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DE102008021940A1 - Stimulationsanordnung zur Messung der physiologischen Signalreaktivität - Google Patents

Stimulationsanordnung zur Messung der physiologischen Signalreaktivität Download PDF

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DE102008021940A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reactivity
eeg
subject
probe
stimulus
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102008021940A
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English (en)
Inventor
Panu Takala
Juha Virtanen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
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Withdrawn legal-status Critical Current

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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Gerät zur Einschätzung der Reaktivität, die sich bei einem bestimmten physiologischen Signal, insbesondere dem EEG-Signal, einer Testperson (100) beobachten lässt. Um eine kompakte Messungsanordnung zu erhalten, welche eine verlässliche Einschätzung der Veränderungen bei der Reaktivität der Testperson sogar während eines langen Zeitraums ermöglicht, wird eine konventionelle Überwachungsvorrichtung (10) mit einem Stimulationsmodul (15) ausgestattet, das so konfiguriert ist, dass es Reize an eine Testperson über eine Messungssonde (11-13) ausgibt, welche bei der Vorrichtung verwendet wird, um physiologische Signaldaten von der Testperson (100) zu erfassen. Die Messungssonde kann beispielsweise eine Armmanschette (13) sein, mittels derer bei der Vorrichtung der Blutdruck der Testperson überwacht wird.

Description

  • ERFINDUNGSGEBIET
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Einschätzung der Reaktivität des zentralen Nervensystems eines Patienten durch den Einsatz von externer Stimulation beim Patienten. Die Stimulation kann bei/in einem physiologischen Signal, besonders einem EEG-Signal, beobachtet werden. Im Folgenden wird die Reaktivität, die in/bei einem physiologischen Signal beobachtet werden kann, als physiologische Signalreaktivität bezeichnet.
  • HINTERGRUND DER ERFINDUNG
  • Neuromonitoring stellt ein Untergebiet der klinischen Patientenüberwachung dar, welche sich mit der Messung von verschiedenen Aspekten der Hirnfunktion sowie mit den dabei auftretenden Veränderungen befasst, welche von neurologischen Krankheiten, Unfällen beziehungsweise Medikamenten verursacht werden, die gängigerweise verwendet werden, um in einem Operationsraum eine Betäubung herbeizuführen oder aufrechtzuerhalten bzw. um die Sedierung von Patienten zu gewährleisten, die sich in einem kritischen Zustand oder in der Notaufnahme befinden.
  • Die Elektroenzephalographie (EEG) stellt ein etabliertes Verfahren zur Einschätzung der Hirnaktivität dar. Wenn Messungselektroden auf die Haut der Schädeloberfläche aufgesetzt werden, können die schwachen Biopoten tialsignale, die im Hirnkortex generiert werden, aufgezeichnet und analysiert werden. Das EEG ist seit Jahren in großem Umfang in der Grundlagenerforschung der Nervensysteme des Hirns sowie in der klinischen Diagnose von verschiedenen Krankheiten und Störungen des zentralen Nervensystems eingesetzt worden.
  • Während spontane Variationen beim Schlaf-Wach-Zyklus physiologische und schnell reversible Veränderungen des EEG verursachen, kann durch die verschiedenen Störungen der Selbstregulation des inneren Systems die Umgebung gestört werden, in der das Hirn arbeitet, und so werden auch die Funktion des Hirns und das daraus resultierende EEG gestört. Das EEG-Signal stellt ein sehr empfindliches Maß für neuronale Störungen dar, welche sich im EEG-Signal entweder als Veränderungen der Membranpotentiale oder als Veränderung der synaptischen Übertragung widerspiegeln können. Eine Veränderung der synaptischen Übertragung tritt immer dann auf, wenn im Hirn ein Ungleichgewicht zwischen dem Energieverbrauch und der Energiezufuhr auftritt. Dies bedeutet, dass das EEG-Signal als Frühwarnsystem für eine sich entwickelnde Hirnverletzung dient.
  • Im Allgemeinen ist bei einem bewusstlosen Patienten (ohne Sedierung) der Grund in 30 bis 40 Prozent der Fälle intrakranialer Natur, wobei in 60 bis 70 Prozent der Fälle die Bewusstlosigkeit auf hypoxisch-ischaemische, metabolische oder toxische Gründe zurückzuführen ist. Diese Art von allgemeiner Bewusstlosigkeit wird zurzeit mithilfe der Glasgow Coma Scale (GCS) überwacht. Bei dieser wird die Bewusstlosigkeit oder das Beibewusstsein des Patienten unter Verwendung von drei Parametern definiert: die beste Augenöffnungs-Reaktion, die beste motorische Reaktion und die beste Reaktion auf Sprache. Die endgültige Punktzahl stellt die Summe der Punktzahlen der drei Kategorien dar. In der untenstehenden Tabelle 1 wird die Glasgow Coma Scale illustriert. Obwohl die Glasgow Coma Scale subjektiv ist und unter den Beurteilern Unterschiede auftreten können, stellt sie das am meisten verwendete Punktesystem zur Beurteilung von Patienten dar, die zum Beispiel traumatische Hirnverletzungen erlitten haben.
  • Diagnostisch ist das EEG nur selten spezifisch, da viele systemische Störungen des Hirns ähnliche EEG-Manifestationen zeigen. Allerdings kann ein EEG-Signal von kritischem Nutzen sein, da es zum Beispiel zwischen großen Kategorien von psychogenischen, epileptischen, metabolisch-toxischen, enzephalitischen und fokalen Leiden unterscheiden kann.
  • Bei einer gesunden schlafenden Testperson reagiert das EEG gemäß den Schlafphasen auf verschiedene Reize. Bei einem komatösen Patient ist der Test der Reaktivität des EEG-Signals auf externe Stimulation ein wichtiges Einschätzungswerkzeug für einen Kliniker, da der Test wichtige Informationen in Bezug auf den Zustand und die Folgen bei dem Patienten liefert. Die EEG-Reaktivität kann potentiell behandelbare Leiden aufzeigen und auch Informationen zum Grad der auf Medikamente zurückzuführenden Sedierung geben. Während aus dem rohen EEG-Signal als solches einige Schlussfolgerungen zur Wahrscheinlichkeit für eine Genesung gezogen werden können, ist gezeigt worden, dass die Reaktivität des EEG-Signals auf eine Stimulation, d. h. eine erkennbare Veränderung beim EEG-Signal nach einem Reiz im Vergleich zu der Situation vor dem Reiz, ein genauerer Indikator für einen günstigen Verlauf ist, entspr. G. B. Young, et al: An Electroencephalographic Classification for Coma, Can. J. Neurol. Sci. 1997; 24: 320–325. Daher stellt die Überprüfung der EEG-Reaktivität einen wesentlichen Bestandteil der EEG-Untersuchung eines komatösen Patienten dar. Außerdem liefert die Überprüfung der EEG-Reaktivität Informationen zum Zustand eines Patienten, bei dem sich die GCS oder ein anderes Überwachungs-Punktesystem nicht anwenden lässt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn dem Patienten neuromuskuläre Hemmstoffe verabreicht worden sind, durch welche der Patient nicht in der Lage ist zu reagieren, so dass das die Überwachungs-Punktesysteme nicht angewendet werden können.
  • Zurzeit wird die EEG-Reaktivität von einem EEG-Spezialisten bewertet, der in der Interpretation von EEG-Wellenformen ausgebildet ist. In der Praxis können Intensivstations-Ärzte oder -Krankenpfleger, die für intensivmedizinrelevante Einschätzungen qualifiziert sind, die EEG-Wellenformen normalerweise nicht interpretieren, und daher muss zur Überprüfung der EEG-Reaktivität ein konsultierender EEG-Spezialist herangezogen werden. Bei der Überprüfung können verschiedene Typen von Reizen, wie akustische (Schreien des Namens des Patienten, Betätigung einer Hupe) und somatosensorische (Kneifen, Drücken, Schütteln) Reize angewendet werden. Der EEG-Spezialist notiert den Zeitpunkt der Stimulation und vergleicht das aufgezeichnete EEG-Signal vor und nach dem notierten Zeitpunkt. Oft zeigt das EEG-Signal nur eine Reaktivität auf einige der gegebenen Reize; in diesem Fall wird davon ausgegangen, dass eine Reaktivität vorhanden ist.
  • Die Überprüfung der EEG-Reaktivität beruht zurzeit hauptsächlich auf einer manuellen Stimulation, die von einem Arzt oder einer Krankenpflegekraft durchgeführt wird, und zwar trotz der Tatsache, dass die Intensität oft einer Variabilität zwischen den Stimulatoren unterworfen ist. Die Stimulation wird typischerweise manuell durch die Berührung des Patienten herbeigeführt, d. h. die Stimulation wird durch das somatosensorische System des Patienten erkannt. Selbst wenn die Stimulation von derselben Person wiederholt wird, kann ihre Intensität variieren. Ein Vergleich der EEG-Reaktivität zwischen verschiedenen Stimulationen ist in diesem Fall schwierig, da ein intensiverer Reiz im Vergleich zu einem weniger starken Reiz zu einer stärkeren Reaktion beim EEG-Signal führen kann. Eine standardisierte Stimulationsintensität würde die Bewertung der Veränderungen bei der Reaktivität eines Patienten über einen längeren Zeitraum ermöglichen.
  • Eine standardisierte Stimulationsintensität kann mit Hilfe einer automatischen Stimulationsvorrichtung, wie beispielsweise einem NMT(Neuro Muscular Transmission)-Modul erzielt werden, das verwendet wird, um die Muskelreaktion zu bewerten, indem ein peripherer Nerv gereizt wird. Allerdings erfordert die Verwendung einer automatischen Stimulationsvorrichtung, die ein Standardstimulationsmuster erzeugen kann, welches demjenigen der manuell vom Pflegepersonal durchgeführten Stimulation ähnelt, normalerweise einen für diese Zwecke spezialisierten Aktuator. Dies stellt besonders im Falle von Intensivstationen und Operationsräumen einen Nachteil dar, da diese normalerweise mit medizinischen Gerätschaften vollgestellt sind. Professionelle Gesundheitspfleger sind daher abgeneigt, wenn es um die Integration neuer Geräte in solche Pflegestandorte geht. Dieser Nachteil kann bis zu einem gewissen Grad abgeschwächt werden, indem eine Sensoranordnung verwendet wird, bei der alle Elektroden und Sensoren mit einem einzigen Anschluss verbunden werden können, wodurch die Anzahl von Kabeln oder Schläuchen, die zwischen dem Patienten und den Überwachungsvorrichtungen verlaufen, reduziert werden kann. Solch eine Sensoranordnung wird in US-Patentantrag 2005/0085741 A1 vorgestellt. Die Sensoranordnung umfasst separate NMT-Elektroden, um die Gesichtsnerven des Patienten zu stimulieren, und die NMT-Reaktion wird durch Aufzeichnungselektroden oder einen mechanischen Sensor gemessen, der im Gesichtsbereich des Patienten lokalisiert ist.
  • Ein weiterer Nachteil, der bei manueller Stimulation auftritt, besteht darin, dass die Notierung der Zeit der Stimulation beim EEG-Signal nicht immer genau ist. Ein genauer Vermerk des Stimulationszeitpunkts beim EEG-Signal würde weiter entwickelte Signalanalyseverfahren möglich machen, beispielsweise die Mittelwertbestimmung der Reaktionen auf mehrere Reize.
  • Folglich wird die Überprüfung der EEG-Reaktivität durch das Fehlen von kompakten und automatischen Stimulationsvorrichtungen verkompliziert, die konstante Stimulationsmuster liefern können, die der manuell vom Pflegepersonal durchgeführten Stimulation entspricht oder diese simuliert und eine genaue Notierung jedes Reizes in Bezug auf die EEG-Wellenform ermöglicht.
  • Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, die oben genannten Nachteile zu mildern oder zu beheben.
  • ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, einen neuartigen Mechanismus zur Einschätzung der physiologischen Signalreaktivität, insbesondere der EEG-Reaktivität einer Testperson, zu liefern. Die vorliegende Erfindung zielt ferner darauf ab, eine automatische Messanordnung zu liefern, die sich auf einfache Weise an Gesundheitspflegestandpunkten mit begrenztem oder gar keinem Raum für zusätzliche Gerätschaften integrieren lässt, wodurch eine verlässliche Einschätzung von Veränderungen in der physiologischen Signalreaktivität der Testperson möglich wird, und zwar sogar während eines langen Zeitraums, und wodurch ein Patienten auf natürliche Weise, also ebenso wie durch einen Arzt oder eine Krankenpflegekraft, einem Reiz ausgesetzt werden kann.
  • Bei einer standardmäßigen Patientenüberwachungsvorrichtung werden ein oder mehrere physiologische Signale, wie ein EEG-Signal, ein EKG(Elektrokardiogramm)-Signal und/oder ein nicht-invasives Blutdruck(NIBP)-Signal, bei einem Patienten über Messungssonden gemessen, die für jedes physiologische Signal spezifisch sind. In diesem Kontext sind mit einer Messungssonde Sensorelemente gemeint, die am Patienten befestigt werden, während die Patientenüberwachungsvorrichtung sich auf die eigentliche Messungsvorrichtung bezieht, welche dem Benutzer die Messungsergebnisse anzeigt. Die Messungssonde bezieht sich daher auf Elemente, welche das gemessene Biosignal an die Patientenüberwachungsvorrichtung liefern. Die Messungssonde kann einen Satz von Elektroden, wie beispielsweise EEG- oder EKG-Elektroden, oder eine Armmanschette wie eine NIBP-Armmanschette, umfassen.
  • Bei der vorliegenden Erfindung wird eine standardmäßige Patientenüberwachungsvorrichtung mit einer integrierten Stimulationsfunktion ergänzt, bei welcher die vorhandene(n) Messungssonde(n) der Vorrichtung für die Ausgabe von Reizen an den Patienten verwendet werden.
  • In einigen Ausführungsformen der Erfindung werden die Reize über eine Armmanschette der NIBP-Sonde ausgegeben, während in einigen anderen Ausführungsformen Funktionen des TENS(Transcutaneous Electrical Nerve Stimulation)-Typs zur Verfügung gestellt werden, die normalerweise für die Muskelmassage oder zur Schmerzlinderung verwendet werden und die mit der Messung der physiologischen Signalreaktivität kombiniert werden, wobei keine Hardwareergänzung notwendig ist.
  • Die Reize werden an eine NIBP-Sonde ausgegeben, wenn keine NIBP-Messung vor sich geht, oder es kann das Aufpumpen der Manschette während einer Blutdruckmessung als Reiz für die Reaktivitätsmessung eingesetzt werden. Allerdings können elektrische Reize, die denen ähneln, die von einem NMT-Modul erzeugt werden, ebenfalls durch Elektroden ausgegeben werden, die an der Haut des Patienten anliegen. Diese Elektroden können beispielsweise die EEG- oder EKG-Elektroden der Patientenüberwachungsvorrichtung sein.
  • So besteht ein Aspekt der Erfindung in der Lieferung eines Verfahrens zur Messung der physiologischen Signalreaktivität bei einer Testperson. Das Verfahren umfasst den Empfang von physiologischen Signaldaten von einer Testperson durch mindestens eine Messungssonde, die an einer Testperson angebracht ist, sowie die Ausgabe eines Reizes an eine Testperson durch eine erste Messungssonde, wobei die erste Messungssonde eine der mindestens einen Messungssonde ist. Das Verfahren umfasst ferner die Bestimmung, ob die Reaktivität, die von einem Reiz hervorgerufen wird, in den physiologischen Signaldaten vorhanden ist, welche durch eine zweite Messungssonde empfangen werden, wobei die zweite Messungssonde eine der mindestens einen Messungssonde darstellt.
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung besteht in der Lieferung eines Geräts zur Messung der physiologischen Signalreaktivität einer Testperson. Das Gerät umfasst ein Messungsmodul, das so konfiguriert ist, dass es physiologische Signaldaten von einer Testperson empfängt, und mindestens eine Messungssonde, die sich an einer Testperson anbringen lässt, wobei die mindestens eine Messungssonde so konfiguriert ist, dass sie die physiologischen Signaldaten erzeugt. Das Gerät umfasst ferner ein Stimulationsmodul, das so konfiguriert ist, dass es die Testperson mittels einer ersten Messungssonde stimuliert, wobei die erste Messungssonde eine der mindestens einen Messungssonde ist, und ein Reaktivitätsbestimmungsmodul, das so konfiguriert ist, dass es bestimmen kann, ob die Reaktivität, die vom Reiz hervorgerufen wird, in den physiologischen Signaldaten vorhanden ist, welche über eine zweite Messungssonde empfangen werden, wobei die zweite Messungssonde eine der mindestens einen Messungssonde ist.
  • Die Patientenüberwachungsvorrichtung kann den Patienten zu gewünschten Zeitpunkten stimulieren, indem die NIBP-Armmanschette unter Druck gesetzt wird oder Reizstrom an die EEG/EKG-Elektroden geliefert wird, die an einer Testperson befestigt sind. Die Erfindung liefert so einen automatischen Stimulationsmechanismus zur Messung der physiologischen Signalreaktivität ohne zusätzliche Sonden oder zusätzlichen Aufwand seitens des Gesundheitspflegepersonals. Ferner ermöglicht die Erfindung die Generierung von Reizen, die denen der vom Pflegepersonal durchgeführten manuellen Stimulation ähnlich sind. Insbesondere ermöglicht die vorliegende Erfindung Reize, die vom Patienten ähnlich wie das typische Anfassen/Schütteln durch einen Arzt oder eine Krankenpflegekraft empfunden werden.
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung besteht in der Lieferung von Computerprogrammprodukten, mit deren Hilfe bekannte Patientenüberwachungsvorrichtungen aufgerüstet werden können, wodurch deren Anwendungsmöglichkeiten so erweitert werden können, dass sie die Einschätzung von physiologischer Signalreaktivität umfassen. Das Programmprodukt umfasst einen ersten Programmcodeabschnitt, der so konfiguriert ist, dass er einen Reiz an eine Testperson durch eine erste Messungssonde auslöst, welche an einer Testperson befestigt und so konfiguriert ist, dass sie physiologische Signaldaten an eine Überwachungsvorrichtung liefert, und einen zweiten Programmcodeabschnitt, der so konfiguriert ist, dass er bestimmt, ob eine durch den Reiz ausgelöste Reaktivität in den physiologischen Signaldaten vorhanden ist, welche von der Testperson über eine zweite Messungssonde empfangen werden.
  • Die Stärke der Stimulation kann für jeden Patienten individuell eingestellt werden. Durch die schrittweise Erhöhung der Stärke der Stimulation und die Aufzeichnung der entsprechenden physiologischen Reaktivität kann für jeden Patienten eine geeignete Stimulationsstärke ermittelt werden, die einen gewünschten Reaktivitätsgrad liefert.
  • Wenn die Messungssonde nicht bewegt und die Stärke der Stimulation konstant gehalten wird, kann die Entwicklung des Status eines Patienten durch die Aufzeichnung der Veränderungen der Reaktivität infolge eines konstanten Reizes überwacht werden. Dies ermöglicht die Bewertung des Effekts von sedativen Medikamenten, die dem Patienten verabreicht wurden, und die gewonnenen Informationen können zur Ermittlung der optimalen Dosis verwendet werden.
  • Ein Merkmal des EEG-Signals, beispielsweise eine gute Signalqualität oder ein gewünschter Aktivierungsgrad des zentralen Nervensystems, kann eine automatische Bestimmung der Stimulation und der Reaktivität auslösen. Eine Veränderung eines weiteren physiologischen Signals, wie beispielsweise einem EKG, kann ebenfalls die Bestimmung des Reizes und der Reaktivität auslösen.
  • Die Reaktivität des zentralen Nervensystems der Testperson kann auch in Bezug auf ein anderes physiologisches Signal als das EEG bestimmt werden, wie beispielsweise EKG.
  • Die Erfindung ermöglicht so die Generierung eines standardisierten, wiederholbaren und individuell abgestimmten Reizes, der an eine Testperson zur Bewertung der physiologischen Signalreaktivität und in Abwesenheit einer professionellen Krankenpflegekraft ausgegeben wird. Daher verbessert sie die Patientenüberwachung in einer Notaufnahme-Umgebung.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden unter Bezugnahme auf die folgende detaillierte Beschreibung und die dazugehörigen Zeichnungen deutlich.
  • KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Im Folgenden werden die Erfindung und ihre bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die in 1 bis 6 gezeigten Beispiele in den angehängten Zeichnungen beschrieben, wobei gilt:
  • 1 illustriert eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die NIBP-Messung einer standardmäßigen Patientenüberwachungsvorrichtung verwendet wird;
  • 2 illustriert andere Ausführungsformen der Erfindung, bei denen die EEG- und/oder EKG-Messung einer standardmäßigen Patientenüberwachungsvorrichtung verwendet wird;
  • 3 ist ein Flussdiagramm, das eine Ausführungsform für die Reaktivitätsbestimmung in der Ausführungsform von 1 illustriert;
  • 4 ist ein Flussdiagramm, das eine weitere Ausführungsform für die Reaktivitätsbestimmung in der Ausführungsform von 1 illustriert;
  • 5 illustriert eine Ausführungsform des Geräts/Systems der Erfindung; und
  • 6 illustriert ein Beispiel der Funktionseinheiten der Kontrolleinheit von 5.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • 1 und 2 illustrieren verschiedene Ausführungsformen der Erfindung zur Messung der EEG-Reaktivität. Wie oben besprochen, werden in einer standardmäßigen Patientenüberwachungsvorrichtung eines oder mehrere physiologische Signale bei einem Patienten mittels signalspezifischer Messungssonden gemessen. 1 und 2 zeigen eine Patientenüberwachungsvorrichtung 10, die EEG, EKG und NIBP messen kann. Das EEG wird durch einen Satz von EEG-Elektroden 11 gemessen, die an der Stirn des Patienten 100 angebracht werden, das EKG wird mittels eines Satzes von EKG-Elektroden 12 gemessen, die an der Brust den Patienten angebracht werden, und der NIBP wird durch eine Armmanschette 13 gemessen, die um die Armschlagader des Patienten angebracht wird. Wie bei EKG- und EEG-Messungen üblich, kann die Anzahl und Platzierung der Elektroden je nach Messungsaufstellung verändert werden.
  • Die Patientenüberwachungsvorrichtung 10 ist mit einem EEG-Reaktivitätsmodul 14 zur Messung der EEG-Reaktivität ausgestattet. Zu diesem Zweck empfängt das Modul EEG-Signaldaten, die mittels EEG-Elektroden gemessen werden. Das Modul umfasst ferner eine Stimulationseinheit 15 zur aktiven Stimulation des Patienten zum Zwecke der Beurteilung der Reaktivität.
  • In der Ausführungsform von 1 ist die Stimulationseinheit 15 so konfiguriert, dass sie die Armmanschette 13 aufpumpt. Da eine konventionelle Patientenüberwachungsvorrichtung mit einer NIBP-Messung ausgestattet ist, kann das EEG-Reaktivitätsmodul eingeführt werden, indem die Vorrichtung mit einer Softwareaufrüstung ausge stattet wird, wodurch es der Vorrichtung ermöglicht wird, eine EEG-Reaktivitätsmessung durchzuführen, bei welcher der Patient mittels des Aufpumpens der Armmanschette bis auf einen zuvor bestimmten Druck für eine kurze Zeitspanne stimuliert wird.
  • 2 illustriert andere Ausführungsformen, bei denen die Stimulation erfolgt, indem elektrische Reize durch ausgewählte EEG- oder EKG-Elektroden an einen Patienten übermittelt werden. In diesen Ausführungsformen ist das EEG-Reaktivitätsmodul mit einem Signalgenerator ausgestattet, der die elektrischen Reize erzeugt, die an die Elektroden geliefert werden. Die ausgewählten EEG- oder EKG-Elektroden umfassen typischerweise einen Subsatz von EEG- oder EKG-Elektrodesätzen, die von der Vorrichtung verwendet werden, um EEG- oder EKG-Signaldaten zu messen.
  • Die Stimulation kann auch eine Kombination der oben genannten Reize beinhalten.
  • 3 illustriert eine Ausführungsform der Funktionsweise des EEG-Reaktivitätsmoduls von 1. Das beim Patienten gemessene EEG-Signal (Schritt 31) wird zunächst digitalisiert, und das abgetastet EEG-Signal wird gefiltert, um Hoch- und Niedrigfrequenzartefakte auszuschließen (Schritte 32). Wie auf diesem Gebiet üblich, werden digitalisierte Signalproben als Sätze von sequentiellen Signalproben verarbeitet, welche finite Zeitblöcke oder Zeitfenster darstellen, die allgemein als "Epochen" bezeichnet werden. Wenn die Reaktivitätsmessung erfolgen soll, kann der Reiz ausgegeben werden, wenn für den Reiz ein stabiler Status erkannt wird und wenn keine NIBP-Messung vor sich geht (Schritte 3336). In dieser Ausführungsform überwacht das EEG-Reaktivitätsmodul die eingehenden EEG-Signaldaten, um sicherzugehen, dass das EEG-Signal vor der Anwendung eines Reizes stabil genug ist, d. h. dass das Signal bei der Ausgabe des Reizes keine unerwünschten Verzerrungen enthält. Ferner überwacht das EEG-Reaktivitätsmodul, ob gleichzeitig eine NIBP-Messung vor sich geht, so dass der Patienten während der NIBP-Messung nicht stimuliert wird.
  • Wenn keine gleichzeitige NIBP-Messung vor sich geht und das EEG-Signal stabil genug ist, wird ein Reiz ausgegeben (Schritt 36), indem die Armmanschette 13 unter Druck gesetzt wird und der Druck gemäß eines zuvor bestimmten Stimulationsmusters abgelassen wird, welches die Charakteristiken der Stimulation definiert, wie beispielsweise die Stärke und Dauer jedes Stimulationsimpulses. Das Muster kann einen oder mehrere Stimulationsimpulse umfassen. Eine zeitliche Kennzeichnung, die den Zeitpunkt des Reizes/der Reize angibt, ist mit den EEG-Signaldaten verbunden, d. h. die EEG-Signaldaten werden zeitlich an dem/den Zeitpunkt(en) des/der Reise(s) ausgerichtet.
  • Die vom Reiz ausgelöste Reaktion beim EEG-Signal wird dann durch die Berechnung einer Messung erkannt, welche die Unregelmäßigkeit des EEG-Signals in aufeinander folgenden Zeitfenstern sowohl vor als auch nach dem Reizsignal (Schritt 37) angibt.
  • In US-Patentantrag Nr. 11/273,574 , der ebenfalls dem Antragsteller zugeschrieben wird, wird eine automatische EEG-Reaktivitätsmessung auf der Grundlage einer Messung vorgestellt, welche die Unregelmäßigkeit des EEG darstellt, wie hier vorgestellt und besprochen, wobei es sich bei der Messung typischerweise um Spektralentropie handelt, wobei aber auch mehrere andere Arten von Entropie verwendet werden können, wie beispielsweise Shannon-Entropie oder Annäherungsentropie. Solch eine Messung beruht auf der Erkenntnis, das obwohl im EEG-Signal nach dem Reiz verschiedene Typen von Reaktionen auftreten können, die besagte Reaktion dennoch so beschaffen ist, dass sie in der Entropie eines EEG-Signals, oder genauer gesagt, in einer Messung, welche die Unregelmäßigkeit des EEG-Signals angibt, eine Veränderung verursachen kann. Daher kann die Reaktivität des EEG durch die Messung der Veränderung quantifiziert werden, die in der besagten Messung durch eine Stimulation verursacht wird.
  • Auf der Grundlage der aufeinander folgenden Ungleichmäßigkeitswerte, die im Zuge von Schritt 37 gewonnen wurden, kann im Zuge des Prozesses überprüft werden, ob die Messung als gültig gilt, d. h. ob der Zeitpunkt der Reizanwendung tatsächlich ein geeigneter Zeitpunkt für die Messung ist (Schritt 38). In diesem Fall berechnet der Prozess die Messung, welche die EEG-Reaktivität der Testperson (Schritt 39) angibt. Im gegenteiligen Fall kehrt der Prozess zu Schritt 34 zurück, um einen geeigneten Zeitpunkt zur Wiederholung der Stimulation zu ermitteln.
  • In der Ausführungsform von 3, werden die Reaktivitätsmessung und die NIBP-Messung als zwei separate Messungen durchgeführt. Allerdings können sie auch kombiniert werden, so dass das Vorhandensein/Fehlen oder die Größe der Reaktivität bestimmt wird, wenn der Blutdruck gemessen wird. Wenn beispielsweise der Blutdruck des Patienten automatisch in bestimmten Intervallen bestimmt wird, kann das Gerät das Vorhandensein/Fehlen oder die Größe der Reaktivität bestimmen, die aus dem Aufpumpen der NIBP-Messungsmanschette resultiert. Zusätzlich zu solchen periodischen Messungen kann die Reaktivität auch bestimmt werden, wann immer ein Ereignis erkannt wird, das solch eine Messung erfordert. Wenn die EEG-Messung beispielsweise anzeigt, dass eine Veränderung im Grad des Bewusstseins des Patienten vorliegt oder eine signifikante Veränderung im EKG festgestellt wurde, kann die EEG-Reaktivitätsmessung ausgelöst werden.
  • 4 illustriert eine weitere Ausführungsform der Funktionsweise des EEG-Reaktivitätsmoduls von 1. Schritte 4042 entsprechen jeweils den Schritten 3133 von 3, d. h. in diesen Schritten wird eine Zeitserie der EEG-Signaldaten erfasst und gefiltert, um Hoch- und Niedrigfrequenzartefakte auszuschließen, und die Notwendigkeit für eine EEG-Reaktivitätsmessung wird überwacht. Wenn in Schritt 42 die Notwendigkeit festgestellt wird, überprüft das EEG-Reaktivitätsmodule noch einmal, ob eine NIBP-Manschette für die Reaktivitätsmessung (Schritt 43) verfügbar ist.
  • Diese Ausführungsform beruht auf einem Signalmodell, das aus den EEG-Signaldaten, die bei einem Patienten erfasst wurden, für das EEG-Signal konstruiert wurde. Die Signaldaten, die eingangs beim Patienten erfasst worden sind, können daher als Referenzsignaldaten bezeichnet werden, da sie in Schritt 44 angewendet werden, um ein gültiges Signalmodell für die aktuelle EEG-Zeitserie zu konstruieren. Das konstruierte Signalmodell ermöglicht die Vorhersage von Signalwerten für die Zeitserie, und ein gültiges Signalmodell erfüllt zuvor festgelegte Kriterien bei der Voraussage. Beispielsweise kann das Signalmodell so lange als gültiges Modell betrachtet werden, wie der Voraussagefehler unter einem bestimmten Schwellenwert bleibt.
  • Dann kann ein Reiz ausgegeben werden, indem die NIBP-Manschette gemäß patientenspezifischer Parameter (Schritt 45) abwechselnd aufgepumpt und wieder abgepumpt wird. EEG-Signaldaten, die auf den Reiz folgen, werden dann aus der Zeitserie in Schritt 46 erfasst, und die erfassten Daten werden verwendet, um in Schritt 48 zu testen, ob das Signalmodell auch für das Signal nach dem Reiz ein gültiges Modell bleibt. Wenn der Test ergibt, dass das Modell nicht mehr gültig ist, wird entschieden, dass Reaktivität vorhanden ist, und der Benutzer wird über das Vorhandensein der Reaktivität informiert (Schritt 49). Es können verschiedene Entscheidungsregeln verwendet werden, um zu bestimmen, wann das Modell zu einem ungültigen Modell wird. Beispielsweise kann es sein, dass das Modell für einen bestimmten Zeitraum kontinuierlich ein ungültiges Modell sein muss, bevor es als ungültiges Modell betrachtet wird.
  • Wenn das konstruierte Signalmodell für einen bestimmten Zeitraum nach dem Reiz, wie beispielsweise 30 Sekunden, ein gültiges Signalmodell bleibt, wird im Zuge des Prozesses bestimmt, dass keine Reaktivität vorhanden ist und der Test wird eingestellt. Der Benutzer wird informiert, dass keine Reaktivität festgestellt worden ist (Schritte 46 bis 49).
  • 4 illustriert das Verfahren für ein Reizsignal (Aufpumpen/Ablassen). Wenn ein neuer Reiz ausgegeben wird, können die obenstehenden Schritte wiederholt werden, d. h. das Signalmodell wird vor jedem Reiz konstruiert, um sicherzustellen, dass das Modell dem aktuellen EEG des Patienten entspricht. Wenn ferner das Reizsignal nicht sofort ausgegeben wird, nachdem das Signalmodell zur Verfügung steht, kann die Gültigkeit des Modells schon vor dem Reiz überprüft werden, um sicherzugehen, dass das Modell bis zum Zeitpunkt des Reizes weiterhin ein gültiges Modell darstellt.
  • Eine automatische EEG-Reaktivitätsmessung auf der Grundlage eines Signalmodells wird im US-Patentantrag Nr. 11/674,732 vorgestellt, der dem Antragsteller zugeschrieben wird. Da sich die vorliegende Erfindung nicht auf die eigentliche Reaktivitätsbestimmung bezieht, wird der Bestimmungsprozess in diesem Kontext nicht eingehender behandelt. Es wird auf die oben genannten US-Patentanträge des Antragstellers Bezug genommen, in denen diese Vorgänge detaillierter diskutiert werden.
  • 5 illustriert eine Ausführungsform des Systems oder Geräts gemäß der Erfindung. Es wird hier angenommen, dass es sich um ein Gerät gemäß der Ausführungsform von 2 handelt, in dem elektrische Reize durch dieselben Elektroden an den Patienten ausgegeben werden, von denen das EEG-Signal erfasst wird. In dieser Ausführungsform werden drei EEG-Elektroden 111 bis 113 an der Stirn des Patienten 100 angebracht. Bei Elektroden 111 und 113 handelt es sich um aktive Elektroden, während die mittlere Elektrode 112 eine Erdungselektrode ist.
  • Zur Ausgabe des Reizsignals umfasst das Gerät einen Signalgenerator 53, der durch Schalter 51 und 52 sowie dazugehörige Drähte A und B mit den Elektroden 111 und 113 verbunden ist. Der Strom, der durch die Elektroden übermittelt wird, ist hoch genug, als dass er eine Empfindung hervorruft, kann aber auch höher sein, so dass er eine Muskelkontraktion oder gar Schmerzempfindungen verursacht. Die angewendete Stromstärke liegt typischerweise in der Größenordnung von einigen zehn Milliampere.
  • Die EEG-Signaldaten, die von den Elektroden erfasst werden, werden an eine Verstärkerstufe 54 geliefert, in der das Signal verstärkt wird, bevor es abgetastet und in einem A/D-Wandler 55 in ein digitales Signal umgewandelt wird. Die digitalisierten Signaldaten werden an eine Kontrolleinheit 56 geliefert, die eine oder mehrere Computereinheiten oder Prozessoren umfassen kann.
  • Die Kontrolleinheit ist mit einem Datenspeicher oder einer Datenbank 57 ausgestattet, welche die digitalisierten Signaldaten enthält, die von den Elektroden erfasst wurden. Der Datenspeicher oder die Datenbank kann auch einen EEG-Reaktivitätsalgorithmus und die Parameter speichern, welche das Stimulationsmuster definieren, welches patientenspezifisch sein kann. Die Kontrolleinheit führt den gespeicherten Algorithmus aus, wodurch eine Messung der EEG-Reaktivität erfasst wird. Während der Ausführung kontrolliert die Kontrolleinheit den Signalgenerator und die Schalter 51, 52, um über Elektroden 111 und 113 einen Reiz an den Patienten auszugeben. Ferner kann die Kontrolleinheit die EEG-Signaldaten, die während der Stimulation erfasst werden, kennzeichnen, so dass der eigentliche EEG-Messungsprozess die EEG-Segmente, die während der Stimulation erfasst worden sind, identifizieren kann und den Benutzer der Vorrichtung über diese Segmente in der EEG-Wellenform informieren kann.
  • Der Reaktivitätsindikator, die Tendenz [der Reaktivität] und Benutzermeldungen können auf dem Bildschirm eines Monitors 58 angezeigt werden, der einen Teil der Benutzerschnittstelle der Vorrichtung darstellt. Obwohl eine Kontrolleinheit, die aus einer Computereinheit oder einem Prozessor besteht, diese Schritte ausführen kann, kann die Verarbeitung der Daten auch auf verschiedene Einheiten/Prozessoren (Server) innerhalb eines Netzwerks aufgeteilt werden, wie beispielsweise eines Krankenhaus-LAN (Local Area Network). Das Gerät der Erfindung kann also auch in Form eines verteilten Systems implementiert werden. Außerdem kann die Reaktivitätsbestimmung offline auf der Grundlage der gekennzeichneten Signaldaten ausgeführt werden, die im Vorfeld im Datenspeicher gespeichert werden.
  • Der Benutzer kann die Funktionsweise der Überwachungsvorrichtung durch eine Benutzereingabevorrichtung 59, wie beispielsweise eine Tastatur, kontrollieren. Die Kontrolleinheit 56 kann den Signalgenerator gemäß den Befehlen, die von einer Benutzereingabevorrichtung geliefert werden, oder gemäß eines zuvor festgelegten Stimulationsplans kontrollieren, der im Datenspeicher des Geräts gespeichert ist.
  • 6 illustriert die Operationselemente der Kontrolleinheit. Erstens umfasst die Kontrolleinheit ein oder mehrere Messungsmodule 61 zur Durchführung der standardmäßigen physiologischen Messungen einer Patientenüberwachungsvorrichtung, wie beispielsweise einer EEG-Messung, einer EKG-Messung und/oder einer NIBP-Messung. Das EEG- oder EKG-Signal, das vom Patienten erfasst wurde, wird auch an das Reaktivitätsmodul geliefert, das aus einem ersten Modul 62 zur Bestimmung der Reaktivität und einem zweiten Modul 63 zur Lieferung der Reize an die fragliche Messungssonde 64 besteht. Wie oben besprochen, umfasst die Bestimmung die Anwendung einer Zeitreferenz, die einem Reiz entspricht, und die zeitliche Ausrichtung der physiologischen Signaldaten an der Zeitreferenz.
  • Da konventionelle Patientenmonitore mit akustischen Alarmvorrichtungen ausgestattet sind, kann die Kontrolleinheit auch ein akustisches Signal generieren, wenn sie das Stimulationsmodul steuert, so dass ein Reizsignal ausgegeben wird. Der Inhalt des akustischen Signals kann patientenspezifisch sein.
  • Zur automatischen und kontinuierlichen Einschätzung der Reaktivität kann das erste Modul einen Testalgorithmus zur Ermittlung einer geeigneten Stimulationsstärke für den Patienten umfassen. Beim Testalgorithmus kann die Stärke des Reizes in kleinen Schritten erhöht werden, um den Grad zu bestimmen, bei dem erstmals eine Reaktivität festgestellt werden kann. Zur automatischen und kontinuierlichen Einschätzung der Reaktivität wird dann eine Langzeitstärke des Reizes gemäß dem ermittelten Reaktivitätsschwellenwert eingestellt. Der patientenspezifische Reaktivitätsschwellenwert ermöglicht eine empfindliche Nachverfolgung von Veränderungen beim Status eines Patienten.
  • Oben wurde die Erfindung zur Einschätzung der EEG-Reaktivität eines Patienten verwendet. Allerdings kann derselbe Mechanismus im Zusammenhang mit den besagten anderen physiologischen Signalen verwendet werden, je nachdem, ob eine Überprüfung der Reaktivität eines anderen physiologischen Signals als des EEG wertvolle Informationen über den Patienten liefert. Daher ist die Erfindung nicht zwingend auf den Kontext von EEG beschränkt.
  • Ein konventioneller Patientenmonitor kann auch aufgerüstet werden, so dass der Monitor eine physiologische Signalreaktivität eines Patienten bestimmen kann.
  • Solch eine Aufrüstung kann durch die Ausstattung der Überwachungsvorrichtung mit einem Einsteck-Softwaremodul implementiert werden, durch welches die Vorrichtung in die Lage versetzt wird, Reize über eine erste Messungssonde der Vorrichtung auszugeben und die Reaktivität auf der Grundlage der Zeitserie der physiologischen Signaldaten zu bestimmen, welche über eine zweite Messungssonde der Vorrichtung empfangen werden, bei der es sich um dieselbe erste Messungssonde oder eine andere Sonde handeln kann. Das Softwaremodul kann beispielsweise auf einem Datenträger wie einer CD oder einer Datenspeicherkarte oder über ein Telekommunikationsnetzwerk zur Verfügung gestellt werden. Wie oben besprochen, ist das Einsteckmodul insbesondere für eine Überwachungsvorrichtung geeignet, die mit [Mitteln zur] automatischen Blutdruckbewertung ausgestattet ist.
  • Obwohl die Erfindung oben unter Bezugnahme auf die Beispiele beschrieben wurde, die in den angehängten Zeichnungen gezeigt werden, ist offensichtlich, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist, sondern von auf diesem Gebiet fachkundigen Personen modifiziert werden kann, ohne dass eine Abweichung vom Schutzumfang der Erfindung erfolgt. Beispielsweise zeigt bei einer einfachen Ausführungsform die eigentliche Messung die EEG und/oder EKG-Wellenform an und kennzeichnet die Zeitpunkte/Zeiträume der Stimulation, so dass ein Kliniker die EEG/EKG-Wellenform und die Reaktivität durch die visuelle Untersuchung der Wellenform beurteilen kann.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Gerät zur Einschätzung der Reaktivität, die sich bei einem bestimmten physiologischen Signal, insbesondere dem EEG-Signal, einer Testperson 100 beobachten lässt. Um einen kompakte Messungsanordnung zu erhalten, welche eine verlässliche Einschätzung der Veränderungen bei der Reaktivität der Testperson sogar während eines langen Zeitraums ermöglicht, wird eine konventionelle Überwachungsvorrichtung 10 mit einem Stimulationsmodul 15 ausgestattet, das so konfiguriert ist, dass es Reize an eine Testperson über eine Messungssonde 1113 ausgibt, welche bei der Vorrichtung verwendet wird, um physiologische Signaldaten von der Testperson 100 zu erfassen. Die Messungssonde kann beispielsweise eine Armmanschette 13 sein, mittels derer bei der Vorrichtung der Blutdruck der Testperson überwacht wird.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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Claims (13)

  1. Verfahren zur Beurteilung von physiologischer Signalreaktivität einer Testperson, wobei das Verfahren umfasst: – Empfang von physiologischen Signaldaten von einer Testperson (100) über mindestens eine Messungssonde (1113), die an einer Testperson angebracht ist; – Ausgabe eines Reizes an eine Testperson (100) über eine erste Messungssonde, wobei die erste Messungssonde eine der mindestens einen Messungssonde (1113) darstellt; und – Bestimmung, ob eine durch den Reiz verursachte Reaktivität in den physiologischen Signaldaten vorhanden ist, welche über eine zweite Messungssonde empfangen wurden, wobei die zweite Messungssonde eine der mindestens einen Messungssonde (1113) darstellt.
  2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestimmung die Bestimmung umfasst, ob eine von einem Reiz hervorgerufene Reaktivität in den physiologischen Signaldaten vorhanden ist, die über eine zweite Messungssonde empfangen wurden, wobei die zweite Messungssonde einen Satz von EEG-Elektroden (11) zum Empfang von EEG-Signaldaten von der Testperson umfasst.
  3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Ausgabe das Unterdrucksetzen einer Blutdrucksonde (13) umfasst, wobei die erste Messungssonde aus der Blutdrucksonde besteht.
  4. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabe die Ausgabe eines Reizes über die erste Messungssonde umfasst, wobei es sich bei dem Reiz um einen elektrischen Reiz handelt und die erste Messungssonde einen Satz von EEG- oder EKG-Elektroden (11; 12) umfasst.
  5. Verfahren gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterdrucksetzung im Zusammenhang mit der Blutdruckmessung bei einer Testperson ausgeführt wird.
  6. Verfahren gemäß Anspruch 1, ferner umfassend: – Wiederholen der Ausgabe und Bestimmung; und – Definieren, ob über die Zeit hinweg bei der Reaktivität der Testperson Veränderungen auftreten.
  7. Verfahren gemäß Anspruch 6, ferner die Optimierung der Stärke eines Reizes für die Testperson umfassend.
  8. Gerät zur Beurteilung der physiologischen Signalreaktivität einer Testperson, wobei das Gerät umfasst: – Messungsmittel zum Empfang von physiologischen Signaldaten von einer Testperson; – mindestens eine Messungssonde zur Erzeugung der physiologischen Signaldaten, wobei die mindestens eine Messungssonde an einer Testperson angebracht werden kann; – Stimulationsmittel zur Stimulierung der Testperson durch eine erste Messungssonde, wobei die erste Messungssonde eine der mindestens einen Messungssonde ist; und – Reaktivitätsbestimmungsmittel zur Bestimmung, ob eine durch einen Reiz hervorgerufene Reaktivität in den physiologischen Signaldaten vorhanden ist, welche über eine zweite Messungssonde empfangen wurden, wobei die zweite Messungssonde eine der mindestens einen Messungssonde ist.
  9. Gerät gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass – die erste Messungssonde eine Druckmanschette (13) zur Messung des Blutdrucks umfasst; und – die Stimulationsmittel so konfiguriert sind, dass sie die Manschette (13) unter Druck setzen.
  10. Gerät gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass: – die erste Messungssonde einen Satz von EEG- oder EKG-Elektroden (11; 12) umfasst; und – die Stimulationsmittel so konfiguriert sind, dass sie ein elektrisches Signal an mindestens eine Elektrode des Satzes ausgeben.
  11. Gerät gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Messungssonde einen Satz von EEG-Elektroden (11) umfasst.
  12. Gerät gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktivitätsbestimmungsmittel ferner so konfiguriert sind, dass sie die Stärke eines Reizsignals, das an die Stimulationsmittel ausgegeben wird, kontrollieren.
  13. Gerät gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktivitätsmittel ferner so konfiguriert sind, dass sie einen Stärkewert ermitteln, oberhalb dessen eine Reaktivität vorhanden ist.
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