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Die
Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Crashsicherheit und insbesondere
auf eine Pedalhebelanordnung für ein Kraftfahrzeug, mit
der das Risiko von Verletzungen im Fußraum des Fahrers
verringern wird.
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Aus
dem Stand der Technik ist hierzu eine Vielzahl von Lösungsvorschlägen
bekannt, welche darin bestehen, im Crashfall einen Pedalhebel zu entkoppeln
oder aktiv vom Fahrer wegzuziehen. Oftmals wird dabei der Pedalhebel
ausgeklinkt, z. B. durch Zerstörung der Lagerachse oder
der Lagerwangen des zugehörigen Lagerbocks. Ferner ist
bekannt, den Pedalhebel durch Niederhalter oder dergleichen in Richtung
der Fahrzeugspritzwand zu drücken, wobei jedoch dafür
Sorge zu tragen ist, dass nicht der Fuß des Fahrers unter
dem Pedalhebel eingeklemmt wird. Zur Auslösung hierfür
geeigneter Mechanismen wird zumeist eine crashbedingte Relativverschiebung
der Fahrzeugstruktur ausgenutzt. In der Regel dringt bei einem Frontalcrash
die Fahrzeugspritzwand weiter in Richtung der Fahrgastzelle vor,
als andere Strukturabschnitte wie beispielsweise der Instrumentenquerträger.
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Ein
weiteres Sicherheitskonzept, welches vorliegend weiterverfolgt werden
soll, besteht darin, eine von dem Pedalhebel wegführende
Druckstange, beispielsweise die Druckstange eines Bremskraftverstärkers,
zu verformen. Hierdurch wird der Pedalhebel vom Fahrer weg in Richtung
der Spritzwand geschwenkt. Im Fall einer Durchtrennung oder eines Ausklinkens
der Druckstange wird der Pedalhebel kraftfrei. Die Lagerung des
Pedalhebels am Lagerbock oder an der Fahrzeugstruktur bleibt dabei
im Regelfall intakt. Entsprechende Pedalhebelanordnungen sind aus
der
EP 0 830 989 B1 und
der
EP 0 843 630 B1 bekannt.
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Aufgrund
der beengten räumlichen Gegebenheiten im Fußraum
sowie der umliegenden Bereiche gestaltet sich die Unterbringung
einer Ausknickvorrichtung, welche auf die Druckstange einwirkt, schwierig.
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Vor
diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Pedalhebelanordnung mit einer auf deren Druckstange einwirkenden
Ausknickvorrichtung zu schaffen, die sich mit geringem Aufwand platzsparend
realisieren lässt.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Pedalhebelanordnung gemäß Patentanspruch
1 gelöst. Die erfindungsgemäße Pedalhebelanordnungen
umfasst einen Pedalhebel, der um eine Pedalachse schwenkbar gelagert
ist, eine Druckstange, die mit dem Pedalhebel gekoppelt ist, um
eine auf den Pedalhebel ausgeübte Druckkraft zu übertragen,
und eine Ausknickvorrichtung, die bei einem Vordringen einer Spritzwand
mit der Druckstange in Eingriff gelangt, um die Druckstange zumindest
zu verformen. Die Ausknickvorrichtung weist eine Crashstrebe und
ein Gleitstück auf. Dabei ist die Crashstrebe mit einem Ende
an einer Struktur des Kraftfahrzeugs abgestützt, die bei
einem Frontalcrash weniger stark als die Spritzwand vordringt. Das
Gleitstück ist an einem weiteren, freien Ende der Crashstrebe über
ein Gelenk angekoppelt, wobei das Gleitstück an der Spritzwand
oder an einem an dieser angeordneten Lagerbock für den
Pedalhebel derart geführt ist, dass das Gleitstück
bei einem Vordringen der Spritzwand in Eingriff mit der Druckstange
gelangt, um diese abzuknicken, zu durchtrennen oder auszuklinken.
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Die
Crashstrebe und das Gleitstück benötigen in der
Breite keinen zusätzlichen Bauraum. Während die
Crashstrebe unmittelbar am Pedalhebel vorbeigeführt ist,
kann das Gleitstück außerhalb des Schwenkbereichs
des Pedalhebels im Bereich der Druckstange angeordnet werden. Insbesondere
können beide Komponenten innerhalb eines bestehenden Lagerbocks
platziert werden.
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Die
erfindungsgemäße Pedalhebelanordnung zeichnet
sich zudem durch einen sehr einfachen Aufbau aus, durch den im Crashfall
der Pedalhebel vom Fahrer weggeführt werden kann. Wird
die Druckstange zerstört, kann der Pedalhebel frei pendeln.
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Weitere,
vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Patentansprüchen
angegeben.
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Die
Crashstrebe kann beispielsweise an einem Instrumentenquerträger
bzw. Modulträger des Kraftfahrzeugs starr befestigt sein
und sich, bezogen auf das Kraftfahrzeug, nach vorne und unten in
Richtung der Spritzwand erstrecken. Da der Instrumentenquerträger
bei einem Frontalcrash in der Regel weniger stark in Richtung der
Fahrgastzelle verschoben wird, als beispielsweise die Spritzwand
sowie dieser vorgelagerte Komponenten, bietet der Instrumentenquerträger
eine gute Abstützbasis für die Crashstrebe. Die
starre Befestigung derselben gewährleistet, dass sich im
Crashfall vor allem das Gleitstück gegenüber der
Druckstange verschiebt und diese verformt bzw. durchtrennt.
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Vorzugsweise
wird das Gelenk zwischen der Crashstrebe und dem Gleitstück
durch eine einfache und platzsparende Bolzen- oder Nietverbindung
gebildet.
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In
einer ersten Variante verläuft die Crashstrebe unter der
Pedalachse des Pedalhebels hindurch. Der Pedalhebel kann dabei an
einem Lagerbock gelagert sein, der seinerseits an der Spritzwand festgelegt
ist und eine Führungsschiene ausbildet, an der das Gleitstück
geführt ist. Vorzugsweise ist die Führungsschiene
an einer von der Spritzwand abstehenden Lagerwange des Lagerbocks
ausgebildet. Hierdurch bleibt ausreichend Platz für einen
Faltenbalg um die Druckstange erhalten.
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Gemäß einer
weiteren, vorteilhaften Ausgestaltung weist die Führungsschiene
den gleichen Neigungswinkel wie die Crashstrebe auf. Hierdurch werden
bei einer beginnenden crashbedingten Verformung eine zuverlässige
Bewegung des Gleitstücks entlang der Führungsschiene
und der gewünschte Eingriff mit der Druckstange gewährleistet.
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In
einer weiteren Variante weist die Crashstrebe eine Langlochöffnung
auf, über die die Crashstrebe an einem Lagerzapfen des
Pedalhebels, der die Pedalachse definiert, geführt ist.
Der Lagerzapfen des Pedalhebels dient in diesem Fall gleichzeitig
als Dreh- und Lagerpunkt für die Crashstrebe.
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Das
Gleitstück kann insbesondere in diesem Fall im Wesentlichen
parallel zur Spritzwand an einem Lagerbock des Pedalhebels geführt
sein.
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Es
ist jedoch auch möglich, die Crashstrebe oberhalb der Pedalachse
des Pedalhebels an der Pedalachse vorbeizuführen und das
Gleitstück an der Spritzwand oder an einer hierzu im Wesentlichen
parallelen Stirnwand eines Lagerbocks für den Pedalhebel
gleitend zu führen.
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Die
oben genannte Aufgabe wird weiterhin durch eine Pedalhebelanordnung
gemäß Patentanspruch 10 gelöst. Diese
umfasst einen Pedalhebel, der um eine Pedalachse schwenkbar gelagert
ist, eine Druckstange, die mit dem Pedalhebel gekoppelt ist, um
eine auf den Pedalhebel ausgeübte Druckkraft zu übertragen,
und eine Ausknickvorrichtung, die bei einem Vordringen einer Spritzwand
mit der Druckstange in Eingriff gelangt, um die Druckstange zu verformen.
Die Ausknickvorrichtung wird durch eine Crashstrebe gebildet, die
mit einem Ende starr an einer Struktur des Kraftfahrzeugs abgestützt
ist, welche bei einem Frontalcrash weniger stark als die Spritzwand
vordringt, und die an ihrem anderen Ende einen Eingriffsabschnitt
ausbildet, der bei einem Vordringen der Spritzwand in Eingriff mit
der Druckstange gelangt, um diese abzuknicken oder zu durchtrennen.
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Durch
den Entfall des Gleitelements wird eine weitere Platzeinsparung
erzielt. Während eines Vordringens der Spritzwand in Richtung
der Fahrgastzelle verschiebt sich die Position der Lagerachse im
Langloch der Crashstrebe, wodurch deren Eingriffsabschnitt der Druckstange
angenähert wird.
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Auch
hier kann die Crashstrebe wiederum an einem Instrumentenquerträger
bzw. Modulträger des Kraftfahrzeugs starr befestigt sein
und sich, bezogen auf das Kraftfahrzeug, nach vorne und unten in
Richtung der Spritzwand erstrecken.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
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1 eine
schematische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels
einer Pedalhebelanordnung nach der Erfindung,
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2 eine
Detailansicht des Eingriffsbereich eines Gleitstücks und
einer Druckstange der Pedalhebelanordnung nach 1,
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3 eine
schematische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer Pedalhebelanordnung nach der Erfindung,
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4 eine
Detailansicht des Eingriffsbereich eines Gleitstücks und
einer Druckstange der Pedalhebelanordnung nach 3,
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5 eine
schematische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels
einer Pedalhebelanordnung nach der Erfindung,
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6 eine
Detailansicht des Eingriffsbereich eines Gleitstücks und
einer Druckstange der Pedalhebelanordnung nach 5,
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7 eine
schematische Ansicht eines vierten Ausführungsbeispiels
einer Pedalhebelanordnung nach der Erfindung, und in
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8 eine
Detailansicht des Eingriffsbereich einer Crashstrebe und einer Druckstange
der Pedalhebelanordnung nach 7.
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Das
erste Ausführungsbeispiel in den 1 und 2 zeigt
eine Pedalhebelanordnung 1 für ein Personenkraftfahrzeug,
welche mit einem einfachen und kostengünstigen Crashsystem
ausgestattet ist. Die Pedalhebelanordnung 1 ist an einer
Fahrzeugstruktur 2 angeordnet, von der hier lediglich ein Instrumentenquerträger 3 sowie
eine Spritzwand 4 dargestellt sind. Die Spritzwand 4 trennt
einen Fußraum einer Fahrgastzelle von einem vorgelagerten Motorraum,
in dem hier unter anderem ein Bremskraftverstärker 5 untergebracht
ist. Bei einem Frontalcrash dringt der Bremskraftverstärker 5 und
damit die Spritzwand 4 stärker in Richtung der
Fahrgastzelle vor, als der Instrumentenquerträger 3.
Diese Relativbewegung wird dazu genutzt, einen Pedalhebel 6 der
Pedalhebelanordnung 1 vom Fahrer wegzuziehen oder kraftfrei
zu stellen, wie dies nachfolgend näher erläutert
wird.
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Die
Pedalhebelanordnung 1 umfasst einen Lagerbock 7 mit
zwei Lagerwangen 8, welche durch eine Stirnwand 9 miteinander
verbunden sind. Die Stirnwand 9 verläuft im Wesentlichen
parallel zur Spritzwand 4 und ist an letzterer befestigt.
Zwischen den Lagerwangen 8 ist ein Lagerzapfen 10 gehalten, welcher
den Pedalhebel 6 um eine Pedalachse A schwenkbar lagert.
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Mit
dem Pedalhebel 6 ist eine Druckstange 11 gekoppelt,
um eine auf den Pedalhebel 6 ausgeübte Druckkraft
zu übertragen. Die Druckstange 11 verläuft
im Wesentlichen in Fahrzeuglängsrichtung und dient hier
der Betätigung des Bremskraftverstärkers 5.
Wird der Bremskraftverstärker 5 crashbedingt in
Richtung der Fahrgastzelle verschoben, dringt auch die Druckstange 11 tiefer
in den Fußraum der Fahrgastzelle ein. Dies ist unerwünscht
und wird im Crashfall durch eine Ausknickvorrichtung 12 der
Pedalhebelanordnung 1 unterbunden, welche die Druckstange 11 verformt
oder zerstört.
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Die
Ausknickvorrichtung 12 des ersten Ausführungsbeispiels
wird durch eine Crashstrebe 13. und ein Gleitstück 14 gebildet.
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Die
Crashstrebe 13 ist ein starres Blechbauteil, das mit einem
Ende an einer Struktur des Kraftfahrzeugs abgestützt ist,
die bei einem Frontalcrash weniger stark als die Spritzwand 4 in
Richtung der Fahrgastzelle vordringt. Wie 1 zeigt,
kann die Crashstrebe 13 am Instrumentenquerträger 3 abgestützt
sein. Insbesondere ist die Crashstrebe 13 starr an dem
Instrumentenquerträger 3 oder einem vergleichbaren
Abschnitt der Fahrzeugstruktur befestigt. Sie erstreckt sich bezogen
auf das Kraftfahrzeug nach vorne und unten in Richtung der Spritzwand 4. Vorzugsweise
schließt die Crashstrebe 13 mit der Vertikalrichtung
einen Winkel im Bereich von 35 bis 65 Grad, vorzugsweise 45 bis
50 Grad ein.
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Wie 1 weiter
zu entnehmen ist, verläuft die Crashstrebe 13 unter
der Pedalachse A des Pedalhebels 6 hindurch und seitlich
an dem Pedalhebel 6 vorbei. Sie erstreckt sich insbesondere
zwischen die Lagerwangen 8 des Lagerbocks 7 bis
in den Bereich der Druckstange 11.
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Am
freien Ende der Crashstrebe 13 ist ein Gleitstück 14 über
ein Gelenk 15 angekoppelt. Vorliegend ist das Gelenk 15 als
Bolzen- oder Nietverbindung ausgeführt. Das Gleitstück 14 ist
an der Spritzwand 4 oder, wie in 1 dargestellt,
an dem an der Spritzwand 4 angeordneten Lagerbock 7 derart
geführt, dass das Gleitstück 14 bei einem
Vordringen der Spritzwand 4 in Eingriff mit der Druckstange 11 gelangt,
um diese zumindest abzuknicken. Es ist auch möglich, mittels
des Gleitstücks 14 die Druckstange zu durchtrennen
oder aus ihrer Befestigung am Pedalhebel 6 oder am Bremskraftverstärker 5 auszuklinken.
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Zur
Führung des Gleitstücks 14 ist an dem Lagerbock 7 eine
Führungsschiene 16 ausgebildet, die sich an einer
abstehenden Lagerwange 8 durch einen abgewinkelten Kragen
mit einer Sicke ohne großen Aufwand realisieren lässt.
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Bei
dem hier dargestellten ersten Ausführungsbeispiel weist
die Führungsschiene 16 den gleichen Neigungswinkel
wie die Crashstrebe 13 auf.
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Kommt
es z. B. infolge eines Frontalcrashs zu einem relativen Vordringen
des Bremskraftverstärkers 5 bzw. der Spritzwand 4,
wird der Lagerbock 7 mit der Führungsschiene 16 gegenüber
der Crashstrebe 13 und dem Gleitstück 14 verlagert.
Letzteres gleitet entlang der Führungsschiene 16 in
Richtung der Druckstange 11, um diese abzuknicken, wodurch der
Pedalhebel 6 in Richtung der Spritzwand 4 gezogen
wird. Es ist jedoch auch möglich, durch eine entsprechende
Dimensionierung der Druckstange 11, beispielsweise das
Vorsehen einer Sollbruchstelle, diese zu durchtrennen oder aus ihrer
Verankerung zu sprengen, wodurch der Pedalhebel 6 kraftfrei
wird und lose um die Pedalachse A pendeln kann.
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Ein
zweites Ausführungsbeispiel einer Pedalhebelanordnung 101 ist
in den 3 und 4 dargestellt. Die Konfiguration
der Fahrzeugstruktur entspricht dabei dem ersten Ausführungsbeispiel, wobei
wiederum der Instrumentenquerträger mit 3 und
die Spritzwand mit 4 bezeichnet sind.
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Die
Pedalhebelanordnung 101 umfasst einen Lagerbock 107,
der an der Fahrzeugstruktur festgelegt ist. Der Lagerbock 107 weist
zwei seitliche Lagerwangen 108 auf, die durch eine zur
Spritzwand 4 im Wesentlichen parallele Stirnwand 109 integral
miteinander verbunden sind. Zwischen den Lagerwangen 108 ist
ein Lagerzapfen 110 angeordnet, der einen Pedalhebel 106 um
eine Pedalachse A schwenkbar lagert. An den Pedalhebel 106 ist
eine im Wesentlichen in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Druckstange 111 angekoppelt,
welche eine auf den Pedalhebel 106 ausgeübte Druckkraft
an einen Bremskraftverstärker 5 überträgt.
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Weiterhin
umfasst die Pedalhebelanordnung 101 eine Ausknickvorrichtung 112 mit
einer Crashstrebe 113 und einem Gleitstück 114.
Die Crashstrebe 113 ist mit einem Ende an einer Struktur
des Kraftfahrzeugs abgestützt, die bei einem Frontalcrash
weniger stark als die Spritzwand 4 vordringt. Das Gleitstück 114 ist
an einem weiteren, freien Ende der Crashstrebe 113 über
ein Gelenk 115 angekoppelt, wobei das Gleitstück 114 an
dem Lagerbock 107 derart geführt ist, dass das
Gleitstück 114 bei einem Vordringen der Spritzwand 4 in
Eingriff mit der Druckstange 11 gelangt, um diese abzuknicken,
zu durchtrennen oder auszuklinken. Die als Blechumformteil ausgebildete
Crashstrebe 113, die starr mit der Fahrzeugstruktur gekoppelt
ist, erstreckt sich zwischen dem Pedalhebel 106 und einer
Lagerwange 108 hindurch bis zur Druckstange 111.
Die Crashstrebe 113 kann auch gabelförmig ausgeführt
werden und den Kopf des Pedalhebels 106 beidseits umschließen. Das
Gelenk 115 liegt hierbei geringfügig über
der Druckstange 111.
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Wie
die 3 und 4 zeigen, weist die Crashstrebe 113 eine
Langlochöffnung 117 auf, über die die
Crashstrebe 113 an dem Lagerzapfen 110 des Pedalhebels 106,
welcher die Lagerachse A definiert, geführt ist. Der Lagerzapfen 110 bildet
somit gewissermaßen einen Lager- und Drehpunkt für
die Crashstrebe 113.
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Das
Gleitstück 114 ist im Wesentlichen parallel zur
Spritzwand 4 an dem Lagerbock 107 des Pedalhebels 106 geführt.
Es ist hierbei zwischen den Lagerwangen 108 angeordnet
und an der Stirnwand 109 abgestützt. Jedoch kann
das Gleitstück 114 auch in Führungsnuten,
welche in den Lagerwangen 108 ausgebildet sind, geführt
werden. Bei einem crashbedingten Vordringen des Bremskraftverstärkers 5 bzw. der
Spritzwand fährt das Gleitstück 114 wie
in 3 durch einen Pfeil angedeutet nach unten, um
in Eingriff mit der Druckstange 111 zu gelangen und diese zu
verformen oder zu zerstören.
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Die 5 und 6 zeigen
ein drittes Ausführungsbeispiel einer Pedalhebelanordnung 201, wobei
auch hier die Konfiguration der Fahrzeugstruktur dem ersten Ausführungsbeispiel
entspricht.
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Die
Pedalhebelanordnung 201 umfasst wiederum einen an der Fahrzeugstruktur
festgelegten Lagerbock 207 mit zwei seitlichen Lagerwangen 208, die
durch eine zur Spritzwand 4 im Wesentlichen parallele Stirnwand 209 miteinander
verbunden sind. Zwischen den Lagerwangen 208 ist ein Lagerzapfen 210 angeordnet,
der einen Pedalhebel 206 um eine Pedalachse A schwenkbar
lagert. An den Pedalhebel 206 ist eine im Wesentlichen
in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Druckstange 211 angekoppelt,
welche eine auf den Pedalhebel 206 ausgeübte Druckkraft
an einen Bremskraftverstärker 5 überträgt.
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Die
Pedalhebelanordnung 201 des dritten Ausführungsbeispiels
weist eine Ausknickvorrichtung 212 mit einer Crashstrebe 213 und
einem Gleitstück 214 auf. Die Crashstrebe 213 ist
dabei mit einem Ende am Instrumentenquerträger 3 des
Kraftfahrzeugs abgestützt, der bei einem Frontalcrash weniger
stark als die Spritzwand 4 in Richtung der Fahrgastzelle
vordringt. An einem weiteren, freien Ende der Crashstrebe 213 ist
das Gleitstück 214 ist über ein Gelenk 215 angekoppelt.
Das Gelenk 215 gestattet, wie auch in den vorherigen Ausführungsbeispielen,
eine Schwenkbarkeit um eine zur Pedalachse A parallele Achse.
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Das
Gleitstück 214 ist wie in dem zweiten Ausführungsbeispiel
an dem Lagerbock 207 derart geführt, dass dieses
bei einem Vordringen der Spritzwand 4 in Eingriff mit der
Druckstange 211 gelangt, um diese abzuknicken, zu durchtrennen
oder auszuklinken. Allerdings ist bei dem dritten Ausführungsbeispiel
die Crashstrebe 213 weiter oben angeordnet, so dass diese
oberhalb der Pedalachse A an dem Lagerzapfen 210 vorbeiläuft.
Die Crashstrebe 213, die wiederum starr mit der Fahrzeugstruktur
gekoppelt ist, erstreckt sich zwischen dem Pedalhebel 206 und
den Lagerwangen 208 in den Lagerbock 207, endet
jedoch deutlich oberhalb der Druckstange 111. Die Crashstrebe 213 ist
gegebenenfalls gabelförmig ausgeführt und umgreift
den Kopf des Pedalhebels 206 an den zu den Lagerwangen 208 weisenden
Seiten. Das Gelenk 115 liegt auf Höhe der Pedalachse
A.
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In
den 7 und 8 ist ein viertes Ausführungsbeispiel
dargestellt, dessen Ausknickvorrichtung 312 im Unterschied
zu den vorstehend erläuterten Ausführungsbeispielen
bei gleicher Einbausituation ohne ein Gleitstück auskommt.
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Die
Pedalhebelanordnung 301 des vierten Ausführungsbeispiels
zeigt einen hängenden Pedalhebel 306, der in einem
Lagerbock 307 um eine Pedalachse A schwenkbar gelagert
ist. Der Lagerbock 307 weist zwei einander gegenüberliegende
Seitenwangen 308 auf, die durch eine Stirnwand 309 verbunden
sind. Über die Stirnwand 309 ist der Lagerbock 307 an
der Spritzwand 4 befestigt. An den Seitenwangen 308 ist
ein Lagerzapfen 310 abgestützt, welcher den Pedalhebel 306 lagert.
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Der
Pedalhebel 306 ist über eine Druckstange 311 mit
einem Bremskraftverstärker 5 gekoppelt, so dass
bei einer Schwenkbewegung um die Pedalachse A in Richtung der Spritzwand 4 eine
Druckkraft an den Bremskraftverstärker 5 überfragen
werden kann. Die Druckstange 311 kann mit einer Sollknick-
oder Sollbruchstelle ausgeführt sein, welche bei Aufbringen
einer Querkraft ein gezieltes Abknicken oder Brechen der Druckstange 311 ermöglicht. Denkbar
ist auch, die Aufnahme der Druckstange 311 am Pedalhebel 301 und/oder
am Bremskraftverstärker ausklinkbar zu gestalten. In jedem
Fall wird jedoch die Integrität der Druckstange 311 bei
einer im Fahrbetrieb üblichen Gebrauchsweise des Pedalhebels 306 gewährleistet.
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Um
bei einem Vordringen der Spritzwand 4 zumindest ein Ausknicken
der Druckstange 311 zu ermöglichen, ist eine Ausknickvorrichtung 312 vorgesehen,
die beidem hier dargestellten vierten Ausführungsbeispiel
in Form einer starren Crashstrebe 313 ausgeführt
ist. Die Crashstrebe 313 ist mit einem ersten Ende an einer
Struktur des Kraftfahrzeugs abgestützt, die bei einem Frontalcrash
weniger stark als die Spritzwand 4 vordringt.
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Wie
die 7 und 8 zeigen, kann Crashstrebe 313 an
einem Instrumentenquerträger 3 des Kraftfahrzeugs
starr befestigt sein und sich, bezogen auf das Kraftfahrzeug, nach
vorne und unten in Richtung der Spritzwand erstrecken, wobei diese mit
der Vertikalrichtung einen Winkel im Bereich von 35 bis 65 Grad,
vorzugsweise 40 bis 50 Grad einschließt.
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Die
Crashstrebe 313 erstreckt sich in den Lagerbock 307,
wobei diese seitlich an dem Pedalhebel 306 vorbeiläuft.
Wie bei dem zweiten Ausführungsbeispiel weist die Crashstrebe 313 eine
Langlochöffnung 317 auf, über die die
Crashstrebe 313 an dem die Pedalachse A des Pedalhebels 306 definierenden
Lagerzapfen 310 geführt ist. Im unverformten Zustand
der Pedalhebelanordnung 301, der in den in den 7 und 8 dargestellt
ist, liegt der Lagerzapfen 310 in einer Endposition der
Langlochöffnung 317. Durch die Crashstrebe wird 313 die
Lagerung des Pedalhebels 306 versteift, so dass der Lagerbock 307 selbst
weniger steif ausgeführt werden kann.
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Ferner
bildet die Crashstrebe 313 an ihrem freien Ende einen Eingriffsabschnitt 318 aus,
der bei einem Vordringen der Spritzwand 4 in Eingriff mit
der Druckstange 311 gelangt, um diese abzuknicken, zu durchtrennen
oder auszuklinken.
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In
sämtlichen Fällen wird ein kostengünstiges
und praktikables Crashsystem geschaffen, das heutigen Sicherheitsanforderungen
gerecht wird und einen geringen Bauraumbedarf aufweist.
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Die
Erfindung ist jedoch nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern umfasst alle durch die Patentansprüche
definierten Ausgestaltungen.
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- 1
- Pedalhebelanordnung
- 2
- Fahrzeugstruktur
- 3
- Instrumentenquerträger
- 4
- Spritzwand
- 5
- Bremskraftverstärker
- 6
- Pedalhebel
- 7
- Lagerbock
- 8
- Seitenwange
- 9
- Stirnwand
- 10
- Lagerzapfen
- 11
- Druckstange
- 12
- Ausknickvorrichtung
- 13
- Crashstrebe
- 14
- Gleitstück
- 15
- Gelenk
- 16
- Führungsschiene
- 101
- Pedalhebelanordnung
- 106
- Pedalhebel
- 107
- Lagerbock
- 108
- Seitenwange
- 109
- Stirnwand
- 110
- Lagerzapfen
- 111
- Druckstange
- 112
- Ausknickvorrichtung
- 113
- Crashstrebe
- 114
- Gleitstück
- 115
- Gelenk
- 117
- Langlochöffnung
- 201
- Pedalhebelanordnung
- 206
- Pedalhebel
- 207
- Lagerbock
- 208
- Seitenwange
- 209
- Stirnwand
- 210
- Lagerzapfen
- 211
- Druckstange
- 212
- Ausknickvorrichtung
- 213
- Crashstrebe
- 214
- Gleitstück
- 215
- Gelenk
- 301
- Pedalhebelanordnung
- 306
- Pedalhebel
- 307
- Lagerbock
- 308
- Seitenwange
- 309
- Stirnwand
- 310
- Lagerzapfen
- 311
- Druckstange
- 312
- Ausknickvorrichtung
- 313
- Crashstrebe
- 317
- Langlochöffnung
- 318
- Eingriffsabschnitt
- A
- Pedalachse
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
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- - EP 0830989
B1 [0003, 0005]
- - EP 0843630 B1 [0003, 0005]