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Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeugtür nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Türgriffsystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5.
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Aus der
DE 196 35 097 A1 ist ein Türgriffsystem für eine Kraftfahrzeugtür bekannt, wobei die Kraftfahrzeugtür eine Türaußenhaut mit einer Griffaussparung aufweist. Das Türgriffsystem ist mit einem Türgriffmodul versehen, dass innenseitig der Türaußenhaut montiert ist und einen Türgriff aufweist, der außenhautbündig in seiner Ruhestellung montiert ist. Zur Überführung des Türgriffs in seine Funktionsstellung ist der Türgriff über die Außenhaut hinaus nach außen beweglich gelagert. Die Griffaussparung weist einen Blendenrahmen auf, der sich außenseitig an einem Rand der Griffaussparung abstützt und den Türgriff umgibt und der mit nach innen ragenden Rasthaken versehen ist, an denen das Türgriffmodul gesichert ist.
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Eine weitere Kraftfahrzeug-Tür mit einem in einer Ruhestellung bündig mit einer Türaußenhaut abschließenden Türgriff, der für eine Funktionsstellung über die Türaußenhaut nach außen ausschwenken kann, ist bei einem Personenkraftwagen in Form des Jaguar F-Type allgemein bekannt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kraftfahrzeug-Tür und ein Türgriffsystem der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine Montage des Türgriffsystems im Bereich der Türaußenhaut der Kraftfahrzeug-Tür derart erlauben, dass sich eine hohe Qualitätsanmutung ergibt, indem insbesondere der Türgriff in seiner Ruhestellung mit umlaufend gleichen Spaltmaßen in einer Griffaussparung der Türaußenhaut integriert ist.
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Diese Aufgabe wird für die Kraftfahrzeugtür durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Da der Blendenrahmen außenseitig auf dem umlaufenden Rand der Türaußenhaut im Bereich der Griffaussparung abgestützt ist, verdeckt der Blendenrahmen den Rand der Griffaussparung der Türaußenhaut. Der Blendenrahmen kann demzufolge etwaige Toleranzen der Griffaussparung der Türaußenhaut kaschieren. Der Blendenrahmen ist mit seiner Fixiereinrichtung exakt auf das Türgriffmodul und auf die Lage des Türgriffs relativ zum Blendenrahmen abgestimmt, so dass sich zwischen einem Durchtritt des Blendenrahmens und dem Türgriff eine exakte Anpassung ergibt. Dadurch wird eine hohe Qualitätsanmutung im montierten Endzustand an der Kraftfahrzeug-Tür erreicht, ohne dass Nacharbeiten oder Justierungen zwischen Türaußenhaut und Türgriffmodul notwendig sind. Der Blendenrahmen und das Türgriffmodul bilden eine autarke Vormontagebaueinheit, indem sie relativ zueinander exakt positionierbar sind. Die Vormontageeinheit ist unabhängig von etwaigen Toleranzen der Griffaussparung der Türaußenhaut. Zudem ist eine äußerst einfache und schnelle Montage des Türgriffsystems im Bereich der Kraftfahrzeug-Tür erzielbar. Die erfindungsgemäße Lösung eignet sich in besonders vorteilhafter Weise für den Einsatz bei Personenkraftwagen, bei denen gute Qualitätsanmutungen verkaufsfördernd wirken. Die Fixiereinrichtung ist mechanisch ausgeführt. Erfindungsgemäß weist die Fixiereinrichtung ein an dem Blendenrahmen angeformtes Schwenklagerprofil auf, das eine Relativschwenkachse zwischen dem Blendenrahmen und dem Türgriffmodul zum Verschwenken des Blendenrahmens relativ zu dem Türgriffmodul zwischen einer Montagestellung und einer Betriebsstellung definiert, und in Abstand zu dem Schwenklagerprofil ist eine mechanische Sicherungsanordnung vorgesehen, die den Blendenrahmen und das Türgriffmodul in der Betriebsstellung gegeneinander sichert. In vorteilhafter Weise wird der Blendenrahmen nach Positionierung des Türgriffmoduls innenseitig der Griffaussparung an der Türaußenhaut von außen her eingeschwenkt, um so eine schnelle und einfache Montage zu ermöglichen. Die mechanische Sicherungsanordnung ist Teil der Fixiereinrichtung und ist mittels eines Werkzeugs oder werkzeuglos bedienbar.
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In Ausgestaltung der Erfindung ist die Fixiereinrichtung derart gestaltet, dass der Türgriff des Türgriffmoduls zentriert in dem Blendenrahmen ausgerichtet ist. Der Blendenrahmen und das Türgriffmodul bilden ein geschlossenes System, die bezüglich ihrer Dimensionierung und Ausrichtung aufeinander abgestimmt sind.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der Blendenrahmen einen umlaufenden Stützrand auf, der außenseitig auf dem Rand der Griffaussparung abgestützt ist, und das Schwenklagerprofil ist in der Montagestellung und der Betriebsstellung innenseitig der Griffaussparung positioniert. Der Stützrand weist eine Blendenfunktion zur Überdeckung des Randes der Türaußenhaut im Bereich der Griffaussparung auf. Der Verlauf des umlaufenden Stützrandes entspricht zumindest weitgehend einem Verlauf des Randes der Griffaussparung.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Türgriffmodul eine Schwenkaufnahme auf, die das Schwenklagerprofil unter Bildung der Relativschwenkachse aufnimmt. Die Schwenkaufnahme ist vorzugsweise im Bereich einer zur Innenseite der Türaußenhaut gerichteten Frontseite des Türgriffmoduls vorgesehen. Vorzugsweise weist das Türgriffmodul einen entsprechenden Gehäuseabschnitt auf, in dem die Schwenkaufnahme ausgebildet ist. Das Türgriffmodul ist als einteilige Baueinheit handhabbar.
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Für das Türgriffsystem wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 5 gelöst. Der Blendenrahmen und das Türgriffmodul bilden für die Montage im Bereich der Griffaussparung der Türaußenhaut ein geschlossenes System, das unabhängig von etwaigen Toleranzen der Griffaussparung der Türaußenhaut ist. Falls im Bereich der Griffaussparung ein muldenförmig vertiefter Rand um einen Griffdurchtritt vorgesehen ist, so ist eine äußere Randkontur des Blendenrahmens auf einen äußeren Muldenrand und eine innere Randkontur auf eine Begrenzungskontur des Griffdurchtritts abgestimmt. Erfindungsgemäß weist der Blendenrahmen einen umlaufenden Stützrand auf, der außenseitig auf einem die Griffaussparung umgrenzenden Rand einer Türaußenhaut abstützbar ist, und der Blendenrahmen weist ein durch die Griffaussparung hindurch zu dem Türgriffmodul hin abragendes Schwenklagerprofil auf, das mit einer Schwenkaufnahme des Türgriffmoduls zusammenwirkt. In vorteilhafter Weise ragt das Schwenklagerprofil durch die Griffaussparung hindurch zur Innenseite der Türaußenhaut ab und ist in der Schwenkaufnahme des Türgriffmoduls aufgenommen, die der Innenseite der Türaußenhaut zugewandt und zu dieser Innenseite hin offen ist. Das Schwenklagerprofil ist demzufolge von einer Vorderseite her in die Schwenkaufnahme des Türgriffmoduls einfügbar. Das Schwenklagerprofil und die Schwenkaufnahme bilden eine Schwenkachse, die vorzugsweise etwa horizontal und etwa in Fahrzeuglängsrichtung relativ zur Kraftfahrzeug-Tür ausgerichtet ist. Die Ausgestaltung ermöglicht eine äußerst einfache Montage des Türgriffsystems im Bereich der Türaußenhaut. In einfacher Weise wird zunächst das Türgriffmodul von innen her so im Bereich der Griffaussparung der Türaußenhaut positioniert, dass der Türgriff etwa auf Höhe der Griffaussparung ausgerichtet ist. Anschließend wird in einfacher Weise der Blendenrahmen von der Außenseite her der Türaußenhaut und der Griffaussparung zugeführt und derart in die Griffaussparung eingeführt, dass das Schwenklagerprofil durch die Griffaussparung hindurch nach innen und in die Schwenkaufnahme des Türgriffmoduls eingesteckt wird. Für das Einstecken des Schwenklagerprofils ist der Blendenrahmen in einer schräg nach außen und nach unten geneigten Ausrichtung der Griffaussparung zugeführt. Die durch das Schwenklagerprofil und die Schwenkaufnahme definierte Relativschwenkachse ist oberhalb eines oberen Randes der Griffaussparung im Bereich der Frontseite des Türgriffmoduls positioniert. Anschließend wird der Blendenrahmen in einfacher Weise nach unten und nach innen eingeschwenkt und in dieser eingeschwenkten Betriebsstellung in nachfolgend näher beschriebener Weise fixiert. Die Schwenkaufnahme ist in einem oberen Bereich des Türgriffmoduls vorgesehen, so dass das Türgriffmodul an dem Schwenklagergewicht aufgehängt ist und durch sein Eigengewicht nach unten hängt und sich gegen eine Innenseite der Türaußenhaut abstützt.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine mechanische Sicherungsanordnung vorgesehen, die den Blendenrahmen an dem Türgriffmodul sichert und die in Abstand zu dem Schwenklagerprofil vorgesehen ist. Die mechanische Sicherungsanordnung ist vorzugsweise in Abstand unterhalb der Relativschwenkachse positioniert und sichert die aufgehängte Vormontagestellung des Türgriffmoduls.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die mechanische Sicherungsanordnung komplementäre Sicherungskanalabschnitte an dem Blendenrahmen und dem Türgriffmodul sowie wenigstens einen Sicherungsstift auf, der in einem Sicherungszustand in die Sicherungskanalabschnitte eingesteckt und in dem Sicherungszustand verrastet ist. Der wenigstens eine Sicherungsstift kann in vorteilhafter Weise werkzeuglos aus seiner Freigabestellung in seine Sicherungsstellung verlagert werden. In vorteilhafter Weise ist die durch den wenigstens einen Sicherungsstift erzielte Verrastung lösbar ausgeführt. Hierzu kann der wenigstens eine Sicherungsstift mittels eines Werkzeugs oder werkzeuglos wieder aus der Sicherungsstellung in die Freigabestellung überführt werden. In vorteilhafter Weise sind wenigstens zwei einander im Bereich des Blendenrahmens gegenüberliegende Sicherungsstifte vorgesehen, die vorteilhaft entgegengesetzte Betätigungsrichtungen aufweisen, um zwischen der Freigabestellung und der Sicherungsstellung verlagert zu werden. Vorteilhaft ist demzufolge ein Sicherungsstift von unten nach oben in seine Sicherungsstellung und damit seine Raststellung überführbar, wohingegen der gegenüberliegende Sicherungsstift von oben nach unten aus seiner Freigabestellung in seine Sicherungsstellung, dass heißt in seine Raststellung, überführbar ist.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen. Nachfolgend ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben und anhand der Zeichnungen dargestellt.
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1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Türgriffsystems in einem ersten Montageschritt mit noch getrenntem Blendenrahmen,
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2 das Türgriffsystem nach 1 in einem zweiten Montageschritt mit eingestecktem Blendenrahmen,
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3 das Türgriffsystem nach den 1 und 2 in einem dritten Montageschritt mit eingeschwenktem Blendenrahmen,
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4 das Türgriffsystem nach den 1 bis 3 in einem Sicherungszustand des Blendenrahmens,
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5 das Türgriffsystem nach den 1 bis 4 mit aufgesteckter Türgriffblende,
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6 in perspektivischer Darstellung von hinten das Türgriffsystem nach den 4 oder 5,
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7 bis 11 in einem vergrößerten Ausschnitt X gemäß 1 die verschiedenen Montageschritte zur Montage des Blendenrahmens und der Türgriffblende,
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12 das Türgriffsystem nach 5 in einer Frontansicht,
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13 bis 16 in vergrößerter Schnittdarstellung längs der Schnittlinie C-C in 12 verschiedene Montageschritte des Türgriffsystems gemäß den 2 bis 5 unter ergänzender Darstellung einer Türaußenhaut einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Tür,
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17 bis 19 in weiterer, vergrößerter Schnittdarstellung längs der Schnittlinie B-B verschiedene Montageschritte für das Türgriffsystem im Bereich der Kraftfahrzeug-Tür gemäß den 13 bis 16, und
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20 in vergrößerter Schnittdarstellung einen Ausschnitt längs der Schnittlinie A-A in 12.
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Ein Personenkraftwagen weist eine Kraftfahrzeug-Tür auf, die mit einem Türgriffsystem gemäß den 1 bis 20 versehen ist. Die Kraftfahrzeug-Tür ist mit einer Türaußenhaut T1 versehen, die abschnittsweise anhand der 13 bis 19 erkennbar ist. Die Kraftfahrzeug-Tür weist zudem auf ihrer zu einem Fahrzeuginnenraum hin gewandten Innenseite und damit auch innenseitig der Türaußenhaut T1 weitere türfeste Türbestandteile auf, von denen ein Türbestandteil T2 anhand der 20 angedeutet ist. Die Türaußenhaut T1 der Kraftfahrzeug-Tür ist mit einer Griffaussparung T3 versehen, wie sie anhand der 13 und 17 bezeichnet ist. Die Griffaussparung T3 bildet zum einen eine nach innen, das heißt zum Fahrzeuginnenraum hin, vertiefte Mulde und zum anderen einen offenen Durchtritt nach innen, der durch einen Randbereich der Mulde der Griffaussparung T3 begrenzt ist. Die Kraftfahrzeug-Tür bildet eine Seitentür des Personenkraftwagens. Die Türaußenhaut T1 erstreckt sich im Wesentlichen in Fahrzeughochrichtung und in Fahrzeuglängsrichtung. Die Griffaussparung T3 ist zu einer Mitte des Fahrzeuginnenraumes hin offen und damit im Wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung.
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Das Türgriffsystem 1 setzt sich zusammen aus einem Türgriffmodul 2 und einem Blendenrahmen 4, die gemeinsam im Bereich der Griffaussparung T3 der Türaußenhaut T1 in nachfolgend näher beschriebener Weise montiert werden.
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Das Türgriffmodul 2 weist ein formstabiles Gehäuse G auf, in dem eine Türgriffeinheit 3, 11 um eine Schwenkachse S begrenzt schwenkbeweglich gelagert ist. Die Schwenkachse S erstreckt sich in montiertem Zustand des Türgriffsystems 1 im Wesentlichen horizontal und im Wesentlichen in Fahrzeuglängsrichtung. Die Türgriffeinheit 3, 11 weist eine formstabile Schwenkstruktur 11 sowie einen Türgriff 3 auf, der an einem oberen Endbereich der Schwenkstruktur mit der Schwenkstruktur 11 fest verbunden ist. Die Schwenkstruktur 11 ist mit ihrem unteren Endbereich um die Schwenkachse S in dem Gehäuse G schwenkbeweglich gelagert. Dadurch, dass der Türgriff 3 an dem oberen Endbereich der Schwenkstruktur 11 fest angeordnet ist, ist der Türgriff 3 quasi parallel zwischen einer eingeschwenkten Ruhestellung und einer ausgeschwenkten Funktionsstellung verlagerbar. Anhand der 17 bis 19 ist die eingeschwenkte Ruhestellung des Türgriffs 3 erkennbar. Anhand der 17 bis 19 ist auch erkennbar, dass der Türgriff 3 einen Durchgriff D aufweist, der im Wesentlichen nach oben und nach unten offen ist. In einer Funktionsstellung des Türgriffes 3 ist die Schwenkstruktur 11 zur Türaußenhaut T1 hin nach außen verschwenkt, wodurch der Türgriff 3 über eine Außenseite der Türaußenhaut T1 nach außen abragt. In dieser Funktionsstellung ist der Durchgriff D für eine Bedienperson zugänglich, indem die Bedienperson einen vorderen Bereich des Türgriffs 3 umgreifen kann, wobei Finger der Hand der Bedienperson in den Durchtritt D eingreifen. Ein Ziehen an dem Türgriff 3 in dieser Funktionsstellung führt zu einem Entriegeln eines Türschlosses der Kraftfahrzeug-Tür und demzufolge zu einem Öffnen der Kraftfahrzeug-Tür.
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Um das Türgriffsystem 1 im Bereich der Griffaussparung T3 der Türaußenhaut T1 so montieren zu können, dass sich in montiertem Betriebszustand eine bündige Einbettung des Türgriffs 3 in die Griffaussparung T3 und eine exakte Ausrichtung mit gleichmäßigen Spaltmaßen in der Griffaussparung T3 der Türaußenhaut T1 ergibt, wird das Türgriffmodul 2 mittels eines Blendenrahmens 4 im Bereich der Griffaussparung T3 an der Türaußenhaut T1 montiert. Der Blendenrahmen 4 stellt ein einteiliges, formstabiles Bauteil dar, das aus Kunststoff oder aus einer Leichtmetalllegierung hergestellt ist. Der Blendenrahmen 4 weist einen umlaufenden Stützrand 12 auf, der eine Aussparung 8 umgrenzt, die auf eine Außenkontur des Türgriffs 3 abgestimmt ist, so dass sich zwischen dem Rand der Aussparung 8 und der Außenkontur des Türgriffs 3 ein umlaufend gleiches Spaltmaß ergibt. Die Aussparung 8 ist so gewählt, dass der Türgriff 3 in montierter Betriebsstellung durch die Aussparung 8 hindurch zur Außenseite der Türaußenhaut T1 hindurchtreten kann, um in seine Funktionsstellung zu gelangen. Der Stützrand 12 ist derart gestaltet, dass er mit seiner Außenkontur im Wesentlichen bündig umlaufend mit einem Randbereich der muldenförmigen Vertiefung der Griffaussparung T3 der Türaußenhaut T1 abschließt. Der Stützrand 12 stützt sich zudem nach innen, das heißt zur Fahrzeugmitte hin, auf dem den Durchtritt nach innen begrenzenden Randbereich der Griffaussparung T3 der Türaußenhaut T1 ab, wenn das Türgriffsystem 1 sich in seiner montierten Betriebsstellung befindet. Der Blendenrahmen 4 weist im Bereich seiner Oberseite ein einstückig angeformtes Schwenklagerprofil 5 auf, das einen zylindrischen Schwenkprofilabschnitt sowie zwei nach oben abragende Tragarme aufweist, zwischen denen der Schwenkprofilabschnitt sich erstreckt. Die Tragarme sind im Bereich einer Rückseite einer oberen Längsflanke des Stützrandes 12 einstückig an dem Blendenrahmen 4 angeformt und ragen parallel zueinander, jedoch winklig zu einer Ebene des Stützrandes 12 nach oben ab. Anhand der Vormontageposition gemäß 1 ist erkennbar, dass die Tragarme in Fahrzeughochrichtung nach oben ausgerichtet sind, wohingegen die Ebene des Stützrandes 12 zu der durch die Tragarme gebildeten Ebene ausgerichtet ist und demzufolge – auf Koordinatenachsen der Kraftfahrzeug-Tür bezogen – schräg nach außen und nach unten erstreckt ist. Dem Schwenklagerprofil 5 ist im Bereich einer einer Innenseite der Türaußenhaut T1 zugewandten Frontseite des Türgriffmoduls 2 und damit des Gehäuses G eine nach vorne offene Schwenkaufnahme 6 zugeordnet, die eine im Wesentlichen in Fahrzeuglängsrichtung erstreckte Profilnut sowie an Stirnendbereichen der Profilnut vorgesehene offene Abschnitte aufweist, in die die Tragarme des Schwenklagerprofils 5 eintauchen können.
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Für eine Montage des Blendenrahmens 4 und des Türgriffmoduls 2 wird das Türgriffmodul 2 von einer Innenseite her an die Türaußenhaut T1 herangeführt, während der Blendenrahmen 4 von einer Außenseite her an die Türaußenhaut T1 herangeführt wird. In schräger Ausrichtung wird das Schwenklagerprofil 5 von außen her durch die Griffaussparung T3 hindurch nach innen geführt und in die Profilnut der Schwenkaufnahme 6 des Türgriffmoduls 2 eingesteckt. Dabei wird der Schwenkprofilabschnitt des Schwenklagerprofils 5 bis zu einem Grund der Profilnut der Schwenkaufnahme 6 gedrückt, dessen Wandungskontur analog zu dem Schwenkprofilabschnitt hohlzylindrisch gestaltet ist. Das Schwenklagerprofil 5 und die Schwenkaufnahme 6 bilden demzufolge eine Relativschwenkachse zwischen dem Blendenrahmen 4 und dem Gehäuse G des Türgriffmoduls 2. Die beiden Tragarme des Schwenklagerprofils 5 weisen vom Stützrand 12 weg nach hinten ragende, kreisbogenförmig gekrümmte Führungsstutzen auf, die nicht näher bezeichnet sind. Diese unterstützen eine Schwenkführung des Blendenrahmens 4 im Bereich der Schwenkaufnahme 6 und können zudem eine Rastfunktion in einer eingeschwenkten Funktionslage des Blendenrahmens 4 übernehmen. Auch die Profilnut der Schwenkaufnahme 6 ist mit einem Höckerbereich versehen, der von dem Schwenkprofilabschnitt beim Einstecken überdrückt wird und so eine formschlüssige Sicherung in der Profilnut bewirkt.
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Aus der schräg gestellten Ausrichtung gemäß 2 und 17 wird der Blendenrahmen 4 nach innen in den Muldenbereich der Griffaussparung T3 der Türaußenhaut T1 geschwenkt (3 und 18). Die entsprechende Rast- oder Klemmfunktion zwischen dem Schwenklagerprofil 5 und der Schwenkaufnahme 6 verhindert, dass das Gehäuse G und damit das Türgriffmodul 2 sich in der Zwischenmontagestellung wieder von dem Blendenrahmen 4 lösen kann.
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Der Blendenrahmen 4 weist zudem von einer Rückseite des Stützrandes 12 nach hinten abragende Führungsnocken 7 auf, denen im Bereich des Gehäuses G und damit des Türgriffmoduls 2 komplementäre Führungsaufnahmen 10 zugeordnet sind. Die Führungsnocken 7 tauchen in die Führungsaufnahmen 10 ein, sobald der Blendenrahmen 4 nach innen in seine Funktionslage verschwenkt wird, in der der Stützrand 12 flächig an dem Randbereich des Durchtrittes der muldenförmigen Griffaussparung T3 von außen her anliegt. Sowohl den beiden Führungsnocken 7 als auch den beiden Führungsaufnahmen 10 sind quer verlaufende Sicherungskanalabschnitte 15, 16 zugeordnet, die in der Funktionslage des Blendenrahmens 4, in der die Führungsnocken 7 in die Führungsaufnahmen 10 eingesteckt sind, miteinander fluchten (siehe 13 bis 16). In der miteinander fluchtenden Ausrichtung der Führungskanalabschnitte 15 und 16 wird in dem jeweils gebildeten Führungskanal ein Sicherungsstift 9 eingesteckt, der jeweils an dem Gehäuse G lösbar gehalten ist. Jeder Sicherungsstift 9 weist an seinem in Sicherungsrichtung vorderen Stirnendbereich eine pfeilartige, nach innen elastisch nachgiebige Rastkontur auf, die zum einen eine Sicherung des Sicherungsstiftes 9 in einer Freigabestellung gemäß 13 und zum anderen eine formschlüssige Sicherung des Sicherungsstiftes 9 in der Sicherungsstellung gemäß 16 bewirkt. Der gegenüberliegende Sicherungsstift 9, der anhand der 1 bis 3 erkennbar ist, wird nicht wie der anhand der 13 bis 16 dargestellte Sicherungsstift 9 von unten nach oben, sondern vielmehr von oben nach unten in den durch die Führungskanalabschnitte des gegenüberliegenden Führungsnockens 7 und der gegenüberliegenden Führungsaufnahme 10 eingesteckt. Demzufolge sind die Raststellung des gegenüberliegenden Sicherungsstiftes 9 in der Freigabestellung und in der Sicherungsstellung entsprechend nach oben und nach unten vertauscht, im Übrigen jedoch identisch zu der Darstellung gemäß den 13 bis 16. Jeder Sicherungsstift 9 weist zudem an seinem der Rastkontur 13 gegenüberliegenden Stirnendbereich eine Werkzeugangriffsöffnung auf, um bei Bedarf ein Lösen des jeweiligen Sicherungsstiftes 9 aus der Sicherungsstellung durch Eingreifen eines entsprechenden Werkzeugs in die Werkzeugangriffsöffnung zu ermöglichen. Die Führungsnocken 7, die Führungsaufnahmen 10 und die Sicherungsanordnung in Form der Sicherungskanalabschnitte und der Sicherungsstifte sind Bestandteil der erfindungsgemäßen Fixiereinrichtung.
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Auch die Führungsnocken 7 sind einstückig an dem Blendenrahmen 4 angeformt. Sobald der Blendenrahmen 4 in seine Funktionslage gemäß 14 und 18 eingeschwenkt ist, fluchten die Sicherungskanalabschnitte 15 und 16 miteinander, so dass die beiden Sicherungsstifte 9 in ihre Sicherungsstellung verschoben werden können. Nun ist das Türgriffmodul 2 von der Innenseite her und der Blendenrahmen 4 von der Außenseite her im Bereich der Griffaussparung T3 an die Türaußenhaut T1 gedrückt und an der Türaußenhaut T1 gesichert.
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Ergänzend ist das Türgriffmodul 2 im Bereich seiner Unterseite noch mittels einer zusätzlichen Befestigungsstelle 14 an dem türfesten Türbestandteil T2 befestigt, wie 12 und 20 entnehmbar ist. Hierzu ist ein mechanisches Befestigungsmittel 17, vorliegend in Form einer Schraubverbindung, vorgesehen. Der Türbestandteil T2 bildet einen Blechabschnitt, der mit einer Bohrung versehen ist, die als Langloch oder als Loch mit gegenüber einem Durchmesser des Befestigungsmittels 17 wesentlich vergrößertem Durchmesser versehen ist. Dies stellt sicher, dass das Befestigungsmittel 17 im Bereich der Befestigungsstelle 14 des Gehäuses G das entsprechende Loch auch zuverlässig durchdringen kann. Die Schraubverbindung wird durch eine Kopfschraube sowie eine rückseitige Schraubenmutter gebildet.
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Nach der Montage des Blendenrahmens 4 und des Türgriffmoduls 2 an der Türaußenhaut T1 wird auf eine Frontseite des Türgriffs 3 eine Türgriffblende B aufgesteckt, die eine Frontfläche des Stützrandes 12 des Blendenrahmens 4 vollständig überdeckt und einen bündigen Abschluss mit der Türaußenhaut T1 und der Griffaussparung T3 bildet, wie anhand der 5, 11, 12, 16 und 19 erkennbar ist. Die Türgriffblende B weist vorteilhaft eine identische Randkontur auf wie eine Außenrandkontur des Stützrandes 12 des Blendenrahmens 4, so dass die Türgriffblende B eine Frontseite des Stützrandes 12 in montiertem Zustand vollständig überdeckt.