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DE102008022918A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge Download PDF

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DE102008022918A1
DE102008022918A1 DE200810022918 DE102008022918A DE102008022918A1 DE 102008022918 A1 DE102008022918 A1 DE 102008022918A1 DE 200810022918 DE200810022918 DE 200810022918 DE 102008022918 A DE102008022918 A DE 102008022918A DE 102008022918 A1 DE102008022918 A1 DE 102008022918A1
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DE200810022918
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Markus Dr. Dichtl
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Siemens AG
Siemens Corp
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Siemens AG
Siemens Corp
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Abstract

Eine Vorrichtung (1) zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge weist eine Oszillatoreinrichtung (2), welche ein mit einem Jitter beaufschlagtes Oszillatorsignal (OS) erzeugt, mindestens eine Verzögerungseinrichtung (3, 4, 5), welche ein verzögertes Oszillatorsignal (D1, D2, D3) liefert, eine Logikeinrichtung (6), welche das Oszillatorsignal (OS) mit dem verzögerten Oszillatorsignal (D1, D2, D3) zu einem Zufallssignal (ZS) logisch verknüpft und eine Abtasteinrichtung (7) zum Abtasten des Zufallssignals (ZS) und Erzeugen eines Zufallsbits (ZB) auf. Bei einem Verfahren zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge wird ein Oszillatorsignal (OS), welches einen Jitter aufweist, verzögert, und das verzögerte Oszillatorsignal (D1, D2, D3) zum Erzeugen eines Zufallssignals (ZS) logisch mit dem Oszillatorsignal (OS) verknüpft.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Vorrichtungen und Verfahren zum Erzeugen von Zufallsbits und Zufallsbitfolgen. Dies dient beispielsweise zur Implementierung eines Zufallszahlengenerators.
  • Zufallszahlen, welche in digitaler Form als Zufallsbitfolgen auftreten, werden häufig in sicherheitsrelevanten Anwendungen benötigt. Es ist beispielsweise bei asymmetrischen Authentifikationsverfahren notwendig, Zufallszahlen zu erzeugen und zu verwenden. Insbesondere bei RFID-Tags mit Sicherheitsfunktionalität sind entsprechende Zufallszahlen mit besonders niedrigem Hardwareaufwand zu generieren. Wünschenswert ist es dabei, lediglich digitale Logikschaltungen, welche aufwandsgünstig implementiert werden können, einzusetzen.
  • In der Vergangenheit wurden Zufallszahlengeneratoren z. B. unter Verwendung analoger Rauschquellen, deren Signale digitalisiert werden, verwendet. Hybride Analog/Digital-Schaltungen sind jedoch nur aufwändig zu implementieren.
  • Auch mit reinen Digitalschaltungen können Zufallszahlen erzeugt werden, wobei zum Beispiel die statistischen Schwankungen von Periodenlängen von Ringoszillatoren ausgenutzt werden. Digitale Ringoszillatoren werden üblicherweise aus einer ungeraden Anzahl von Invertern, die zyklisch angeordnet bzw. miteinander rückgekoppelt sind, ausgebildet. Die Schwankungen der Periodenlängen werden insbesondere als Jitter bezeichnet und sind in der Regel klein gegenüber der Periodenlänge (etwa 1% der Periode). Dies schränkt meist die Verwendung bei einer besonders schnellen Zufallszahlen- oder Zufallsbiterzeugung ein.
  • Jitter-basierende Zufallszahlenerzeugung ist im Wesentlichen in Form von zwei Verfahren bekannt. Es besteht einerseits die Möglichkeit, mehrere Perioden des Jitters abzuwarten, so dass sich die Beiträge durch die Jitter-Fluktuationen zu einer vollständig zufälligen Phasenlage des jeweiligen Ringoszillators akkumulieren. Ein großer Nachteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass nur geringe Datenraten der Zufallsbits erreicht werden können, da bis zu mehrere Tausend Periodenlängen berücksichtigt werden müssen, um eine zufällige Phasenlage des verwendeten Ringoszillators zu erzielen. Entsprechend lange Wartezeiten ergeben sich aus dem zentralen Grenzwertsatz der Wahrscheinlichkeitsrechnung gemäß dem die Standardabweichung der Phasenlage eines Ringoszillators nach n Perioden nur das √n-fache der Standardabweichung einer entsprechenden Periode beträgt.
  • Andererseits wurde zum Beispiel in der EP 1 562 291 B1 vorgeschlagen, die Phasenlage der eingesetzten Ringoszillatoren derart einzustellen, dass eine Abtastung möglichst immer in der Nähe einer Signalflanke erfolgt. Dies hat allerdings den Nachteil, dass ein erhöhter Regelungs- und Schaltungsaufwand erforderlich ist und ferner unerwünschte statistische Abhängigkeiten zwischen den erzeugten Zufallsbit auftreten können.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung zum Erzeugen von Zufallsbits zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Demgemäß weist eine Vorrichtung zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge eine Oszillatoreinrichtung, mehrere Verzögerungseinrichtungen, eine Logikeinrichtung und eine Abtasteinrichtung auf. Die Oszillatoreinrichtung erzeugt ein mit einem Jitter beaufschlagtes Oszillatorsignal. Die Verzögerungseinrichtungen liefern jeweils ein verzögertes Oszillatorsignal. Die Logikeinrichtung verknüpft die verzögerten Oszillatorsignale und optional auch das Oszillatorsignal logisch zu einem Zu fallssignal. Die Abtasteinrichtung tastet das Zufallssignal ab und erzeugt ein Zufallsbit.
  • Es ist ebenfalls möglich, die Vorrichtung mit nur einer Verzögerungseinrichtung auszustatten und das sich ergebende verzögerte Oszillatorsignal mittels der Logikeinrichtung mit dem Oszillatorsignal zum Erzeugen des Zufallssignals logisch zu verknüpfen.
  • Ein entsprechendes Verfahren sieht dabei vor, ein Oszillatorsignal, welches einen Jitter aufweist, mehrfach zu verzögern und die verzögerten Oszillatorsignale (und das Oszillatorsignal) zum Erzeugen eines Zufallssignals logisch miteinander zu verknüpfen.
  • Auch ein logisches Verknüpfen des Oszillatorsignals mit einem einzelnen verzögerten Oszillatorsignal verwirklicht die vorgeschlagene Erfindung und liefert ein verbessertes Zufallssignal.
  • Durch die Erzeugung und Verwendung mehrerer, jeweils einen Jitter aufweisende, Oszillatorsignale bzw. verzögerte Oszillatorsignale, wird durch die logische Verknüpfung die Wahrscheinlichkeit vergrößert, beispielsweise eine periodische Abtastung des somit erzeugten Zufallssignals in der Nähe einer Signalflanke vorzunehmen. Das Abtasten oder das Sampling einer Jitter-behafteten Signalflanke erfolgt bei einer Anzahl k von Verzögerungselementen oder Verzögerungseinrichtungen um den Faktor k + 1 wahrscheinlicher gegenüber dem Abtasten von nur einem Oszillatorsignal. Eine Rate der Zufallsbiterzeugung kann im Vergleich zu einem einfachen Ringoszillator dessen Oszillatorsignal abgetastet wird um den Faktor (k + 1)2 gesteigert werden. Damit ergibt sich eine höhere Zufallsbiterzeugungsrate um den Faktor 16 bei drei Verzögerungseinrichtungen bzw. verzögerten Oszillatorsignalen und 25 bei vier Verzögerungseinrichtungen bzw. verzögerten Oszillatorsignalen.
  • Zur Erzeugung der Oszillatorsignale eignet sich insbesondere ein digitaler Ringoszillatorschaltkreis, welcher ein digitales zwischen zwei logischen Pegeln schwankendes Oszillatorsignal erzeugt.
  • Der Vorteil eines Einsatzes vollständig digitaler Bauelemente bei der Vorrichtung zum Erzeugen der Zufallsbits besteht unter Anderem in der einfachen aufwandsgünstigen Implementierbarkeit beispielsweise in RFID-Einrichtungen oder auf Smart-Cards.
  • Die Verzögerungseinrichtungen können seriell verschaltet werden. Es ist jedoch auch denkbar, mehrere unterschiedliche Verzögerungszeiten liefernde Verzögerungseinrichtungen parallel vorzusehen. Eine maximale Verzögerungszeit des jeweiligen verzögerten Oszillatorsignals ist vorzugsweise geringer als die halbe Oszillationsperiode des von beispielsweise dem Ringoszillatorschaltkreis gelieferten Oszillations- oder Oszillatorsignals.
  • Als Logikeinrichtung zum logischen Verknüpfen der verzögerten Oszillatorsignale (und dem nicht verzögerten Oszillatorsignal) eignet sich insbesondere ein XOR-Gatter. Die Abtastvorrichtung, welche zum Beispiel als D-Flip-Flop ausgeführt sein kann, ist bei einer Ausführungsform derart eingerichtet, dass eine Abtastung des Zufallssignals periodisch erfolgt. Um eine digitale Zufallszahl in binär codierter Form abzuleiten, kann eine Registereinrichtung zum Speichern mehrerer erfasster Zufallsbits vorgesehen werden. Beispielsweise kann ein Schieberegister, in das die nacheinander erfassten Zufallsbits eingeführt werden, verwendet werden.
  • Beim Verfahren zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge werden zum Beispiel die folgenden Verfahrensschritte durchgeführt:
    Bereitstellen eines Oszillatorsignals mit einem Jitter, Verzögern des Oszillatorsignals zum Erzeugen von mehreren verzögerten Oszillatorsignalen, logisches Verknüpfen der verzögerten Oszillatorsignale zum Erzeugen eines Zufallssignals, und Abtasten des Zufallssignals zu vorgegebenen Zeitpunkten zum Erzeugen eines Zufallsbits.
  • Alternativ können auch ausschließlich die verzögerten Oszillatorsignale miteinander logisch verknüpft werden oder nur ein einzelnes verzögertes Oszillatorsignal mit dem unverzögerten Oszillatorsignal.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Erfindung. Im Weiteren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die folgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt dabei:
  • 1: ein Schaltbild einer ersten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Erzeugung von Zufallsbits;
  • 2: mögliche Signalformen von Oszillatorsignalen und Abtastsignalen;
  • 3: ein Ablaufdiagramm für ein Verfahren zum Erzeugen von Zufallsbits; und
  • 4: ein Schaltbild einer zweiten Ausführungsform einer Vorrichtung zur Erzeugung von Zufallsbits.
  • In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen worden, sofern nichts Anderes angegeben ist.
  • In der 1 ist eine Vorrichtung 1 dargestellt, welche ein Zufallsbit ZB an einem Ausgang 9 liefert. Die Vorrichtung zur Zufallszahlenerzeugung 1 hat eine Oszillatoreinrichtung 2, welche als Ringoszillator ausgeführt ist. Dabei ist der Ringoszillator 2 aus einer ungeraden Anzahl von seriell verschalteten Invertern 1014 ausgebildet, wobei das Ausgangssignal dieser Inverterkette OS dem Eingang des ersten Inverters 10 zurückgekoppelt ist. Dieser digitale Schwingkreis bzw. Ringoszillator 2 liefert somit am Ausgang 29 ein Oszillationssignal OS. Aufgrund von Störungen und nichtidealen elektronischen Bauelementen oder auch Temperatureinflüssen ergibt sich kein ideales oszillierendes Signal, sondern ein Jitter beaufschlagtes Oszillationssignal OS. D. h., es treten grundsätzlich Schwankungen in den Periodenlängen aufeinander folgender Schwingungszyklen auf. Wie bereits eingangs erwähnt, bewegt sich dieser typische Jitter um etwa 1% der nominalen Oszillationsperiode.
  • Es sind mehrere Verzögerungseinrichtungen 3, 4, 5 vorgesehen, die Eingänge 15, 16, 17 und Ausgänge 18, 19, 20 haben. Ein an einem jeweiligen Eingang 15, 16, 17 vorliegendes Signal wird am Ausgang 18, 19, 20 um eine jeweilige Verzögerungszeit später ausgegeben. Die in der 1 dargestellten drei Verzögerungsglieder 3, 4, 5 sind seriell miteinander verschaltet und dem Eingang 15 des ersten Verzögerungsgliedes des Oszillatorsignals OS zugeführt. Ein erstes verzögertes Oszillatorsignal D1 liegt somit am Ausgang 18 des ersten Verzögerungsgliedes 3 vor. Das erste verzögerte Oszillatorsignal D1 ist dem Eingang 16 des zweiten Verzögerungsgliedes 4 zugeführt, welches an seinem Ausgang 19 ein zweites verzögertes Oszillatorsignal D2 bereitstellt. Dieses zweite verzögerte Oszillatorsignal D2 ist dem Eingang 17 des dritten Verzögerungsgliedes 5 zugeführt, das an seinem Ausgang 20 ein drittes verzögertes Oszillatorsignal D3 liefert. Es liegen somit vier verschiedene zeitlich verschobene Oszillatorsignale OS, D1, D2, D3 vor, die jeweils mit einem Jitter behaftet sind.
  • Eine als XOR-Gatter ausgeführte Logikeinrichtung 6 nimmt diese Jitter-beaufschlagten Oszillatorsignale OS, D1, D2, D3 an Eingängen 2124 entgegen und liefert unter Anwendung einer logischen XOR-Funktion an einem Ausgang 25 ein Zufallssignal ZS. Durch die logische Verknüpfung hat das Zufallssignal ZS je nach Einstellung der Verzögerungszeiten der Verzögerungsglieder 3, 4, 5 – zum Beispiel, wenn die zeitliche Verzögerung des dritten verzögerten Oszillatorsignals D3 gegenüber dem ursprünglichen Oszillatorsignal OS geringer ist als die halbe Periode der nominellen Ringoszillatorperiode – innerhalb einer nominalen Ringoszillatorperiode T, drei zusätzliche fluktuierende, nämlich gemäß dem Jitter schwankende, Signalflanken.
  • Dieses Zufallssignal ZS wird nun einer als D-Flip-Flop 7 ausgeführten Abtasteinrichtung zugeführt. Das D-Flip-Flop 7 hat einen Dateneingang 26, einen Takteingang 27 und einen Datenausgang 28. Das taktflankengesteuerte D-Flip-Flop 7 erfasst das an seinem Dateneingang 26 vorliegende Signal bei einer steigenden Signalflanke an seinem Takteingang 27. Dazu ist ein Abtastsignal SM, das beispielsweise ein periodisches Taktsignal sein kann, dem Takteingang 27 zugeführt. Die Zufallszahlerzeugungsvorrichtung 1 hat dazu einen Eingang 8, dem ein entsprechendes Abtast- oder Taktsignal zugeführt werden kann.
  • In der 2 sind zur näheren Erläuterung mögliche Signalformen für Oszillatorsignale und ein Taktsignal dargestellt. In der 2A ist beispielhaft ein Oszillatorsignal OS, welches zwischen zwei logischen Pegeln L und H schwankt, im zeitlichen Verlauf dargestellt. Die zusätzlichen vertikalen Linien an den Signalflanken sollen den Jitter symbolisieren. Grundsätzlich ergibt sich eine durchschnittliche (nominale) Periodendauer T, welche jedoch lediglich dem zeitlichen Mittel über viele Schwingungen bzw. Oszillationen entspricht. Grundsätzlich ergibt sich durch den Jitter eine Verteilung um die nominale Ringoszillatorperiode T herum.
  • Durch die Verzögerungsglieder 3, 4, 5 in der Zufallszahlerzeugungsvorrichtung 1 werden weitere ähnliche Signalverläufe zeitlich verschoben erzeugt. Insbesondere durch den Einsatz der Logikeinrichtung bzw. des XOR-Gatters 6 ist bei einer periodischen Abtastung des sich ergebenden Zufallsignals ZS die Wahrscheinlichkeit deutlich gegenüber dem Einzelsignal, wie es in der 2A dargestellt ist, bei einer Signalflanke abzutasten, erhöht.
  • 2B zeigt beispielhaft ein als Taktsignal ausgeführtes Abtastsignal SM. In dem Ausführungsbeispiel der 1 erfolgt eine Abtastung und Erfassung des Zufallssignals jeweils zu den steigenden Signalflanken des Abtastsignals SM. Das somit abgetastete oder gesampelte Zufallssignal ZS ist als logisches Zufallsbit ZB am Ausgang 28 des Flip-Flops 7 abgreifbar und ist, wie in der 1 dargestellt ist, als Zufallsbit ZB dem Ausgang 9 zugeführt.
  • In der 3 ist schematisch ein beispielhaftes Ablaufdiagramm des Verfahrens zum Erzeugen von Zufallsbits, welches insbesondere durch die Vorrichtung, wie sie in der 1 dargestellt ist, implementiert werden kann, dargestellt. Es wird zunächst im Schritt S1 ein Oszillatorsignal beispielsweise mittels eines digitalen Ringoszillatorschaltkreises erzeugt. Das entsprechende Oszillatorsignal hat dabei einen Jitter.
  • Im folgenden Schritt S2 werden verzögerte Oszillatorsignale erzeugt, indem das Oszillatorsignal zeitlich unterschiedlich verzögert wird.
  • Im Schritt S3 erfolgt eine logische Verknüpfung der verzögerten Oszillatorsignale und des Oszillatorsignals.
  • Anschließend wird das durch die logische Verknüpfung erzeugte Zufallssignal beispielsweise periodisch abgetastet bzw. gesampelt. Dies geschieht im Schritt S4. Ergebnis dieser Abtastung ist ein Zufallsbit ZB, welches beispielsweise als eine binäre Stelle in einer Zufallszahl verwendet werden kann.
  • Durch wiederholtes Durchlaufen der Schritte S1–S4 wird somit eine Zufallsbitfolge erzeugt, welche als binäre Stellen einer Zufallszahl, wie im Schritt S5 angedeutet ist, verwendet werden können.
  • Insofern wird der Verfahrensschritt S1 durch den Ringoszillator 2, wie in der 1 dargestellt ist, realisiert. Die Verzögerung im Schritt S2 erfolgt durch die Verzögerungsglieder 3, 4, 5. Die logische Verknüpfung im Schritt S3 wird durch das XOR-Gatter 6 vorgenommen. Das Samplen erfolgt durch das D-Flip-Flop 7.
  • Die 4 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Vorrichtung 100 zur Erzeugung von Zufallsbits bzw. einer Zufallszahl. Die Vorrichtung 100 weist im Wesentlichen dieselben Elemente auf, wie sie in der 1 dargestellt sind. Auf gleiche oder funktionsgleiche Elemente wird daher nicht weiter eingegangen.
  • Ein digitaler Ringoszillator 2 liefert ein Oszillatorsignal OS, welches an Eingänge 15, 16 von zwei verschiedenen Verzögerungsgliedern 3, 4, zuführt ist. Die Verzögerungsglieder 3, 4 haben dabei unterschiedliche Verzögerungszeiten, wobei die maximale Verzögerungszeit vorzugsweise geringer ist als die Hälfte der nominalen Periode des Ringoszillators 2. An Ausgängen 18, 19 der Verzögerungsglieder 3, 4 sind somit verzögerte Oszillatorsignale D1, D2 abgreifbar. Mittels eines XOR-Gatters 6 wird aus den an Eingängen 21, 22, 23 anliegenden Oszillatorsignalen bzw. verzögerten Oszillatorsignalen OS, D1, D2 ein Zufallssignal ZS erzeugt, welches am Ausgang 25, des XOR-Gatters 6 abgreifbar ist.
  • Der Ringoszillator 2 kann durch ein Aktivierungssignal AKT gestartet und gestoppt werden. Dazu ist eines der Verzögerungselemente nicht als Inverter, sonder NAND-Gatter 110 ausgeführt. Der Ringoszillator 2 weist somit drei Logikelemente 110, 11, 12 auf, die seriell miteinander verschaltet sind. Davon ist das erste Logikelement 110 ein NAND-Gatter, dem das Aktivierungssignal AKT zugeführt ist sowie das am Ausgang des letzten in der Kette von Invertern 11, 12 vorliegende Ausgangssignal, welches dem Oszillatorsignal OS entspricht.
  • Die Vorrichtung 100 weist zudem eine Steuereinrichtung 31 auf, die einerseits ein Aktivierungssignal AKT zum Starten des Ringoszillators 2 erzeugt, ein Abtastsignal SM, welches dem Takteingang 27 eines D-Flip-Flops 7 zugeführt ist, und ein Steuersignal CT liefert, welches ein an den Datenausgang 28 des D-Flip-Flops nachgeschaltetes Schieberegisters 32 steuert.
  • Das Zufallssignal ZS ist dem Dateneingang 26 des D-Flip-Flops 7 zugeführt und das durch das D-Flip-Flop 7 erfasste bzw. abgetastete Zufallsbit ZB dem Schieberegister 32. Bei jeder Abtastung, beispielsweise durch eine steigende Signalflanke des Takt- bzw. Abtastsignals SM, gibt das Flip-Flop 7 ein Zufallsbit ZB an das Schieberegister 32 aus, so dass dieses nach und nach gefüllt wird. Sind ausreichend viele Zufallsbits für eine Zufallszahl vorgegebener Bitbreite vorhanden, veranlasst die Steuereinrichtung 31 eine Ausgabe der Zufallsbitfolge als binär codierte Zufallszahl ZZ am Ausgang 9 der Vorrichtung 100.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung anhand ausgewählter Ausführungsbeispiele näher erläutert wurde, ist sie nicht darauf beschränkt, sondern vielfältig modifizierbar. Die vorgeschlagene Anzahl von Verzögerungselementen bzw. Logikelementen in den Ringoszillatorschaltkreisen kann selbstverständlich verändert werden. Ferner sind neben den beispielhaft genannten logischen Verknüpfungen oder Abtasteinrichtungen weitere Implementierungen möglich, die beispielsweise die in der 3 dargestellten Verfahrensschritte umsetzen.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1562291 B1 [0006]

Claims (19)

  1. Vorrichtung (1) zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge mit einer Oszillatoreinrichtung (2), welche ein mit einem Jitter beaufschlagtes Oszillatorsignal (OS) erzeugt, mindestens einer Verzögerungseinrichtung (3, 4, 5), welche mindestens ein verzögertes Oszillatorsignal (D1, D2, D3) liefert, einer Logikeinrichtung (6), welche das verzögerte Oszillatorsignal (D1, D2, D3) mit dem Oszillatorsignal (OS) zu einem Zufallssignal (ZS) logisch verknüpft und eine Abtasteinrichtung (7) zum Abtasten des Zufallssignals (ZS) und Erzeugen eines Zufallsbits (ZB).
  2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei mehrere Verzögerungseinrichtungen (3, 4, 5) vorgesehen sind, welche verzögerte Oszillatorsignale (D1, D2, D3) liefern, und das Oszillatorsignal (OS) der Logikeinrichtung (6) zur logischen Verknüpfung mit den verzögerten Oszillatorsignalen (D1, D2, D3) zugeführt ist.
  3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei die Verzögerungseinrichtungen (3, 4, 5) seriell verschaltet sind.
  4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, wobei die Logikeinrichtung (6) ausschließlich die verzögerten Oszillatorsignale (D1, D2, D3) logisch miteinander verknüpft.
  5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1–4, wobei die Oszillatoreinrichtung (2) als digitaler Ringoszillatorschaltkreis ausgeführt ist.
  6. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1–5, wobei die Logikeinrichtung (6) ein XOR-Gatter ist.
  7. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1–6, wobei die Abtastvorrichtung (7) derart eingerichtet ist, dass eine Abtastung des Zufallssignals (ZS) periodisch erfolgt.
  8. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1–7, wobei die Abtasteinrichtung (7) als D-Flip-Flop ausgeführt ist.
  9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1–8, wobei das Oszillatorsignal (OS) eine Oszillationsperiode (T) aufweist und eine maximale Verzögerungszeit der verzögerten Oszillatorsignale (D1, D2, D3) geringer ist als die halbe Oszillationsperiode (T/2).
  10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, wobei die Summe der Verzögerungszeiten der Verzögerungseinrichtungen (3, 4, 5) geringer ist als die halbe Oszillationsperiode (T/2).
  11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1–10, wobei ferner eine Registereinrichtung (32) zum Speichern mehrerer erfasster Zufallsbits (ZB) als Zufallszahl (ZZ) vorgesehen ist.
  12. Verfahren zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge, bei dem ein Oszillatorsignal (OS), welches einen Jitter aufweist, mehrfach verzögert wird und die verzögerten Oszillatorsignale (D1, D2, D3) zum Erzeugen eines Zufallssignals (ZS) logisch miteinander verknüpft werden.
  13. Verfahren zum Erzeugen einer Zufallsbitfolge, bei dem ein Oszillatorsignal (OS), welches einen Jitter aufweist, verzögert wird und das verzögerte Oszillatorsignal (D1, D2, D3) zum Erzeugen eines Zufallssignals (ZS) logisch mit dem Oszillatorsignal (OS) verknüpft werden.
  14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei die folgenden Schritte durchgeführt werden: – Bereitstellen (S1) eines Oszillatorsignals (OS) mit einem Jitter; – Verzögern (S2) des Oszillatorsignals (OS) zum Erzeugen von mindestens einem verzögerten Oszillatorsignal (D1, D2, D3); – Logisches Verknüpfen (S3) der verzögerten Oszillatorsignale (D1, D2, D3) zum Erzeugen eines Zufallssignals (ZS) oder des Oszillatorsignals (OS) mit dem mindestens einen verzögerten Oszillatorsignal (D1, D2, D3); und – Abtasten (S4) des Zufallssignals (ZS) zu vorgegebenen Zeitpunkten zum Erzeugen eines Zufallsbits (ZB).
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12–14, wobei die verzögerten Oszillatorsignale (D1, D2, D3) einer XOR-Verknüpfung unterzogen werden.
  16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12–15, wobei auch das Oszillatorsignal (OS) mit den verzögerten Oszillatorsignalen (D1, D2, D3) zum Erzeugen des Zufallssignals (ZS) logische verknüpft wird.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12–16, wobei das Abtasten des Zufallssignals (ZS) periodisch erfolgt.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12–17, wobei das Oszillatorsignal (OS) eine Oszillationsperiode (T) aufweist und das Oszillatorsignal (OS) maximal um eine Verzögerungszeit verzögert wird, welche geringer ist als die halbe Oszillationsperiode (T/2).
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11–16, wobei das Oszillatorsignal (OS) ein digitales zwischen zwei logischen Pegeln (H, L) schwankendes Oszillatorsignal ist.
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