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Die
Erfindung betrifft eine Heizkörper-Thermostatventilanordnung
mit einem Ventil, das ein Ventilgehäuse mit einem Rohrabschnitt
und ein in eine Bewegungsrichtung quer zu einer Längsachse
des Rohrabschnitts bewegbares Betätigungselement aufweist, und
einem Thermostataufsatz, der mit dem Ventilgehäuse verbunden ist.
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Eine
derartige Thermostatventilanordnung ist an vielen Heizkörpern zu
finden. Das Betätigungselement
ist als Stift ausgebildet, der durch eine Stopfbuchse geführt ist
und mit einem Ventilelement zusammenwirkt, das durch eine Feder
in Öffnungsrichtung
vorgespannt ist. Der Thermostataufsatz weist ein Thermostatelement
auf, das sich mit zunehmender Temperatur ausdehnt und damit über das
Betätigungselement
das Ventilelement näher
in Richtung auf einen Ventilsitz bewegt, um die Zufuhr einer Wärmeträgerflüssigkeit,
in der Regel heißes
Wasser, stärker
zu drosseln.
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Gegen
die bei der Betätigung
des Betätigungselements
wirkenden Kräfte
ist der Thermostataufsatz am Ventilgehäuse befestigt. Diese Befestigung
erfolgt vielfach durch eine Überwurfmutter,
die am Thermostataufsatz drehbar und unverschiebbar gehalten ist.
Diese Überwurfmutter
wird auf ein Gewinde aufgeschraubt, das am Ventilgehäuse vorgesehen
ist. Eine Alternative wird durch eine Art Bajonett-Ring gebildet,
bei der der an das Ventilgehäuse angesetzte
Thermostataufsatz durch eine Drehung eines Befestigungsringes an
einem Vorsprung des Ventilgehäuses
befestigt wird.
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Beide
Ausgestaltungen bedingen einen erheblichen Aufwand in der Herstellung
des Thermostataufsatzes und bei der Montage. Beides treibt die Kosten
in die Höhe.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kostengünstige Befestigung
des Thermostataufsatzes am Ventilgehäuse zu ermöglichen.
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Diese
Aufgabe wird bei einer Heizkörper-Thermostatventilanordnung
der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass der Thermostataufsatz
eine den Umfang des Rohrabschnitts zumindest teilweise umgreifende
Befestigungsanordnung aufweist.
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Bei
der Betätigung
des Betätigungselements durch
den Thermostataufsatz entstehen Kräfte praktisch nur in eine Richtung,
nämlich
parallel zur Bewegungsrichtung des Betätigungselements. Es reicht daher
im Grunde aus, Maßnahmen
vorzusehen, mit denen der Thermostataufsatz gegen diese Kräfte am Ventilgehäuse gehalten
wird. Eine sehr einfache Maßnahme
besteht darin, dass man das Ventilgehäuse selbst, genauer gesagt
dessen Rohrabschnitt, als ”Widerlager” für die auftretenden
Kräfte
verwendet. Damit lässt
sich der Thermostataufsatz mit seiner Befestigungsanordnung sehr
einfach ausbilden. Auch kann man das Ventil vereinfachen, weil eine entsprechende
Haltegeometrie, wie beispielsweise ein Gewinde, nicht mehr erforderlich
ist. Die Befestigung des Thermostataufsatzes am Ventilgehäuse erfolgt
vereinfacht gesagt dadurch, dass man den Thermostataufsatz an der ”Vorderseite” des Ventilgehäuses, also
dort, wo das Betätigungselement
austritt, ansetzt und man dann den Thermostataufsatz von der ”Rückseite” des Ventilgehäuses, also
der der Vorderseite entgegen gesetzten Seite des Ventilgehäuses, her
festhält.
Das Ventilgehäuse
ist stabil genug, um den im Betrieb auftretenden Kräften Stand
zu halten. Zusätzliche
Maßnahmen
sind daher nicht unbedingt erforderlich.
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Vorzugsweise
weist die Betätigungsanordnung
zwei Arme auf. Diese Arme können
dann an zwei Seiten am Ventilgehäuse
so vorbeigeführt
werden, dass sie das Ventilgehäuse
zwischen sich aufnehmen. Vorzugsweise sind die beiden Arme symmetrisch
zueinander ausgestattet, was die Fertigung vereinfacht.
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Vorzugsweise
sind die Arme auf der dem Thermostataufsatz gegenüberliegenden
Seite des Rohrabschnitts durch ein Verbindungselement miteinander
verbunden. Man ordnet also ein Verbindungselement an der Rückseite
des Ventilgehäuses an
und verbindet damit die beiden Arme. Die Verbindung zwischen dem
Verbindungselement und den beiden Armen ist beispielsweise geeignet,
Zugkräfte aufzunehmen.
Wenn der Thermostataufsatz dann auf das Betätigungselement wirkt, werden
die dadurch entstehenden Zugkräfte
von dem Verbindungselement aufgenommen, das von der ”Rückseite” her am
Ventilgehäuse
anliegt.
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Vorzugsweise
weisen das Verbindungselement und die beiden Arme jeweils aneinander
angepasste Befestigungsgeometrien auf. Man kann dann auf einfache
Weise das Verbindungselement und die beiden Arme miteinander in
Eingriff bringen, so dass sie über
einen Formschluss miteinander verbunden sind. Ein derartiger Formschluss
ist in der Lage, auch größere Kräfte aufzunehmen,
wobei die Fertigung einer derartigen Befestigungsgeometrie relativ
einfach sein kann.
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Hierbei
ist besonders bevorzugt, dass zumindest ein Teil der Befestigungsgeometrie
als Rastzahnanordnung ausgebildet ist. Eine Rastzahnausbildung lässt sich
relativ einfach fertigen, beispielsweise dadurch, dass man Kunststoffteile
durch ein Spritzgießen
herstellt. Bei einer Rastzahnanordnung kann man den Thermostataufsatz
von der Vorderseite her an dem Ventilgehäuse ansetzen und dann von der
Rückseite
her das Verbindungselement einschieben. Wenn sich der Thermostataufsatz
und das Verbindungselement aufeinander zu bewegen, kommen die Zähne der
Rastzahnanordnung miteinander in Eingriff. Wenn das Verbindungselement ”bis zum
Anschlag” in
Richtung auf den Thermostataufsatz bewegt worden ist, dann hält der Thermostataufsatz
zuverlässig
am Ventilgehäuse
fest. Weitere Befestigungsmaßnahmen
sind nicht erforderlich.
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Vorzugsweise
ist bei montiertem Verbindungselement zwischen dem Gehäuse und
dem Verbindungselement und/oder den Armen ein Spalt vorgesehen,
dessen Höhe
mindestens der Höhe
der Rastzahnanordnung entspricht. Man kann dann in Abhängigkeit
davon, welches der Elemente Verbindungselement oder Arm sich außen befindet,
das innere Element auf das Ventilgehäuse herunterdrücken, so
dass die Zähne
der Rastzahnanordnung voneinander frei kommen. In diesem Zustand
kann man dann das Verbindungselement wieder entfernen, wenn eine
Demontage des Thermostataufsatzes erforderlich sein sollte. Wenn
man ein ungewolltes Entfernen verhindern möchte, kann man ein Sicherungselement
in den Spalt einfügen.
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In
einer alternativen oder zusätzlichen
Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Verbindungselement
parallel zur Längsachse
mit den Armen in Eingriff bringbar ist. Das Verbindungselement wird
also dann, wenn man den Thermostataufsatz von vorne an dem Ventilgehäuse zur
Anlage gebracht hat, auf der Rückseite
parallel zur Längsachse des
Rohrabschnitts auf die Arme auf- oder
in die Arme eingeschoben, um die Arme miteinander zu verbinden.
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Vorzugsweise
sind die Arme federnd ausgebildet. Die Arme können sich also etwas aufweiten, wenn
der Thermostataufsatz auf den Rohrabschnitt aufgeschoben wird. Danach
federn die Arme auf der Rückseite
des Rohrabschnitts wieder etwas ein, was bei ausreichend hoher Federkraft
bereits ausreichen kann, um den Thermostataufsatz zuverlässig am Ventilgehäuse festzuhalten.
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Hierbei
ist bevorzugt, dass die Arme zumindest mit einem Endabschnitt in
einem Bereich am Rohrabschnitt anliegen, der auf einer Seite einer Ebene,
die durch die Längsachse
und senkrecht zur Bewegungsrichtung verläuft, anliegen. Damit lässt sich
bei einer ausreichend hohen Federkraft der Arme eine zuverlässige Befestigung
des Thermostataufsatzes auch ohne weitere Hilfsmittel, wie ein Verbindungselement,
sicherstellen. Der Thermostataufsatz wird von der Vorderseite her
angesetzt und die Arme werden auf das Ventilgehäuse aufgeschoben. Dabei weiten
sie sich auf, um den größten Durchmesser
des Rohrabschnitts zu überwinden.
Die Enden der Arme oder Bereiche an den Enden der Arme liegen dann
an der Rückseite
des Rohrabschnitts an, so dass man auch auf diese Weise eine ausreichend große Haltekraft
erzeugen kann.
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Bevorzugterweise
liegen die Arme mit axialen Enden der Endabschnitte am Rohrabschnitt
an. Jeder Arm liegt also praktisch nur mit zwei Punkten oder Bereichen
am Umfang des Rohrabschnitts an. Dies verbessert die Haltewirkung.
Es besteht nicht die Gefahr, dass durch kleinere Unregelmäßigkeiten an
der Rückseite
des Rohrabschnitts eine Schiefstellung der Arme derart hervorgerufen
wird, dass die Haltekraft darunter leidet.
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Bevorzugterweise
weist das Ventilgehäuse im
Bereich des Betätigungselements
einen Vorsprung auf und der Thermostataufsatz weist eine senkrecht
zur Bewegungsrichtung verlaufende Bodenwand mit einer zum Vorsprung
passenden Öffnung
auf. Der Thermostataufsatz kann dann mit der Bodenwand an der Vorderseite
des Ventilgehäuses anliegen.
Dies ist aber nicht unbedingt erforderlich. Vorteilhaft ist es,
wenn der Vorsprung durch die Öff nung
ragt. In diesem Fall wird nämlich
der Thermostataufsatz dagegen gesichert, in Umfangsrichtung um den
Rohrabschnitt des Ventilgehäuses
verschwenkt zu werden. Der Thermostataufsatz erhält dadurch eine definierte
Position am Ventilgehäuse, so
dass der im Thermostataufsatz enthaltene thermostatische Aktuator,
beispielsweise eine Wachspatrone oder ein Balgenelement, immer so
positioniert werden können,
dass die von diesem Aktuator erzeugte Betätigungskraft parallel zum Betätigungselement
wirkt.
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Hierbei
ist bevorzugt, dass der Vorsprung mindestens eine parallel zur Bewegungsrichtung
verlaufende Ausformung aufweist und der Thermostataufsatz mindestens
ein mit der Ausformung zusammenwirkendes Gegenelement aufweist.
Damit ist der Thermostataufsatz zusätzlich gegen eine Verdrehung
gegenüber
dem Ventilgehäuse
gesichert. Eine gewisse Verdrehsicherung ergibt sich auch schon durch
die beiden Arme, die aufeinander gegenüberliegenden Seiten über das
Ventilgehäuse
geführt worden
sind.
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Bevorzugterweise
weist die Befestigungsanordnung am Thermostataufsatz eine Umfangswand mit
einer Innenkontur auf, die einer Außenkontur des Rohrabschnitts
entspricht. Dabei können
die Arme als Teil der Umfangswand angesehen werden. Der Thermostataufsatz
kann also von der Vorderseite her so an das Ventilgehäuse zur
Anlage gebracht werden, dass an der Vorderseite praktisch kein größerer Spalt
oder dergleichen vorhanden ist, durch den Schmutz oder andere Störungsursachen
in den Raum eindringen können,
in dem die Betätigung
des Betätigungselements
erfolgt. Damit wird die Betriebsicherheit der Thermostatanordnung über einen
längeren
Zeitraum sichergestellt.
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Vorzugsweise
weist der Rohrabschnitt einen mehreckigen, insbesondere sechseckigen
Querschnitt auf. An einem derartigen Rohrabschnitt stehen ebene
Anlageflächen
zur Verfügung,
so dass die Halterung des Thermostataufsatzes weiter verbessert
werden kann.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen
in Verbindung mit einer Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
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1 eine
Heizkörper-Thermostatventilanordnung
in Explosionsdarstellung,
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2 die
Heizkörper-Thermostatventilanordnung
nach 1 in zusammengebautem Zustand, teilweise im Schnitt,
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3 eine
abgewandelte Form einer Heizkörper-Thermostatventilanordnung
im zusammengebauten Zustand,
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4 die
Heizkörper-Thermostatventilanordnung
nach 3 teilweise im Aufriss,
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5 eine
gegenüber 3 abgewandelte Form
einer Heizkörper-Thermostatventilanordnung,
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6 eine
Abwandlung der Heizkörper-Thermostatventilanordnung
nach 5,
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7 eine
weitere Ausführungsform
einer Heizkörper-Thermostatventilanordnung,
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8 ein
Ventilgehäuse
für die
Heizkörper-Thermostatventilanordnung
nach 7,
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9 einen
Thermostataufsatz für
die Heizkörper-Thermostatventilanordnung
nach 7,
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10 ein
Ventilgehäuse
und
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11 einen
Ausschnitt aus einem Ventil des Ventilgehäuses nach 10.
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1 zeigt
eine Heizkörper-Thermostatventilanordnung 1 (im
Folgenden kurz ”Anordnung” genannt)
mit einem Ventil 2, das ein Ventilgehäuse 3 mit einem Rohrabschnitt 4 und
einem Betätigungselement 5 aufweist.
Der Rohrabschnitt 4 weist eine Längsachse 6 auf. Der
Rohrabschnitt ist an einem Ende mit einem Mutterelement 7 und
am anderen Ende mit einem Außengewinde 8 versehen,
so dass das Ventilgehäuse 2 zwischen
einem nicht näher
dargestellten Heizkörper
und einer nicht näher
dargestellten Versorgungsleitung für Wärmeträgerflüssigkeit angeordnet werden
kann. Andere Verbindungsarten sind möglich, beispielsweise ein so
genanntes ”Pressfit”.
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In
an sich bekannter Weise ist das Betätigungselement 5 durch
eine Stopfbuchse geführt
und wirkt auf ein nicht näher
dargestelltes Ventilelement, das im Inneren des Ventilgehäuses 2 angeordnet
ist. Das Ventilelement wirkt mit einem Ventilsitz zusammen. Wenn
sich das Ven tilelement an den Ventilsitz annähert, wird ein Durchfluss von
Wärmeträgerflüssigkeit
stärker
gedrosselt.
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Die
Anordnung 1 weist ferner einen Thermostataufsatz 9 auf,
der, wie dies aus 2 zu erkennen ist, ein als Balgenelement
ausgebildetes Thermostatelement 10 aufweist. Das Thermostatelement 10 ändert seine
Ausdehnung mit der Temperatur. Wenn die Temperatur steigt, dann
verdrängt
das Thermostatelement einen Stößel 11 in
Richtung auf das Betätigungselement 5,
wodurch das Ventil stärker
drosselt, wie dies an sich bekannt ist. Prinzipiell ist die Erfindung
aber nicht auf das dargestellte Thermostatelement beschränkt. Auch
andere Arten von thermostatisch wirkenden Einrichtungen können hier verwendet
werden. Wenn der Heizkörper
als Wärmetauscher
in einer Kühl-
oder Klimaanlage verwendet wird, kann das Thermostatelement auch
umgekehrt wirken.
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Der
Thermostataufsatz 9 kann auch mehrteilig ausgebildet sein,
beispielsweise mit einem Adapter, der am Ventilgehäuse 3 montiert
wird und einem Betätigungselement,
das am Adapter montiert wird.
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Der
Thermostataufsatz 9 weist ein Gehäuse 12 und einen Drehgriff 13 auf,
der am Gehäuse 12 drehbar
und axial unverschiebbar gelagert ist. Der Drehgriff 13 steht über eine
Gewindepaarung 14 mit dem Thermostatelement 10 oder
einem Träger
davon in Eingriff, so dass man durch Verdrehen des Drehgriffs 13 die
Entfernung des Thermostatelements 10 vom Betätigungselement 5 und
damit den Sollwert der Temperatur verändern kann, wie dies an sich
bekannt ist.
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Das
Gehäuse 12 weist
eine Bodenwand 15 auf, die in der montierten Position des
Thermostataufsatzes 9 an einer Anlagefläche 16 anliegt, die
im vorliegenden Fall durch eine Stirnseite eines Ventileinsatzes
gebildet ist, der in das Ventilgehäuse 3 eingeschraubt
ist. Die Bodenwand 15 weist eine Öffnung 17 auf, durch
die ein Mutterabschnitt 18 der Stopfbuchse geführt ist,
in der das Betätigungselement 5 gelagert
ist. Das Zusammenwirken von Öffnung 17 und
Mutterabschnitt 18 (es kann auch allgemein ein Vorsprung
hier vorgesehen sein) sichert dagegen, dass der Thermostataufsatz 9 in
einem unzulässigen
Maße parallel
zur Anlagefläche 16 gegenüber dem
Ventilgehäuse 3 bewegt
werden kann.
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Um
den Thermostataufsatz 9 gegen die bei der Betätigung des
Betätigungsstiftes 5 auftretenden Kräfte zuverlässig am
Ventilgehäuse 3 festzuhalten, ist
ein Verbindungselement 19 vorgesehen, das mit zwei Armen 20, 21 am
Gehäuse 12 in
Eingriff gebracht worden ist. Das Verbindungselement 19 weist eine
Außenverzahnung 22 und
die Arme 20, 21 des Gehäuses 12 des Thermostataufsatzes 9 weisen
jeweils eine Innenverzahnung 23 auf. Außenverzahnungen 22 und
Innenverzahnungen 23 bilden zusammen eine Rastzahnanordnung.
Die Zähne
von Außenverzahnung 22 und
Innenverzahnung 23 können übereinander
hinweg gleiten, wenn der Thermostataufsatz 9 und das Verbindungselement 19 aufeinander
zu bewegt werden. In die entgegengesetzte Richtung haken die Zähne von
Außenverzahnung 22 und
Innenverzahnung 23 jedoch hintereinander fest.
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Wie
insbesondere aus 2 zu erkennen ist, verbleibt
allerdings auch im montierten Zustand des Verbindungselements 19 parallel
zur Bewegungsrichtung des Betätigungselements 5 ein
Spalt 24, in den jedenfalls der die Außenverzahnung 22 tragende
Teil des Verbindungselements 19 hinein federn kann, um
die Rastverbindung zu lösen.
Das Verbindungselement 19 liegt aber in Verlängerung
des Betätigungselements 5 am
Rohrabschnitt 4 des Ventilgehäuses 3 an. Wenn ein
ungewolltes Lösen
des Verbindungselements 19 verhindert werden soll, kann
man ein Füllelement
verwenden, um den Spalt 24 zumindest teilweise auszufüllen.
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Sowohl
das Gehäuse 12 des
Thermostataufsatzes 9 als auch das Verbindungselement 19 können aus
Kunststoff gefertigt werden, beispielsweise durch Spritzgießen. Dies
erlaubt relativ niedrige Herstellungskosten. Die Montage ist relativ
einfach. Man muss lediglich den Thermostataufsatz 9 von
einer Seite her, der ”Vorderseite”, an dem
Ventilgehäuse 3 ansetzen
und von der ”Rückseite” her das
Verbindungselement 19 bis zum Anschlag einschieben, so dass
die Außenverzahnung 22 und
die Innenverzahnung 23 miteinander in Rasteingriff kommen.
Damit ist der Thermostataufsatz 9 fertig am Ventil 2 montiert.
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Eine
Befestigungsanordnung mit Verbindungselement ist vor allem dann
von Vorteil, wenn die Masse des Thermostataufsatzes größer ist.
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Die 3 und 4 zeigen
eine abgewandelte Ausgestaltung, bei der gleiche und einander entsprechende
Ele mente mit den gleichen Bezugszeichen wie in den 1 und 2 versehen
sind.
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Bei
der Ausgestaltung nach den 3 und 4 sind
die beiden Arme 20, 21 federnd ausgebildet. Wenn
der Thermostataufsatz 9 mit den beiden Armen 20, 21 über den
Rohrabschnitt 4 des Ventilgehäuses geführt wird, dann federn die beiden
Arme 20, 21 auseinander und federn wieder zusammen, sobald
sie über
den größten Durchmesser
des Rohrabschnitts 4 hinweg geschoben worden sind. Wenn man
davon ausgeht, dass der Thermostataufsatz 9 an der ”Vorderseite” des Rohrabschnitts 4 befestigt wird,
dann kommen Endabschnitte 25, 26 der Arme 20, 21 an
der ”Rückseite” des Rohrabschnitts 4 zur Anlage.
Wenn die Federkraft der Arme 20, 21 ausreichend
groß dimensioniert
ist, dann reicht auch diese Befestigung aus, um den Thermostataufsatz 9 gegen die
beim Betätigen
des Betätigungselements 5 auftretenden
Kräfte
zuverlässig
am Ventil festzuhalten.
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Die
Endabschnitte 25, 26 liegen jeweils nur mit axialen
Enden 27, 28 am Rohrabschnitt 4 an. Damit
hat jeder Arm 20, 21 sozusagen eine Zwei-Punkt-Lagerung
am Rohrabschnitt 4, was die Haltekräfte weiter erhöht und die
Zuverlässigkeit
der Befestigung des Thermostataufsatzes 9 am Rohrabschnitt 4 verbessert.
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Wie
insbesondere in 3 zu erkennen ist, haben die
Arme 20, 21, die auch als Teil einer Umfangswand
des Gehäuses 12 angesehen
werden können,
eine Innenkontur 29, die an die Außenkontur des Rohrabschnitts 4 angepasst
ist. Die Arme 20, 21 legen sich also zumindest
annähernd
an den Außenumfang
des Rohrabschnitts 4 an.
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5 zeigt
eine gegenüber 3 abgewandelte
Ausführungsform
einer Anordnung 1, wobei gleiche Elemente und einander
entsprechende Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind.
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Der
wesentliche Unterschied besteht darin, dass der Rohrabschnitt 4 nun
einen sechseckigen Querschnitt hat. Dabei existiert eine Seite 30,
aus der (nicht näher
dargestellt) der Betätigungsstift 5 hervorsteht.
Dementsprechend wirken die beiden Arme 20, 21 mit
Seiten 31, 32 zusammen, die mit der Seite 30 einen
Winkel von 60° einschließen. Die
dadurch erzeugte Haltekraft reicht aus, um den Thermostataufsatz 9 zuverlässig am
Rohrabschnitt 4 festzuhalten.
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Eine
noch bessere Halterung ergibt sich bei der Ausgestaltung nach 6,
die ansonsten im Wesentlichen der Ausgestaltung nach 5 entspricht. Gleiche
und einander entsprechende Elemente sind mit den gleichen Bezugszeichen
versehen. Die beiden Arme 20, 21 sind durch ein
Verbindungselement 19 miteinander verbunden, das parallel
zur Längsachse 6 auf
die Enden der Arme 20, 21 aufgeschoben worden
ist. Das Verbindungselement 19 kann zwar, muss aber nicht
an dem Rohrabschnitt 4 anliegen.
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Die 7 bis 9 zeigen
Einzelheiten einer weiteren Ausführungsform
einer Anordnung 1, bei der gleiche und einander entsprechende
Elemente mit den gleichen Bezugszeichen wie in den 1 bis 6 versehen
sind.
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Das
Ventil 2 (8) weist an seinem Ventilgehäuse 3 einen
Vorsprung 33 auf. Der Vorsprung 33 weist eine Ausformung 34 auf,
im vorliegenden Fall eine Nut, die parallel zur Bewegungsrichtung
des Betätigungselements 5 gerichtet
ist.
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Der
Thermostataufsatz 9 weist an seinem Gehäuse 12 ein entsprechendes
Gegenelement 35 auf, das im vorliegenden Fall als Vorsprung
ausgebildet ist. Dieses Gegenelement 35 kommt, wenn der Thermostataufsatz 9 auf
das Ventil 2 aufgesetzt wird, in Eingriff mit der Ausformung 34,
wodurch der Thermostataufsatz 9 gegenüber dem Ventil 2 gegen
Verdrehen gesichert ist.
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10 zeigt
ein Ventil 2, das in der Anordnung 1 verwendbar
ist, mit weiteren Einzelheiten.
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Der
Rohrabschnitt 4 weist an einem Ende das Außengewinde 8 und
am anderen Ende ein Innengewinde 36 auf. Eine Stopfbuchse 37,
von der in 10 der Mutterabschnitt 18 zu
erkennen ist, ist drehbar im Rohrabschnitt 4 gelagert.
Die Stopfbuchse 37 weist an ihrem ”inneren” Ende einen rechteckförmigen Vorsprung 38 auf,
der mit einem Schlitz 39 eines Kugelelements 40 in
Eingriff steht, das drehbar innerhalb des Rohrabschnitts 4 gelagert
ist. Das Kugelelement 40 weist eine mittige Öffnung 41 für die Durchführung des
Betätigungselements 5 auf.
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Wenn
der Mutterabschnitt 18 der Stopfbuchse 37 gedreht
wird, dann wird das Kugelelement 40 ebenfalls gedreht,
so dass ein Durchgangskanal 42 mehr oder weniger parallel
zur Längsachse 6 des Rohrabschnitts 4 ausgerichtet
wird. Wenn der Durchgangskanal 42 unter einem Winkel von
90° zur Längsachse
angeordnet wird, dann ist das Ventil 2 geschlossen.
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Im
Kugelelement 40 ist ein Ventilelement 43 gegen
die Kraft einer Feder 44 durch das Betätigungselement 5 bewegbar.
Das Ventilelement 43 wirkt mit einem Ventilsitzeinsatz 45 zusammen.
Der Ventilsitzeinsatz 45 weist einen Ventilsitz 46 auf.
Der Abstand zwischen Ventilelement 43 und Ventilsitz 46 bestimmt
die Durchflussmenge für
Wärmeträgerflüssigkeit
durch das Ventil 2.