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Die
Erfindung betrifft einen Längseinsteller mit mindestens
einem Endanschlag, insbesondere für einen Fahrzeugsitz,
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1.
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Aus
der
DE 102 36 067
B4 ist ein Längseinsteller für einen
Fahrzeugsitz bekannt, mit einer ersten Sitzschiene, welcher erste
Anschlagflächen zugeordnet sind, einer relativ zur ersten
Sitzschiene gleitend verschiebbaren zweiten Sitzschiene, welcher
zweite Anschlagflächen zugeordnet sind, wobei die ersten
Anschlagflächen und die zweiten Anschlagflächen
zur Begrenzung der Relativbewegung der zweiten Sitzschiene zur ersten
Sitzschiene zusammenwirken. Die erste Sitzschiene ist an Befestigungspunkten
mit der Fahrzeugstruktur verbunden. Zur Verstärkung an
diesen Befestigungspunkten und als Endanschlag bei der Verschiebung
der zweiten Sitzschiene sind zwei länglich ausgebildete
Anschlagplatten vorgesehen. Diese Anschlagplatten weisen jeweils
vier in Schienenlängsrichtung aufgereihte Anschraublöcher
mit Innengewinde auf, von denen zwei als Durchzüge ausgebildet
sind, welche in das Innere des durch die beiden Sitzschienen gebildeten
Profils weisen. Entlang den beiden Längsrändern
sind an den Anschlagplatten Laschen angeformt, welche auf der in
Schienenlängsrichtung ausgerichteten Stirnseite erste Anschlagflächen
aufweisen. An der zweiten Sitzschiene ist ein Verkrallungsteil angeordnet,
wobei die zweiten Anschlagflächen am Verkrallungsteil angeordnet
sind. Das Verkrallungsteil verstärkt die wechselseitige
Verkrallung der beiden Sitzschienen. Bei dem Längseinsteller
sind die ersten Anschlagflächen an einer mit der ersten Sitzschiene
an Befestigungspunkten verbundenen Anschlagplatte angeordnet, wobei
die Anschlagplatte aus einem Satz von unterschiedlichen Anschlagplatten
auswählbar und in unterschiedlicher Orientierung bezüglich
der Schienenlängsrichtung anbringbar ist.
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Die
DE 198 04 506 C2 offenbart
einen Endanschlag zur Begrenzung des Stellwegs einer Längsverstellvorrichtung
für Sitze. Der Sitzteil des Sitzes ist hierbei an Laufschienen
befestigt, wobei jede Laufschiene in einer am Fahrzeugboden festgelegten Führungsschiene
längsverschiebbar ist, und wenigstens eine Laufschiene
mittels einer Sperreinrichtung in wählbaren Längslagen
an der Führungsschiene festgestellt werden kann. Dabei
ist zwischen Laufschiene und Führungsschiene ein Endanschlag
vorgesehen. Zur Schaffung eines energieaufnehmenden elastischen
Endanschlages und zur Vermeidung von Fertigungsvorgängen
für die Halterung des Endanschlages ist dieser Endanschlag
von einem mit einem Rastkopf, einen Durchbruch der Führungsschiene
durchgreifenden Prallkörper und einem diesen Prallkörper
durchgreifenden und an der Führungsschiene verrastenden
Sperrhaken gebildet.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Längseinsteller
der eingangs genannten Art zu verbessern.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Längseinsteller
mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Die
Erfindung betrifft einen Längseinsteller, insbesondere
für einen Fahrzeugsitz, mit mindestens einer ersten Sitzschiene,
mindestens einer zweiten Sitzschiene, die relativ zur ersten Sitzschiene
gleitend verschiebbar angeordnet ist, und mindestens einem Endanschlag,
welcher an der ersten Sitzschiene angebracht ist und die relative
Verschiebbarkeit der beiden Sitzschienen mittels Zusammenwirkens
mit einem zweiten Endanschlag, welcher durch die zweite Sitzschiene
gebildet oder an derselben angebracht ist, zueinander begrenzt,
wobei die Endanschläge im Inneren eines durch die Sitzschienen
gebildeten, zusammengesetzten Hohlprofils angeordnet sind. Hierbei
ist in der Sitzschiene eine Mehrzahl von Durchbrüchen vorgesehen,
in welche vorstehende Bereiche des Endanschlags eingreifen. Ferner
ragt mindestens einer der vorstehenden und in einen Durchbruch eingreifende
Bereiche durch den Durchbruch hindurch und begrenzt mit dem durchragenden
Bereich in Zusammenwirken mit dem zweiten Endanschlag die Sitzschienenbewegung
in Längsrichtung der Sitzschienen. Dadurch, dass der Endanschlag von
außen her an einer der Sitzschienen, insbesondere der Unterschiene,
angebracht ist, ist ggf. auch eine nachträgliche Montage
möglich, insbesondere kann eine Reparatur relativ einfach
von außen her durchgeführt werden. Insbesondere
im Falle von Dämpfungselementen, die an dem Endanschlag
angeordnet sein können und über die Zeit verschleißen, ermöglicht
sich so ein Austausch der entsprechenden Endanschläge.
Ferner kann dadurch, dass eine Mehrzahl von Durchbrüchen
in der Sitzschiene vorgesehen ist, von denen nicht alle benutzt
werden, eine Einstellbarkeit des Endanschlags bei der Montage oder
ggf. nachträglichen Anbringung vorgesehen sein. Insbesondere
können die Anschläge zu einem späteren
Zeitpunkt als ansonsten üblich, beispielsweise in einem
Just-in-time-Werk oder direkt beim Automobilhersteller montiert
werden. Die Sitzschienen samt Endanschlägen lassen sich
für verschiedene Fahrzeuge mit unterschiedlichen Anforderungen, insbesondere
unterschiedlichen Verstelllängen des Sitzes, verwenden.
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Bevorzugt
ist der mindestens eine vorstehende und durch einen Durchbruch ragende
Bereich des Endanschlags, welcher der Begrenzung der Sitzschienenbewegung
in Längsrichtung der Sitzschienen dient, durch eine einstückig
mit dem Endanschlag ausgebildete Lasche gebildet, und der Durchbruch
ist durch einen Schlitz in der ersten Sitzschiene gebildet.
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Insbesondere
bevorzugt sind zwei Laschen am Endanschlag ausgebildet, die parallel
zueinander in gleicher Höhe in Längsrichtung der
Sitzschiene angeordnet sind. Das Vorsehen zweier Laschen, welche
in Anlage an zwei entsprechende Bereiche des zweiten Endanschlags
gelangen können, verteilt die im Falle einer Bewegung der
Sitzschienen in die Endstellung auftretenden Kräfte auf
zwei Teilbereiche. Diese Teilbereiche sind besonders bevorzugt spiegelbildlich
zur Mittellängslinie der Schienen angeordnet. Insbesondere
bevorzugt sind im Bereich der Mittellängslinie weitere
Mittel zur Kraftübertragung, wie Befestigungsmittel (z.
B. Niete, Schrauben o. ä.) oder Vorsprünge, welche
in entsprechende Öffnungen des anderen Bauteils ragen.
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Der
Endanschlag ist bevorzugt T-förmig ausgebildet, wobei die
Enden des Querbalkens um 90° bezüglich des im
Wesentlichen eben ausgebildeten Längsbalkens in eine Richtung
gebogen sind und Laschen bilden, die durch Durchbrüche
in der ersten Sitzschiene ragen und jeweils ein seitlicher Bereich der
durch die Durchbrüche ragenden Laschen mit dem zweiten
Endanschlag zusammenwirkt.
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Insbesondere
bevorzugt sind entlang der Mittellängslinie des Längsbalkens
ein Vorsprung und eine Öffnung ausgebildet.
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Bevorzugt
ist die Öffnung mittig zwischen den Laschen angeordnet.
Insbesondere bevorzugt ist die Öffnung entlang der Mittellängslinie
der Sitzschiene angeordnet.
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Der
Endanschlag weist bevorzugt mindestens einen Vorsprung auf, welcher
in einem in der ersten Sitzschiene ausgebildeten Durchbruch, insbesondere
einem Langloch oder einer Öffnung, positioniert und mit
einem Bereich in Anlage an den Randbereich des Durchbruchs ist.
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Bevorzugt
weist der Endanschlag mindestens eine Einkerbung auf, welche mit
einem Randbereich eines Durchbruchs in der ersten Sitzschiene zusammenwirkt,
insbesondere den Endanschlag in Anlage an der Sitzschiene hält,
in der Endposition und/oder während einer Schwenkbewegung
im Rahmen des Zusammenbaus.
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Insbesondere
bevorzugt weist der Endanschlag Einführhilfen auf. Die
Einführhilfen sind besonders bevorzugt durch gekrümmt
ausgebildete, in Einführrichtung vorstehende Bereiche der
Laschen gebildet. Diese gekrümmt ausgebildeten Bereiche der
Laschen lassen sich einfach in in der ersten Sitzschiene ausgebildete
Schlitze einführen, wobei die Ausrichtung des Endanschlags
in Bezug auf die Sitzschiene schräg ist. Nach vollständigem
Einführen erfolgt eine Schwenkbewegung, durch welche Sitzschiene
und Endanschlag in eine flächige Anlage gebracht werden.
Hierbei stellt bevorzugt ein Vorsprung, welcher in eine Öffnung
der Sitzschiene eingreift, die korrekte Position des Endanschlags
in Bezug auf die Sitzschiene sicher.
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Alternativ
kann nach dem Einführen der Einführhilfen und
einer Schwenkbewegung, bei der ein Randbereich der Schiene in der
Einkerbung positioniert ist, nach Erreichen einer noch leicht zur
ersten Sitzschiene schräggestellten Position, eine Schiebebewegung
vorgesehen sein, mit der die Einkerbung außer Eingriff
mit dem Randbereich gebracht und die der Einkerbung gegenüberliegende
Seite der Lasche in Anlage an den gegenüberliegenden Randbereich gebracht
werden. In Folge der Rückbewegung fluchten Vorsprung und Öffnung
miteinander, so dass der Endanschlag in seine Endposition bewegt
werden kann.
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Nach
erfolgter Positionierung erfolgt eine Befestigung des Endanschlags
an der Sitzschiene, besonders bevorzugt mittels eines Blindniets,
welcher von außen her angebracht werden kann.
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Zur
Geräuschverminderung ist besonders bevorzugt am Endanschlag
mindestens ein elastisch verformbares Dämpfungselement
im Bereich der mit dem zweiten Endanschlag aufeinandertreffenden Fläche
vorgesehen. Dieses Dämpfungselement dämpft den
Aufprall der Endanschläge und verhindert das Auftreffen
von Metall auf Metall. Das Dämpfungselement kann beispielsweise
durch eine Ummantelung des Endanschlags mit einem elastischen Material
gebildet sein. Ebenfalls ist eine Anbringung eines blockartig oder
zylinderförmig ausgebildeten Dämpfungselement
an den F1ächen möglich, die in Kontakt mit dem
anderen Endanschlag gelangen. Die Anbringung kann auf beliebige
Weise erfolgen, bspw. mittels Klebens, Anclipsens, Aufsteckens oder Einsteckens
in einen entsprechend ausgebildeten Aufnahmebereich.
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Der
Endanschlag ist besonders bevorzugt durch ein einfach und kostengünstig
herstellbares Stanz-Biegeteil aus Metall gebildet. Möglich
sind jedoch auch andere geeignete Materialien, wie bspw. ein ausreichend
harter und belastbarer Kunststoff. Im Falle einer Ausgestaltung
als Kunststoffbauteil kann ein Dämpfungselement in einem
Zweikomponenten-Spritzgussverfahren direkt angespritzt werden.
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Besonders
bevorzugt lässt sich der maximale Einstellweg, welcher
durch an den Sitzschienen vorgesehene Endanschläge begrent
ist, durch die erfindungsgemäßen Endanschläge
begrenzen, insbesondere bevorzugt direkt im Werk des Automobilherstellers,
so dass vor Ort eine Anpassung an unterschiedliche Fahrzeugbaureihen
möglich ist.
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Im
Folgenden ist die Erfindung anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter
Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht von unten einer Unterschiene mit zwei eingebauten
Anschlägen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
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2 eine
andere, ausschnittsweise perspektivische Ansicht der Unterschiene
mit einem Endanschlag von 1,
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3 eine
Ansicht von unten auf die Unterschiene samt Anschlägen
von 1,
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4 einen
Schnitt entlang Linie IV-IV von 3,
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5 eine
Detailansicht in Richtung des Pfeiles V von 4,
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6 eine
perspektivische Ansicht eines Endanschlags gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel,
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7 einen
Schnitt in Längsrichtung durch den Endanschlag von 6,
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8 eine
ausschnittsweise, schematische Zusammenbauzeichnung von Unterschiene,
Endanschlag und Oberschiene gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
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9 eine
perspektivische Ansicht einer Unterschiene ohne Anschläge
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
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10 eine
perspektivische Detailansicht der Unterschiene von 9 mit
zwei Anschlägen.
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11 eine
perspektivische Detailansicht einer Unterschiene mit einem Endanschlag
gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
nach dem Einsetzen und vor dem Zusammenschieben,
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12 eine 11 entsprechende
Ansicht nach dem Zusammenschieben und vor dem Vernieten,
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13 eine
perspektivische Detailansicht einer Unterschiene mit einem Endanschlag
gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel
in einem ersten Schritt des Zusammenbaus,
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14 die
Unterschiene mit Endanschlag von 13 in
einem zweiten Schritt des Zusammenbaus,
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15 die
Unterschiene mit Endanschlag von 13 nach
erfolgtem Zusammenbau und Vernieten, und
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16 eine
schematische Seitenansicht eines Fahrzeugsitzes mit angedeuteter
Fahrzeugstruktur.
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Ein
in 16 schematisch dargestellter Fahrzeugsitz 1 für
ein Kraftfahrzeug weist zwei erste Sitzschienen, im Folgenden auch
als Unterschienen 2 bezeichnet, die an Befestigungspunkten
mit der Fahrzeugstruktur fest verbunden sind, zwei zweite Sitzschienen,
im Folgenden auch als Oberschienen 3 bezeichnet, die relativ
zu der jeweils zugeordneten ersten Sitzschiene gleitend verschiebbar
angeordnet sind, und ein Sitzteil 4 mit Lehne 5 auf,
welche an den zweiten Sitzschienen und damit verschiebbar zu den ersten
Sitzschienen angeordnet sind. Über an sich bekannte Strukturen
und Verstellvorrichtungen (nicht dargestellt) lassen sich Sitzhöhe,
Sitzneigung und Lehnenneigung auf an sich bekannte Weise einstellen.
Ferner lässt sich die Sitzposition in Längsrichtung
des Fahrzeugs durch eine weitere Verstellvorrichtung durch eine
Verschiebung der zweiten Sitzschienen zu den ersten Sitzschienen
einstellen, wobei für die Fixierung der jeweils gewünschten
Position der Sitzschienen zueinander entsprechende Rastvorrichtungen
(nicht dargestellt) vorgesehen sind. Zur Begrenzung der Längsverschiebung
der Sitzschienen relativ zueinander sind jeweils Anschläge vorgesehen,
auf welche im Rahmen der nachfolgenden Beschreibung der einzelnen
Ausführungsbeispiele näher eingegangen wird.
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Auf
Grund der im Wesentlichen spiegelbildlichen Ausgestaltung der Sitzschienen
der Sitzschienenpaare sowie der entsprechenden Anschläge
zwischen den ersten und zweiten Sitzschienen in beiden Richtungen
der Längsverschiebbarkeit wird im Folgenden die Erfindung
anhand der Beschreibung eines Endanschlags näher erläutert,
wobei der Aufbau des Fahrzeugsitzes 1 abgesehen von den
Anschlägen und den entsprechenden Anpassungen der Sitzschienen
soweit nachfolgend nicht explizit erwähnt, für
alle Ausführungsbeispiele übereinstimmt.
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Ferner
ist in sämtlichen, im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen
die erste Sitzschiene oder Unterschiene 2 durch ein U-förmiges Profil
gebildet, bei dem die Ränder nach innen zweifach umgebogen
sind. Die zweite Sitzschiene oder Oberschiene 3 ist hierin
gelagert, wobei sie ebenfalls durch ein U-förmiges Profil
gebildet ist, bei dem jedoch ein Randbereich nach außen
umgebogen ist, so dass das Ende im Randbereich der ersten Sitzschiene
positioniert ist, wobei in Längsrichtung der zweiten Sitzschiene
gesehen ein Teil (nicht dargestellt) weiter zurückgebogen
ist, so dass dieser Teil innerhalb des zweifach umgebogenen Randes
angeordnet ist, und ein einen Endanschlag 3a der zweiten
Sitzschiene bildender Teil eine größere Höhe
gegenüber dem Boden der zweiten Sitzschiene aufweist und
zudem nur um ca. 90° nach außen gebogen ist (siehe 8).
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Im
Bereich der aufeinandertreffenden Flächen der Endanschläge
kann zur Geräuschverminderung, obwohl nachstehend nicht
ausdrücklich erwähnt, an einem oder beiden Endanschlägen
ein Dämpfungselement, insbesondere aus einem elastischen
Kunststoff angebracht sein. Die Anbringung kann auf beliebige Weise
erfolgen, beispielsweise ist ein Ankleben eines Puffers oder ein
bereichsweises Ummanteln des den Endanschlag bildenden Grundkörpers
möglich.
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Die
erste Sitzschiene wird auf an sich bekannte Weise mittels eines
an der Fahrzeugstruktur angeordneten Zentrierstifts, welcher durch
eine als Zentrierungshilfe dienende Zentrieröffnung 2a mit kreisförmigem
Querschnitt der Sitzschiene geführt ist, positioniert und
vorliegend mittels zweier Schrauben, welche durch zwei Befestigungsöffnungen 2b mit
kreisförmigem Querschnitt der Sitzschiene gesteckt und
in der Fahrzeugstruktur geschraubt werden, fixiert. Die Befestigung
kann jedoch auch auf beliebige andere geeignete Weise erfolgen.
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Erstes Ausführungsbeispiel
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Gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel ist an einer Unterschiene 2 ein
Endanschlag 11 angebracht, welcher durch ein T-förmiges
Stanz-Biegeteil aus Blech gebildet ist. Hierbei sind, wie aus 6 ersichtlich,
die beiden einander gegenüberliegenden Enden, auch als
Laschen 11a bezeichnet, des Querbalkens in einem Winkel
von 90° nach oben gebogen. Im Längsbalken sind
etwa zwischen den Laschen 11a eine Öffnung 11b mit
kreisförmigem Querschnitt und im anderen Teil des Längsbalkens
ein nockenartiger Vorsprung 11c mit kreisförmigem
Querschnitt, welcher in gleicher Richtung wie die Laschen 11a vorsteht,
ausgebildet, wobei Öffnung 11b und Vorsprung 11c in
der Mittellängslinie des Längsbalkens liegen.
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Für
die Anbringung des Endanschlags 11 in einer bedarfsgerechten
Position entlang der Längsrichtung der Unterschiene 2 sind
an derselben entlang der Mittellängslinie derselben mehrere Öffnungen 2c mit
kreisförmigen Querschnitten und Langlöcher 2d sowie
beidseitig der Öffnungen 2c Schlitze 2e vorgesehen,
wobei eine Öffnung 2c, ein Langloch 2d und
zwei beidseitig der Öffnung 2c angeordnete Schlitze 2e jeweils
eine mögliche Position des Endanschlags 11 festlegen.
Der Innendurchmesser der Öffnung 2c entspricht
im Wesentlichen dem Innendurchmesser der Öffnung 11b des
Endanschlags 11. Die Breite der Langlöcher 2d entspricht
im Wesentlichen dem Durchmesser des nockenartigen Vorsprungs 11c des
Endanschlags 11, wobei die Breite der Langlöcher 2d etwas
größer als der Durchmesser des Vorsprungs 11c ist.
Die Schlitzlängen der Schlitze 2e in der Unterschiene 2 entsprechen
im Wesentlichen den Breiten der Laschen 11a, wobei die Schlitzlängen
der Schlitze 2e etwas größer als die Breiten
der Laschen 11a sind, die Breiten der Schlitze 2e jedoch
im Wesentlichen den Dicken der Laschen 11a entsprechen.
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Die
Laschen 11a des Endanschlags 11 werden in der
gewünschten Position des Endanschlags 11 in Bezug
auf die Unterschiene 2 durch zwei gegenüberliegende,
entsprechend angeordnete Schlitze 2e in der Unterschiene 2 gesteckt
und der Vorsprung 11c des Endanschlags 11 in einem
benachbart angeordneten Langloch 2d positioniert, wobei durch
das Übermaß der Öffnungen gegenüber
den in denselben ange ordneten Bereichen eine einfache Montage möglich
ist. Durch entsprechende Gestaltung der Anordnungen der Öffnungen
und Langlöcher in der Unterschiene 2 wird die
richtige Einbaurichtung des Endanschlags 11 sichergestellt.
Das Einsetzen eines Blindniets 12 in die Öffnung 2c der Unterschiene 2,
welche mit der Öffnung 11b fluchtet, stellt die
Endposition des Endanschlags 11 an der Unterschiene 2 sicher,
und durch das Vernieten des Blindniets 12 wird diese Position
gesichert.
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Zweites Ausführungsbeispiel
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Gemäß dem
zweiten Ausführungsbeispiel, welches soweit nachfolgend
nicht beschrieben dem ersten Ausführungsbeispiel entspricht,
sind an der Unterschiene 2 an Stelle der Länglöcher 2d zweite Öffnungen 2d' mit
kreisförmigem Querschnitt vorgesehen. Hierbei sind die Öffnungen 2c,
im Folgenden zur Unterscheidung von den zweiten Öffnungen 2d' auch
als erste Öffnungen bezeichnet, mittig zwischen einem Paar
von Schlitzen 2e angeordnet, und die ersten und zweiten Öffnungen 2c und 2d',
welche jeweils den gleichen Innendurchmesser aufweisen, sind mittig
entlang der Mittellängslinie der Unterschiene 2 kontinuierlich
und in gleichmäßigen Abständen voneinander
angeordnet.
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Der
Endanschlag 21 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel
ist entsprechend dem Endanschlag 11 des ersten Ausführungsbeispiels
ausgebildet, so dass diesbezüglich auf die Darstellungen
von 6 und 7 verwiesen wird. Der Endanschlag 21 wird
entsprechend dem Endanschlag 11 des ersten Ausführungsbeispiels
mittels eines Blindniets 22, welcher dem Blindniet 12 des
ersten Ausführungsbeispiels entspricht, an der Unterschiene 2 fixiert, welcher
durch die miteinander fluchtenden Öffnungen 2c und 21b geführt
ist. Der Vorsprung 21c ist innerhalb einer der Öffnungen 2d' angeordnet.
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In
Folge der kontinuierlichen Anordnung der Öffnungen 2c und 2d' sowie
der Schlitze 2e über die Länge der Unterschiene 2 sowie
der entsprechenden Ausgestaltung der Endanschläge 21 können
die Endanschläge 21 an mehreren, insbesondere äquidistant
zueinander liegenden Positionen in Längsrichtung der Unterschiene 2 sowie
in beide Richtungen orientiert in die Unterschiene 2 eingesetzt
und an derselben fixiert werden.
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Drittes Ausführungsbeispiel
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Das
dritte Ausführungsbeispiel entspricht, sofern nachfolgend
nicht anders beschrieben, dem ersten Ausführungsbeispiel.
So weist die Unterschiene 2 wiederum entlang der Mittellängslinie
mehrere Öffnungen 2c mit kreisförmigen
Querschnitten und Langlöcher 2d sowie beidseitig
der Öffnungen 2c Schlitze 2e auf, wobei
eine Öffnung 2c, ein Langloch 2d und
zwei beidseitig der Öffnung 2c angeordnete Schlitze 2e jeweils
eine mögliche Position des Endanschlags 31 festlegen.
Der Endanschlag 31 ist ebenfalls entsprechend dem Endanschlag 11 des ersten
Ausführungsbeispiels ausgebildet, jedoch sind auf der vom
Vorsprung 31c entfernteren Seite der Laschen 31a im Übergangsbereich
zu dem mittleren Teil des Endanschlags 31 Einkerbungen 31a' ausgebildet,
deren Breite im Wesentlichen der Materialstärke der Unterschiene 2 entspricht
und welche zur zusätzlichen Verriegelung des Endanschlags 31 an
der Schiene 2 der Aufnahme eines Randbereichs der Schlitze 2e dienen.
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Die
Montage des Endanschlags 31 an der Unterschiene 2 erfolgt,
indem die Laschen 31a in Höhe der gewünschten
Position des Endanschlags 31 an der Unterschiene 2 in
die entsprechenden Schlitze 2e eingeführt werden,
bis der Vorsprung 31c im entsprechenden Langloch 2d positioniert
ist und die einander zugewandten Flächen von Endanschlag 31 und
Unterschiene 2 aneinander anliegen. Anschließend
wird der Endanschlag 31 entlang der Längsrichtung
der Unterschiene 2 derart verschoben, dass der Vorsprung 31c an
einem Ende des entsprechenden Langlochs 2d und die Einkerbungen 31a' die
entsprechenden Randbereiche der Schlitze 2e aufnehmen.
In dieser Position fluchten die Öffnungen 2c und 31b miteinander.
Ein Blindniet (nicht dargestellt) wird durch die miteinander fluchtenden Öffnungen 2c und 31b gesteckt
und vernietet, so dass der Endanschlag 31 an der Unterschiene 2 befestigt ist.
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Viertes Ausführungsbeispiel
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Die
Gestalt der Unterschiene 2 gemäß dem vierten
Ausführungsbeispiel entspricht derjenigen des zweiten Ausführungsbeispiels,
d. h. Öffnungen 2c und 2d' sind entlang
der Mittellängslinie durchgehend und in gleichmäßigen
Abständen angeordnet, wobei eine der Öffnungen
zentral zwischen zwei Schlitzen 2e angeordnet ist, so dass
die Endanschläge 41 wiederum in beiden Richtungen
orientiert angebracht werden können. Der Endanschlag 41 entspricht
in Bezug auf die Ausgestaltung des mittleren Bereichs den zuvor
beschriebenen Endanschlägen 11, 21 und 31,
unterscheidet sich jedoch in Bezug auf die Ausgestaltung der Laschen 41 von
denselben. So weisen die Laschen Einkerbungen 41a' auf,
welche in Bezug auf ihre Funktion den Einkerbungen 31a' des
dritten Ausführungsbeispiels entsprechen. Zusätzlich
sind jedoch an den Laschen 41a Einführhilfen 41a'' in
Gestalt von krallenartigen Fortsätzen oberhalb der Einkerbungen 41a' und
in der Ebene der Laschen 41a verlaufend ausgebildet, welche
sich auf der dem Vorsprung 41c gegenüberliegenden
Seite des Endanschlags 41 erstrecken.
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Die
Montage des Endanschlags 41 an der Unterschiene 2 erfolgt,
indem die Einführhilfen 41a'' der Laschen 41a in
Höhe der gewünschten Position des Endanschlags 41 an
der Unterschiene 2 in die entsprechenden Schlitze 2e eingeführt
werden, wobei für das Einführen (angedeutet durch
den Pfeil in 13) der Endanschlag 41 schräg
zur Unterschiene 2 positiniert wird. Bei Anlage der Einkerbungen 41a' an
den entsprechenden Randbereichen der Schlitze 2e erfolgt
eine Änderung der Bewegungsrichtung, nämlich der
Endanschlag 41 wird nunmehr um eine innerhalb der Einkerbungen 41a' verlaufende
Achse zur Unterschiene 2 hin verschwenkt (siehe gekrümmter
Pfeil in 14), bis der Endanschlag 41 annähernd
parallel zur Unterschiene 2 positioniert ist. Anschließend
wird der Endanschlag 41 wieder leicht zurückbewegt,
so dass beiderseits der Randbereich der Schlitze 2e aus
den Einkerbungen 41a' und an den gegenüberliegenden
Bereichen der Laschen 41a in Anlage an den gegenüberliegenden
Randbereich der Schlitze 2e gelangt. Anschließend
wird der Endanschlag 41 in Richtung Unterschiene 2 bewegt,
bis der Vorsprung 41c des Endanschlags 41 in der
entsprechenden Öffnung 2d' positioniert ist und
die einander zugewandten Flächen von Endanschlag 41 und
Unterschiene 2 aneinander anliegen.
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In
dieser Position fluchten die Öffnung 2c und die
entsprechende Öffnung im Endanschlag 41 miteinander.
Ein Blindniet 42 wird durch die miteinander fluchtenden Öffnungen
gesteckt und vernietet, so dass der Endanschlag 41 an der
Unterschiene 2 befestigt ist.
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Bei
sämtlichen vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen
bilden die Anlage von Vorsprung und Langloch bzw. Öffnung
sowie die Anlage eines Teils der Seitenflächen der Laschen
an entsprechenden Randbereichen der Schlitze eine zusätzliche
Abstützung zur durch den Blindniet gebildeten Abstützung.
Ferner wird durch die Verwendung eines Niets in einem Bereich miteinander
fluchtender Öffnungen von einander entsprechenden Abmessungen,
die ohne Abstand zueinander angeordnet sind, die Belastung des Niets
möglichst gering gehalten.
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Ferner
sind die Endanschläge vorliegend gemäß allen
Ausführungsbeispielen derart angeordnet, dass sich die
Querbalken der T-förmigen Endanschläge, in deren
Bereich auch die Blindniete angeordnet sind, auf der einander zugewandten
Seite befinden (siehe z. B. 1).
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Die
Bereiche, welche in Kontakt mit dem Endanschlag 3a der
Oberschiene 3 gelangen, liegen bei sämtlichen
Ausführungsbeispielen auf der Unterseite des Querbalkens
der T-förmigen Endanschläge, so dass die Oberseite
der Querbalken oder die entsprechenden Einkerbungen in denselben
gegen die Randbereiche der Schlitze 2e in der Unterschiene 2 gedrückt
werden. Im Falle eines Aufeinandertreffens der Endanschläge
von Ober- und Unterschiene wird der untere Teil des Längsbalkens
gegen die Obefläche der Unterschiene 2 und damit
der Vorsprung des Endanschlags in den entsprechenden Durchbruch (kreisförmige Öffnung 2d' bzw.
Langloch 2d) gedrückt, so dass zudem die Belastung
des Blindniets gering gehalten wird.
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- 1
- Fahrzeugsitz
- 2
- erste
Sitzschiene, Unterschiene
- 2a
- Zentrieröffnung
- 2b
- Befestigungsöffnung
- 2c
- Öffnung,
erste Öffnung
- 2d
- Langloch
- 2d'
- zweite Öffnung
- 2e
- Schlitz
- 3
- zweite
Sitzschiene, Oberschiene
- 3a
- Endanschlag
(Oberschiene)
- 4
- Sitzteil
- 5
- Lehne
- 11,
21, 31, 41
- Endanschlag
(an Unterschiene angebracht)
- 11a,
21a, 31a, 41a
- Lasche
- 11b,
21b, 31b
- Öffnung
- 11c,
21c, 31c, 41c
- Vorsprung
- 12,
22, 42
- Blindniet
- 31a',
41a'
- Einkerbung
- 41a''
- Einführhilfe
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10236067
B4 [0002]
- - DE 19804506 C2 [0003]