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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Aufnahme von
Signalen, mit wenigstens vier Detektorelementen zum Empfang der
Signale und deren Umwandlung in Nutzsignale, die jeweils über wenigstens
zwei Leitungen mit wenigstens einer Signalverarbeitungseinheit verbunden
sind.
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Neben
der Magnetresonanztomographie (MR) findet auch die Positronenemissionstomographie
(PET) zunehmend weitere Verbreitung in der medizinischen Diagnose.
Während
es sich bei der MR um ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von
Strukturen und Schnittbildern im Inneren des Körpers handelt, ermöglicht die
PET eine Visualisierung und Quantifizierung von Stoffwechselaktivitäten in-vivo.
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Die
PET nutzt die besonderen Eigenschaften der Positronenstrahler und
der Positronen-Annihilation aus, um quantitativ die Funktion von
Organen oder Zellbereichen zu bestimmen. Dem Patienten werden dabei
vor der Untersuchung entsprechende Radiopharmaka verabreicht, die
mit Radionukliden markiert sind. Die Radionuklide senden beim Zerfall Positronen
aus, die nach kurzer Distanz mit einem Elektron in Wechselwirkung
treten, wodurch eine so genannte Annihilation eintritt. Dabei entstehen
zwei Gamma-Quanten, die in entgegengesetzter Richtung (um 180° versetzt)
auseinander fliegen. Die Gamma-Quanten werden von zwei gegenüberliegenden PET-Detektormodulen
innerhalb eines bestimmten Zeitfensters erfasst (Koinzidenz-Messung),
wodurch der Ort der Annihilation auf eine Position auf der Verbindungslinie
zwischen diesen beiden Detektormodulen bestimmt wird.
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Zum
Nachweis muss das Detektormodul bei der PET im Allgemeinen einen
Großteil
der Gantry-Bogenlänge
bedecken. Es ist in Detektorelemente von wenigen Millimetern Seitenlänge unterteilt.
Jedes Detektorelement generiert bei Detektion eines Gamma-Quants
eine Ereignisaufzeichnung, die die Zeit sowie den Nachweisort, d.
h. das entsprechende Detektorelement angibt. Diese Informationen
werden an eine schnelle Logik übermittelt
und verglichen. Fallen zwei Ereignisse in einem zeitlichen Maximalabstand
zusammen, so wird von einem Gamma-Zerfallsprozess auf der Verbindungslinie
zwischen den beiden zugehörigen
Detektorelementen ausgegangen. Die Rekonstruktion des PET-Bildes
erfolgt mit einem Tomografiealgorithmus, d. h. der sog. Rückprojektion.
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Bei
PET-Untersuchungen werden Messdaten typischerweise von mehreren
100 Detektorelementen zeitgenau erfasst. Nur Ereignisse von zwei Sensoren,
die innerhalb eines bestimmten Zeitfensters gleichzeitig erfasst
werden, kommen überhaupt zur
Auswertung. Bei PET-Geräten
werden die Signale nahe den Detektorelementen digitalisiert und
rechnerisch ausgewertet.
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Bei
kombinierten MR-PET-Geräten
ist die PET-Gantry nahe einer Patientenöffnung des MR-PET-Geräts zu integrieren.
Die ohnehin bei MR-Geräten
zu lösenden
Platzprobleme werden dadurch zusätzlich
intensiviert. Es ist daher wünschenswert,
möglichst
wenige Komponenten der PET-Einheit in die PET-Gantry zu integrieren.
Hinzukommt, dass wegen des hohen statischen Magnetfelds, das für MR-Untersuchungen
erforderlich ist, ein auswertender Computer eine gewisse Mindestentfernung
aufweisen muss. Zusätzlich
können
beispielsweise eine oder mehrere Signalverarbeitungseinheiten außerhalb
der PET-Gantry und sogar außerhalb
des eigentlichen MR-PET-Geräts
angeordnet werden. Die Signale der Detektorelemente müssen dann über Signalleitungen
nach außen
zu Signalverarbeitungseinheit geführt werden. Folglich ist zur
Auswertung und Erfassung der Signale der Detektorelemente eine Vielzahl
von Verbindungsleitungen zu einer auswertenden Signalverarbeitungseinheit
erforderlich. Dies muss möglichst
platzsparend, also mit möglichst
wenigen Signalleitungen realisiert werden.
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Prinzipiell
ist eine Integration digitalisierter Komponenten nahe der Detektionseinheit
im MR-Testgerät
möglich,
bei der beispielsweise eine faseroptische Übertragung der digitalisierten
Signale zum auswertenden Computer möglich ist. Allerdings ist eine
Beeinflussung des MR-Systems durch die hierzu notwendigen HF-Komponenten
nicht auszuschließen.
Bildartefakte des MR-Systems wären
die Folge.
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Als
Detektorelemente werden häufig
Kristalle verwendet, die mehrere Ereignisse detektieren können. Diese
sind beispielsweise in einer 3×3-Matrix
aufgebaut. Hier sind also neun Detektionseinheiten in einem Detektorelement
zusammengefasst. Bei einer derartigen Anordnung ist es möglich, die
neun Detektionseinheiten mit einer verminderten Anzahl von Signalleitungen
auszulesen. Diese Reduktion der Signalleitungen ist möglich durch
geeignete analoge Verrechnung der Signale der Detektionseinheiten.
Häufig
wird die so genannte Anger-Logik zur Berechnung benutzt, bei der
die Schwerpunktskoordinaten (X, Y) der Szintillation im Detektor
und ihre Summenenergie analog ermittelt und übertragen werden. Daher sind
für die
3×3-Matrix
(oder andere Detektoranordnung) nur 3 Signalleitungen (und die Masseverbindung)
erforderlich. Dies haben Karp et al. in ”Performance of a Brain PET
Camera Based on Anger-Logic Gadolinium Oxyorthosilicate Detectors”, Journal
of Nuclear Medicine, Vol. 44 No. 8, (2003), 1340–1349 offenbart.
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In
der HF-Technik ist es bereits bekannt, mehrere Signalquellen mit
mehreren Verstärkerelementen über eine
Schaltmatrix zu verbinden. Die verwendete Schaltmatrix umfasst eine
der Anzahl von Signalquellen und Verstärkerelementen entsprechende
Anzahl von gekreuzten Übertragungsleitungen,
die durch Schaltelemente an ihren Kreuzungspunkten mehrfach verwendbar
sind. Durch den matrixartigen Aufbau lässt sich jede Signalquelle
mit jedem Verstärkerelement
verbinden. Im Vergleich zu einer Realisierung der Verbindung zwischen
den Komponenten mittels einzelner Signalleitungen lässt sich
hierbei eine signifikante Anzahl von Signalleitungen einsparen.
Eine derartige Anordnung ist beispielsweise in der
DE 10 2004 055 939 B4 offenbart.
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Die
DE 697 28 894 T2 offenbart
eine Photodetektoranordnung einer Gammakamera mit einer Verschaltung
von Detektorelementen in Spalten und Zeilen.
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Die
DE 698 35 240 T2 zeigt
einen Photonendetektor in Form einer Pixel-Matrix. Die
DE 689 05 851 T3 zeigt
Bilddetektoren mit einer Matrix aus photoempfindlichen Punkten,
welche mit Zeilenleitern und Spaltenleitern verbunden sind.
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Es
ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zur Aufnahme
von Signalen bereitzustellen, mit deren Hilfe sich zahlreiche Nutzsignale mit
einer weitgehend reduzierten Anzahl von Kabeln übertragen lassen.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Gemäß einer
Ausführung
der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Aufnahme von Signalen mit
wenigstens vier Detektorelementen zum Empfang der Signale und deren
Umwandlung in Nutzsignale angegeben. Die Detektorelemente sind jeweils über wenigstens
zwei Leitungen mit wenigstens einer Signalverarbeitungseinheit verbunden.
Wenigstens zwei der Detektorelemente gemeinsam sind über eine
der Leitungen mit der Signalverarbeitungseinheit verbunden. Es sind
Mittel zur Umpolung der Nutzsignale vorgesehen sind, die derart
ausgebildet sind, dass durch sie eine eindeutige Zuordnung von paarweise auftretenden
Detektionsereignissen zum jeweiligen Detektorelement ermöglicht wird.
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Gegenüber bekannten
Anordnungen, bei denen jedes Detektorelement über eine einzelne Leitung mit
der Signalverarbeitungseinheit verbunden ist, ist hier wenigstens
eine Leitung eingespart. Die Anzahl der eingesparten Leitungen wächst mit
der Anzahl der Detektorelemente. Dies ist insbesondere im Falle
enger Raumbedingungen bei der Realisierung der Vorrichtung von Vorteil.
Hierbei wird insbesondere ausgenutzt, dass bei PET-Messungen lediglich
Kombinationen zweier Detektorelemente ausgewertet werden müssen. Es
ist daher nicht erforderlich, dass sämtliche Detektorelemente gleichzeitig, also
parallel ausgelesen werden.
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Vorteilhaft
ist eine Ausführung
der Erfindung derart, dass die Detektorelemente schaltungstechnisch
in Reihen und Spalten angeordnet sind, wobei jeweils alle Detektorelemente
einer Reihe über
eine der Leitungen mit der Signalverarbeitungseinheit verbunden
sind und jeweils alle Detektorelemente einer Spalte über eine
weitere der Leitungen mit der Signalverarbeitungseinheit verbunden
sind. Der Ausdruck „schaltungstechnisch” soll hier
derart verstanden werden, dass die Detektorelemente derart verkabelt
sind, als wären
sie auch geometrisch in Reihen und Spalten angeordnet. Geometrisch
sind die Detektorelemente im Allgemeinen nicht in Reihen und Spalten
angeordnet. Durch die reihen- und spaltenweise Verwendung von Leitungen
und deren Verbindungen mit mehreren Detektorelementen befinden sich
quasi an den Kreuzungspunkten der Leitungen die jeweiligen Detektorelemente.
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In
einer vorteilhaften Ausführung
der Erfindung umfasst jedes Detektorelement eine Umpoleinheit, durch
die eine Umpolung des Nutzsignals des jeweiligen Detektorelements
durchführbar
ist. Dies hat insbesondere bei der gleichzeitigen Detektion von
Ereignissen mit zwei Detektorelementen den Vorteil, dass durch Umpolung
des Nutzsignals eines der Detektorelemente eine eindeutige Identifizierung der
auslösenden
Detektorelemente möglich
ist.
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Vorteilhaft
ist eine Ausgestaltung der Erfindung derart, dass jedes der Detektorelemente
wenigstens einen Signalausgang für
das Nutzsignal aufweist und die Umpoleinheiten derart mit den Signalausgängen der
Detektorelemente verbunden sind, dass bei Vorliegen eines PET-Ereignisses
an einem ersten der Detektorelemente wenigstens ein zweites der
Detektorelemente, das nicht über
dieselbe Leitung wie das erste Detektorelement mit der Signalverarbeitungseinheit
verbunden ist, umgepolt wird. Durch eine derartige Verbindung der
Signalausgänge mit
den Umpoleinheiten lässt
sich eine einfache, automatische Umpolung der entsprechenden Detektorelemente
erreichen.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Signalausgänge von
in einer der Spalten liegenden Detektorelementen über jeweils eine
Blockiereinheit mit einer Spaltenleitung verbunden, in der Blockiereinheiten
angeordnet sind, die derart ausgebildet sind, dass durch sie ein
Stromfluss in nur einer Richtung möglich ist. Hiermit lassen sich Nutzsignale
der in einer Spalte liegenden Detektorelemente auf einer Leitung
zusammenfassen. Somit ist es nicht notwendig, dass Nutzsignale jedes
einzelnen Detektorelements über
eine separate Leitung zu führen.
Blockiereinheiten dienen da zu, ein Übersprechen eines Nutzsignals
in nicht detektierende Detektorelemente zu verhindern.
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Vorteilhaft
ist eine Ausgestaltung der Erfindung derart, dass die Signalausgänge der
in einer Zeile liegenden Detektorelemente über jeweils eine Blockiereinheit
mit einer Zeilenleitung verbunden sind, wobei in der Zeilenleitung
weitere Blockiereinheiten angeordnet sind und die Blockiereinheiten derart
ausgebildet sind, dass durch sie ein Stromfluss in nur einer Richtung
möglich
ist.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist jedem der Detektorelemente
eine Referenzsignaleinheit zugeordnet, in der das auf der Spaltenleitung
und das auf der Zeilenleitung anliegende Signal derart verarbeitet
und in die Umpoleinheit des jeweiligen Detektorelements geleitet
wird, dass bei Aufnahme eines PET-Ereignisses in einem ersten der
Detektorelemente ein Umpolsignal in allen Umpoleinheiten von Detektorelementen
erzeugt wird, die schaltungstechnisch rechts davon und nicht in derselben
Zeile liegen. Hierbei soll der Ausdruck „schaltungstechnisch” wieder
den Bezug zu einer matrixartigen Ersatzschaltung (Reihen und Spalten) herstellen.
Es ist für
die Erreichung des Ziels der hier beschriebenen Ausgestaltung der
Erfindung nicht erforderlich, sämtliche
Detektorelemente umzupolen, die nicht in derselben Zeile und nicht
in derselben Spalte wie das erste Detektorelement liegen. Es ist ausreichend,
wenn die nicht in derselben Zeile liegenden Detektorelemente umgepolt
werden, die links oder rechts der Spalte des ersten Detektorelements
liegen.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Referenzsignaleinheit
mit der Spaltenleitung und der Zeilenleitung verbunden und weist
einen mit der Umpoleinheit des jeweils zugeordneten Detektorelements
verbundenen Signalausgang auf, an dem durch die Referenzsignaleinheit
genau dann ein Referenzsignal bereitgestellt wird, wenn an der Spaltenleitung
ein Signal anliegt und an der Zeilenleitung kein Signal anliegt.
Die Verwendung der Referenzsignaleinheit und der hier beschriebenen
Verschaltung mit der Spaltenleitung und der Zeilenleitung, in denen
Blockiereinheiten angeordnet sind, realisiert genau die automatische
Umpolung der gewünschten
Detektorelemente bei Vorliegen eines Ereignisses an einem ersten
der Detektorelemente. Es werden exakt die Detektoreinheiten umgepolt,
die entweder links oder rechts des ersten Detektorelements und nicht
in derselben Zeile liegen.
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Vorteilhaft
ist eine Ausgestaltung der Erfindung derart, dass die Referenzsignaleinheit
eine Negiereinheit und eine Logikeinheit umfasst, wobei:
- – die
Negiereinheit einen Signalausgang aufweist und mit der Zeilenleitung
verbunden und derart ausgebildet ist, dass sie am Signalausgang
ein Signal bereitstellt, wenn ihr kein Eingangssignal zugeführt wird
und am Signalausgang kein Signal bereitstellt, wenn ihr ein Eingangssignal
zugeführt wird,
- – die
Logikeinheit derart ausgebildet ist, dass ihr zwei Eingangssignale
zuführbar
sind und sie an einem Signalausgang ein Signal bereitstellt, wenn ihr
zwei Eingangssignale zugeführt
werden und
- – die
Logikeinheit eingangsseitig mit der Spaltenleitung und der Negiereinheit
verbunden ist.
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Diese
Ausgestaltung der Referenzsignaleinheit bildet die Bedingung ab,
dass ein Referenzsignal für
die Umpoleinheit des jeweiligen Detektorelements nur dann zur Verfügung gestellt
wird, wenn in der jeweiligen Zeile kein Zeilensignal, also kein
PET-Ereignis vorliegt und wenn in einer der davor liegenden Spalten
ein PET-Ereignis vorliegt.
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Weitere
Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich in den nachfolgend
beschriebenen Ausführungsbeispielen
in Zusammenhang mit den Figuren. Es zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines MR-PET-Kombigeräts,
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2 ein
PET-Array gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung,
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3 ein
PET-Detektorelement,
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4 eine Übersicht
eines PET-Arrays,
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5 eine
Schaltung zur Erzeugung eines Spaltensignals,
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6 eine
Schaltung zur Erzeugung eines Zeilensignals,
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7 eine
Schaltung zur Erzeugung eines Referenzsignals und
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8 eine
Blockiereinheit.
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Die
Ausführungsbeispiele
der Erfindung lassen sich bevorzugt auf einem kombinierten MR-PET-Gerät verwenden.
Ein kombiniertes Gerät hat
den Vorteil, dass sowohl MR- als auch PET-Daten gleichzeitig isozentrisch
gewonnen werden können. Dies
ermöglicht,
das Untersuchungsvolumen innerhalb der interessierenden Region mit
den Daten der ersten Modalität
(PET) genau zu definieren und diese Informationen in der weiteren
Modalität
(z. B. Magnetresonanz) zu nutzen. Eine Übertragung der Volumeninformation
der interessierenden Region von einem externen PET- auf ein MR-Gerät ist zwar
möglich,
jedoch ist ein erhöhter
Aufwand für
die Registrierung der Daten gegeben. Im Allgemeinen lassen sich an
der auf dem PET-Datensatz ausgewählten
interessierenden Region sämtliche
mit Magnetresonanz oder sonstigen bildgebenden Verfahren bestimmbaren
Daten ermitteln. Beispielsweise können statt der Spektroskopiedaten
auch fMRI-Daten, Diffusions-Karten, T1 oder T2 gewichtete Bilder
oder quantitative Parameter-Karten mittels Magnetresonanzuntersuchungen
in der interessierenden Region gewonnen werden. Ebenfalls können Methoden
der Computertomographie (z. B. Perfusionsmessung, Mehrfachenergiebildgebung)
oder Röntgen
eingesetzt werden. Vorteilhaft an dem beschriebenen Verfahren ist jeweils,
dass sich die interessierende Region mittels des PET-Datensatzes
sehr gezielt auf eine spezifisch vorliegende Pathologie des Patienten
einengen lässt.
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Ergänzend ist
jedoch auch möglich,
durch Verwendung mehrerer so genannter Tracer verschiedene biologische
Eigenschaften im PET-Datensatz darzustellen und so die interessierende
Region und das dadurch festgelegte Volumen noch weiter zu optimieren
oder mehrere verschiedene Untersuchungsvolumina auf einmal auszuwählen, die
dann in nachfolgenden Untersuchungen analysiert werden.
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Die 1 zeigt
eine bekannte Vorrichtung 1 zur überlagerten MRI- und PET-Bilddarstellung.
Die Vorrichtung 1 besteht aus einer bekannten MRI-Röhre 2.
Die MRI-Röhre 2 definiert
eine Längsrichtung
z, die sich orthogonal zur Zeichnungsebene der 1 erstreckt.
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Wie
dies in der 1 gezeigt ist, sind koaxial innerhalb
der MRI-Röhre 2 mehrere,
um die Längsrichtung
z paarweise gegenüberliegend
angeordnete PET-Detektionseinheiten 3 angeordnet. Die PET-Detektionseinheiten 3 bestehen
vorzugsweise aus einem APD-Array 5 mit einem vorgeschalteten
Array aus LSO-Kristallen 4 und einer elektrischen Verstärkerschaltung
(AMP) 6. Die Erfindung ist aber nicht auf die PET-Detektionseinheiten 3 mit
dem APD-Array 5 und dem vorgeschalteten Array aus LSO-Kristallen 4 beschränkt, sondern
zur Detektion können gleichsam
auch anders geartete Fotodioden, Kristalle und Vorrichtungen verwendet
werden.
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Die
Bildverarbeitung zur überlagerten
MRI- und PET-Bilddarstellung erfolgt durch einen Rechner 7.
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Entlang
ihrer Längsrichtung
z definiert die MRI-Röhre 2 ein
zylindrisches, erstes Gesichtsfeld. Die Vielzahl der PET-Detektionseinheiten 3 definiert entlang
der Längsrichtung
z ein zylindrisches, zweites Gesichtsfeld. Erfindungsgemäß stimmt
das zweite Gesichtsfeld der PET-Detektionseinheiten 3 im wesentlichem
mit dem ersten Gesichtsfeld der MRI-Röhre 2 über ein.
Realisiert wird dies durch eine entsprechende Anpassung der Anordnungsdichte der
PET-Detektionseinheiten 3 entlang der Längsrichtung z.
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In 2 ist
schematisch ein Detektor-Array als Kreuzschienen-Verteiler 100 abgebildet.
Es besteht aus Detektorelementen 101, die in Reihen und Spalten
angeordnet sind. Die in Reihen angeordneten Detektorelemente 101 sind über Leitungen 103a, 103b, 103c,
und 103d jeweils mit einer Signalverarbeitungseinheit 105 verbunden.
Die in Spalten angeordneten Detektorelemente 101 sind über Leitungen 107a, 107b, 107c und 107d mit
einer Signalverarbeitungseinheit 109 verbunden. Folglich
ist jeder der Detektorelemente 101 sowohl mit der Signalverarbeitungseinheit 105,
als auch mit der Signalverarbeitungseinheit 109 verbunden.
Durch die derartige Anordnung und elektrische Verschaltung der Detektorelemente 101 wird
erreicht, dass lediglich acht Leitungen 103a bis 103d bzw. 107a ist 107d benötigt werden,
um alle Detektorelemente 101 auslesen zu können. Bei
einzelner Auslesung und Ansteuerung der Detektorelemente 101 wären aufgrund
ihrer Anzahl 16 Leitungen erforderlich.
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Die
Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109 können alternativ
auch als eine einzige gemeinsame Signalverarbeitungseinheit ausgeführt sein.
In diesem Fall wäre
jedes der Detektorelemente 101 über die entsprechenden Leitungen 103a bis 103d und 107a bis 107d mit
der Signalverarbeitungseinheit verbunden. Ebenso könnten statt
der zwei Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109 mehrere
Signalverarbeitungseinheiten vorgesehen sein. Die Verkabelung der
Detektorelemente 101 mit den Signalverarbeitungseinheiten
wäre dementsprechend
zu wählen.
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Im
vorliegenden Ausführungsbeispiel
sind die Detektorelemente 101 als PET-Detektoren ausgeführt. In
diesem Fall sind lediglich koinzidierende Ereignisse zweier Detektorelemente 101 in
der Signalverarbeitung von Interesse. Es ist daher erforderlich,
derartige Ereignisse eindeutig identifizieren zu können. Grundsätzlich ist
es jedoch möglich,
die Erfindung auf andere Ausführungsbeispiele
mit beliebigen Detektorelementen anzuwenden.
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In 2 sind
beispielhaft zwei der Detektorelemente 101' und 101'' schraffiert
dargestellt. Diese sollen gleichzeitig zwei Gamma-Quanten eines PET-relevanten
Vorgangs detektiert haben. ”Gleichzeitig” soll in
diesem Fall einen bei PET-Vorgängen üblichen
Zeitunterschied der zwei Ereignisse mit umfassen. Die Detektion
der beiden Gamma Quanten durch die Detektorelemente 101' und 101'' wäre also ein relevantes Ereignis
für eine
PET-Messung. Über die
Leitungen 103b und 107b ist das Detektorelement 101' mit den Signalverarbeitungseinheiten 105 bzw. 109 verbunden. Über die
Leitungen 103b und 107b werden entsprechende Signalpegel
vom Detektorelement 101' an
die Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109 übermittelt.
Gleiches gilt für
das Detektorelement 101'' und die Leitungen 103c und 107d.
In den Signalverarbeitungseinheiten 105 bzw. 109 werden
die Nutzsignale der Detektorelemente 101' und 101'' aufgenommen
und bearbeitet.
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Durch
die gewählte
Anordnung und Verschaltung der einzelnen Detektorelemente 101 ist
es jedoch ohne weiteres für
die Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109 nicht
möglich,
die auslösenden Detektorelemente 101' und 101'' eindeutig zu identifizieren. Durch
die Tatsache, dass lediglich an den beiden Leitungen 103b und 103c bzw. 107b und 107d Nutzsignale
anliegen, wäre
es ebenso gut möglich,
dass die Ereignisse in den Detektorelementen 101''' und 101'''' stattgefunden
hätten,
die ebenfalls über
dieselben Leitungen 103b und 103c bzw. 107b und 107d mit
den Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109 verbunden
sind. In diesem Fall würden
statt der zusammengehörenden
Leitungen 103b und 107b bzw. 103c und 107d die
Leitungen 103b und 107d bzw. 103c und 107b zusammen
jeweils ein Signal des Detektorelements 101'''' bzw. 101''' an die jeweilige
Signalverarbeitungseinheit 105 bzw. 109 weiterleiten.
Eine eindeutige Identifizierung der zusammengehörenden Leitungen ist durch
die Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109 nicht
möglich.
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Zur
Auswertung der PET-Untersuchungsdaten ist es jedoch zwingend erforderlich,
die Position der Detektorelementelemente 101' und 101'' eindeutig
identifizieren zu können.
Wie im Folgenden gezeigt wird ist es im vorliegenden Ausführungsbeispiel daher
möglich,
den Signalpegel, der vom Detektorelement 101'' über die
Leitungen 103c und 107d zu den Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109 geleitet
wird, im Vergleich zu dem Signalpegel des Detektorelements 101' umzupolen.
Dadurch liegt an den Leitungen 103c und 107d im
vorliegenden Fall ein negativer Signalpegel an, während an
den Leitungen 103b und 107b ein positiver Signalpegel
anliegt. Da die Signalpegel ein und desselben Detektorelements 101 stets
gleich gepolt sind, ist eine Uneindeutigkeit bezüglich der Detektorelemente 101''' und 101'''' nicht mehr
möglich.
Die Detektorelemente 101' und 101'' sind daher eindeutig als die Detektorelemente identifizierbar,
an denen Ereignisse eines PET-Vorgangs
stattfanden.
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In
den Fällen,
bei denen die zwei Detektorelemente 101, an denen ein Ereignis
vorliegt in derselben Zeile oder in derselben Spalte des Kreuzschienen
Verteilers 100 liegen, ist eine Verwechslung des Detektorelementpaars
ohnehin ausgeschlossen. Dies rührt
daher, dass beispielsweise im ersteren Fall lediglich auf einer
der Leitungen 103a bis 103d ein Signal anliegt,
jedoch auf zwei der Leitungen 107a bis 107d. Eine
Umpolung der Detektorelemente 101, wie oben beschrieben,
ist daher nicht erforderlich, jedoch möglich, ohne das Messergebnis
zu beeinflussen.
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Eine
einfache Möglichkeit,
die Umpolungslogik zu realisieren besteht darin, in den Detektorelementen 101 eine
entsprechende Umpoleinheit vorzusehen. Diese würde bei Anliegen eines entsprechenden
Steuersignals eine Inversion, also Umpolung des Signals des Detektorelements 101 vornehmen.
Dazu könnte
die Umpoleinheit mit einem Kabel, an dem ein entsprechendes Steuersignal
anliegt verbunden sein. Das Steuersignal könnte beispielsweise von den
Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109 erzeugt
werden und die Umpolung der Detektorelemente 101 entsprechend
gesteuert werden. Dazu wäre
es beispielsweise notwendig, alle Detektorelemente 101,
die in der Matrixanordnung der 2 rechts
des Detektorelements 101' und
nicht in der Zeile des Detektorelements 101' liegen umzupolen. Das Detektorelement 101' steht hier
stellvertretend für
das Detektorelement 101, der ein Signal empfängt und
dabei am weitesten links in der Matrix angeordnet ist. Dies ist
jedoch eine Konvention, es ist ebenfalls möglich das Detektorelement 101'' zu verwenden und alle links davon
liegenden Detektorelemente, die nicht in derselben Zeile liegen
umzupolen.
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Eine
alternative Möglichkeit,
zur Realisierung der Umpolungslogik besteht darin, die Detektorelemente 101 derart
miteinander zu verkabeln, dass bei Eintreten eines Ereignisses am
Detektorelement 101' automatisch
die entsprechenden Detektorelemente 101 umgepolt werden.
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In 3 ist
schematisch ein Detektorelement 101 dargestellt. Es umfasst
eine Detektionseinheit 201, die als Szintillationszähler ausgeführt ist. Die
Detektionseinheit 201 wird über eine Leitung 203 mit
einer Versorgungsspannung zum Betrieb versorgt. Die entsprechende
Spannungsversorgung ist hier nicht dargestellt. Über einen Widerstand 205 und eine
Leitung 207 ist die Detektionseinheit 201 geerdet.
Die Detektionseinheit 201 ist über eine Leitung 209 mit
einer Umpoleinheit 211 verbunden. Die Umpoleinheit 211 ist
mit einer Referenzleitung 213 verbunden. Über diese
Referenzleitung 213 der Umpoleinheit 211 ein Referenzsignal
zuführbar,
dass den Umpolzustand der Umpoleinheit 211 steuert. Die Umpoleinheit 211 ist
mit einer Leitung 215 versehen, über die das Detektorsignal
aus dem Detektorelement 101 ausführbar ist. Für den Aufbau
der Matrixstruktur ist die Leitung 215 mit einer Leitung 217 verbunden. Über die
Leitungen 215 bzw. 217 ist das Detektorelement 101 mit
den Signalverarbeitungseinheiten 105 bzw. 109 verbunden.
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Bei
einfallender Gamma-Strahlung erzeugt die Detektionseinheit 201 eine
Spannung auf der Leitung 209, die in die Umpoleinheit 211 geführt wird.
In der Umpoleinheit 211 wird die von der Detektionseinheit 201 erzeugte
Spannung umgepolt, falls an der Referenzleitung 213 ein
Referenzsignal anliegt. Die derart umgepolte Spannung wird auf die
Leitung 215 ausgegeben. Falls auf der Referenzleitung 213 kein Referenzsignal
anliegt, wird die von der Detektionseinheit 201 erzeugte
Spannung unverändert
auf die Leitung 215 übertragen.
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In
den folgenden Figuren ist eine Verschaltung der Detektorelemente 101 untereinander
gezeigt, durch die bei vorliegen von PET-Ereignissen ein entsprechend
geartetes Referenzsignal erzeugt wird, das dann über die Referenzleitung 213 die
Umpolung der erforderlichen Detektorelemente 101 gewährleistet.
Dazu wird auf die bereits in 2 dargestellte
matrixartige Struktur der Detektorelemente 101 zurückgegriffen,
wobei dies lediglich der vereinfachten Darstellung dient. In einer
tatsächlichen
Implementierung des Ausführungsbeispiels
und der zu Grunde liegenden Erfindung werden die Detektorelemente 101 beispielsweise
in einem MR-System ringförmig
angeordnet und die zusätzliche
Elektronik dabei möglichst
platzsparend im MR-System angeordnet. Die bereits in 2 dargestellten
Leitungen 103a bis 103d und 107a bis 107d werden
aus Gründen
der Übersicht
in den folgenden schematischen Figuren nicht dargestellt.
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In 4 sind
schematisch die Leitungen 103 und 107 eines Kreuzschienenverteilers
dargestellt. Die Leitungen 103 und 107 sind gekreuzt,
wobei an jedem Kreuzungspunkt 401 ein hier nicht dargestelltes
Detektorelement angeordnet und mit den Leitungen 103 und 107 verbunden
ist. An einem der Detektorelemente ist ein PET-Ereignis registriert
worden, was durch einen Punkt 403 dargestellt ist. Nach
der oben beschriebenen Umpol-Logik müssen nun gemäß der gewählten Konvention
alle rechts des Punkts 403 befindlichen Detektorelemente
umgepolt werden, die nicht in derselben Zeile wie der Punkt 403 liegen.
Die betroffenen Detektorelemente sind in der 4 durch
schraffierte Bereiche 405 und 407 hervorgehoben.
Durch die dargestellte Umpolung ist in den relevanten Fällen sichergestellt,
dass ein anderes Detektorelement, an dem ein koinzidierendes Ereignis
vorliegt, innerhalb des umgepolten Bereichs liegt. Wie bereits erläutert wurde
ist dann die eindeutige Identifikation von Detektorelement-Paaren
möglich.
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Es
ist allerdings auch der Fall möglich,
dass das zweite Detektorelement, an dem das koinzidierende Ereignis
detektiert wird, in derselben Zeile oder in derselben Spalte wie
das erste Detektorelement liegt. Dabei würden Signale über dieselbe
Leitung der betroffenen Zeile und über zwei Leitungen der betroffenen
Spalten bzw. über
dieselbe Leitung der betroffenen Spalte und über zwei Leitungen der betroffenen
Zeilen zu den Signalverarbeitungseinheiten übertragen werden. Eine Uneindeutigkeit
ist in diesen Fällen
von vornherein ausgeschlossen, so dass eine Umpolung des zweiten
Detektorelements nicht erforderlich ist. Die oben beschriebene automatische Umpolung
der Detektorelemente der schraffierten Bereiche 405 und 407 ist
jedoch in diesem Fall ohne Einfluss auf das zu detektierende Signal
möglich.
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Es
ist wünschenswert,
dass bei Vorliegen eines PET-Ereignisses am Detektorelement des Punkts 403 durch
entsprechende Kopplung der Detektorelemente untereinander die Umpolung
der innerhalb der schraffierten Bereiche 405 und 407 liegenden
Detektorelemente automatisch erfolgt. Dazu ist es möglich, das
Ausgangssignal des Detektorelements am Punkt 403 zu verwenden,
um an die gewünschten
Detektorelemente der Bereiche 405 und 407 ein
entsprechendes Referenzsignal für
die in 2 dargestellte Umpoleinheit 211 bereitzustellen. Allerdings
ist es nicht möglich,
das Ausgangssignal einfach in alle rechts des Punkts 403 liegenden
Detektorelementen zu übertragen,
da in diesem Fall auch die Detektorelemente in der Zeile des Punkts 403 umgepolt
würden.
Dann käme
es wieder zu einer Uneindeutigkeit in den Signalverarbeitungseinheiten 105 und 109.
Daher muss sichergestellt sein, dass in den Detektorelementen der
Zeile des Punkts 403 keine Umpolung stattfindet.
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Unter
der Festlegung, dass sich der Punkt 403 in Zeile i und
Spalte j befindet, müssen
folglich alle Detektorelemente umgepolt werden, für die die beiden
Bedingungen „Spalte > j” und „Zeile ≠ i” gleichzeitig erfüllt sind.
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Die
erste Bedingung „Spalte > j” kann beispielsweise dadurch
gebildet, dass die Signalausgänge
der Detektorelemente der Spalte j parallel geschaltet werden. So
ist sichergestellt, dass bei vorliegen eines PET-Ereignisses in
einem Detektorelement der Spalte j ein positives Referenzsignal
für die Umpoleinheit 211 bereitgestellt
wird. Die zweite Bedingung „Zeile ≠ i” kann beispielsweise
dadurch abgebildet werden, dass die Digital-Ausgänge der Detektorelemente der
Zeile i verbunden werden. Vor einer „und”-Verknüpfung des Spaltensignals und
des Zeilensignals muss das Zeilensignal invertiert werden. Das daraus
resultierende Referenzsignal kann dann der jeweiligen Umpoleinheit 211 zugeführt werden.
Eine mögliche
Ausführung
einer derartigen Zusammenschaltung der Detektorelemente ist anhand der 5 bis 8 erläutert.
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In 5 sind
schematisch 8 Detektorelemente 101 dargestellt. Sie sind
in zwei Spalten und vier Reihen angeordnet. Diese Anordnung stellt
lediglich einen Teil eines tatsächlichen
Detektor-Arrays dar, das im Normalfall deutlich mehr Detektorelemente 101 umfasst.
Jedes Detektorelement 101 weist einen Eingang für eine Umpolleitung 500 auf,
durch die ein Referenzsignal der jeweiligen Umpoleinheit 211 innerhalb
der Detektorelemente 101 zuführbar ist. Zur Erzeugung des
Referenzsignals ist jedem Detektorelement 101 eine Referenzsignaleinheit 450 zugeordnet.
In der 5 sind aus Gründen
der besseren Übersichtlichkeit
lediglich die Referenzsignaleinheiten 450 der in der rechten
Spalte angeordneten Detektorelemente 101 dargestellt. Die
Referenzsignaleinheit 450 weist jeweils einen Signalausgang 451 auf,
der mit der Umpolleitung 500 und damit mit der jeweiligen
Umpoleinheit 201 verbunden ist. Die Referenzsignaleinheit 450 weist
zudem zwei Signaleingänge 453 und 455 auf, über die
zwei Signale zur Erzeugung des Referenzsignals geführt werden.
Erzeugung und Zu führung
dieser beiden Signale sind in den 5 und 6 dargestellt.
Die Erzeugung des Referenzsignals ist in 7 dargestellt.
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Die
Darstellung in der 5 stellt lediglich die Verschaltung
der Detektorelemente 101 zur Bildung der ersten Bedingung „Spalte > j” dar. Die eigentlichen Signalleitungen
(vgl. 2) zur Weiterleitung der Signale der Detektorelemente
an die entsprechenden Signalverarbeitungseinheiten sind hier nicht
dargestellt. Jedes Detektorelement 101 umfasst zwei Signalausgänge 501 und 501', über die
das Ausgangssignal des Detektors bei Vorliegen eines PET-Ereignisses
einerseits in den Kreuzschienenverteiler übertragen wird und andererseits
zur Bildung der zweiten Bedingung verwendet wird. Letzteres ist
in 6 gezeigt. Der Abgriff der Ausgangssignale ist
durch einen Pfeil 503 bzw. 503' angedeutet.
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Das
gleiche Ausgangssignal des Detektorelements 101 wird jeweils über einen
weiteren Signalausgang 505 bereitgestellt und in eine Blockiereinheit 507 übertragen.
Die Blockiereinheit 507 ist derart ausgebildet, dass lediglich
ein Stromfluss in Richtung des Pfeils 509 ermöglicht wird.
Ein Stromfluss in entgegengesetzter Richtung wird unterbunden. Ein
Aufbau der Blockiereinheit 507 ist schematisch in 8 gezeigt.
Die Blockiereinheit 507 kann beispielsweise ein Verstärkerelement
enthalten, durch das der eingegebene Signalpegel verstärkt wird.
Ein entsprechend verstärkter
Signalpegel wird an einem Ausgang 511 der Blockiereinheit 507 bereitgestellt.
Die Ausgänge 511 der
Blockiereinheiten 507 sind spaltenweise mit einer Leitung 513 verbunden
und dadurch parallel geschaltet. Durch die Blockiereinheiten 507 wird
verhindert, dass bei Anliegen eines Signals auf der Leitung 513 ein
Stromfluss zu denen Detektorelementen 101 stattfindet.
Die Leitung 513 ist an ihrem einen Ende über einen
hochohmigen Widerstand 514 geerdet. Das andere Ende der
Leitung 513 ist mit einer Spaltenleitung 515 verbunden.
Durch diese Spaltenleitung 515 werden die jeweiligen Leitungen 513 der
einzelnen Spalten miteinander verbunden, wobei jeweils eine Blockiereinheit 507' eingefügt ist.
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Sobald
also eines der Detektorelemente ein PET-Ereignis registriert, wird
das entsprechende Ausgangssignal über die zugeordnete Blockiereinheit 511 auf
die Leitung 513 und entsprechend auf die Spaltenleitung 515 übertragen
(Spaltensignal). Durch den Zusammenschluss der Spaltenleitung 515 mit
allen anderen Spalten und das Einfügen der Blockiereinheiten 507' in der Spaltenleitung 515 wird
das Ausgangssignal lediglich in alle rechts der Spalte mit dem Signal-gebenden
Detektorelement 101 liegenden Spalten übertragen. Das Blockelement 507' blockiert hingegen
eine Übertragung
des Spaltensignals in alle weiter links liegenden Spalten.
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Zur
Ansteuerung der Umpoleinheiten 211 in den Detektorelementen 101 wird
das Spaltensignal von der Leitung 515 mittels einer Leitung 517 abgezweigt
und in dem Signaleingang 453 der Referenzsignaleinheit 450 übertragen.
Eine Verschaltung der Detektorelemente zur Bildung des zweiten Signals für die Referenzsignaleinheit 450,
das über
den Signaleingang 455 zugeführt wird, ist in 6 dargestellt.
Die Bildung des Referenzsignals zur Ansteuerung der Umpoleinheiten 211 ist
in 7 dargestellt. Dort wird das auf der Leitung 517 weitergeleitete Ausgangssignal
weiterverarbeitet.
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In 6 ist
eine Verschaltung der Detektorelemente 101 dargestellt,
durch die teilweise das Ausgangssignal abgegriffen wird. Durch Weiterverarbeitung
anhand der in 7 gezeigten Schaltung wird das
Referenzsignal zur Ansteuerung der Umpoleinheiten 211 erzeugt.
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In 6 sind
ausschnittsweise zwei in einer Zeile eines PET-Arrays liegende Detektorelemente 101 dargestellt.
Wie in 5 weisen sie jeweils eine Umpolleitung 500 auf,
durch die das Referenzsignal in das Detektorelement 101 zuführbar ist.
Wie in 5 weisen die Detektorelemente 101 drei
Signalausgänge 501, 501' und 505 auf. Über den
Signalausgang 501 ist das Ausgangssignal analog zu der Darstellung
in 5 in den Kreuzschienenverteiler (vgl. 2) übertragbar.
Dies ist durch den Pfeil 503 dargestellt. Über den,
hier am oberen Teil des Detektorelements 101 dargestellten
Signalausgang 505 ist das Ausgangssignal zu der jeweiligen
Blockiereinheit 507, wie in 5 dargestellt, übertragbar.
Die Schaltungen mit 5 und 6 sind insofern
bezüglich der
Signalausgänge
unabhängig
voneinander.
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Über den
Signalausgang 501' ist
das Ausgangssignal des jeweiligen Detektorelements 101 zu Blockiereinheiten 601 übertragbar,
die den Blockiereinheiten 507 vergleichbar sind. Die Blockiereinheiten 601 weisen
ihrerseits Ausgänge 603 auf,
an denen ein entsprechend bearbeitetes Signal bereitgestellt wird.
Dieses wird auf eine Leitung 605 übertragen, die an einem Ende über einen
Widerstand 607 geerdet ist. Am jeweils anderen Ende ist
die Leitung 605 mit einer Zeilenleitung 609 verbünden, auf
die das Signal übertragen
wird (Zeilensignal). Die Zeilenleitung 609 schaltet derart
sämtliche
Ausgänge 603 der
Blockiereinheiten 601 einer Zeile parallel, wobei jeweils
vor der Einmündung
einer Leitung 605 eine Blockiereinheit 601 angeordnet
ist. Durch die Anordnung der Blockiereinheiten 601 in der
Zeilenleitung 609 und zwischen dem Detektorelement 101 und
der Leitung 605 wird sichergestellt, dass auf der Zeilenleitung 609 fließende Ströme in der
gewählten
Darstellung lediglich nach rechts fließen und in linker Richtungen
blockiert werden. Gleichzeitig wird verhindert, dass auf der Zeilenleitung 609 fließender Strom
zum Detektorelement 101 gelangt. Zur Bildung des Referenzsignals
wird das auf der Zeilenleitung 609 fließende Zeilensignal in eine
Leitung 611 abgezweigt und in den Signaleingang 455 der
Referenzsignaleinheit 450 übertragen. Somit stehen an
den Referenzsignaleinheiten 450 jeweils zwei Signale (Spaltensignal
und Zeilensignal) zur Bildung des Referenzsignals zur Verfügung. Das
Spaltensignal wird aus der Parallelschaltung aller Detektorelemente 101 einer
Spalte gebildet und in alle Referenzsignaleinheiten 450 der
benachbarten Spalten parallel übertragen.
Das Zeilensignal hingegen wird zeilenspezifisch von ei ner Detektoreinheit 101 an
alle in derselben Zeile liegenden Referenzsignaleinheiten 450 übertragen.
Die in den 5 und 6 dargestellten Schaltungen
sind voneinander unabhängig.
Lediglich die Detektorelemente 101 und die beigeordneten
Referenzsignaleinheiten 450 sind in beiden Figuren dieselben
Einheiten.
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In 7 ist
eine Schaltung 700 zur Bearbeitung der in den Leitungen 517 und 611 abgegriffenen Signale
schematisch dargestellt. Die Leitung 611 ist mit einer
Negiereinheit 701 verbunden. Diese Negiereinheit 701 stellt
an ihrem Signalausgang 703 ein Signal bereit, wenn an der
Leitung 611 kein Zeilensignal anliegt. Umgekehrt wird bei
Anliegen eines Zeilensignals an der Negiereinheit am Signalausgang 703 kein
Signal bereitgestellt. Folglich liegt am Signalausgang 703 der
Negiereinheit 701 ein Signalpegel gemäß der zweiten Bedingung „Zeile ≠ i” an.
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Das
Ausgangssignal der Negiereinheit 701 wird in einen Logikoperator 705 übertragen.
Das Spaltensignal wird über
die Leitung 517 ebenfalls zum Logikoperator 705 übertragen.
Der Logikoperator 705 stellt an seinem Signalausgang 707 lediglich in
den Fällen
ein Ausgangssignal bereit, in denen er ein Signal von der Negiereinheit 701 und
ein Spaltensignal über
die Leitung 517 erhält.
Dies entspricht einer logischen „und”-Verknüpfung der beiden Bedingungen „Spalten > j” und „Zeile ≠ i”. Der Signalausgang 707 des
Logikoperators 705 ist mit der Umpolleitung 500 verbunden,
so dass in der Umpoleinheit 211 der Detektorelemente 101 die
und -verknüpften genannten
Bedingungen als Referenzsignal anliegen und den Umpolprozess entsprechend
steuern.
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Jedem
der Detektorelemente 101 ist eine Schaltung 700 zugeordnet,
die den Umpolprozess des Detektorelements entsprechend steuert.
In die Leitung 517 wird jeweils das Spaltensignal der vorherigen
Spalte eingespeist. Das Spaltensignal ist folglich für alle Schaltungen 700 einer
Spalte identisch. Der Leitung 611 wird jeweils das auf
der Zeilenleitung 609 anliegende Zeilensignal der jeweiligen
Zeile von Detektorelementen 101 eingespeist. Dieses ist
folglich für
jede Zeile unterschiedlich. Durch die Verknüpfung des emittierten Zeilensignals
und des Spaltensignals wirkt sich ein Szintillations-Ereignis eines
Detektorelements 101 auf alle rechts des Detektorelements 101 liegenden
Detektorelemente 101 aus, die nicht in derselben Zeile
liegen. In derselben Zeile ist nämlich
das Zeilensignal endlich, so dass am Ausgang 703 der Negiereinheit 701 kein
Signal anliegt. Dann liegt jedoch auch am Signalausgang 707 des Logikoperators 705 kein
Signal an, und die in derselben Zeile liegenden Detektorelemente
werden nicht umgepolt. Dies erfolgt lediglich bei einem endlichen Signalpegel
am Signalausgang 707 des Logikoperators 705.
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Für alle rechts
und außerhalb
der Zeile des ansprechenden Detektorelements 101 liegenden
Detektorelemente 101 liegt am Ausgang 703 der
Negiereinheit 701 ein Signal an. Da in diesem Fall auch
das Spaltensignal auf Leitung 517 endlich ist, liegt am
Signalausgang 707 des Logikoperators 705 ein Referenzsignal
an, durch das jeweils die Umpoleinheit 211 aktiviert wird.
Folglich werden die entsprechenden Detektorelemente 101 umgepolt.
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In 8 ist
schematisch der Aufbau der Blockiereinheiten 507 und 601 dargestellt.
Sie umfassen jeweils einen Operationsverstärker 801, zur Verstärkung eines
Eingangssignals. Der Operationsverstärker 801 verstärkt das
Eingangssignal gegenüber Masse
und stellt es an seinem Ausgang 803 bereit. Der Ausgang 803 ist
mit einer Diode 805 verbunden, die einen Stromtransport
nur in einer Richtung zulässt.
In der gewählten
Darstellung der 8 ist dies die Richtung von
links nach rechts. Der Ausgang der Diode 805 ist mit einem
Widerstand 807 verbunden. Nach dem Widerstand 807 wird
das verstärkte
Eingangssignal als Ausgangssignal am Ausgang der Blockiereinheit 507 bzw. 601 bereitgestellt.
Für den Widerstand 807 kann
beispielsweise eine Größe von 1
kΩ verwendet
werden. Die Widerstände 515 und 607 zur
Erdung der Leitungen 513 und 605 605 werden
in diesem Fall deutlich größer gewählt werden, beispielsweise
mit einer Größe von 1
MΩ.
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Die
Dimensionierung des Operationsverstärkers 801, der Dioden 805 und
der Widerstände 515, 607 und 807 in
den Schaltungen der 4 bis 8 sind an
die Implementierungen des jeweiligen PET-Arrays anzupassen.
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Es
ist bei den gezeigten Ausführungsbeispielen
unerheblich, ob die Umpoleinheit 211 innerhalb des Detektorelements 101 ausgeführt oder
von diesem getrennt angeordnet ist. Zudem kann auch ein einziger
Signalausgang des Detektorelements 101 verwendet werden,
um das entsprechende Signal auf die Signalleitungen 103a–d und 107a–d, sowie
zur Bildung der beiden Bedingungen gemäß der Schaltungen in den 5 und 6 bereitzustellen. Ebenfalls
lassen sich statt der einfachen Detektionseinheiten 201 (vgl. 2)
die in der Einleitung erwähnten
Detektorblöcke
mit mehreren Detektionseinheiten 201 pro Detektorelement 101 verwenden. Hier
wirkt die Umpolung der Umpoleinheit lediglich auf das eigentliche
Nutzsignal des Detektorblocks, während
die Signale, die die ansprechende Detektionseinheit des Detektorblocks
kennzeichnen nicht umgepolt werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn
das umgepolte Signal selbst aus physikalischen Gründen ein
bekanntes (z. B. positives) Vorzeichen aufweist, wie z. B. typisch
für ein
Signal proportional zu einer gemessenen Energie. Dies ist aber nicht
zwingend notwendig. Im Falle der Verwendung der zusammengefassten
Detektor-Einheiten mit vorverrechneten Signalen (z. B. Anger-Kodierung)
ist die Umpolung eines einzigen Signals (z. B. der Energie) ausreichend für die eindeutige
Identifikation der beiden gleichzeitig aktiven Detektorelemente.
Insofern lassen sich die obigen Ausführungen auch auf die Verwendung von
zusammengesetzten Detektorblöcken
anwenden.
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In
einer alternativen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist es möglich, die Umpol-Einheiten
nicht auf Basis eines vorliegenden Signals eines Ereignisses eines
Detektorelements zu steuern, sondern separate Steuerleitungen vorzusehen.
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Diese
könnten
beispielsweise von den in 2 dargestellten
Signalverarbeitungseinheiten 105 und/oder 109 zu
dem Umpoleinheiten 211 der Detektorelemente 101 verlaufen.
Bei Detektion eines PET-Ereignisses an einem Detektorelement 101 würde durch
die Signalverarbeitungseinheiten 105 und/oder 109 jeweils
einer Referenzsignal zu den entsprechenden Umpoleinheiten 211 der
gewünschten
Detektorelemente 101 gesendet.