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DE102008025118A1 - Schaltknauf mit Schlüsselfunktion - Google Patents

Schaltknauf mit Schlüsselfunktion Download PDF

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DE102008025118A1
DE102008025118A1 DE200810025118 DE102008025118A DE102008025118A1 DE 102008025118 A1 DE102008025118 A1 DE 102008025118A1 DE 200810025118 DE200810025118 DE 200810025118 DE 102008025118 A DE102008025118 A DE 102008025118A DE 102008025118 A1 DE102008025118 A1 DE 102008025118A1
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Germany
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DE200810025118
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English (en)
Inventor
Karsten Dr. Rüter
Raimund Dr. Kreis
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Lisa Draexlmaier GmbH
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Lisa Draexlmaier GmbH
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H59/00Control inputs to control units of change-speed- or reversing-gearings for conveying rotary motion
    • F16H59/02Selector apparatus
    • F16H59/0278Constructional features of the selector lever, e.g. grip parts, mounting or manufacturing
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R25/00Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles
    • B60R25/01Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles operating on vehicle systems or fittings, e.g. on doors, seats or windscreens
    • B60R25/04Fittings or systems for preventing or indicating unauthorised use or theft of vehicles operating on vehicle systems or fittings, e.g. on doors, seats or windscreens operating on the propulsion system, e.g. engine or drive motor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60KARRANGEMENT OR MOUNTING OF PROPULSION UNITS OR OF TRANSMISSIONS IN VEHICLES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF PLURAL DIVERSE PRIME-MOVERS IN VEHICLES; AUXILIARY DRIVES FOR VEHICLES; INSTRUMENTATION OR DASHBOARDS FOR VEHICLES; ARRANGEMENTS IN CONNECTION WITH COOLING, AIR INTAKE, GAS EXHAUST OR FUEL SUPPLY OF PROPULSION UNITS IN VEHICLES
    • B60K20/00Arrangement or mounting of change-speed gearing control devices in vehicles
    • B60K20/02Arrangement or mounting of change-speed gearing control devices in vehicles of initiating means
    • B60K20/04Arrangement or mounting of change-speed gearing control devices in vehicles of initiating means floor mounted

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangement Or Mounting Of Control Devices For Change-Speed Gearing (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein System aus einer Schalt-/Wählhebeleinheit in einem Kraftfahrzeug und einer Schlüsseleinheit, die zum Bilden eines Schalt-/Wählhebels mit der Schalt-/Wählhebeleinheit verbindbar und von der Schalt-/Wählhebeleinheit lösbar ist, wobei durch das Anbringen der Schlüsseleinheit an die Schalt-/Wählhebeleinheit eine oder mehrere Fahrzeugfunktionen freigegeben und/oder ausgeführt werden, und einen abnehmbaren Schaltknauf, der als Schlüsseleinheit dient.

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft ein System aus einer Schalt-/Wählhebeleinheit in einem Kraftfahrzeug und einer Schlüsseleinheit, und einen abnehmbaren Schaltknauf mit Schlüsselfunktion.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Mechanische Schlüssel zum Ver-/Entriegeln eines Fahrzeugs und zum Starten des Motors verlieren mehr und mehr an Bedeutung. Zentralverriegelungen von Klappen und Türen können durch Fernbedienungen und Keycards bedient werden. Motoren werden immer häufiger durch Start-Stopp-Knöpfe gestartet (Keyless-go).
  • Die Kontrolle über den Fahrzeugzugang stellt einerseits ein immanentes Bedürfnis des Menschen dar, andererseits aber auch ein rechtliches Problem. Der Schlüssel dient zur Identifizierung des Nutzers und wird dabei als Identifikations- und „Macht”-Symbol (Insignie) verstanden. Schließsystemen ohne Sender und Empfänger, die auf der Erkennung biometrischer Daten (Fingerabdruck, Retina usw.) direkt am Fahrzeug beruhen, mangelt es an dieser Symbolik. Ferner sind solche Schließsysteme an einen Nutzer gebunden und für eine Fernbedienung nicht geeignet. Ein Entfallen des Schlüssels ist in absehbarer Zukunft daher nicht zu erwarten.
  • Vielmehr wird erwartet, dass Sekundärfunktionen in den Vordergrund treten. Der Schlüssel kann hierbei als Accessoire, Lifestyle-Produkt oder Statussymbol angesehen werden. Eine fortschreitende Integration von Funktionen in den Fahrzeugschlüssel hat zur Folge, dass die eigentliche Funktion des Schließens in den Hintergrund tritt.
  • Programmierbare Schlüssel mit Datenspeichern können zukünftig stärker zur Individualisierung und Personalisierung genutzt werden. Die geometrische Form des Schlüssels spielt kaum noch eine Rolle, so dass Schlüsselkollektionen denkbar sind. Mit Hilfe eines Datenspeichers im Schlüssel könnten persönliche Daten, zum Beispiel bevorzugte Fahrzeugeinstellungen, gespeichert und von einem Fahrzeug auf ein anderes übertragen werden.
  • Eine Zünd-Anlassschalteinrichtung mit einer Keycard ist aus der DE 10 2005 062 162 A1 bekannt, bei der eine Handhabe in eine Aufnahme in einer Einsteckrichtung bewegbar einbringbar ist, wobei eine an der Aufnahme angeordnete mechanische Kopplungseinrichtung mit der Handhabe koppelbar ist. Durch einen Schleifkontakt und eine Kontaktfläche wird ein primärer Stromkreis einer Schaltung des Kraftfahrzeugs direkt geschlossen.
  • Ferner sind Schalt-/Wählhebel aus dem Stand der Technik bekannt, die neben der Fahrmoduswahl bzw. Gangwahl weitere Funktionen aufweisen. Beispielsweise beschreibt die DE 100 02 441 B4 eine Vorrichtung zur Übergabe von Fahrerwünschen an eine Steuereinrichtung eines Fahrzeugs. Hierbei weist der Schaltknauf zumindest ein Betätigungsorgan auf, um beispielsweise den Motor zu starten. Ähnlich funktionalisierte Wähleinrichtungen sind aus der DE 197 14 495 A1 und der EP 1 502 802 A1 bekannt.
  • Bisher wird zum Starten eines Fahrzeugs nach dem Türöffnen ein Schlüssel in ein Zündschloss gesteckt und gedreht bzw. in einen Einschub geschoben und ein Start-Stopp-Knopf gedrückt. Weiterhin muss die Parkbremse mechanisch durch Ausrasten eines Hand- oder Fußhebels oder elektronisch durch Knopfdruck gelöst und anschließend der gewünschte Gang eingelegt werden. Die Bedienelemente zu diesem Startvorgang sind über das Cockpit inklusive Lenkrad und Fußraum sowie die Mittelkonsole verteilt. Mit der Zunahme an Fahrzeugfunktionen besteht daher ein Bedarf an einer ergonomischeren Gestaltung von Bedienfunktionen und Bedienvorgängen.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, Bedienvorgänge eines Fahrzeugs ergonomischer zu gestalten.
  • Die Aufgabe wird mit einem System aus einer Schalt-/Wählhebeleinheit und einer Schlüsseleinheit nach Anspruch 1 und einem abnehmbaren Schaltknauf nach Anspruch 10 gelöst.
  • Danach ist die Schalt-/Wählhebeleinheit in einem Fahrzeug mit der Schlüsseleinheit verbindbar und lösbar. In dem verbundenen Zustand bilden die Schalt-/Wählhebeleinheit und die Schlüsseleinheit den Schalt-/Wählhebel des Fahrzeugs. Die Schlüsseleinheit kann hierbei die gängigen Funktionen zum Öffnen und Schließen von Klappen bzw. Türen des Fahrzeugs von außen übernehmen. Ferner können durch das Anbringen der Schlüsseleinheit an die Schalt-/Wählhebeleinheit eine oder mehrere Fahrzeugfunktionen entriegelt bzw. freigegeben und/oder ausgeführt werden. Es ist hierbei unerheblich, ob es sich um einen Schalthebel für die Gangwahl oder um einen Wählhebel bei einem Automatikgetriebe handelt. Die Schalt-/Wählhebeleinheit wird sowohl beim Starten als auch beim Ausschalten des Motors bedient. Durch das Verlagern der Zündungsfreigabe mittels des Schlüssels hin zur Schalt-/Wählhebeleinheit wird eine ergonomischere Bedienung des Fahrzeugs ermöglicht. Eine solche Zentralisierung von Funktionen kann die Anzahl der Handgriffe zum Starten und/oder Bedienen des Fahrzeugs verringern. Anders ausgedrückt, die Integration von Start-Stopp-Knopf, Parkbremse und/oder Schlüsseleinheit in die Schalt-/Wählhebeleinheit bzw. deren unmittelbare Umgebung hat den Vorteil, dass grundlegende Bedienfunktionen räumlich zusammengelegt werden und so eine ergonomische und intuitive Bedienung ermöglicht wird. Die Schlüsseleinheit kann auf verschiedene Weise, beispielsweise in mehreren Stufen, an der Schalt-/Wählhebeleinheit anbringbar sein, um verschiedene Funktionsgruppen unabhängig voneinander zu verriegeln und freizugeben.
  • Durch die elektronische Identifizierung, die mehr und mehr den klassischen mechanischen Schlüssel ablöst, ergeben sich weitere Design- und Gestaltungsspielräume für den Schlüssel. Diese können genutzt werden, um den Schaltknauf vorzugsweise direkt als Schlüsseleinheit vorzusehen. Denkbar ist auch, dass ein Teil des Schaltknaufs, beispielsweise die obere Halbschale, als Schlüsseleinheit dient.
  • Vorzugsweise umfasst die Schlüsseleinheit eine Fernbedienungselektronik, um Sekundärfunktionen einfacher in die Schlüsseleinheit integrieren zu können. Es ist bei dieser Ausführungsform nicht notwendig, mittels einer mechanischen Verbindung der Schlüsseleinheit mit der Schalt-/Wählhebeleinheit für eine Signalverbindung zwischen einer Fahrzeugelektronik und der Schlüsseleinheit zu sorgen. Indem ein Sensor im Cockpit des Fahrzeugs integriert ist, können Informationen beispielsweise über eine Infrarotschnittstelle zwischen der Fahrzeugelektronik und der Schlüsseleinheit ausgetauscht werden.
  • Vorzugsweise wird der Startvorgang des Fahrzeugs durch eine Verbindung der Schalt-/Wählhebeleinheit mit der Schlüsseleinheit und eine mechanische und/oder elektronische Identifikation der Schlüsseleinheit freigegeben, um das Starten des Fahrzeugs ergonomischer zu gestalten. Das Starten und Stoppen des Motors kann über einen Start-Stopp-Knopf auf der Schlüsseleinheit, auf der Schalt-/Wählhebeleinheit oder auf der Mittelkonsole des Fahrzeugs durchgeführt werden.
  • Vorzugsweise enthält die Schlüsseleinheit eine Schlüsselelektronik mit Datenspeicher und Übertragungseinheit, wobei die Schlüsselelektronik mit einer Fahrzeugelektronik physisch oder drahtlos verbindbar ist und mit dieser kommunizieren kann. Auf diese Weise können Nutzereinstellungen des Fahrzeugs, wie beispielsweise Sitzpositionen oder Einstellungen der Bordelektronik, einfach personalisiert werden. Die Schlüsseleinheit dient als Informationsträger. Die Übertragung von Informationen zwischen Schlüsseleinheit und Bordelektronik kann physisch über eine direkte elektrische Verbindung oder drahtlos erfolgen.
  • Vorzugsweise wird das Fahrzeug über ein Bedienelement an der Schlüsseleinheit oder der Schalt-/Wählhebeleinheit gestartet. Indem die Verbindung des Schlüssels mit der Schalt-/Wählhebeleinheit und ggf. mit einer Identifikation des Schlüssels an der Schalt-/Wählhebeleinheit erfolgt, ist es sinnvoll, die Funktion des Startens des Fahrzeugs entweder an der Schlüsseleinheit oder der Schalt-/Wählhebeleinheit vorzusehen, um den Start- bzw. Stopp-Vorgang des Fahrzeugs ergonomischer zu gestalten.
  • Vorzugsweise umfasst die Schlüsseleinheit weitere Bedieneinheiten, Displays und/oder Kombinationen, wie beispielsweise ein Touchscreen, um weitere Funktionen in der Schlüsseleinheit zusammenzufassen.
  • Vorzugsweise umfasst die Schlüsseleinheit einen Sender, der mit einem Fahrzeugempfänger über Ver-/Entriegelungssignale zusammenwirkt, um das Fahrzeug verschließen und öffnen zu können, auch wenn die Schlüsseleinheit nicht mit der Schalt-/Wählhebeleinheit verbunden ist. Bestimmte Funktionen, wie beispielsweise das Öffnen und Schließen des Fahrzeugs, sollen auch dann zur Verfügung stehen und über die Schlüsseleinheit bedient werden können, wenn die Schlüsseleinheit nicht mit der Schalt-/Wählhebeleinheit verbunden ist.
  • Vorzugsweise ist die Schlüsseleinheit in die Schalt-/Wählhebeleinheit einschiebbar und herausziehbar, um eine sichere aber lösbare Verbindung zu schaffen. Die Verbindung der Schlüsseleinheit mit der Schalt-/Wählhebeleinheit kann über einen Reibschluss, Formschluss oder mittels Hilfselementen erfolgen. Eine sichere aber lösbare Verbindung ist auch dann notwendig, wenn der Schaltknauf die Schlüsseleinheit ist. Welcher Verbindungsmechanismus sinnvoll verwendet wird, hängt unter anderem von der konkreten Ausgestaltung der Schlüsseleinheit relativ zur Schalt-/Wählhebeleinheit ab.
  • Die Aufgabe wird ferner mit einem abnehmbaren Schaltknauf mit Schlüsselfunktion gelöst, der als Schlüsseleinheit dient und mit einer Schalt-/Wählhebeleinheit verbindbar und von dieser lösbar ist. Der „Schaltknauf” ist in der Anmeldung so zu verstehen, dass er zumindest als wesentlicher Bestandteil des Schalt-/Wählhebels erkennbar ist. Unter dem Begriff des „Schaltknaufs” soll insbesondere auch ein Kugelabschnitt oder Kugelausschnitt einer Schaltknaufeinheit mit umfasst sein.
  • Kurze Beschreibung der Figuren
  • 1A und 1B zeigen schematisch die Funktion eines Schaltknaufs als Schlüsseleinheit außerhalb und innerhalb des Fahrzeugs.
  • 2 zeigt schematisch den Aufbau und die Komponenten des abnehmbaren Schaltknaufs.
  • 3A und 3B zeigen weitere Integrationskonzepte.
  • 4A bis 4C zeigen schematisch Mechanismen für eine mechanische Verbindung zwischen Schlüsseleinheit und Schalt-/Wählhebeleinheit durch Reibschluss.
  • 5A bis 5D zeigen schematisch Mechanismen für eine mechanische Verbindung zwischen Schlüsseleinheit und Schalt-/Wählhebeleinheit durch Formschluss.
  • 6 zeigt schematisch einen Mechanismus einer mechanischen Verbindung mittels eines Bajonettverschlusses.
  • 7A bis 7C zeigen schematisch Mechanismen für eine mechanische Verbindung zwischen Schlüsseleinheit und Schalt-/Wählhebeleinheit mittels reversibel verformbarer Elemente.
  • 8A bis 8D zeigen schematisch Mechanismen zum Lösen des Schlüssels.
  • 9A und 9B zeigen schematisch Mechanismen für das Verbinden und Lösen speziell von Knäufen.
  • Wege zur Ausführung der Erfindung
  • 1A zeigt die Funktion der Schlüsseleinheit außerhalb des Fahrzeugs. Hier ist die Schlüsseleinheit ein Schaltknauf 1. Der Schaltknauf weist einen Identifikationscode auf und sendet ein Signal (permanent oder auf Knopfdruck), das von einem Lesegerät, das in der Fahrertür 100 vorgesehen sein kann, empfangen wird. Das Lesegerät erkennt den Code bei Annäherung des Schlüssels 1 und öffnet als Folge eines Signals die Zentralverrieglung.
  • 1B zeigt die Funktion des Schaltknaufs 1 innerhalb des Fahrzeugs. Der Schaltknauf 1 ist bereits an der Schalt-/Wählhebeleinheit 2 angebracht. Beispielhaft erfolgt in der Ausführungsform die Kommunikation zwischen dem Schaltknauf 1 und dem Fahrzeug über einem Sensor/Sender 300. Der Sensor/Sender 300 erfasst den gewählten Gang und sendet den gewählten Gang an den Knauf 1, um diesen beispielsweise auf einem Display anzeigen zu können. Ferner ist in der Mittelkonsole 200 ein so genannter Keyless-go-Taster 400 vorgesehen, der in der Lage ist, den Identifikationscode des Schaltknaufs 1 zu erkennen, die Zündung freizugeben und durch Knopfdruck den Motor zu starten. In der Ausführungsform ist der Schaltknauf 1 mechanisch mit der Schalt-/Wählhebeleinheit 2 verbunden. Die Informationsübertragung erfolgt verschleißarm und kostengünstig auf eine drahtlose Weise.
  • 2 zeigt schematisch den Aufbau des Schaltknaufs 1. Der Schaltknauf 1 steht beispielhaft für die Schlüsseleinheit. Es sei bemerkt, dass ein solcher oder ähnlicher Aufbau auch in einem abnehmbaren Teil – der Schlüsseleinheit – des Schalt-/Wählhebels vorgesehen sein kann.
  • Referenzzeichen 10 bezeichnet einen Datenträger/Transponder mit Identifikationscode. Vorzugsweise ist der Datenträger/Transponder 10 ein RFID. Ein RFID-Tag wird in Drucktechnik hergestellt und ist daher dünn, flexibel und preiswert. Ein RFID wird passiv betrieben, d. h. es ist dafür kein Energiespeicher notwendig. Der RFID wird vom Schreibgerät/Sender versorgt. Da eine Reichweite unter 6 m ausreichend ist, liegen übliche Frequenzen bei 13, 56, 433 oder 868 MHz. Der Datenspeicher im Datenträger/Transponder 10 enthält einen Identifikationscode, ggf. den gewählten Gang, ergonomische Daten des Fahrers oder bevorzugte Fahrzeugeinstellungen. Der zum Türöffnen notwendige Identifikationscode ist auf dem RFID gespeichert. Ein aktives Entriegelungssignal kann ggf. über einen Sender abgegeben werden. Zum Motorstart ist das Vorhandensein des Identifikationscodes auf dem RFID ausreichend.
  • Eine Elektronik 20 liest den Datenträger/Transponder 10 aus und steuert ggf. ein Display 60. Vorzugsweise ist die Elektronik eine gedruckte (Polymer-)Elektronik, da diese dünn, flexibel und preiswert ist und eine Integration des Transponders ermöglicht.
  • Ein Energiespeicher 30 (Knopfzellen, Li-Ionen-Akku, Brennstoffzelle) versorgt die Elektronik 20 und ein Display 60 mit Strom. Gegebenfalls ist der Energiespeicher 30 auch für das aktive Senden von Signalen notwendig. Vorzugsweise ist der Energiespeicher ein Akku mit hoher Energiedichte, so dass bei geringem Bauraum lange Standzeiten/Wechselzyklen möglich sind. Ferner kann der Akku drahtlos (beispielsweise über Wechselfelder) aufladbar sein, so dass kein Auswechseln des Akkus zum Aufladen während der Lebenszeit notwendig ist.
  • Referenzzeichen 40 bezeichnet einen Schnellverschluss zum einfachen Abnehmen des Schaltknaufs, beispielsweise einen Bajonettverschluss. Ein mechanischer Ersatzschlüssel 50 kann als Notschlüssel vorgesehen sein. Zum Anzeigen des gewählten Ganges oder anderer Informationen oder als Beleuchtungselement ist in der Ausführungsform ein Display 60 vorgesehen. Das Display 60 ist vorzugsweise ein stromsparendes, biegsames und/oder transparentes Display (beispielsweise ein OLED, elektrochromes Display oder E-Ink- bzw. Electronic-Paper-Display). Ein solches Display weist die folgenden Eigenschaften und Vorteile auf:
    • – in Drucktechnik herstellbar -> dünn, flexibel, preiswert
    • – Anforderungen an Anzahl der Farben, Auflösung und Reaktionszeit gering, wenn keine Animationen gefordert sind
    • – auf transparenten Trägerfolien -> transparent/unsichtbar im ausgeschalteten Zustand
    • – kratzfeste Beschichtung -> Schutz vor mechanischer Einwirkung (Fingernägel, Ringe)
    • – Antireflexion -> bessere Sichtbarkeit
  • Alternativ oder zusätzlich zum Display 60 können ein oder mehrere Knöpfe (zum Beispiel Touchscreen, Piezo-Schalter) zum aktiven Senden eines Ver-/Entriegelungssignals oder eines Motor-Start-Stopp-Signals vorgesehen sein.
  • Die Schlüsseleinheit kann so ausgeführt sein, dass diese nicht den gesamten Schaltknauf umfasst, sondern nur ein Bestandteil desselben oder des Schalt-/Wählhebels ist. Eine solche Ausführungsform ist in den 3A und 3B gezeigt. Es sind Patronenlösungen, Einschübe oder andere Teilelemente denkbar. In 3A befindet sich der Start-Stopp-Knopf 400 an der Wählhebeleinheit 2. Die Wählhebeleinheit 2 weist eine Aufnahme 3 für die Schlüsseleinheit 1 auf. 3B zeigt eine ähnliche Integrationslösung für eine Schalteinheit 2. Die Anordnung der Bedieneinheiten und die Funktionalität sind lediglich beispielhaft.
  • Für die Erfindung ist eine leichte Lösbarkeit der Schlüsseleinheit 1 trotz sicherer mechanischer Verbindung mit der Schalt-/Wählhebeleinheit von großer Bedeutung. Im Folgenden sollen daher beispielhaft einige Verbindungstechniken genannt werden, die für die Erfindung geeignet sind.
  • In den 4A bis 4C sind schematisch sichere, mechanische Verbindungsmechanismen mittels Fixieren des Schlüssels 1 durch Reibschluss (elastische oder starre Elemente) gezeigt. In 4A wird die Schlüsseleinheit 1 in den Einschub 3 eingeschoben und mittels O-Ringen 4 gesichert. Die O-Ringe können an der Schlüsseleinheit oder am Einschub angebracht sein. In 4B wird die Fixierung und Sicherung mittels eines Stellelements 4' bewerkstelligt, das eine Feder oder einen Aktuator umfassen kann. In 4C wird die Schlüsseleinheit 1 mittels Lamellen 4'' gesichert.
  • Eine Fixierung der Schlüsseleinheit 1 an der Schalt-/Wählhebeleinheit 2 kann durch Formschluss erzielt werden. Beispiele davon sind in den 5A bis 5D gezeigt. In 5A wird der Schlüssel 1 durch ein Zusammenwirken eines Stellelements 5 (Feder oder Aktuator) mit einer Rille 6 gesichert. Die Rille kann in Form einer Nut, eines Absatzes oder einer umlaufenden Bohrung ausgebildet sein. In 5B wird das Stellelement bei einem Einbringen des Schlüssels 1 mittels einer Feder in ein Andrückelement 6' gedrückt und sichert dadurch den Schlüssel 1 in der Schalt-/Wählhebeleinheit 2. In 5C greift ein Haken 5'' in die Rille 6 ein und sichert dadurch den Schlüssel 1. Die Verbindung wird mittels eines Druckknopfes 7 gelöst. In 5D wird ein Splint 5' in eine Bohrung 6'' eingeschoben.
  • 6 zeigt schematisch einen Formschluss mittels eines Bajonettverschlusses. Die Zustände vor und nach dem Verbinden sind ebenfalls in der Figur gezeigt.
  • In den 7A bis 7C sind Fixierungsmöglichkeiten mittels eines reversibel verformbaren (Spreiz-)Elements 8 gezeigt. Die Sicherung erfolgt mittels eines Reib- und/oder Formschlusses.
  • In den 8A bis 8D sind Mechanismen schematisch dargestellt, die sich für das Lösen des Schlüssels 1 von der Schalt-/Wählhebeleinheit 2 eignen. In 8A sind zwei Alternativen für das Lösen mittels eines Druckknopfs 7 dargestellt. In 8B wird der Schlüssel 1 mittels eines Hebels, der mehrachsig oder mehrgelenkig ausgebildet sein kann, gelöst. Ferner kann, wie es in 8D gezeigt ist, eine Spiralfeder vorgesehen sein, um den Hebel in einen Ausgangszustand zurückzubringen. In 8C ist ein Zahnelement 7'' oder Reibelement 7'' dargestellt.
  • Obwohl die vorgenannten Befestigungsverfahren und Einrichtung prinzipiell auch für einen Schaltknauf geeignet sind, seien beispielhaft zwei weitere Fixierungsmechanismen speziell für die Verbindung eines Schaltknaufs mit der Schalt-/Wählhebeleinheit in den 9A und 9B gezeigt. In 9A wird die Schlüsseleinheit (der Knauf) 1 über einen Zapfen (oval, eckig oder konisch) in die Aufnahme 3 eingebracht. Es sind zwei Ausgestaltungen des Verbindungsabschnitts des Knaufs links und rechts in der 9A gezeigt. In 9B befindet sich der Zapfen an der Schaltstange. Hierbei wird ein Splint/Schieber durch eine Nut/Bohrung in den Zapfen geschoben, um den Knauf 1 zu fixieren.
  • Die Anforderungen an einen Verbindungsmechanismus für die Schlüsseleinheit bzw. den Knauf oder Knaufteile 1 mit der Schalt-/Wählhebeleinheit 2 sind die Folgenden:
    • – leicht arretier/lösbar, wenn Verbinden/Trennen gewollt ist;
    • – Verdrehsicher beim Schaltvorgang;
    • – Widerstand gegen ungewolltes Lösen/Missbrauch;
    • – keine scharfen Ecken und Kanten bei Trennung wegen Verletzungsgefahr;
    • – Schaltfunktion auch bei Verlust des Knaufs weiterhin zeitweise möglich (zum Beispiel bei Verwendung eines mechanischen Ersatzschlüssels) -> ausreichender Restgriff oder Ersatzknauf im Fahrzeug.
  • Weitere, nicht rein mechanische Lösungen sind zur Fixierung/Bewegung des Schlüssels oder zur Betätigung der Schieber, Zahn- oder Reibepaarungen, Hebel, (Schnapp-)Haken grundsätzlich auch denkbar:
    • – Piezoaktoren: könnten auch direkt als Schieber benutzt werden, zum Beispiel Stapelaktoren;
    • – Formgedächtniselemente;
    • – (Elektro-)Magnete;
    • – Elektromotoren;
    • – Luft-/Unterdruck (Einsaugen/Ausdrücken des Schlüssels)
  • Nachteilig bei nicht rein mechanischen Lösungen ist:
    • – Energie wird benötigt, beispielsweise aus Bordnetz oder Energiespeicher des Schlüssels;
    • – unter Umständen Kontaktierung/Stromleitung über bewegte Teile notwendig
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102005062162 A1 [0006]
    • - DE 10002441 B4 [0007]
    • - DE 19714495 A1 [0007]
    • - EP 1502802 A1 [0007]

Claims (10)

  1. System aus einer Schalt-/Wählhebeleinheit (2) in einem Kraftfahrzeug und einer Schlüsseleinheit (1), die zur Bildung eines Schalt-/Wählhebels mit der Schalt-/Wählhebeleinheit (2) verbindbar und von der Schalt-/Wählhebeleinheit (2) lösbar ist, wobei durch das Anbringen der Schlüsseleinheit (1) an die Schalt-/Wählhebeleinheit (2) eine oder mehrere Fahrzeugfunktionen freigegeben und/oder ausgeführt werden.
  2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit (1) der Schaltknauf ist.
  3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit (1) eine Fernbedienungselektronik umfasst.
  4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Startvorgang des Fahrzeugs durch eine Verbindung der Schalt-/Wählhebeleinheit (2) mit der Schlüsseleinheit (1) und eine mechanische und/oder elektronische Identifikation der Schlüsseleinheit (1) freigegeben wird.
  5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit (1) eine Schlüsselelektronik mit Datenspeicher und Übertragungseinheit aufweist, wobei die Schlüsselelektronik mit einer Fahrzeugelektronik physisch oder drahtlos verbindbar ist und mit dieser kommunizieren kann.
  6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug über ein Bedienelement an der Schlüsseleinheit (1) oder der Schalt-/Wählhebeleinheit (2) gestartet wird.
  7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit (1) und/oder die Schalt-/Wählhebeleinheit (2) ein Display, ein Touchscreen, und/oder Bedieneinheiten umfasst.
  8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit (1) einen Sender umfasst, der mit einem Fahrzeugempfänger mittels Ver-/Entriegelungssignalen zusammenwirkt, um das Fahrzeug verschließen und öffnen zu können, auch wenn die Schlüsseleinheit (1) nicht mit der Schalt-/Wählhebeleinheit (2) verbunden ist.
  9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlüsseleinheit (1) in die Schalt-/Wählhebeleinheit (2) einschiebbar und herausziehbar ist.
  10. Abnehmbarer Schaltknauf mit Schlüsselfunktion, der mit einer Schalt-/Wählhebeleinheit (2) verbindbar und von dieser lösbar ist, wobei durch das Anbringen des Schaltknaufs an die Schalt-/Wählhebeleinheit (2) eine oder mehrere Fahrzeugfunktionen entriegelbar sind.
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