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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine modular aufgebaute Armbanduhranordnung,
welche insbesondere an einem Handgelenk getragen werden kann.
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Aus
dem Stand der Technik sind klassische Armbanduhren in vielfältigen Ausgestaltungen
bekannt. Ferner wurde in jüngster
Zeit vorgeschlagen, auch beispielsweise ein Mobiltelefon mittels
eines Armbandes an einem Handgelenk zu tragen. Nachteilig hierbei
sind insbesondere die großen
Abmessungen des Mobiltelefons, welche insbesondere durch die relativ
große
Anzeige sowie die notwendige Eingabeeinrichtung, z. B. eine Tastatur
o. Ä. vorgegeben
ist. Ferner wurden in jüngster
Zeit bei der Verwendung von Mobiltelefonen auch weitere vielfältige Nutzungsmöglichkeiten,
beispielsweise Nutzung von Internetinhalten, Musik, Spiele usw.
möglich.
Derartige zusätzliche
Möglichkeiten
in Verbindung mit dem Mobiltelefon führen jedoch zu einem weiteren
größeren Raumbedarf
bei den Mobiltelefonen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass
nicht jeder Nutzer auch alle notwendigen Möglichkeiten, welche durch die sich
entwickelnde Technik heutzutage möglich sind, tatsächlich auch
braucht bzw. wünscht.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine modular aufgebaute
Armbanduhranordnung bereitzustellen, welche insbesondere eine Individualisierung
auf einen bestimmten Nutzer ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird durch eine modular aufgebaute Armbanduhranordnung mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche zeigen bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung.
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Die
erfindungsgemäße modulare
Armbanduhranordnung weist den Vorteil auf, dass sie individuell
auf einen Nutzer angepasst werden kann. Hierzu umfasst die Armbanduhranordnung
eine Vielzahl von Modulen, wobei die Vielzahl von Modulen wenigstens ein
Uhrmodul und wenigstens ein Elektronikmodul umfasst. Die Vielzahl
der Module ist an der Armbanduhranordnung lösbar angeordnet. Mit anderen
Worten können
einzelne Module von der Armbanduhranordnung entfernt bzw. andere
Module an der Armbanduhranordnung befestigt werden. Hierdurch kann ein
Nutzer eine individuell an seine Erfordernisse angepasste Armbanduhranordnung
zusammenstellen. Somit kann ein Nutzer die Module individuell kombinieren,
so dass er beispielsweise eine verbesserte Leistung durch die Verwendung
mehrerer Stromversorgungsmodule oder zusätzlicher Speichermodule o. Ä. erhält. Das
Lösen bzw.
das Befestigung der einzelnen Module an der Armbanduhranordnung
kann beispielsweise über
Clipsverbindungen oder formschlüssige
Rastverbindungen oder Steckverbindungen erfolgen.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist
das Elektronikmodul lösbar
direkt am Uhrmodul befestigt. Hierdurch kann über festgelegte Verbindungsschnittstellen
zwischen Uhrmodul und anderen Elektronikmodulen eine direkte Verbindung
von Modul zu Modul ermöglicht
werden.
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Weiter
bevorzugt umfasst die Armbanduhranordnung eine flexible Verbindungseinrichtung,
welche eine flexible Verbindung zwischen den einzelnen Modulen ermöglicht.
Hierdurch kann eine Vielzahl von einzelnen Modulen miteinander flexibel
verbunden werden, so dass über
die einzelnen miteinander verbundenen Module das Armband der Armbanduhranordnung
bereitgestellt werden kann. Hierbei muss lediglich beachtet werden,
dass entsprechend einer Handgelenksgröße eines Nutzers eine entsprechende
Anzahl von Modulen miteinander verbunden wird. Hierbei ist es auch
möglich,
funktionslose Verbindungsmodule zu verwenden, so dass die Module die
Funktion des Armbands übernehmen.
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Gemäß einer
Alternative der vorliegenden Erfindung sind das Uhrmodul und die
Elektronikmodule am Armband lösbar
befestigt. Hierdurch kann beispielsweise eine Uhr mit einem bestimmten
Armband vorgegeben werden und dann beliebig Elektronikmodule hinzugefügt bzw.
entfernt werden, wobei die Elektronikmodule am Armband befestigt
bzw. gelöst
werden. Auch ist es möglich,
dass in jedem Modul ein aufklappbares Element vorgesehen ist, mit welchem
das Modul dann am Armband befestigt werden kann, indem das Armband
zwischen das aufklappbare Element und das eigentliche Modul angeordnet
wird und das aufklappbare Element dann wieder verschlossen wird.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung umfasst
das Armband eine Leitung für
eine Funktionsverbindung zwischen den einzelnen Modulen. Die Funktionsverbindung
ist insbesondere eine Stromverbindung und/oder eine Informationsverbindung.
Hierdurch ist es möglich,
dass die einzelnen Module miteinander kommunizieren können bzw. über eine
zentrale Stromversorgung mit Strom versorgt werden können.
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Weiter
bevorzugt sind die Module auf dem Armband verschiebbar angeordnet.
Hierdurch kann auf einfache Weise eine Reihenfolge der Module bzw.
ein Abstand der Module verändert
werden.
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Besonders
bevorzugt umfasst die modulare Armbanduhranordnung einen Verschluss,
um das Armband zu öffnen.
Hierdurch kann neben einem vereinfachten Anlegen bzw. Ablegen dieser
Armbanduhranordnung auch ein besseres Montieren bzw. Demontieren
der Module vom Armband ermöglicht
werden.
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Weiter
bevorzugt umfasst die Armbanduhranordnung gemäß der Erfindung Rastverbindungen zwischen
den einzelnen Modulen. Hierdurch können bei einem geöffneten
Verschluss des Armbands die einzelnen Module fest miteinander verbunden
werden, so dass eine steife Verbindung zwischen den einzelnen Modulen
erhalten wird. Dadurch kann die erfindungsgemäße Armbanduhranordnung auch
als digitaler Stift verwendet werden.
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Um
eine größtmögliche Variabilität zu ermöglichen,
umfassen die jeweiligen Module vorzugsweise jeweils eine eigene
Stromversorgung. Hierdurch ist eine beliebige Kombination von Modulen
für die Armbanduhranordnung
möglich.
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Als
Module für
die Armbanduhranordnung werden vorzugsweise neben einem Uhrenmodul auch
verschiedene Elektronikmodule verwendet. Die Elektronikmodule können beispielsweise
als Mobiltelefon-Modul oder als Stromversorgungs-Modul, insbesondere
Solarmodul, Brennstoffzellenmodul, Akkumodul, oder als Kameramodul,
insbesondere Fotokamera oder Videokamera, oder als Anzeigemodul, insbesondere
LCD-Display, oder als Eingabemodul, insbesondere als Touch Screen-Modul, oder als Scanner-Modul,
oder als Speicher-Modul ausgebildet sein.
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Nachfolgend
werden bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitende Zeichnung im
Detail beschrieben. In der Zeichnung ist:
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1 eine
schematische Ansicht einer Armbanduhranordnung gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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2 eine
schematische Ansicht der in 1 gezeigten
Armbanduhranordnung mit teilweise demontierten Modulen,
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3 eine
schematische Ansicht einer Armbanduhranordnung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
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4 eine
schematische Ansicht einer Armbanduhranordnung gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung,
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5 eine
Ansicht einer Nutzung der Armbanduhranordnung und
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6 eine
Ansicht einer Verwendung der in 4 gezeigten
Armbanduhranordnung als digitaler Stift.
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Nachfolgend
wird unter Bezugnahme auf die 1 und 2 eine
Armbanduhranordnung gemäß einem
ersten bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Detail beschrieben.
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Wie
aus 1 ersichtlich ist, umfasst die Armbanduhranordnung 1 eine
Vielzahl von Modulen, wobei 2 ein Uhrmodul bezeichnet und
die Bezugszeichen 4 bis 8 Elektronikmodule bezeichnen.
Insbesondere umfasst dieses Ausführungsbeispiel
als Elektronikmodule ein Mobiltelefonmodul 4, zwei Stromversorgungsmodule 5,
ein Kameramodul 6, ein Speichermodul 7 und ein
Spielemodul 8. Weiter umfasst die Armbanduhranordnung 1 des
ersten Ausführungsbeispiels
ein Armband 3, welches in diesem Ausführungsbeispiel als funktionsverbindendes
Armband ausgebildet ist. Hierzu umfasst das Armband 3 eine
erste elastische Leitung 3a und eine zweite elastische
Leitung 3b. Die Vielzahl der Module ist lösbar am
Armband 3 mittels einer Clipsverbindung verbunden, wobei
die einzelnen Module über
die Leitungen 3a, 3b im Armband miteinander informationstechnisch
und zur Stromversorgung verbunden sind. Das Armband 3 ist
dabei elastisch ausgebildet, um es einfach über eine Hand streifen zu können. Hierdurch kann
auf einen Verschluss verzichtet werden.
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2 zeigt
einen Zustand der Armbanduhranordnung 1 des ersten Ausführungsbeispiels, bei
dem zur besseren Verdeutlichung des modulartigen Aufbaus alle Elektronikmodule
vom Armband 3 entfernt sind. Am Armband 3 ist
lediglich noch das Uhrmodul 2 befestigt. Durch einfaches
Hinzufügen bzw.
Entfernen verschiedener Elektronikmodule kann somit eine individuell
ausgestaltete Armbanduhranordnung 1 durch einen Nutzer
zusammengestellt werden. Hierbei kann der Nutzer beispielsweise auch
auf einfache Weise schnell seine Armbanduhranordnung umbauen, um
für unterschiedliche
Einsatzzwecke, wie z. B. Büro
oder Freizeit, angepasst zu sein. Der Nutzer kann sich hierbei eine
individuelle Kombination verschiedener Module zusammenstellen. Wenn
er beispielsweise mehr Leistung benötigt, kann er mehrere Stromversorgungsmodule 5 hinzufügen.
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Als
Stromversorgungsmodule kommen hierbei Akku-Module, Solar-Module,
Brennstoffzellen-Module o. Ä.
zur Verwendung. Ferner können verschiedene
Funktionsmodule mit Speicherfunktion, Foto-Video-Funktion, Spiele-Funktion,
Grafik-Funktion, Projektions-Funktion, mit Sicherheits-Funktion, wie
z. B. zur Abfrage biometrischer Daten (Irisscanner, Fingerabdruckscanner),
GPS-Funktion, Musik-Funktion, Internet-Funktion, Telefon-Funktion, elektronische
Zahlungs-Funktion, RFID-Funktion usw. eingesetzt werden.
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3 zeigt
eine modulare Armbanduhranordnung 1 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, wobei gleiche bzw. funktional gleiche
Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel
bezeichnet sind. Die Armbanduhranordnung 1 des zweiten
Ausführungsbeispiels
entspricht dabei im Wesentlichen der des ersten Ausführungsbeispiels,
wobei im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel die Armbanduhranordnung 1 des
zweiten Ausführungsbeispiels
verschiebbare Module aufweist. Die Vielzahl von Modulen ist dabei
am Armband 3 verschiebbar angeordnet. Ferner umfasst die
Armbanduhranordnung 1 des zweiten Ausführungsbeispiels einen Verschluss 10,
welcher einen ersten Verschluss teil 10a und einen zweiten
Verschlussteil 10b umfasst. Hierdurch kann die Armbanduhranordnung 1 einfach
an ein Handgelenk angelegt werden. Ferner kann die Armbanduhranordnung 1 einfach
beispielsweise auf einem Tisch abgelegt werden und dann ein Austausch
bzw. ein Verschieben der Vielzahl von Modulen vorgenommen werden.
Weiterhin sind an den einzelnen Modulen jeweils Rastverbindungen 9 vorgesehen,
so dass ein Modul mit einem benachbarten Modul fest verbunden werden
kann. Hierdurch ergibt sich die Möglichkeit, die Armbanduhranordnung 1 auch
beispielsweise als digitalen Stift zu verwenden, wenn die Module
zusammengeschoben und verrastet sind. Dies ist in 6 dargestellt.
Da die Positionen der Rastverbindungen 9 an den Modulen
festgelegt sind, können
die einzelnen Module an beliebigen Stellen am Armband 3 fixiert
werden. Ansonsten entspricht dieses Ausführungsbeispiel dem ersten Ausführungsbeispiel,
so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.
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4 zeigt
eine Armbanduhranordnung 1 gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, wobei gleiche bzw. funktional gleiche
Teile mit den gleichen Bezugszeichen wie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
bezeichnet sind.
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Wie
aus 4 ersichtlich ist, sind die Module der Armbanduhranordnung 1 direkt
miteinander verbunden. Hierzu ist eine nicht gezeigte flexible Verbindungseinrichtung
zwischen jeweils benachbarten Modulen vorgesehen. Dadurch kann das
Armband ähnlich
wie eine Gliederkette um ein Handgelenk getragen werden. Ein Verschluss 10 mit
erstem und zweitem Verschlussteil 10a, 10b verschließt dann
die Armbanduhranordnung 1. Die einzelnen Module können voneinander
gelöst
und ausgetauscht werden. Ansonsten entspricht dieses Ausführungsbeispiel den
vorhergehenden Ausführungsbeispielen,
so dass auf die dort gegebene Beschreibung verwiesen werden kann.