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Die
Erfindung betrifft eine Methode und Anordnung zur automatischen
Durchführung von Funktionen, insbesondere Zoom-Funktionen
an Darstellungen, die durch ein Ausgabemedium dargestellt werden.
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Zoom-Funktionen,
wie Zoom-In bzw. Zoom-Out sind insbesondere bei computerunterstützten
Grafikprogrammen bekannt. Mit Hilfe eines Eingabegerätes
(z. B. Mouse) wird ein Teil bzw. Ausschnitt der Darstellung auf
einem Bildschirm eingefangen, um eine Zoom-Funktion darauf auszuführen. Das
Einfangen, bzw. Markieren des Ausschnittes erfolgt dabei durch Aufziehen
eines Rechtecks. Bei einem Zoom-In wird der Inhalt des Rechteckes
bildschirmfüllend dargestellt, bei einem Zoom-Out wird der
Inhalt des Bildschirms rechteckfüllend dargestellt.
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Aus
der Patentschrift
US
6,642,936 B1 ist beschrieben, wie durch Aufziehen eines
Rechteckes ein Ausschnitt auf dem Bildschirm festgelegt wird, wobei
nach dem Aufziehen des Rechteckes durch einen weiteren Mouseklick
bzw. durch Berührung des Bildschirms (Touch) festgelegt
wird, ob ein Zoom-In oder ein Zoom-Out erfolgen soll.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Methode bzw. eine
Anordung zur Durchführung von Funktionen, insbesondere
Zoom-Funktionen, bereitzustellen, wobei die Anzahl der benötigten Eingabeoperationen
minimal ist.
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Die
Aufgabe wird bei einer Methode der eingangs genannten Art erfindungsgemäß gelöst
durch das Festlegen einer Fläche bzw. eines Bereiches auf dem
Ausgabemedium, um einen Teil der Darstellung zu umfassen, wobei
das Festlegen der Fläche durch Bewegung eines Eingabemediums
erfolgt, und das Aktivieren einer Funktion, insb. Zoom-Funktion
bezüglich der Fläche in Abhängigkeit
einer Bewegungsrichtung des Eingabemediums erfolgt. Dadurch ist ein
flüssiges Arbeiten in grafischen Oberflächen gewährleistet,
da beim Festlegen eines Ausschnittes bzw. beim Wechseln von Ausschnitten
für die Aktivierung einer Zoom-Funktion keine weitere Eingabe mehr
erforderlich ist. Das Festlegen der Fläche kann z. B. durch
das Zeichnen eines Rechteckes oder Kreises auf einem Bildschirm
erfolgen. Ein Rechteck kann z. B. mit Bewegen der Maus oder einem
anderen Eingabegerät (z. B. Touch-Pen oder Finger) am Bildschirm
aufgezogen werden und zwar durch Definition (durch Positionierung)
zweier diagonal gegenüberliegender Eckpunkte, prinzipiell
entweder von links oben nach rechts unten, von links unten nach rechts
oben, von rechts unten nach links oben oder von rechts oben nach
links unten, wobei hierbei im wesentlichen Relativbewegungen des
Eingabegerätes beschrieben sind. Auch das Zeichnen eines
Kreises kann durch Definition des Mittelpunktes und eines beliebigen
Punktes auf der Peripherie mittels der Eingabegeräte (z.
B. Maus, Touch-Pen, Light-Pen, Finger) erfolgen.
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Bei
einer Bewegungsrichtung des Eingabegerätes von links nach
rechts beim Aufspannen eines Rechteckes kann z. B. automatisch ein
Zoom-In (der Inhalt des Rechteckes bildschirmfüllend dargestellt) aktiviert
werden, bzw. beim Aufziehen des Rechteckes von rechts nach links
kann z. B. automatisch ein Zoom-Out (der Inhalt des Bildschirms
wird im Rechteck komprimiert dargestellt) durchgeführt
werden, ohne dass weitere Eingaben vom Benutzer durchgeführt
werden müssen. Wird vom Benutzer eine kreisförmige
Fläche definiert, kann z. B. automatisch ein Zoom-In oder
Zoom-Out durchgeführt werden, je nachdem wie Mittelpunkt
und Peripheriepunkt relativ zueinander liegen, ohne dass weitere
zusätzliche Benutzereingaben erforderlich sind. Dies bedeutet
für den Benutzer eine Effizienzsteigerung bei der Arbeit. Bei
der Darstellung auf dem Ausgabemedium (Bildschirm, Display, Videowall,
Screen, etc.) kann es sich um eine grafische Darstellung, eine Textdarstellung, aber
auch um ein Icon (z. B. auf dem Desktop) handeln. Es ist prinzipiell
möglich durch die Bewegungsrichtung nicht nur Zoom-Funktionen,
sondern beliebige definierte Funktionen zu aktivieren, wie z. B.
automatisches Öffnen des Icons oder Starten des durch das
Icon repräsentierten Programms.
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Eine
erste vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass
durch eine erste Bewegungsrichtung eine erste Zoom-Funktion aktiviert wird.
Dadurch wird für einen Benutzer oder Bediener ein flüssiges
Arbeiten ermöglicht, da für die Durchführung
der Zoom-funktion keine weitere Bedieneingaben erforderlich sind.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass durch eine zweite Bewegungsrichtung, die im Wesentlichen parallel,
aber entgegengesetzt zur ersten Bewegungsrichtung verläuft,
eine zweite Zoom-Funktion aktiviert wird. Dadurch sind noch weitere
Effizienzsteigerungen insbesondere für Grafikanwendungen
für den Benutzer gegeben.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass bei der Definition eines Kreises durch zwei Punkte, abhängig
von der relativen Lage der Punkte, unterschiedliche Funktionen aktiviert
werden. Das Festlegen einer Fläche auf dem Ausgabemedium
muss nicht nur durch eine rechteckige Fläche erfolgen,
sondern die Fläche kann also auch kreisförmig
sein. Dies erhöht die Flexibilität der Benutzung
für einen Anwender.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass die Festlegung der Fläche durch Mousebewegung, Tastatureingabe,
Touchfunktion (durch Finger bzw. Touch-Pen) oder Lichtpointer erfolgt.
Mit allen Eingabemedien mit denen sich Bewegungen bzw. Relativbewegungen
darstellen oder simulieren lassen, kann die vorliegende Erfindung
realisiert und angewendet werden. Dies erlaubt eine hohe Flexibilität
für den Benutzer, da er nicht auf ein spezifisches Eingabemedium
festgelegt ist und er diese frei wählen und im Gebrauch
auch kombinieren kann.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass die Zoom-Funktion aus der Menge der Funktionen Zoom-In, Zoom-Out
oder Panning stammt. Beim Zoom-In wird der Inhalt der festgelegten
Fläche bildschirmfüllend dargestellt, beim Zoom-Out
wird der Inhalt des Bildschirms im Rechteck komprimiert dargestellt,
wobei auch bisher nicht sichtbare Teile der Darstellung gezeigt
werden, beim sog. Panning rückt der Mittelpunkt der festgelegten
Fläche in die Bildmitte (d. h. in den Mittelpunkt des Ausgabemediums).
Prinzipiell können auch weitere, insbesondere die grafische
Darstellung von Abbildungen beeinflussende Funktionen bzw. Operationen
(z. B. Verzerrungen, perspektivische Darstellungen) erfindungsgemäß aktiviert
werden.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass bei einer Unterschreitung einer konfigurierbaren Größe
der Fläche, die umfasste Darstellung, unter Beibehaltung
eines Maßstabes der Darstellung, auf dem Ausgabemedium
zentriert dargestellt wird. Ist die festgelegte Fläche
sehr klein, machen weder Zoom-In noch Zoom-Out Sinn, da die Maßstabsveränderung
extrem wäre. In diesem Fall wird der Ausschnitt (festgelegte
Fläche) unter Beibehaltung des Maßstabes so verschoben,
dass der Mittelpunkt des Ausschnitts in die Bildmitte rückt
(Panning).
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass durch den Benutzer konfiguriert werden kann, welche Zoom-Funktion durch
welche Bewegungsrichtung ausgeführt wird. Die anzuwendenden
Funktionen, insbesondere die Zoom-Funktionen können durch
im Wesentlichen links-rechts, rechts-links, oben-unten, unten-oben, aber
auch durch Kreisdefinitionen aktiviert werden. Je nach Vorliebe,
Häufigkeit oder ergonomischen Gesichtspunkten, kann ein
Benutzer flexibel konfigurieren, welche Funktion durch welche Bewegungsrichtung
aktiviert wird. Es ist auch möglich, dass durch einen Hersteller
oder Vertreiber Vorbelegungen vorgenommen werden, die von einem
Benutzer übernommen bzw. geändert (customizing)
werden können.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass beliebige Funktionen aktivierbar sind. Die vorliegende Erfindung
ist nicht nur auf die automatische Aktivierung von Zoom-Funktionen
beschränkt. In Abhängigkeit von der Bewegungsrichtung
eines Eingabemediums für das Auswählen eines Bereiches
auf einem Bildschirm können beliebig definierte Funktionen
automatisch auf diesen Bereich angewendet werden. Handelt es sich
bei dem Bereich z. B. um ein Icon auf dem Desktop, kann automatisch
durch die Bewegungsrichtung eine bestimmte Anwendung des durch das
Icon repräsentierten Programms gestartet werden.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass es sich bei der Darstellung um eine grafische oder textuelle
Darstellung, oder ein Icon handelt. Die Erfindung ist anwendbar auf
alle Darstellungsformen, wie sie auf einem Ausgabemedium wie Bildschirm,
Screen, Videowall etc. erscheinen können und nicht nur
auf Zoom-Funktionen beschränkt. Bei Texten könnte
z. B. in Abhängigkeit der Bewegungsrichtung zur Auswahl
des Textbereiches automatisch ein bestimmtes Übersetzungsprogramm
gestartet werden. Durch das Einfangen (Markieren) eines Icons (z.
B. auf dem Desktop) kann in Abhängigkeit der Einfangrichtung
automatisch eine bestimmte (evtl. durch den Benutzer vorher festgelegte)
Funktion oder Anwendung bzgl. des durch das Icon repräsentierte
Programm gestartet werden, ohne weitere Benutzereingaben. Werden
mehrere Icons eingefangen (markiert) können in Abhängigkeit der
Bewegungsrichtung beim Einfangen z. B. Darstellungs- oder Anordnungsfunktionen
bezüglich der Icons automatisch aktiviert werden, wie z.
B. Anordnen der Icons nach Größe, letztes Benutzdatum
oder alphabetische Anordnung.
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Weiterhin
wird die Aufgabe mit einer Anordnung der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß gelöst mit:
- – Ausgabemittel zum Anzeigen der Darstellung,
- – Eingabemittel zum Festlegen eines Bereiches, um einen
Teil der Darstellung zu umfassen,
wobei in Abhängigkeit
einer Festlegungsrichtung, die durch die durch die Anwendung des
Eingabemittels bestimmbar ist, eine entsprechende Funktion, insbesondere
Zoom-Funktion in Bezug auf den Bereich durchführbar ist.
Die zur Realisierung der Erfindung notwendige Hardware (Verarbeitungseinheit
wie Prozessor, Ausgabemittel wie Monitor und Eingabemittel wie z.
B. Maus) steht in handelsüblichen Workstations, PCs, Notebooks, aber
auch bei Handhelds mit Touchfunktionalität (Pen-, Fingereingabe)
zur Verfügung. Die Erfindung lässt sich somit
leicht und ohne zusätzliche Komponenten realisieren und
vertreiben.
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Prinzipiell
ist die Erfindung auch auf dreidimensionale Bereiche anwendbar (z.
B. beim Einsatz von Datenbrillen ist dies sinnvoll, insbesondere
bei Augmented Reality oder Virtuell Reality Anwendungen).
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Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird im Folgenden erläutert.
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Dabei
zeigen:
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1 die
Darstellung eines Graphen auf einem Bildschirm und eine rechteckige
Fläche zur Darstellung eines Zoom-Bereiches,
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2 die
Darstellung eines Graphen nach Ausführung einer Zoom-In
Funktion angewandt auf die rechteckige Fläche von 1,
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3 die
Darstellung eines Graphen auf einem Bildschirm und einen kreisförmigen
Bereich zur Darstellung eines Zoom-Bereiches,
-
4 die
Darstellung eines Graphen nach Ausführung einer Zoom-In
Funktion angewandt auf den kreisförmigen Bereich von 3,
und
-
5 eine
beispielhafte Anordnung zur Realisierung der Erfindung,
-
6 ein
Flussdiagramm zur beispielhaften Anwendung der erfindungsgemäßen
Methode,
-
7 die
beispielhafte Festlegung der Bewegungsrichtung durch das Aufspannen
von Rechtecken, und
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8 die
beispielhafte Festlegung der Bewegungsrichtung bei kreisförmigen
Flächen.
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1 zeigt
schematisch die Darstellung eines Graphen 2 auf einem Bildschirm 1 und
eine rechteckige Fläche 3 zur Darstellung eines
Zoom-Bereiches. Die rechteckige Fläche 3 kann
z. B. durch das Ziehen eines Maus-Cursors von der linken unteren
Ecke zur diagonal gegenüberliegenden rechten oberen Ecke
aufgespannt werden. Der gestrichelte Pfeil 4 wird nicht
notwendigerweise am Bildschirm dargestellt und dient der besseren
Illustration der Bewegung des Eingabemediums, bzw. der Darstellung der
Bewegung, wie sie durch das Eingabemedium bewirkt wird. Der Bereich 3 kann
auch über andere Eingabemittel festgelegt werden, wie z.
B. Touch-Pen oder durch Fingerbewegungen, wenn die Oberfläche des
Bildschirms Touchfunktionalität aufweist. Durch die gestrichelten
vertikalen und horizontalen Linien 5 ist angedeutet, dass
auf dem Bildschirm 1 ein Maßstab hinterlegt sein
kann. Nach Festlegen des Bereiches 3 wird nun automatisch
eine Zoom-Funktion (z. B. Zoom-In, Zoom-Out) ohne weitere Benutzereingaben
ausgeführt. Die automatisch auszuführende Zoom-Funktion
wird durch die Bewegungsrichtung bestimmt, wie der Cursor das Rechteck
aufspannt, im Beispiel in 1 geschieht
dies von links nach rechts.
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2 zeigt
die Darstellung eines Graphen 6 auf einem Ausgabemedium 1 nach
Ausführung einer Zoom-In Funktion angewandt auf die rechteckige Fläche 3 von 1.
Bei der Zoom-In Funktion wird der Inhalt der festgelegten Fläche 3 bildschirmfüllend dargestellt.
Die Markierungen 5' am linken und unteren Rand deuten an,
dass auf dem Bildschirm 1 ein Maßstab hinterlegt
sein kann. Im Beispiel von 1 und 2 wird
durch das Aufspannen der Fläche 3 von links nach
rechts, automatisch eine Zoom-In Funktion aktiviert. So ist es denkbar,
dass durch das Aufspannen der Fläche 3 in die
entgegengesetzte Richtung d. h. von rechts nach links automatisch
eine Zoom-Out Funktion aktiviert wird, d. h. auf den Inhalt der
Fläche 3 angewendet wird. Beim Zoom-Out wird der
Inhalt des Bildschirms im Rechteck 3 komprimiert dargestellt,
wobei auch bisher nicht sichtbare Teile der Darstellung 2 gezeigt
werden.
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3 zeigt
schematisch die Darstellung eines Graphen 2 auf einem Bildschirm 1 und
einen kreisförmigen Bereich 3 zur Darstellung
eines Zoom-Bereiches. Im Beispiel von 3 wird die
Fläche durch Bewegungen des Eingabemediums (z. B. eines
Mauscursors, Toch-Pen oder Fingers) festgelegt. Bei einer relativen
Bewegungsrichtung nach rechts kann z. B. eine Zoom-In Funktion und
bei einer relativen Bewegungsrichtung nach links kann z. B. eine
Zoom-Out Funktion automatisch aktiviert werden. Eine Kreisfläche
kann durch Festlegen eines Mittelpunktes M (erster Mausklick) und
Festlegen eines Radius (zweiter Mausklick) erfolgen. Durch die Bewegung
der Maus zwischen dem ersten und zweiten Mausklick wird eine Bewegungsrichtung
definiert, in Abhängigkeit derer eine Funktion auf den
Bereich, der durch den Kreis festgelegt wurde, automatisch aktiviert
wird.
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4 zeigt
die Darstellung eines Graphen 6 auf einem Ausgabemedium 1 nach
Ausführung einer Zoom-In Funktion angewandt auf die kreisförmige Fläche 3 von 3.
Sinnvollerweise wird der kreisförmige Bereich 3 auf
einem rechteckigen Bildschirm 1 zentriert dargestellt.
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5 zeigt
eine beispielhafte Anordnung zur Realisierung der Erfindung mit
Prozessoreinheit 8, Ausgabemittel 1 (Bildschirm,
Screen, Videowall etc.) zum Anzeigen der Darstellung 2.
Mit Eingabemittel 7 (z. B. Tatstatur, Maus, Touch-Pen,
Finger) kann ein Benutzer 9 einen Bereich 3 festlegen,
auf dem eine durch die Bewegungsrichtung des Eingabemittels 7 definierte
Funktion automatisch angewendet wird, ohne dass weitere Eingaben
erforderlich sind. Dadurch wird die Arbeitseffizienz für
den Benutzer erhöht. Bei den aktivierbaren Funktionen kann
es sich um Zoom-Funktionen (z. B. Zoom-In oder Zoom-Out) handeln.
Prinzipiell ist es aber möglich beliebige andere Funktionen
durch Bewegungsrichtung beim Einfangen (Capture) des Bereiches 3 automatisch
zu aktivieren. Z. B. kann auf ein eingefangenes Icon direkt automatisch
durch die Einfangrichtung eine Funktion oder Anwendung gestartet
werden.
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6 zeigt
ein Flussdiagramm zur beispielhaften und prinzipiellen Anwendung
der erfindungsgemäßen Methode. Im Beispiel von 6 wird
der Bereich 3 durch Aufspannen eines Rechteckes ausgewählt.
Es wäre aber auch möglich den Bereich 3 z. B.
durch eine Kreisbewegung auszuwählen.
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Nach
Festlegen des Bereiches wird automatisch auf diesen Bereich (Graph,
Text, Icon) eine Funktion aktiviert. Das Festlegen eines Bereiches geschieht
(beim Aufspannen eines Rechteckes) durch die Schritte:
- – Festlegen eines Endpunktes des Rechteckes.
- – Aufspannung des Rechtecks durch diagonale Cursor-Bewegung.
- – Erreichen des diagonal gegenüberliegenden Eckpunktes
des Rechtecks.
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Das
Aktivieren der Funktion erfolgt automatisch nach Beendigung des
Auswahlvorgangs (hier Aufspannen), ohne weitere Benutzereingabe.
Der Benutzer kann vorher festlegen (konfigurieren), welche Funktion
durch welche Bewegungsrichtung aktivierte wird.
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7 zeigt
beispielhaft die Festlegung der Bewegungsrichtung durch das Aufspannen
von Rechtecken. Wesentlich an der Erfindung ist, dass in Abhängigkeit
einer Bewegungsrichtung eines Eingabemediums (Maus, Touch-Pen, Finger
usw.) automatisch eine Funktion (auf ausgewählte Bildschirmdarstellungen)
ausgeführt wird. Beim Festlegen von rechteckigen Bereichen
geschieht dies z. B. durch das sog. Aufspannen mit der Maus. Dabei
wird durch einen Mausklick ein Eckpunkt des Rechtecks festgelegt
und diagonal gegenüber durch einen zweiten Mausklick ein
weiterer Eckpunkt. Durch diese zwei Eckpunkte wird ein Rechteck
festgelegt. Die Bewegungsrichtung kann z. B. durch die Relativbewegung des
Eingabemediums beim Aufspannen des Rechtecks festgelegt werden.
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Im
Teilbild I von 7 stellen die gestrichelten
Pfeile R1 und R1' Relativbewegungen des Eingabemediums dar. Durch den
gestrichelten Pfeil R1 wird im Wesentlichen eine Relativbewegung
von links unten nach rechts oben dargestellt, bzw. durch den gestrichelten
Pfeil R1' im Wesentlichen eine Relativbewegung von links oben nach
rechts unten dargestellt. Durch diese Relativbewegungen wird als
Bewegungsrichtung B1 zum Aktivieren der Funktion im Beispiel von
Teilfigur I von 7 im Wesentlichen eine Links-Rechts-Richtung
festgelegt.
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Im
Teilbild II von 7 stellen die gestrichelten
Pfeile R2 und R2' Relativbewegungen des Eingabemediums dar. Durch
den gestrichelten Pfeil R2 wird im Wesentlichen eine Relativbewegung
von rechts oben nach links unten dargestellt, bzw. durch den gestrichelten
Pfeil R2' im Wesentlichen eine Relativbewegung von rechts unten
nach links oben dargestellt. Durch diese Relativbewegungen wird
als Bewegungsrichtung B2 zum Aktivieren der Funktion im Beispiel
von Teilfigur II von 7 im Wesentlichen eine Rechts-Links-Richtung
festgelegt.
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Die
Bewegungsrichtungen B1, B2 aus Teilbild I und II von 7 können
auch als jeweils einander entgegen gesetzte Richtungen angesehen
werden.
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Auch
im Teilbild III von 7 stellen die gestrichelten
Pfeile R3 und R3' Relativbewegungen des Eingabemediums dar. Durch
den gestrichelten Pfeil R3 wird im Wesentlichen eine Relativbewegung
von links unten nach rechts oben dargestellt, bzw. durch den gestrichelten
Pfeil R3' im Wesentlichen eine Relativbewegung von rechts unten
nach links oben dargestellt. Durch diese Relativbewegungen wird
als Bewegungsrichtung B3 zum Aktivieren der Funktion im Beispiel
von Teilfigur III von 7 im Wesentlichen eine Unten-Oben-Richtung
(d. h. Bewegung von unten nach oben) festgelegt.
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Auch
im Teilbild IV von 7 stellen die gestrichelten
Pfeile R4 und R4' Relativbewegungen des Eingabemediums dar. Durch
den gestrichelten Pfeil R4' wird im Wesentlichen eine Relativbewegung
von links oben nach rechts unten dargestellt, bzw. durch den gestrichelten
Pfeil R4 im Wesentlichen eine Relativbewegung von rechts oben nach
links unten dargestellt. Durch diese Relativbewegungen wird als
Bewegungsrichtung B4 zum Aktivieren der Funktion im Beispiel von
Teilfigur II von 7 im Wesentlichen eine Oben-Unten-Richtung
festgelegt.
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Die
Bewegungsrichtungen B3, B4 aus Teilbild III und IV von 7 können
auch als jeweils einander entgegen gesetzte Richtungen angesehen werden.
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Es
wird darauf hingewiesen, dass es sich bei Bewegungsrichtung und
entgegengesetzter Bewegungsrichtung nicht um exakte horizontale
oder vertikale Ausrichtungen handeln muss. Beim Arbeiten mit Bildschirmen,
Videowalls, Screens bieten sich horizontale oder vertikale Ausrichtungen
(bzw. im Wesentlichen horizontale oder vertikale Ausrichtungen) für
Bewegungsrichtung und entgegengesetzter Bewegungsrichtung aber an,
da diese Ausgabemedien aus ergonomischen Gründen „gerade” ausgerichtet sind.
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8 zeigt
beispielhaft die Definition der Bewegungsrichtung bei kreisförmigen
Flächen 3 durch Festlegen eines Kreismittelpunktes
M und eines Punktes P1–P11 zur Festlegung eines Kreisradius
R. Der Radius R (Abstand des Punktes P1–P11 zum Mittelpunkt
M) kann vom Benutzer beliebig gewählt werden. Je nach dem
in welchem Sektor S1–S4 (festgelegt durch die Geraden g1
und g2, die durch den Mittelpunkt verlaufen) ein Punkt P1–P11
zur Bestimmung des Radius positioniert wird, wird eine Bewegungsrichtung
B5–B8 definiert, in Abhängigkeit derer eine Funktion
automatisch aktiviert wird. Die Punkte P7 und P8 liegen im Sektor
S1, dadurch wird im Beispiel von 8 die Bewegungsrichtung
B5 definiert. Die Punkte P9 bis P11 liegen im Sektor S2, dadurch wird
im Beispiel von 8 die Bewegungsrichtung B6 definiert.
Die Punkte P1 bis P3 liegen im Sektor S3, dadurch wird im Beispiel
von 8 die Bewegungsrichtung B7 definiert. Die Punkte
P4 bis P6 liegen im Sektor S4, dadurch wird im Beispiel von 8 die
Bewegungsrichtung B8 definiert. Im Beispiel von 8 stehen
die Geraden g1 und g2 im Mittelpunkt M aufeinander senkrecht, die
Winkel α, β, γ, δ, durch deren
Schenkel (jeweilige Geradenabschnitte von g1 bzw. g2, ausgehend
vom Mittelpunkt M) die Sektorengrenzen festgelegt werden, sind somit
jeweils 90° d. h. die Sektoren S1–S4 sind im Beispiel
nach 4 jeweils gleichgroß.
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Prinzipiell
ist es möglich, dass die Winkel α, β, γ, δ unterschiedlich
groß sein können, d. h. die einzelnen Sektoren
S1–S4 können unterschiedlich groß sein.
Dies ist auch für einander gegenüberliegende Sektoren
denkbar. Die Sektorengröße kann durch die Häufigkeit
einer bestimmten Bewegungsrichtung, einer Vorliebe des Benutzers
oder aus anderen ergonomischen Gründen (z. B. Linkshänder,
Rechtshänder) festgelegt werden.
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Im
Beispiel nach 8 sind die Bewegungsrichtungen
in Form eine Windrose dargestellt, mit B5 in Nordrichtung (nach
oben), mit B7 in Südrichtung (nach unten), mit B6 in Westrichtung
(nach links) und mit B8 in Ostrichtung (nach rechts). Die Bewegungsrichtungen
B5–B8 können aber auch beliebig gedreht sein,
und müssen keine exakte Ausrichtung (z. B. nach der Himmelsrichtung)
aufweisen. Auch die Anzahl der Sektoren kann variieren.
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Methode
und Anordnung zur automatischen Aktivierung von Funktionen, insbesondere Zoom-Funktionen
(z. B. Zoom-In, Zoom-Out, Panning) durch Festlegen eines Ausschnitts
(Bereiches) auf einem Bildschirm. Der Bereich wird dabei durch Bewegung
eines Eingabegerätes festgelegt (z. B. Aufspannen eines
Rechteckes durch Cursorbewegung von links oben nach rechts unten),
wobei nach Festlegung des Bereiches automatisch darauf eine Zoom-Funktion
angewendet wird. Zur Aktivierung der Zoom-Funktion sind keine weiteren
Eingaben erforderlich. Beim festgelegten Bereich kann es sich um eine
Grafik, Text oder Icon handeln. Prinzipiell ist die Erfindung nicht
auf das automatische Aktivieren von Zoom-Funktionen beschränkt,
sondern es ist möglich beliebige Funktionen automatisch
in Abhängigkeit einer Bewegungsrichtung eines Eingabegerätes
ausführen zu lassen.
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- 1
- Bildschirm
- 2
- Darstellung
- 3
- Bereich
- 4
- Illustrierte
Bewegung am Bildschirm
- 5
- Maßstabsanzeige
- 6
- Darstellung
nach Anwendung einer Funktion
- 7
- Eingabegerät
- 8
- Prozessoreinheit
- 9
- Benutzer
- R1,
R1'
- Relativbewegung
- R2,
R2'
- Relativbewegung
- R3,
R3'
- Relativbewegung
- R4,
R4'
- Relativbewegung
- B1–B8
- Bewegungsrichtung
- M
- Kreismittelpunkt
- R
- Radius
- P1–P11
- Kreispunkt
- S1–S4
- Kreissektor
- g1,
g2
- Gerade
- α, β, γ, δ
- Sektorenwinkel
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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