Nähnaht, Klebenaht oder Schweißnaht miteinander verbunden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Gassack 1 aus insgesamt vier Gewebezuschnitten hergestellt, da die Kopf- und die Thoraxkammer aus je zwei Gewebezuschnitten hergestellt werden. Grundsätzlich besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass sowohl die Kopfkammer als auch die Thoraxkammer aus je einem Gewebezuschnitt hergestellt werden, die entlang einer Falzlinie gefaltet und aufeinander gelegt werden. Um dann eine Kammer herzustellen, muss ein Vernähen nicht mehr über den gesamten Außenumfang erfolgen, vielmehr kann die Naht entlang der Falzlinie wegfallen.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist an dem Gewebezuschnitt 3 für die Kopfkammer ein Fangband 5 in Gestalt eines Gewebestreifens über eine erste Befestigungsnaht 6 festgelegt. Das Fangband 5 kann vor oder nach dem Befestigen des Gewebezuschnittes 3 für die Kopfkammer an dem Gewebezuschnitt 2 für die Thoraxkammer befestigt werden. Aus Gründen einer verbesserten Handhabkarkeit ist es zweckmäßig, das Fangband 5 vor dem Befestigen des Gewebezuschnittes 3 an dem Gewebezuschnitt 2 anzubringen.
  • Der Gewebezuschnitt 2 ist so gestaltet, dass nach dem Befestigen des Gewebezuschnittes 3 ein Gewebebereich 7 übersteht, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine halbmondförmige Kontur aufweist. Der Gewebebereich 7 dient zur Ausbildung einer Trennebene zwischen der Kopfkammer und der Thoraxkammer. Der Gewebebereich 7 wird durch die Naht 4 in Richtung Thoraxkammer begrenzt. In der 1 ist die Ansicht auf die Innenseite der Gewebezuschnitte 2, 3 gezeigt. Eine Kombination zweier, im Wesentlichen identischer Gewebezuschnitte wird angefertigt, ohne jedoch das Fangband 5 vorzusehen. Diese Kombination der zweiten Gewebezuschnitte wird dann auf die als Außenseite vorgesehene Seite als zweite Gewebelage aufgelegt. Die so mit ihren Außenseiten aufeinander liegenden Gewebezuschnitte werden an dem Kopfbereich mit einer ersten Naht 31 miteinander verbunden. Diese Naht 31 erstreckt sich ungefähr über die Hälfte des Gewebezuschnittes 3 für die Kopfkammer. Alternativ zu der Verbindungsnaht 31 kann in diesem Bereich auch der Gewebezuschnitt 3 gefaltet werden.
  • Der Bereich mit der Verbindungsnaht 31 oder der Falznaht wird dann eingerollt oder gefaltet, anschließend wird das Fangband 5 auf die zweite Lage des Gewebezuschnittes 3 bzw. auf den zweiten Gewebezuschnitt 30 aufgelegt, wie es in der 3 in einer Schnittdarstellung gezeigt ist. Das Fangband 5 wird dann mittels einer zweiten Befestigungsnaht 8 an der zweiten Lage des Gewebezuschnittes 3 bzw. an dem zweiten, korrespondierend zu dem ersten Gewebezuschnitt 3 ausgebildeten zweiten Gewebezuschnitt 30 befestigt. Zwischen den beiden Befestigungsnähten 6, 8 des Fangbandes 5 ist ein Verbindungsbereich 16b ausgebildet, der bereits einen Teil des geschlossenen Gassackes, vorliegend einen Teil der Kopfkammer, ausbildet.
  • Nach dem Zusammenrollen oder Zusammenfalten des Verbindungsbereiches 16 und dem Befestigen des Fangbandes 5 mittels der zweiten Befestigungsnaht 8 wird über eine zweite Naht 32 die Kopfkammer geschlossen. Optional kann eine Reißnaht 9 angebracht werden, die oberhalb der Naht 4 angeordnet ist. Dies ist in der 4 dargestellt. In der 4 ist ebenfalls gezeigt, dass der Gewebezuschnitt 2 für die Thoraxkammer an seinen Seiten durch Verbindungsnähte 21, 22 an den Seitenkanten geschlossen wird. An dem unteren Ende ist die Thoraxkammer mit einer Öffnung 23 versehen. In dem Fertigungszustand, wie er in der 4 dargestellt ist, ist der Gassack 1 an seinem äußeren Umfang vollständig geschlossen, lediglich an dem unteren Ende an der Unterkante ist eine Öffnung 23 ausgebildet. Die Gewebebereiche 7 für die Ausbildung einer Trennebene 17 sind noch nicht miteinander verbunden und befinden sich wie zwei Klappen auf einander gegenüberliegenden Seiten des Gassackes.
  • In der 5 ist eine mögliche Faltung der Kopfkammer gezeigt, die entlang dreier Faltlinien 10, 11, 12 im Rahmen einer Zickzackfaltung oder einer anderen Faltung zusammengelegt werden kann. Vorher kann ein Teil der Kopfkammer entlang einer diagonalen Achse eingeklappt werden, so dass eine im Wesentlichen dreieckige Kontur entsteht. Eine solchermaßen zusammengefaltete Kopfkammer wird dann nach innen in die Thoraxkammer hineingestülpt. Anschließend werden beide Gewebebereiche 7 aufeinander gelegt, so dass die Außenseiten aufeinander liegen. Anschließend wird durch eine Umfangsnaht 24 eine Verbindung zwischen den Gewebebereichen 7 hergestellt. In den Gewebebereichen 7 oder in der Umfangsnaht 24 können Durchtrittsöffnungen für Entfaltungsgas aus der Thoraxkammer in die Kopfkammer vorgesehen sein.
  • In der 6 ist der Zustand gezeigt, in dem die Gewebebereiche 7 miteinander verbunden sind und die zusammengefaltete Kopfkammer 20 sich innerhalb der Thoraxkammer 2 befindet. Oberhalb der Öffnung 23 kann eine Reißnaht 13 vorgesehen sein, um zu verhindern, dass die Kopfkammer 20 zu weit in die Thoraxkammer hineingeschoben wird. Durch das Verbinden der Gewebebereiche 7 wird eine Trennebene 17 zwischen der Kopfkammer 20 und der Thoraxkammer ausgebildet. Um den Gassack fertigzustellen, wird der untere Bereich der Thoraxkammer, der sich unterhalb der Reißnaht 13 befindet, nach oben umgeschlagen, wie durch die Pfeile angedeutet ist. Dadurch wird die Reißnaht 13 zu einer innen liegenden Abschlussnaht und die Innenseiten des Gewebezuschnittes 2 werden auf den oben liegenden Bereich oberhalb der Reißnaht 13 aufgelegt. Die Reißnaht 13 ist dabei so angeordnet, dass der Bereich unterhalb der Reißnaht 13 vollständig über den Bereich oberhalb der Reißnaht 13 gestülpt werden kann.
  • Der Zustand, in dem die Kopfkammer 20 und der obere Teil der Thoraxkammer mit den zusammengenähten Gewebebereichen 7 in dem Gewebezuschnitt 2 der Thoraxkammer hineingestülpt ist, ist in der 7 dargestellt. Anders ausgedrückt wird der untere Teil der Thoraxkammer umgestülpt und nimmt den oberen Teil des Gassackes auf. Die Unterkante mit der Öffnung 23 befindet sich in der Darstellung der 7 nunmehr oben und wird durch eine Abschlussnaht 14 verschlossen, so dass sich ein zusammengelegtes Paket ergibt. Gegebenenfalls kann noch eine Öffnung für das Einführen eines nicht dargestellten Gasgenerators in dem Paket ausgebildet sein, die nach dem Einführen eines Gasgenerators verschlossen wird. Die Unterkante des Gassackes ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel dasjenige Ende der Thoraxkammer, das der Kopfkammer gegenüberliegt.
  • Die 8 bis 14 zeigen Stadien der Herstellung eines einkammerigen Gassackes 1. Die 8 ist eine Draufsicht auf einen ersten Gassackzuschnitt 3, an dem ein Fangband 5 in Gestalt einer Stoffbahn über eine erste Befestigungsnaht 6 befestigt ist. Dargestellt ist die Innenseite des Gewebezuschnittes 3. Auf der Rückseite, Außenseite an Außenseite anliegend, ist ein zweiter Gewebezuschnitt 30 aufgelegt, der identisch zu dem ersten Gewebezuschnitt 3 ausgebildet ist. Beide Gewebezuschnitte 3, 30 werden entlang einer ihrer Seitenkanten über eine Naht 31 miteinander verbunden, insbesondere vernäht. Die Verbindungsnaht 31 erstreckt sich entlang einer Seitenkante und im Wesentlichen über die Hälfte des oberen Querbereiches der Gewebezuschnitte 3, 30. Unterhalb des Fangbandes 5 wird eine Reißnaht 13 angebracht, die sich zwischen dem Fangband 5 und dem unteren Ende des Gassackes 1 erstreckt. Nach dem Zusammennähen der beiden Gewebezuschnitte 3, 30 wird der Bereich mit der ersten Verbindungsnaht 31 in Richtung auf die Befestigungsnaht 6 des Fangbandes 5 zusammengefaltet oder zusammengerollt. Anschließend wird das Fangband über den zusammengerollten oder zusammengelegten Verbindungsbereich 16 des Gassackes 1 übergeschlagen und mit einer zweiten Befestigungsnaht 8 an dem zweiten Gewebezuschnitt 30 befestigt. Dieser Zustand ist in Schnittdarstellung in der 10 dargestellt. Die 11 zeigt diesen Zustand in schematischer, perspektivischer Darstellung, wobei die beiden Gewebezuschnitte 3, 30 aufgeklappt sind. Anschließend werden die beiden Gewebezuschnitte 3, 30 aufeinander gelegt, so dass die Außenseiten der Gewebezuschnitte 3, 30 aufeinander liegen. Anschließend wird eine zweite Naht 32 ausgeführt, um die zweiten Seitenkanten der Gewebezuschnitte 3, 30 miteinander zu verbinden. Dabei wird an der Unterkante des Gassackes eine Öffnung 23 offen gelassen. In dem in der 12 dargestellten Zustand ist der Gassack bis auf die Öffnung 23 an der Unterkante geschlossen. Zwischen der Unterkante und dem Fangband 5 ist die Reißnaht 13 angeordnet.
  • Entlang der Faltlinien 10, 11, 12 kann anschließend der Gassack zusammengefaltet werden. Der obere Teil des Gassackes liegt dann zusammengefaltet aufeinander und der untere Teil des Gassackes, also derjenige Teil, der sich zwischen der Reißnaht 13 und der Unterkante des Gassackes befindet, wird, wie in 13 angedeutet, über den bereits zusammengefalteten oberen Teil des Gassackes übergestülpt. Die Außenseite des Gassackes liegt somit außen, während die Reißnaht 13 einen Abschluss des Paketes bildet. Die Öffnung 23 kann durch eine Abschlussnaht 14 teilweise oder vollständig verschlossen werden. Gegebenenfalls kann eine Öffnung zum Einführen eines Gasgenerators verbleiben.
  • Statt einer Ausgestaltung aus zwei Gewebezuschnitten 3, 30 kann der Gassack auch aus einem einzigen Gewebezuschnitt ausgebildet sein, der entlang einer Seitenkante umgelegt wird, wobei sich diese Falzkante in einem Bereich erstreckt, der dem der ersten Verbindungsnaht 31 entspricht. Sofern es erforderlich ist, kann noch ein Teil am oberen Ende mit einer Naht verschlossen werden, um einen halb geschlossenen Zustand, so wie in der 8 dargstellt, zu erzeugen.
  • Ebenfalls ist es möglich, den vernähten Gassack, so wie er in den 7 oder 14 dargestellt ist, weiter zu falten, um ihn auf das gewünschte Packmaß zu bringen.

Claims (14)

  1. Verfahren zum Herstellen eines Gassackes aus zumindest einem Gewebezuschnitt mit einem innerhalb des Gassackes angeordneten Fangband, mit folgenden Schritten: a. Befestigen eines Endes des Fangbandes auf einer Innenseite des Gewebezuschnittes, b. Befestigen des zweiten Endes des Fangbandes an der Innenseite des Gewebezuschnitts unter Umfassung eines Verbindungsbereiches, c. Sicherstellen, dass die Gewebezuschnittaußenseiten aufeinander liegen, d. Anbringen einer Reißnaht zwischen dem Fangband und einer Unterkante des Gassackes, e. Zusammenlegen des Gassackabschnittes oberhalb der Reißnaht, f. Hineinstülpen des zusammengelegten Gassackabschnittes und Umstülpen des Gewebezuschnitts.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewebezuschnitt unter Ausbildung des Verbindungsbereiches zusammengeklappt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Gewebezuschnitte unter Ausbildung des Verbindungsbereiches miteinander vernäht, verklebt oder verschweißt werden.
  4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich zusammengefaltet oder eingerollt wird, bevor das zweite Ende des Fangbandes befestigt wird.
  5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich nur einen Teil des Gassackumfanges einnimmt und der Gewebezuschnitt nach der Befestigung des zweiten Endes des Fangbandes unter Ausbildung einer Öffnung an der Unterkante des Gassackzuschnittes verschlossen wird.
  6. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem unteren Ende des Gewebezuschnittes eine Öffnung zum Einführen eines Gasgenerators offengelassen wird.
  7. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Reißnaht und dem Fangband eine Trennebene angeordnet wird, die den Gassack in zwei Kammern trennt.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennebene durch Verbinden von überstehenden Gewebezuschnittsabschnitten gebildet wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die überstehenden Gewebezuschnittsabschnitte durch Verbinden mehrerer Gewebeteile ausgebildet werden.
  10. Gassack mit einer Öffnung zum Einführen eines Gasgenerators oder von Entfaltungsgas mit einem im Inneren angeordneten Fangband, dadurch gekenn zeichnet, dass im zusammengelegten, nicht entfalteten Zustand ein Gassackabschnitt, der im entfalteten Zustand der Öffnung (23) gegenüberliegt, in einer von dem Gewebezuschnitt (3, 30) gebildeten Tasche untergebracht ist, wobei die Tasche an einer Seite von einer Reißnaht (13) begrenzt ist und der in der Tasche befindliche Gassackabschnitt das Fangband (5) aufweist.
  11. Gassack nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gassackabschnitt in die Tasche hineingestülpt ist und die Innenseite des Gewebes des Gassackabschnittes der Innenseite des Gewebes der Tasche gegenüberliegt.
  12. Gassack nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewebezuschnitt (3, 30) beschichtet ist.
  13. Gassack nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Fangband (5) und der Reißnaht (13) eine Trennebene (17) angeordnet ist, die zumindest eine Durchtrittsöffnung für Entfaltungsgas aufweist.
  14. Gassack nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Befestigungsstellen (6, 8) des Fangbandes (5) an dem Gewebe ein Verbindungsbereich (16) des Gassackes eingerollt oder zusammengelegt angeordnet ist.
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