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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines
Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren Schale
eines Gepäckfachs,
sowie ein mit einer derartigen Lagervorrichtung ausgestattetes Gepäckfach. Ferner
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils,
insbesondere einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs, in einem Flugzeug.
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Gepäckfächer mit
einer absenkbaren Schale werden gegenwärtig insbesondere in Passagierflugzeugen
eingesetzt, da sie in vorteilhafter Weise eine optimale Raumausnutzung
und gleichzeitig einen hohen Bedienungskomfort ermöglichen.
Die absenkbare Schale ist von einer oberen geschlossenen Stellung,
in der eine optimale Kopffreiheit der unter den Gepäckfächern sitzenden
Passagiere gewährleistet ist,
in eine untere geöffnete
Be- bzw. Entladestellung verschwenkbar. In der Be- bzw. Entladestellung
können
auch kleineren Personen bequem Gepäckstücke in der Schale ablegen bzw.
aus der Schale entnehmen.
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Bei
derzeit in Passagierflugzeugen eingesetzten Gepäckfächern ist die absenkbare Schale
im Bereich zweier einander gegenüberliegender
Seitenwände
relativ zu einem Gepäckfachgehäuse verschwenkbar
gelagert. Eine Lagervorrichtung zur Montage der absenkbaren Schale
in dem Gepäckfachgehäuse umfasst
eine einstückig
mit einer Grundplatte ausgebildete Lagerbuchse. Die Grundplatte
der Lagerbuchse ist mit Hilfe dreier Schrauben an einer der absenkbaren
Schale zugewandten Innenfläche
einer Seitenwand des Gepäckfachgehäuses befestigt.
Ein zur Aufnahme in der Lagerbuchse vorgesehener Lagerbolzen erstreckt
sich durch eine in einer Seitenwand der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung.
Eine einstückig
mit dem Lagerbolzen ausgebildete Grundplatte ist, ähnlich wie
die einstückig
mit der Lagerbuchse ausgebildete Grundplatte, mit Hilfe dreier Schrauben
an einer von dem Gepäckfachgehäuse abgewandten
Innenfläche
der Seitenwand der absenkbaren Schale befestigt. Um eine ansprechende
Optik des Innenraums der absenkbaren Schale zu gewährleisten,
ist die Lagerbolzengrundplatte mittels einer entsprechend geformten
Abdeckplatte abgedeckt.
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Bei
der Montage der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse muss zunächst die
Lagerbuchse an die Seitenwand des Gepäckfachgehäuses geschraubt werden. Im nächsten Schritt
muss die absenkbare Schale in die gewünschte Position gehoben und
der Lagerbolzen durch die in der Seitenwand der absenkbaren Schale
ausgebildete Öffnung
in die Lagerbuchse eingeführt
werden. Anschließend
ist es erforderlich, die drei Schrauben zur Befestigung der Lagerbolzengrundplatte
mit der Seitenwand der absenkbaren Schale zu verschrauben. Schließlich muss
noch die Abdeckplatte zur Abdeckung der Lagerbolzengrundplatte angebracht
werden. Die Demontage der absenkbaren Schale erfordert die gleichen
Schritte in umgekehrter Richtung. Sowohl die Montage als auch die
Demontage der absenkbaren Gepäckfachschale
ist folglich verhältnismäßig aufwändig und
erfolgt unter Verwendung vieler loser Einzelteile. Darüber hinaus
ist für
die Abdeckung der im Innenraum der absenkbaren Schale angeordneten Lagerbolzengrundplatte
eine relativ große
Abdeckplatte erforderlich.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur drehbaren
Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer absenkbaren
Schale eines Gepäckfachs,
bereitzustellen, die eine rasche und einfache Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils
in einem Flugzeug ermöglicht.
Ferner ist die Erfindung auf die Aufgabe gerichtet, ein mit einer
derartigen Lagervorrichtung ausgestattetes Gepäckfach sowie ein rasch und einfach
durchführbares
Verfahren zur Montage eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils, insbesondere einer
absenkbaren Schale eines Gepäckfachs,
in einem Flugzeug bereitzustellen.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur drehbaren Lagerung eines
Flugzeuginnenausstattungsbauteils mit den Merkmalen des Anspruchs 1,
ein Gepäckfach
mit den Merkmalen des Anspruchs 10 und ein Verfahren zur Montage
eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils in einem Flugzeug mit den Merkmalen
des Anspruchs 11 gelöst.
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Eine
erfindungsgemäße Vorrichtung
zur drehbaren Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils an
einem Lagerbauteil umfasst eine Lagerbuchse sowie einen drehbar
in der Lagerbuchse aufnehmbaren Lagerbolzen. Der Lagerbolzen ist in
einer Lagerbolzenführung
entlang einer Längsachse
der Lagerbolzenführung
zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar angeordnet. Die
Lagerbuchse der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung
kann an dem Lagerbauteil oder dem drehbar an dem Lagerbauteil zu
lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteil befestigt werden. In ähnlicher Weise
kann die Lagerbolzenführung
an dem drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder
dem Lagerbauteil befestigt werden. Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung
umfasst ferner eine Arretiervorrichtung, die dazu eingerichtet ist,
den Lagerbolzen in mindestens einer Position in der Lagerbolzenfüh rung zu
arretieren. Vorzugsweise ist die Arretiervorrichtung so ausgestaltet,
dass sie eine Arretierung des Lagerbolzens in seiner zweiten Stellung ermöglicht,
in der der Lagerbolzen bei geeigneter Ausrichtung der Lagerbolzenführung und
der Lagerbuchse in der Lagerbuchse aufgenommen werden kann.
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Bei
der Montage des drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteils
unter Verwendung der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung können die
Lagerbuchse und die Lagerbolzenführung bereits
vor der Positionierung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils relativ
zu dem Lagerbauteil an dem Lagerbauteil bzw. dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil
befestigt werden. Während
der Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils ist es dann lediglich
erforderlich, den Lagerbolzen in der Lagerbolzenführung in
seine erste Stellung zu bewegen, in der er die Positionierung des
Flugzeuginnenausstattungsbauteils relativ zu dem Lagerbauteil nicht
behindert. Wenn das Flugzeuginnenausstattungsbauteil in der gewünschten
Position relativ zu dem Lagerbauteil angeordnet ist, kann der Lagerbolzen
in der Lagerbolzenführung
dagegen in seine zweite Stellung bewegt werden, in der er bei geeigneter
Ausrichtung der Lagerbolzenführung
und der Lagerbuchse in Eingriff mit der Lagerbuchse gebracht werden
kann.
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Durch
die erfindungsgemäße Lagervorrichtung
kann somit die Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils beträchtlich
vereinfacht werden, was zu einer vorteilhaften Verkürzung der
Montagezeit führt.
Darüber
hinaus ist es bei der Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils
nicht länger
erforderlich, eine Vielzahl loser Einzelteile handzuhaben. Ferner
kann bei der Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils auf den
Einsatz von Spezialwerkzeugen verzichtet werden. Wenn der Lagerbolzen,
beispielsweise in seiner zweiten Stellung, in der Lagerbolzenführung arretiert
und in der Lagerbuchse aufgenommen ist, können die im Betrieb des drehbar
gelagerten Flugzeuginnenausstattungsbauteils entstehenden Kräfte ohne
Probleme über
den Lagerbolzen und die Lagerbuchse in das Lagerbauteil eingeleitet
werden. Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung
gewährleistet
somit einen ordnungsgemäßen Betrieb
des drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteils und ist
insbesondere zur Montage einer absenkbaren Gepäckfachschale in einem Gepäckfachgehäuse geeignet.
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Die
Lagerbuchse der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung
kann mit einer Grundplatte zur Befestigung der Lagerbuchse an dem
Lagerbauteil oder dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil verbunden sein.
Die Lagerbuchse kann einstückig
mit der Grundplatte ausgebildet sein. Alternativ dazu kann die Lagerbuchse
jedoch auch lösbar
mit der Grundplatte verbunden sein. Die Grundplatte kann mit mindestens
einer Bohrung versehen sein, die es ermöglicht, die Grundplatte an
dem Lagerbauteil oder dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil zu verschrauben, zu
vernieten oder anderweitig zu befestigen. Vorzugsweise ist die Grundplatte
mit drei Bohrungen zur Aufnahme dreier Schrauben versehen. Vorzugsweise
ist die Lagerbuchse dazu vorgesehen, an dem Lagerbauteil befestigt
zu werden. Wenn es sich bei dem drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteil
um eine absenkbare Gepäckfachschale
handelt, kann die Lagerbuchsengrundplatte beispielsweise an einer
Innenfläche
einer Seitenwand eines Gepäckfachgehäuses befestigt
werden, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs einer absenkbaren Schale
des Gepäckfachs
zugewandt ist.
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Die
Lagerbuchse der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung
ist vorzugsweise im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet. Um
eine gleitende Lagerung des Lagerbolzens in der Lagerbuchse zu ermöglichen,
umfasst die Lagerbuchse vorzugsweise eine Gleitlagereinrichtung,
die in die Lagerbuchse eingepresst sein kann. Wenn die Lagerbuchse
im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet ist, kann die Gleitlagereinrichtung
beispielsweise in Form eines Gleitlagerrings ausgebildet sein, der
derart in die Lagerbuchse eingepresst ist, dass er eine Innenfläche der
Gleitlagerbuchse zumindest teilweise bedeckt.
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Ähnlich wie
die Lagerbuchse kann auch die Bolzenführung mit einer Grundplatte
zur Befestigung der Bolzenführung
an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil verbunden
sein. Die Grundplatte kann einstückig
mit der Bolzenführung
ausgebildet oder lösbar
an der Bolzenführung befestigt
sein. Ähnlich
wie die Lagerbuchsengrundplatte kann auch die Bolzenführungsgrundplatte
mit entsprechenden Bohrungen zur Aufnahme von Schrauben, Nieten
oder anderen Befestigungseinrichtungen zur Befestigung der Bolzenführungsgrundplatte
an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil versehen
sein. Vorzugsweise weist die Bolzenführungsgrundplatte drei Bohrungen
auf, durch die entsprechende Schrauben hindurchgeführt werden
können,
um die Bolzenführungsgrundplatte
mit dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil zu
verschrauben. Vorzugsweise ist die Bolzenführung dazu vorgesehen, an dem
Flugzeuginnenausstattungsbauteil befestigt zu werden. Wenn es sich
bei dem drehbar zu lagernden Flugzeuginnenausstattungsbauteil um eine
absenkbare Gepäckfachschale
handelt, kann die Grundplatte der Bolzenführung auf eine Außenfläche der
Seitenwand der absenkbaren Gepäckfachschale
geschraubt werden, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs
dem Gepäckfachgehäuse zugewandt
ist.
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Bei
einem Einsatz der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung
zur Montage einer absenkbaren Schale eines Gepäckfachs an einem Gepäckfachgehäuse ist
es folglich nicht länger
erforderlich, den Lagerbolzen mittels einer entsprechenden Grundplatte an
einer Innenfläche
der Seitenwand der Gepäckfachschale
zu befestigen. Stattdessen kann die Lagerbuchsengrundplatte an der
Außenfläche der
Seitenwand der absenkbaren Gepäckfachschale
montiert werden. Die Seitenwand der absenkbaren Gepäckfachschale
kann mit einer Öffnung
versehen sein, durch die der Lagerbolzen zumindest teilweise in
den Innenraum der Gepäckfachschale
ragen kann, wenn er sich in seiner ersten Stellung befindet. Auf eine
großflächige Abdeckplatte,
wie sie bei einer aus dem Stand der Technik bekannten Lagervorrichtung zur
Abdeckung einer an einer Innenfläche
der Seitenwand der absenkbaren Schale befestigten Lagerbolzengrundplatte
erforderlich ist, kann daher bei einem Einsatz der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung zur
Montage einer absenkbaren Schale in einem Gepäckfachgehäuse verzichtet werden.
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Die
Arretiervorrichtung der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung kann dazu
eingerichtet sein, den Lagerbolzen in mehr als einer Stellung in
der Lagerbolzenführung
zu arretieren. Beispielsweise kann die Arretiervorrichtung eine
Arretierung des Lagerbolzens in seiner ersten und seiner zweiten
Stellung in der Lagerbolzenführung
ermöglichen.
Vorzugsweise umfasst die Arretiervorrichtung einen Arretierstift, der
zur Arretierung des Lagerbolzens in einer Position in der Lagerbolzenführung mit
einer in dem Lagerbolzen ausgebildeten Aufnahme zusammenwirkt. Vorzugsweise
ist die zum Zusammenwirken mit dem Arretierstift vorgesehene Aufnahme
in einer Mantelfläche
des Lagerbolzens ausgebildet. Wenn der Arretierstift in der in der
Mantelfläche
des Lagerbolzens ausgebildeten Aufnehmung aufgenommen ist, wird der
Lagerbolzen sicher in seiner Position in der Lagerbolzenführung gehalten.
Wenn es erwünscht
oder erforderlich ist, den Lagerbolzen in mehreren Positionen in
der Lagerbolzenführung
zu arretieren, ist in dem Lagerbolzen eine Mehrzahl von Aufnahmen ausgebildet,
die bei Bedarf mit dem Arretierstift der Arretiervorrichtung zusammenwirken
können.
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Die
erfindungsgemäße Lagervorrichtung umfasst
ferner vorzugsweise eine Verliersicherung, die dazu eingerichtet
ist, den Lagerbolzen verliersicher in der Lagerbolzenführung zu
halten. Die Verliersicherung stellt sicher, dass der Lagerbolzen
bei der Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an dem Lagerbauteil
beim oder nach dem Bewegen des Lagerbolzens in der Lagerbolzenführung nicht
aus der Lagerbolzenführung
herausfällt.
Eine mit einer Verliersicherung ausgestattete Lagervor richtung ermöglicht somit
eine ganz besonders einfache und komfortable Montage des Flugzeuginnenausstattungsbauteils
an dem Lagerbauteil.
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Die
Verliersicherung kann eine in der Mantelfläche des Lagerbolzens ausgebildete
Kulissenführung
sowie einen in der Kulissenführung
geführten Stift
umfassen. Der in der Kulissenführung
geführte Stift
kann der Arretierstift der Arretiervorrichtung sein. Alternativ
dazu kann die Verliersicherung jedoch auch mit einem separaten Stift
versehen sein. Vorzugsweise erstreckt sich die Kulissenführung derart in
einem Winkel zu einer Stirnfläche
des Lagerbolzens über
die Mantelfläche
des Lagerbolzens, dass die Bewegung des Lagerbolzens zwischen seiner ersten
und seiner zweiten Stellung entlang der Längsachse der Lagerbolzenführung durch
eine Drehung des Lagerbolzens relativ zu der Lagerbolzenführung bewirkt
werden kann.
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Der
Lagerbolzen der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung
kann ferner ein Federdruckstück umfassen,
das einen sich von einer Stirnfläche
des Lagerbolzens erstreckenden Abschnitt aufweist. Wenn der Lagerbolzen
in der Lagerbuchse aufgenommen ist, wirkt der sich von der Stirnfläche des
Lagerbolzens erstreckende Abschnitt des Federdruckstücks mit
einer der Stirnfläche
des Lagerbolzens gegenüberliegenden
Innenfläche
der Lagerbuchse zusammen. Die der Stirnfläche des Lagerbolzens gegenüberliegende
Innenfläche
der Lagerbuchse kann durch die mit der Lagerbuchse verbundene Grundplatte
gebildet werden. Das Federdruckstück kann in eine in der Stirnfläche des
Lagerbolzens ausgebildete Bohrung eingeschraubt sein. Das Federdruckstück dient
der Sicherung des Lagerbolzens in der Lagerbuchse und ermöglicht überdies
eine Feinjustierung der Position des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an
dem Lagerbauteil.
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Vorzugsweise
ist der Lagerbolzen hohlzylindrisch ausgebildet. Das in die Stirnfläche des
Lagerbolzens geschraubte Federdruckstück ist dann selbst dann noch
zugänglich,
wenn der Lagerbolzen bereits in der Lagerbuchse aufgenommen ist.
Wenn die erfindungsgemäße Lagervorrichtung
zur Montage einer absenkbaren Schale in einem Gepäckfachgehäuse eingesetzt
wird, kann folglich zunächst
die absenkbare Schale in ihrer Position in dem Gepäckfachgehäuse gesichert
werden, indem der Lagerbolzen mit der Lagerbuchse in Eingriff gebracht
wird. Anschließend
kann durch entsprechende Einstellung des Federdruckstücks eine
Feinjustage der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse erfolgen, wobei das Federdruckstück durch
die in der Seitenwand der Gepäckfachschale
ausgebildete Öffnung und
den hohlzylindrisch ausgebildeten Lagerbolzen aus dem Innenraum
der absenkbaren Schale zugänglich
ist.
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Die
erfindungsgemäße Lagervorrichtung umfasst
vorzugsweise ferner eine Abdeckkappe, die dazu vorgesehen ist, an
der Lagerbolzenführung
befestigt zu werden. Wenn die erfindungsgemäße Lagervorrichtung zur Montage
einer absenkbaren Schale in einem Gepäckfachgehäuse eingesetzt wird, kann die
Abdeckkappe auf einen Teil der Lagerbolzenführung aufgebracht werden, der
durch die in der Seitenwand der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung in
den Innenraum der absenkbaren Schale ragt. Eine zur Abdeckung der
Lagerbolzenführung der
erfindungsgemäßen Lagervorrichtung
vorgesehene Abdeckkappe ist jedoch deutlich kleiner als eine bei
einer aus dem Stand der Technik bekannten Lagervorrichtung zur Abdeckung
einer Lagerbolzengrundplatte eingesetzte Abdeckplatte. Die erfindungsgemäße Lagervorrichtung
ermöglicht
somit auch eine optisch besonders ansprechende Gestaltung des Innenraums
der absenkbaren Gepäckfachschale.
Vorzugsweise umfasst die Abdeckkappe eine Rastvorrichtung, die dazu
eingerichtet ist, mit einer an der Lagerbolzenführung vorgesehenen komplementären Rastvorrichtung
zusammenzuwirken. Dies ermöglicht
eine einfache Montage der Abdeckkappe an der Lagerbolzenführung.
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Ein
erfindungsgemäßes Gepäckfach umfasst
eine absenkbare Schale, die mittels einer oben beschriebenen Lagervorrichtung
drehbar an einem Gepäckfachgehäuse gelagert
ist. Bei dem erfindungsgemäßen Gepäckfach ist
die Lagerbuchse vorzugsweise an einer Innenfläche einer Gepäckfachgehäuseseitenwand
befestigt, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs
der absenkbaren Schale zugewandt ist. Die Lagerbolzenführung ist
dagegen vorzugsweise an einer Außenfläche einer Seitenwand der absenkbaren
Schale angebracht, die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs
der Gepäckfachgehäuseseitenwand
zugewandt ist. In der Seitenwand der absenkbaren Schale des Gepäckfachs
ist vorzugsweise eine Öffnung
ausgebildet, durch die der Lagerbolzen bei der Montage der absenkbaren
Schale in dem Gepäckfachgehäuse in seine
erste Stellung bewegt werden kann, in der er die Positionierung
der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse nicht behindert. Ferner
kann die in der Seitenwand der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung von
einem Abschnitt der Lagerbolzenführung
durchsetzt werden, wodurch eine besonders stabile Befestigung der
Lagerbolzenführung
an der Seitenwand der absenkbaren Schale ermöglicht wird. Auf den in den
Innenraum der absenkbaren Schale ragenden Abschnitt der Lagerbolzenführung kann
eine Abdeckkappe aufgebracht sein, um eine ansprechende Optik des
Innenraums der absenkbaren Schale zu gewährleisten.
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Bei
einem erfindungsgemäßen Verfahren
zur Montage eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils in einem Flugzeug
wird zunächst
eine Lagerbuchse an einem Lagerbauteil oder dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil
befestigt. Anschließend
wird eine Lagerbolzenführung
an dem Flugzeuginnenausstattungsbauteil oder dem Lagerbauteil befestigt,
wobei in der Lagerbolzenführung
ein in der Lagerbuchse aufnehmbarer Lagerbolzen entlang einer Längsachse
der Lagerbolzenführung
zwischen einer ersten und einer zweiten Stellung bewegbar angeordnet
ist. Der Lagerbolzen wird in der Lagerbolzenführung in eine erste Richtung
entlang der Längsachse
der Lagerbolzenführung
in seine erste Stellung bewegt. Solange sich der Lagerbolzen in
seiner ersten Stellung befindet, wird das Flugzeuginnenausstattungsbauteil positioniert,
d. h. relativ zu dem Lagerbauteil angeordnet, da der Lagerbolzen
in seiner ersten Stellung die Positionierung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils
nicht behindert. Anschießend
wird der Lagerbolzen in der Lagerbolzenführung in eine der ersten Richtung
entgegengesetzte Richtung entlang der Längsachse der Lagerbolzenführung in
seine zweite Stellung bewegt. Wenn der Lagerbolzen seine zweite Stellung
in der Lagerbolzenführung
erreicht hat, ist der Lagerbolzen in der Lagerbuchse aufgenommen. Schließlich wird
der Lagerbolzen in seiner Position in der Lagerbolzenführung arretiert,
um eine ordnungsgemäße drehbare
Lagerung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils an dem Lagerbauteil
zu ermöglichen.
Das erfindungsgemäße Verfahren
kann in besonders vorteilhafter Weise zur raschen und einfachen
Montage einer absenkbaren Schale in einem Gepäckfachgehäuse eingesetzt werden.
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Vorzugsweise
wird der Lagerbolzen bei dem erfindungsgemäßen Montageverfahren in seiner zweiten
Stellung und/oder seiner ersten Stellung arretiert. Durch die Arretierung
des Lagerbolzens in seiner ersten Stellung wird die Positionierung
des Flugzeuginnenausstattungsbauteils relativ zu dem Lagerbauteil
erleichtert, da es nicht erforderlich ist, den Lagerbolzen manuell
in seiner ersten Stellung zu halten.
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Die
Bewegung des Lagerbolzens zwischen seiner ersten und seiner zweiten
Stellung wird vorzugsweise durch das Zusammenwirken einer in einer Mantelfläche des
Lagerbolzens ausgeführten
Kulissenführung
mit einem in der Kulissenführung
geführten
Stift geführt.
Der in der Kulissenführung
geführte Stift
kann auch zur Arretierung des Lagerbolzens in seiner ersten und
seiner zweiten Stellung verwendet werden, wenn in der Mantelfläche des
Lagerbolzens (eine) entsprechende Ausnehmung(en) zur Aufnahme des
Stifts vorgesehen sind. Vorzugsweise ist die Kulissenführung so
gestaltet, dass die Bewegung des Lagerbolzens entlang der Längsachse
der Lagerbolzenführung
durch eine Drehung des Lagerbolzens relativ zu der Lagerbolzenführung bewirkt
wird. Dadurch wird es ermöglicht,
den Lagerbolzen sicher und kontrollierbar zwischen seiner ersten
und seiner zweiten Stellung entlang der Längsachse der Lagerbolzenführung zu
bewegen.
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Eine
Feinjustierung der Lagerung des Flugzeuginnenausstattungsbauteils
an dem Lagerbauteil erfolgt vorzugsweise durch Einstellen eines
Federdruckstücks,
das einen sich von einer Stirnfläche
des Lagerbolzens erstreckenden Abschnitt aufweist.
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Schließlich kann
eine an einer Abdeckkappe vorgesehene Rastvorrichtung mit einer
an der Lagerbolzenführung
vorgesehenen komplementären
Rastvorrichtung verrastet werden, um die Abdeckkappe an der Lagerbolzenführung zu
befestigen.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung wird nun anhand der beigefügten schematischen
Figuren näher
erläutert,
von denen
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1 eine
dreidimensionale Explosionsdarstellung einer Vorrichtung zur drehbaren
Lagerung eines Flugzeuginnenausstattungsbauteils an einem Lagerbauteil
zeigt,
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2 eine
dreidimensionale Darstellung der Lagervorrichtung gemäß 1 zeigt,
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3 eine
weitere dreidimensionale Darstellung der Lagervorrichtung gemäß 1 zeigt,
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4 eine
Längsschnittansicht
der Lagervorrichtung gemäß 1 zeigt,
wobei sich ein Lagerbolzen in einer ersten Stellung in einer Lagerbolzenführung befindet,
und
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5 eine
Längsschnittansicht
der Lagervorrichtung gemäß 1 zeigt,
wobei sich der Lagerbolzen in der Lagerbolzenführung in einer zweiten Stellung
befindet und in einer Lagerbuchse aufgenommen ist.
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Eine
in den 1 bis 5 gezeigten Lagervorrichtung 10 ist
dazu vorgesehen, ein Flugzeuginnenausstattungsbauteil drehbar an
einem Lagerbauteil zu befestigen. Beispielsweise kann die Lagervorrichtung 10 dazu
verwendet werden, eine absenkbare Schale eines Gepäckfachs
drehbar an einem Gepäckfachgehäuse zu lagern.
Es versteht sich jedoch, dass die Lagervorrichtung 10 auch
dazu geeignet ist, andere Flugzeuginnenausstattungsbauteile drehbar an
entsprechenden Lagerbauteilen zu befestigen.
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Die
Lagervorrichtung 10 umfasst eine hohlzylindrisch ausgebildete
Lagerbuchse 12, die einstückig mit einer an einer Stirnseite
der Lagerbuchse 12 angebrachten Grundplatte 14 ausgebildet
ist. Die Grundplatte 14 ist mit drei Bohrungen 16 versehen, durch
die Schrauben hindurchgeführt
werden können,
um die Grundplatte 14 und die Lagerbuchse 12 an
einem Lagerbauteil zu befestigen. Wie insbesondere in den 4 und 5 zu
erkennen ist, ist die Lagerbuchse 12 dazu vorgesehen, an
einer Innenfläche
einer Seitenwand 18 eines Gepäckfachgehäuses befestigt zu werden, die
im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs einer in dem Gepäckfachgehäuse aufgenommenen
absenkbaren Schale zugewandt ist. In die Lagerbuchse 12 ist
eine ringförmig ausgebildete
Gleitlagereinrichtung 20 eingepresst.
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Die
Lagervorrichtung 10 umfasst ferner eine hohlzylindrisch
ausgebildete Lagerbolzenführung 22. Die
Lagerbolzenführung 22 ist
einstückig
mit einer Grundplatte 24 ausgebildet, die sich von einer
Außenfläche der
Lagerbolzenführung 22 radial
nach außen
erstreckt. Ähnlich
wie die Lagerbuchsengrundplatte 14 ist auch die Lagerbolzenführungsgrundplatte 24 mit
drei Bohrungen 26 zur Aufnahme dreier Schrauben versehen.
Wie in den 4 und 5 gezeigt
ist, ist die Lagerbolzenführung 22 dazu
vorgesehen, mittels der Grundplatte 24 an einer Außenfläche einer
Seitenwand 28 einer absenkbaren Gepäckfachschale befestigt zu werden,
die im fertig montierten Zustand des Gepäckfachs der Seitenwand 18 des
Gepäckfachgehäuses zugewandt
ist. Zur Befestigung der Lagerbolzenführungsgrundplatte 24 und
folglich der Lagerbolzenführung 22 an
der Seitenwand 28 der absenkbaren Gepäckfachschale werden drei Schrauben
durch die in der Lagerbolzenföhrungsgrundplatte 24 ausgebildeten
Bohrungen 26 hindurchgeführt und in die Seitenwand 28 der
absenkbaren Gepäckfachschale
geschraubt.
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In
der Seitenwand 28 der absenkbaren Gepäckfachschale ist eine Öffnung 30 ausgebildet,
die von einem Abschnitt der Lagerbolzenführung 22 durchsetzt
wird. Die Lagerbolzenführungsgrundplatte 24 liegt
folglich flanschartig an einem Abschnitt der Außenfläche der Seitenwand 28 der
absenkbaren Schale an, der die in der Seitenwand 28 der
absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung 30 umgibt.
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In
der Lagerbolzenführung 22 ist
ein Lagerbolzen 32 entlang einer Längsachse L der Lagerbolzenführung 22 zwischen
einer ersten Stellung (siehe 4) und einer
zweiten Stellung (siehe 5) bewegbar angeordnet. Wenn
sich der Lagerbolzen 32, wie in 4 gezeigt,
in seiner ersten Stellung befindet, ragt er durch die in der Seitenwand 28 der
absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung 30 in
einen Innenraum der absenkbaren Schale. In seiner ersten Stellung
ermöglicht
der Lagerbolzen 32 eine ungehinderte Positionierung der
absenkbaren Schale relativ zu dem Gepäckfachgehäuse. Wenn sich der Lagerbolzen 32 dagegen
in seiner in 5 gezeigten zweiten Stellung
befindet, ragt er in Richtung der Lagerbuchse 12 aus der
Lagerbolzenführung 22 heraus und
kann bei geeigneter Positionierung der absenkbaren Gepäckfachschale
in die an der Gehäuseseitenwand 18 befestigte
Lagerbuchse 12 eingreifen. Die in die Lagerbuchse 12 eingepresste
Gleitlagereinrichtung 20 ermöglicht eine reibungsarme drehbare
Lagerung des Lagerbolzens 32 in der Lagerbuchse 12.
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Eine
Arretiervorrichtung zur Arretierung des Lagerbolzens 32 in
seiner ersten sowie seiner zweiten Stellung umfasst einen Arretierstift 34.
Wenn sich der Lagerbolzen 32 in seiner ersten Stellung
befindet, greift der Arretierstift 34 in eine erste Ausnehmung 36 ein,
die in einer Mantelfläche
des Lagerbolzens 32 ausgebildet ist. Wenn sich der Lagerbolzen 32 dagegen
in seiner zweiten Stellung befindet, greift der Arretierstift 34 in
eine zweite Ausnehmung 38 ein, die ebenfalls in der Mantelfläche des
Lagerbolzens 32 ausgebildet ist. Durch das Zusammenwirken
des Arretierstifts 34 mit der ersten bzw. der zweiten Ausnehmung 36, 38 wird
der Lagerbolzen 32 sicher in seiner Position in der Lagerbolzenführung 22 gehalten.
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Zwischen
der ersten Ausnehmung 36 und der zweiten Ausnehmung 38 ist
in der Mantelfläche des
Lagerbolzens 32 ferner eine Kulissenführung 40 ausgebildet. Ähnlich wie
die Ausnehmungen 36, 38 wirkt auch die Kulissenführung 40 mit
dem Arretierstift 34 zusammen, d. h. bei einer Bewegung
des Lagerbolzens 32 zwischen seiner ersten und seiner zweiten
Stellung wird der Arretierstift 34 in der Kulissenführung 40 geführt. Wie
insbesondere in 1 ersichtlich ist, erstreckt
sich die Kulissenführung 40 in einer
Weise in einem Winkel relativ zu einer Stirnfläche des Lagerbolzens 32 über die
Mantelfläche
des Lagerbolzens 32, dass der Lagerbolzen 32 durch eine
Drehung relativ zu der Lagerbolzenführung 22 entlang der
Längsachse
L der Lagerbolzenführung 22 zwischen
seiner ersten und seiner zweiten Stellung bewegbar ist. Eine Drehung
des Lagerbolzens 32 relativ zu der Lagerbolzenführung 22 im
Uhrzeigersinn bewirkt eine Bewegung des Lagerbolzens 32 entlang
der Längsachse
L der Lagerbolzenführung 22 aus
seiner zweiten Stellung in seine erste Stellung. Eine Drehung des
Lagerbolzens 32 relativ zu der Lagerbolzenführung 22 gegen
den Uhrzeigersinn bewirkt dagegen eine Bewegung des Lagerbolzens 32 entlang
der Längsachse
L der Lagerbolzenführung 22 aus
seiner ersten Stellung in seine zweite Stellung.
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Die
Kulissenführung 40 ist
am Ende hakenförmig
ausgeführt
(1), so dass der Lagerbolzen 32 über einen
Totpunkt in seine zweite Stellung gedreht werden muss. Um aus seiner
zweiten Stellung herauszukommen, muss der Lagerbolzen 32 in
Rich tung Grundplatte 14 bewegt werden. Dies ist nur möglich, wenn
das Federdruckstück 42 in
den Lagerbolzen 32 gedreht ist. Ist das Federdruckstück 42 auf Anschlag
mit der Grundplatte 14 gedreht, kann der Lagerbolzen 32 nicht
aus seiner zweiten Stellung gelöst
werden.
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Weiterhin
kann der Lagerbolzen 32 so gestaltet sein, dass er in seiner
zweiten Stellung, z. B. über
einen Schleifkontakt, mit der Grundplatte 14 eine elektrische
Verbindung zwischen dem Gepäckfachgehäuse und
der Gepäckfachschale
herstellt. Dies kann dazu genutzt werden, um die Gepäckfachschale
elektrisch, z. B. für
eine Beleuchtung, zu versorgen.
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Die
Kulissenführung 40 mit
dem Arretierstift 34 bildet somit nicht nur eine Einrichtung
zur Führung der
Bewegung des Lagerbolzens 32 in der Lagerbolzenführung 22,
sondern wirkt auch als Verliersicherung, die den Lagerbolzen 32 verliersicher
in der Lagerbolzenführung 22 hält.
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In
eine Stirnfläche
des Lagerbolzens 32 ist ein Federdruckstück 42 eingeschraubt.
Ein Abschnitt des Federdruckstücks 42 erstreckt
sich von der Stirnfläche
des Lagerbolzens 32 in Richtung der Lagerbuchse 12.
Im in 5 gezeigten montierten Zustand der Lagervorrichtung 10 wirkt
der sich von der Stirnfläche
des Lagerbolzens 32 erstreckende Abschnitt des Federdruckstücks 42 mit
der Lagerbuchsengrundplatte 14 zusammen. Wie insbesondere
aus 4 ersichtlich ist, ist der Lagerbolzen 32 hohlzylindrisch
ausgebildet. Ein in den hohlzylindrisch ausgebildeten Lagerbolzen 32 ragender
Abschnitt des Federdruckstücks 42 ist
somit auch durch den Lagerbolzen 32 zugänglich.
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Schließlich umfasst
die Lagervorrichtung 10 eine Abdeckplatte 44.
Die Abdeckplatte 44 weist eine kreisringförmig ausgebildete
und mit einem Sägezahnprofil
versehene Rastvorrichtung 46 auf. Die Rastvorrichtung 46 ist
dazu vorgesehen, mit einer in Form einer Nut ausgebildeten komplementären Rastvorrichtung 48 zusammenzuwirken,
die an der Lagerbolzenführung 22 ausgebildet
ist. Mittels der Rastvorrichtungen 46, 48 kann
die Abdeckplatte 44 auf einfache und rasche Art und Weise
an der Lagerbolzenführung 22 befestigt
werden.
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Bei
der Montage einer absenkbaren Gepäckfachschale in einem Gepäckfachgehäuse wird
zunächst
die Lagerbuchse 22 mittels der Lagerbuchsengrundplatte 14 an
der Innenfläche
der Gepäckfachgehäuseseitenwand 18 befestigt,
die im montierten Zustand des Gepäckfachs der absenkbaren Gepäckfachschale
zugewandt ist. In ähnli cher
Weise wird die Lagerbolzenführung 22 mit
dem in der Lagerbolzenführung 22 aufgenommenen
Lagerbolzen 32 mittels der Lagerbolzengrundplatte 24 an
der Außenfläche der
Seitenwand 28 der absenkbaren Gepäckfachschale befestigt, die
im montierten Zustand des Gepäckfachs
dem Gepäckfachgehäuse zugewandt ist.
Die Montage der Lagerbolzenführung 22 an
der Seitenwand 28 der absenkbaren Schale erfolgt derart,
dass ein Abschnitt der Lagerbolzenführung 22 die in der
Seitenwand 28 der absenkbaren Schale ausgebildete Öffnung 30 durchsetzt.
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Anschließend wird
der Lagerbolzen 32 in der Lagerbolzenführung 22 durch Drehen
des Lagerbolzens 32 relativ zu der Lagerbolzenführung 22 im
Uhrzeigersinn entlang der Längsachse
L der Lagerbolzenführung 22 in
seine in 4 gezeigte erste Stellung bewegt.
Die Bewegung des Lagerbolzens 32 in der Lagerbolzenführung 22 wird
dabei durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit
der Kulissenführung 40 geführt. Gleichzeitig
wird durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit
der Kulissenführung 40 ein
Herausfallen des Lagerbolzens 32 aus der Lagerbolzenführung 22 sicher
verhindert. Durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit
der zweiten Ausnehmung 38 wird der Lagerbolzen 32 in seiner
ersten Stellung arretiert. Solange sich der Lagerbolzen 32 in
seiner ersten Stellung befindet, ist eine ungehinderte Positionierung
der absenkbaren Gepäckfachschale
in dem Gepäckfachgehäuse möglich.
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Wenn
die absenkbare Gepäckfachschale
die gewünschte
Position in dem Gepäckfachgehäuse erreicht
hat, wird der Lagerbolzen 32 durch Drehen des Lagerbolzens 32 relativ
zu der Lagerbolzenführung 22 gegen
den Uhrzeigersinn in der Lagerbolzenführung 22 entlang der
Längsachse
L der Lagerbolzenführung 22 in
seine in 5 gezeigte zweite Stellung bewegt.
Durch das Zusammenwirken des Arretierstifts 34 mit der
ersten Ausnehmung 36 und dem Federdruckstück 42 wird
der Lagerbolzen 32 in seiner zweiten Stellung arretiert.
Wenn sich der Lagerbolzen 32 in der Lagerbolzenführung 22 in
seiner zweiten Stellung befindet, ist der Lagerbolzen 32 in
der Lagerbuchse 12 aufgenommen und sorgt für eine sichere
Lagerung der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse. Anschließend erfolgt
eine Feinjustierung der Lagerung der absenkbaren Schale in dem Gepäckfachgehäuse durch
entsprechende Einstellung der Position des Federdruckstücks 42.
Das Federdruckstück 42 ist
für diesen
Justageschritt aus dem Innenraum der absenkbaren Gepäckfachschale durch
den hohlzylindrisch ausgebildeten Lagerbolzen 32 zugänglich.
Schließlich
wird die Abdeckplatte 44 mit Hilfe der Rastvorrichtungen 46, 48 an
dem sich in den Innenraum der absenkbaren Schale erstreckenden Teil
der Lagerbolzenführung 32 befes tigt, um
für eine
ansprechende Optik des Innenraums der absenkbaren Schale zu sorgen.