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DE102008034779A1 - Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils - Google Patents

Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils Download PDF

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Publication number
DE102008034779A1
DE102008034779A1 DE102008034779A DE102008034779A DE102008034779A1 DE 102008034779 A1 DE102008034779 A1 DE 102008034779A1 DE 102008034779 A DE102008034779 A DE 102008034779A DE 102008034779 A DE102008034779 A DE 102008034779A DE 102008034779 A1 DE102008034779 A1 DE 102008034779A1
Authority
DE
Germany
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bearing pin
bearing
guide
pin guide
luggage compartment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102008034779A
Other languages
English (en)
Inventor
Johannes Dipl.-Ing. Winkler
Andreas Dipl.-Ing. Becker
Christian Dipl.-Ing. Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Diehl Aviation Laupheim GmbH
Original Assignee
Airbus Operations GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Airbus Operations GmbH filed Critical Airbus Operations GmbH
Priority to DE102008034779A priority Critical patent/DE102008034779A1/de
Priority to US12/507,249 priority patent/US8439589B2/en
Publication of DE102008034779A1 publication Critical patent/DE102008034779A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D11/00Passenger or crew accommodation; Flight-deck installations not otherwise provided for
    • B64D11/003Stowage devices for passengers' personal luggage
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10TTECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER US CLASSIFICATION
    • Y10T29/00Metal working
    • Y10T29/49Method of mechanical manufacture
    • Y10T29/49636Process for making bearing or component thereof
    • Y10T29/49696Mounting
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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    • Y10T403/00Joints and connections
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    • Y10T403/32606Pivoted

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Mounting Of Bearings Or Others (AREA)
  • Support Of The Bearing (AREA)

Abstract

Eine Vorrichtung (10) zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs, umfasst eine Lagerbuchse (12) sowie einen drehbar in der Lagerbuchse (12) aufnehmbaren Lagerbolzen (32). Der Lagerbolzen (32) ist in einer Lagerbolzenführung (22) zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar angeordnet und mittels einer Arretiervorrichtung in mindestens einer Position in der Lagerbolzenführung (22) arretierbar.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs, sowie ein mit einer derartigen Lagervorrichtung ausgestattetes Gepäckfach. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs, in einem Flugzeug.
  • Gepäckfächer mit einer absenkbaren Schale werden gegenwärtig insbesondere in Passagierflugzeugen eingesetzt, da sie in vorteilhafter Weise eine optimale Raumausnutzung und gleichzeitig einen hohen Bedienungskomfort ermöglichen. Die absenkbare Schale ist von einer oberen geschlossenen Stellung, in der eine optimale Kopffreiheit der unter den Gepäckfächern sitzenden Passagiere gewährleistet ist, in eine untere geöffnete Be- bzw. Entladestellung verschwenkbar. In der Be- bzw. Entladestellung können auch kleineren Personen bequem Gepäckstücke in der Schale ablegen bzw. aus der Schale entnehmen.
  • Bei derzeit in Passagierflugzeugen eingesetzten Gepäckfächern ist die absenkbare Schale im Bereich zweier einander gegenüberliegender Seitenwände relativ zu einem Gepäckfachgehäuse verschwenkbar gelagert. Eine Lagervorrichtung zur Montage der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse umfasst eine einstückig mit einer Grundplatte ausgebildete Lagerbuchse. Die Grundplatte der Lagerbuchse ist mit Hilfe dreier Schrauben an einer der absenkbaren Schale zugewandten Innenfläche einer Seitenwand des Gepäckfachgehäuses befestigt. Ein zur Aufnahme in der Lagerbuchse vorgesehener Lagerbolzen erstreckt sich durch eine in einer Seitenwand der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung. Eine einstückig mit dem Lagerbolzen ausgebildete Grundplatte ist, ähnlich wie die einstückig mit der Lagerbuchse ausgebildete Grundplatte, mit Hilfe dreier Schrauben an einer von dem Gepäckfachgehäuse abgewandten Innenfläche der Seitenwand der absenkbaren Schale befestigt. Um eine ansprechende Optik des Innenraums der absenkbaren Schale zu gewährleisten, ist die Lagerbolzengrundplatte mittels einer entsprechend geformten Abdeckplatte abgedeckt.
  • Bei der Montage der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse muss zunächst die Lagerbuchse an die Seitenwand des Gepäckfachgehäuses geschraubt werden. Im nächsten Schritt muss die absenkbare Schale in die gewünschte Position gehoben und der Lagerbolzen durch die in der Seitenwand der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung in die Lagerbuchse eingeführt werden. Anschließend ist es erforderlich, die drei Schrauben zur Befestigung der Lagerbolzengrundplatte mit der Seitenwand der absenkbaren Schale zu verschrauben. Schließlich muss noch die Abdeckplatte zur Abdeckung der Lagerbolzengrundplatte angebracht werden. Die Demontage der absenkbaren Schale erfordert die gleichen Schritte in umgekehrter Richtung. Sowohl die Montage als auch die Demontage der absenkbaren Gepäckfachschale ist folglich verhältnismäßig aufwändig und erfolgt unter Verwendung vieler loser Einzelteile. Darüber hinaus ist für die Abdeckung der im Innenraum der absenkbaren Schale angeordneten Lagerbolzengrundplatte eine relativ große Abdeckplatte erforderlich.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs, bereitzustellen, die eine rasche und einfache Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils in einem Flugzeug ermöglicht. Ferner ist die Erfindung auf die Aufgabe gerichtet, ein mit einer derartigen Lagervorrichtung ausgestattetes Gepäckfach sowie ein rasch und einfach durchführbares Verfahren zur Montage eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs, in einem Flugzeug bereitzustellen.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils mit den Merkmalen des Anspruchs 1, ein Gepäckfach mit den Merkmalen des Anspruchs 10 und ein Verfahren zur Montage eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils in einem Flugzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
  • Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils an einem Lagerbauteil umfasst eine Lagerbuchse sowie einen drehbar in der Lagerbuchse aufnehmbaren Lagerbolzen. Der Lagerbolzen ist in einer Lagerbolzenführung entlang einer Längsachse der Lagerbolzenführung zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar angeordnet. Die Lagerbuchse der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung kann an dem Lagerbauteil oder dem drehbar an dem Lagerbauteil zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteil befestigt werden. In ähnlicher Weise kann die Lagerbolzenführung an dem drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil befestigt werden. Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung umfasst ferner eine Arretiervorrichtung, die dazu eingerichtet ist, den Lagerbolzen in mindestens einer Position in der Lagerbolzenfüh rung zu arretieren. Vorzugsweise ist die Arretiervorrichtung so ausgestaltet, dass sie eine Arretierung des Lagerbolzens in seiner zweiten Stellung ermöglicht, in der der Lagerbolzen bei geeigneter Ausrichtung der Lagerbolzenführung und der Lagerbuchse in der Lagerbuchse aufgenommen werden kann.
  • Bei der Montage des drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteils unter Verwendung der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung können die Lagerbuchse und die Lagerbolzenführung bereits vor der Positionierung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils relativ zu dem Lagerbauteil an dem Lagerbauteil bzw. dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil befestigt werden. Während der Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils ist es dann lediglich erforderlich, den Lagerbolzen in der Lagerbolzenführung in seine erste Stellung zu bewegen, in der er die Positionierung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils relativ zu dem Lagerbauteil nicht behindert. Wenn das Flugzeuginnenausstattungsbauteil in der gewünschten Position relativ zu dem Lagerbauteil angeordnet ist, kann der Lagerbolzen in der Lagerbolzenführung dagegen in seine zweite Stellung bewegt werden, in der er bei geeigneter Ausrichtung der Lagerbolzenführung und der Lagerbuchse in Eingriff mit der Lagerbuchse gebracht werden kann.
  • Durch die erfindungsgemäße Lagervorrichtung kann somit die Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils beträchtlich vereinfacht werden, was zu einer vorteilhaften Verkürzung der Montagezeit führt. Darüber hinaus ist es bei der Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils nicht länger erforderlich, eine Vielzahl loser Einzelteile handzuhaben. Ferner kann bei der Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils auf den Einsatz von Spezialwerkzeugen verzichtet werden. Wenn der Lagerbolzen, beispielsweise in seiner zweiten Stellung, in der Lagerbolzenführung arretiert und in der Lagerbuchse aufgenommen ist, können die im Betrieb des drehbar gelagerten Flugzeuginnenausstattungsbauteils entstehenden Kräfte ohne Probleme über den Lagerbolzen und die Lagerbuchse in das Lagerbauteil eingeleitet werden. Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung gewährleistet somit einen ordnungsgemäßen Betrieb des drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteils und ist insbesondere zur Montage einer absenkbaren Gepäckfachschale in einem Gepäckfachgehäuse geeignet.
  • Die Lagerbuchse der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung kann mit einer Grundplatte zur Befestigung der Lagerbuchse an dem Lagerbauteil oder dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil verbunden sein. Die Lagerbuchse kann einstückig mit der Grundplatte ausgebildet sein. Alternativ dazu kann die Lagerbuchse jedoch auch lösbar mit der Grundplatte verbunden sein. Die Grundplatte kann mit mindestens einer Bohrung versehen sein, die es ermöglicht, die Grundplatte an dem Lagerbauteil oder dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil zu verschrauben, zu vernieten oder anderweitig zu befestigen. Vorzugsweise ist die Grundplatte mit drei Bohrungen zur Aufnahme dreier Schrauben versehen. Vorzugsweise ist die Lagerbuchse dazu vorgesehen, an dem Lagerbauteil befestigt zu werden. Wenn es sich bei dem drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteil um eine absenkbare Gepäckfachschale handelt, kann die Lagerbuchsengrundplatte beispielsweise an einer Innenfläche einer Seitenwand eines Gepäckfachgehäuses befestigt werden, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs einer absenkbaren Schale des Gepäckfachs zugewandt ist.
  • Die Lagerbuchse der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung ist vorzugsweise im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet. Um eine gleitende Lagerung des Lagerbolzens in der Lagerbuchse zu ermöglichen, umfasst die Lagerbuchse vorzugsweise eine Gleitlagereinrichtung, die in die Lagerbuchse eingepresst sein kann. Wenn die Lagerbuchse im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet ist, kann die Gleitlagereinrichtung beispielsweise in Form eines Gleitlagerrings ausgebildet sein, der derart in die Lagerbuchse eingepresst ist, dass er eine Innenfläche der Gleitlagerbuchse zumindest teilweise bedeckt.
  • Ähnlich wie die Lagerbuchse kann auch die Bolzenführung mit einer Grundplatte zur Befestigung der Bolzenführung an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil verbunden sein. Die Grundplatte kann einstückig mit der Bolzenführung ausgebildet oder lösbar an der Bolzenführung befestigt sein. Ähnlich wie die Lagerbuchsengrundplatte kann auch die Bolzenführungsgrundplatte mit entsprechenden Bohrungen zur Aufnahme von Schrauben, Nieten oder anderen Befestigungseinrichtungen zur Befestigung der Bolzenführungsgrundplatte an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil versehen sein. Vorzugsweise weist die Bolzenführungsgrundplatte drei Bohrungen auf, durch die entsprechende Schrauben hindurchgeführt werden können, um die Bolzenführungsgrundplatte mit dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil zu verschrauben. Vorzugsweise ist die Bolzenführung dazu vorgesehen, an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil befestigt zu werden. Wenn es sich bei dem drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteil um eine absenkbare Gepäckfachschale handelt, kann die Grundplatte der Bolzenführung auf eine Außenfläche der Seitenwand der absenkbaren Gepäckfachschale geschraubt werden, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs dem Gepäckfachgehäuse zugewandt ist.
  • Bei einem Einsatz der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung zur Montage einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs an einem Gepäckfachgehäuse ist es folglich nicht länger erforderlich, den Lagerbolzen mittels einer entsprechenden Grundplatte an einer Innenfläche der Seitenwand der Gepäckfachschale zu befestigen. Stattdessen kann die Lagerbuchsengrundplatte an der Außenfläche der Seitenwand der absenkbaren Gepäckfachschale montiert werden. Die Seitenwand der absenkbaren Gepäckfachschale kann mit einer Öffnung versehen sein, durch die der Lagerbolzen zumindest teilweise in den Innenraum der Gepäckfachschale ragen kann, wenn er sich in seiner ersten Stellung befindet. Auf eine großflächige Abdeckplatte, wie sie bei einer aus dem Stand der Technik bekannten Lagervorrichtung zur Abdeckung einer an einer Innenfläche der Seitenwand der absenkbaren Schale befestigten Lagerbolzengrundplatte erforderlich ist, kann daher bei einem Einsatz der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung zur Montage einer absenkbaren Schale in einem Gepäckfachgehäuse verzichtet werden.
  • Die Arretiervorrichtung der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung kann dazu eingerichtet sein, den Lagerbolzen in mehr als einer Stellung in der Lagerbolzenführung zu arretieren. Beispielsweise kann die Arretiervorrichtung eine Arretierung des Lagerbolzens in seiner ersten und seiner zweiten Stellung in der Lagerbolzenführung ermöglichen. Vorzugsweise umfasst die Arretiervorrichtung einen Arretierstift, der zur Arretierung des Lagerbolzens in einer Position in der Lagerbolzenführung mit einer in dem Lagerbolzen ausgebildeten Aufnahme zusammenwirkt. Vorzugsweise ist die zum Zusammenwirken mit dem Arretierstift vorgesehene Aufnahme in einer Mantelfläche des Lagerbolzens ausgebildet. Wenn der Arretierstift in der in der Mantelfläche des Lagerbolzens ausgebildeten Aufnehmung aufgenommen ist, wird der Lagerbolzen sicher in seiner Position in der Lagerbolzenführung gehalten. Wenn es erwünscht oder erforderlich ist, den Lagerbolzen in mehreren Positionen in der Lagerbolzenführung zu arretieren, ist in dem Lagerbolzen eine Mehrzahl von Aufnahmen ausgebildet, die bei Bedarf mit dem Arretierstift der Arretiervorrichtung zusammenwirken können.
  • Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung umfasst ferner vorzugsweise eine Verliersicherung, die dazu eingerichtet ist, den Lagerbolzen verliersicher in der Lagerbolzenführung zu halten. Die Verliersicherung stellt sicher, dass der Lagerbolzen bei der Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an dem Lagerbauteil beim oder nach dem Bewegen des Lagerbolzens in der Lagerbolzenführung nicht aus der Lagerbolzenführung herausfällt. Eine mit einer Verliersicherung ausgestattete Lagervor richtung ermöglicht somit eine ganz besonders einfache und komfortable Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an dem Lagerbauteil.
  • Die Verliersicherung kann eine in der Mantelfläche des Lagerbolzens ausgebildete Kulissenführung sowie einen in der Kulissenführung geführten Stift umfassen. Der in der Kulissenführung geführte Stift kann der Arretierstift der Arretiervorrichtung sein. Alternativ dazu kann die Verliersicherung jedoch auch mit einem separaten Stift versehen sein. Vorzugsweise erstreckt sich die Kulissenführung derart in einem Winkel zu einer Stirnfläche des Lagerbolzens über die Mantelfläche des Lagerbolzens, dass die Bewegung des Lagerbolzens zwischen seiner ersten und seiner zweiten Stellung entlang der Längsachse der Lagerbolzenführung durch eine Drehung des Lagerbolzens relativ zu der Lagerbolzenführung bewirkt werden kann.
  • Der Lagerbolzen der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung kann ferner ein Federdruckstück umfassen, das einen sich von einer Stirnfläche des Lagerbolzens erstreckenden Abschnitt aufweist. Wenn der Lagerbolzen in der Lagerbuchse aufgenommen ist, wirkt der sich von der Stirnfläche des Lagerbolzens erstreckende Abschnitt des Federdruckstücks mit einer der Stirnfläche des Lagerbolzens gegenüberliegenden Innenfläche der Lagerbuchse zusammen. Die der Stirnfläche des Lagerbolzens gegenüberliegende Innenfläche der Lagerbuchse kann durch die mit der Lagerbuchse verbundene Grundplatte gebildet werden. Das Federdruckstück kann in eine in der Stirnfläche des Lagerbolzens ausgebildete Bohrung eingeschraubt sein. Das Federdruckstück dient der Sicherung des Lagerbolzens in der Lagerbuchse und ermöglicht überdies eine Feinjustierung der Position des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an dem Lagerbauteil.
  • Vorzugsweise ist der Lagerbolzen hohlzylindrisch ausgebildet. Das in die Stirnfläche des Lagerbolzens geschraubte Federdruckstück ist dann selbst dann noch zugänglich, wenn der Lagerbolzen bereits in der Lagerbuchse aufgenommen ist. Wenn die erfindungsgemäße Lagervorrichtung zur Montage einer absenkbaren Schale in einem Gepäckfachgehäuse eingesetzt wird, kann folglich zunächst die absenkbare Schale in ihrer Position in dem Gepäckfachgehäuse gesichert werden, indem der Lagerbolzen mit der Lagerbuchse in Eingriff gebracht wird. Anschließend kann durch entsprechende Einstellung des Federdruckstücks eine Feinjustage der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse erfolgen, wobei das Federdruckstück durch die in der Seitenwand der Gepäckfachschale ausgebildete Öffnung und den hohlzylindrisch ausgebildeten Lagerbolzen aus dem Innenraum der absenkbaren Schale zugänglich ist.
  • Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung umfasst vorzugsweise ferner eine Abdeckkappe, die dazu vorgesehen ist, an der Lagerbolzenführung befestigt zu werden. Wenn die erfindungsgemäße Lagervorrichtung zur Montage einer absenkbaren Schale in einem Gepäckfachgehäuse eingesetzt wird, kann die Abdeckkappe auf einen Teil der Lagerbolzenführung aufgebracht werden, der durch die in der Seitenwand der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung in den Innenraum der absenkbaren Schale ragt. Eine zur Abdeckung der Lagerbolzenführung der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung vorgesehene Abdeckkappe ist jedoch deutlich kleiner als eine bei einer aus dem Stand der Technik bekannten Lagervorrichtung zur Abdeckung einer Lagerbolzengrundplatte eingesetzte Abdeckplatte. Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung ermöglicht somit auch eine optisch besonders ansprechende Gestaltung des Innenraums der absenkbaren Gepäckfachschale. Vorzugsweise umfasst die Abdeckkappe eine Rastvorrichtung, die dazu eingerichtet ist, mit einer an der Lagerbolzenführung vorgesehenen komplementären Rastvorrichtung zusammenzuwirken. Dies ermöglicht eine einfache Montage der Abdeckkappe an der Lagerbolzenführung.
  • Ein erfindungsgemäßes Gepäckfach umfasst eine absenkbare Schale, die mittels einer oben beschriebenen Lagervorrichtung drehbar an einem Gepäckfachgehäuse gelagert ist. Bei dem erfindungsgemäßen Gepäckfach ist die Lagerbuchse vorzugsweise an einer Innenfläche einer Gepäckfachgehäuseseitenwand befestigt, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs der absenkbaren Schale zugewandt ist. Die Lagerbolzenführung ist dagegen vorzugsweise an einer Außenfläche einer Seitenwand der absenkbaren Schale angebracht, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs der Gepäckfachgehäuseseitenwand zugewandt ist. In der Seitenwand der absenkbaren Schale des Gepäckfachs ist vorzugsweise eine Öffnung ausgebildet, durch die der Lagerbolzen bei der Montage der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse in seine erste Stellung bewegt werden kann, in der er die Positionierung der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse nicht behindert. Ferner kann die in der Seitenwand der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung von einem Abschnitt der Lagerbolzenführung durchsetzt werden, wodurch eine besonders stabile Befestigung der Lagerbolzenführung an der Seitenwand der absenkbaren Schale ermöglicht wird. Auf den in den Innenraum der absenkbaren Schale ragenden Abschnitt der Lagerbolzenführung kann eine Abdeckkappe aufgebracht sein, um eine ansprechende Optik des Innenraums der absenkbaren Schale zu gewährleisten.
  • Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Montage eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils in einem Flugzeug wird zunächst eine Lagerbuchse an einem Lagerbauteil oder dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil befestigt. Anschließend wird eine Lagerbolzenführung an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil befestigt, wobei in der Lagerbolzenführung ein in der Lagerbuchse aufnehmbarer Lagerbolzen entlang einer Längsachse der Lagerbolzenführung zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar angeordnet ist. Der Lagerbolzen wird in der Lagerbolzenführung in eine erste Richtung entlang der Längsachse der Lagerbolzenführung in seine erste Stellung bewegt. Solange sich der Lagerbolzen in seiner ersten Stellung befindet, wird das Flugzeuginnenausstattungsbauteil positioniert, d. h. relativ zu dem Lagerbauteil angeordnet, da der Lagerbolzen in seiner ersten Stellung die Positionierung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils nicht behindert. Anschießend wird der Lagerbolzen in der Lagerbolzenführung in eine der ersten Richtung entgegengesetzte Richtung entlang der Längsachse der Lagerbolzenführung in seine zweite Stellung bewegt. Wenn der Lagerbolzen seine zweite Stellung in der Lagerbolzenführung erreicht hat, ist der Lagerbolzen in der Lagerbuchse aufgenommen. Schließlich wird der Lagerbolzen in seiner Position in der Lagerbolzenführung arretiert, um eine ordnungsgemäße drehbare Lagerung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an dem Lagerbauteil zu ermöglichen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann in besonders vorteilhafter Weise zur raschen und einfachen Montage einer absenkbaren Schale in einem Gepäckfachgehäuse eingesetzt werden.
  • Vorzugsweise wird der Lagerbolzen bei dem erfindungsgemäßen Montageverfahren in seiner zweiten Stellung und/oder seiner ersten Stellung arretiert. Durch die Arretierung des Lagerbolzens in seiner ersten Stellung wird die Positionierung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils relativ zu dem Lagerbauteil erleichtert, da es nicht erforderlich ist, den Lagerbolzen manuell in seiner ersten Stellung zu halten.
  • Die Bewegung des Lagerbolzens zwischen seiner ersten und seiner zweiten Stellung wird vorzugsweise durch das Zusammenwirken einer in einer Mantelfläche des Lagerbolzens ausgeführten Kulissenführung mit einem in der Kulissenführung geführten Stift geführt. Der in der Kulissenführung geführte Stift kann auch zur Arretierung des Lagerbolzens in seiner ersten und seiner zweiten Stellung verwendet werden, wenn in der Mantelfläche des Lagerbolzens (eine) entsprechende Ausnehmung(en) zur Aufnahme des Stifts vorgesehen sind. Vorzugsweise ist die Kulissenführung so gestaltet, dass die Bewegung des Lagerbolzens entlang der Längsachse der Lagerbolzenführung durch eine Drehung des Lagerbolzens relativ zu der Lagerbolzenführung bewirkt wird. Dadurch wird es ermöglicht, den Lagerbolzen sicher und kontrollierbar zwischen seiner ersten und seiner zweiten Stellung entlang der Längsachse der Lagerbolzenführung zu bewegen.
  • Eine Feinjustierung der Lagerung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an dem Lagerbauteil erfolgt vorzugsweise durch Einstellen eines Federdruckstücks, das einen sich von einer Stirnfläche des Lagerbolzens erstreckenden Abschnitt aufweist.
  • Schließlich kann eine an einer Abdeckkappe vorgesehene Rastvorrichtung mit einer an der Lagerbolzenführung vorgesehenen komplementären Rastvorrichtung verrastet werden, um die Abdeckkappe an der Lagerbolzenführung zu befestigen.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird nun anhand der beigefügten schematischen Figuren näher erläutert, von denen
  • 1 eine dreidimensionale Explosionsdarstellung einer Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils an einem Lagerbauteil zeigt,
  • 2 eine dreidimensionale Darstellung der Lagervorrichtung gemäß 1 zeigt,
  • 3 eine weitere dreidimensionale Darstellung der Lagervorrichtung gemäß 1 zeigt,
  • 4 eine Längsschnittansicht der Lagervorrichtung gemäß 1 zeigt, wobei sich ein Lagerbolzen in einer ersten Stellung in einer Lagerbolzenführung befindet, und
  • 5 eine Längsschnittansicht der Lagervorrichtung gemäß 1 zeigt, wobei sich der Lagerbolzen in der Lagerbolzenführung in einer zweiten Stellung befindet und in einer Lagerbuchse aufgenommen ist.
  • Eine in den 1 bis 5 gezeigten Lagervorrichtung 10 ist dazu vorgesehen, ein Flugzeuginnenausstattungsbauteil drehbar an einem Lagerbauteil zu befestigen. Beispielsweise kann die Lagervorrichtung 10 dazu verwendet werden, eine absenkbare Schale eines Gepäckfachs drehbar an einem Gepäckfachgehäuse zu lagern. Es versteht sich jedoch, dass die Lagervorrichtung 10 auch dazu geeignet ist, andere Flugzeuginnenausstattungsbauteile drehbar an entsprechenden Lagerbauteilen zu befestigen.
  • Die Lagervorrichtung 10 umfasst eine hohlzylindrisch ausgebildete Lagerbuchse 12, die einstückig mit einer an einer Stirnseite der Lagerbuchse 12 angebrachten Grundplatte 14 ausgebildet ist. Die Grundplatte 14 ist mit drei Bohrungen 16 versehen, durch die Schrauben hindurchgeführt werden können, um die Grundplatte 14 und die Lagerbuchse 12 an einem Lagerbauteil zu befestigen. Wie insbesondere in den 4 und 5 zu erkennen ist, ist die Lagerbuchse 12 dazu vorgesehen, an einer Innenfläche einer Seitenwand 18 eines Gepäckfachgehäuses befestigt zu werden, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs einer in dem Gepäckfachgehäuse aufgenommenen absenkbaren Schale zugewandt ist. In die Lagerbuchse 12 ist eine ringförmig ausgebildete Gleitlagereinrichtung 20 eingepresst.
  • Die Lagervorrichtung 10 umfasst ferner eine hohlzylindrisch ausgebildete Lagerbolzenführung 22. Die Lagerbolzenführung 22 ist einstückig mit einer Grundplatte 24 ausgebildet, die sich von einer Außenfläche der Lagerbolzenführung 22 radial nach außen erstreckt. Ähnlich wie die Lagerbuchsengrundplatte 14 ist auch die Lagerbolzenführungsgrundplatte 24 mit drei Bohrungen 26 zur Aufnahme dreier Schrauben versehen. Wie in den 4 und 5 gezeigt ist, ist die Lagerbolzenführung 22 dazu vorgesehen, mittels der Grundplatte 24 an einer Außenfläche einer Seitenwand 28 einer absenkbaren Gepäckfachschale befestigt zu werden, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs der Seitenwand 18 des Gepäckfachgehäuses zugewandt ist. Zur Befestigung der Lagerbolzenführungsgrundplatte 24 und folglich der Lagerbolzenführung 22 an der Seitenwand 28 der absenkbaren Gepäckfachschale werden drei Schrauben durch die in der Lagerbolzenföhrungsgrundplatte 24 ausgebildeten Bohrungen 26 hindurchgeführt und in die Seitenwand 28 der absenkbaren Gepäckfachschale geschraubt.
  • In der Seitenwand 28 der absenkbaren Gepäckfachschale ist eine Öffnung 30 ausgebildet, die von einem Abschnitt der Lagerbolzenführung 22 durchsetzt wird. Die Lagerbolzenführungsgrundplatte 24 liegt folglich flanschartig an einem Abschnitt der Außenfläche der Seitenwand 28 der absenkbaren Schale an, der die in der Seitenwand 28 der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung 30 umgibt.
  • In der Lagerbolzenführung 22 ist ein Lagerbolzen 32 entlang einer Längsachse L der Lagerbolzenführung 22 zwischen einer ersten Stellung (siehe 4) und einer zweiten Stellung (siehe 5) bewegbar angeordnet. Wenn sich der Lagerbolzen 32, wie in 4 gezeigt, in seiner ersten Stellung befindet, ragt er durch die in der Seitenwand 28 der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung 30 in einen Innenraum der absenkbaren Schale. In seiner ersten Stellung ermöglicht der Lagerbolzen 32 eine ungehinderte Positionierung der absenkbaren Schale relativ zu dem Gepäckfachgehäuse. Wenn sich der Lagerbolzen 32 dagegen in seiner in 5 gezeigten zweiten Stellung befindet, ragt er in Richtung der Lagerbuchse 12 aus der Lagerbolzenführung 22 heraus und kann bei geeigneter Positionierung der absenkbaren Gepäckfachschale in die an der Gehäuseseitenwand 18 befestigte Lagerbuchse 12 eingreifen. Die in die Lagerbuchse 12 eingepresste Gleitlagereinrichtung 20 ermöglicht eine reibungsarme drehbare Lagerung des Lagerbolzens 32 in der Lagerbuchse 12.
  • Eine Arretiervorrichtung zur Arretierung des Lagerbolzens 32 in seiner ersten sowie seiner zweiten Stellung umfasst einen Arretierstift 34. Wenn sich der Lagerbolzen 32 in seiner ersten Stellung befindet, greift der Arretierstift 34 in eine erste Ausnehmung 36 ein, die in einer Mantelfläche des Lagerbolzens 32 ausgebildet ist. Wenn sich der Lagerbolzen 32 dagegen in seiner zweiten Stellung befindet, greift der Arretierstift 34 in eine zweite Ausnehmung 38 ein, die ebenfalls in der Mantelfläche des Lagerbolzens 32 ausgebildet ist. Durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit der ersten bzw. der zweiten Ausnehmung 36, 38 wird der Lagerbolzen 32 sicher in seiner Position in der Lagerbolzenführung 22 gehalten.
  • Zwischen der ersten Ausnehmung 36 und der zweiten Ausnehmung 38 ist in der Mantelfläche des Lagerbolzens 32 ferner eine Kulissenführung 40 ausgebildet. Ähnlich wie die Ausnehmungen 36, 38 wirkt auch die Kulissenführung 40 mit dem Arretierstift 34 zusammen, d. h. bei einer Bewegung des Lagerbolzens 32 zwischen seiner ersten und seiner zweiten Stellung wird der Arretierstift 34 in der Kulissenführung 40 geführt. Wie insbesondere in 1 ersichtlich ist, erstreckt sich die Kulissenführung 40 in einer Weise in einem Winkel relativ zu einer Stirnfläche des Lagerbolzens 32 über die Mantelfläche des Lagerbolzens 32, dass der Lagerbolzen 32 durch eine Drehung relativ zu der Lagerbolzenführung 22 entlang der Längsachse L der Lagerbolzenführung 22 zwischen seiner ersten und seiner zweiten Stellung bewegbar ist. Eine Drehung des Lagerbolzens 32 relativ zu der Lagerbolzenführung 22 im Uhrzeigersinn bewirkt eine Bewegung des Lagerbolzens 32 entlang der Längsachse L der Lagerbolzenführung 22 aus seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung. Eine Drehung des Lagerbolzens 32 relativ zu der Lagerbolzenführung 22 gegen den Uhrzeigersinn bewirkt dagegen eine Bewegung des Lagerbolzens 32 entlang der Längsachse L der Lagerbolzenführung 22 aus seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung.
  • Die Kulissenführung 40 ist am Ende hakenförmig ausgeführt (1), so dass der Lagerbolzen 32 über einen Totpunkt in seine zweite Stellung gedreht werden muss. Um aus seiner zweiten Stellung herauszukommen, muss der Lagerbolzen 32 in Rich tung Grundplatte 14 bewegt werden. Dies ist nur möglich, wenn das Federdruckstück 42 in den Lagerbolzen 32 gedreht ist. Ist das Federdruckstück 42 auf Anschlag mit der Grundplatte 14 gedreht, kann der Lagerbolzen 32 nicht aus seiner zweiten Stellung gelöst werden.
  • Weiterhin kann der Lagerbolzen 32 so gestaltet sein, dass er in seiner zweiten Stellung, z. B. über einen Schleifkontakt, mit der Grundplatte 14 eine elektrische Verbindung zwischen dem Gepäckfachgehäuse und der Gepäckfachschale herstellt. Dies kann dazu genutzt werden, um die Gepäckfachschale elektrisch, z. B. für eine Beleuchtung, zu versorgen.
  • Die Kulissenführung 40 mit dem Arretierstift 34 bildet somit nicht nur eine Einrichtung zur Führung der Bewegung des Lagerbolzens 32 in der Lagerbolzenführung 22, sondern wirkt auch als Verliersicherung, die den Lagerbolzen 32 verliersicher in der Lagerbolzenführung 22 hält.
  • In eine Stirnfläche des Lagerbolzens 32 ist ein Federdruckstück 42 eingeschraubt. Ein Abschnitt des Federdruckstücks 42 erstreckt sich von der Stirnfläche des Lagerbolzens 32 in Richtung der Lagerbuchse 12. Im in 5 gezeigten montierten Zustand der Lagervorrichtung 10 wirkt der sich von der Stirnfläche des Lagerbolzens 32 erstreckende Abschnitt des Federdruckstücks 42 mit der Lagerbuchsengrundplatte 14 zusammen. Wie insbesondere aus 4 ersichtlich ist, ist der Lagerbolzen 32 hohlzylindrisch ausgebildet. Ein in den hohlzylindrisch ausgebildeten Lagerbolzen 32 ragender Abschnitt des Federdruckstücks 42 ist somit auch durch den Lagerbolzen 32 zugänglich.
  • Schließlich umfasst die Lagervorrichtung 10 eine Abdeckplatte 44. Die Abdeckplatte 44 weist eine kreisringförmig ausgebildete und mit einem Sägezahnprofil versehene Rastvorrichtung 46 auf. Die Rastvorrichtung 46 ist dazu vorgesehen, mit einer in Form einer Nut ausgebildeten komplementären Rastvorrichtung 48 zusammenzuwirken, die an der Lagerbolzenführung 22 ausgebildet ist. Mittels der Rastvorrichtungen 46, 48 kann die Abdeckplatte 44 auf einfache und rasche Art und Weise an der Lagerbolzenführung 22 befestigt werden.
  • Bei der Montage einer absenkbaren Gepäckfachschale in einem Gepäckfachgehäuse wird zunächst die Lagerbuchse 22 mittels der Lagerbuchsengrundplatte 14 an der Innenfläche der Gepäckfachgehäuseseitenwand 18 befestigt, die im montierten Zustand des Gepäckfachs der absenkbaren Gepäckfachschale zugewandt ist. In ähnli cher Weise wird die Lagerbolzenführung 22 mit dem in der Lagerbolzenführung 22 aufgenommenen Lagerbolzen 32 mittels der Lagerbolzengrundplatte 24 an der Außenfläche der Seitenwand 28 der absenkbaren Gepäckfachschale befestigt, die im montierten Zustand des Gepäckfachs dem Gepäckfachgehäuse zugewandt ist. Die Montage der Lagerbolzenführung 22 an der Seitenwand 28 der absenkbaren Schale erfolgt derart, dass ein Abschnitt der Lagerbolzenführung 22 die in der Seitenwand 28 der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung 30 durchsetzt.
  • Anschließend wird der Lagerbolzen 32 in der Lagerbolzenführung 22 durch Drehen des Lagerbolzens 32 relativ zu der Lagerbolzenführung 22 im Uhrzeigersinn entlang der Längsachse L der Lagerbolzenführung 22 in seine in 4 gezeigte erste Stellung bewegt. Die Bewegung des Lagerbolzens 32 in der Lagerbolzenführung 22 wird dabei durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit der Kulissenführung 40 geführt. Gleichzeitig wird durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit der Kulissenführung 40 ein Herausfallen des Lagerbolzens 32 aus der Lagerbolzenführung 22 sicher verhindert. Durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit der zweiten Ausnehmung 38 wird der Lagerbolzen 32 in seiner ersten Stellung arretiert. Solange sich der Lagerbolzen 32 in seiner ersten Stellung befindet, ist eine ungehinderte Positionierung der absenkbaren Gepäckfachschale in dem Gepäckfachgehäuse möglich.
  • Wenn die absenkbare Gepäckfachschale die gewünschte Position in dem Gepäckfachgehäuse erreicht hat, wird der Lagerbolzen 32 durch Drehen des Lagerbolzens 32 relativ zu der Lagerbolzenführung 22 gegen den Uhrzeigersinn in der Lagerbolzenführung 22 entlang der Längsachse L der Lagerbolzenführung 22 in seine in 5 gezeigte zweite Stellung bewegt. Durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit der ersten Ausnehmung 36 und dem Federdruckstück 42 wird der Lagerbolzen 32 in seiner zweiten Stellung arretiert. Wenn sich der Lagerbolzen 32 in der Lagerbolzenführung 22 in seiner zweiten Stellung befindet, ist der Lagerbolzen 32 in der Lagerbuchse 12 aufgenommen und sorgt für eine sichere Lagerung der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse. Anschließend erfolgt eine Feinjustierung der Lagerung der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse durch entsprechende Einstellung der Position des Federdruckstücks 42. Das Federdruckstück 42 ist für diesen Justageschritt aus dem Innenraum der absenkbaren Gepäckfachschale durch den hohlzylindrisch ausgebildeten Lagerbolzen 32 zugänglich. Schließlich wird die Abdeckplatte 44 mit Hilfe der Rastvorrichtungen 46, 48 an dem sich in den Innenraum der absenkbaren Schale erstreckenden Teil der Lagerbolzenführung 32 befes tigt, um für eine ansprechende Optik des Innenraums der absenkbaren Schale zu sorgen.

Claims (15)

  1. Vorrichtung (10) zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs, die eine Lagerbuchse (12) sowie einen drehbar in der Lagerbuchse (12) aufnehmbaren Lagerbolzen (32) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbolzen (32) in einer Lagerbolzenführung (22) entlang einer Längsachse (L) der Lagerbolzenführung (22) zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar angeordnet und mittels einer Arretiervorrichtung in mindestens einer Position in der Lagerbolzenführung (22) arretierbar ist.
  2. Lagervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbuchse (12) mit einer Grundplatte (14) zur Befestigung der Lagerbuchse (12) an einem Lagerbauteil oder dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil verbunden ist.
  3. Lagervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerbuchse (12) eine in die Lagerbuchse (12) eingepresste Gleitlagereinrichtung (20) umfasst.
  4. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzenführung (22) mit einer Grundplatte (24) zur Befestigung der Bolzenführung (22) an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil verbunden ist.
  5. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung einen Arretierstift (34) umfasst, der zur Arretierung des Lagerbolzens (32) in einer Position in der Lagerbolzenführung (22) mit einer in dem Lagerbolzen (32) ausgebildeten Aufnahme (36, 38) zusammenwirkt.
  6. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Verliersicherung, die dazu eingerichtet ist, den Lagerbolzen (32) verliersicher in der Lagerbolzenführung (22) zu halten.
  7. Lagervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verliersicherung eine in einer Mantelfläche des Lagerbolzens (32) ausgebildete Kulissenführung (40) sowie einen in der Kulissenführung (40) geführten Stift (34) umfasst.
  8. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbolzen (32) ein Federdruckstück (42) umfasst, das einen sich von einer Stirnfläche des Lagerbolzens (32) erstreckenden Abschnitt aufweist.
  9. Lagervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Abdeckkappe (44) mit einer Rastvorrichtung (46), die dazu eingerichtet ist, mit einer an der Lagerbolzenführung (22) vorgesehenen komplementären Rastvorrichtung (48) zusammenzuwirken, um die Abdeckkappe (44) an der Lagerbolzenführung (22) zu befestigen.
  10. Gepäckfach mit einer absenkbaren Schale, die mittels einer Lagervorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9 drehbar an einem Gepäckfachgehäuse gelagert ist.
  11. Verfahren zur Montage eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs, in einem Flugzeug mit den Schritten: – Befestigen einer Lagerbuchse (12) an einem Lagerbauteil oder dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil, – Befestigen einer Lagerbolzenführung (22) an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil, wobei in der Lagerbolzenführung (22) ein in der Lagerbuchse (12) aufnehmbarer Lagerbolzen (32) entlang einer Längsachse (L) der Lagerbolzenführung (22) zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar angeordnet ist, – Bewegen des Lagerbolzens (32) in der Lagerbolzenführung (22) in eine erste Richtung entlang der Längsachse (L) der Lagerbolzenführung (22) in seine erste Stellung und Positionieren des Flugzeuginnenausstattungsbauteils, solange sich der Lagerbolzen (32) in seiner ersten Stellung befindet, – Bewegen des Lagerbolzens (32) in der Lagerbolzenführung (22) in eine der ersten Richtung entgegengesetzte Richtung entlang der Längsachse (L) der Lagerbolzenführung (22) in seine zweite Stellung, in der Lagerbolzen (32) in der Lagerbuchse (12) aufgenommen ist, und – Arretieren des Lagerbolzens (32) in seiner Position in der Lagerbolzenführung (22).
  12. Verfahren Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbolzen (32) in seiner zweiten Stellung und/oder in seiner ersten Stellung arretiert wird.
  13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Lagerbolzens (32) zwischen seiner ersten und seiner zweiten Stellung durch das Zusammenwirken einer in einer Mantelfläche des Lagerbolzens (32) ausgebildeten Kulissenführung (40) mit einem in der Kulissenführung (40) geführten Stift (34) geführt wird, wobei die Kulissenführung (40) so gestaltet ist, dass die geführte Bewegung des Lagerbolzens (32) entlang der Längsachse (L) der Lagerbolzenführung (22) durch eine Drehung des Lagerbolzens (32) relativ zu der Lagerbolzenführung (22) bewirkt wird.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feinjustierung der Lagerung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an dem Lagerbauteil durch Einstellen eines Federdruckstücks (42) erfolgt, das einen sich von einer Stirnfläche des Lagerbolzens (32) erstreckenden Abschnitt aufweist.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine an einer Abdeckkappe (44) vorgesehene Rastvorrichtung (46) mit einer an der Lagerbolzenführung (22) vorgesehenen komplementären Rastvorrichtung (48) verrastet wird, um die Abdeckkappe (44) an der Lagerbolzenführung (22) zu befestigen.
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