DE102008020926B4 - Drucktaster für ein Hörgerät - Google Patents
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Abstract
Drucktaster (6) für ein Hörgerät mit einem in einer Öffnung einer Gehäuseschale (8) beweglich gelagerten Tastelement (11) und mit einem Verriegelungselement (12), dadurch gekennzeichnet, dass das Tastelement (11) in Richtung Innenseite der Gehäuseschale einen Hohlraum (13) aufweist und dass das in den Hohlraum (13) eingeführte Verriegelungselement (12) eine erste Schnappverbindung zwischen Gehäuseschale (8) und Tastelement (11) bewirkt.
Description
- Die Erfindung betrifft einen im Patentanspruch 1 angegebenen Drucktaster für ein Hörgerät mit einem Tastelement und einem Verriegelungselement.
- Hörgeräte sind tragbare Hörvorrichtungen, die zur Versorgung von Schwerhörenden dienen. Um den zahlreichen individuellen Bedürfnissen entgegenzukommen, werden unterschiedliche Bauformen von Hörgeräten wie Hinter-dem-Ohr Hörgeräte, Hörgerät mit externem Hörer und In-dem-Ohr Hörgeräte, z. B. auch Concha-Hörgeräte oder Kanal-Hörgeräte, bereitgestellt. Die beispielhaft aufgeführten Hörgeräte werden am Außenohr oder im Gehörgang getragen. Darüber hinaus stehen auf dem Markt aber auch Knochenleitungshörhilfen, implantierbare oder vibrotaktile Hörhilfen zur Verfügung. Dabei erfolgt die Stimulation des geschädigten Gehörs entweder mechanisch oder elektrisch.
- Hörgeräte besitzen prinzipiell als wesentliche Komponenten einen Eingangswandler, einen Verstärker und einen Ausgangswandler. Der Eingangswandler ist in der Regel ein Schallempfänger, z. B. ein Mikrofon, und/oder ein elektromagnetischer Empfänger, z. B. eine Induktionsspule. Der Ausgangswandler ist meist als elektroakustischer Wandler, z. B. Miniaturlautsprecher, oder als elektromechanischer Wandler, z. B. Knochenleitungshörer, realisiert. Der Verstärker ist üblicherweise in eine Signalverarbeitungseinheit integriert.
- Dieser prinzipielle Aufbau ist in
1 am Beispiel eines Hinter-dem-Ohr Hörgeräts dargestellt. In ein Hörgerätegehäuse1 zum Tragen hinter dem Ohr sind ein oder mehrere Mikrofone2 zur Aufnahme des Schalls aus der Umgebung eingebaut. Eine Signalverarbeitungseinheit3 , die ebenfalls in das Hörgerätegehäuse1 integriert ist, verarbeitet die Mikrofonsignale und verstärkt sie. Das Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit3 wird an einen Lautsprecher bzw. Hörer4 übertragen, der ein akustisches Signal ausgibt. Der Schall wird gegebenenfalls über einen Schallschlauch, der mit einer Otoplastik im Gehörgang fixiert ist, zum Trommelfell des Geräteträgers übertragen. Die Energieversorgung des Hörgeräts und insbesondere die der Signalverarbeitungseinheit3 erfolgt durch eine ebenfalls ins Hörgerätegehäuse1 integrierte Batterie5 . Das Hörgerät wird mit dem Drucktaster6 ein- und ausgeschaltet. - In
2 ist ein Hinter-dem-Ohr Hörgerät dargestellt, an dessen Rahmen7 nur ein Gehäuseoberteil8 des Hörgerätegehäuses, aber nicht das untere Gehäuseoberteil befestigt dargestellt ist. In dem Rahmen7 sind zahlreiche Elektronikkomponenten9 eingebaut. Weiterhin ist an dem Rahmen ein Batteriefach10 schwenkbar gelagert. Das Batteriefach10 beherbergt eine Batterie5 in Form einer Knopfzelle. Mit einem Drucktaster6 , welcher im Gehäuseoberteil8 angeordnet ist, wird das Hörgerät ein- und ausgeschaltet. - Infolge der Miniaturisierung von Hinter-dem-Ohr Hörgeräten ist es erforderlich, den Platzbedarf des Drucktasters zu verringern, ohne die Bedienungseigenschaften zu verschlechtern.
- Die
DE 10 2005 037 897 B3 offenbart ein Abdeckeinrichtung für einen Programmschalter eines Hörgeräts, wobei die Abdeckeinrichtung mit einem Verriegelungselement in einem Abdeckzustand mit einem Hörgerätegehäuse verriegelt ist. - Die
DE 10 2006 035 090 A1 gibt ein Bedienelement an, das in einer Öffnung eines Gehäuseelements eines Hörgerätesystems durch eine Schnappverbindung befestigt ist. - Es ist Aufgabe der Erfindung einen Drucktaster anzugeben, welcher einen geringen Platzbedarf hat, fühlbar schaltbar ist sowie einen einfachen Wechsel der Gehäuseschalen des Hörgerätegehäuses zulässt.
- Gemäß der Erfindung wird die gestellte Aufgabe mit dem Drucktaster für ein Hörgerät des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.
- Erfindungsgemäß umfasst der Drucktaster ein in einer Öffnung einer Gehäuseschale geführtes Tastelement und ein Verriegelungselement. Das Verriegelungselement stellt bei einem Einführen in einen Hohlraum des Tastelements eine erste Schnappverbindung zwischen der Gehäuseschale und dem Tastelement her. Vorteilhaft daran ist, dass das Tastelement fest an der Gehäuseschale montierbar ist und dadurch das Wechseln der Gehäuseschale einfach möglich ist.
- Außerdem kann trotz kleiner Baugröße des Hörgeräts das Tastelement eine große Oberfläche aufweisen.
- In einer Weiterbildung kann das Verriegelungselement mit dem Tastelement eine zweite Schnappverbindung herstellen. Dadurch wird das Verriegelungselement mit dem Tastelement fest verbunden.
- In einer weiteren Ausführungsform kann die erste Schnappverbindung durch mindestens einen Schnapphaken am Tastelement gebildet werden. Das Verriegelungselement kann derart ausgebildet sein, dass es den Schnapphaken an der Gehäuseschale verriegelt. Dies bringt den Vorteil einer einfachen Montage und Demontage.
- Vorteilhaft kann die zweite Schnappverbindung durch mindestens einen Wulst am Verriegelungselement gebildet werden. Dadurch kann die zweite Schnappverbindung einfach hergestellt werden.
- In einer weiteren Ausführungsform kann das Tastelement einen nach unten offenen Hohlraum aufweisen. In den Hohlraum kann das Verriegelungselement eingeführt werden. Vorteilhaft daran ist, dass die erste Schnappverbindung dadurch einfach bewirkt werden kann.
- In einer weiteren Ausführungsform kann die Gehäuseschale mindestens eine Vertiefung oder mindestens einen Hinterschnitt aufweisen. Darin kann der Schnapphaken einrasten. Dies bietet den Vorteil einer dauerhaften und sicheren Schnappverbindung.
- Des Weiteren kann unterhalb des Verriegelungselements im Hörgerät mindestens ein Taster angeordnet sein. Bei einem Hineindrücken des Tastelements betätigt das Verriegelungselement den Taster. Dadurch kann das Hörgerät beispielsweise ein- oder ausgeschaltet werden.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Taster gegen eine Kraft bewegbar, wobei beim Hineindrücken des Tastelements eine Schaltstufe taktil füllbar ist. Vorteilhaft daran ist, dass ein Hörgerätenutzer eine Schaltstufe leicht erkennen kann.
- In einer Weiterbildung kann ein Hinter-dem-Ohr Hörgerät mit mindestens einem erfindungsgemäßen Drucktaster ausgerüstet sein. Dadurch können auch sehr kleine Hinter-dem-Ohr Hörgeräte mit großflächigen Drucktastern ausgestattet werden.
- Vorteilhaft kann der Taster an einem Rahmen des Hörgeräts befestigt sein.
- Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung werden aus den nachfolgenden Erläuterungen mehrerer Ausführungsbeispiele anhand von schematischen Zeichnungen ersichtlich.
- Es zeigen:
-
1 : eine Prinzipdarstellung eines Hinter-dem-Ohr Hörgeräts gemäß Stand der Technik, -
2 : eine Detailansicht eines Hinter-dem-Ohr Hörgeräts gemäß Stand der Technik, -
3 : eine Schnittansicht einer Gehäuseschale mit Drucktaster, -
4 : eine Schnittansicht eines Drucktasters und -
5 : eine Ansicht des Drucktasters von unten. - In
3 ist eine Schnittansicht einer oberen Gehäuseschale8 eines Hinter-dem-Ohr Hörgeräts dargestellt. Im oberen Teil der Gehäuseschale8 ist ein Drucktaster6 angebracht. Der Drucktaster6 umfasst ein Tastelement11 und ein Verriegelungselement12 . Das Verriegelungselement12 ist in das Tastelement11 eingeführt und bildet dadurch eine Schnappverbindung zwischen Tastelement11 und Gehäuseschale8 . - Schnappverbindungen sind formschlüssige Verbindungen mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. Gemeinsam ist allen Schnappverbindungen, dass eine vorstehende Stelle eines Teils, z. B. ein Haken oder ein Wulst, bei der Montage kurzfristig ausgelenkt wird und in eine Vertiefung bzw. einen Hinterschnitt eines Verbindungspartners einrastet. Je nach Gestaltung der Verbindungspartner ist die Verbindung lösbar oder unlösbar. Im unbelasteten Zustand unterliegt die Schnappverbindung nur geringen Spannungen. Sie ist daher in der Regel nicht dicht. Für dichte Verbindungen sind Dichtelemente erforderlich. Aufgrund der einfachen Montage ist die Schnappverbindung eine der kostengünstigsten Verbindungsmöglichkeiten.
-
4 zeigt eine Detailansicht des Drucktasters6 aus3 . Dargestellt sind in einer Schnittansicht ein Drucktaster6 umfassend ein Tastelement11 und ein Verriegelungselement12 . Das Verriegelungselement12 ist in einen Hohlraum13 des Tastelements11 eingeführt. Die beiden Wülste15 des Verriegelungselements12 bilden mit den Nuten16 des Tastelements eine Schnappverbindung. Die Wülste15 pressen zwei Schnapphaken14 des Tastelements11 nach außen und bilden somit eine weitere Schnappverbindung. Mit dieser weiteren Schnappverbindung wird der Drucktaster6 an der Gehäuseschale8 befestigt. Verriegelungsnasen17 in Form eines Hinterschnitts des Gehäuseoberteils8 bilden gemeinsam mit den Schnapphaken14 des Tastelements11 die Schnappverbindung. - Unterhalb des Verriegelungselements
12 ist ein Taster18 , beispielsweise ein Ein-Ausschalter des Hörgeräts, angebracht. Durch Betätigung des Tastelements11 wird das Verriegelungselement12 auf den Taster18 gedrückt. Dadurch wird ein Schaltvorgang mit dem Taster18 eingeleitet. Durch diese konstruktive Maßnahme werden die Baugrößen des Tasters18 und des Tastelements11 voneinander unabhängig. Die Oberfläche des Tastelements11 kann daher eine bedienerfreundlich große Druckoberfläche aufweisen. -
5 zeigt die Gehäuseschale8 mit eingebauten Drucktaster6 von unten. Der Drucktaster6 besteht aus einem Tastelement11 und einem Verriegelungselement12 . Zwei Schnapphaken14 fixieren das Tastelement11 in der Gehäuseschale8 . Das in einen Hohlraum des Tastelements11 eingeführte Verriegelungselement12 bewirkt die Verrieglung der Schnapphaken14 mit der Gehäuseschale8 . -
- 1
- Hörgerätegehäuse
- 2
- Mikrofon
- 3
- Signalverarbeitungseinheit
- 4
- Hörer
- 5
- Batterie
- 6
- Drucktaster
- 7
- Rahmen
- 8
- Gehäuseoberteil/obere Gehäuseschale
- 9
- Elektronikkomponenten
- 10
- Batteriefach
- 11
- Tastelement
- 12
- Verriegelungselement
- 13
- Hohlraum
im Tastelement
11 - 14
- erste Schnappverbindung/Schnapphaken
- 15
- zweite Schnappverbindung/Wulst
- 16
- Nut
im Tastelement
11 - 17
- Hinterschnitt/Vertiefung
in der Gehäuseschale
8
Claims (9)
- Drucktaster (
6 ) für ein Hörgerät mit einem in einer Öffnung einer Gehäuseschale (8 ) beweglich gelagerten Tastelement (11 ) und mit einem Verriegelungselement (12 ), dadurch gekennzeichnet, dass das Tastelement (11 ) in Richtung Innenseite der Gehäuseschale einen Hohlraum (13 ) aufweist und dass das in den Hohlraum (13 ) eingeführte Verriegelungselement (12 ) eine erste Schnappverbindung zwischen Gehäuseschale (8 ) und Tastelement (11 ) bewirkt. - Drucktaster (
6 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (12 ) mit dem Tastelement (11 ) eine zweite Schnappverbindung herstellt. - Drucktaster (
6 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schnappverbindung durch mindestens einen Schnapphaken (14 ) am Tastelement (11 ) bildbar ist, und dass das Verriegelungselement (12 ) derart ausgebildet ist, dass es den Schnapphaken (14 ) an der Gehäuseschale (8 ) verriegelt. - Drucktaster (
6 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schnappverbindung durch mindestens einen Wulst (15 ) am Verriegelungselement (12 ) bildbar ist. - Drucktaster (
6 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseschale (8 ) mindestens eine Vertiefung oder mindestens einen Hinterschnitt (17 ) aufweist, in den der Schnapphaken (14 ) einrastet. - Drucktaster (
6 ) nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Verriegelungselements (12 ) im Hörgerät mindestens ein Taster (18 ) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass bei einem Hineindrücken des Tastelements (11 ) das Verriegelungselement (12 ) den Taster (18 ) betätigt. - Drucktaster (
6 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Taster (18 ) gegen eine Kraft bewegbar ist, wobei beim Hineindrücken des Tastelements (11 ) eine Schaltstufe taktil fühlbar ist. - Drucktaster (
6 ) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Taster (18 ) an einem Rahmen (7 ) des Hörgeräts befestigt ist. - Hinter-dem-Ohr Hörgerät mit mindestens einem Drucktaster (
6 ) nach einem der vorigen Ansprüche.
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