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DE102008011078A1 - Verbrennungsmotor mit Gasaustauschventilabschaltung - Google Patents

Verbrennungsmotor mit Gasaustauschventilabschaltung Download PDF

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Publication number
DE102008011078A1
DE102008011078A1 DE102008011078A DE102008011078A DE102008011078A1 DE 102008011078 A1 DE102008011078 A1 DE 102008011078A1 DE 102008011078 A DE102008011078 A DE 102008011078A DE 102008011078 A DE102008011078 A DE 102008011078A DE 102008011078 A1 DE102008011078 A1 DE 102008011078A1
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DE
Germany
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piston
internal combustion
combustion engine
pivot
valve
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102008011078A
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English (en)
Inventor
Matthew Byrne Farmington Diggs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ford Global Technologies LLC
Original Assignee
Ford Global Technologies LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ford Global Technologies LLC filed Critical Ford Global Technologies LLC
Publication of DE102008011078A1 publication Critical patent/DE102008011078A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Abstract

Ein Verbrennungsmotor mit selektiv abgeschalteten Einlass- und/oder Auslassventilen umfasst eine Drehpunktsitzplatte mit einer Durchgangsbohrung mit einem gleitenden Kolben, der eine Schwenkkugel lagert, die mit einem zugeordneten Kipphebel greift. Ein über der Kipphebelabdeckung positioniertes Solenoid ist mit einem Verriegelungsmechanismus direkt gekoppelt, der eine Gleitbewegung des Kolbens zum selektiven Abschalten zugeordneter Einlass- und/oder Auslassventile entweder zulässt oder verhindert. In der Ventileinschaltstellung schwenkt der Kipphebel um die Schwenkkugel und öffnet das Ventil. In der Ventilabschaltstellung fährt der Kolben zumindest teilweise in die Drehpunktsitzplatte zurück, so dass die Kipphebelbewegung nicht ausreicht, um das zugeordnete Ventil zu öffnen. Eine Leerlauftorsionsfeder beaufschlagt den Kolben zum Vorsehen einer Gegenkraft zu dem Kipphebel und zum Zurückführen des Kolbens während des Grundkreisteils der Nockenwellendrehung zur Ventileinschaltstellung.

Description

  • Hintergrund
  • 1. Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Offenbarung betrifft einen Verbrennungsmotor mit einer Vorrichtung zum selektiven Abschalten eines oder mehrerer Einlass- und/oder Auslassventile.
  • 2. Stand der Technik
  • Herkömmliche Verbrennungsmotoren nutzen einen nockenwellengetriebenen Ventiltrieb zum Betreiben von Einlass- und Auslassventilen, die den Austausch von Gasen und Kraftstoff in den zwischen dem Motorblock und Zylinderkopf ausgebildeten Brennräumen steuern. Bei Ventiltrieben mit obenliegender Nockenwelle treiben Nockenwellennocken Kipphebel, die Ventile betätigen, direkt an, wogegen Motoren mit „Nockenwelle im Block" oder Stößelstangenmotoren Stößelstangen zum Verbinden von Nockenwellennocken mit entsprechenden Kipphebeln nutzen. Relativ dünne (oder flache) Kipphebel, die um eine Kugel schwenken, die durch einen am Motorblock befestigen Sockel oder einen Drehpunktsitz gelagert ist, wurden entwickelt, um die Betätigung mehrer Ventile pro Zylinder zu erleichtern, wie in der gemeinsam gehaltenen und gleichzeitig angemeldeten US-Patentanmeldung Nr. 11/308,021 , eingereicht am 3. März 2006, offenbart wird. Diese Anordnung betätigt alle zugeordneten Einlass-/Auslassventile für jede Nockenwellenumdrehung.
  • Unter verschiedenen Motor-, Fahrzeug- und/oder Umgebungsbetriebsbedingungen kann es wünschenswert sein, ein oder mehrere Ventile für einen oder mehrere Zylinder selektiv abzuschalten, d. h. das Öffnen eines oder mehrerer Einlass- und/oder Auslassventile entweder für alle Motorzylinder oder eine Untergruppe von Zylindern während des Startens, Stoppens oder Laufens des Motors selektiv zu verhindern. Charakteristische Anwendungen für eine selektive Ventilabschaltung können umfassen: Motoren veränderlichen Hubraums oder Zylinderabsperrsysteme, die unter ausgewählten Bedingungen mit einer Untergruppe von Zylindern arbeiten; Abschaltung eines Einlassventils an einem Motor mit mehreren Einlassventilen pro Zylinder zum Verbessern von Verwirbelungsbewegung bei ausgewählten Motordrehzahlen; und Abschalten von Ventilen während Motorstartens und/oder -laufens, um zum Beispiel die Abgastemperatur zu verändern und die Betriebstemperatur von Schadstoffbegrenzungsvorrichtungen zu steuern.
  • Unabhängig von der bestimmten Anwendung für ein Ventilabschaltsystem ist es im Allgemeinen wünschenswert, Ventilabschaltung und anschließende erneute Einschaltung mit anderen Motorereignissen, wie zum Beispiel Kraftstoffeinspritzung und Kolbenstellung, zuverlässig synchronisieren zu können. Ferner ist es wünschenswert, dass das System nicht die Ventiltriebleistung durch Hinzufügen von Masse bei den sich bewegenden Komponenten beeinträchtigt; dass es ohne Änderungen komplexer Teile wie z. B. des Zylinderblocks, des Zylinderkopfs oder des Motorschmiersystems umgesetzt wird; dass es kompakt und von geringem Gewicht ist; und dass es bei Gas- und Dieselmotoren mit mehreren Ventilen pro Zylinder einsetzbar ist.
  • Kurzdarlegung
  • Ein System und ein Verfahren zum selektiven Abschalten mindestens eines Einlass-/Auslassventils eines Verbrennungsmotors umfassen eine Drehpunktsitzplatte, die eine Durchgangsbohrung mit einem Kolben aufweist, der an einem Ende eine Schwenkkugelpfanne aufweist, die in der Durchgangsbohrung angeordnet ist, und der in der Bohrung gleiten kann, wenn sich ein entsprechender Verriegelungsmechanismus in einer Ventilabschaltstellung befindet. Der Verriegelungsmechanismus beschränkt die Gleitbewegung des Kolbens in die Durchgangsbohrung der Drehpunktsitzplatte in der Ventileinschaltstellung, so dass der Kipphebel um die Kugel schwenkt und das zugeordnete Ventil öffnet. Der Verriegelungsmechanismus lässt eine Gleitbewegung des Kolbens, der eine Torsionsleerlauffeder entgegenwirkt, in die Durchgangsbohrung der Drehpunktsitzplatte in der abgeschalteten Stellung zu, so dass die Kipphebelbewegung zum Öffnen des zugeordneten Ventils nicht ausreicht. Der Verriegelungsmechanismus wird als Reaktion auf ein Steuersignal von dem Motor- oder Fahrzeugsteuergerät durch ein mechanisch gekoppeltes Solenoid betätigt, das über der Kipphebelabdeckung positioniert ist.
  • In einer Ausführungsform gemäß der vorliegenden Offenbarung umfasst ein Verbrennungsmotor mit mehreren jedem Zylinder zugeordneten Gasaustauschventilen mindestens ein Ventil, das als Reaktion auf ein Befehlssignal selektiv abgeschaltet wird. Der Motor umfasst unabhängig schwenkbare Kipphebel, die jeweils einem der Gasaustauschventile zugeordnet sind, wobei jeder Kipphebel eine mittlere Öffnung umfasst, die von einer unteren Wand mit einer integral ausgebildeten Schwenkkugelaufnahme festgelegt ist. Ein Drehpunktsitz erstreckt sich durch die mittlere Öffnung jedes einem bestimmten Zylinder zugeordneten Kipphebels und umfasst eine obere Fläche mit einer darin ausgebildeten Tasche mit mindestens einer Keilnabenprofil-Durchgangsbohrung für jedes Ventil, das selektiv abgeschaltet werden kann, und einer unteren Fläche mit einer darin ausgebildeten Schwenkkugelaufnahme für jedes Ventil, das nicht abgeschaltet werden kann. Ein Kolben mit einem Keilwellenprofil entlang mindestens eines Teils seiner Länge ist in jeder Durchgangsbohrung des Drehpunktsitzes angeordnet und kann zwischen einer eingeschalteten Stellung und einer abgeschalteten Stellung gleiten. Der Kolben umfasst an einem Ende eine Schwenkkugelaufnahme und ist dafür ausgelegt, an einem gegenüberliegenden Ende eine Leerlauftorsionsfeder aufzunehmen. Ein jedem Kolben zugeordneter Verriegelungsmechanismus umfasst ein in der Tasche des Drehpunktsitzes angeordnetes Keilnabenprofil-Verriegelungszahnrad, das zwischen einer eingeschalteten Stellung, die eine Gleitbewegung des Kolbens durch Fehlausrichtung des Keilnabenprofils des Verriegelungszahnrads und des Keilwellenprofils des Kolbens beschränkt, und einer abgeschalteten Stellung, die das Keilnabenprofil des Verriegelungszahnrads mit dem Keilwellenprofil des Kolbens ausrichtet, um eine Gleitbewegung des Kolbens in der Drehpunktsitzplatte zu ermöglichen, drehbar. Eine Leerlauftorsionsfeder weist einen ersten Federschenkel in Kontakt mit einem zugeordneten Kolben und einen zweiten Schenkel in Kontakt mit dem Drehpunktsitz auf, um eine Vorspannkraft vorzusehen, die der Gleitbewegung des zugeordneten Kolbens in der Durchgangsbohrung widersteht, wenn sich der Kolben im abgeschalteten Zustand als Reaktion auf den Kipphebel bewegt, und den Kolben während des Grundkreisteils der Nockenwellendrehung zu der eingeschalteten Stellung zurückführt. Ein Solenoid ist über der Kipphebelabdeckung angeordnet und durch eine Sechskantwelle mit einem Antriebszahnrad mechanisch verbunden, das in der Tasche des Drehpunktsitzes angeordnet ist und mit mindestens einem Verriegelungszahnrad gekoppelt ist, um das Antriebszahnrad und das zugeordnete Verriegelungszahnrad/die zugeordneten Verriegelungsräder als Reaktion auf ein Befehlssignal zwischen eingeschalteten und abgeschalteten Stellungen zu drehen.
  • Eine Ausführung eines Verfahrens zum Abschalten eines Einlass-/Auslassventils in einem Verbrennungsmotor nach der vorliegenden Offenbarung umfasst das Drehen eines Verriegelungszahnrads zwischen einer eingeschalteten Stellung, die ein Gleiten eines Schwenkkugelkolbens in einer entsprechenden Bohrung in einem Drehpunktsitz verhindert, so dass der Kipphebel um die Schwenkkugel schwenkt, um ein zugeordnetes Gasaustauschventil zu öffnen, und einer abgeschalteten Stellung, die den Kolben in der entsprechenden Bohrung in dem Drehpunktsitz gleiten lässt, so dass die Kipphebelbewegung nicht ausreicht, um das zugeordnete Gasaustauschventil zu öffnen.
  • Die vorliegende Offenbarung umfasst Ausführungen mit verschiedenen Vorteilen. Zum Beispiel sehen die Systeme und Verfahren der vorliegenden Offenbarung eine Ventilabschaltung für einen Fremdzündungs- oder Kompressionszündungsverbrennungsmotor mit mehreren Ventilen pro Zylinder unter Verwendung von kostengünstigen, direkt gebildeten Komponenten mit wenig oder keiner maschinellen Bearbeitung und eines Verriegelungsmechanismus vor, die die Masse des aktiven Ventiltriebs nicht vergrößern. Das Verriegelungssystem ist an einer Drehpunktsitzanordnung enthalten, die mit einer Standarddrehpunktsitzanordnung austauschbar ist, so dass keine Abwandlung des Zylinderkopfs erforderlich ist. Eine Betätigung des Systems nutzt Drehbewegung, so dass keine Anfälligkeit für lineare G-Lasten vorliegt, und wird von einem mechanisch gekoppelten (keine Hydraulik), schnell ansprechenden Solenoid angetrieben, um eine zuverlässige Zeitsteuerung der Betätigung vorzusehen. Ein direktes Koppeln des betätigenden Solenoids erfordert keine Abwandlung des Motorschmiersystems und liefert eine zuverlässige Betätigung, die nicht von niedrigem oder sich ändernden Öldruck beeinflusst wird, der bei niedrigen Motordrehzahlen häufig vorkommt. Zudem sieht das direkt ansprechende Solenoid der vorliegenden Offenbarung einen schnell ansprechenden Verriegelungsmechanismus vor, der gekoppelt werden kann, um mehrere Ventile mit Hilfe eines einzigen Solenoids abzuschalten. Das betätigende Solenoid kann außerhalb der Kipphebelabdeckung angebracht sein, so dass das Solenoid nicht anfällig für Motorölverunreinigung ist und für eine Steuerleitungsmontage und jede anschließende Wartung leicht zugänglich ist.
  • Die obigen Vorteile und andere Vorteile und Merkmale gehen aus der folgenden eingehenden Beschreibung der bevorzugten Ausführungen in Verbindung mit den Begleitzeichnungen mühelos hervor.
  • Kurzbeschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist ein Teilquerschnitt, der eine Ausführung eines Verbrennungsmotors mit einem selektiven Einlass-/Auslassventil-Abschaltsystem nach der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • 2 ist eine Montageansicht, die Komponenten eines selektiven Ventilabschaltmechanismus nach einer Ausführung der vorliegenden Offenbarung veranschaulicht;
  • 3 ist eine teilweise montierte Ansicht eines Ventilabschaltmechanismus nach einer Ausführung der vorliegenden Offenbarung; und
  • 4 ist ein teilweiser Querschnitt, der den Betrieb eines Ventilabschaltmechanismus nach einer Ausführung der vorliegenden Offenbarung zeigt.
  • Eingehende Beschreibung der bevorzugten Ausführung(en)
  • Wie für den Durchschnittsfachmann verständlich ist, können verschiedene Merkmale der unter Bezug auf eine der Figuren veranschaulichten und beschriebenen Ausführungen mit in einer oder mehreren anderen Figuren veranschaulichten Merkmalen kombiniert werden, um alternative Ausführungen zu erzeugen, die nicht eigens veranschaulicht oder beschrieben werden. Die veranschaulichten Merkmalskombinationen stellen charakteristische Ausführungen für typische Anwendungen bereit. Es können aber verschiedene Kombinationen und Abwandlungen der Merkmale, die mit der Lehre der vorliegenden Offenbarung konform sind, für bestimmte Anwendungen oder Umsetzungen erwünscht sein. Die in den Darstellungen verwendeten charakteristischen Ausführungen betreffen im Allgemeinen einen direkteingespritzten Viertakt-Kompressionszündungs-Verbrennungsmotor mit mehreren Zylindern mit einer Nockenwelle im Block oder Stößelstangen-Ventiltrieb. Der Durchschnittsfachmann kann ähnliche Anwendungen oder Umsetzungen mit anderen Motor-/Fahrzeugtechnologien erkennen, einschließlich aber nicht ausschließlich zum Beispiel fremdgezündete Motoren mit Ventiltrieben mit einzelner oder doppelter obenliegender Nockenwelle.
  • Die 14 veranschaulichen den Betrieb eines Verbrennungsmotors mit einem Ventiltrieb mit mindestens einem selektiv abgeschalteten Ventil nach einer charakteristischen Ausführung der vorliegenden Erfindung. Der Mehrzylinderverbrennungsmotor 10 ist mit Ausnahme verschiedener Ventiltriebkomponenten wie hierin beschrieben zum Vorsehen selektiver Abschaltung eines oder mehrerer Einlass-/Auslassventile allgemein von herkömmlicher Auslegung. Daher werden dem Motor und Ventiltrieb zugeordnete verschiedene herkömmliche Merkmale nicht eigens veranschaulicht oder beschrieben. Der Durchschnittsfachmann wird erkennen, dass die vorliegende Erfindung in verschiedenen Typen und Auslegungen von Motoren verwendet werden kann, einschließlich aber nicht ausschließlich Kompressionszündungs- und Fremdzündungsmotoren, die zum Beispiel in „V"-Konfiguration oder einer Reihenauslegung angeordnet sind. Die zum Beschreiben der Erfindung gezeigten charakteristischen Ausführungen umfassen einen Kompressionszündungsdieselmotor mit vier Ventilen pro Zylinder. Die vorliegende Erfindung kann aber in allen Anwendungen mit mindestens zwei Gasaustauschventilen verwendet werden, einschließlich Anwendungen mit mindestens einem Einlassventil und mindestens einem Auslassventil. Analog ist die Erfindung besonders zur Verwendung in Motoren mit mehreren Ventilen geeignet, die aufgrund seines kompakten Designs gleichzeitig durch einen einzelnen Nockenwellennocken und -stößel gesteuert werden, wenngleich die Erfindung auch in Anwendungen eingesetzt werden kann, bei denen separate Stößel zum Betätigen jedes Ventils verwendet werden. Während die vorliegende Erfindung in einer Auslegung mit einem Motor mit Nockenwelle im Block unter Verwendung von Stößelstangen zum Betätigen der Einlass- und Auslassventile gezeigt wird (auch als Ventiltrieb Typ 5 bezeichnet), kann die Erfindung auch auf Anwendungen übertragen werden, bei denen die Kipphebel direkt durch eine Nockenwelle mittels eines Stößels betätigt werden (auch als Ventiltrieb Typ 4 bezeichnet). Der Durchschnittsfachmann wird verschiedene andere Motorauslegungen erkennen, bei denen eine erfindungsgemäße Kipphebelanordnung vorteilhaft sein kann.
  • Wie in dem Teilfreischnitt/Querschnitt einer charakteristischen Anwendung in 1 gezeigt, umfasst der Mehrzylinderverbrennungsmotor 10 eine in einem Motorblock 14 angeordnete Nockenwelle 12 und kann als Motor mit Nockenwelle im Block bezeichnet werden. Jeder Zylinder 16 (wovon nur einer gezeigt wird) umfasst einen Hubkolben 18, der durch eine Pleuelstange 20 mit einer (nicht dargestellten) Kurbelwelle verbunden ist. Der Zylinderkopf 22 ist an dem Motorblock 14 befestigt und sieht (nicht dargestellte) herkömmliche Einlass- und Auslassdurchlässe vor, die mit (nicht dargestellten) entsprechenden Kanälen im Zylinderkopf 22 verbunden sind, die Gasauslassventilen 28 zugeordnet sind, die Einlassventile 30, 32 sowie Auslassventile 36, 38 umfassen. Der Zylinderkopf 22 umfasst herkömmliche Ausstattung, beispielsweise Ventilführungen,
    -sitze etc. (nicht dargestellt), die dem Betrieb der Gasaustauschventile 28 zugeordnet sind. Ein Kraftstoffinjektor 40 liefert dem Zylinder 16 als Reaktion auf ein von einem zugeordneten Motorsteuergerät geliefertes Signal Kraftstoff. Auch wenn in 1 ein Direkteinspritzmotor gezeigt wird, kann die vorliegende Erfindung in Motoren mit anderen Kraftstoffeinspritzstrategien verwendet werden, beispielsweise Kanaleinspritzung.
  • Der Motor 10 umfasst einen Ventiltrieb 50 zum Steuern des Einlassens von Luft und/oder Kraftstoff (bei kanaleingespritzten Motoren) in den Zylinder 16 und Ablassen von Verbrennungsgasen. Der Ventiltrieb 50 umfasst Ventile 28, Ventilfedern 52, Kipphebel 54, Stößelstangen 56 und Stößel 58, die manchmal als Nockenstößel bezeichnet werden. Die Nockenwelle 12 umfasst Nocken 70 zum Betätigen der Ventile 28. In einer Ausführung umfasst die Nockenwelle 12 einen einzelnen Nocken zum Betreiben eines Paars von Einlassventilen 30, 32 und einen anderen einzelnen Nocken zum Betreiben eines Paars zugeordneter Auslassventile 36 und 38. Daher kann jeder Stößel 58 unabhängig betreibbare Hydraulikspielausgleichselemente umfassen, um Spiel in Verbindung mit jedem des Paars von Stößelstangen, Kipphebeln und Ventilen auszugleichen.
  • Jedes Ventil 30, 32, 36, 38 weist einen zugeordneten, unabhängig schwenkbaren Kipphebel 100, 102, 104, 106 (am Besten in 3 gezeigt) auf. Die einem Zylinder zugeordneten Kipphebel 54 sind an einem entsprechenden Drehpunktsitz 60 angebracht, der am Zylinderkopf 22 befestigt ist. Die Kipphebel 54 schwenken um eine Schwenkkugel 74, die durch den Drehpunktsitz 60 gelagert ist, um ein zugeordnetes Ventil 28 zu öffnen, wobei das Ventil durch die Kraft einer zugeordneten Ventilfeder 52 geschlossen ist. Der Drehpunktsitz 60 umfasst eine selektive Ventilabschaltvorrichtung 62, die durch ein Drehsolenoid 64 angetrieben wird, das durch eine Welle 66 mechanisch gekoppelt ist, die sich durch die Kipphebelabdeckung 68 erstreckt und einen Verriegelungsmechanismus 70 antreibt, der einem Kolben 72 zugeordnet ist, der die Schwenkkugel 74 lagert. Der Verriegelungsmechanismus 70 und der Kolben 72 sind durch eine untere Platte 76 und eine obere Platte 78 in dem Drehpunktsitz 60 aufgenommen, wie in größerem Detail hierin veranschaulicht und beschrieben wird (siehe zum Beispiel 4).
  • Bei Betrieb berührt der Stößel 58 den Nocken 80 der Nockenwelle 12. Wenn die Nockenwelle 12 dreht, hebt der Nocken 80 den Stößel 58 und die zugeordneten Stößelstangen 56 an, die entsprechende Kräfte auf zugeordnete Kipphebel 100, 102 ausüben. Jeder Kipphebel 100, 102 schwenkt in einer einzigen Ebene um eine entsprechende Aufnahme 74, die von dem Drehpunktsitz 60 gelagert wird. Bei Ventilen, die nicht selektiv abgeschaltet werden können, wird die Schwenkkugel 74 direkt von einer entsprechenden Pfanne in der unteren Fläche des Drehpunktsitzes 60 gelagert. Bei Ventilen, die einer offenbarungsgemäßen selektiven Abschaltungsvorrichtung zugeordnet sind, wird die Schwenkkugel 74 von einem entsprechenden Kolben 72 gelagert, der im Wesentlichen fest ist (nach Beseitigen mechanischen Spiels durch die (in etwa) anfängliche 0,1 mm Aufwärtsbewegung des Kolbens 72), wenn er sich im Modus mit eingeschaltetem Ventil befindet. Bei Ventilen, die nicht abgeschaltet werden können und bei selektiv abgeschalteten Ventilen im eingeschalteten Modus schwenken daher die Kipphebel 100, 102 um entsprechende Schwenkkugeln, um die im Allgemeinen aufwärts gerichtete Bewegung von den Stößelstangen 56 in eine im Allgemeinen abwärts gerichtete Bewegung zum Bewegen der Ventile 28 gegen die zugeordneten Federn 52 umzusetzen, um zugeordnete Einlass-/Auslasskanäle zu dem Zylinder 16 zu öffnen. Bei selektiv abgeschalteten Ventilen im abgeschalteten Modus gleitet der Kolben 72 in dem Drehpunktsitz 60 als Reaktion auf eine Aufwärtsbewegung der Stößelstange 56, so dass die sich ergebende Schwenkbewegung des Kipphebels 100 vermindert und ungenügend ist, um die Kraft einer zugeordneten Ventilfeder 52 zu überwinden, so dass das zugeordnete Einlass-/Auslassventil bzw. die zugeordneten Einlass-/Auslassventile geschlossen bleibt/bleiben.
  • Die 23 zeigen Komponenten in einer selektiven Ventilabschaltvorrichtung 62 nach einer offenbarungsgemäßen Ausführung. Wie für den Fachmann nachvollziehbar ist, werden nur die Komponenten eingehend veranschaulicht und beschrieben, die dem Betrieb des Ventilabschaltmerkmals der vorliegenden Offenbarung zugeordnet sind. Komponenten und Einzelheiten des Drehpunktsitzes 60 in Verbindung mit dem Betrieb der verbleibenden Ventile des Drehpunktsitzes werden nicht gezeigt. Zum Beispiel umfasst die untere Fläche des Drehpunktsitzkörpers 60 darin ausgebildete Schwenkkugelaufnahmen zum Aufnehmen von Schwenkkugeln, die den Kipphebeln 104, 106 für jedes Ventil zugeordnet sind, das nicht abgeschaltet werden kann. Analog verzichtet 3 auf die obere Platte 78 und die untere Platte 76, um die Beziehung verschiedener Komponenten, die ansonsten verdeckt sein würden, im montierten Zustand besser zu veranschaulichen.
  • Die Vorrichtung 62 umfasst einen Drehpunktsitzkörper 60 mit einer in einer oberen Fläche ausgebildeten Tasche 90. Die Tasche 90 umfasst zusätzlich zu einem ausgesparten Bereich zum Aufnehmen des unteren Teils 94 eines Antriebszahnrads 96 Durchgangsbohrungen 92, 92', die jedem Ventil, das selektiv abgeschaltet werden kann, entsprechen. Die Durchgangsbohrungen 92, 92' umfassen mindestens einen sich axial erstreckenden Schlitz (oder alternativ einen Keil), der sich entlang mindestens eines Teils deren Länge erstreckt, der mit einem entsprechenden Keil (oder alternativ einem Schlitz) in zugeordneten Kolben 72, 72' zusammenwirkt, so dass die Kolben 72, 72' in jeweiligen Durchgangsbohrungen 92, 92' ohne Drehen gleiten.
  • In einer bevorzugten Ausführung umfasst jeder Kolben 72, 72' einen oberen zylindrischen Teil ohne Kerbung oder Nute, die in einer oberen Fläche enden und zum Aufnehmen eines Endes 120 einer Torsionsleerlauffeder 122 ausgelegt sind. Die obere Fläche der Kolben 72, 72' kann wie in 2 und 3 gezeigt allgemein konkav sein, um die Montage zu erleichtern und Kontakt mit entsprechenden Federn 122, 122' zu halten, oder kann abhängig von der bestimmten Anwendung und Umsetzung andere Merkmale, wie zum Beispiel einen U-förmigen Kanal (4) umfassen. Die Kolben 72, 72' umfassen einen unteren Teil mit einem geraden Keilwellenprofil mit mehreren, sich axial erstreckenden und umlaufend gleichmäßig beabstandeten Nuten mit insgesamt 9 (neun) Nuten etwa vierzig (40) Grad mittig. Die Kolben 72, 72' umfassen ein (nicht eigens dargestelltes) unteres Ende mit einer konkaven Aufnahme, die jeweils zum Koppeln mit einer Schwenkkugel 74, 74' ausgelegt ist. Durchgangsbohrungen 92, 92' des Drehpunktsitzes 60 können ein zusammenwirkendes gerades Keilnabenprofil mit mehreren sich axial erstreckenden, gleichmäßig beabstandeten Nuten aufweisen, die die Kolben 72, 72' in die entsprechende Durchgangsbohrung 92, 92' ohne Drehen gleitend einrücken lassen.
  • Der Verriegelungsmechanismus 70 umfasst Verriegelungszahnräder 130, 130', die in der Tasche 90 des Drehpunktsitzes 60 angeordnet sind. Die Verriegelungszahnräder 130, 130' umfassen mindestens eine Innenkeil oder Schlitz und weisen bevorzugt ein Keilnabenprofil auf, das mit einem entsprechenden Schlitz, Keil oder einer Kerbung des unteren Teils der Kolben 72, 72' jeweils zusammenwirkt, um ein Gleiten (mit Ausnahme einer dem mechanischen Spiel zugeordneten kleinen Bewegung) der Kolben 72, 72' in entsprechenden Durchgangsbohrungen 92, 92' abhängig von der Drehstellung der Verriegelungszahnräder 130, 130' zu ermöglichen oder zu verhindern. In der Ventilabschaltstellung ist zum Beispiel die Innenverzahnung der Verriegelungszahnräder 130, 130' mit der Außenverzahnung der Kolben 72, 72' ausgerichtet, um die entsprechenden Nuten oder Zähne kämmen zu lassen, wenn die Kolben in den entsprechenden Durchgangsbohrungen 92, 92' gleiten, und um die Zahnräder 130, 130' als Reaktion auf eine Aufwärtsbewegung der mit den Kolben 72, 72' mittels der Schwenkkugeln 74, 74' verbundenen Kipphebel zu verriegeln. In der Ventileinschaltstellung werden die Verriegelungszahnräder 130, 130' durch das Antriebszahnrad 96 gedreht, so dass die Innenzähne der Verriegelungszahnräder 130, 130' die Außenzähne der Kolben 72, 72' berühren und ein Gleiten der Kolben in den Bohrungen 92, 92' verhindern. Zum Steuern des Betrags des Leerlaufhubs (oder Vorhubs), der vor dem Einsetzen der Ventilbewegung erfolgt, um präzise Ventilereignisse sicherzustellen, werden die Verriegelungszahnräder 130, 130' aus einer Gruppe von Verriegelungszahnrädern mit unterschiedlichen Dicken während der Montage des Drehpunktsitzes 60 gewählt. Unterschiedliche Dicken können abhängig von der jeweils erforderlichen Präzision durch maschinelles Bearbeiten einer Seite der Zahnräder vor der Montage oder durch verschiedene andere Herstellungsverfahren vorgesehen werden.
  • Wie in 2 veranschaulicht sind der untere Teil des Antriebszahnrads 94 und die Verriegelungszahnräder 130, 130' in der Tasche 90 des Drehpunktsitzes 60 angeordnet. Eine obere Platte 78 (1, 4) sichert die Verriegelungszahnräder 130, 130' und das Antriebszahnrad 96 in der Tasche 90, ohne eine Drehung der Zahnräder in der Tasche 90 zu hemmen. Die obere Platte 78 sieht einen mechanischen Aufwärtsanschlag für die Verriegelungszahnräder 74, 74' gegen die Aufwärtskraft von zugeordneten Kipphebeln vor, die durch die Schwenkkugeln 74, 74' und die Kolben 72, 72' in dem verriegelten Modus oder Modus mit eingeschaltetem Ventil übertragen wird. Die obere Platte 78 umfasst Löcher, die es dem oberen Teil 98 des Antriebszahnrads 96 und dem oberen Teil der Kolben 72, 72' erlauben, sich dadurch zu erstrecken. Der obere Teil 98 des Antriebszahnrads 96 ist für mechanische Verbindung mit der Welle 66 ausgelegt. In einer Ausführung weist die Antriebswelle 66 einen sechseckigen Querschnitt mit einem kugelförmigen Ende auf, um eine nachgiebige Verbindung mit dem oberen Teil 98 des Antriebszahnrads 96 vorzusehen, was die Montage der Verbindung durch die Kipphebelabdeckung 69 erleichtert (1, 4) erleichtert.
  • Das Antriebszahnrad 96 ist mit dem Verriegelungszahnrad 130 direkt mechanisch gekoppelt, welches wiederum direkt mit dem Verriegelungszahnrad 130' mechanisch gekoppelt ist. Diese Anordnung erlaubt das Zusammenfassen mehrerer Verriegelungszahnräder, die durch ein einziges Antriebszahnrad und ein zugeordnetes Solenoid im Wesentlichen gleichzeitig betätigt werden können. Die direkte mechanische Kopplung verringert verglichen mit hydraulisch betätigten Systemen die Komplexität, unterliegt nicht sich änderndem Öldruck und erfordert keine Verbindung mit dem Motorschmiersystem. In einer Ausführung umfasst das Antriebszahnrad 96 einen unteren Teil 94 mit mindestens einem äußeren Vorsprung, der mit einem oder mehreren entsprechenden äußeren Vorsprüngen des Verriegelungszahnrads 130 greift. Analog umfasst das Verriegelungszahnrad 130 mindestens einen äußeren Vorsprung, der mit einem entsprechenden äußeren Vorsprung an dem Verriegelungszahnrad 130' greift. Es ist wünschenswert, das Spiel in der Kopplung des Antriebszahnrads 96 und der Verriegelungszahnräder 130, 130' und etwaiger zusätzlicher Verriegelungszahnräder zu minimieren. In einer Ausführung ist die Verbindung dafür ausgelegt, das Spiel zwischen den Verriegelungszahnrädern 130, 130' und dem Antriebszahnrad 96 zu minimieren, die um zwanzig Grad (20) zwischen den verriegelten und nicht verriegelten Stellungen gedreht werden.
  • Die Leerlauftorsionsfedern 122, 122' sind mit einem Schenkel 120, 120' in Kontakt mit der oberen Fläche eines entsprechenden Kolbens 72, 72' und mit dem anderen Schenkel 124, 12' in Kontakt mit dem Drehpunktsitz 60 angeordnet. Abhängig von der jeweiligen Umsetzung können die Schenkel 124, 124' in einer Tasche oder Nut (nicht dargestellt) in dem Drehpunktsitz 60 angeordnet sein und zum Beispiel durch die obere Platte 78 (1, 4) oder die untere Platte (1, 4) gefasst oder lose gehalten sein. Die Torsionsfedern 122, 122' sehen eine vorspannende oder entgegen gerichtete Abwärtskraft zu den Kolben 72, 72' vor, die einer Aufwärtsgleitbewegung der Kolben 72, 72' in entsprechenden Bohrungen 92, 92' während des Modus mit abgeschaltetem Ventil widersteht und die Kolben 92, 92' während des Grundkreisteils der Drehung der Nockenwelle (1) zu der eingeschalteten Stellung zurückführt. Die Federkraft der Torsionsfedern 122, 122' wird so gewählt, dass die Schenkel 120, 120' Kontakt mit den Kolben 72, 72' halten, wenn die Kolben während des Modus mit abgeschaltetem Ventil in dem Drehpunktsitz 60 gleiten, und eine ausreichende Kraft vorsehen, so dass die zugeordneten Spielausgleichselemente 58 (1) richtig arbeiten, d. h. nicht unnötig als Reaktion auf eine Änderung des Einschaltmodus ausgleichen. Die von den Torsionsfedern 122, 122' vorgesehene Federkraft wird ebenfalls im Verhältnis zu den Ventilfedern 52 (1) gesteuert, so dass die Kipphebelbewegung im Modus mit abgeschalteten Ventil zu einer eher umsetzenden Bewegung (mit etwas Schwenken) führt, wenn der Kolben 72 in dem Drehpunktsitz 60 gleitet, so dass die Kipphebelbewegung nicht ausreicht, um das entsprechende Einlass-/Auslassventil zu öffnen.
  • Abhängig von der jeweiligen Anwendung und Umsetzung kann die Federkraft der Torsionsfeder 122 oder 122' so gewählt werden, dass das entsprechende Ventil geöffnet wird, selbst wenn sich die Verriegelungszahnräder 130, 130' in der Ventilabschaltstellung befinden, was den Kolben 72, 72' ein Gleiten in dem Drehpunktsitz 60 erlaubt. Die Wahl einer Torsionsfeder 122' mit einer wesentlich höheren Federkraft als die der Torsionsfeder 122 dient zum Begrenzen der Gleitbewegung des Kolbens 72', selbst wenn sich das Verriegelungszahnrad 130' in der Ventilabschaltstellung befindet, so dass eine Schwenkbewegung des Kipphebels 102 (3) ausreicht, um ein entsprechendes Ventil zu öffnen, während die Bewegung des Kipphebels 100 nicht ausreicht, um ein entsprechendes Ventil zu öffnen.
  • 4 ist ein Teilquerschnitt, der den Betrieb einer offenbarungsgemäßen Einlass-/Auslassventil-Abschaltvorrichtung veranschaulicht. Das Solenoid 64 ist über der Kipphebelabdeckung 68 angeordnet und daran durch entsprechende Befestigungsmittel 142 befestigt. Es ist wünschenswert, dass das Solenoid 64 über der Kipphebelabdeckung 68 positioniert ist, um den Einbau und den Anschluss von Steuerleitungen 144 zu erleichtern, während eine unnötige Belastung durch Motorschmieröl verhindert wird. Das Solenoid 64 ist bevorzugt eine Art, die keine Empfindlichkeit gegenüber linearen G-Lasten hat, beispielsweise ein bürstenloser Drehmomentaktuator der drehenden Ausführung, der inhärent haltbarer ist und ein flacheres Ansprechen aufweist. Eine Drehrückstellfeder 140 kann mit dem Solenoid 64 oder der Welle 66 verbunden werden, um das Antriebszahnrad 96 und das zugeordnete Verriegelungszahnrad 130 zu einer vorgegebenen Sollstellung zurückzustellen, wenn von dem Solenoid 64 Leistung abgenommen wird, d. h. um das Antriebszahnrad 96 abhängig von der jeweiligen Anwendung und Umsetzung entweder in der Ventileinschaltstellung oder der Ventilabschaltstellung zu positionieren.
  • Wie vorstehend beschrieben steht die obere Platte 78 in Kontakt mit mindestens einem Teil der oberen Fläche des Drehpunktsitzes 60, um zumindest teilweise die Tasche 90 (2) zum Fassen von Antriebszahnrad 96 und Verriegelungszahnrad 130 abzudecken. Die obere Platte 78 kann auch optional eine andere Aussparung, Tasche oder Nut abdecken, um den Schenkel 124 der Feder 122 zu fassen. Die obere Platte 78 ist durch entsprechende Befestigungsmittel 150 an der unteren Platte 76 befestigt, die einen Teil der unteren Fläche des Drehpunktsitzes 60 bedeckt. Die obere Platte 78 sieht einen mechanischen Aufwärtsanschlag für das Verriegelungszahnrad 130 und den Kolben 72 vor, wenn sich wie gezeigt das Verriegelungszahnrad 130 in der Ventileinschaltstellung befindet. Wenn während des Betriebs das Solenoid 64 das Antriebszahnrad 96 mittels der Welle 66 betätigt, dreht das Antriebszahnrad 96 das direkt gekoppelte Verriegelungszahnrad 130 (und jedes andere mit dem Verriegelungszahnrad 130 gekoppelte Verriegelungszahnrad) zur Ventilabschaltstellung, so dass sich der Kolben 72 nach oben in gleitenden Kammeingriff mit dem Verriegelungszahnrad 130 bewegt, aber bevorzugt die obere Platte 78 nicht berührt. In einer Ausführung bewegt sich der Kolben 72 als Reaktion auf Bewegung des Kipphebels 100 in der Ventilabschaltstellung etwa 3,6 Millimeter (mm) gegen die entgegengesetzte Federkraft der Torsionsfeder 122, so dass die Kipphebelbewegung nicht ausreicht, um die zugeordnete Ventilfeder zu überwinden, und das Ventil geschlossen bleibt. Wenn die Nockenwelle 80 (1) durch den Grundkreis des dem Kipphebel 100 zugeordneten Nocken dreht, stellt die Feder 122 den Kolben 72 zur eingeschalteten Stellung zurück, wobei die untere Platte 76 für den Kolben 72 einen mechanischen Abwärtsanschlag vorsieht. Wird die Leistung/das Steuersignal von dem Solenoid 64 entfernt, dreht die Rückstellfeder 140 das Antriebszahnrad 96 mittels der Welle 66 zur Ventileinschaltstellung, was wiederum das Verriegelungszahnrad 130 dreht, so dass die unteren Enden der Zähne/Nuten an dem Verriegelungszahnrad 130 die oberen Enden der Zähne/Nuten am Kolben 72 berühren, um eine Gleitbewegung des Kolbens 72 in dem Drehpunktsitz 60 zu beschränken.
  • Das Abschalten eines oder mehrerer Einlass-/Auslassventile für einen oder mehrere Zylinder kann durch ein dediziertes Steuergerät auf Mikroprozessorbasis gesteuert werden oder ist bevorzugt in die Motor- und/oder Fahrzeugsteuerstrategie integriert, die durch den Programmcode in einem Motorsteuermodul (ECM, vom engl. Engine Control Module), einem Antriebsstrangsteuermodul (PCM, vom engl. Powertrain Control Module) oder dergleichen in Verbindung mit dem Solenoid 64 umgesetzt wird. Das Abschalten eines oder mehrerer Ventile/Zylinder kann als Reaktion auf verschiedene Motor-, Fahrzeug- und/oder Umgebungsbetriebsbedingungen ausgeführt werden, um verschiedene Funktionen oder Betriebsarten umzusetzen, die zum Beispiel das Vorsehen veränderlichen Hubs oder von Zylinderabschalten zum Arbeiten mit einer Untergruppe von Zylindern, das Abschalten eines Einlassventils bei einem Motor mit mehreren Einlassventilen pro Zylinder zum Verbessern der Verwirbelungsbewegung bei gewählten Drehzahlen und das Abschalten von Ventilen während Motorstartens und/oder Motorlaufs zum Verändern von Abgastemperatur und Steuern der Betriebstemperatur von Schadstoffbegrenzungsvorrichtungen umfassen können. Der Durchschnittsfachmann wird verschiedene andere Anwendungen zum Steuern selektiver Ventilabschaltung gemäß der vorliegenden Offenbarung erkennen.
  • Wie ein Durchschnittsfachmann beruhend auf der in den 14 veranschaulichten und beschriebenen Vorrichtung erkennen wird, umfasst ein Verfahren zum selektiven Abschalten eines Gasaustauschventils eines Verbrennungsmotors nach einer offenbarungsgemäßen Ausführung das selektive Drehen eines Verriegelungszahnrads zu einer Ventileinschaltstellung, die ein Gleiten des Kolbens in einer entsprechenden Bohrung in dem Drehpunktsitz verhindert, so dass der zugeordnete Kipphebel um eine Schwenkkugel schwenkt, um ein zugeordnetes Gasaustauschventil zu öffnen, sowie das Drehen des Verriegelungszahnrads zu einer Ventilabschaltstellung, die dem Kolben ein Gleiten in einer entsprechenden Bohrung in dem Drehpunktsitz ermöglicht, so dass die Kipphebelbewegung nicht ausreicht, um die Ventilfeder zum Öffnen des zugeordneten Gasaustauschventils zu überwinden. Das Verfahren kann auch das Vorspannen des Kolbens hin zur eingeschalteten Stellung umfassen.
  • Bei Ausführen mit einem Verriegelungszahnrad oder mehreren Verriegelungszahnrädern, die ein Keilnabenprofil umfassen, wobei der zugeordnete Kolben/die zugeordneten Kolben ein Keilwellenprofil umfasst/umfassen, kann ein Verfahren zum selektiven Abschalten eines Einlass-/Auslassventils das Drehen des Verriegelungszahnrads zu der abgeschalteten Stellung umfassen, um das Keilnabenprofil des Verriegelungszahnrads mit dem Keilwellenprofil des Kolbens auszurichten, damit der Kolben in dem Verriegelungszahnrad als Reaktion auf Bewegung des zugeordneten Kipphebels gleiten kann, so dass die Kipphebelbewegung nicht ausreicht, um das zugeordnete Einlass-/Auslassventil zu öffnen. Eine Drehung des Verriegelungszahnrads entweder zur Ventileinschaltstellung oder der Ventilabschaltstellung kann durch ein Drehsolenoid, das mit dem Verriegelungszahnrad mechanisch gekoppelt ist, kombiniert mit einer Rückstellfeder ausgeführt werden, die das Verriegelungszahnrad in eine Sollstellung vorspannt.
  • Somit offenbaren offenbarungsgemäße Ausführungen Systeme und Verfahren für die Ventilabschaltung eines oder mehrerer Einlass-/Auslassventile eines Verbrennungsmotors unter Verwendung kostengünstiger, direkt ausgebildeter Komponenten mit wenig oder keiner maschineller Bearbeitung und eines Verriegelungsmechanismus, der dem aktiven Ventiltrieb keine zusätzliche Masse hinzufügt. Das Verriegelungssystem ist an einer Drehpunktsitzanordnung enthalten, die mit einer Standarddrehpunktsitzanordnung austauschbar ist, so dass keine Abwandlung des Zylinderkopfs erforderlich ist. Die Betätigung des Systems nutzt Drehbewegung, so dass keine Empfindlichkeit gegenüber linearen G-Lasten vorliegt, und wird durch ein mechanisch gekoppeltes (keine Hydraulik), schnell ansprechendes Solenoid angetrieben, um zuverlässige Betätigungszeiten vorzusehen. Ein direktes Koppeln des Betätigungssolenoids erfordert keine Abwandlung des Motorschmiersystems und sieht eine zuverlässige Betätigung vor, die nicht von niedrigem oder veränderlichem Öldruck beeinflusst wird, der bei niedrigen Motordrehzahlen üblich ist. Zudem sieht das direkt ansprechende Solenoid einen schnell ansprechenden Verriegelungsmechanismus vor, der gekoppelt werden kann, um unter Verwendung eines einzigen Solenoids mehrere Ventile abzuschalten. Das Betätigungssolenoid kann außerhalb der Kipphebelabdeckung angebracht werden, so dass das Solenoid nicht für Verunreinigung durch Motoröl anfällig ist und für die Steuerleitungsmontage und jede anschließende Wartung leicht zugänglich ist.
  • Während eingehend die beste Methode beschrieben wurde, wird der Fachmann verschiedene alternative Auslegungen und Ausführungen innerhalb des Schutzumfangs der folgenden Ansprüche erkennen. Es wurden mehrere Ausführungen verglichen und gegenübergestellt. Einige Ausführungen wurden im Hinblick auf eine oder mehrere erwünschte Eigenschaften als vorteilhaft oder gegenüber anderen Ausführungen bevorzugt beschrieben. Der Fachmann ist sich aber bewusst, dass eine oder mehrere Eigenschaften umfasst sein können, um erwünschte Systemattribute zu erreichen, die von der spezifischen Anwendung abhängen. Diese Attribute umfassen, sind aber nicht hierauf beschränkt: Kosten, Festigkeit, Haltbarkeit, Lebensdauerkosten, Markttauglichkeit, Aussehen, Platzbedarf, Größe, Wartbarkeit, Gewicht, Herstellbarkeit, einfache Montage etc. Die hierin erläuterten Ausführungen, die gegenüber einer anderen Ausführung bezüglich einer oder mehrerer Eigenschaften als unterlegen beschrieben werden, liegen nicht außerhalb des Schutzumfangs der Erfindung.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 11/308021 [0002]

Claims (20)

  1. Verbrennungsmotor mit selektiv abgeschalteten Einlass- und/oder Auslassventilen und unabhängig schwenkbaren Kipphebeln, die jeweils einem der Ventile zugeordnet sind, wobei jeder Kipphebel eine Schwenkkugelpfanne aufweist, wobei der Verbrennungsmotor umfasst: eine Drehpunktsitzplatte mit einer Durchgangsbohrung; einen Kolben, der in der Durchgangsbohrung angeordnet ist und zwischen einer eingeschalteten Stellung und einer ausgeschalteten Stellung gleiten kann, wobei der Kolben an einem Ende eine Schwenkkugelpfanne aufweist; und einen dem Kolben zugeordneten Verriegelungsmechanismus, wobei der Verriegelungsmechanismus eine Gleitbewegung des Kolbens in die Durchgangsbohrung der Drehpunktsitzplatte verhindert, wenn er sich in einer eingeschalteten Stellung befindet, und eine Gleitbewegung des Kolbens in die Durchgangsbohrung der Drehpunktsitzplatte zulässt, wenn er sich in einer abgeschalteten Stellung befindet.
  2. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, welcher weiterhin umfasst: eine Feder mit einem ersten Ende in Kontakt mit der Drehpunktsitzplatte und einem zweiten Ende in Kontakt mit dem Kolben gegenüber der Schwenkkugelpfanne, wobei die Feder den Kolben hin zu der eingeschalteten Stellung vorspannt.
  3. Verbrennungsmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben ein zweites Ende mit einer U-förmigen Verlängerung zum Greifen eines Endes der Feder umfasst.
  4. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, welcher weiterhin umfasst: einen mit dem Verriegelungsmechanismus gekoppelten elektrischen Aktor zum selektiven Bewegen des Verriegelungsmechanismus zwischen eingeschalteten und ausgeschalteten Stellungen als Reaktion auf einen Steuerbefehl.
  5. Verbrennungsmotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Aktor über einer Kipphebelabdeckung des Verbrennungsmotors positioniert ist und mit dem Verriegelungsmechanismus durch eine sich dazwischen erstreckende Welle mechanisch gekoppelt ist.
  6. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsbohrung der Drehpunktsitzplatte ein Keilnabenprofil umfasst und dass der Kolben einen unteren Abschnitt mit einem Keilwellenprofil umfasst, das mit dem Keilnabenprofil der Durchgangsbohrung gleitend greift und ein Drehen des Kolbens in der Durchgangsbohrung verhindert.
  7. Verbrennungsmotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmechanismus ein Verriegelungszahnrad mit einem Keilnabenprofil umfasst, das mit dem Keilwellenprofil des Kolbens zusammenwirt, um in abgeschalteter Stellung das Keilwellenprofil des Kolbens in dem Verriegelungszahnrad gleiten zu lassen und um bei eingeschalteter Stellung ein Gleiten des Keilwellenprofils des Kolbens in dem Verriegelungszahnrad zu verhindern.
  8. Verbrennungsmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungszahnrad mindestens einen Außenzahn umfasst, der direkt mit einem zweiten Verriegelungszahnrad gekoppelt ist, das einem zweiten der Ventile zugeordnet ist, so dass eine Drehung des Verriegelungszahnrads zwischen eingeschalteter und abgeschalteter Stellung das zweite Verriegelungszahnrad im Wesentlichen gleichzeitig zwischen einer eingeschalteten bzw. abgeschalteten Stellung dreht.
  9. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmechanismus mehrere miteinander gekoppelte Verriegelungszahnräder betätigt, um entsprechende mehrere Ventile im Wesentlichen gleichzeitig einzuschalten und abzuschalten
  10. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehpunktsitzplatte und der Kolben aus einem Metallpulver ohne maschinelle Bearbeitung auf Endmaße gefertigt sind.
  11. Verbrennungsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kipphebel durch eine Nockenwelle betätigt werden, die durch entsprechende Stößelstangen mit den Kipphebeln gekoppelt ist.
  12. Verbrennungsmotor mit mehreren Gasaustauschventilen, die jedem Zylinder zugeordnet sind, wobei mindestens ein Ventil als Reaktion auf ein Befehlssignal selektiv abgeschaltet wird, wobei der Verbrennungsmotor umfasst: mehrere Kipphebel, die jeweils einem der Gasaustauschventile zugeordnet sind, wobei jeder Kipphebel eine mittlere Öffnung umfasst, die durch eine untere Wand, die eine darin ausgebildete Schwenkkugelaufnahme aufweist, sowie erste und zweite Seitenwände, die sich von der unteren Wand zu einer oberen Wand erstrecken, festgelegt ist; einen Drehpunktsitz, der sich im Allgemeinen durch die mittlere Öffnung jedes Kipphebels erstreckt und eine obere Fläche mit einer darin ausgebildeten Tasche mit mindestens einer Durchgangsbohrung für jedes Ventil, das abgeschaltet werden kann, und eine untere Fläche mit einer darin ausgebildeten Schwenkkugelaufnahme für jedes Ventil, das nicht abgeschaltet werden kann, aufweist; einen Kolben, der in jeder Durchgangsbohrung des Drehpunktsitzes angeordnet ist und zwischen einer eingeschalteten Stellung und einer abgeschalteten Stellung gleiten kann, wobei der Kolben an einem Ende eine Schwenkkugelaufnahme umfasst und zur Aufnahme eines Federschenkels an einem gegenüberliegenden Ende ausgelegt ist; einen jedem Kolben zugeordneten Verriegelungsmechanismus, wobei der Verriegelungsmechanismus ein Verriegelungszahnrad aufweist, das in der Tasche des Drehpunktsitzes angeordnet ist und zwischen einer eingeschalteten Stellung, die die Gleitbewegung des Kolbens beschränkt, und einer abgeschalteten Stellung, die eine Gleitbewegung des Kolbens zulässt, beweglich ist; eine Torsionsfeder mit einem ersten Federschenkel in Kontakt mit einem zugeordneten Kolben und einem zweiten Schenkel in Kontakt mit dem Drehpunktsitz zum Vorsehen einer Vorspannkraft, die der Gleitbewegung des zugeordneten Kolbens in der Durchgangsbohrung widersteht; eine Schwenkkugel, die zwischen jeder Kipphebelaufnahme und einer entsprechenden Schwenkkugelaufnahme eines zugeordneten Kolbens oder dem Drehpunktsitz angeordnet ist; und ein Solenoid, das mit dem Verriegelungsmechanismus mechanisch gekoppelt ist, um den Verriegelungsmechanismus als Reaktion auf ein Befehlssignal zwischen der eingeschalteten Stellung und der abgeschalteten Stellung zu bewegen.
  13. Verbrennungsmotor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehpunktsitz weiterhin mindestens einen axialen Schlitz umfasst, der sich zumindest teilweise durch jede einem Kolben zugeordnete Durchgangsbohrung erstreckt, und dass jeder Kolben mindestens einen axialen Keil umfasst, der mit einem entsprechenden axialen Schlitz gleitend greift, um eine Drehung des Kolbens in der Durchgangsbohrung zu verhindern.
  14. Verbrennungsmotor nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehpunktsitz weiterhin Durchgangsbohrungen mit einem Keilnabenprofil umfasst, das mit einem sich entlang mindestens eines Teils eines zugeordneten Kolbens erstreckenden entsprechenden Keilwellenprofil greift.
  15. Verbrennungsmotor nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsmechanismus ein Verriegelungszahnrad mit einem Keilnabenprofil umfasst, das sich mit dem Keilwellenprofil des Kolbens ausrichtet, um in der ausgeschalteten Stellung den Kolben in dem Verriegelungszahnrad gleiten zu lassen.
  16. Verbrennungsmotor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Solenoid ein über einer Kipphebelabdeckung des Motors angeordnetes Drehsolenoid umfasst, wobei der Verbrennungsmotor weiterhin umfasst: ein Antriebszahnrad, das in der Tasche des Drehpunktsitzes angeordnet ist und mit dem Verriegelungsmechanismus mechanisch verbunden ist; und eine sich zwischen dem Solenoid und dem Antriebszahnrad erstreckende Welle zum mechanischen Koppeln des Antriebszahnrads mit dem Solenoid.
  17. Verbrennungsmotor nach Anspruch 12, welcher weiterhin umfasst: eine obere Platte in Kontakt mit einer oberen Fläche des Drehpunktsitzes, die sich über mindestens einen Teil der Tasche in dem Drehpunktsitz erstreckt, um den Verriegelungsmechanismus in der Tasche zu befestigen und einen mechanischen Aufwärtsanschlag für den Verriegelungsmechanismus und den Kolben bei Arbeiten in der eingeschalteten Stellung vorzusehen; und eine untere Platte in Kontakt mit einer unteren Fläche des Drehpunktsitzes, die sich über mindestens einen Teil der mindestens einen Durchgangsbohrung in dem Drehpunktsitz erstreckt, um einen mechanischen Abwärtsanschlag für jeden Kolben vorzusehen, wobei die untere Platte an der oberen Platte und dem Drehpunktsitz befestigt ist.
  18. Verfahren zum selektiven Abschalten eines Gasaustauschventils eines Verbrennungsmotors mit einem Ventiltrieb mit mehreren unabhängig schwenkbaren Kipphebeln, die jeweils einem Gasaustauschventil zugeordnet sind, wobei jeder Kipphebel eine mittlere Öffnung, die durch eine untere Wand mit einer darin ausgebildeten Schwenkkugelaufnahme und erste und zweite Seitenwände, die sich von der unteren Wand zu einer oberen Wand erstrecken, festgelegt ist, sowie einen sich im Allgemeinen durch die mittlere Öffnung jedes Kipphebels erstreckenden Drehpunktsitz umfasst, wobei der Drehpunktsitz einen Kolben aufweist, der eine zwischen dem Kolben und der entsprechenden Kipphebelaufnahme angeordnete Schwenkkugel lagert, wobei das Verfahren umfasst: Drehen eines Verriegelungszahnrads zwischen einer eingeschalteten Stellung, die ein Gleiten des Kolbens in einer entsprechenden Bohrung in dem Drehpunktsitz verhindert, so dass der Kipphebel um die Schwenkkugel schwenkt, um ein zugeordnetes Gasaustauschventil zu öffnen, und einer abgeschalteten Stellung, die den Kolben in der entsprechenden Bohrung in dem Drehpunktsitz gleiten lässt, so dass die Kipphebelbewegung nicht ausreicht, um das zugeordnete Gasaustauschventil zu öffnen.
  19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungszahnrad ein Keilnabenprofil umfasst und der Kolben ein Keilwellenprofil umfasst und dass das Drehen des Verriegelungszahnrads zu der abgeschalteten Stellung das Keilnabenprofil des Verriegelungszahnrads mit dem Keilwellenprofil des Kolbens ausrichtet, um den Kolben als Reaktion auf Bewegung des zugeordneten Kipphebels in dem Verriegelungszahnrad gleiten zu lassen.
  20. Verfahren nach Anspruch 18, welches weiterhin das Vorspannen des Kolbens hin zu der eingeschalteten Stellung umfasst.
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