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DE102008028113A1 - Vorrichtung zur Einstellung und Regelung der Bandspannung in Bandanlagen - Google Patents

Vorrichtung zur Einstellung und Regelung der Bandspannung in Bandanlagen Download PDF

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DE102008028113A1
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belt
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dancer roll
tension
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DE102008028113A
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English (en)
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Carl Prof. Dr.-Ing. Kramer
Erik Dipl.-Ing. Seekamp
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CSE SEEKAMP ELEKTROAUSRUESTUNG
Cse Seekamp Elektroausruestungen & Co KG GmbH
WSP GmbH
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CSE SEEKAMP ELEKTROAUSRUESTUNG
Cse Seekamp Elektroausruestungen & Co KG GmbH
WSP GmbH
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Publication date
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    • B65H23/04Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally
    • B65H23/048Registering, tensioning, smoothing or guiding webs longitudinally by positively actuated movable bars or rollers
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    • B65H2555/20Actuating means angular
    • B65H2555/23Actuating means angular magnetic, e.g. rotary solenoids

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  • Controlling Rewinding, Feeding, Winding, Or Abnormalities Of Webs (AREA)

Abstract

Vorrichtung zur Einstellung und Regelung des Bandzuges in Bandanlagen mit einer Tänzerrolle, die in einer Bandschlaufe an dem Band anliegt und deren Kraft auf das Band den Bandzug bestimmt, wobei die Kraft ausschließlich auf elektromagnetischem Weg auf einen gewünschten Wert eingestellt und bei Auslenkung der Tänzerrolle auf diesem eingestellten Wert gehalten wird. Der Einstellbereich der Bandzugkraft umfasst mindestens eine Größenordnung. Bei Linearverstellung der Tänzerrolle dient zur Krafterzeugung eine Vorrichtung nach Art eines Linearmotors. Bei Verstellung der Tänzerrolle mittels Schwenkhebel wirkt an der Schwenkhebelwelle eine Einrichtung nach Art eines Synchronmotors mit hoher Polzahl, die auch im Stillstand das Moment im gewünschten Bereich erzeugen und konstant halten kann. Mechanische Verstellungen oder die Einwirkung pneumatisch oder hydraulisch erzeugter Kräfte sind nicht erforderlich.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur genauen Einstellung und Regelung der Bandzüge und Bandspannungen in Bandanlagen in einem großen Bandzugbereich.
  • Dem Stand der Technik entsprechend wird im Bandlauf eine Bandschlaufe gebildet, in der eine Tänzerrolle auf dem Band aufliegt. Der Bandantrieb, ebenfalls dem Stand der Technik entsprechend, wird durch Rollenkombinationen mit großem Bandumschlingungswinkel, wobei die Rollen angetrieben sind, vor der Tänzerrolle und einer ähnlichen Einheit hinter dem Bandbehandlungsabschnitt der Bandanlage gebildet, in welchem der Bandzug genau einzustellen und zu regeln ist.
  • Die Antriebe werden durch Verzögern bzw. Beschleunigen des einen Bandantriebes gegenüber dem anderen derart geregelt, dass die Tänzerrolle immer im zulässigen Bandschlaufenbereich verbleibt. Dieser Bereich ist durch den Weg definiert, um den sich die Tänzerrolle nach oben oder unten bewegen darf. Um diese Bewegung auszuführen, ist die Tänzerrolle z. B. am Ende eines in hinreichendem Abstand vom Mittelpunkt der Tänzerrolle verlagerten Hebels angebracht. Die Schwenkbewegung des Hebels nach oben oder unten bewirkt die Vertikalbewegung der Tänzerrolle.
  • Die Abweichungen nach oben und nach unten werden durch geeignete Sensoren erfasst und dienen als Steuer- oder Regelgröße für den Bandantrieb. Senkt sich die Tänzerrolle, so wird die Drehgeschwindigkeit der der Tänzerrolle vorgelagerten Bandantriebsrollen reduziert, hebt sich die Tänzerrolle, so wird die Geschwindigkeit entsprechend erhöht. Die Bandspannung wird durch die Kraft bestimmt, mit der die Tänzerrolle in der Bandschlaufe auf dem Band aufliegt.
  • Bei bekannten Bandanlagen, z. B. Anlagen zur Wärmebehandlung dünner Metallbänder oder Schneidlinien, wird die bekannte, auf einem Schwenkarm verlagerte und sich in einer Bandschlaufe auf und ab bewegende Tänzerrolle durch einen vorzugsweise mit Druckluft betriebenen Zylinder derart be- oder entlastet, dass sich der gewünschte Bandzug einstellt.
  • Hierzu ist es erforderlich, wie aus dem Schema 1 ersichtlich, die Bandzugkraft mittels einer Zugmessrolle zu messen und diesem Messwert entsprechend den Luftdruck des Druckluftzylinders zu regeln bzw. einzustellen. Zusätzlich muss die Position der Tänzerrolle erfasst werden, da nach dieser Position der Bandantrieb für den Transport des Bandes zur Tänzerrolle, in 1 die S-Rolle 1, relativ zum Bandantrieb hinter dem Bandbehandlungsteil, gemäß 1 über die S-Rolle 2, geregelt bzw. gesteuert wird. Der Bandantrieb über die S-Rolle 2 hinter der hier als Beispiel für den Bandbehandlungsbereich gewählten Wärmebehandlung dient dabei als Master, der die Bandgeschwindigkeit vorgibt. Der Bandantrieb S1 vor der Tänzerrolle bewegt das Band gegenüber dem Master-Antrieb etwas schneller, wenn sich die Tänzerrolle anhebt, und umgekehrt etwas langsamer wenn diese sich absenkt.
  • Mit Hilfe des Druckluftzylinders kann aber insbesondere bei geringen Bandzügen, die für empfindliche Bänder und für kleine Bandquerschnitte erforderlich sind, die Bandzugkraft nicht genau eingestellt werden. Grund hierfür ist der bei pneumatischen Zylindern bekannte ”Slip and Stick Effect”. Dadurch entsteht bei Druckänderungen zum Zweck der Tänzerrollenverstellung eine ruckartige Zylinderbewegung, wodurch sich die Spannung des Bandes in nicht vorhersagbarer und nicht erfassbarer Weise durch das Zusammenwirken von Bandantrieb und Druckluftzylinder ergibt. Die starken Bandzugschwankungen, durch die das Band z. B. lose und im nächsten Moment wieder straff gespannt wird, sind häufige Ursache für Bandrisse.
  • Außerdem ist die Bandspannungsregelung mittels Pneumatikzylindern auf die Messung der Bandzugkraft angewiesen. Hierzu dient z. B. eine Messrolle, in deren Lager Kraftmesseinrichtungen integriert sind. Da diese Kraftmesseinrichtungen auch für die höchsten Bandzüge ausgelegt sein müssen, arbeiten sie in Bandanlagen, die einen große Bandzugbereich erfordern, bei geringen Bandzügen häufig an der unteren Grenze ihres Messbereichs. Entsprechend ungenau ist dann die Messung, zumal durch die Reibung der Messrollenlagerung noch ein weiterer Fehler hinzukommt.
  • Um die Nachteile der Verwendung von Pneumatik- oder Hydraulikzylindern zu umgehen, beschreibt DE 10 2005 059 822 eine Vorrichtung, bei der die mit der Tänzerrolle auf die Bandschlaufe ausgeübte Kraft durch ein Laufgewicht, das am Tänzerrollenschwenkhebel befestigt ist, erzeugt wird. Um den Bandspannungsbereich über den durch den Verstellbereich des Laufgewichts hinausgehenden Kraftbereichs zu erweitern, können noch Zusatzgewichte aufgelegt werden, mit denen der Bandzug jeweils in Stufen erhöht wird. Zwischen den einzelnen Stufen kann dann der Bandzug durch Verschieben des Laufgewichts verändert werden. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, dass insbesondere bei hohen Bandzügen erhebliche Massen, die zu einem großen polaren Massenträgheitsmoment der die Tänzerrolle verschwenkenden Mechanik führen, verschwenkt werden müssen. Aufgrund dieses hohen Massenträgheitsmoments ist die Vorrichtung nur unzureichend in der Lage, häufig recht rasch erfolgende Bandlängenschwankungen im Bandschlaufenbereich hinreichend schnell genug auszuregeln.
  • Aus EP 0579854 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der die Tänzerrolle, die ebenfalls am freien Ende eines Schwenkarms verlagert ist, mittels eines ein Torsionsmoment erzeugenden Elektromotors in der Bandschlaufe gegen das Band gedrückt wird. Um diesen Andruck zu verändern, z. B. zu verstärken, wird ein Laufgewicht auf dem Schwenkarm entsprechend verfahren, so dass sich der Hebelarm, mit dem das Laufwicht am Schwenkarmdrehgelenkt angreift, vergrößert. Diese Vorrichtung ist jedoch nur für relativ hohe Bandzüge in Walzeinrichtungen für kalte Bänder geeignet. So beträgt zum Beispiel die Reibung, in EP 0579854 als „mechanical loss” bezeichnet, ungefähr 20 N. Dies ist ein höherer Wert als der bei dünnen Metallbändern geringerer Breite bereits höchstzulässige Gesamtzug.
  • Außerdem sind zur Regelung zwei Verstellungen, nämlich Motormoment und Laufgewichtposition, erforderlich, was die Regelung verkompliziert und insbesondere die Regeldynamik einschränkt.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit welcher der Bandzug in einem weiten Bereich von mindestens einer Größenordnung eingestellt und auf dem eingestellten Wert mit guter Genauigkeit konstant gehalten werden kann, ohne dass zusätzlich irgendwelche mechanischen Verstellungen, wie z. B. die Verschiebung eines Laufgewichts, Auflegen oder Abnehmen von Zusatzgewichten oder pneumatisch bzw. hydraulisch erzeugte Krafteinwirkungen erforderlich sind.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die erforderlichen Verstellung sowie Regelung bzw. Steuerung der gewünschten Bandspannkraft ausschließlich auf elektromagnetischem Wege erreicht wird.
  • Dazu wird bei linear in Bandschlaufenrichtung beweglicher, z. B. einer in einer Linearführung verschieblicher Tänzerrolle, die erforderliche, die die Tänzerrolle haltende und in die Normallage zurückführende Kraft mit Hilfe einer, wie ein Linearmotor arbeitenden Einrichtung, die auf die Lagerung der Tänzerrolle einwirkt, erzeugt. Die gleiche Wirkung ist auch mit Hilfe einer vom elektrischen Strom durchflossenen Tauchspule möglich, in welche ein mit der Tänzerrollenlagerung verbundener Kern, mehr oder weniger tief und mehr oder weniger stark, eingezogen wird.
  • Bei Realisierung der Tänzerrollenbewegung durch Verschwenkung eines Hebels, an dessen freiem Ende die Tänzerrolle verlagert ist, wobei die Bewegung der Tänzerrolle in Richtung der Bandschlaufe durch eine Kreisbahn angenähert wird, erfolgt die Kraftwirkung auf die Tänzerrolle durch Einleiten eines elektromagnetisch erzeugten Torsionsmomentes in die den Schwenkhebel drehende und dadurch verschwenkende Schwenkhebelwelle. Die dieses Torsionsmoment erzeugende Einrichtung ist zweckmäßig direkt mit der Schwenkhebelwelle verbunden. Die Einrichtung kann z. B. ein Synchronmotor mit hoher Polzahl sein. Es kann aber auch eine, wie vor beschrieben, linear wirkende Einrichtung auf einen an der Schwenkhebelwelle angebrachten Hebel einwirken, um das Torsionsmoment zu erzeugen.
  • Dieser elektromagnetische Momentenerzeuger kann das erforderlichen Torsionsmoment im Umfang von 1:10 und mehr auch im Stillstand, also ohne Drehbewegung der Schwenkhebelwelle erzeugen und bei Auslenkung des Schwenkhebels auf den jeweils gewünschten Wert konstant halten.
  • Ähnliches gilt entsprechend für die vorerwähnte Linearverstellung.
  • Zur Verdeutlichung der Wirkungsweise einer beispielhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Einrichtung dienen 2 und 3. In 2 ist die zur Gewinnung der Messergebnisse in 3 verwendete Versucheinrichtung skizzenhaft dargestellt. An einem Ende des eine Bandschlaufe bildenden Bandes ist ein Kraftaufnehmer angebracht, das freie Ende des Bandes kann vertikal auf und ab bewegt werden. In der Bandschlaufe liegt die Tänzerrolle auf, die am freien Ende des Schwenkhebels verlagert ist. Mit der Schwenkhebelwelle ist die elektromagnetisch wirkende, das Torsionsmoment erzeugende Einrichtung verbunden. Im vorliegenden beispielhaften Fall ist dies ein mit hoher Polzahl ausgestatteter Synchronmotor. Dieser Synchronmotor ist in der Lage, im Stillstand ein Torsionsmoment, in einem großen Bereich, hier beispielhaft 50 Nm bis 500 Nm, also im Umfang 1:10 zu erzeugen und auch bei Auslenkung konstant zu halten. Außerdem wird mit Hilfe eines Wegaufnehmers die Schwenkbewegung am Ort der Tänzerrolle, also deren Hub, erfasst.
  • Die Diagramme in 3 zeigen die Messergebnisse. Im oberen Diagramm erkennt man, dass die Auf- und Abwärtsbewegung des Bandes mit einer Geschwindigkeit von ca. 60 mm/s, in zeitlichen Verlauf als Sägezahlkurve dargestellt, bei einem eingestellten Bandzug von 50 N zu Bandspannungsschwankungen führt, die im Mittel nur ca. 5% des hier minimalen Bandzuges ausmachen und technisch keine Rolle spielen. Das untere Diagramm gilt für einen höheren Bandzug von 400 N. Hier sind die bei Aufwärts- und Abwärtsbewegung des Bandes entstehenden Bandzugsschwankungen im Kurvenlauf kaum noch erkennbar.
  • Da der Momentenerzeuger, der die Bandzugkraft bestimmt, direkt an der Schwenkhebelwelle angreift, entfallen zusätzliche Reibmomente durch Getriebe oder Reibung von Pneumatik- oder Hydraulikzylindern, die eine Ungenauigkeit der Bandspannungseinstellung zur Folge hätten. Geringe Reibwirkung beschränkt sich lediglich auf die Schwenkhebellager die zweckmäßiger Weise als Leichtlauflager ausgeführt werden.
  • Das Gewicht des Schwenkhebels mit Tänzerrolle muss nicht, wie üblich, durch ein Gegengewicht austariert werden. Das Gewichtskraftmoment kann nämlich ganz oder teilweise durch den Momentenerzeuger kompensiert werden. Durch diese Reduzierung der bewegten Massen wird vorteilhaft das polare Massenträgheitsmoment des Schwenkhebels verringert.
  • Eine beispielhafte, bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch die skizzenhafte Darstellung in 4 erläutert.
  • Die Tänzerrolle 2 ist am freien Ende des Schwenkhebels 3 verlagert. Das feste Ende des Schwenkhebels ist mit der Schwenkhebelwelle 4 drehbar in der Schwenkhebelverlagerung 5 gelagert. Mit der Schwenkhebelwelle 4 ist der Momentenerzeuger 6 direkt verbunden bzw. gekoppelt.
  • Die Umlenkrollen 8 führen das Band 1 in einer Schlaufe. Die oben beschriebene Tänzerrolle 2 liegt zwischen den Umlenkrollen in der Bandschlaufe auf dem Band auf. Das Band wird über die Bandantriebe 7, hier ein S-Rollenblock vor der Tänzerrolle 2, geführt. Der Bandtransport kann in beide Richtungen erfolgen.
  • Ein Schwenkhebelpositionsgeber 11 erfasst die Auslenkung der Tänzerrolle durch nicht synchrones Zu- und Abführen des Bandes in die Bandschlaufe. Die Schwenkhebelposition wird dem Bandgeschwindigkeitssollwert 10 überlagert und dem Geschwindigkeitsregler 9 als Sollwert zugeführt. Eine Drehzahländerung der Bandantriebe 7 bewirkt die Rückführung der Tänzerrolle 2 in die horizontale Mittellage.
  • Die Aufgabe des Momentenreglers 13 ist, aus dem Bandspannungssollwert 19, der Schwenkhebelwinkelstellungskompensation 12 und der Grundgewichtskompensation 14 das erforderliche Moment für den Momentenerzeuger zu berechnen.
  • Die Umlenkrollen sind mit Drehzahlgebern ausgerüstet, deren Drehzahldifferenz die Differenzauswertung 18 erfasst. Die in der Anordnung wirkende Massenträgheit und Gleitreibung wird von der Reibungskompensation 15 und der Massenträgheitskompensation 16 kompensiert.
  • Zum Abgleichen der berechneten Momentenstellwerte mit der tatsächlichen Bandspannung und damit zur Korrektur der Bandspannung, kann das Signal einer Bandspannungsmessung 17 dem Momentenregler 13 überlagert werden. In den meisten Fällen genügt aber eine Steuerung nach der Größe des eingestellten Momentenwertes, da der Betrag des eingestellten Momentes hinreichend genau mit dem Betrag des wirkenden Momentesübereinstimmt.
  • Eine mögliche Auslegung des Momentenerzeugers für einen geforderten Bandzugbereich von 1:10 beschreibt beispielhaft 5. Wird vom Momentenerzeuger kein Torsionsmoment in Schwenkhebelwelle eingeleitet, so wirkt nur die natürliche Gewichtskraft, die am Schwenkhebel und der Tänzerrolle angreift, auf die Bandschlaufe. Dies entspricht im Diagram 5 der Bandzugkraft für M = 0. Dann ist die Bandspannung bei horizontaler Schwenkhebelposition gleich dem halben, durch die Gewichtskräfte erzeugten Moment, dividiert durch die Länge des Schwenkhebelarms. Durch Aufbringen eines positiven oder negativen Momentes über den Momentenerzeuger auf die Schwenkhebelwelle vergrößert oder verringert sich die Bandspannung direkt proportional zum Moment.
  • Um jeglichen Gewichtseinfluss auszuschalten, kann der Schwenkhebel mit Tänzerrolle so angeordnet werden, dass er in Ruhelage entsprechend der Mittenposition der Bandschlaufe frei von Horizontalkräften nach unten hängt. Dann liegt die Mittellinie der Bandschlaufe horizontal und die Bewegung der Tänzerrolle bei Auslenkung wird durch einen horizontal positionierten Kreisbogen angenähert.
  • Für spezielle Anwendungen kann der Schwenkhebel auch vertikal stehen statt vertikal hängen. Auch für diesen Fall liegt die Bandschlaufe horizontal.
  • 1
    Band
    2
    Tänzerrolle
    3
    Schwenkhebel
    4
    Schwenkhebelwelle
    5
    Schwenkhebelverlagerung
    6
    Momentenerzeuger (elektromagnetisch, elektromotorisch)
    7
    Bandantriebe
    8
    Umlenkrollen
    9
    Geschwindigkeitsregler
    10
    Bandgeschwindigkeitssollwert
    11
    Schwenkhebelpositionsgeber
    12
    Schwenkhebelwinkelstellungskompensation
    13
    Momentenregler
    14
    Grundgewichtkompensation
    15
    Reibungskompensation
    16
    Massenträgheitskompensation
    17
    Bandspannungsmessung
    18
    Drehzahldifferenzerfassung
    19
    Bandspannungssollwert
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102005059822 [0009]
    • - EP 0579854 [0010, 0010]

Claims (6)

  1. Vorrichtung zur Regelung und Steuerung des Bandzuges in einer Bandanlage mit einer das Band in einer Bandschlaufe spannenden Tänzerrolle, wobei die Tänzerrolle in Bandschlaufenrichtung beweglich verlagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung und Veränderung der von der Tänzerrolle auf das Band ausgeübten Kraft ausschließlich auf elektromagnetischem Wege erfolgt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tänzerrolle am freien Ende eines Schwenkhebels verlagert ist und die das Band spannende Kraft der Tänzerrolle durch ein elektromagnetisch erzeugtes Drehmoment, das als Torsionsmoment auf die Welle der Schwenkhebelverlagerung einwirkt, entsteht.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei linear in Bandschlaufenrichtung verschieblicher Tänzerrolle die auf die Tänzerrolle ausgerichtete und den Bandzug bestimmende verstellbare Kraft mit Hilfe einer wie ein Linearmotor wirkenden Einrichtung erzeugt wird.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel, bei, was die Größe der Bandschlaufe betrifft, Mittelstellung der Tänzerrolle sich in horizontaler Lage befindet.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkhebel bei, was die Größe der Bandschlaufe betrifft, Mittelstellung der Tänzerrolle sich in einer vertikalen Lage befindet.
  6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das auf elektromagnetischen Wege erzeugte Drehmoment für hohe Bandzüge in gleicher Drehrichtung wirkt wie das am Schwenkhebel angreifende Gewichtsmoment und für niedrige Bandzüge diesem Gewichtsmoment entgegengerichtet ist.
DE102008028113A 2008-06-13 2008-06-13 Vorrichtung zur Einstellung und Regelung der Bandspannung in Bandanlagen Withdrawn DE102008028113A1 (de)

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