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Die
Erfindung betrifft ein Sicherungssystem für Container,
insbesondere für Seetransport, zum Sichern großer
Behältnisse, insbesondere Raketentransportbehälter,
mit einem Tragrahmen für die Behältnisse.
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Ein
solches Sicherungssystem ist aus der
DE 10 2004 049 035 A1 bekannt.
Bei dem bekannten Sicherungssystem ist ein Tragrahmen für
die Behältnisse am Containerboden befestigt, so dass eine
Sicherung der Behältnisse in dem Container einfach durch
Festzurren an dem Tragrahmen oder dem Containerboden erfolgen kann.
Nachteilig bei dem bekannten Sicherungssystem ist, dass entweder
das Festzurren der Behältnisse in dem Container nur relativ
mühevoll in dem Container erfolgen kann oder dass Spezialcontainer,
wie beispielsweise sogenannte Open-Top-Container, erforderlich sind,
um die Behältnisse aus dem Container bzw. in diesen zu
be- bzw. entladen. Gerade für den Seetransport wäre
es aber wünschenswert, Standardcontainer verwenden zu können,
da diese einen besseren Schutz des Transportgutes gegen Seeluft
und Meerwasser bieten können. Insbesondere lassen sich
derartige Standardcontainer im Wesentlichen wasserdicht ausführen.
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Der
Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Sicherungssystem für
Container anzugeben, mit dem sich große Behältnisse,
insbesondere in Standardcontainern, schnell und zuverlässig
stauen sowie sichern lassen.
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Das
Problem wird dadurch gelöst, dass bei einem Sicherungssystem
der eingangs genannten Art der Tragrahmen in einer Transportstellung
in dem Container fixierbar ist, und dass der Tragrahmen zum Entladen
der Behältnisse in eine Entladestellung aus dem Container
herausziehbar ist.
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Auf
diese Weise ist es möglich, den Entlade- und Sicherungsvorgang
in der Entladestellung durchzuführen, bei der ein freier
Zugriff auf den Tragrahmen möglich ist. So können
die Behältnisse einfach und unkompliziert, beispielsweise
mittels eines Gabelstaplers, auf dem Tragrahmen angeordnet werden und
sodann mittels konventioneller Zurrmittel am Tragrahmen verzurrt
werden, wobei jederzeit ein freier Zugriff möglich ist.
Zum Transport werden sodann die auf dem Tragrahmen angeordneten
Behältnisse einfach in den Container geschoben, wobei ein
Fixieren des Tragrahmens an dem Container zum Erreichen der Transportstellung
dann ausreicht, um eine hinreichende Transportsicherung zu gewährleisten.
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Eine
Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich durch ein Fahrwerk für
den Tragrahmen aus. Mittels eines solchen Fahrwerks ist das Herausziehen aus
dem Container und das Hineinschieben in den Container erleichtert.
Das Fahrwerk kann dabei dem Tragrahmen oder dem Container zugeordnet
sein. Es ist außerdem von Vorteil, wenn Stützräder
für den Tragrahmen vorgesehen sind. Insbesondere können diese
Stützräder klappbar sein. Auf diese Weise lässt sich
beim Herausziehen des Tragrahmens aus dem Container durch Herunterklappen
der Stützräder das Herausziehen des Tragrahmens
aus dem Container stark erleichtern.
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Eine
andere Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich durch Zugmittel
zum Ziehen des Tragrahmens aus der Transportstellung in die Entladestellung
aus. Mittels derartiger Zugmittel ist ein zuverlässiges
Herausziehen des Tragrahmens mit darauf angeordneten Behältnissen
aus dem Container möglich. Die Zugmittel können
beispielsweise eine Schleppstange aufweisen. Auf diese Weise lässt
sich mittels einer konventionellen Stange, beispielsweise eines
Gabelstaplers oder eines Lkws, der Tragrahmen jederzeit aus dem
Container herausziehen.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet
durch Positioniermittel für die Behältnisse. Beispielsweise
können die Positioniermittel Dome an den Tragrahmen aufweisen, die
mit Aussparungen in den Behältnissen zusammenwirken. Auf
diese Weise wird eine zuverlässige Positionierung der Behältnisse
auf dem Tragrahmen gewährleistet, so dass das Stauen und
insbesondere das Festzurren zum Sichern auf dem Tragrahmen besonders
einfach ist und eine Fehlbedienung nahezu ausgeschlossen wird.
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Bei
einer Ausführungsform der Erfindung ist eine Schiebeführung
für den Tragrahmen vorgesehen. Mittels einer derartigen
Schiebeführung ist ein sicheres Herausziehen und Hineinschieben
des Tragrahmens aus dem Container bzw. in den Container gewährleistet.
Die Schiebeführung kann Profilschienen, insbesondere L-Profilschienen,
aufweisen. Derartige Profilschienen gewährleisten eine
sichere Führung und sind zudem verhältnismäßig
unempfindlich gegen Verkanten, da eine Führung über
eine große Länge möglich ist. Die Profilschienen
können, insbesondere lösbar, am Containerboden
befestigt sein. Auf diese Weise wird im befestigten. Zustand eine große
Stabilität gewährleistet, da der Containerboden üblicherweise
sehr stabil ausgeführt wird, und durch die Profilschienen
die Festigkeit noch erhöht wird. Gleichzeitig ist eine
einfache Umrüstung eines Standardcontainers möglich,
da nach Anbringen der Profilschienen ein Tragrahmen einfach in einen
solchen Container eingeschoben werden kann.
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Bei
der Erfindung ist es von Vorteil, wenn Fixiermittel zum Fixieren
des Tragrahmens in der Transportstellung in dem Container vorgesehen
sind. Auf diese Weise ist es möglich, den Tragrahmen kraftschlüssig
und/oder formschlüssig in dem Container zu fixieren. Dadurch
wird eine große Sicherheit für den Transport der
Behältnisse in dem Container gewährleistet. Die
Fixiermittel können dabei den Tragrahmen mindestens in
der Transportstellung übergreifende Fixierbleche aufweisen.
Derartige Fixierbleche können beispielsweise als L-Profile
ausgeführt sein. Auf diese Weise lassen sich die Fixierbleche
einfach an der Containerwand oder dem Containerboden befestigen.
Es ist damit eine sichere Fixierung des Tragrahmens gegen Abheben
von dem Containerboden möglich. Gleichzeitig können
diese Fixierbleche mit der Schiebeführung zusammenwirken.
Es ist außerdem von Vorteil, wenn die Fixiermittel mindestens
ein türseitiges Winkelprofil aufweisen, das zum Einspannen
des Tragrahmens mit dem Container verbindbar, insbesondere verschraubbar
oder verbolzbar, ist. Mittels eines derartigen Winkelprofils kann
der Tragrahmen türseitig derart verspannt werden, dass
insbesondere im Zusammenwirken mit den Fixierblechen eine feste
Fixierung des Tragrahmens am Containerboden gegeben ist. Ein Verschrauben
oder Verbolzen der Winkelprofile ist dabei besonders einfach, da
türseitig ein einfacher Zugriff gewährleistet
ist.
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Eine
andere Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich durch Sicherungsmittel
zum Sichern der Behältnisse an dem Tragrahmen aus. Die
Sicherungsmittel können beispielsweise den Behältnissen zugeordnete
Halterahmen haben. Mittels dieser Halterahmen ist ein sicheres und
zuverlässiges Fassen der Behältnisse möglich.
Wenn dann die Sicherungsmittel Zugösen an dem Tragrahmen,
dem Halterahmen und/oder den Behältnissen aufweisen, ist
durch einfaches Verzurren des Tragrahmens mit dem Halterahmen oder
den Behältnissen direkt ein Sichern der Behältnisse
an dem Tragrahmen zum Transport möglich. Besonders vorteilhaft
ist es dabei, wenn die Sicherungsmittel Zurrstangen zum Festzurren
der Behältnisse an dem Tragrahmen haben. Derartige Zurrstangen
lassen sich einfach betätigen und weisen eine hohe Zugfestigkeit
auf.
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Eine
vorteilhafte Ausführungsform ist gekennzeichnet durch einen
modularen Aufbau. Mittels eines derartigen modularen Aufbaus lässt
sich einerseits eine gute Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse
erzielen. Andererseits können Sicherungssysteme mit derartigem
modularem Aufbau bei geeigneter Auslegung einfach bei Standardcontainern
nachgerüstet und Bedarf auch wieder entfernt werden.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist gekennzeichnet durch
Haltemittel zum Halten der Zugmittel, der Sicherungsmittel und/oder
der Fixiermittel im nicht benutzten Zustand. Auf diese Weise kann
beispielsweise eine Schleppstange im Container mit transportiert
werden, so dass vor Ort zum Entladen jeder Container mit dem erfindungsgemäßen
Sicherungssystem unter Einsatz eines verfügbaren Fahrzeugs
entladen werden kann. Wenn außerdem ein Container mit dem
erfindungsgemäßen Sicherungssystem nicht voll
ausgenutzt wird, so dass hier nicht alle erforderlichen Sicherungsmittel benötigt
werden, so können die überschüssigen
Sicherungsmittel in dem Haltemittel verbleiben, so dass bei Bedarf
jeweils die komplette Ausrüstung zur Verfügung
steht. Die Haltemittel können beispielsweise eine Lagerbox
aufweisen. In einer derartigen Lagerbox können unter anderem
Schrauben, Schäkel, Bolzen oder Unterlagscheiben bedarfsgerecht gelagert
werden.
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Eine
vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung betrifft einen Container
mit einem Sicherungssystem mit den Erfindungsmerkmalen. Mittels
eines derartigen Containers lassen sich große Behältnisse, insbesondere
Raketentransportbehälter, sicher und gut geschützt
transportieren. Es ist dabei von Vorteil, wenn eine Aufnahme für
eine Ladungssicherungsstange an mindestens einer Containertür
vorgesehen ist. Mittels einer derartigen Aufnahme lässt
sich entweder eine zusätzliche Sicherung der Ladung bei
geschlossener Tür erreichen. Es ist aber auch möglich, die
Ladungssicherungsstangen bei Nichtgebrauch an der Aufnahme an der
Tür bereitzuhalten.
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Nachfolgend
wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
geschnittene Seitenansicht eines Containers mit einem Sicherungssystem
mit den Erfindungsmerkmalen in einer Transportstellung,
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2 eine
geschnittene Draufsicht auf den Container von 1,
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3 eine
geschnittene Vorderansicht des Containers von 1,
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4 den
Container von 1 in geschnittener Seitenansicht
in einer Entladestellung,
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5 den
Container von 4 in einer geschnittenen Draufsicht,
und
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6 den
Container von 4 in einer Vorderansicht.
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1 zeigt
einen Container 10 mit einem Ladungssicherungssystem 11 mit
den Erfindungsmerkmalen. Der Container 10 ist in der Figur
in einer Transportstellung dargestellt. Wie sich der Figur entnehmen
lässt, hat der Container 10 einen Boden 12, ein
Dach 13, nicht in der Figur dargestellte Seitenwände,
eine Rückwand 14 und eine Vorderseite 15. Im
Bereich der Vorderseite 15 sind Türen angeordnet,
die in der Figur nicht dargestellt sind. Bei dem gezeigten Container 10 handelt
es sich um einen Standard-20-Fuß-Container. Ein derartiger
Standard-20-Fuß-Container hat im Bereich seiner Ecken Eckbeschläge 16,
auf die nicht näher eingegangen werden soll.
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Im
Bereich des Bodens 12 sind bei dem Container 10 Schienen 17 für
einen Tragrahmen 18 angeordnet. Der Tragrahmen 18 ist
bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel in Fixierblechen 19 geführt.
Die Fixierbleche 19 wirken dabei mit den Schienen 17 als Schiebeführung
zusammen. Im Bereich der Vorderseite 15 ist in der Figur
außerdem ein Winkelprofil 20 dargestellt, mit
dem ein Verschieben des Tragrahmens 18 zur Vorderseite 15 hin
verhindert wird. Das Winkelprofil 20 wird dabei zum Fixieren
des Tragrahmens 18 in der dargestellten Transportstellung
manuell befestigt, nämlich mit den Containerseitenwänden
und dem Tragrahmen 18 verschraubt.
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Wie
sich der Figur weiter entnehmen lässt, sind mehrere Halterahmen 21 vorgesehen,
von denen jeweils zwei Halterahmen 21 zum Halten eines Behältnisses 22 dienen.
In der Figur sind zwei Behältnisse 22 zu erkennen,
die jeweils von an deren Enden angeordneten Halterahmen 21 gehalten
werden.
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Die
Halterahmen 21 weisen jeweils mehrere Zurrösen 23 auf.
In der Figur sind dabei für jeden Halterahmen 21 jeweils
zwei Zurrösen 23 dargestellt. Auf der Rückseite
der Halterahmen 21 sind jeweils ebenfalls zwei Zurrösen
je Halterahmen 21 vorgesehen. Wie sich der Figur entnehmen
lässt, sind die Zurrösen 23 mittels Zurrstangen 24 mit
an dem Tragrahmen 18 befestigten Zurrösen 25 jeweils
verbunden. Auf diese Weise lässt sich durch Festzurren
mittels der Zurrstangen 24 eine feste Verbindung zwischen
den Halterahmen 21 und somit den Behältnissen 22 und
dem Tragrahmen 18 herstellen.
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2 zeigt
eine geschnittene Draufsicht auf den Container 10 von 1.
In der Figur zu erkennen sind Seitenwände 26 und
Türen 27. Wie sich der Figur außerdem
entnehmen lässt, sind an dem Tragrahmen 18 Stützräder 28 angeordnet.
Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei Stützräder 28 an
den Türen 27 zugewandten Ende des Tragrahmens
befestigt. Die Stützräder 28 sind in
der gezeigten Transportstellung eingeklappt.
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3 zeigt
eine geschnittene Vorderansicht des Containers 10. Deutlich
zu erkennen ist, dass die in der Transportstellung eingeklappten
Stützräder 28 keinen Kontakt zum Boden 12 des
Containers 10 haben.
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In
der Figur außerdem zu erkennen ist, dass der Tragrahmen 18 an
seinen Seiten jeweils Vierkantprofile 29 hat, die auf den
Schienen 17 aufliegen und zwischen den Schienen 17 und
den Winkelprofilen 20 eingeschlossen sind.
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4 zeigt
den Container 10 in geschnittener Seitendarstellung in
einer Endladestellung. Zu erkennen ist, dass die Stützräder 28 ausgeklappt
sind, so dass die Vierkantprofile 29 des Tragrahmens 18 auf
den Stützrädern 28 einerseits und den
Schienen 17 andererseits aufliegen. Wie sich der Figur
weiter entnehmen lässt, ist im Bereich der Stützräder 28 am Tragrahmen 18 eine
Zugstange 30 befestigt. Bei der Zugstange 30 handelt
es sich um eine konventionelle Abschleppstange. Mittels eines nicht
in der Figur dargestellten Fahrzeugs, beispielsweise eines Gabelstaplers
oder eines LKW's lässt sich so mittels der Zugstange 30 der
Tragrahmen 18 mit darauf angeordneten Raketentransportbehältern 22 aus
der Transportstellung der 1 bis 3 in
die in der 4 gezeigte Endladestellung herausziehen,
dabei gleiten die Vierkantprofile 29 auf den Schienen 17 und
werden gleichzeitig von den Fixierblechen 19 und dem Winkelprofil 20 an
einem Abheben von den Schienen 17 gehindert.
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5 zeigt
eine geschnittene Draufsicht auf den Container 10 in dem
Endladezustand. Deutlich ist zu erkennen, dass die Zugstange 30 an
beiden Enden mit Zugösen 31 versehen ist. Die
Zugösen 31 können auf konventionelle
Weise mittels Schäkeln mit dem Tragrahmen 18 und
mit einer Anhängerkupplung an einem Gabelstapler oder einem
LKW verbunden werden.
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6 zeigt
eine Vorderansicht des Containers 10 in der Endladestellung.
Deutlich zu erkennen ist, dass sich die Stützräder 28 in
dem ausgeklappten Zustand auf demselben Niveau befinden, wie der
Boden 12.
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Nicht
in den Figuren dargestellt sind Lagerboxen und Aufnahmen für
die Zugstange 30, die Zurrstange 24 und weitere
Bolzen, Schrauben, Muttern und Unterlagscheiben zum Fixieren des
Tragrahmens 18 an dem Container 10 in der Transportstellung.
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- 10
- Container
- 11
- Sicherungssystem
- 12
- Boden
- 13
- Dach
- 14
- Rückwand
- 15
- Vorderseite
- 16
- Eckbeschlag
- 17
- Schienen
- 18
- Tragrahmen
- 19
- Fixierblech
- 20
- Winkelprofil
- 21
- Halterahmen
- 22
- Behältnis
- 23
- Zurröse
- 24
- Zurrstange
- 25
- Zurröse
- 26
- Seitenwand
- 27
- Tür
- 28
- Stützrad
- 29
- Vierkantprofil
- 30
- Zugstange
- 31
- Zugöse
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102004049035
A1 [0002]