DE102008019158B3 - Lampentyperkennung für Gasentladungslampen bei Kaltstart - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Kodierungselement für eine Niederdruckgasentladungslampe, wie beispielsweise eine Leuchtstofflampe, vorzugsweise mit Zweistift-Anschluss, sowie eine Beleuchtungsanordnung, einschließlich Vorschaltgerät und Kodierungselement.
- Es ist bekannt, dass Gasentladungslampen, insbesondere Niederdruckgasentladungslampen, ein Vorschaltgerät benötigen, das die Betriebsspannung bzw. den Betriebsstrom der Lampe bereitstellt und den Betrieb der Lampe reguliert. Das Vorschaltgerät und die Gasentladungslampe müssen zur ordnungsgemäßen Funktion der Anordnung aufeinander abgestimmt sein. Ein wesentliches Problem, das dabei auftritt, ist, dass elektronische Vorschaltgeräte, insbesondere solche für Entladungslampen, nur in Kombination mit einem einzigen Lampentyp oder wenigen spezifischen Lampentypen verwendbar sind. Daher ist es oftmals für eine gegebene Palette von bestimmten Lampen erforderlich, eine Vielzahl von dazu passenden elektronischen Vorschaltgeräten bereitzustellen. Die Anzahl der bereitzustellenden Vorschaltgeräte kann sich dadurch erhöhen, dass unterschiedliche Applikationsanforderungen, zum Beispiel hinsichtlich Geometrie, Dimmbarkeit, Mehrlampenbetrieb, Kaltstartfähigkeit usw., berücksichtigt werden sollen.
- Zur Abhilfe schlägt beispielsweise die
DE 10 2005 022 375 A1 vor, die elektrische Lampe mit mindestens einem elektronischen Speicherelement zu versehen, wobei in diesem elektronischen Speicherelement charakteristische Betriebsparameter der elektrischen Lampe gespeichert sind. Das elektronische Speicherelement wird von einer entsprechenden Anordnung des Vorschaltgeräts ausgelesen, um die Lampe entsprechend zu betreiben. Zum Beispiel werden als charakteristische Betriebsparameter der elektrischen Lampe der Lampenstrom und/oder die Lampenleistung und/oder die Betriebsfrequenz und/oder der Dimmgrad und/oder der Wendelvorheizstrom und/oder eine Abschaltschwelle gespeichert. - Aus der Praxis ist es außerdem bekannt, Leuchtstofflampen verschiedenen Typs mit unterschiedlichen Wendelelektroden auszustatten, deren elektrischer Widerstand für den Lampentyp charakteristisch ist. Elektronische Vorschaltgeräte können dann beim Start der Leuchtstofflampe den Widerstand messen, daran den Lampentyp erkennen und daraufhin die Betriebsparameter der Lampe entsprechend einstellen. Diese Möglichkeit stößt jedoch dann an ihre Grenzen, wenn ein Kaltstart der Leuchtstofflampe gefordert wird. Während beim Warmstart die an jedem Ende einer Leuchtstofflampe vorgesehene Wendel vom Strom durchflossen und dadurch aufgeheizt wird, um den Elektronenübertritt in die Gasfüllung zu erleichtern, wird beim Kaltstart auf ein Vorheizen der Wendel verzichtet. Die Anschlussstifte der Leuchtstofflampe, die mit einer Wendelelektrode verbunden sind, werden oft außen überbrückt, d. h. elektrisch kurzgeschlossen. Die Zündung erfolgt durch einen Spannungsimpuls an zumindest einem Ende der Wendel. Der Spannungsimpuls leitet die Gasentladung ein.
- Weil die beiden Anschlussstifte der Leuchtstofflampe bei dieser Betriebsart miteinander kurzgeschlossen oder nur einseitig kontaktiert werden, kann der Wendelwiderstand nicht als Kriterium zur Erkennung des Lampentyps genutzt werden. Außerdem unterscheiden sich die Wendelwiderstände mancher Lampentypen nicht ausreichend, um sie zur Typerkennung zu nutzen.
- Außerdem ist aus der
DE 196 40 625 A1 ein Zweistift-Lampensockel an einer Gasentladungslampe und eine zugehörige Fassung bekannt, wobei der Zweistift-Sockel ein Kodierungselement für den Typ oder die Leistung der Gasentladungslampe darstellt. Der Lampensockel hat einen Isolatorkörper, der zwei Anschlüsse der Gasentladungslampe aufnimmt. Aus dem Isolatorkörper ragen zwei Anschlussstifte heraus. Dem Lampensockel ist die Fassung zugeordnet. Sie ist dazu eingerichtet, die Anschlussstifte des Lampensockels elektrisch zu kontaktieren. In dem Lampensockel ist ein elektrischer Widerstand untergebracht, der mit zwei an dem Lampensockel vorgesehenen Kontaktplättchen verbunden ist. Die Fassung weist zwei Abgreifer auf, über die der Widerstand gemessen wird. Der Widerstand kodiert z. B. die Nennleistung der Lampe. - Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit anzugeben, mittels derer eine zuverlässige und einfache Lampentyperkennung bei Leuchtstofflampen oder sonstigen Gasentladungslampen im Kaltstartbetrieb möglich ist.
- Erfindungsgemäß ist ein Kodierungselement vorgesehen, das einen Isolatorkörper aufweist, um wenigstens einen Anschlussstift der Gasentladungslampe aufzunehmen. In dem Isolatorkörper ist wenigstens ein elektrisches Bauelement angeordnet, das wenigstens eine charakteristische elektrische Eigenschaft, wie beispielsweise einen Widerstandswert, einen Kapazitätswert, einen Induktivitätswert oder dergleichen, aufweist. Die elektrische Eigenschaft dient zur Charakterisierung des Lampentyps. Ein zugeordnetes Vorschaltgerät erfasst zu einem geeigneten Zeitpunkt, beispielsweise beim Start der Lampe oder auch lediglich von Zeit zu Zeit oder nach dem Auswechseln einer Lampe, die elektrische Eigenschaft des Bauelements und schließt daraus auf den angeschlossenen Lampentyp. Das Vorschaltgerät stellt die Betriebsparameter der Lampe dann anhand einer intern abgespeicherten Tabelle dem Lampentyp entsprechend ein. Es ist alternativ möglich, eine analoge Auswerteschaltung zur Bestimmung der elektrischen Eigenschaft vorzusehen, z. B. eine Widerstandsmessbrücke oder verschiedene Komparatoren.
- Das Kodierungselement ist zwischen dem Vorschaltgerät und der Lampe angebracht und ermöglicht somit den Betrieb einer Vielzahl unterschiedlicher Lampentypen an ein und demselben Vorschaltgerät. Die Lampentyperkennung kann durch Kompo nenten des elektronischen Vorschaltgeräts oder wahlweise auch durch eine externe Steuereinheit erbracht werden. Das elektronische Vorschaltgerät oder die externe Steuereinheit enthält dann eine Messschaltung, die den für den Lampentyp charakteristischen elektrischen Eigenschaftswert des Bauelements ausmessen kann. Ferner enthält das elektronische Vorschaltgerät bzw. die externe Steuereinheit zumindest ein Speicherelement, in dem Referenzwerte für diesen elektrischen Eigenschaftswert und zugeordnete Lampenbetriebsparameter abgespeichert sind. Durch den Vergleich des Messwerts mit dem Referenzwert kann das elektronische Vorschaltgerät oder die externe Steuereinheit die für den vorliegenden Lampentyp geeigneten Betriebsparameter einstellen und die Lampe dementsprechend betreiben. Bei einer kleineren Lampenvielfalt kann der Widerstand auch mit einer Analogschaltung erfasst werden. Dies gilt insbesondere, wenn die Widerstände oder sonstigen elektrischen Bauelemente nur wenige Lampentypen unterscheiden sollen und sich in ihren elektrischen Eigenschaften oder Kennwerten entsprechend stark unterscheiden.
- Das in dem Isolatorkörper untergebrachte elektrische Bauelement weist vorzugsweise lediglich zwei Anschlüsse auf und ist beispielsweise als Widerstand, Kondensator oder Spule oder eine Reihen- oder Parallelschaltung aus wenigstens zweien dieser Elemente ausgebildet. Die elektrische Eigenschaft kann der Widerstand, die Kapazität, die Induktivität, eine Resonanzfrequenz, eine Phasenverschiebung, eine Eckfrequenz, eine Spannung, ein Strom, eine Zeitverzögerung oder dergleichen sein, die von dem mindestens einem Bauelement oder einer Zusammenschaltung solcher Bauelemente bestimmt wird.
- Das Kodierungselement ist als Kodierstecker ausgebildet.
- Bei stabförmigen Lampen ist lediglich an einem Ende derselben ein Kodierungselement erforderlich. Es ist dann möglich eine, modifizierte Lampenfassung vorzusehen, die beispielsweise auf die Geometrie des Kodierelements abgestimmt sein kann, aber nicht mehr kompatibel zur ansonsten vorhandenen Sockelgeometrie des Lampensockels ist. In diesem Fall kann die Lampe mit aufgesetztem Kodierungselement nur noch in einer Orientierung in die Leuchte eingesetzt werden. Dies kann in vielen Fällen die Verdrahtung vereinfachen, denn es ist durch bauliche Maßnahmen bzw. Kontaktstiftpositionen, Kontaktstiftformen oder durch die Sockelform festgelegt, an welchem Ende der Lampe die Lampentyperkennung stattfindet.
- Auch für andere Lampen, zum Beispiel Kompaktleuchtstofflampen, kann es vorteilhaft sein, die Fassung so zu gestalten, dass sie nur eine Lampe mit Kodierungselement halten kann. Damit können in Anwendungen, die eine Lampentyperkennung verlangen, ausgeschlossen werden, dass eine Lampe ohne Kodierungselement verwendet wird. Außerdem ergibt sich daraus zunächst eine größere Flexibilität in der Ausgestaltung der Kodierungselemente, denn die Fassungsseite kann ebenfalls angepasst werden.
- Das Kodierungselement kann als flacher Zylinder oder als Scheibe ausgebildet sein, so dass die Lampen- bzw. Lampensockelgeometrie in radialer Richtung nicht verändert werden. Es handelt sich bei dem Kodierungselement somit im gewissen Sinne um eine Verlängerung der Gasentladungslampe.
- Vorzugsweise bildet das Kodierungselement die Anzahl, Anordnung und Geometrie der Anschlussstifte der Gasentladungslampe nach. Seine Kontaktstifte ersetzen, aus Sicht der Lampenfassung, die Anschlussstifte der Gasentladungslampe. Es können bisher verwendete für Leuchtstofflampen vorgesehene Lampenfassungen weiterhin verwendet werden.
- Wird das Kodierungselement mit der Lampe unlösbar verbunden, können nachträgliche Veränderungen und mögliche Verwechslungen ausgeschlossen werden.
- Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Beschreibung, der Zeichnung oder von Ansprüchen. Die Beschreibung beschränkt sich auf wesentliche Aspekte der Erfindung und sonstiger Gegebenheiten. Die Zeichnung offenbart weitere Einzelheiten und ist ergänzend heranzuziehen. Es zeigen:
-
1 ein Beleuchtungssystem in schematisierter Darstellung anhand eines Vorschaltgeräts und einer Gasentladungslampe mit Kodierungselement; -
2 ein Ende der Gasentladungslampe nach1 mit einem Kodierungselement in einer ersten Ausführungsform, in schematisierter Darstellung, und -
3 bis6 weitere Ausführungsformen des Kodierungselements, in schematisierter Darstellung. -
1 veranschaulicht eine Beleuchtungseinrichtung1 , zu der ein elektronisches Vorschaltgerät2 und eine Gasentladungslampe3 gehören. Die Gasentladungslampe3 ist hier eine Leuchtstofflampe, die beispielsweise ein gerades (oder auch gebogenes) Rohr4 als Entladungsgefäß aufweist. An ihren Enden sind wendelförmige Elektroden5 ,6 vorgesehen, deren Anfang und Ende durch einen Lampensockel7 ,8 hindurch zu Anschlussstiften19 ,11 ,12 geführt sind. - Zur Kontaktierung der Gasentladungslampe
3 dienen Fassungen13 ,14 , wie sie normalerweise für Leuchtstofflampen mit Zweistiftsockel vorgesehen sind. Diese Fassungen13 ,14 sind über jeweils eine oder mehrere Leitungen15 ,16 ,17 mit dem elektronischen Vorschaltgerät2 verbunden. - Das elektronische Vorschaltgerät
2 ist für den Lampenkaltstart eingerichtet. Es weist keine Einrichtung zum Vorheizen der Elektroden5 ,6 auf. Vielmehr werden die Elektroden5 ,6 über die Leitungen15 ,16 zum Zünden mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt, die dann die Gasentladung zwischen den Elektroden5 ,6 einleitet. - In der Lampenfassung
14 sind elektrische Kontakte vorgesehen, die die Anschlussstifte11 ,12 elektrisch miteinander sowie mit der Leitung15 verbinden. Es genügt eine einzige Leitung zur Herstellung der Verbindung zwischen den Anschlussstiften11 ,12 und dem Vorschaltgerät2 . - An dem anderen Ende der Gasentladungslampe
3 ist zwischen der Lampenfassung13 und der Gasentladungslampe3 ein Kodierungselement18 angeordnet, dessen Aufbau aus2 hervorgeht. Diese veranschaulicht das Kodierungselement18 schematisch nach Art eines Längsschnitts. Das Kodierungselement18 weist zwei Kontaktstifte19 ,20 auf, die vorzugsweise in Durchmesser und Länge mit den Anschlussstiften9 ,10 übereinstimmen. Außerdem sind sie vorzugsweise so angeordnet, dass der Anschlussstift9 und der Kontaktstift19 miteinander fluchten. Außerdem fluchten vorzugsweise der Anschlussstift10 und der Kontaktstift20 . Bei alternativen Ausführungsformen können die Kontaktstifte in Größe und Position jedoch alternativ auch bewusst anders ausgebildet bzw. angeordnet werden als die Anschlussstifte9 ,10 . - Die Kontaktstifte
19 ,20 sind an einem Isolierstoffkörper21 gelagert, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Gehäuse ausgebildet ist. Er weist Öffnungen zur Aufnahme der Anschlussstifte9 ,10 auf, die somit in den Innenraum22 ragen. In dem Isolierstoffkörper21 ist zumindest ein elektrischer Kontakt23 angeordnet, der zur Kontaktierung des Anschlussstifts10 dient. Vorzugsweise ist ein weiterer elektrischer Kontakt24 vorgesehen, der den Anschlussstift9 kontaktiert. Die beiden Kontakte23 ,24 sind durch eine elektrische Brücke25 miteinander verbunden, wodurch die Elektrode5 überbrückt und somit nicht mehr vorheizfähig ist. - Der Kontakt
23 ist unmittelbar mit dem Kontaktstift20 verbunden. Dieser Kontaktstift dient der Energieversorgung der Gasentladungslampe3 . Er ist über die Fassung13 und die Leitung16 mit dem Vorschaltgerät2 verbunden. - In dem Kodierungselement
18 ist außerdem ein elektrisches Bauelement26 beispielsweise in Gestalt eines elektrischen Widerstands27 angeordnet, dessen eines Ende mit dem Kontaktstift20 und dessen anderes Ende mit dem Kontaktstift19 verbunden ist. Der Kontaktstift19 ist über die Fassung13 und die Leitung17 mit dem elektronischen Vorschaltgerät2 verbunden und dient dort lediglich als Signaleingang. - Der Widerstandswert des Widerstands
27 kennzeichnet den Typ der angeschlossenen Gasentladungslampe3 . Dies wird durch eine Abstimmung zwischen dem Hersteller des Vorschaltgeräts2 und dem Hersteller der Gasentladungslampe3 und/oder des Kodierelements18 sichergestellt. Es können unter Umständen als Widerstandswerte zur Kennzeichnung des Lampentyps diejenigen Widerstandswerte genutzt werden, die bislang an den Elektroden von Leuchtstofflampen zur Typindikation anzutreffen sind. Dann stimmt der Widerstandswert des Widerstands27 mit dem Widerstandswert der Elektrode5 überein. Bei gebräuchlichen Leuchtstofflampen sind die Wendelwiderstände aber oft eng benachbart oder überlappen sich gar im Rahmen der Exemplarstreuung und Messgenauigkeit. Ist dies der Fall, reichen die Wendelwiderstände als einziges Merkmal für die die Lampentypidentifizierung nicht aus. Die Erfindung hilft, diesen Mangel zu beheben, indem man den Widerstandswert in dem Kodierungselement bewusst für jeden Lampentyp eindeutig wählt. - Somit stimmt in einer Ausführungsform der Widerstandswert in dem Kodierungselement
18 mit dem Wendelwiderstand überein. Dann kann man die bereits gebräuchlichen Verfahren der Zuordnung Widerstandswert-Lampentyp weiter verwenden, muss aber gegebenenfalls weitere Kriterien zur exakten Lampentypbestimmung hinzuziehen, weil der Wendelwiderstand im Allgemeinen kein eindeutiges Typkennzeichen ist. - In einer anderen Ausführungsform wird der Widerstandswert in dem Kodierungselement
18 so gewählt, dass die Zuord nung Wendelwiderstand-Lampentyp im Rahmen der Messgenauigkeit und der relevanten Lampentypen eindeutig ist, so dass weitere Kriterien nicht herangezogen werden müssen. In diesem Fall können die Widerstandswerte sogar so gewählt werden, dass sie von den Wendelwiderständen komplett verschieden sind, so dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist. - Das elektronische Vorschaltgerät
2 enthält eine Leistungsendstufe28 , die eine Treiberschaltung für die Gasentladungslampe3 bildet. Die Leistungsendstufe28 wird beispielsweise durch eine elektronische Brückenschaltung, einen Halbbrückenwechselrichter oder dergleichen sowie gegebenenfalls weitere Bauelemente, wie beispielsweise eine Strombegrenzungsdrossel oder sonstige strombegrenzende Bauelemente oder Schaltungen, Koppelkondensatoren und Überwachungsschaltungen für die Überwachung des Betriebs der Gasentladungslampe3 gebildet. Die Leistungsendstufe28 wird von einer Steuerschaltung29 betrieben, die beispielsweise den an die Gasentladungslampe3 abgegebenen Strom und/oder die Spannung kontrolliert bzw. reguliert, mit der die Gasentladungslampe beaufschlagt wird. Außerdem kann die Steuerschaltung29 zwischen verschiedenen Betriebsarten, wie beispielsweise Zündbetrieb, Dimmbetrieb oder normalem Betrieb unterscheiden und die Leistungsendstufe28 veranlassen, die Gasentladungslampe3 entsprechend anzusteuern. - Die Steuerschaltung
29 nimmt dabei auf den Typ der angeschlossenen Gasentladungslampe3 Rücksicht. Dazu ist eine Messschaltung30 vorgesehen, die über die Leitungen16 ,17 an die Kontaktstifte19 ,20 und somit an das Bauelement26 angeschlossen ist. Die Messschaltung30 bestimmt den Wert einer charakteristischen elektrischen Eigenschaft des Bauelements26 . Im vorliegenden Ausführungsbeispiel misst die Messschaltungs30 zum Beispiel den Widerstandswert des elektrischen Widerstands27 . Dies kann bei Erstinbetriebnahme, nach Lampenwechsel, bei jedem Lampenstart oder alternativ auch fortwährend oder in bestimmten Zeitabständen geschehen. Zum Beispiel legt die Messschaltung30 eine zwischen den Leitungen16 ,17 abfallende Spannung an den Widerstand27 an und misst den sich darauf hin einstellenden Strom. Alternativ kann die Messschaltung30 einen Strom durch den Widerstand27 schicken und die abfallende Spannung messen. Auch ist es möglich, den Widerstand27 zur Bestimmung einer Entlade- oder Aufladezeit eines Kondensators in der Messschaltung30 zu nutzen. Alternative Möglichkeiten zur Messung eines Werts des Widerstands27 , die z. B. aus derDE 19640625 A1 bekannt sind, können ebenfalls angewendet werden. - Die Messschaltung
30 ist mit einer Zuordnungseinrichtung31 verbunden, die beispielsweise durch einen Mikrocontroller nebst Speicher ausgebildet sein kann. Die Zuordnungsschaltung31 enthält mehrere Datensätze, die beispielsweise in Form einer Tabelle organisiert sein können. Im einfachsten Fall ist einem Widerstandswert R1 ein Datensatz D1 zugeordnet, einem Widerstandswert R2, ein Datensatz D2 usw. Der Datensatz D1, D2, D3 charakterisiert jeweils mindestens einen Betriebsparameter eines bestimmten dem Widerstandswert R1, R2 oder R3 zugeordneten Lampentyps. Beispielsweise kann der Betriebsparameter der Betriebsstrom des jeweiligen Lampentyps sein. In diesem Falle wäre dem Widerstandswert R1 ein erster Betriebsstrom, der durch den Datensatz D1 charakterisiert wird, dem Widerstandswert R2 ein zweiter Betriebsstrom, der durch den Datensatz D2 charakterisiert wird, usw. zugeordnet. - Weitere Parameter, die durch die Datensätze D1, D2, D3 usw. abgespeichert werden können, sind Zündspannung, zeitliche Dauer, Anzahl oder Häufigkeit von Zündimpulsen, maximale Anzahl von Zündimpulsen, Betriebsstrom, Betriebsfrequenz des Wechselrichters der Leistungsendstufe
28 , Betriebsspannung, Grenzwerte für Betriebsstrom oder Betriebsspannung usw. - Die insoweit beschriebene Beleuchtungseinrichtung
1 arbeitet wie folgt: Es wird davon ausgegangen, dass die Beleuchtungseinrichtung1 nach1 zunächst nicht in Betrieb ist. Wird sie in Betrieb gesetzt, wird zunächst die Messschaltung30 aktiviert. Diese bestimmt den Wert des Widerstands27 , der beispielsweise den Wert R1 hat. Daraufhin wählt die Zuordnungsschaltung31 den Datensatz D1 aus, der dem Widerstandswert R1 zugeordnet ist. Dieser Datensatz D1 ist typisch oder charakteristisch für den Typ der angeschlossenen Gasentladungslampe3 . Der Datensatz D1 wird an die Steuerschaltung29 übergeben, die nunmehr den Betrieb der Leistungsendstufe28 dem Typ der Gasentladungslampe3 entsprechend einrichtet. Diese wird somit automatisch ordnungsgemäß gezündet sowie mit dem richtigen Betriebsstrom und der richtigen Betriebsspannung versorgt. - Eine manuelle Einflussnahme oder Einstellung an dem Vorschaltgerät
2 ist nicht erforderlich. Wird das Vorschaltgerät2 in einer anderen Konfiguration zum Beispiel zusammen mit einer anderen Gasentladungslampe3 und entsprechend einem anderen Kodierungselement18 benutzt, stellt sich das Vorschaltgerät2 darauf automatisch ein. - Das Kodierungselement
18 kann als Zwischenstecker ausgebildet werden. Es genügt, wenn es an einem Ende der Gasentla dungslampe3 vorgesehen ist. Alternativ kann es an beiden Enden der Gasentladungslampe3 vorgesehen sein. Das Vorschaltgerät2 weist dann für wenigstens eine der Lampenfassungen13 ,14 eine Messschaltung auf. Es können jedoch auch an beiden Enden der Lampe3 wirksame Messschaltungen vorgesehen werden. - Wie die
3 bis6 zeigen, muss das Bauelement26 nicht zwingend ein Widerstand sein. Beispielsweise kann gemäß3 ein Kondensator32 vorgesehen sein, der die Kontaktstifte19 ,20 miteinander verbindet. Ansonsten gilt die vorige Beschreibung unter Zugrundelegung der bereits eingeführten Bezugszeichen entsprechend. - Wie
4 zeigt, kann anstelle des Kondensators32 auch eine Spule33 Anwendung finden. Wiederum gilt die vorige Beschreibung unter Zugrundelegung gleicher Bezugszeichen entsprechend. - Bei den Ausführungsbeispielen nach
3 und4 misst die Messschaltung30 die Kapazität bzw. die Induktivität des Kondensators32 bzw. der Spule33 . Dei Messschaltung30 kann dazu jedes bekannte Verfahren zur Kapazitätsbestimmung bzw. zur Induktivitätsbestimmung nutzen. Anstelle der direkten Induktivitäts- oder Kapazitätsbestimmung kann die Messschaltung30 auch auf anderweitige Weise von dem Kondensator32 oder der Spule33 beeinflusst werden. Z. B. kann die Messschaltung in ihrem Betrieb durch den Kapazitätswert oder den Induktivitätswert des Kondensators32 oder der Spule33 auf charakteristische Weise, z. B. hinsichtlich einer Frequenz, einer Phasenlage, einer Aufladezeit, einer Entladezeit usw. beeinflusst werden. Dieser Einfluss kann wiederum zur Lampentyper kennung genutzt werden. - Ein weiteres Ausführungsbeispiel veranschaulicht
5 . Dort ist anstelle eines einzelnen Bauelements26 eine Zusammenschaltung von Bauelementen in Gestalt eines Parallelresonanzkreises bestehend aus der Spule33 und dem Kondensator32 vorgesehen. Die Messschaltung30 ist hier dazu eingerichtet, die Resonanzfrequenz oder irgendeinen anderen charakteristischen Wert dieses Schwingkreises zu messen, beispielsweise eine Phasenverschiebung bei einer gegebenen Frequenz. Ansonsten gilt die vorige Beschreibung wiederum entsprechend. -
6 wandelt die Ausführungsform nach5 ab, indem anstelle des Parallelresonanzkreises ein Reihenresonanzkreis vorgesehen ist, der wiederum aus dem Kondensator32 und de Spule33 besteht. Die Messschaltung30 dient zur Bestimmung irgendeiner charakteristischen Eigenschaft des Reihenresonanzkreises. - Insbesondere zum Kaltstart von Leuchtstofflampen ist ein elektronisches Vorschaltgerät
2 vorgesehen, das mit einem Kodierungselement18 zusammenarbeitet. Dieses Kodierungselement18 ist zwischen die Lampenfassung13 und die Leuchtstofflampe3 geschaltet. Es kann fest mit der Leuchtstofflampe3 verbunden oder als Zwischenstecker ausgebildet sein. Es enthält eine Brücke zur elektrischen Verbindung der Anschlussstifte9 ,10 der Leuchtstofflampe, wobei diese niederohmig mit einem Kontaktstift20 des Kodierungselements verbunden sind. Ein elektrisches Bauelement26 verbindet die Kontaktstifte19 ,20 des Kodierungsbauelements18 . Eine Messschaltung30 des elektronischen Vorschaltgeräts2 oder eines gesonderten Steuergeräts misst einen elektrischen Kennwert, beispielsweise den elektrischen Widerstand dieses Bauelements26 und richtet den Betrieb des Vorschaltgeräts2 dementsprechend ein. Auf diese Weise kann einfach und zuverlässig eine Lampentyperkennung vorgenommen werden. -
- 1
- Beleuchtungseinrichtung
- 2
- Vorschaltgerät
- 3
- Gasentladungslampe
- 4
- Rohr
- 5, 6
- Elektroden
- 7, 8
- Lampensockel
- 9, 10, 11, 12
- Anschlussstifte
- 13, 14
- Fassungen
- 15, 16, 17
- Leitungen
- 18
- Kodierungselement, Kodierungselement als Zwischenstecker
- 19, 20
- Kontaktstifte
- 21
- Isolierstoffkörper
- 22
- Innenraum
- 23, 24
- Kontakte
- 26
- Bauelement
- 27
- Widerstand
- 28
- Leistungsendstufe
- 29
- Steuerschaltung
- 30
- Messschaltung
- 31
- Zuordnungsschaltung
- 32
- Kondensator
- 33
- Spule
Claims (15)
- Kodierungselement (
18 ) für eine Niederdruck-Gasentladungslampe (2 ), vorzugsweise mit Zweistiftanschluss, mit einem Isolatorkörper (21 ), der dazu eingerichtet ist, wenigstens einen Anschlussstift (10 ) der Gasentladungslampe (3 ) aufzunehmen, mit einem Kontaktmittel (23 ), das in dem Isolatorkörper (21 ) angeordnet und dazu eingerichtet ist, den Anschlussstift (10 ) der Gasentladungslampe (3 ) elektrisch zu kontaktieren, mit wenigstens zwei Kontaktstiften (19 ,20 ) zum Anschluss an eine Lampenfassung, die aus dem Isolatorkörper (21 ) ragen und von denen zumindest einer zur Stromversorgung der Gasentladungslampe (3 ) dient, und mit wenigstens einem elektrischen Bauelement (26 ), das in oder an dem Isolatorkörper (21 ) untergebracht und mit beiden Kontaktstiften (19 ,20 ) verbunden ist, um mit seiner elektrischen Eigenschaft einem anzuschließenden Vorschaltgerät (2 ) den Lampentyp zu signalisieren, wobei das Kodierungselement als Zwischenstecker ausgebildet ist. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Isolatorkörper (
21 ) eine elektrische Brücke (25 ) vorgesehen ist, die die Anschlussstifte (9 ,10 ) der Gasentladungslampe (3 ) elektrisch kurzschließt. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktmittel (
23 ) unmittelbar mit einem der Kontaktstifte (10 ) verbunden ist. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (
26 ) nur zwei Anschlüsse aufweist. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Anschlüsse mit einem der Kontaktstifte (
19 ) und der andere Anschluss mit dem anderen Kontaktstift (20 ) verbunden ist. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (
26 ) ein elektrischer Widerstand (27 ) ist. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (
26 ) ein Kondensator (32 ) ist. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauelement (
26 ) eine Spule (33 ) ist. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Bauelemente (
32 ,33 ) vorgesehen sind, die miteinander in Reihe geschaltet sind. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Bauelemente (
32 ,33 ) vorgesehen sind, die zueinander parallel geschaltet sind. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauelemente (
32 ,33 ) eine Schaltung mit frequenzabhängiger Impedanz bilden. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolatorkörper (
21 ) eine Scheiben- oder Zylinderform aufweist und an einer Seite mit Öffnungen zur Aufnahme der Anschlussstifte (9 ,10 ) der Gasentladungslampe (3 ) und an der gegenüberliegenden Seite mit den Kontaktstiften (19 ,20 ) versehen ist. - Kodierungselement als Zwischenstecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierung der Kontaktstifte (
19 ,20 ) der Positionierung der Anschlussstifte (9 ,10 ) entspricht, wobei die Kontaktstifte (10 ,20 ) vorzugsweise zu den Anschlussstiften (9 ,10 ) fluchtend angeordnet sind. - Beleuchtungsanordnung mit mindesten einer Gasentladungslampe, die mit dem Kodierungselement als Zwischenstecker (
18 ) nach Anspruch 1 versehen ist, und mit mindestens einem Vorschaltgerät (2 ), das mindestens eine elektrische Eigenschaft zwischen den Kontaktstiften (10 ,20 ) misst und anhand dieser den Betrieb der Gasentladungslampe (3 ) steuert. - Beleuchtungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorschaltgerät (
2 ) eine Vorga beeinrichtung aufweist, die Betriebsdaten (D1, D2, D3) für verschiedene Typen von Gasentladungslampen (3 ) vorgibt sind, wobei den Betriebsdaten elektrische Kennwerte der Bauelemente (26 ) verschiedener Kodierungselemente (18 ) zugeordnet sind, und wobei das Vorschaltgerät (2 ) eine Auswahleinrichtung (31 ) aufweist, die diejenigen Betriebsdaten zum Betrieb der Gasentladungslampe (3 ) auswählt, die durch den elektrischen Kennwert des Bauelements (26 ) des angeschlossenen Kodierungselements (18 ) spezifiziert sind.
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