[go: up one dir, main page]

DE102008035574A1 - Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last Download PDF

Info

Publication number
DE102008035574A1
DE102008035574A1 DE102008035574A DE102008035574A DE102008035574A1 DE 102008035574 A1 DE102008035574 A1 DE 102008035574A1 DE 102008035574 A DE102008035574 A DE 102008035574A DE 102008035574 A DE102008035574 A DE 102008035574A DE 102008035574 A1 DE102008035574 A1 DE 102008035574A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
load
pressure
mast
lifting
drive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102008035574A
Other languages
English (en)
Inventor
Nick W. Greenwood
Miguel Zapico
Phillip Michael William Ireland
Mark J. Stent
Stephen J. Midhurst Newton
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde Material Handling GmbH
Original Assignee
Linde Material Handling GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Linde Material Handling GmbH filed Critical Linde Material Handling GmbH
Priority to DE102008035574A priority Critical patent/DE102008035574A1/de
Publication of DE102008035574A1 publication Critical patent/DE102008035574A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66FHOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
    • B66F9/00Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes
    • B66F9/06Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes movable, with their loads, on wheels or the like, e.g. fork-lift trucks
    • B66F9/075Constructional features or details
    • B66F9/0755Position control; Position detectors
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66FHOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
    • B66F9/00Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes
    • B66F9/06Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes movable, with their loads, on wheels or the like, e.g. fork-lift trucks
    • B66F9/075Constructional features or details
    • B66F9/12Platforms; Forks; Other load supporting or gripping members
    • B66F9/16Platforms; Forks; Other load supporting or gripping members inclinable relative to mast
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66FHOISTING, LIFTING, HAULING OR PUSHING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. DEVICES WHICH APPLY A LIFTING OR PUSHING FORCE DIRECTLY TO THE SURFACE OF A LOAD
    • B66F9/00Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes
    • B66F9/06Devices for lifting or lowering bulky or heavy goods for loading or unloading purposes movable, with their loads, on wheels or the like, e.g. fork-lift trucks
    • B66F9/075Constructional features or details
    • B66F9/20Means for actuating or controlling masts, platforms, or forks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Forklifts And Lifting Vehicles (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel (5) eines Flurförderzeugs befindlichen Last, wobei das Lastaufnahmemittel (5) an einem Hubgerüst (1) mittels eines mindestens einen Hubzylinder (6) aufweisenden Hubantriebs (7) anhebbar bzw. absenkbar ist und mittels eines mindestens einen Neigezylinder (17) aufweisenden Neigeantriebs (18) neigbar ist, wobei durch Bestimmen des Druckes des Hubantriebs (7) und durch Bestimmen des Druckes des Neigeantriebs (18) sowohl im beladenen Zustand als auch im unbeladenen Zustand das Lastgewicht und der Schwerpunktsabstand (L) der Last berechnet werden. Um die Kalibrierung des Druckes des Hubantriebs auf einfache Weise während des Betriebs des Flurförderzeugs durchzuführen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass anhand des Druckes des Neigeantriebs (18) der beladene Zustand oder der unbeladene Zustand ermittelt wird, wobei bei unbeladenem Zustand der Druck des Hubantriebs (7) als Referenzwert für die Bestimmung des Schwerpunktsabstandes (L) der Last erfasst wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last, wobei das Lastaufnahmemittel an einem Hubgerüst mittels eines mindestens einen Hubzylinder aufweisenden Hubantriebs anhebbar bzw. absenkbar ist und mittels eines mindestens einen Neigezylinder aufweisenden Neigeantriebs neigbar ist, wobei durch Bestimmen des Druckes des Hubantriebs und durch Bestimmen des Druckes des Neigeantriebs sowohl im beladenen Zustand als auch im unbeladenen Zustand das Lastgewicht und der Schwerpunktsabstand der Last berechnet werden.
  • Flurförderzeuge, beispielsweise Gegengewichtsgabelstapler oder Schubmaststapler, weisen als wesentliches Kennzeichen die Nenntragfähigkeit auf. Bei der Nenntragfähigkeit handelt es sich hierbei um diejenige Last, die unter bestimmten Standardrandbedingungen gehandhabt werden kann. Zu diesen Standardrandbedingungen zählt neben einer bestimmten Hubhöhe, dass sich der Lastschwerpunkt einer aufgenommenen Last innerhalb eines bestimmten Schwerpunkstabstandes befindet. Anhand dieser Nenntragfähigkeit werden in Versuchen die wirkliche Tragfähigkeit für weitere Hubhöhen und verschiedene Lastschwerpunktabstände ermittelt, um der Bedienperson die wirkliche Tragfähigkeit anhand eines Tragfähigkeitdiagramms zu verdeutlichen.
  • Um einer Bedienperson den Betrieb des Flurförderzeugs zu erleichtern und insbesondere während der Handhabung einer Last den stabilen Betrieb zu verdeutlichen, sind bereits Grafikanzeigen bekannt, bei denen die aufgenommene Last und der Schwerpunktsabstand der aufgenommenen Last als Ladezustand angezeigt werden, wobei der Bedienperson ungünstige Ladezustände, beispielsweise nahe an einer Kippgrenze, verdeutlicht werden können.
  • Aus der DE 32 03 553 A1 ist ein derartiges Flurförderzeug bekannt, bei dem der Bedienperson in einer Grafikanzeige der Ladezustand anhand des Lastgewichts und des Schwerpunkstabstandes der aufgenommenen Last angezeigt wird. Hierbei wird das Lastgewicht anhand des Druckes in einem Hubzylinder des Hubantriebs erfasst. Der Schwerpunktsabstand der Last wird mittels des erfassten Druckes im Hubantrieb sowie des erfassten Druckes in einem Neigezylinder eines Neigeantriebs anhand des Momentengleichgewichts um die von der Vorderachse gebildete Kippachse ermittelt. Hierbei wird das Lastgewicht aus der Differenz des Druckes im Hubantrieb mit Last und ohne Last berechnet. Die Berechnung des Schwerpunktsabstandes der Last erfolgt mittels der Differenz des Druckes des Neigeantriebs mit Last und ohne Last.
  • Um die aufgenommene Last sowie den Lastschwerpunkt aus den erfassten Drücken des Hubzylinders sowie des Neigezylinders bestimmen zu können, ist als Referenzwert der Druck des Hubzylinders im unbeladenen Zustand erforderlich. Bei der DE 32 03 553 A1 ist hierzu vorgesehen, dass die Bedienperson das unbeladene Hubgerüst in eine senkrechte Stellung beaufschlagt und anschließend einen Kalibrierknopf betätigt, so dass der Druck des Hubzylinders in einem Betriebszustand ohne Last erfasst werden kann. Hierbei ist durch eine Überwachungsschaltung noch zu überprüfen, dass der gemessene Druck einen bestimmten Grenzwert unterschreitet, um sicherzustellen, dass von der Bedienperson die Kalibrierung bei unbeladenem Hubgerüst durchgeführt und somit ein Referenzwert des Druckes des Hubzylinders für das unbeladene Hubgerüst erfasst wurde.
  • Bei einer derartigen Kalibrierung und Referenzwerterfassung des Hubantriebs ist jedoch nachteilig, dass diese von der Bedienperson durchgeführt werden muss und zusätzlich Zeit benötigt, während der mit dem Flurförderzeug kein Materialumschlag erzielt werden kann.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei der die Kalibrierung des Druckes des Hubantriebs auf einfache Weise während des Betriebs des Flurförderzeugs durchgeführt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass anhand des Druckes des Neigeantriebs der beladene Zustand oder der unbeladene Zustand ermittelt wird, wobei bei unbeladenem Zustand der Druck des Hubantriebs als Referenzwert für die Bestimmung des Schwerpunktsabstandes der Last erfasst wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird anhand des erfassten Druckes des Neigeantriebs ermittelt, ob ein beladener Zustand des Lastaufnahmemittels oder ein unbeladener Zustand des Lastaufnahmemittels vorliegt. Die Erfindung macht sich hierbei die Erkenntnis zu nutze, dass das Moment des Lastaufnahmemittels um die Neigeachse, das von dem Neigeantrieb mittels eines entsprechenden Druckes abzustützen ist, von der Last abhängt. Im unbeladenen Zustand des Lastaufnahmemittels ist lediglich ein geringes Moment durch einen entsprechenden geringen Druck im Neigeantrieb abzustützen. Entsprechend ist im beladenen Zustand des Lastaufnahmemittels ein entsprechend erhöhter Druck für ein vergrößertes Moment erforderlich. Hierdurch kann die Kalibrierung des Hubantriebs automatisiert werden und während des Betriebs des Flurförderzeugs, beispielsweise beim im Betrieb des Flurförderzeugs auftretenden Anheben des unbeladenen Lastaufnahmemittels durchgeführt werden.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird hierbei bei der Betätigung des Hubantriebs zum Anheben des Lastaufnahmemittels der Druck des Neigeantriebs erfasst und mit einem voreingestellten Grenzwert verglichen, wobei bei Unterschreiten des Grenzwertes ein Kalibriermodus durchgeführt wird, in dem der gemessene Druck des Hubantriebs als Referenzwert für den unbeladenen Zustand ermittelt wird, und bei Überschreiten des Grenzwertes in einem Berechnungsmodus anhand des gemessenen Druckes des Hubantriebs und des gemessenen Druckes des Neigeantriebs das Lastgewicht berechnet und der Schwerpunktsabstand der Last berechnet wird. Anhand des Grenzwertes des Druckes des Neigeantriebs kann auf einfache Weise der unbeladene Zustand und der beladene Zustand des Lastaufnahmemittels ermittelt werden und im unbeladenen Zustand der Kalibriermodus durchgeführt werden bzw. im beladenen Zustand das Lastgewicht und der Schwerpunktsabstand berechnet werden. Mit einem derartigen Verfahren kann ohne Eingriff der Bedienperson während des Betriebs des Flurförderzeugs auf einfache Weise während des Anhebens, insbesondere bei jedem Anheben, des unbeladenen Lastaufnahmemittels ständig und kontinuierlich der Referenzwert für den Hubantrieb ermittelt werden und der Hubantrieb kalibriert werden. Hierdurch können im Betrieb des Flurförderzeugs auf einfache Weise Einflussgrößen wie beispielsweise die Reibungskräfte zwischen dem Lastaufnahmemittel und dem Hubgerüst, die beispielsweise von dem Schmierungszustand und von dem Verschleiß abhängen, und die Viskosität des Druckmittels berücksichtigt werden, die sich mit der Betriebstemperatur ändert und von den Umgebungstemperaturen abhängt. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können somit durch eine ständig erfolgende Kalibrierung des Hubantriebs und einer Ermittlung des aktuellen Referenzwertes für den Druck des Hubantriebs zum Anheben des unbeladenen Lastaufnahmemittels das Lastgewicht und der Schwerpunktsabstand der Last in genauer Weise ermittelt werden.
  • Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird der im Kalibriermodus erfasste Referenzwert des Druckes des Hubantriebs mit einem Durchschnittswert mehrerer, in vorhergehenden Kalibriermodi erfassten Referenzwerte verglichen und bei in einem Durchschnittsbereich liegendem Referenzwert der erfasste Referenzwert des Druckes des Hubantriebs als neuer Referenzwert für die Berechnung des Lastgewichts und des Schwerpunktsabstandes der Last verwendet. Bei der Erfindung wird aus den Referenzwerten des Druckes des Hubantriebs mit unbeladenem Lastaufnahmemittel über mehrere nacheinander folgende Kalibriermodi ein Durchschnittswert gebildet und der aktuell erfasste Referenzwert im aktuellen Kalibriermodus mit dem Durchschnittswert der vorhergehenden Kalibriermodi verglichen. Der aktuelle Referenzwert wird hierbei nur dann als neuer Referenzwert verwendet, wenn der aktuelle Referenzwert innerhalb einer zulässigen Streuung des Durchschnittswertes liegt. Hierdurch wird auf einfache Weise vermieden, dass unreelle Referenzwerte, beispielsweise beim Anheben des unbeladenen Lastaufnahmemittels und Anstoßen des angehobenen Hubgerüstes an einem Regal oder einem Dach oder ähnliches, die von dem Durchschnittswert vorhergehender Referenzwerte weit abweichen, als neuer Referenzwert verwendet werden.
  • Besondere Vorteile ergeben sich, wenn gemäß einer Ausgestaltungsform der Erfindung der Schwerpunktsabstand der Last aus dem Momentengleichgewicht der Last um die Neigeachse des Lastaufnahmemittels berechnet wird. Hierdurch kann bei einem mittels eines Neigeantriebs neigbaren Lastaufnahmemittel, beispielsweise einem aus zwei Lastgabeln bestehenden Lastaufnahmemittel, die an einem in dem Hubgerüst anhebbar und absenkbar angeordneten Hubschlitten mittels mindestens eines Neigezylinders um eine Neigeachse neigbar angeordnet sind, auf einfache Weise aus dem Druck des Neigezylinders und dem Lastgewicht sowie dem konstruktiv bedingten Abstand des Neigezylinders von der Neigeachse des Lastaufnahmemittels der Schwerpunktsabstand der Last berechnet werden.
  • Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird zudem die seitliche Lastexzentrizität anhand der von dem Lastaufnahmemittel auf das Hubgerüst ausgeübten seitlichen Kräfte ermittelt. Die Erfindung macht sich hierbei die Erkenntnis zu nutze, dass bei mittiger Lastaufnahme die seitliche Kräfte des Lastaufnahmemittels auf das Hubgerüst im Wesentlichen gleich groß sind und bei einer außermittigen Lastaufnahme die von dem Lastaufnahmemittel auf das Hubgerüst ausgeübten seitlichen Kräfte unterschiedliche Größe aufweisen. Aus dem Unterschied der beiden seitlichen Kräfte und der Geometrie des Lastaufnahmemittels kann hierbei die seitliche Exzentrizität der aufgenommen Last ermittelt werden. Mit diesen von dem Lastaufnahmemittel auf das Hubgerüst ausgeübten seitlichen Kräften kann somit bei dem erfindungsgemäßen Verfahren neben dem Schwerpunktsabstand der Last weiterhin die seitliche Verschiebung des Schwerpunktes der aufgenommenen Last auf einfache Weise ermittelt werden, wodurch mit dem erfindungsgemäßen Verfahren der Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittels eines Flurförderzeugs befindlichen Last in genauer Weise bestimmt werden kann.
  • Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung kann die seitliche Lastexzentrizität anhand der seitlichen Durchbiegung des Hubgerüstes ermittelt wird. Bei einer außermittigen Lastaufnahme verformt sich das Hubgerüst in seitlicher Richtung. Aus dieser Verformung des Hubgerüstes kann in Verbindung mit dem erfassten Lastgewicht aus dem Druck des Hubantriebs und der Hubhöhe des Lastaufnahmemittels, die mit einem weiteren geeigneten Sensor erfasst werden kann, die seitliche Verschiebung des Schwerpunktes der aufgenommenen Last in einfacher Weise ermittelt werden, um mit dem erfindungsgemäßen Verfahren den Lastschwerpunkt einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last in genauer Weise bestimmen zu können.
  • Eine Kalibrierung für die Bestimmung der Lastexzentrizität kann auf einfache Weise während des Betriebs des Flurförderzeugs erfolgen, wenn bei Unterschreiten des Grenzwertes des Druckes des Neigeantriebs und in einer Mittelstellung befindlichem Lastaufnahmemittel in dem Kalibriermodus Referenzwerte für die seitlichen Kräfte bzw. die seitliche Durchbiegung erfasst werden. Hierdurch können bei mittig angeordnetem und unbeladenem Lastaufnahmemittel auf einfache Weise ständig während des Betriebs des Flurförderzeugs aktuelle Referenzwerte für die seitlichen Kräfte bzw. aktuelle Referenzwerte für die seitliche Durchbiegung des Hubgerüstes ermittelt werden, um die Ermittlung der Lastexzentrizität fortlaufend zu kalibrieren.
  • Die Erfindung betrifft weiterhin ein Flurförderzeug mit einem Hubgerüst und einem in dem Hubgerüst mittels eines mindestens einen Hubzylinder aufweisenden Hubantriebs auf- und abbewegbar angeordnetem Hubschlitten, an dem ein Lastaufnahmemittel mittels eines zumindest einen Neigezylinder aufweisenden Neigeantriebs neigbar angeordnet ist, wobei zur Erfassung des Drucks des Hubantriebs dem Hubzylinder ein Drucksensor zugeordnet ist und zur Erfassung des Druckes des Neigeantriebs dem Neigezylinder ein Drucksensor zugeordnet ist, wobei das Flurförderzeug zur Lösung der oben genannten Aufgabe mit einer Steuereinrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens versehen ist.
  • Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Hubschlitten in zwei seitlich beabstandeten Hubmastprofilen auf- und abbewegbar gelagert, wobei zur Erfassung der von dem Lastaufnahmemittel auf das Hubgerüst ausgeübten seitlichen Kräfte jeweils eine zwischen dem Hubschlitten und dem entsprechenden Hubmastprofil angeordnete Sensoreinrichtung vorgesehen ist. Mit zwei derartigen Sensoreinrichtungen können die seitlichen Kräfte zwischen dem Hubschlitten und dem entsprechenden Hubmastprofil auf einfache Weise ermittelt werden, um die seitliche Verschiebung der Last und somit die seitliche Lastexzentrizität zu ermitteln.
  • Die Sensoreinrichtung weist hierbei gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform der Erfindung eine zwischen dem Hubschlitten und dem Hubmastprofil angeordnete federbelastete Laufrolle auf. Eine derartige Sensoreinrichtung, die an dem Hubschlitten angeordnet und mittels der Lastrolle an dem Hubmastprofil abgestützt ist, ermöglicht es auf einfache und zuverlässige Weise aus dem Federweg bzw. der Federkraft die seitlichen Kräfte zwischen dem Lastaufnahmemittel und dem entsprechenden Hubmastprofil zu bestimmen.
  • Bei einer Ausführungsform der Erfindung, bei der die seitliche Lastexzentrizität anhand der seitlichen Durchbiegung des Hubgerüstes erfasst wird, ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung zur Erfassung der seitlichen Durchbiegung des Hubgerüsts, das von zwei seitlich beabstandeten Hubmastprofilen gebildet ist, an den Seiten jedes Hubmastprofils eine Dehnungsmessstreifeneinrichtung angeordnet. Mit derartigen an den Außenseiten oder den Innenseiten der beiden Hubmastprofile angeordneten Dehnungsmessstreifeneinrichtungen kann anhand der ermittelten Kräfte die seitliche Durchbiegung des Hubgerüstes auf einfache Weise erfasst werden. Sofern hierbei die Dehnungsmessstreifeneinrichtungen jeweils einen in Längsrichtung der Hubmastprofile und senkrecht dazu angeordnete Dehnungsmessstreifen umfassen, kann die seitliche Verformung der Hubmastprofile, die aus der Lastexzentrizität herrührt, sicher und auf einfache Weise ermittelt werden.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Hierbei zeigt
  • 1 ein Hubgerüst eines erfindungsgemäßen Flurförderzeugs in einer Vorderansicht,
  • 2 das Hubgerüst der 1 in einem Querschnitt,
  • 3 die Kraftverhältnisse an dem Lastaufnahmemittel,
  • 4 das Lastaufnahmemittel in einer Vorderansicht,
  • 5 das Hubgerüst in einer Vorderansicht bei seitlicher Lastexzentrizität und
  • 6 ein Blockdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Das Hubgerüst 1 eines erfindungsgemäßen Flurförderzeugs weist zwei seitlich beabstandete Hubmastprofile 2a, 2b eines Standmastes 2, in denen jeweils ein Hubmastprofil 3a, 3b eines Ausfahrmastes 3 längsverschiebbar angeordnet ist. In den Hubmastprofilen 3a, 3b des Ausfahrmastes 3 ist ein Lastaufnahmemittel 5 anhebbar und absenkbar angeordnet. Zum Anheben und Absenken des Lastaufnahmemittels 5 ist ein von mindestens einem Hubzylinder 6 gebildeter Hubantrieb 7 vorgesehen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Hubzylinder 7 am Standmast 2 angeordnet und steht mit einer ausfahrenden Kolbenstange mit dem Ausfahrmast 3 in Verbindung. An dem Lastaufnahmemittel 5 sind als Hubketten ausgebildete Hubmittel 8 befestigt, die über am oberen Bereich des Ausfahrmastes 3 angeordnete Umlenkrollen 9 am Standmast 1 befestigt sind.
  • Zur Erfassung des im Hubzylinder 6 anstehenden Druckes ist ein Drucksensor 10 vorgesehen.
  • Anstelle des dargestellten Hubgerüstes mit einem Standmast 2 und einem Ausfahrmast 3, einem sogenannten Duplex-Hubgerüst, kann das erfindungsgemäße Flurförderzeug mit allen anderen Arten von Hubgerüsten versehen sein, beispielsweise einem Triplex-Hubgerüst, mit einem Standmast und zwei Ausfahrmasten. Anstelle eines den Standmast anhebenden Hubzylinders, der mittels entsprechender, beispielsweise als Hubketten ausgebildeter Hubmittel weiterhin mit dem Lastaufnahmemittel in Wirkverbindung steht, um dieses anzuheben bzw. abzusenken, kann der Hubzylinder ebenfalls als sogenannter Freihubzylinder ausgebildet werden, der im Ausfahrmast angeordnet ist und mit dem Lastaufnahmemittel in Wirkverbindung steht, wobei zum Anheben des Ausfahrmastes weitere Hubzylinder vorgesehen sind. Bei einem derartigen Hubgerüst mit mehreren Hubzylindern ist zur Erfassung der in den Hubzylindern anstehenden Drücke an geeigneter Stelle ein Drucksensor vorzusehen. Zudem kann zur Erfassung der Hubhöhe des Lastaufnahmemittels 5 ein geeigneter Hubhöhensensor an dem Hubgerüst 1 vorgesehen sein.
  • Zwischen den Stegen der beispielsweise U-förmigen Hubmastprofile 3a, 3b des Ausfahrmastes 3 ist – wie aus der 2 ersichtlich ist – mittels entsprechender Führungsrollen 12a, 12b ein Hubschlitten 11 längsverschiebbar gelagert ist. An dem Hubschlitten 11 ist ein Gabelträger 14 neigbar um eine Neigeachse 13 angeordnet, an dem das beispielsweise von zwei Gabelzinken 15 gebildete Lastaufnahmemittel 5 angeordnet ist. Der Gabelträger 14 und somit das von den Gabelzinken 15 gebildete Lastaufnahmemittel 5 ist mittels eines mindestens einen Neigezylinder 17 aufweisenden Neigeantriebs 18 um die Neigeachse 13 neigbar. Der Neigezylinder 17 ist hierbei in dem Hubschlitten 11 angeordnet und steht mit einer ausfahrbaren Kolbenstange mit dem Gabelträger 14 in Verbindung.
  • Zur Erfassung des im Neigezylinder 17 anstehenden Druckes ist ein Drucksensor 20 vorgesehen.
  • Aus dem im Hubzylinder 7 anstehenden Druck, der mittels des Drucksensors 10 erfasst wird, kann hierbei nach einer Korrektur des Leergewichtes des Lastaufnahmemittels 5 und den auftretenden Reibungskräften das Lastgewicht G einer auf dem Lastaufnahmemittel 5 befindlichen Last ermittelt werden. Da sich hierbei das Lastaufnahmemittel 5 an dem Neigezylinder 17 abstützt, kann weiterhin aus dem Lastgewicht G und dem mittels des Drucksensors 20 erfassten Druckes des Neigezylinders 17 sowie dem konstruktionsbedingten und bekannten vertikalen Abstand A des Neigezylinders 17 von der Neigeachse aus dem Momentengleichgewicht um die Neigeachse 13 der Schwerpunktsabstand L der Last berechnet werden, wie in 3 dargestellt ist.
  • Zur Erfassung der seitlichen Lastexzentrizität einer auf dem Lastaufnahmemittel 5 angeordneten Last können gemäß der Ausgestaltungsform der Erfindung gemäß der 4 zwei Sensoreinrichtungen 22a, 22b vorgesehen sein, die die von dem Lastaufnahmemittel 5 auf das jeweilige Hubmastprofil 3a, 3b ausgeübten seitlichen Kräfte erfasst. Die Sensoreinrichtungen 22a, 22b sind jeweils von einer Laufrolle 23 gebildet, die mittels einer Feder 24 in Richtung der Innenflächen 25a, 25b der Hubmastprofile 3a, 3b des Ausfahrmastes 3 beaufschlagt werden, die von den Innenseiten der Flansche der U-förmigen Hubmastprofile 3a, 3b des Ausfahrmastes 3 gebildet werden. Die Sensoreinrichtungen 22a, 22b sind hierbei an dem Hubschlitten 14 abgestützt, der mittels der Führungsrollen 12a, 12b in den Hubmastprofilen 3a, 3b geführt ist. Die Federwege bzw. die Federkräfte der Federn 24 der Sensoreinrichtungen 22a, 22b sind ein Maß für die seitliche Verschiebung des Schwerpunktes der auf dem Lastaufnahmemittel 5 aufgenommenen Last, so dass aus der Differenz der beiden mit den Sensoreinrichtungen 22a, 22b erfassten Kräfte die seitliche Lastexzentrizität bestimmt werden kann.
  • Mittels einer nicht dargestellten Seitenschubeinrichtung kann der Gabelträger 14 relativ zu dem Hubschlitten 11 seitlich verschoben werden.
  • Gemäß der Ausführungsform der 5 können zur Erfassung der seitlichen Lastexzentrizität S und somit des seitlichen Abstand des Lastschwerpunktes von der Mittelebene des Hubgerüstes 1 einer auf dem Lastaufnahmemittel 5 angeordneten Last eine seitliche Durchbiegung der Hubmastprofile 2a, 2b des Standmastes 2 erfassende Dehnungsmessstreifeneinrichtungen 26a, 26b vorgesehen sein, die im unteren Bereich des Standmastes 2 beispielsweise an den Außenflächen der Hubmastprofile 2a, 2b des Standmastes 2 angeordnet sind, wobei die Außenflächen von den Außenseiten der Flansche der U-förmigen Hubmastprofile 2a, 2b gebildet sind. Anhand der von den Dehnungsmessstreifeneinrichtungen 26a, 26b erfassten Kräfte, die von der seitlichen Durchbiegung der Hubmastprofile 2a, 2b des Standmastes abhängen, kann ebenfalls die seitliche Lastexzentrizität auf einfache Weise bestimmt werden.
  • In der 6 ist ein Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf dem Lastaufnahmemittel 5 befindlichen Last dargestellt.
  • In einem Schritt S1 wird beispielsweise anhand der Betätigung eines Sollwertgebers, beispielsweise eines Joysticks, die Ansteuerung des Hubantriebs 7 zum Anheben des Lastaufnahmemittels 5 erfasst.
  • In einem darauffolgenden Schritt S2 wird der Druck des Neigezylinders 17 mittels des Drucksensors 20 erfasst und mit einem voreingestellten Grenzwert verglichen.
  • Unterschreitet der gemessene Druck des Neigezylinders 17 den Grenzwert liegt ein unbeladener Zustand zum Anheben des unbeladenen Lastaufnahmemittels 5 vor und das Programm geht in einen Kalibriermodus K. Übersteigt der Druck des Neigezylinders 17 den Grenzwert liegt ein beladener Zustand zum Anheben einer auf dem Lastaufnahmemittel 5 befindlichen Last vor, wobei das Programm in einen Berechnungsmodus B geht.
  • In dem Kalibriermodus K wird in einem Schritt S3 der Druck des Hubzylinders 7 mittels des Drucksensors 10 erfasst und als neuer Referenzwert für das unbeladene Lastaufnahmemittel verwendet. Hierbei kann aus mehreren erfassten Referenzwerten vorhergehender Kalibriermodi ein Durchschnittswert berechnet werden und der aktuell erfasste Referenzwert lediglich dann als neuer Referenzwert verwendet werden, wenn sich dieser innerhalb eines bestimmten Durchschnittsbereichs befindet.
  • In einem weiteren Schritt S4 kann bei einem mittels einer Seitenschubeinrichtung seitlich verstellbaren Lastaufnahmemittel 5 die mittige Position des Lastaufnahmemittels 5 erfasst werden, beispielsweise mittels einer geeigneten Sensoreinrichtung, und in der mittigen Position des Lastaufnahmemittels 5 in einem Schritt S5 ein Kalibriermodus für die Bestimmung der Lastexzentrizität durchgeführt werden, in dem die Messwerte der Sensoreinrichtungen 22a, 22b bzw. der Dehnungsmessstreifeneinrichtungen 26a, 26b als neue Referenzwerte für die Bestimmung der seitlichen Lastverschiebung verwendet werden.
  • Übersteigt der im Schritt S2 erfasste Druck des Neigeantriebs 17 den Grenzwert für das unbeladene Lastaufnahmemittel 5, geht das Programm in den Berechnungsmodus, in dem in einem Schritt S6 mittels des Drucksensors 10 der Druck des Hubzylinders 7 für das beladene Lastaufnahmemittel erfasst wird, und aus der Differenz des erfassten Druckwertes mit Last und dem aktuellen Referenzwert für das unbeladenen Lastaufnahmemittel das Lastgewicht G bestimmt werden kann.
  • In einem weiteren Schritt S7 wird mittels des Drucksensors 20 der Druck des Neigezylinders 17 erfasst, wobei mit dem bekannten Lastgewicht G, dem Abstand A des Neigezylinders 17 von der Neigeachse 13 und dem Momentengleichgewicht um die Neigeachse 13 – wie in 3 verdeutlicht – in einem Schritt S8 der Schwerpunktsabstand der Last L bestimmt werden kann.
  • Sofern weiterhin gemäß den 5 oder 6 Sensoreinrichtungen 22a, 22b bzw. Dehnungsmessstreifeneinrichtungen 26a, 26b zur Erfassung der Lastexzentrizität vorhanden sind, können in einem weiteren Schritt S9 die mit den Sensoreinrichtungen 22a, 22b bzw. den Dehnungsmessstreifeneinrichtungen 26a, 26b ermittelten Kräfte erfasst werden, um in einem weiteren Schritt S10 gegebenenfalls mit der Hubhöhe und dem Lastgewicht G die seitliche Verschiebung S des Lastschwerpunktes der mit dem Lastaufnahmemittel 5 aufgenommen Last zu bestimmen.
  • Die ermittelte Schwerpunktslage des Lastschwerpunktes der aufgenommenen Last kann hierbei der Bedienperson angezeigt und/oder zur Beeinflussung des Flurförderzeugs, beispielsweise Begrenzung der Hubhöhe, Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit und/oder der Beschleunigung verwendet werden.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann während des Betriebs des Flurförderzeugs in dem Kalibriermodus K bei jedem Anheben des leeren Lastaufnahmemittels 5 der zum Anheben des unbeladenen Lastaufnahmemittels 5 erforderliche Druck des Hubzylinders 6 als aktueller Referenzwert ermittelt werden, so dass neben dem Leergewicht des Lastaufnahmemittels 5 weitere Einflussgrößen, beispielsweise die Reibungskräfte zwischen dem Lastaufnahmemittel 5 und dem Hubgerüst 1 und temperaturbedingte Änderungen der Viskosität des Druckmittels auf einfache Weise bei der Ermittlung des Lastschwerpunktes der aufgenommenen Last berücksichtigt werden können.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 3203553 A1 [0004, 0005]

Claims (11)

  1. Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last, wobei das Lastaufnahmemittel an einem Hubgerüst mittels eines mindestens einen Hubzylinder aufweisenden Hubantriebs anhebbar bzw. absenkbar ist und mittels eines mindestens einen Neigezylinder aufweisenden Neigeantriebs neigbar ist, wobei durch Bestimmen des Druckes des Hubantriebs und durch Bestimmen des Druckes des Neigeantriebs sowohl im beladenen Zustand als auch im unbeladenen Zustand das Lastgewicht und der Schwerpunktsabstand der Last berechnet werden, dadurch gekennzeichnet, dass anhand des Druckes des Neigeantriebs (18) der beladene Zustand oder der unbeladene Zustand ermittelt wird, wobei bei unbeladenem Zustand der Druck des Hubantriebs (7) als Referenzwert für die Bestimmung des Schwerpunktsabstandes (L) der Last erfasst wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Betätigung des Hubantriebs (7) zum Anheben des Lastaufnahmemittels (5) der Druck des Neigeantriebs (18) erfasst und mit einem voreingestellten Grenzwert verglichen wird, wobei bei Unterschreiten des Grenzwertes ein Kalibriermodus (K) durchgeführt wird, in dem der gemessene Druck des Hubantriebs (7) als Referenzwert für den unbeladenen Zustand ermittelt wird, und bei Überschreiten des Grenzwertes in einem Berechnungsmodus (B) anhand des gemessenen Druckes des Hubantriebs (7) und des gemessenen Druckes des Neigeantriebs (18) das Lastgewicht (G) berechnet und der Schwerpunktsabstand (L) der Last berechnet wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der im Kalibriermodus (K) erfasste Referenzwert des Druckes des Hubantriebs (7) mit einem Durchschnittswert mehrerer, in vorhergehenden Kalibriermodi erfassten Referenzwerten verglichen wird und bei in einem Durchschnittsbereich liegendem Referenzwert der erfasste Referenzwert des Druckes des Hubantriebs (7) als neuer Referenzwert für die Berechnung des Lastgewichts (G) und des Schwerpunkstabstandes (L) der Last verwendet wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwerpunktsabstand (L) der Last aus dem Momentengleichgewicht der Last um die Neigeachse (13) des Lastaufnahmemittels (5) berechnet wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Lastexzentrizität (S) anhand der von dem Lastaufnahmemittel (5) auf das Hubgerüst (1) ausgeübten seitlichen Kräfte ermittelt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Lastexzentrizität (S) anhand der seitlichen Durchbiegung des Hubgerüstes (1) ermittelt wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei Unterschreiten des Grenzwertes des Druckes des Neigeantriebs (17) und in einer Mittelstellung befindlichem Lastaufnahmemittel (5) in dem Kalibriermodus (K) Referenzwerte für die seitlichen Kräfte bzw. die seitliche Durchbiegung erfasst werden.
  8. Flurförderzeug mit einem Hubgerüst (1) und einem in dem Hubgerüst (1) mittels eines mindestens einen Hubzylinder (6) aufweisenden Hubantriebs (7) auf- und abbewegbar angeordneten Hubschlitten (11), an dem ein Lastaufnahmemittel (5) mittels eines zumindest einen Neigezylinder (17) aufweisenden Neigeantriebs (18) neigbar angeordnet ist, wobei zur Erfassung des Drucks des Hubantriebs (7) dem Hubzylinder (6) ein Drucksensor (10) zugeordnet ist und zur Erfassung des Druckes des Neigeantriebs (18) dem Neigezylinder (17) ein Drucksensor (20) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 vorgesehen ist.
  9. Flurförderzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hubschlitten (11) in zwei seitlich beabstandeten Hubmastprofilen (3a; 3b) auf- und abbewegbar gelagert ist, wobei zur Erfassung der von dem Lastaufnahmemittel (5) auf das Hubgerüst (1) ausgeübten seitlichen Kräfte jeweils eine zwischen dem Hubschlitten (11) und dem entsprechenden Hubmastprofil (3a; 3b) angeordnete Sensoreinrichtung (22a; 22b) vorgesehen ist.
  10. Flurförderzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (22a; 22b) eine zwischen dem Hubschlitten (11) und dem Hubmastprofil (3a; 3b) angeordnete federbelastete Laufrolle (23) aufweist.
  11. Flurförderzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der seitlichen Durchbiegung des Hubgerüsts (1), das von zwei seitlich beabstandeten Hubmastprofilen (2a; 2b) gebildet ist, an den Seiten jedes Hubmastprofils (2a; b) eine Dehnungsmessstreifeneinrichtung (26a; 26b) angeordnet ist.
DE102008035574A 2008-07-30 2008-07-30 Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last Withdrawn DE102008035574A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102008035574A DE102008035574A1 (de) 2008-07-30 2008-07-30 Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102008035574A DE102008035574A1 (de) 2008-07-30 2008-07-30 Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102008035574A1 true DE102008035574A1 (de) 2010-02-04

Family

ID=41461499

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102008035574A Withdrawn DE102008035574A1 (de) 2008-07-30 2008-07-30 Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102008035574A1 (de)

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2450305A1 (de) 2010-11-06 2012-05-09 Jungheinrich Aktiengesellschaft Flurförderzeug mit Verformungssensor im Neigezylinder
DE102011118984A1 (de) 2011-11-19 2013-05-23 Jungheinrich Aktiengesellschaft Vorrichtung und Verfahren zur Messung von Last und Lastschwerpunktabstand bei einem Flurförderzeug
DE102014117334A1 (de) 2014-11-26 2016-06-02 Still Gmbh Dehnungsmessstreifenmodul, Montageverfahren an einer mobilen Arbeitsmaschine sowie mobile Arbeitsmaschine
EP3050840A1 (de) * 2015-01-30 2016-08-03 Jungheinrich Aktiengesellschaft Kenngrössenbestimmung für flurförderzeuge
EP3670428A1 (de) * 2018-12-20 2020-06-24 STILL GmbH Verfahren zur lastbestimmung bei einem flurförderzeug und flurförderzeug
EP3760574A1 (de) * 2019-07-04 2021-01-06 Linde Material Handling GmbH Flurförderzeug
EP4261182A1 (de) * 2022-04-12 2023-10-18 Linde Material Handling GmbH Flurförderzeug mit einer tragfähigkeits-kontrolleinrichtung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3203553A1 (de) 1981-02-04 1982-10-28 Kabushiki Kaisha Toyoda Jidoshokki Seisakusho, Kariya, Aichi Verfahren und vorrichtung zur anzeige des ladezustandes fuer einen gabelstapler

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3203553A1 (de) 1981-02-04 1982-10-28 Kabushiki Kaisha Toyoda Jidoshokki Seisakusho, Kariya, Aichi Verfahren und vorrichtung zur anzeige des ladezustandes fuer einen gabelstapler

Cited By (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2450305A1 (de) 2010-11-06 2012-05-09 Jungheinrich Aktiengesellschaft Flurförderzeug mit Verformungssensor im Neigezylinder
DE102010050683A1 (de) 2010-11-06 2012-05-10 Jungheinrich Aktiengesellschaft Flurförderzeug mit Verformungssensor im Neigezylinder
DE102011118984A1 (de) 2011-11-19 2013-05-23 Jungheinrich Aktiengesellschaft Vorrichtung und Verfahren zur Messung von Last und Lastschwerpunktabstand bei einem Flurförderzeug
DE102011118984B4 (de) 2011-11-19 2023-10-12 Jungheinrich Aktiengesellschaft Vorrichtung zur Messung von Last und Lastschwerpunktabstand bei einem Flurförderzeug
DE102014117334A1 (de) 2014-11-26 2016-06-02 Still Gmbh Dehnungsmessstreifenmodul, Montageverfahren an einer mobilen Arbeitsmaschine sowie mobile Arbeitsmaschine
EP3050840A1 (de) * 2015-01-30 2016-08-03 Jungheinrich Aktiengesellschaft Kenngrössenbestimmung für flurförderzeuge
EP3670428A1 (de) * 2018-12-20 2020-06-24 STILL GmbH Verfahren zur lastbestimmung bei einem flurförderzeug und flurförderzeug
EP3760574A1 (de) * 2019-07-04 2021-01-06 Linde Material Handling GmbH Flurförderzeug
EP4261182A1 (de) * 2022-04-12 2023-10-18 Linde Material Handling GmbH Flurförderzeug mit einer tragfähigkeits-kontrolleinrichtung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102008035574A1 (de) Verfahren zur Bestimmung des Lastschwerpunktes einer auf einem Lastaufnahmemittel eines Flurförderzeugs befindlichen Last
EP2172413B2 (de) Verfahren zur Anzeige zulässiger Lasten
DE102017011302B4 (de) Gabelstapler
EP0483493A2 (de) Flurförderzeug mit einer Überwachungseinrichtung für den Belastungszustand
DE102008020592A1 (de) Verfahren zur Schwingungsdämpfung bei Flurförderzeugen
DE102007015488A1 (de) Schwingungskompensation am Hubgerüst eines Flurförderzeugs
DE102005012004B4 (de) Flurförderzeug mit erhöhter statischer/quasistatischer und dynamischer Kippstabilität
DE102007020182A1 (de) Verfahren zur Messung und Regelung der Höhe eines beweglichen Bauteils einer Arbeitsmaschine und Arbeitsmaschine mit einem Basisbauteil und einem beweglichen Bauteil
EP1953114B1 (de) Flurförderzeug mit einem hydraulisch anhebbaren Lastaufnahmemittel
EP1359113A2 (de) Flurförderzeug mit einer Vorrichtung zum Bewegen eines Hubgerüsts
EP3670428B1 (de) Verfahren zur lastbestimmung bei einem flurförderzeug und flurförderzeug
DE102013114940A1 (de) Verfahren zur Ermittlung des Lastschwerpunks bei einem Gabelstapler
DE102015101201A1 (de) Verfahren zur Neigungserfassung einer Lastaufnahmevorrichtung
EP2450305B1 (de) Flurförderzeug mit Verformungssensor im Neigezylinder
EP1528035A2 (de) Hubwerk, insbesondere für einen Hochregalstapler
DE102014119468A1 (de) Prüfvorrichtung und Prüfverfahren für Gabelstapler
DE102017127258A1 (de) Verfahren zur Ermittlung des Lastschwerpunkts bei einem Flurförderzeug und Flurförderzeug zur Durchführung des Verfahrens
DE10226601A1 (de) Hubvorrichtung für ein Flurförderzeug
DE202012002445U1 (de) Flurförderzeug mit optional anwählbarer Ausstapelhilfsbetriebsart
DE102015104069A1 (de) Verfahren zur Bestimmung der Kippstabilität eines Flurförderzeugs
EP3034456B1 (de) Verfahren zur lastschwerpunktbestimmung bei einem flurförderzeug
DE102010055971B4 (de) Verfahren zur Bestimmung des Lastgewichts bei einem Flurförderzeug
DE102017214171B4 (de) Flurförderzeug mit heb- und senkbaren Lastaufnahmemitteln mit einer Belastungsmesseinrichtung
DE102022108939A1 (de) Flurförderzeug mit einer Tragfähigkeits-Kontrolleinrichtung
DE102019118126A1 (de) Flurförderzeug

Legal Events

Date Code Title Description
R005 Application deemed withdrawn due to failure to request examination
R082 Change of representative

Representative=s name: PATENTSHIP PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH, DE

R082 Change of representative

Representative=s name: PATENTSHIP PATENTANWALTSGESELLSCHAFT MBH, DE