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DE102008019975A1 - Spanneinrichtung für Druckplatten und damit ausgerüsteter Formzylinder - Google Patents

Spanneinrichtung für Druckplatten und damit ausgerüsteter Formzylinder Download PDF

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DE102008019975A1
DE102008019975A1 DE200810019975 DE102008019975A DE102008019975A1 DE 102008019975 A1 DE102008019975 A1 DE 102008019975A1 DE 200810019975 DE200810019975 DE 200810019975 DE 102008019975 A DE102008019975 A DE 102008019975A DE 102008019975 A1 DE102008019975 A1 DE 102008019975A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
clamping
forme cylinder
clamping device
trailing end
slot
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200810019975
Other languages
English (en)
Inventor
Günter Koppelkamm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Manroland Web Systems GmbH
Original Assignee
Manroland AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Manroland AG filed Critical Manroland AG
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Priority to EP09158238A priority patent/EP2111986A3/de
Priority to CNA2009101321259A priority patent/CN101564932A/zh
Publication of DE102008019975A1 publication Critical patent/DE102008019975A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F27/00Devices for attaching printing elements or formes to supports
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
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    • B41F27/12Devices for attaching printing elements or formes to supports for attaching flexible printing formes
    • B41F27/1206Feeding to or removing from the forme cylinder

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  • Supply, Installation And Extraction Of Printed Sheets Or Plates (AREA)

Abstract

Spanneinrichtung für Druckplatten und damit ausgerüsteter Formzylinder, wobei die Spanneinrichtung erste Spannmittel mit einem Schlitz, die derart eingerichtet sind, dass sich bei Integration in den Formzylinder der Schlitz schräg zur Radialrichtung des Formzylinders erstreckt, so dass in dem Schlitz ein spitzwinklig abgekantetes Vorlaufende mindestens einer Druckplatte aufnehmbar ist, und zweite Spannmittel mit einem Klemmelement und einem Betätigungselement aufweist, die derart eingerichtet sind, dass bei Integration in den Formzylinder das Betätigungselement ausschließlich in Axialrichtung des Formzylinders verstellbar ist und durch axiales Verstellen dessen das Klemmelement ausschließlich in Radialrichtung des Formzylinders in einem Klemmspalt zwischen einer ersten Position, in welcher das Klemmelement ein einen Abkantwinkel von etwa 90° einschließendes Nachlaufende der Druckplatte klemmen kann, und einer zweiten Position verstellbar ist, in welcher das Klemmelement das Nachlaufende der Druckplatte freigeben kann.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine in einen Formzylinder eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine integrierbare Spanneinrichtung für Druckplatten sowie einen mit einer solchen Spanneinrichtung ausgerüsteten Formzylinder für ein Druckwerk einer Rotationsdruckmaschine.
  • Druckwerke von Rotationsdruckmaschinen, wie z. B. von Rollenrotationsdruckmaschinen, verfügen über einen Formzylinder, einen Übertragungszylinder, ein Farbwerk sowie in der Regel über ein Feuchtwerk. Auf dem Formzylinder sind üblicherweise Druckplatten angeordnet, weshalb die Formzylinder auch als Plattenzylinder bezeichnet werden. Auf den Übertragungszylindern sind üblicherweise Gummitücher bzw. Gummituchplatten positioniert, weshalb die Übertragungszylinder auch als Gummizylinder bezeichnet werden.
  • Zum Anordnen bzw. Spannen von Druckplatten am Umfang des Formzylinders dienen Spanneinrichtungen, die in einen Spannkanal des Formzylinders integriert sind. Mit Hilfe einer solchen Spanneinrichtung kann ein Vorlaufende und/oder ein Nachlaufende mindestens einer zu spannenden Druckplatte im Spannkanal geklemmt werden.
  • Aus der Praxis bekannte Spanneinrichtungen verfügen über ein Klemmelement sowie ein Betätigungselement, wobei sowohl das Klemmelement als auch das Betätigungselement in einen Spannkanal eines Formzylinders integriert sind. Mit Hilfe des Betätigungselements kann das Klemmelement zwischen zwei Positionen verlagert werden, nämlich zwischen einer ersten Position, in welcher das Klemmelement das Vorlaufende und/oder das Nachlaufende der oder jeder Druckplatte klemmt, und einer zweiten Position, in welcher das Klemmelement das Vorlaufende und/oder das Nachlaufende der oder jeder Druckplatte freigibt.
  • Durch den jüngsten Trend zur Automatisierung des Plattenwechsels ist es erforderlich, die Spanneinrichtung für ein automatisches Auflegen und Spannen auf dem betreffenden Formzylinder bzw. automatisches Lösen und Abnehmen von dem betreffenden Formzylinder zu optimieren.
  • Ferner ist bei Formzylindern, damit diese gemäß den jüngsten Entwicklungen einen hohen Schlankheitsgrad aufweisen können, wie es beispielsweise bei einem Formzylinder mit einer einzigen stehenden oder liegenden auf dem Umfang anordenbaren Druckseite und vier stehenden oder liegenden nebeneinander entlang der Ballenlänge anordenbaren Druckseiten der Fall ist, der Spannkanal bzw. Klemmspalt sehr eng auszubilden. Auch bei einem solchen Formzylinder muss ein automatisches oder halbautomatisches Beschicken des Spannkanals, d. h. Auflegen und Spannen von Druckplatten auf dem betreffenden Formzylinder bzw. Lösen und Abnehmen dieser von dem betreffenden Formzylinder, gewährleistet sein.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spanneinrichtung und einen damit ausgerüsteten Formzylinder zu schaffen, die für einen automatischen Plattenwechsel angepasst sind.
  • Dies wird mit einer Spanneinrichtung gemäß Anspruch 1 bzw. einem Formzylinder gemäß Anspruch 10 erreicht. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
  • Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung weist eine Spanneinrichtung zum Spannen von Druckplatten auf einem Formzylinder eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine auf: erste Spannmittel mit einem Schlitz, wobei die ersten Spannmittel derart eingerichtet sind, dass sich bei Integration in den Formzylinder der Schlitz schräg zur Radialrichtung des Formzylinders erstreckt, so dass in dem Schlitz ein spitzwinklig abgekantetes Vorlaufende mindestens einer Druckplatte aufnehmbar ist, und zweite Spannmittel mit einem Klemmelement und einem Betätigungselement, wobei die zweiten Spannmittel derart eingerichtet sind, dass bei Integration in den Formzylinder das Betätigungselement ausschließlich in Axialrichtung des Formzylinders verstellbar ist und durch axiales Verstellen des Betätigungselements das Klemmelement ausschließlich in Radialrichtung des Formzylinders in einem Klemmspalt zwischen einer ersten Position, in welcher das Klemmelement ein einen Abkantwinkel von 90 Grad (± etwaiger Fertigungstoleranzen) einschließendes Nachlaufende der mindestens einen Druckplatte klemmen kann, und einer zweiten Position verstellbar ist, in welcher das Klemmelement das Nachlaufende der wenigstens einen Druckplatte freigeben kann.
  • Dadurch, dass sich bei Integration der ersten Spannmittel in den Formzylinder der Schlitz schräg zur Radialrichtung des Formzylinders erstreckt, so dass in dem Schlitz ein spitzwinklig abgekantetes Vorlaufende mindestens einer Druckplatte aufnehmbar ist, kann beim automatischen Plattenwechsel eine neu auf einen mit der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung ausgerüsteten Formzylinder zu spannende Druckplatte mit ihrem Vorlaufende sicher an dem Formzylinder fixiert werden, ohne dass zusätzliche Fixiermittel bzw. Andrückmittel erforderlich sind, welche zusätzlichen Bauraum im Druckwerk beanspruchen und die Kosten erhöhen würden.
  • Das Vorlaufende kann somit z. B. mittels eines Roboterarms einfach in den Schlitz der ersten Spannmittel eingehängt werden, wobei danach wenigstens eine Andrückrolle an den Formzylinder angestellt wird, welche die Druckplatte rundherum an den Formzylinder anlegt, während der Formzylinder relativ zu der Andrückrolle in Richtung der Abwinklung des Vorlaufendes um seine Rotationsachse gedreht wird.
  • D. h., der Formzylinder wird dabei so um seine Rotationsachse gedreht, dass sich die Andrückrolle kontinuierlich auf der Oberfläche der Druckplatte von deren Vorlaufende aus in Richtung zu deren Nachlaufende hin bewegt. Durch die dabei in Bezug auf den Formzylinderumfang tangential angreifende und auf die Druckplatte ausgeübte Zugkraft wird das Vorlaufende der Druckplatte in den Schlitz der ersten Spannmittel hineingezogen und ist damit ohne zusätzliche Fixiermittel bzw. Andrückmittel sicher fixiert.
  • Sobald das Nachlaufende die zweiten Spannmittel erreicht hat, kann es aufgrund seiner Abwinklung einfach in den Klemmspalt der zweiten Spannmittel hineingedrückt werden und dann mittels des von dem Betätigungselement verstellten Klemmelements in dem Klemmspalt festgeklemmt werden. Der Winkel des Nachlaufendes ist bevorzugt so gewählt, dass der in den Klemmspalt einzubringende Schenkel auf der Position des Klemmspalts in etwa in einem Winkel von 90 Grad (± etwaiger Fertigungstoleranzen) zur Umfangsfläche des Formzylinders ausgerichtet ist. Dadurch lässt sich das Nachlaufende besonders einfach in den Klemmspalt einbringen und wieder aus diesem entfernen.
  • Besonders bevorzugt weist das Nachlaufende einen Abkantwinkel von 90+2 Grad auf. Dadurch lässt sich das Nachlaufende besonders einfach aus dem Klemmspalt lösen.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind die zweiten Spannmittel derart eingerichtet, dass bei Integration in den Formzylinder das Klemmelement abhängig von der axialen Relativposition des Betätigungselements zum Klemmelement entweder bedingt durch eine Federkraft mindestens einer Klemmfeder zum Klemmen des Nachlaufendes der wenigstens einen Druckplatte radial nach außen in die erste Position verlagert oder entgegen der Federkraft zum Freigeben des Nachlaufendes der wenigstens einen Druckplatte radial nach innen in die zweite Position verlagert ist.
  • Durch die Federkraft wird somit eine definierte Spannkraft bereitgestellt, welche eine einfache, wartungsfreie und betriebssichere Klemmung der Druckplatte gewährleistet.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Schlitz der ersten Spannmittel so ausgebildet, dass das Vorlaufende unter Klemmspannung in diesem aufnehmbar ist.
  • Damit wird in vorteilhafter Weise die ausfallsichere Fixierung des Vorlaufendes unterstützt. Gemäß der Erfindung kann z. B. der in den Schlitz einzubringende Schenkel des Vorlaufendes eine tellerfederförmige Ausbauchung aufweisen und kann der Schlitz in seiner Weite etwas kleiner als eine durch die Ausbauchung definierte Dicke des Schenkels des Vorlaufendes sein. Durch die Federwirkung der Ausbauchung kann der Schenkel des Vorlaufendes mit definierter Kraft in den Schlitz eingeschoben und aus diesem entfernt werden.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist der Schlitz der ersten Spannmittel von einem Wandabschnitt begrenzt, der an das Klemmelement angrenzt und an dem eine Schulter ausgebildet ist zum Begrenzen einer radial nach außen gerichteten Verlagerung des Klemmelementes in der ersten Position.
  • Damit wird auf einfache und kostengünstige Weise ein ausfallsicheres in Position halten des Klemmelementes gewährleistet. Bevorzugt wirkt der Wandabschnitt zusätzlich als Führungsfläche für das Klemmelement bei dessen radial gerichteter Verstellbewegung.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind die ersten Spannmittel von einem ersten Einsetzelement gebildet, das demontierbar in den Formzylinder integrierbar ist.
  • Dies hat die Vorteile, dass das Einsetzelement z. B. als Zulieferteil beziehbar ist und bei Verschleiß oder Beschädigung in einfacher Weise austauschbar ist.
  • Natürlich können die ersten Spannmittel erfindungsgemäß auch integral in den Formzylinder eingeformt sein.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weisen die zweiten Spannmittel ein zweites Einsetzelement auf, das demontierbar in den Formzylinder integrierbar ist.
  • Dies hat die Vorteile, dass das Einsetzelement z. B. als Zulieferteil beziehbar ist und bei Verschleiß oder Beschädigung in einfacher Weise austauschbar ist. Ferner wird auf diese Weise die Montage der Spanneinrichtung in dem Formzylinder erleichtert.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung sind in den Schlitz der ersten Spannmittel Führungsmittel integriert zum axialen Ausrichten der wenigstens einen Druckplatte auf dem Formzylinder.
  • Auf diese Weise lässt sich die Druckplatte in einfacher Weise registergetreu auf dem Formzylinder montieren.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist eine Spannkante der zweiten Spannmittel mit einem Absatz, so dass bei Integration der Spanneinrichtung in den Formzylinder eine Biegekante für das Nachlaufende der Druckplatte im Bereich des Absatzes hohlliegend aufnehmbar ist, und einer Schrägfläche ausgebildet, die sich bei Integration der Spanneinrichtung in den Formzylinder von dem Absatz aus schräg zur Radialrichtung des Formzylinders erstreckt, so dass das Nachlaufende der Druckplatte beim Klemmen dessen in Richtung einer Abkantwinkelwinkelverkleinerung verformt wird.
  • Durch den Absatz wird in vorteilhafter Weise vermieden, dass eine ggf. auf den Formzylinder aufgebrachte Korrosionsschutz-Beschichtung im Bereich der Spannkante abplatzen kann. Ferner wird gewährleistet, dass das Nachlaufende, auch wenn im Bereich der Spannkante eine Verdickung in Form einer Materialansammlung von Korrosionsschutz-Beschichtung vorhanden ist, trotzdem problemlos bzw. behinderungsfrei in den Spannkanal bzw. Klemmspalt eingefädelt werden kann.
  • Durch die Kombination von Absatz und Schrägfläche, zwischen denen eine Übergangskante gebildet ist, über welche das Nachlaufende beim Klemmen dessen elastisch verformt wird, wird ein Moment erzeugt, welches die Druckplatte auf dem Formzylinder straffzieht, so dass eine optimale Aufspannung dieser gewährleistet ist.
  • Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird ein Formzylinder für ein Druckwerk einer Rotationsdruckmaschine bereitgestellt, wobei in den Formzylinder eine Spanneinrichtung gemäß einer oder mehrerer der vorhergehenden Ausführungsformen integriert ist.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform und unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren detaillierter beschrieben.
  • 1 zeigt einen schematisierten Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Formzylinder im Bereich der in den Formzylinder integrierten, erfindungsgemäßen Spanneinrichtung, wobei das Vorlaufende einer Druckplatte in den Schlitz der ersten Spannmittel eingeschoben dargestellt ist und sich das Klemmelement in der ersten Position befindet.
  • 2 zeigt den Formzylinder von 1, wobei die Druckplatte mittels wenigstens einer Andrückrolle nahezu vollständig um den Formzylinder herum angelegt wurde und sich deren Nachlaufende nun über dem Klemmspalt befindet, wobei sich das Klemmelement in der zweiten Position befindet.
  • 3 zeigt den Formzylinder von 1, wobei das Nachlaufende mittels der wenigstens einen Andrückrolle in den Klemmspalt eingeschoben wurde.
  • 4 zeigt den Formzylinder von 1, wobei das Klemmelement in die erste Position gestellt ist, wodurch das Nachlaufende im Klemmspalt geklemmt ist.
  • 5 zeigt den Formzylinder von 1 in einer anderen Schnittebene geschnitten, wobei die wenigstens eine Andrückrolle von dem Formzylinder abgestellt ist.
  • 6 zeigt eine perspektivische Ansicht auf Baugruppen der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung in der ersten Position derselben.
  • 7 zeigt eine perspektivische Ansicht auf Baugruppen der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung in der zweiten Position derselben.
  • 8 zeigt eine perspektivische Ansicht auf Baugruppen der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung in der ersten Position derselben.
  • 9 zeigt eine Ausführungsform der zweiten Spannmittel der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung.
  • Die 1 bis 5 zeigen jeweils einen schematisierten Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Formzylinder 1 im Bereich einer in den Formzylinder 1 integrierten, erfindungsgemäßen Spanneinrichtung 10. Die 6 bis 8 zeigen jeweils in perspektivischer Ansicht Baugruppen der erfindungsgemäßen Spanneinrichtung 10.
  • Wie in den 1 bis 5 gezeigt, weist die in den Formzylinder 1 integrierte Spanneinrichtung 10 erste Spannmittel 100 und zweite Spannmittel 200 auf.
  • Die ersten Spannmittel 100 sind gemäß der dargestellten Ausführungsform integral in den Formzylinder eingeformt und weisen einen Schlitz 110, einen den Schlitz 110 begrenzenden Wandabschnitt 120 und eine Spannkante 130 auf.
  • Der Schlitz 110 ist sich schräg zur Radialrichtung des Formzylinders 1 erstreckend in diesen eingearbeitet, so dass, wie in den 15 dargestellt, in dem Schlitz 110 ein spitzwinklig abgekantetes Vorlaufende 21 einer Druckplatte 20 aufnehmbar ist.
  • In den Schlitz 110 sind nicht dargestellte Führungsmittel in Form von Passerstiften integriert, die mit nicht dargestellten Aussparungen im Vorlaufende 21 der Druckplatte 20 zusammenpassbar sind zum axialen Ausrichten der Druckplatte 20 auf dem Formzylinder 1.
  • Der Schlitz 110 der ersten Spannmittel 100 ist so ausgebildet, dass eine an dem Vorlaufende 21 ausgebildete, tellerfederförmige Ausbauchung 21a unter Klemmspannung in diesem aufnehmbar ist.
  • Die zweiten Spannmittel 220 weisen ein Klemmelement 210, ein Betätigungselement 220, einen Klemmspalt 230, eine Klemmfeder 240, Anschläge 250 und ein Einsetzelement 260 auf.
  • Das Klemmelement 210 dient zum Klemmen eines einen Abkantwinkel von etwa 90 Grad (bevorzugt 90+2 Grad) einschließenden Nachlaufendes 22 der Druckplatte 20. Das Betätigungselement 220 dient dem Betätigen des Klemmelements 210 zum Überführen desselben zwischen zwei Positionen, nämlich zwischen einer ersten Position, in der das Klemmelement 210 das Nachlaufende der Druckplatte 20 klemmt, und einer zweiten Position, in welcher das Klemmelement 210 das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 freigibt.
  • Im Sinne der hier vorliegenden Erfindung ist das Klemmelement 210 ausschließlich in radialer Richtung des Formzylinders 10 verstellbar. Das Betätigungselement 220 ist hingegen ausschließlich in axialer Richtung des Formzylinders 10 verstellbar. Abhängig von der axialen Relativposition des Betätigungselements 220 relativ zum Klemmelement 210 nimmt das Klemmelement 210 eine der beiden Positionen ein, also entweder die erste Position, in welcher das Klemmelement 210 das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 klemmt, oder die zweite Position, in welcher das Klemmelement 210 das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 freigibt.
  • Hierzu wirkt mit dem Klemmelement 210 mindestens eine Klemmfeder 240 zusammen, die an einer radial innen liegenden Fläche des Klemmelements 210 angreift und dasselbe bedingt durch die Federkraft radial nach außen in die erste Position, in welcher das Klemmelement 210 das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 klemmt, drückt. Durch Verschieben des Betätigungselements 220 in axialer Richtung ist das Klemmelement 210 entgegen der Federkraft der Klemmfeder 240 zum Freigeben des Nachlaufendes 22 der Druckplatte 20 radial nach innen in die zweite Position verlagerbar.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind dem Betätigungselement 220 erste Lager 221 zugeordnet, die mit dem Klemmelement 210 zugeordneten Führungskurven 211 zusammenwirken. Die Führungskurven 211 sind zusammen mit dem Klemmelement 210 ausschließlich in radialer Richtung verlagerbar. Die ersten Lager 221 sind zusammen mit dem Betätigungselement 220 ausschließlich in axialer Richtung verlagerbar.
  • Dann, wenn wie in 1 und den 4 bis 6 dargestellt, das Betätigungselement 220 zum Klemmelement 210 und damit die ersten Lager 221 relativ zu den Führungskurven 211 eine axiale Relativposition einnehmen, in welchen die ersten Lager 221 mit Tiefpunkten der Führungskurven 211 fluchten, drückt die Klemmfeder 240 das Klemmelement 210 radial nach außen in die erste Position, in welcher das Klemmelement 210 das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 klemmt.
  • Gemäß 6 liegen in dieser axialen Relativposition die ersten Lager 221 nicht an den Führungskurven 211 an, so dass die Federkraft der Klemmfeder 240 voll wirksam ist und das Klemmelement 210 mit maximaler Federkraft radial nach außen gedrückt werden kann.
  • Dann hingegen, wenn durch axiales Verlagern des Betätigungselements 220 relativ zum Klemmelement 210 die ersten Lager 221 an den Führungskurven 211 zur Anlage kommen und im Sinne der 2, 3 und 7 mit Hochpunkten der Führungskurven 211 fluchten, wird das Klemmelement 210 über das Betätigungselement 220 entgegen der Federkraft der Klemmfeder 240 radial nach innen in die zweite Position gedrückt, in welcher das Klemmelement 210 das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 freigibt.
  • Wie bereits erwähnt, ist das Klemmelement 210 ausschließlich in radialer Richtung des Formzylinders 10 verlagerbar, wobei die Axialposition des Klemmelements 210 durch seitliche Anschläge 250 fixiert ist. Die Anschläge 250 dienen weiterhin als seitliche Anschläge für das Betätigungselement 220 in Umfangsrichtung des Formzylinders 1.
  • Das Betätigungselement 220 ist ausschließlich in Axialrichtung des Formzylinders 1 verlagerbar, wobei dessen Radialposition durch einen eine Spannkante 261 definierenden Abschnitt des Einsetzelements 260 und eine an dem Wandabschnitt 120 der ersten Spannmittel 100 ausgebildete Schulter 121 fixiert ist. Die Schulter 121 dient ferner dazu, eine radial nach außen gerichtete Verlagerung des Klemmelementes 210 in der ersten Position zu begrenzen. Der die Spannkante 261 definierende Abschnitt des lösbar an den Formzylinder 1 montierten Einsetzelements 260 deckt das Betätigungselement 220 radial von außen her ab.
  • Die Spannkante 261 des Einsetzelements 260 begrenzt zusammen mit der an den Wandabschnitt 120 angeformten Schulter 121 einen Klemmspalt 230, in welchen zum Klemmen des Nachlaufendes 22 der Druckplatte 20 ein Vorsprung 212 des Klemmelements 210 in der ersten Position desselben (siehe insbesondere 4 und 5) eingreift.
  • Um die axiale Verschiebbarkeit des Betätigungselements 220 relativ zum Klemmelement 210 zu erleichtern, umfasst das Betätigungselement 220 neben den ersten Lagern 221, die mit den Führungskurven 211 des Klemmelements 210 zusammenwirken, weiterhin zweite Lager 222, 223. Die zweiten Lager 222 sind radial innen und die zweiten Lager 223 sind radial außen positioniert. Die zweiten Lager 222 rollen bei der axialen Verstellung des Betätigungselements 220 relativ zum Klemmelement 210 auf einer radial innen liegenden Fläche 271 einer in den Formzylinder 1 eingearbeiteten Ausnehmung 270 ab. Die zweiten Lager 223 rollen bei der axialen Verstellung des Betätigungselements 220 relativ zum Klemmelement 210 auf einer Fläche 262 des Einsetzelements 260 ab. Dies kann am besten 5 entnommen werden. Die zweiten Lager 222, 223 dienen der radialen Fixierung bzw. Lagerung des Betätigungselements 220.
  • Das Klemmelement 210 und das Betätigungselement 220 sind derart in die Ausnehmung 270 in dem Formzylinder 10 integriert, dass dieselben in Umfangsrichtung gesehen nebeneinander positioniert sind. Die ersten Lager 221 sind dem Betätigungselement 220 und die Führungskurven 211 dem Klemmelement 210 an sich gegenüberliegenden, benachbarten Seitenflächen derselben zugeordnet.
  • Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Führungskurven 211 dem Klemmelement 210 und die ersten Lager 221 dem Betätigungselement 220 zugeordnet. Im Unterschied hierzu ist es auch möglich, dass die Führungskurven dem Betätigungselement und die ersten Lager dem Klemmelement zugeordnet sind.
  • Nun wird unter Bezugnahme auf die 1 bis 5 beispielhaft das Aufspannen einer Druckplatte 20 auf den Formzylinder 1 beschrieben.
  • Zuerst wird die aufzuspannende Druckplatte 20 mittels eines Roboterarms eines automatischen Plattenwechselsystems mit ihrem Vorlaufende 21 in den Schlitz 110 eingehängt. Danach wird wenigstens eine Andrückrolle 30 an den Formzylinder 1 angestellt, so dass die Druckplatte wie in 1 gezeigt auf den Umfang des Formzylinders 1 gedrückt wird.
  • Dann wird, wie in 2 gezeigt, der Formzylinder in Bezug auf die Andrückrolle 30 so um seine Rotationsachse gedreht, dass sich die Andrückrolle 30 kontinuierlich auf der Oberfläche der Druckplatte 20 von deren Vorlaufende 21 aus in Richtung zu deren Nachlaufende 22 hin bewegt.
  • Kurz bevor die Andrückrolle 30 das Nachlaufende 22 erreicht wird das Klemmelement 210 in die zweite Position gestellt, so dass der Klemmspalt 230 zur Aufnahme des Nachlaufendes 22 freigegeben ist (siehe 2).
  • Dann wird, wie in 3 gezeigt, der Formzylinder 1 weitergedreht, bis die Andrückrolle 30 das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 vollständig in den Klemmspalt 230 hineingedrückt hat.
  • In diesem Zustand wird, wie in 4 gezeigt, das Klemmelement 210 in die erste Position gestellt, so dass das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 sich zwischen dem Klemmelement 210 und dem die Spannkante 261 definierenden Abschnitt des Einsetzelements 260 festgeklemmt ist.
  • Danach wird, wie in 5 gezeigt, die Andrückrolle 30 vom Formzylinder 1 abgestellt, so dass der Druckprozess beginnen kann.
  • Dem Fachmann ist klar, dass die vorhergehende Beschreibung des Aufspannens von nur einer Druckplatte 20 lediglich der Erläuterung der Erfindung dient und im Rahmen der Erfindung natürlich auch mehrere in Axialrichtung des Formzylinders 1 nebeneinander angeordnete Druckplatten 20 gleichzeitig aufgespannt werden können.
  • Nun wird unter Bezugnahme auf 9 eine Weiterbildung der beschriebenen Ausführungsform der Erfindung erläutert.
  • Wie in 9 gezeigt, ist die Spannkante 261 der zweiten Spannmittel 200 bzw. des Einsetzelements 260 mit einem Absatz 263, so dass die Biegekante für das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 im Bereich des Absatzes 263 hohlliegend aufgenommen ist, und einer Schrägfläche 264 ausgebildet, die sich von dem Absatz 263 aus schräg zur Radialrichtung des Formzylinders 1 erstreckt, so dass das Nachlaufende 22 der Druckplatte 20 beim Klemmen dessen in Richtung einer Abkantwinkelwinkelverkleinerung verformt wird.
  • Durch den Absatz 263 wird in vorteilhafter Weise vermieden, dass eine ggf. auf den Formzylinder 1 aufgebrachte Korrosionsschutz-Beschichtung im Bereich der Spannkante 261 abplatzen kann. Ferner wird gewährleistet, dass das Nachlaufende 22, auch wenn im Bereich der Spannkante 261 eine Verdickung in Form einer Materialansammlung von Korrosionsschutz-Beschichtung vorhanden ist, trotzdem problemlos bzw. behinderungsfrei in den Klemmspalt 230 eingefädelt werden kann.
  • Durch die Kombination von Absatz 263 und Schrägfläche 264, zwischen denen eine Übergangskante gebildet ist, über welche das Nachlaufende 22 beim Klemmen dessen elastisch verformt wird, wird ein Moment M erzeugt, welches die Druckplatte 20 auf dem Formzylinder 1 straffzieht, so dass eine optimale Aufspannung dieser gewährleistet ist.
  • 1
    Formzylinder
    10
    Spanneinrichtung
    100
    erste Spannmittel
    110
    Schlitz
    120
    Wandabschnitt
    121
    Schulter
    130
    Spannkante
    200
    zweite Spannmittel
    210
    Klemmelement
    211
    Führungskurve
    212
    Vorsprung
    220
    Betätigungselement
    221
    erste Lager
    222
    zweite Lager
    223
    zweite Lager
    230
    Klemmspalt
    240
    Klemmfeder
    250
    Anschlag
    260
    Einsetzelement
    261
    Spannkante
    262
    Fläche
    263
    Absatz
    264
    Schrägfläche
    270
    Ausnehmung
    271
    Fläche
    20
    Druckplatte
    21
    Vorlaufende
    21a
    Ausbauchung
    22
    Nachlaufende
    M
    Moment
    30
    Andrückrolle

Claims (10)

  1. Spanneinrichtung (10) zum Spannen von Druckplatten (20) auf einem Formzylinder (1) eines Druckwerks einer Rotationsdruckmaschine, aufweisend: erste Spannmittel (100) mit einem Schlitz (110), wobei die ersten Spannmittel (100) derart eingerichtet sind, dass sich bei Integration in den Formzylinder (1) der Schlitz (110) schräg zur Radialrichtung des Formzylinders (1) erstreckt, so dass in dem Schlitz (110) ein spitzwinklig abgekantetes Vorlaufende (21) mindestens einer Druckplatte (20) aufnehmbar ist, und zweite Spannmittel (200) mit einem Klemmelement (210) und einem Betätigungselement (220), wobei die zweiten Spannmittel (200) derart eingerichtet sind, dass bei Integration in den Formzylinder (1) das Betätigungselement (220) ausschließlich in Axialrichtung des Formzylinders (1) verstellbar ist und durch axiales Verstellen des Betätigungselements (220) das Klemmelement (210) ausschließlich in Radialrichtung des Formzylinders (1) in einem Klemmspalt (230) zwischen einer ersten Position, in welcher das Klemmelement (210) ein einen Abkantwinkel von etwa 90 Grad einschließendes Nachlaufende (22) der mindestens einen Druckplatte (20) klemmen kann, und einer zweiten Position verstellbar ist, in welcher das Klemmelement (210) das Nachlaufende (22) der wenigstens einen Druckplatte (20) freigeben kann.
  2. Spanneinrichtung (10) gemäß Anspruch 1, wobei die zweiten Spannmittel (200) derart eingerichtet sind, dass bei Integration in den Formzylinder (1) das Klemmelement (210) abhängig von der axialen Relativposition des Betätigungselements (220) zum Klemmelement (210) entweder bedingt durch eine Federkraft mindestens einer Klemmfeder (240) zum Klemmen des Nachlaufendes (22) der wenigstens einen Druckplatte (20) radial nach außen in die erste Position verlagert oder entgegen der Federkraft zum Freigeben des Nachlaufendes (22) der wenigstens einen Druckplatte (20) radial nach innen in die zweite Position verlagert ist.
  3. Spanneinrichtung (10) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Schlitz (110) der ersten Spannmittel (100) so ausgebildet ist, dass das Vorlaufende (21) der wenigstens einen Druckplatte (20) unter Klemmspannung in diesem aufnehmbar ist.
  4. Spanneinrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Schlitz (110) der ersten Spannmittel (100) von einem Wandabschnitt (120) begrenzt ist, der an das Klemmelement (210) angrenzt und an dem eine Schulter (121) ausgebildet ist zum Begrenzen einer radial nach außen gerichteten Verlagerung des Klemmelementes (210) in der ersten Position.
  5. Spanneinrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die ersten Spannmittel (100) von einem ersten Einsetzelement gebildet sind, das demontierbar in den Formzylinder (1) integrierbar ist.
  6. Spanneinrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die ersten Spannmittel (100) integral in den Formzylinder (1) eingeformt sind.
  7. Spanneinrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die zweiten Spannmittel (200) ein zweites Einsetzelement (260) aufweisen, das demontierbar in den Formzylinder (1) integrierbar ist.
  8. Spanneinrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei in den Schlitz (110) der ersten Spannmittel (100) Führungsmittel integriert sind zum axialen Ausrichten der wenigstens einen Druckplatte (20) auf dem Formzylinder (1).
  9. Spanneinrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine Spannkante (261) der zweiten Spannmittel (200) mit einem Absatz (263), so dass bei Integration der Spanneinrichtung (10) in den Formzylinder (1) eine Biegekante für das Nachlaufende (22) der Druckplatte (20) im Bereich des Absatzes (263) hohlliegend aufnehmbar ist, und einer Schrägfläche (264) ausgebildet ist, die sich bei Integration der Spanneinrichtung (10) in den Formzylinder (1) von dem Absatz (263) aus schräg zur Radialrichtung des Formzylinders (1) erstreckt, so dass das Nachlaufende (22) der Druckplatte (20) beim Klemmen dessen in Richtung einer Abkantwinkelwinkelverkleinerung verformt wird.
  10. Formzylinder (1) für ein Druckwerk einer Rotationsdruckmaschine, mit einer darin integrierten Spanneinrichtung (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9.
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