-
Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anzeigen von Informationen
in einem Fahrzeug, die Fahrzeugeinrichtungen betreffen. Ferner betrifft
die Erfindung eine Vorrichtung zum Anzeigen von Informationen in
einem Fahrzeug mit einer Steuereinrichtung, die mit Einrichtungen
des Fahrzeugs zum Austausch von Daten verbunden ist, zumindest zwei
separaten mit der Steuereinrichtung gekoppelten Displays und einer
mit der Steuereinrichtung gekoppelten Eingabevorrichtung.
-
Ursprünglich
wurden die verschiedenen in einem Fahrzeug, insbesondere einem Kraftfahrzeug, vorgesehenen
Einrichtungen über separate Bedienelemente bedient. Beispielsweise
gab es Drehschalter zum Einstellen der Lüftung sowie der
Temperatur, Schalter zum Einstellen der verschiedenen Lüftungsdüsen,
Schalter zum Bedienen der Beleuchtungseinrichtungen für
den Innenraum des Fahrzeugs, entsprechende Schalter für
die Beleuchtungs- und Scheinwerfereinrichtungen außen am
Fahrzeug und Bedienelemente für ein Radio oder einen CD-Spieler. Bei
modernen Kraftfahrzeugen sind mittlerweile so viele Einrichtungen
zum Einstellen verschiedener Fahrzeugfunktionen, Informationssysteme,
einschließlich Fahrerassistenzsysteme und Unterhaltungssysteme,
vorgesehen, dass es nicht mehr zweckmäßig ist,
für alle Fahrzeugeinrichtungen separate Bedienelemente
vorzusehen. Aus diesem Grund erfolgt die Bedienung der vielfältigen
Fahrzeugeinrichtungen über ein einheitliches Bedienkonzept mit
wenigen Bedienelementen, die in Verbindung mit der Anzeige einer
Anzeigevorrichtung bedient werden. Dabei werden von der Anzeigevorrichtung Schaltflächen
angezeigt, welche von dem Bedienelement ausgewählt werden
können. Die Anzeigevorrichtung kann zur Anzeige ein Display
umfassen, wobei unter einem Display allgemein eine Vorrichtung zum
optischen Signalisieren von veränderlichen Informationen
verstanden wird. Als Display werden üblicherweise Flüssigkristallanzeigen
in verschiedenen Ausführungen verwendet.
-
Die
Anzeige der Anzeigevorrichtung kann dem Fahrer verkehrs- oder betriebsbezogene
Daten des Fahrzeugs visuell darstellen. Ferner kann sie den Fahrer
bei der Navigation oder der Kommunikation mit der Außenwelt
unterstützen. In der Nähe des primären Sichtfelds
des Fahrers ist hierfür das so genannte Kombiinstrument
angeordnet. Üblicherweise befindet es sich im Cockpit hinter
dem Lenkrad, wobei es durch eine Öffnung des Lenkrads sichtbar
ist. Es dient insbesondere der Anzeige der Geschwindigkeit, des
Tankinhalts, der Kühlertemperatur und anderer betriebsbezogener
Informationen des Kraftfahrzeugs. Ferner können Radio-
und andere Audiofunktionen dargestellt werden. Schließlich
können Menüs für Telefon, Navigation,
Telematikdienste und Multimediaanwendungen angezeigt werden. Die
Anzeige unterstützt ferner die Bedienung verschiedener weiterer
Einrichtungen des Fahrzeugs.
-
In
der
DE 100 01 988
A1 ist beispielsweise ein Kombiinstrument zur Anzeige von
Betriebs- und/oder verkehrsbezogenen Daten beschrieben. Um das vielfältige
Informationsangebot besser aufnehmen zu können, wird in
der
DE 103 03 792
A1 eine perspektivische Darstellung dreidimensionaler Elemente
vorgeschlagen.
-
Ferner
gibt es in einem Fahrzeug zum Teil weitere Informations- und Kommunikationsbereiche, denen
separate Anzeigevorrichtungen bzw. Anzeigebereiche zugeordnet sind.
Sie dienen häufig der Information sowohl des Fahrers als
auch der Mitfahrer. Beispielsweise kann in der Mittelkonsole oder
oberhalb der Mittelkonsole eine Multifunktionsanzeige bereitgestellt
werden. Ein Multifunktionsbedienelement mit einer solchen Anzeige
ist beispielsweise in der
DE
199 41 955 A1 beschrieben.
-
Sind
in einem Fahrzeug mehrere Displays z. B. beim Kombiinstrument und
in der Mittelkonsole untergebracht, werden die Anzeigen der Fahrzeugsysteme
und der Benutzerführung vielfach redundant auf beiden Displays
angezeigt. Da jedoch die im Fahrzeug verfügbare Anzeigefläche
sehr begrenzt ist, ist es wünschenswert, redundante Anzeigen
zu vermeiden und die im Fahrzeug untergebrachten Displays so zu
nutzen, dass verschiedene Informationsinhalte dargestellt werden,
wobei jedoch das Erfassen der Information und die Benutzerführung durch
die Darstellung auf mehreren Displays nicht verschlechtert werden
soll.
-
Des
Weiteren kann anstatt des separaten Multifunktionsbedienelements
ein berührungsempfindliches Display, d. h. ein so genannter
Touchscreen verwendet werden. Der Einsatz eines solchen Bedienelements
in einem Fahrzeug ist z. B. aus der
DE 10 2004 031 659 A1 bekannt.
-
Die
Bedienung der verschiedenen Einrichtungen des Fahrzeugs und die
Aufnahme von Informationen, die von diesen Einrichtungen geliefert
werden können, beanspruchen die Aufmerksamkeit des Fahrers
unter Umständen derart, dass das gleichzeitige sichere
Führen des Kraftfahrzeugs durch den Fahrer nicht oder nur
noch eingeschränkt möglich ist. Will somit der
Fahrer Einrichtungen des Fahrzeugs, deren Informationen über
die Anzeigevorrichtung dargestellt werden, bedienen, sollte er dies
unter Umständen vor dem Beginn einer Fahrt tun oder die Fahrt
für die Bedienung unterbrechen. Derartige Beeinträchtigungen
für die Bedienung sind jedoch unerwünscht. Sie
führen vielfach dazu, dass der Fahrer die Einrichtungen
des Fahrzeugs während der Fahrt bedient, obwohl dies zu
einer Ablenkung führen kann. Hierdurch kann jedoch die
Sicherheit beim Führen des Fahrzeugs beeinträchtigt
werden.
-
Es
ist daher wünschenswert, die Informationen im Fahrzeug
so darzustellen, dass sie schnell und intuitiv vom Fahrer aufgenommen
werden können, so dass das Erfassen der dargestellten Informationen
nicht zu einer Ablenkung des Fahrers während der Fahrt
führt. Ferner soll die Bedienung so intuitiv, einfach und
schnell durchführbar sein, dass der Fahrer die Einrichtungen
des Fahrzeugs, deren Informationen von der Anzeigevorrichtung dargestellt
werden, auch während der Fahrt bedienen kann, selbst wenn
von der Anzeigevorrichtung gegebenenfalls komplexe Strukturen darstellbar
sind. Die Informationsdarstellung und die mit einer Informationsdarstellung
verbundene Bedienung in dem Fahrzeug steht in unmittelbarem Zusammenhang
mit der Sicherheit beim Führen des Fahrzeugs. Eine besonders
einfache, intuitive und schnell erfassbare Informationsanzeige und
Bedienung im Fahrzeug leistet somit einen Beitrag zum sicheren Führen
des Fahrzeugs.
-
Um
die vielfältigen Bedien- und Anzeigemöglichkeiten übersichtlich
darzustellen, werden häufig hierarchische Menüstrukturen
verwendet. Ein Menü zeigt verschiedene Listeneinträge
und gegebenenfalls den Listeneinträgen zugeordnete Grafiken, grafische
Schaltflächen oder Icons an. Bei der Auswahl eines Listeneintrags öffnet
sich ein Untermenü mit weiteren Listeneinträgen.
Diese Struktur kann über mehrere Hierarchieebenen fortgeführt
werden. Außerdem kann einem Listeneintrag anstatt eines Untermenüs
ein bestimmtes Anzeigebild zugeordnet sein, welches die dem Listeneintrag
zugeordnete Information darstellt.
-
Bei
der Verwendung von hierarchischen Menüstrukturen in einem
Fahrzeug ergibt sich das Problem, dass die Navigation innerhalb
dieser Menüstrukturen und die Aufnahme der von dem Display angezeigten
Informationen zu einer Ablenkung des Fahrers führen können.
Es ist daher wünschenswert, Bedien- und Anzeigekonzepte
für hierarchische Menüstrukturen zu entwickeln,
bei welchen die Informationen schnell und intuitiv vom Fahrer aufgenommen werden
können.
-
Eine
Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Darstellung eines hierarchisch
gegliederten Auswahlmenüs ist in der
DE 101 32 956 A1 beschrieben. Des
Weiteren ist in der
DE
103 60 663 A1 ein Bediensystem für ein Kraftfahrzeug
beschrieben, bei dem eine Menüstruktur auf einem Display
angezeigt wird.
-
Es
ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der eingangs
genannten Art bereitzustellen, mit denen die dargestellten Informationen
einfach, schnell und intuitiv erfasst werden können und
mit denen eine einfache, schnelle und intuitive Bedienung der Einrichtungen
eines Fahrzeugs möglich ist.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
-
Beim
dem erfindungsgemäßen Verfahren übertragen
die Fahrzeugeinrichtungen Daten an eine Steuereinrichtung. Die Steuereinrichtung
ermittelt aus den Daten anzuzeigende Objekte, wobei zumindest einer
Anzahl von Objekten Daten verschiedener Hierarchieebenen zugeordnet
sind. Die Steuereinrichtung erzeugt Grafikdaten, die von einem ersten Display
in dem Fahrzeug dargestellt werden, wobei für die anzuzeigenden
Objekte jeweils Daten einer ersten Hierarchieebene angezeigt werden.
Ein angezeigtes Objekt ist bei dem Verfahren mittels einer Eingabevorrichtung
vom Nutzer auswählbar. Mit dem ausgewählten Objekt
ist dann ein Eingabevorgang durchführbar, der bewirkt,
dass auf einem zweiten Display Daten des Objekts angezeigt werden,
die zu einer zweiten Hierarchieebene gehören.
-
Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Anzeige
auf den zwei Displays dafür ausgenutzt, zum einen ein Objekt
in einem Zusammenhang der Benutzerführung darzustellen,
gleichzeitig jedoch die einem Objekt zugeordneten Daten einer anderen Hierarchieebene
darstellen zu können, ohne die Anzeige auf dem anderen
Display verändern zu müssen. Die angezeigten Informationen
können von dem Nutzer leicht und intuitiv erfasst werden,
da er durch den Eingabevorgang selbst die Anzeige der Daten des
Objekts der zweiten Hierarchieebene auf dem zweiten Display herbeigeführt
hat.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird mittels der Eingabevorrichtung ein Objektsymbol,
das auf dem ersten Display angezeigt wird und das zu einem Objekt
gehört, hinsichtlich der Darstellung auf dem ersten Display
in Richtung des zweiten Displays verschoben, bis es am Rand des
ersten Displays dargestellt wird, woraufhin die Steuereinrichtung
Grafikdaten erzeugt, die bewirken, dass auf dem zweiten Display
Daten des Objekts angezeigt werden, die zu der zweiten Hierarchieebene
gehören. Das Objektsymbol kann dann vom ersten Display
verschwinden oder auf dem ersten Display beibehalten werden. Ferner kann
das Objektsymbol zusätzlich zu seinen Daten der zweiten
Hierarchieebene auch auf dem zweiten Display angezeigt werden.
-
Bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren hat der Nutzer über
die Eingabevorrichtung die Möglichkeit, einen Bedienvorgang
durchzuführen, welcher dem realen Verschieben eines Objektsymbols
von einem ersten Display auf ein zweites Display entspricht. Diese
Entsprechung zu realen Bedienvorgängen, bei denen reale
Objekte verschoben werden, erleichtert es dem Nutzer, die Veränderungen der
Informationsanzeige auf den beiden Displays leicht und intuitiv
zu erfassen.
-
Gemäß einer
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
weist zumindest das erste Display eine berührungsempfindliche
Oberfläche auf, d. h. es handelt sich um einen Touchscreen.
Der Eingabevorgang ist in diesem Fall eine Bewegung entlang der
berührungsempfindlichen Oberfläche des ersten Displays.
Der Nutzer kann beispielsweise mit seinem Finger das erste Display
bei dem Objektsymbol berühren, welches er verschieben will,
und dann den Finger entlang des ersten Displays in Richtung des zweiten
Displays bewegen. Das Objektsymbol wird dann gemeinsam mit dem Finger
bis zum Rand des ersten Displays verschoben, verschwindet dann dort und
taucht wieder auf dem zweiten Display gemeinsam mit den zugehörigen
Daten der zweiten Hierarchieebene auf.
-
Bei
den Daten der zweiten Hierarchieebene kann es sich beispielsweise
um Details und/oder Eigenschaften des Objekts handeln. Die Daten
der zweiten Hierarchieebene können somit ein Kontextmenü eines
Listeneintrags der ersten Hierarchieebene sein.
-
Gemäß einer
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist ein Detail oder eine Eigenschaft, welche auf dem zweiten Display
angezeigt wird, mittels der Eingabevorrichtung vom Nutzer auswählbar.
Mit dem ausgewählten Detail oder der ausgewählten
Eigenschaft ist dann ein Eingabevorgang durchführbar, der
bewirkt, dass auf einem dritten Display Daten des Details oder der
Eigenschaft angezeigt werden, die zu einer dritten Hierarchieebene gehören.
In diesem Fall sind somit drei Displays vorgesehen, auf denen sukzessive
Daten der verschiedenen Hierarchieebenen eines Objekts angezeigt werden.
Die Hierarchieebenen können dabei immer detailreichere
Informationen zu dem Objekt enthalten. Die erste Hierarchieebene
kann nur die Information enthalten, um was für ein Objekt
es sich handelt, die zweite Hierarchieebene ein Kontextmenü und
die dritte Hierarchieebene bestimmte Voreinstellungen zu dem Objekt.
-
Gemäß einer
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ermittelt die Steuereinrichtung aus den von den Fahrzeugeinrichtungen übertragenen
Daten die zu visualisierenden im Fahrzeug ablaufenden Prozesse sowie
die an den jeweiligen Prozessen beteiligten Objekte und die Verknüpfungen zwischen
den Objekten. Für die Prozesse erzeugt die Steuereinrichtung
eine Netzwerkstruktur und für die Netzwerkstruktur erzeugt
sie Grafikdaten, welche die Netzwerkstruktur visualisieren. Die
Grafikdaten werden von dem ersten Display in dem Fahrzeug angezeigt,
wobei ein Objekt der Netzwerkstruktur mittels einer Eingabevorrichtung
vom Nutzer auswählbar ist und mit dem ausgewählten
Objekt ein Eingabevorgang durchführbar ist, der bewirkt,
dass auf einem zweiten Display Daten des Objekts angezeigt werden,
die zu einer zweiten Hierarchieebene gehören.
-
Die
bei dem erfindungsgemäßen Verfahren realisierte
Darstellung an Hand von Netzwerkstrukturen zeigt dem Nutzer auf
einfache Weise die Relationen zwischen einzelnen Objekten und die
Verknüpfungen zwischen diesen Objekten an, so dass er die angezeigte
Information auf einen Blick intuitiv erfassen kann. Es wird auf
diese Weise im Fahrzeug eine objektorientierte Benutzerführung
realisiert, wobei die vom Nutzer initiierten Prozesse als Netzwerkstruktur
visualisiert werden. Die Netzwerkstruktur zeichnet sich insbesondere
dadurch aus, dass mehrere Prozesse, die ggf. sehr unterschiedliche
Bereiche des Fahrzeugs betreffen, gleichzeitig mit den beteiligten
Objekten und deren Verknüpfungen angezeigt werden.
-
Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird mittels der Eingabevorrichtung ein erstes Objektsymbol,
das auf dem ersten Display angezeigt wird, das zu einem Objekt gehört
und das mit einem zweiten Objektsymbol über ein Verbindungssymbol
verknüpft ist, hinsichtlich der Darstellung auf dem ersten
Display verschoben, wobei die Steuereinrichtung solche Grafikdaten erzeugt,
dass die Verknüpfung der beiden Objektsymbole durch das
Verbindungssymbol erhalten bleibt. Zwischen den beiden Objektsymbolen
wird somit eine Verknüpfung nach Art einer Gummibandverbindung
visualisiert. Auch bei einem Verschieben eines Objektsymbols mittels
der Eingabevorrichtung bleibt die Verbindung zwischen den beiden
Objektsymbolen erhalten. Wird in diesem Fall das erste Objektsymbol
in Richtung des zweiten Displays verschoben, bis es am Rand des
ersten Displays dargestellt wird, erzeugt die Steuereinrichtung
Grafikdaten, die bewirken, dass das erste Objektsymbol nicht mehr
auf dem ersten Display angezeigt wird, stattdessen jedoch auf dem
zweiten Display angezeigt wird, wobei das Verbindungssymbol zwischen
dem ersten und zweiten Objektsymbol so aufgespalten ist, dass es
auf dem ersten Display ausgehend von dem zweiten Objektsymbol in
Richtung des ersten Objektsymbols auf dem zweiten Display gerichtet
und auf dem zweiten Display ausgehend von dem ersten Objektsymbol
in Richtung des zweiten Objektsymbols auf dem ersten Display gerichtet
ist. Werden somit die Objektsymbole auf separaten Displays dargestellt,
wird die Verbindung zwischen den beiden Objektsymbolen zwar unterbrochen,
jedoch verbleiben auf beiden Displays Verbindungssymbole, die in Richtung
des jeweils anderen Objektsymbols gerichtet sind. Auf diese Weise
wird die Verbindung zwischen den Objekten weiterhin visualisiert,
obwohl wegen der Darstellung auf den separaten Displays eine durchgehende
Verbindung nicht mehr visualisiert werden kann.
-
Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die anzuzeigenden Daten in zumindest zwei Funktionsgruppen unterteilt,
wobei sich die erste Funktionsgruppe auf Bedienprozesse bezieht,
die einem Bedienwunsch des Nutzers zugeordnet sind, und sich die
zweite Funktionsgruppe auf Bedienprozesse zur Steuerung von Fahrzeugeinrichtungen
bezieht. Die Daten werden somit in eine so genannte „Ich
will”-Funktionsgruppe und eine „Das Fahrzeug soll”-Funktionsgruppe
unterteilt. Auch in diesem Fall kann die Darstellung an Hand der
Daten der vorstehend beschriebenen Netzwerkstruktur erfolgen, wobei
auf dem ersten Display die Netzwerkstruktur dargestellt wird und
auf dem zweiten Display Details zu einem Objekt der Netzwerkstruktur.
-
Des
Weiteren können die Objektsymbole der ersten Funktionsgruppe
in Verbindung mit einer ersten Farbe angezeigt werden und die Objektsymbole der
zweiten Funktionsgruppe in Verbindung mit einer zweiten Farbe angezeigt
werden, die sich von der ersten Farbe unterscheidet. Beispielsweise
können die Objektsymbole eine bestimmte Hintergrundfarbe haben.
Ferner sind für die zwei Funktionsgruppen zwei manuell
betätigbare Bedienelemente vorgesehen. Dabei ist das Bedienelement
für die erste Funktionsgruppe mit der ersten Farbe kodiert
und das Bedienelement für die zweite Funktionsgruppe mit
der zweiten Farbe kodiert. Bei den Bedienelementen kann es sich
beispielsweise um farbige Tastschalter handeln.
-
Die
erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
dass mit der Steuereinrichtung aus den von den Fahrzeugeinrichtungen übertragenen
Daten anzuzeigende Objekte ermittelbar sind, wobei zumindest einer
Anzahl von Objekten Daten verschiedener Hierarchieebenen zugeordnet
ist, und Grafikdaten erzeugbar sind, die von dem ersten Display
in dem Fahrzeug dargestellt werden, wobei für die anzuzeigenden
Objekte jeweils Daten einer ersten Hierarchieebene angezeigt werden
und mittels der Eingabevorrichtung ein angezeigtes Objekt vom Nutzer
auswählbar ist und mit dem ausgewählten Objekt
ein Eingabevorgang durchführbar ist, der bewirkt, dass
auf dem zweiten Display Daten des Objekts angezeigt werden, die
zu einer zweiten Hierarchieebene gehören.
-
Gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung weist zumindest das erste Display eine berührungsempfindliche Oberfläche
auf. Der Eingabevorgang ist in diesem Fall eine Bewegung entlang
der berührungsempfindlichen Oberfläche des ersten
Displays. Bevorzugt weist auch das zweite Display eine berührungsempfindliche
Oberfläche auf. Schließlich kann die Vorrichtung
ein drittes Display zum Anzeigen von Daten einer dritten Hierarchieebene
umfassen.
-
Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind mit der Steuereinrichtung aus den von den Fahrzeugeinrichtungen Daten
die zu visualisierenden im Fahrzeug ablaufenden Prozesse sowie die
an den jeweiligen Prozessen beteiligten Objekte und die Verknüpfungen
zwischen den Objekten ermittelbar, für die Prozesse ist
eine Netzwerkstruktur erzeugbar und für die Netzwerkstruktur
sind Grafikdaten erzeugbar, welche die Netzwerkstruktur visualisieren.
Die Grafikdaten sind von dem ersten Display in dem Fahrzeug anzeigbar,
wobei ein Objekt der Netzwerkstruktur mittels der Eingabevorrichtung
vom Nutzer auswählbar ist, und mit dem ausgewählten
Objekt ein Eingabevorgang durchführbar ist, der bewirkt,
dass auf einem zweiten Display Daten des Objekts angezeigt werden,
die zu einer zweiten Hierarchieebene gehören.
-
Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung sind von der Steuereinrichtung die anzuzeigenden
Daten in zumindest zwei Funktionsgruppen unterteilbar, wobei die
von der Steuereinrichtung erzeugbaren Grafikdaten die Objektsymbole
der ersten Funktionsgruppe in Verbindung mit einer ersten Farbe
anzeigen, und die Objektsymbole der zweiten Funktionsgruppe in Verbindung
mit einer zweiten Farbe anzeigen, die sich von der ersten Farbe
unterscheidet. Ferner umfasst die Vorrichtung gemäß dieser
Ausgestaltung für die zwei Funktionsgruppen zwei Bedienelemente,
wobei das Bedienelement für die erste Funkti onsgruppe mit
der ersten Farbe kodiert ist und das Bedienelement für
die zweite Funktionsgruppe mit der zweiten Farbe kodiert ist.
-
Unter
dem Objekt wird im Sinne der Erfindung nicht nur das Symbol verstanden,
welches von der Anzeigevorrichtung visuell, z. B. an Hand eines Icons,
dargestellt wird, sondern auch die mit diesem Objekt verbundenen
Informationen, welche Daten beinhalten, die von Fahrzeugeinrichtungen
erzeugt und an die Steuereinrichtung übertragen worden sind.
Die möglichen Aktionen, die mit dem Objekt durchgeführt
werden können sind unter Umständen verschiedenen
Kontexten innerhalb des Fahrzeugs zugeordnet. Bei einer herkömmlichen
hierarchisch organisierten Bedienlogik müsste der Nutzer
sehr aufwändig in der Bedienstruktur navigieren, um zu Funktionen
zu gelangen, welche in einem anderen Kontext stehen. Werden solche
Bedienvorgänge von dem Fahrer während der Fahrt
mit dem Fahrzeug durchgeführt, führt dies zu einer
Ablenkung des Fahrers, wodurch die Sicherheit beim Führen
des Fahrzeugs beeinträchtigt wird. Die Darstellung und
Bedienung der Objekte innerhalb der Netzwerkstruktur vereinfacht
die Informationsaufnahme und Bedienung durch den Fahrer, so dass
dieser weniger abgelenkt wird.
-
Die
Erfindung wird nun an Hand von Ausführungsbeispielen mit
Bezug zu den Zeichnungen erläutert.
-
1 zeigt
schematisch den Aufbau eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
-
die 2 bis 6 veranschaulichen
die bei einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
durchgeführten Schritte,
-
die 7 und 8 veranschaulichen
die Veränderungen der Anzeigen der beiden Displays bei
einem Verschieben eines Objektsymbols auf ein anderes Display,
-
9 zeigt
weiter Anzeigen auf den beiden Displays, die von dem erfindungsgemäßen
Verfahren erzeugt werden,
-
10 zeigt
die Anordnung des zweiten Displays und von Bedienelementen in dem
Fahrzeug und
-
die 11 bis 14 veranschaulichen
weitere Anzeigen, die von dem erfindungsgemäßen
Verfahren erzeugt werden.
-
1 zeigt
den grundsätzlichen Aufbau eines Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie die Einbettung
dieser Vorrichtung in die Umgebung des Fahrzeugs. Das Fahrzeug weist
eine Vielzahl von Fahrzeugeinrichtungen 1 auf, welche In formationen
erzeugen, die im Fahrzeug visualisiert werden sollen. Des Weiteren
sollen Informationen, welche die Bedienung der Fahrzeugeinrichtungen 1 unterstützen,
visualisiert werden. Zu diesen Einrichtungen 1 zählen
die Sensoren und Steuergeräte des Fahrzeugs, die Fahrzeugzustände erfassen.
Des Weiteren gehören zu den Einrichtungen 1 alle
Einrichtungen, die den Fahrer beim Führen des Fahrzeugs
unterstützen sollen. Hierzu gehören alle Fahrerassistenzsysteme,
einschließlich eines Navigationssystems. Schließlich
gehören zu den Einrichtungen 1 alle Informations-
und Unterhaltungssysteme (Infotainmentsysteme).
-
Die
Fahrzeugeinrichtungen 1 sind beispielsweise über
den Fahrzeugbus 2 mit einer Steuereinrichtung 3 verbunden.
Es ist auch möglich, dass einige der Fahrzeugeinrichtungen 1 direkt
mit der Steuereinrichtung 3 verbunden sind. Die Fahrzeugeinrichtungen 1 übertragen
Daten an die Steuereinrichtung 3. Diese Daten betreffen
insbesondere Informationen, die innerhalb des Fahrzeugs visualisiert
werden sollen. Die Steuereinrichtung 3 ermittelt aus den
Daten die zu visualisierenden im Fahrzeug ablaufenden Prozesse sowie
die an den jeweiligen Prozessen beteiligten Objekte und die Verknüpfungen
zwischen den Objekten.
-
Werden
der Steuereinrichtung 3 beispielsweise Daten von dem Navigationssystem übertragen,
enthalten diese Daten die aktuelle Position des Fahrzeugs sowie
die geographische Position des Ziels eines aktuell ablaufenden Navigationsprozesses.
Die Steuereinrichtung ordnet in diesem Fall der aktuellen Position
des Fahrzeugs ein Objekt zu, welches in den Grafikdaten so visualisiert
wird, dass der Nutzer erkennt, dass sich dieses Objekt auf das eigene
Fahrzeug bezieht. Der geographischen Position des Ziels der Route
ordnet die Steuereinrichtung ein anderes Objekt zu und verknüpft
dieses Objekt mit dem Objekt für das Fahrzeug des Nutzers.
In einer schematischen Darstellung des Prozesses werden nun diese
beiden Objekte in den Grafikdaten durch Symbole visualisiert, wobei
die Verbindung der beiden Objekte beispielsweise an Hand einer Verbindungslinie
dargestellt wird.
-
In
einer detaillierteren Darstellung kann als Hintergrund eine digitale
geographische Straßenkarte dargestellt werden und das dem
Fahrzeug des Nutzers zugeordnete Symbol wird an der entsprechenden
geographischen Position in der digitalen Straßenkarte dargestellt.
Gleichermaßen wird das Symbol, welches der geographischen
Position des Ziels zugeordnet ist, bei der entsprechenden geographischen
Position in der digitalen Straßenkarte dargestellt und
schließlich wird die Verbindung zwischen dem Symbol für
das eigene Fahrzeug und dem Symbol für das Ziel durch eine
Verbindungslinie visuali siert, welche auf der Straßenkarte
die tatsächlich avisierte Route des Navigationssystems
darstellt.
-
Für
einen anderen im Fahrzeug ablaufenden Prozess können von
den Kommunikationseinrichtungen des Fahrzeugs der Steuereinrichtung 3 Daten
zu einer Kommunikationsverbindung zwischen zwei Kommunikationspartnern übermittelt
werden. Insbesondere können der Steuereinrichtung 3 Daten
zu einem aktuell bestehenden Telefonanruf übertragen werden.
Die Steuereinrichtung ermittelt aus diesen Daten die beteiligten
Kommunikationspartner und verknüpft diese mit einer Kommunikationsverbindung.
Dieser Kommunikationsprozess kann beispielsweise durch zwei miteinander
verbundene Symbole für die Kommunikationspartner visualisiert werden.
-
Für
alle oder für einen Teil der in dem Fahrzeug ablaufenden
Prozesse wird nun von der Steuereinrichtung eine Netzwerkstruktur
erzeugt. Für diese Netzwerkstruktur werden Grafikdaten
erzeugt, welche die Netzwerkstruktur visualisieren. Die Grafikdaten
werden an ein erstes Display 5 übertragen, auf welchem
die Grafikdaten angezeigt werden.
-
Die
Steuereinrichtung 3 ist ferner mit einem Speicher 4 verbunden.
In diesem Speicher 4 können vielfältige
Daten gespeichert sein, auf welche die Steuereinrichtung 3 zum
Erzeugen der Grafikdaten zurückgreift. Beispielsweise sind
in dem Speicher 4 die anzuzeigenden Symbole für
verschiedene Objekte gespeichert, welche an den im Fahrzeug ablaufenden
Prozessen beteiligt sein können. Des Weiteren können
in dem Speicher 4 Verknüpfungstabellen gespeichert
sein, welche es der Steuereinrichtung 3 ermöglichen,
aus den Daten, welche von den Fahrzeugeinrichtungen 1 übertragen
worden sind, die an den Prozessen beteiligten Objekte und die Verknüpfungen
zwischen den Objekten zu ermitteln.
-
Die
Steuereinrichtung 3 ist ferner mit einem zweiten Display 6 und
optional mit einem noch weiteren dritten Display 7 verbunden.
Wie es später erläutert wird, kann die Steuereinrichtung 3 auch
Grafikdaten für die Anzeige auf dem zweiten und dem dritten Display 6 und 7 erzeugen
und an die entsprechenden Displays 6 und 7 übertragen.
-
Das
erste Display 5 ist in der Mittelkonsole des Fahrzeugs
untergebracht, das zweite Display 6 ist Teil des Kombiinstruments
des Fahrzeugs und bei dem dritten Display 7 kann es sich
z. B. um ein so genanntes Head-up-Display handeln. Zumindest das erste
Display 5 ist mit einer berührungsempfindlichen Oberfläche
versehen, d. h. es handelt sich um einen Touchscreen. Das Display 5 stellt
somit zusätzlich eine Eingabevorrich tung dar. Des Weiteren
kann auch das zweite Display 6 als Touchscreen ausgestaltet
sein.
-
In 2 ist
ein Beispiel für die Anzeige einer Netzwerkstruktur gezeigt.
Die Grafikdaten für diese Anzeige wurden von der Steuereinrichtung 3 erzeugt. Die
Netzwerkstruktur enthält in diesem Fall ein Objektsymbol 8,
welches das Fahrzeug selbst visualisiert sowie ein Objektsymbol 9 für
ein weiteres Objekt. Dieses weitere Objekt gehört zu einer
bestimmten Person. Zu dieser Person sind in dem Speicher 4 die
Telefonnummer und die Adressdaten gespeichert. Die Objektsymbole 8 und 9 sind über
zwei Prozesse miteinander verknüpft. Zum einen telefoniert der
Nutzer wie z. B. der Fahrer des Fahrzeugs, welches an Hand des Objektsymbols 8 visualisiert
wird, mit der Person, welche mittels des Objektsymbols 9 visualisiert
wird. Diese Verknüpfung wird über das Verbindungssymbol 12 sowie über
die verbartige Anweisung 13 visualisiert. Des Weiteren
wird das Fahrzeug mittels des Navigationssystems zu der Adresse der
Person geführt, welche durch das Objektsymbol 9 dargestellt
ist. dieser Prozess wird durch das Verbindungssymbol 10 und
die verbartige Anweisung 11 angezeigt.
-
Zu
den einzelnen Objekten sind in dem Speicher 4 Daten verschiedener
Hierarchieebenen gespeichert. Die Daten der ersten Hierarchieebene können
beispielsweise nur ein Objektsymbol wie z. B. das Objektsymbol 8 oder
das Objektsymbol 9 enthalten, durch welches bei einer Anzeige
auf einem Display der Nutzer schnell und intuitiv erfassen kann, welchem
Objekt das entsprechende Objektsymbol zugeordnet ist. Bei dem Objektsymbol
kann es sich entweder nur um ein grafisches Icon handeln. Ferner kann
dem Icon auch alphanumerische Information zugeordnet sein, welche
zusammen mit dem Icon angezeigt wird. Schließlich kann
es sich bei dem Objektsymbol auch nur um eine alphanumerische Information
handeln, die auf dem Display angezeigt wird.
-
Bei
den Daten der zweiten Hierarchieebene handelt es sich insbesondere
um Details und/oder Eigenschaften des Objekts. Ferner können
die Daten der zweiten Hierarchieebene ein Kontextmenü mit mehreren
Listeneinträgen enthalten. Auch die Details, die Eigenschaften
oder das Kontextmenü werden an Hand von grafischen Icons
und gegebenenfalls ergänzenden alphanumerischen Informationen auf
einem Display dargestellt.
-
Mit
Bezug zur 3 wird erläutert, wie
zu einem Objekt, dessen Objektsymbol 8 auf dem ersten Display 5 angezeigt
wird, Daten der zweiten Hierarchieebene auf dem zweiten Display 6 zur
Anzeige gebracht werden. Ausgangspunkt ist die Anzeige auf dem ersten
Display 5 wie in 2 gezeigt.
Zu den Objekten werden Daten der ersten Hierarchie ebene, nämlich
die Objektsymbole 8 und 9 mit den zugehörigen
Verbindungssymbolen 10 und 12 sowie den verbartigen
Anweisungen 11 und 13 angezeigt. Der Nutzer berührt
nun z. B. mit seinem Finger 14 das als Touchscreen ausgestaltete
erste Display 5 bei der Position, bei welcher das Objektsymbol 8 angezeigt wird.
Daraufhin bewegt der Nutzer seinen Finger 14 auf der berührungsempfindlichen
Oberfläche des ersten Displays 5 in Richtung des
zweiten Displays 6 bis zum Rand des ersten Displays 5.
Der Nutzer kann nun seinen Finger 14 von dem ersten Display 5 entfernen
und bei dem zweiten Display 6, welches in diesem Fall auch
als Touchscreen ausgestaltet ist, wieder aufsetzen. Die Bewegung
des Fingers 14 ist in der 3 durch
den Pfeil B visualisiert. Die Bewegung des Fingers 14 entspricht
somit einer Bewegung, die der Nutzer ausführen würde,
wenn er ein reales Objekt von dem ersten Display 5 auf
das zweite Display 6 verschieben würde.
-
In 4 ist
gezeigt, wie die Steuereinrichtung 3 die Grafikdaten für
das erste und zweite Display 5 und 6 verändert.
Das Objektsymbol 8 ist auf dem ersten Display 5 nicht
mehr gezeigt. Stattdessen werden auf dem zweiten Display 6 Detaildaten
zu dem entsprechenden Objekt, d. h. dem Fahrzeug angezeigt. Gleichzeitig
verändern sich die Verbindungssymbole 10 und 12.
Auf der dem zweiten Display 6 zugewandten Seite werden
die Verbindungssymbole 10 und 12 aufgespalten.
Auf dem ersten Display 5 werden die Verbindungssymbole 10-1 und 12-1 angezeigt,
welche von dem Objektsymbol 9 über die verbartige
Anweisung 13 in Richtung der Detaildarstellung 15 des
Fahrzeugs auf dem zweiten Display 6 gerichtet ist. Das
Verbindungssymbol 12-1 setzt sich auf dem zweiten Display 6 durch
das Verbindungssymbol 12-2 so fort, dass wieder eine Verbindung
zu der Detaildarstellung 15 des Fahrzeugs hergestellt wird.
Gleichermaßen ist das Verbindungssymbol 10 in
das Verbindungssymbol 10-1 auf dem ersten Display 5 und
das Verbindungssymbol 10-2 auf dem zweiten Display 6 aufgespalten.
-
Schließlich
werden auf dem zweiten Display 6 noch weitere Schaltflächen 16-1 bis 16-3 angezeigt, über
welche der Nutzer in eine dritte Hierarchieebene gelangen kann.
-
Berührt
der Nutzer die Schaltfläche 16-1 auf dem zweiten
Display 6 und führt seinen Finger 14 nach
oben in Richtung des Pfeils C wie in 5 gezeigt
zum Head-up-Display 7, wird wie in 6 gezeigt
auf dem Head-up-Display 7 eine noch detailliertere Ansicht
des Fahrzeugs von innen dargestellt. Diese Daten gehören
zu der dritten Hierarchieebene des Objekts, welches dem Fahrzeug
zugeordnet ist. Ferner kann auch die Anzeige auf dem Head-up-Display 7 weitere
Schaltflächen 17 enthalten.
-
Bei
dem in den 7 und 8 gezeigten Beispiel
wird in der Netzwerkstruktur als einziger Prozess ein Telefonanruf
angezeigt. Das Objektsymbol 8 für den Nutzer,
d. h. z. B. den Fahrer, ist über das Verbindungssymbol 12 und
die verbartige Anweisung 13 mit dem Objektsymbol 9 für
den Telekommunikationspartner des Fahrers verknüpft. Dieser
Prozess wird wie in 7 gezeigt auf dem ersten Display 5 angezeigt.
Das zweite Display 6 enthält zunächst
keine Anzeige.
-
Wenn
der Nutzer nun beispielsweise für den Telekommunikationspartner,
der an Hand des Objektsymbols 9 angezeigt wird, eine neue
Telefonnummer eingeben will, berührt er mit seinem Finger
das erste Display 5 bei dem Objektsymbol 9 und
bewegt dann seinen Finger in Richtung des zweiten Displays 6.
Am Rand des ersten Displays 5 setzt er den Finger ab und
berührt das zweite Display 6 bei einer bestimmten
Position. Die Steuereinrichtung 3 erzeugt daraufhin Grafikdaten
für die beiden Displays 5 und 6, die
durch die in der 8 gezeigten Anzeigen wiedergegeben
sind. Die Position des Objektsymbols 8 für den
Fahrer bleibt unverändert. Das Objektsymbol 9 für
den Kommunikationspartner ist auf dem ersten Display 5 verschwunden,
wird jedoch auf dem zweiten Display 6 angezeigt. Wie vorstehend
erläutert, wird das Verbindungssymbol 12 aufgespalten
in die Verbindungssymbole 12-1 und 12-2, so dass
weiterhin die Verknüpfung der Objektsymbole 8 und 9 visualisiert
wird. Die bestehende Struktur, dass der Fahrer mit einem bestimmten
Kommunikationspartner telefoniert, bleibt somit erhalten. Auf dem
zweiten Display 6 werden ferner Einstellungen angezeigt,
die zu einer zweiten Hierarchieebene gehören und die dem Objektsymbol 9 zugeordnet
sind. Die Anzeige enthält z. B. die Telefonnummer und die
Mobiltelefonnummer des Kommunikationspartners, welchem das Objektsymbol 9 zugeordnet
ist. Diese Einstellungen werden in einer Schaltfläche 18 dargestellt.
Sie können dort von dem Nutzer verändert werden.
-
Mit
Bezug zu den 9 und 10 wird
ein weiteres Beispiel für das erfindungsgemäße
Verfahren erläutert:
Die anzuzeigenden Daten, welche
die Steuereinrichtung 3 von den Fahrzeugeinrichtungen 1 erhalten hat,
werden von der Steuereinrichtung 3 bedienlogisch in zwei
Funktionsgruppen unterteilt. Die erste Funktionsgruppe, die so genannte „Ich
will”-Funktionsgruppe, enthält alle Bedienprozesse,
die einem Bedienwunsch des Nutzers zugeordnet sind. Dies sind insbesondere
Prozesse, die die Wiedergabe von Audiodaten betreffen („ich
will hören”), Prozesse, welche das Navigationssystem
betreffen („ich will zu ... fahren”), Prozesse,
die die Telekommunikation betreffen („ich will mit ...
telefonieren”), und Prozesse, die eine Suche betreffen
(„ich suche”). Die Netzwerkstruktur der Prozesse, welche
dieser Funktionsgruppe zugeordnet sind, werden in einer ersten Farbe
z. B. in rot dargestellt. Um Prozesse dieser Funktionsgruppe aufzurufen
ist am Lenkrad 27 ein spezieller Tastschalter 25 vorgesehen,
welcher auch in der ersten Farbe d. h. in diesem Fall in rot gekennzeichnet ist.
Das zweite Display 6 des Kombiinstruments ist in diesem
Fall im Lenkrad 27 untergebracht.
-
Die
zweite Funktionsgruppe, die so genannte „das Auto soll”-Funktionsgruppe,
betrifft Bedienprozesse zur Steuerung von Fahrzeugeinrichtungen. Die
Prozesse betreffen insbesondere bestimmte Einstellungen der Fahrzeugeinrichtungen 1 des
Fahrzeugs wie z. B. Licht- und Klimaeinstellungen sowie Änderungen
dieser Einstellungen. Die Netzwerkstruktur und Bedienprozesse dieser
Funktionsgruppe werden in einer zweiten Farbe z. B. in blau dargestellt.
Um Prozesse dieser Funktionsgruppe aufzurufen, ist im Lenkrad 27 ein
zweiter Tastschalter 26 vorgesehen, welcher mit der zweiten
Farbe gekennzeichnet ist, d. h. im vorliegenden Fall mit blau gekennzeichnet
ist.
-
Bei
diesem Beispiel wird die Netzwerkstruktur 19 mit den Prozessen 20 und 21 auf
dem zweiten Display 6 beim Lenkrad 27 dargestellt.
Wie vorstehend beschrieben kann ein bestimmtes Objekt, welches durch
das Objektsymbol 24 visualisiert wird, von dem zweiten
Display 6 in das erste Display 5 in der Mittelkonsole
verschoben werden. Die Grafikdaten, die von der Steuereinrichtung 3 nach
dem Verschieben des Objektsymbols 24 erzeugt werden, sind
in 9 wiedergegeben. Bei dem ersten Display 5 kann
nun die multimodale Bearbeitung des Objekts, welches dem Objektsymbol 24 zugeordnet
ist, erfolgen.
-
Es
wird darauf hingewiesen, dass es prinzipiell möglich ist,
noch weitere Funktionsgruppen zu definieren. Eine dritte Funktionsgruppe
kann beispielsweise die Umwelt des Fahrzeugs betreffen. Auch in diesem
Fall erfolgt die Anzeige der Netzwerkstruktur für jede
Funktionsgruppe auf einem Display, z. B. dem zweiten Display 6,
und die Bearbeitung einzelner Objekte der Netzwerkstruktur auf einem
anderen Display, z. B. dem ersten Display 5.
-
Im
vorstehend beschriebenen Beispiel wurde eine Entsprechung der Tastschalter 25 und 26 zu der
Anzeige in dem zweiten Display 6 und gegebenenfalls auch
in dem ersten Display 5 über eine farbliche Kodierung
vorgenommen. Gleichermaßen könnte diese Entsprechung
auch über eine Kodierung an Hand der Gestalt vorgenommen
werden. Die Tastschalter 25 und 26 könnten
z. B. eine unterschiedliche Gestalt haben, z. B. dreieckig und quadratisch.
Die Objektsymbole der entsprechenden Funktionsgruppen würden
in diesem Fall in der entsprechenden Gestalt angezeigt werden.
-
Mit
Bezug zu den 11 bis 14 wird
ein weiteres Beispiel der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
erzeugten Grafikdaten erläutert:
Im rechten Bereich
der 11 bis 14 wird
in diesem Fall jeweils die Netzwerkstruktur der vom Fahrer initiierten
Prozesse in ihrer Gesamtheit angezeigt. Auf der linken Seite des
Displays schiebt sich ein Fenster oder ein so genanntes Pop-up-Bild
in die Netzwerkdarstellung. In diesem Fenster können Daten
der zweiten Hierarchieebene eines in der Netzwerkstruktur ausgewählten
Objekts, d. h. z. B. Einstellungen dieses Objekts, angezeigt werden.
Damit der Nutzer weiß, auf welches Objekt sich das Fenster bezieht,
ist das Objektsymbol zu dem ausgewählten Objekt in der
Netzwerkdarstellung hervorgehoben dargestellt, z. B. farblich oder
mit einem anderen Kontrast markiert. Das in den Anzeigen der 11 bis 14 auf
der linken Seite angezeigte Fenster kann vom Nutzer über
die Eingabevorrichtung, d. h. im vorliegenden Fall über
den Touchscreen, verschoben sowie größer und kleiner
gezogen werden. Das Fenster kann außerdem transparent dargestellt
werden, so dass das dahinter liegenden Netzwerk mit den Prozessen
weiterhin sichtbar bleibt. Das in den 11 bis 14 gezeigte
Fenster kann auch wie vorstehend beschrieben auf dem zweiten Display 6 dargestellt
werden, wenn die Netzwerkstruktur auf dem ersten Display 5 dargestellt
wird.
-
- 1
- Einrichtungen
- 2
- Fahrzeugbus
- 3
- Steuereinrichtung
- 4
- Speicher
- 5
- erstes
Display
- 6
- zweites
Display
- 7
- drittes
Display
- 8
- Objektsymbol
- 9
- Objektsymbol
- 10-1,
10-2
- Verbindungssymbol
- 11
- verbartige
Anweisung
- 12-1,
12-2
- Verbindungssymbol
- 13
- verbartige
Anweisung
- 14
- Finger
des Nutzers
- 15
- Detaildarstellung
- 16-1
bis 16-3
- Schaltflächen
- 17
- Schaltfläche
- 18
- Schaltfläche
- 19
- Netzwerkstruktur
- 20
- Prozess
- 21
- Prozess
- 22-1,
22-2
- Verbindungssymbole
- 23-1,
23-2
- Verbindungssymbole
- 24
- Objektsymbol
- 25
- Tastschalter
- 26
- Tastschalter
- 27
- Lenkrad
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10001988
A1 [0004]
- - DE 10303792 A1 [0004]
- - DE 19941955 A1 [0005]
- - DE 102004031659 A1 [0007]
- - DE 10132956 A1 [0012]
- - DE 10360663 A1 [0012]