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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Anordnung mit einem
länglichen Schienenkörper, mehreren elektrischen
Leitungen, die an dem Schienenkörper in dessen Längsrichtung
verlaufend angeordnet sind, und wenigstens einem elektrischen Verbraucher,
der an dem Schienenkörper gehalten ist und über
Anschlusskontakte mit den elektrischen Leitungen verbunden sind.
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Elektrische
Anordnungen dieser Art, bei welchen mehrere elektrische Verbraucher
an eine sogenannte Stromschiene angeschlossen sind, sind hinlänglich
bekannt und werden in der Praxis insbesondere eingesetzt, um mehrere
Leuchten an einer Decke, Wand oder dergleichen anzubringen.
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Insbesondere
ist aus der
DE 102
049 535 B3 eine Duschabtrennung vorbekannt, die mit einem
Beleuchtungssystem ausgestattet ist, um Licht in die Scheibenelemente
der Duschabtrennung einzuleiten und diese so zu beleuchten. Das
Beleuchtungssystem umfasst dabei eine Reihe von LEDs, die in den Rahmenelementen
der Duschabtrennung, welche die Scheibenelemente einfassen, untergebracht
sind und über Stromleitungen, welche ebenfalls in die Rahmenelemente
integriert sind, mit elektrischem Strom versorgt werden. Bei diesem
bekannten Beleuchtungssystem wird allerdings als nachteilig angesehen,
dass die Position der LEDs durch spezielle Kontaktstellen in Form
von Steckern fest vorgegeben sind und kaum verändert werden
können.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine elektrische Anordnung
der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass sie eine flexible Positionierung
der elektrischen Verbraucher und dabei eine einfache elektrische
Kontaktierung von diesen mit den elektrischen Leitungen erlaubt
und insbesondere auch für den Einsatz in Duschabtrennungen geeignet
ist.
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Diese
Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass die elektrischen Leitungen an ihrer zu den elektrischen Anschlusskontakten
weisenden Seite mit einem Deckmaterial abgedeckt sind und die elektrischen
Anschlusskontakte als Kontaktstifte ausgebildet sind, welche in
das Deckmaterial gestochen sind, so dass sie die elektrischen Leitungen
kontaktieren und durch das Deckmaterial zumindest seitlich fixiert
und/oder positioniert sind. Bei der erfindungsgemäßen
elektrischen Anordnung können die elektrischen Verbraucher
wie beispielsweise LEDs in einfacher Weise an die elektrischen Leitungen
angeschlossen werden, indem ihre Kontaktstifte in das Deckmaterial – welches entsprechend
weich ausgebildet ist – gedrückt wird, bis die
Kontaktstifte und die Leitungen einander berühren und so
die gewünschte elektrische Verbindung hergestellt ist.
Dieses Befestigungs- und Kontaktierungssystem bietet den wesentlichen
Vorteil, dass die elektrischen Verbraucher an jeder beliebigen Stelle
in der Längsrichtung des Schienenkörpers an die
elektrischen Leitungen angeschlossen werden können, da
keine besonderen Anschlussstecker oder Anschlussdosen erforderlich sind.
Auch ist die Montage der elektrischen Verbraucher einfach, da diese
nur in das Deckmaterial gesteckt werden zu brauchen.
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Die
elektrischen Leitungen können als Stromkabel ausgebildet
sein, welche in entsprechenden Kabelkanälen des Schienenkörpers
angeordnet sind. In diesem Fall werden die elektrischen Anschlussstifte
in das Material des Schienenkörpers eingestochen, welches
dann das Deckmaterial bildet und entsprechend weich ausgebildet
sein muss.
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Alternativ
ist es möglich, die elektrischen Leitungen an der Oberfläche
des Schienenkörpers unmittelbar anzubringen oder auszubilden.
Auch können die elektrischen Leitungen an einer insbesondere
als Trägerfolie ausgebildeten Trägerbahn vorgesehen
sein, welche an der Oberfläche des Schienenkörpers
fixiert und insbesondere festgeklebt ist. Dabei können
die elektrischen Leitungen an der Stromschiene bzw. der Trägerbahn
in an sich bekannter Weise durch Aufdrucken, Einätzverfahren
oder dergleichen angebracht sein.
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In
dem Fall, dass die elektrischen Leitungen an der Oberfläche
des Schienenkörpers vorgesehen sind, ist an der Oberfläche
des Schienenkörpers ein Abdeckkörper aus dem Deckmaterial
vorgesehen, welcher über die elektrischen Leitungen gelegt
ist.
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Zweckmäßigerweise
ist das Deckmaterial derart elastisch ausgebildet, dass die elektrischen Anschlussstifte
in dem Deckmaterial durch dessen elastische Rückstellkraft
nach dem Einstechen fixiert sind. Zum Teil kann diese Art der Fixierung
ausreichen, um die elektrischen Verbraucher an der Stromschiene
hinreichend zu fixieren, ohne dass zusätzliche Haltemittel
erforderlich sind.
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Gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der
Schienenkörper einen im Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt besitzt, wobei die Stromleitungen an dem U-Schenkel
verbindenden mittleren Steg vorgesehen sind. In diesem Fall bildet
der Schienenkörper ein Rahmenelement, in welchem plattenförmige
Elemente wie Regale, Scheiben oder dergleichen auf einfache Weise
fixiert werden können. Dabei können die U-Schenkel
innenseitig Schlosslamellen aufweisen, um den Abdeckkörper
und/oder den elektrischen Verbraucher und/oder andere Bauteile in
dem U-Profil zu fixieren. Bei diesen Schlosslamellen handelt es
sich um elastische Elemente, die von den U-Schenkeln nach innen
vorstehen und elastisch nach unten und außen verformt werden,
wenn ein zu fixierendes Bauteil in das U- Profil eingeschoben wird.
Durch die elastische Rückstellkraft der Lamellen wird dann
das eingeschobene Bauteil in dem U-Profil festgeklemmt und so sicher
fixiert. Wesentlich hierbei ist lediglich, dass die Breite der Aufnahme
des U-Profils, welche durch die Schlosslamelle definiert wird, zu
der Breite der Aufnahme zu fixierenden Bauteile korrespondiert.
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In
weiterer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass in dem U-förmigen
Schienenkörper ein weiterer Schienenkörper gemäß der
vorliegenden Erfindung gehalten ist. Dieser weitere Schienenkörper bildet
dann ein Adapterelement für den Fall, dass die Größe
der elektrischen Verbraucher oder sonstigen Bauteile, welche an
dem Schienenkörper gehalten werden sollen, nicht der Breite
von dessen Aufnahme entsprechen. Die elektrischen Leitungen der
beiden Schienenkörper können dann über
elektrische Kontaktstifte, die an dem kleineren Schienenkörper
vorgesehen sind, verbunden sein.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
können die elektrischen Verbraucher Leuchtmittel wie beispielsweise
LEDs aufweisen und kann in dem U-förmigen Schienenkörper
der Randbereich einer Scheibe aus einem lichtdurchlässigen
Material gehalten sein, welche dann über die Leuchtmittel
beleuchtet wird. Dazu kann de Scheibe aus mit Parikeln versetztem
Kunststoff wie beispielsweise Akrylglas oder mit Partikeln versetztem
Glas bestehen. Insbesondere kann der Schienenkörper mit
der darin eingesetzten Scheibe Teil einer Duschabtrennung sein,
wobei dann zweckmäßigerweise das Deckmaterial
und/oder die Schlosslamellen als Dichtungsmaterial dienen können.
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Die
Seitenteile der Duschkabine können aus verschiedensten
Materialien bestehen, beispielsweise aus Glas, insbesondere aus
Sicherheitsglas und aus Kunststoffen, wie beispielsweise aus Polystyrol (PS),
aus Polycarbonat (PC) oder aus Poly(meth)acrylat (PMMA). Die Kunststoffe
sind vorzugsweise transparent oder mit Strukturen versehen. In einer
besonderen Ausführungsform der Erfindung bestehen die Seitenteile
aus PLEXIGLAS® EndLighten L, PLEXIGLAS® EndLighten XL oder PLEXIGLAS® EndLighten XXL. Dieses Produkt
wird von der Evonik Röhm GmbH in den Handel gebracht.
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Schräge
Seitenteile, beispielsweise trapezförmige Zuschnitte, zur
Anpassung der Duschkabine an bauliche Erfordernisse lassen sich
aus Kunststoff besonders leicht herstellen.
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Mit
Hilfe des Produkts PLEXIGLAS® EndLighten,
einem durch Einbettung von farblosen, stark lichtstreuenden Partikeln
in PMMA erhältlichen Produkten, ist es möglich,
hell leuchtende Seitenteile der Duschkabine herzustellen. Die Beleuchtung
erfolgt über LEDs, die in dem Zwischenraum zwischen Dichtung
und PMMA-Platte angeordnet sind. Die Lichteinspeisung erfolgt über
die Plattenkante, die Auskopplung des Lichts erfolgt über
die Fläche der Platte. Für die technischen Details
der Platte wird auf http://www.plexiglas.de(NR/rdonlyres/E2B34168-D261-43F5-984D-14D950D477F4/0/23219PEndLighten.de.pdf verwiesen.
Als Lichtquellen sind unterschiedliche Lampentypen einsetzbar, wie
beispielsweise Leuchtstofflampen, Aperturlampen, LED, Kaltkathodenlampen,
im Radbereich werden aus Sicherheitsgründen LEDs besonders
bevorzugt, da diese mit ungefährlichen Niederspannungen betrieben
werden. Im die Streuverluste an der nicht beleuchteten Kante der
Platte aus PLEXIGLAS® EndLighten
zu verringern, kann die nicht beleuchtete Seite lasergeschnitten
oder diamantpoliert und zusätzlich mit einem reflektierend
beschichteten Klebeband beklebt werden. Als LEDs können
sowohl einfarbige LEDs verwendet werden als auch RGB-LEDs, die über
eine zusätzliche Elektronik gesteuert Farbeffekte zu erzeugen
in der Lage sind.
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Hinsichtlich
weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die
Unteransprüche sowie die nachfolgende Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden
Zeichnungen verwiesen. In der Zeichnung zeigt
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1 eine
Duschabtrennung der perspektivischer Ansicht,
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2 im
Querschnitt ein Rahmenelement der Duschabtrennung aus 1,
die als eine Ausführungsform einer elektrischen Anordnung
gemäß der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist,
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3 einen
Querschnitt durch ein Rahmenelement der Duschabtrennung aus 1,
welche als eine weitere Ausführungsform einer elektrischen
Anordnung gemäß der vorliegen Erfindung ausgebildet ist,
und
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4 ein
Rahmenelement für eine Duschabtrennung gemäß 1 im
Schnittdarstellung.
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In
der 1 ist eine Duschkabine üblicher Bauart
schematisch dargestellt. Diese Duschkabine umfasst eine Duschtasse 1,
auf welcher eine Duschabtrennung D angeordnet ist. Die Duschkabine
ist etwa halbrund ausgebildet und besteht aus mehreren Scheibenelementen 3, 4,
welche aus einem lichtdurchlässigen Material wie beispielsweise
mit Partikeln versetztem Akrylglas oder Glas bestehen. Konkret umfasst
die Duschkabine zwei an einer Wand 2 befestigte, ebene
Seitenteile 3 und zwei dazwischen angeordnete, gebogene
Mittelteile 4, von denen eines als verschiebbarer oder
verschwenkbarer Flügel ausgebildet ist. Die Scheibenelemente 3, 4 sind
an ihren Längsseiten sowie ihrer Unterseite jeweils von U-förmigen
Rahmenelementen 5 einfasst.
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Die
dargestellte Duschkabine ist mit einem Beleuchtungssystem versehen, über
welches in die Scheibenelemente 3, 4 Licht eingestrahlt
werden kann, so dass diese zu leuchten beginnen. Dieses Beleuchtungssystem
ist in den Rahmenelementen 5 untergebracht.
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Wie 2 gut
erkennen lässt, gehören zu dem Beleuchtungssystem
eine Vielzahl von LEDs 6, die in den Rahmenelementen 5 an
den Längsseiten der Scheibenelemente 3, 4 gehalten
und mit Abstand übereinander geordnet sind. Die LEDs werden über elektrische
Leitungen 7 mit Strom versorgt, die in entsprechenden Kabelkänale 8,
die in dem die U-Schenkel verbindenden Steg des Rahmenelementes 5 untergebracht
sind. Die Kontaktierung erfolgt dabei über elektrische
Kontaktstifte 9 der LEDs 6, welche durch das Material
des Rahmenselements 5 gestochen sind, so dass sie die Leitungen 7 berühren.
Um die LEDs 6 in der Aufnahme des U-förmigen Rahmenelements 5 positionieren
zu können, weist diese eine Trägerplatte 10 auf,
die eine dem Aufnahmeraum 9 des U-Profils entsprechende
Breite besitzt. Die Trägerplatte 10 und die Scheibenelemente 3, 4 sind
in dem Rahmenelement 5 durch sogenannte Schlosslamellen 12 fixiert,
welche die Breite des Aufnahmeraums 11 definieren. Bei
den Schlosslamellen 12 handelt es sich um elastische Elemente,
die beim Einschieben der Trägerplatte 10 sowie
des Scheibenelements 3, 4 elastisch verformt werden,
so dass die Trägerplatte 10 in das Rahmenelement 5 und
das Scheibenelement 3, 4 durch die Rückstellkraft
der Schlosslamellen 12 in der Aufnahme festgeklemmt wer den.
Solche Schlosslamellen 12 können auch an der Außenseite
der U-Schenkel vorgesehen sein, wie dies in der 2 dargestellt
ist, wenn es erforderlich ist, die Rahmenelemente 5 beispielsweise
in einer entsprechenden Aufnahme einer Wand 2 zu fixieren.
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Zwischen
dem Scheibenelement 3, 4 und der Trägerplatte 9 der
LEDs 6 ist eine wärmeleitende Folie 13 vorgesehen, über
welche die durch den Betrieb der LEDs 6 entstehende Wärme
aus dem Rahmenelement 5 abgeführt werden kann.
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In
der 3 ist eine alternative Ausführungsform
eines Beleuchtungssystems dargestellt, welches dem in 2 dargestellten
System sehr ähnlich ist. Der Unterschied besteht im Wesentlich
darin, dass die elektrischen Leitungen 7 nicht innerhalb
des Rahmenelements 5 untergebracht sind, sondern an der
Oberseite des die U-Schenkel verbindenden Stegs des Rahmenelements 5.
Konkret ist an der Oberseite dieses Stegs eine Trägerbahn 14 in
Form einer Folie vorgesehen, die an dem Rahmenelement 5 fixiert
ist und beispielsweise aufgedruckte oder geätzte Leiterbahnen
aufweist. Diese Trägerfolie 14 ist von einem Abdeckkörper 15 abgedeckt,
welcher in den Aufnahmeraum 11 des Rahmenelements 5 eingesetzt
und darin über die Schlosslamellen 12 positioniert
und fixiert ist. Die Kontaktierung der LEDs 6 mit den Leiterbahnen
erfolgt hier, indem die elektrischen Anschlussstifte durch den Abdeckkörper 15 gestochen
werden, bis sie die Trägerfolie 14 berühren.
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Wenn
die Größe des Aufnahmeraums 11 des Rahmenelements 5 nicht
mit der Dicke des zu verwendenden Scheibenelements 3, 4 bzw.
der Breite der Trägerplatte 10 korrespondiert,
ist es möglich, in die Aufnahme ein Adapterelement 16 einzusetzen, welches
in gleicher Weise wie das Rahmenelement 5 ausgebildet,
d. h. mit elektrischen Leitungen 7 versehen ist, wobei
die Kontaktierung der elektrischen Leitungen 7 des Adapterelements 16 und
des Rahmenelements 5 durch Kontaktstifte 17 erfolgt,
welche an dem Adapterelement 16 vorgesehen sind (siehe 4).
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In
den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen bilden die LEDs 6 und
den Stromschienen, welche durch die Rahmenelemente 5 und
die darin integrierten Leitungen 7 bzw. die daran gehaltene Trägerfolie 10 mit
den Leitungsbahnen und dem Abdeckkörper 15 bildet
sich ein Beleuchtungssystem, das konkret für den Einsatz
von Duschabtrennungen ausgebildet ist.
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Grundsätzlich
kann diese Technologie natürlich auch auf alle anderen
Bereiche übertragen werden, wo mehrere – gleiche
oder voneinander abweichende – elektrische Verbraucher
an eine elektrische Leitung bzw. Stromschiene angeschlossen werden sollen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Diese Liste
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des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
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Zitierte Patentliteratur
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- - http://www.plexiglas.de(NR/rdonlyres/E2B34168-D261-43F5-984D-14D950D477F4/0/23219PEndLighten.de.pdf [0015]