DE102008018816A1 - Schaltwalze zur Übertragung von Schalt- und/oder Wählbewegungen - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Schaltwalze zur Übertragung von Schalt- und/oder Wählbewegungen auf ein Getriebe, insbesondere auf ein Zahnräderwechselgetriebe, wobei die Schaltwalze einen Grundkörper und mindestens eine radial orientierte Kunststoffführungsfläche aufweist, wobei die Kunststoffführungsfläche den Grundkörper zumindest abschnittsweise umläuft und zur axialen Führung eines Mitnehmers ausgebildet ist.
- Schaltwalzen dienen im Allgemeinen zur Übertragung von Schalt- und/oder Wählbewegungen, wobei durch ein Drehen oder Schwenken der Schaltwalze um die eigene Längsachse über fest in bzw. an der Schaltwalze angeordnete Führungsflächen ein Mitnehmer in axialer Richtung geführt wird, um die Schalt- oder Wählbewegung an ein Getriebe zu übertragen. Beispielsweise werden derartige Schaltwalzen zum Schalten von Getrieben, insbesondere Zahnräderwechselgetrieben von Fahrzeugen, beispielsweise Motorrädern, eingesetzt.
- Aus der Offenlegungsschrift
DE 195 258 34 A1 ist beispielsweise ein Verfahren zum Herstellen von in Getrieben einsetzbaren Schaltungsteilen bekannt, wobei vorgeschlagen wird, die Schaltungsteile aus einem hochmolekular vernetzenden Kunststoff herzustellen. Vorteile werden hierbei in der kostengünstigen Herstellung und dem geringen Gewicht der Schaltungsteile gesehen. Als Beispiele für derartige Schaltungsteile werden Schaltgabeln, Schaltklauen oder Schalthebel vorgeschlagen. - Die Offenlegungsschrift
DE 196 04 885 A1 betrifft eine Schaltwelle zum Schalten von Funktionen von Geschwindigkeitswechselgetrieben, insbesondere Kraftfahrzeugen, wobei die Schaltwelle mehrere radial abragende Arme aufweist, die mit Schalteinrichtungen des Getriebes kommunizieren. Zur Erzielung einer baulich einfachen und fertigungstechnisch günstigen Konstruktion ist die Schaltwelle aus Metall ausgebildet und teilweise mit Kunststoff umspritzt. - Den wohl nächstkommenden Stand der Technik bildet die Offenlegungsschrift
DE 195 28 460 A1 , welche eine Schaltwalze, insbesondere für ein Getriebe, betrifft, wobei der Schaltwalzenhauptkörper aus Kunststoff besteht. Diese Schaltwalze umfasst Einzelelemente mit Seitenflächen, wobei die Seitenflächen jeweils ein korrespondierendes Flächenpaar bilden, welches eine Schaltnut zur axialen Führung eines Mitnehmers formen. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Schaltwalze zu entwerfen, welche bei guten Funktionseigenschaften kostengünstig herstellbar ist.
- Diese Aufgabe wird durch eine Schaltwalze mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte oder vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
- Die erfindungsgemäße Schaltwalze ist für eine Schaltvorrichtung von einem Getriebe, insbesondere einem Zahnräderwechselgetriebe für Kraftfahrzeuge, bevorzugt für Motorräder, geeignet und/oder ausgebildet. Sie dient insbeson dere dazu, eine Schalt- und/oder Wählbewegung, welche als Dreh- und/oder Schwenkbewegung der Schaltwalze ausgebildet ist, in einen linearen und/oder axialen Versatz eines Mitnehmers, welcher separat zu der Schaltwalze ausgebildet ist und mit dem Getriebe kommuniziert, relativ zu der Schaltwalze umzusetzen. Der Mitnehmer ist bevorzugt als Schaltelement, zum Beispiel als Schaltgabel oder als Schaltfinger ausgebildet.
- Die Schaltwalze weist einen Grundkörper auf, welcher beispielsweise zylinderförmig oder -ähnlich ausgebildet ist, und der durch dessen Längserstreckung und/oder Schwenkachse eine axiale Richtung und davon abgeleitet eine radiale Richtung sowie eine Umlaufrichtung definiert. Der Mitnehmer wird somit bei dem axialen Versatz in Richtung der Längserstreckung und/oder der Schwenkachse verschoben.
- Die Schaltwalze und/oder der Grundkörper weist bzw. weisen mindestens eine radial orientierte Kunststoffführungsfläche auf, welche den Grundkörper in Umlaufrichtung zumindest abschnittsweise umläuft und zur axialen Führung des Mitnehmers ausgebildet ist. Insbesondere bildet die Kunststoffführungsfläche einen Teil einer Kulissen- und/oder Kurvenbahnführung, welche die Schalt- und/oder Wählbewegung an den Mitnehmer überträgt.
- Im Rahmen der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Grundkörper der Schaltwalze aus Metall bzw. aus einem metallischen Werkstoff ausgebildet ist.
- Eine Überlegung der Erfindung ist es, Abschnitte der Schaltwalze mit großer mechanischer Belastung im Betrieb aus einem stark widerstandsfähigen Material, also Metall, auszubilden. Abschnitte der Schaltwalze, bei denen eher die Genauigkeit im Vordergrund steht, werden dagegen aus Kunststoff gefertigt, da eine genaue Formgebung bei Kunststoff einfacher bzw. mit geringerem Aufwand als bei Metall oder metallischen Werkstoffen zu erreichen ist. Die Schaltwalze wird somit in einem belastungs- und funktionsgerechten Materialmix konzipiert.
- Um den Gedanken der Erfindung zu verdeutlichen, wird bei einer bevorzugten Ausführungsform vorgeschlagen, dass die Kunststoffführungsfläche eine Kurvenbahn beschreibt, auf die der Mitnehmer geführt wird. Entlang der Kurvenbahn ändert sich aufgrund der Führung durch die Kunststoffführungsfläche die axiale Position des Mitnehmers.
- Obwohl es prinzipiell im Rahmen der Erfindung liegt, dass die Kunststoffführungsfläche durch einen auf Abschnitte der Schaltwalze oder Zwischenelemente aufgespritzten Kunststoffabschnitt gebildet wird, ist es bevorzugt, dass die Kunststoffführungsfläche auf einem Kunststoffeinsatz ausgebildet ist, welcher als separater Körper auf dem Grundkörper aufgesetzt ist. Der Kunststoffeinsatz kann unmittelbar auf dem Grundkörper aufgesetzt sein, bei bevorzugten Abwandlungen wird der Kunststoffeinsatz jedoch auf mindestens einem Zwischenelement, das von dem Grundkörper getragen wird, aufgesetzt. Insbesondere wird der Kunststoffeinsatz ohne den Grundkörper in einem separaten Werkzeug gefertigt.
- Eine bevorzugte Ausführungsform für ein derartiges Zwischenelement wird durch eine Segmentscheibe – auch Kurvenbahnträger genannt – gebildet, welche den Kunststoffeinsatz und/oder die Kunststoffführungsfläche trägt. Dabei ist es bevorzugt, dass der Kunststoffeinsatz auf der Segmentscheibe form- und/oder kraftschlüssig gehalten wird. Beispielsweise wird der Kunststoffeinsatz über die Segmentscheibe gestülpt und/oder in die Segmentscheibe eingeclipst.
- Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Segmentscheibe aus einem metallischen Werkstoff bzw. Metall ausgebildet. Diese Weiterbildung unterstreicht nochmals die erfinderische Idee, das Material für die Schaltwalze bzw. deren Abschnitte belastungs- und/oder funktionsgerecht einzusetzen. Bei dieser Weiterbildung werden in axialer Richtung wirkende Kräfte über den Kunststoffeinsatz bzw. die Kunststoffführungsfläche auf die metallische Segmentscheibe übertragen und von dort aus in den Grundkörper abgeleitet. Der Kraftflussrichtungsänderungen bzw. stark belastete Bereiche werden somit weitgehend in metallischen Abschnitten der Schaltwalze umgesetzt.
- Alternativ oder ergänzend ist die Segmentscheibe mit dem Grundkörper stoffschlüssig, beispielsweise durch schweißen, verbunden. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform dieser Weiterbildung weist die Segmentscheibe einen axial auskragenden Befestigungsvorsprung, insbesondere einen Stutzen oder Rohrabschnitt, auf, welcher den Grundkörper in radialer Richtung zumindest abschnittsweise formschlüssig umgreift.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Schaltwalze mindestens zwei der Kunststoffführungsflächen auf, welche gemeinsam einen Schalt- und/oder Wählkanal und/oder -steg für den Mitnehmer bilden. Für den Fall eines Schalt- und/oder Wählkanals ist der Mitnehmer beispielsweise als ein Mitnehmerfinger ausgebildet, welcher in den Kanal eingreift. Bei einer Ausführung als Schalt- und/oder Wählsteg ist der Mitnehmer zum Beispiel als eine Gabel realisiert, welche den Steg beidseitig umgreift. Sowohl Steg als auch Kanal verlaufen entlang der Kurvenbahn.
- Bei einer Weiterbildung der Erfindung sind die zwei Kunststoffführungsflächen zueinander zugewandt und auf zwei separaten Kunststoffeinsätzen angeordnet. Beispielsweise ist auf einer ersten Segmentscheibe ein erster Kunststoffeinsatz und auf einer zweiten Segmentscheibe ein zweiter Kunststoffeinsatz positioniert, welche jeweils eine Kunststoffführungsfläche aufweisen, welche gemeinsam den Schalt- und/oder Wählkanal bilden. Bei einer anderen Weiterbildung der Erfindung sind die Kunststoffführungsflächen auf einem gemeinsamen Kunststoffeinsatz angeordnet. Dies hat den Vorteil, dass die beiden Kunststoffführungsflächen zueinander sehr genau angeordnet werden können, da diese aus einem gemeinsamen Werkzeug stammen. Vorzugsweise weist der gemeinsame Kunststoffeinsatz eine Schalt- und/oder Wählnut als Kanal auf.
- Bei einer praxisnahen Realisierung der Erfindung umgreift der Kunststoffeinsatz den radialen Randbereich der zugeordneten Segmentscheibe formschlüssig. Beispielsweise weist der Kunststoffeinsatz einen radial nach innen geöffneten Kanal auf, in den der radiale Randbereich der zugeordneten Segmentscheibe eingelegt wird. Der Kunststoffeinsatz kann entlang der Umlaufrichtung geschlossen ausgebildet sein, so dass der Kanal einen Endloskanal bildet. Bei alternativen Ausführungsformen ist der Kunststoffeinsatz zumindest in Hinsicht auf den Kanal unterbrochen ausgebildet, so dass der Kunststoffeinsatz in einfacher Weise auf die zugeordnete Segmentscheibe aufgesetzt werden kann.
- Alternativ oder ergänzend zeigt der Kunststoffeinsatz Formschlussorgane, die in Aufnahmen der Segmentscheibe(n) formschlüssig eingreifen. Derartige Formschlussorgane können beispielsweise als axial ausgerichtete Stifte, Nocken oder Noppen ausgebildet sein, welche in korrespondierend dazu ausgebildete Aufnahmen, insbesondere Öffnungen der Segmentscheibe bzw. Scheiben eingreifen.
- Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Segmentscheiben im Bereich der axialen Projektion der Kunststoffführungsflächen parallel zu der Kurvenbahn verlaufend ausgebildet. Bei dieser Ausführungsform ist es möglich, mehrere Kurvenbahnen auf einer Schaltwalze mit geringem axialen Abstand zueinander zu positionieren, da die Steigungen der Kurvenbahnen in axialer Richtung zueinander in Umlaufrichtung versetzt angeordnet werden können.
- Es ist jedoch auch möglich, den Steigungsverlauf in Umlaufrichtung der Segmentscheibe in dem gesagten Bereich nur näherungsweise an die Kurvenbahn anzugleichen, um Fertigungskosten zu sparen. Die Bauraumersparnis ist bei dieser Ausführungsform in analoger Weise erreicht, die genaue Führung des Mitnehmers kann dagegen durch eine genaue Kurvenbahn, welche durch die Kunststoffführungsfläche bzw. -flächen realisiert ist, erreicht werden.
- Weitere Merkmale, Vorteile und Wirkungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie den beigefügten Figuren. Dabei zeigen:
-
1 einen schematischen Längsschnitt durch eine Schaltwalze als ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung; -
2a , b, c zwei Segmentscheiben bzw. einen Kunststoffeinsatz in schematischer dreidimensionaler Explosionsdarstellung der Schaltwalze in1 ; -
3 einen schematischen Längsschnitt durch eine Schaltwalze als ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung; -
4a , b, c, d zwei Segmentscheiben bzw. zwei Kunststoffeinsätze in schematischer dreidimensionaler Explosionsdarstellung der Schaltwalze in3 . - Gleiche oder einander entsprechende Teile sind in den Figuren jeweils mit gleichen bzw. entsprechenden Bezugszeichen versehen.
- Die
1 zeigt in einer schematischen Längsschnittdarstellung eine Schaltwalze1 , welche ausgebildet ist, durch eine Drehung oder Verschwenkung um deren Längsachse2 einen nur gestrichelt dargestellten Mitnehmer3 in axialer Richtung, also in Richtung oder Gegenrichtung der Längsachse2 zu verschieben. - Die Schaltwalze
1 bildet ein Zwischenglied zur Übertragung von Schalt- bzw. Wählbewegungen, insbesondere von einem Fuß- oder Handschalthebels eines Motorrads zu einem Getriebe des Motorrads. - Die Schaltwalze
1 weist einen nur schematisch dargestellten Grundkörper4 auf, welcher aus Metall ausgebildet ist und auf dem zur Bildung einer Kurven bahn zur Führung des Mitnehmers3 eine Baugruppe bestehend aus zwei Segmentscheiben5a ,5b und einem Kunststoffeinsatz6 angeordnet sind, wobei die Segmentscheiben5a ,5b den Kunststoffeinsatz6 in axialer Richtung beidseitig haltend tragen. Optional weist die Schaltwalze1 eine Mehrzahl derartiger Baugruppen auf, welche zueinander in axialer Richtung und in Umlaufrichtung versetzt bzw. verdreht angeordnet sind. - Die Segmentscheiben
5a , b bestehen aus einem metallischen Werkstoff und weisen einen rohrähnlich auskragenden Stutzen7a ,7b auf, welche jeweils einen freien Innendurchmesser zur Aufnahme des Grundkörper4 aufweisen. Segmentscheiben5a , b und Grundkörper4 sind miteinander bevorzugt stoffschlüssig verbunden. In radialer Richtung erstrecken sich Scheiben8a ,8b , welche die Kontur der Kurvenbahn tragen, wie nachfolgend noch im Zusammenhang mit den2a bis c erläutert wird. Zwischen den Segmentscheiben5a und b ist der Kunststoffeinsatz6 angeordnet und formschlüssig gehalten. Der Kunststoffeinsatz6 ist als ein geschlossener Ring ausgebildet und weist eine Schaltnut9 auf, welche zumindest abschnittsweise um den Grundkörper4 in Umlaufrichtung verläuft. Die Schaltnut9 weist in dem gezeigten Längsschnitt einen rechteckigen freien Querschnitt auf, in dem der Mitnehmer3 in axialer Richtung geführt wird. - Bei der in der
1 gezeigten Ausführungsform ist der freie Innendurchmesser des Kunststoffeinsatzes6 größer ausgebildet als der Außendurchmesser des Stutzens7b was zu einer zusätzlichen Materialersparnis führt. Bei alternativen Ausführungsformen kann der Kunststoffeinsatz6 auch formschlüssig in radialer Richtung auf dem Grundkörper4 oder dem Stutzen7b aufliegen. Da der Kunststoffeinsatz6 maßgeblich Kräfte in axialer Richtung aufnimmt, ist die gezeigte Abstützung ausreichend. - Durch die Seitenwände der Schaltnut
9 werden zwei Kunststoffführungsflächen10a ,10b definiert, welche radial orientiert sind und die eigentliche Führung des Mitnehmers3 in axialer Richtung übernehmen. - Bei der vorliegenden Konstruktion wird die Kurvenbahn für den Mitnehmer
3 mit einer höheren Präzision bei zugleich günstigen Fertigungskosten in dem Kunststoffeinsatz6 dargestellt, wohingegen die Funktion der Segmentscheiben5a , b sich auf eine Haltefunktion des Kunststoffeinsatzes6 beschränkt. - Die
2a , b, c zeigen in einer schematischen dreidimensionalen Explosionsdarstellung die in der1 auf die Schaltwalze1 aufgesetzte Baugruppe bestehend aus den Segmentscheiben5a ,5b und dem Kunststoffeinsatz6 . In Umlaufrichtung betrachtet weisen sowohl die Segmentscheiben5a , b, als auch der Kunststoffeinsatz einen in axialer Richtung an- bzw. absteigenden Kurvenabschnitt11a ,11b und11c auf, welcher jeweils parallel oder zumindest gleichorientiert zu der Kurvenbahn für den Mitnehmer3 ausgebildet sind. Die eigentliche Kurvenbahn zur Führung des Mitnehmers3 wird jedoch durch die Schaltnut9 in dem Kunststoffeinsatz6 gebildet. - Durch die Übernahme der Kontur der Kurvenbahn auf die Segmentscheiben
5a ,5b können mehrere Baugruppen sehr platzsparend nebeneinander arrangiert werden, indem die Kurvenabschnitte11a , b, c der einzelnen Baugruppen zueinander in Umlaufrichtung versetzt angeordnet werden. Des Weiteren wird der Kunststoffeinsatz6 hinsichtlich von Kräften, welche in Umfangsrichtung wirken, formschlüssig gehalten. - Als Befestigungsmittel zur Befestigung des Kunststoffeinsatzes
6 zwischen den Segmentscheiben5a , b weist der Kunststoffeinsatz6 eine Mehrzahl von angeformten Stiften12 auf, welche jeweils in korrespondierende Aufnahmen, insbesondere Durchgangslöcher13 der Segmentscheiben5a , b aufgenommen werden. - Die
3 zeigt eine Abwandlung der Schaltwalze1 in der1 als ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die4a , b, c, d zeigen die Baugruppe, welche in der3 auf den Grundkörper4 der Schaltwalze1 aufgesetzt ist, in einer schematischen, dreidimensionalen Explosionsdarstellung. Im Vergleich zu dem ersten Ausführungsbeispiel sind bei dem zweiten Ausführungsbeispiel zwar die Segmentscheiben5a , b (bis auf die Durchgangslöcher13 ) analog bzw. ähnlich wie in den vorhergehenden Figuren ausgebildet, zur Beschreibung der Segmentscheiben wird daher auf die vorhergehenden Figuren verwiesen. Als wesentlicher Unterschied zeigt die Schaltwalze1 in der3 statt eines einzigen Kunststoffeinsatzes6 zwei getrennte Kunststoffeinsätze14a ,14b , wobei jeweils ein Kunststoffeinsatz14a bzw.14b einer der beiden Segmentscheiben5a , b zugeordnet ist. - Jede der Kunststoffeinsätze
14a ,14b ist ringartig und bevorzugt in Umlaufrichtung geschlossen ausgebildet und jeweils über den radialen Randbereich der zugeordneten Segmentscheibe5a bzw.5b gestülpt. Alternativ oder ergänzend können die Kunststoffeinsätze14a , b auch an einer Stelle gesprengt sein, um eine Montage zu erleichtern. - In der in der
3 gezeigten Längsschnittdarstellung zeigen die Kunststoffeinsätze14a , b eine u-förmige Gestalt, wobei durch den freien Innenraum des Us die Randbereiche der Segmentscheiben5a , b aufgenommen sind, so dass die Kunststoffeinsätze14a , b formschlüssig auf den Segmentscheiben5a , b sitzen. Die zueinander gewandten Seitenflächen der Kunststoffeinsätze14a ,14b bilden – analog wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel – Kunststoffführungsflächen10a bzw.10b , welche im Sinne eines Führungskanals zur seitlichen Führung des gestrichelt dargestellten Mitnehmers3 entlang der Kurvenbahn ausgebildet sind. - Wie sich insbesondere aus den
4a bis d ergibt zeigen die Segmentscheiben5a ,5b sowie die Kunststoffeinsätze14a ,14b jeweils diametral gegenüberliegende Kurvenbahnabschnitte welche Steigungen in axialer Richtung aufweisen. - Bei abgewandelten Ausführungsformen der Erfindung ist pro Baugruppe nur eine Segmentscheibe vorgesehen, auf der ein Kunststoffeinsatz analog ausgebildet zu den Ausführungsformen in der
4b bzw.4c aufgesetzt, wobei der Mitnehmer3 als ein gabelähnlicher Mitnehmer ausgebildet ist, welcher sich beidseitig an dem Kunststoffeinsatz14a , b abstützt, so dass der Kunststoffeinsatz14a bzw.14b einen Führungssteg bildet. -
- 1
- Schaltwalze
- 2
- Längsachse
- 3
- Mitnehmer
- 4
- Grundkörper
- 5a, b
- Segmentscheiben
- 6
- Kunststoffeinsatz
- 7a, b
- Stutzen
- 8a, b
- Scheibe
- 9
- Schaltnut
- 10a, b,
- Kunststoffführungsfläche
- 11a, b, c
- Kurvenabschnitt
- 12a, b, c
- Stift
- 13a, b, c
- Durchgangslöcher
- 14a, b, c, d
- Kunststoffeinsatz
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 19525834 A1 [0003]
- - DE 19604885 A1 [0004]
- - DE 19528460 A [0005]
Claims (12)
- Schaltwalze (
1 ) zur Übertragung von Schalt- und/oder Wählbewegungen auf ein Getriebe, insbesondere auf ein Zahnräderwechselgetriebe, mit einem Grundkörper (4 ), mit mindestens einer radial orientierten Kunststoffführungsfläche (10a , b), welche den Grundkörper (4 ) zumindest abschnittsweise umläuft und zur axialen Führung eines Mitnehmers (3 ) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (4 ) aus Metall ausgebildet ist. - Schaltwalze (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffführungsfläche (10a , b) eine Kurvenbahn beschreibt, auf die der Mitnehmer (3 ) geführt wird. - Schaltwalze (
1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffführungsfläche (10a , b) auf einem Kunststoffeinsatz (6 ,14a ,14b ) ausgebildet ist, welcher als separater Körper auf dem Grundkörper (4 ) und/oder auf einem Zwischenelement (5a ,5b ) aufgesetzt ist. - Schaltwalze (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens eine Segmentscheibe (5a ,5b ), welche den Kunststoffeinsatz (6 ,14a ,14b ) und/oder die Kunststoffführungsfläche (10a ,10b ) trägt. - Schaltwalze (
1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmentscheibe (5a ,5b ) aus einem metallischen Werkstoff und/oder mit dem Grundkörper (4 ) stoffschlüssig verbunden ist. - Schaltwalze (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zwei der Kunststoffführungsflächen (10a ,10b ), welche gemeinsam einen Schalt- und/oder Wählkanal (9 ) und/oder -steg für den Mitnehmer (3 ) bilden. - Schaltwalze (
1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Kunststoffführungsflächen (10a ,10b ) auf zwei separaten Kunststoffeinsätzen (14a ,14b ) angeordnet sind. - Schaltwalze (
1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffführungsflächen (10a ,10b ) auf einem gemeinsamen Kunststoffeinsatz (6 ) angeordnet sind und vorzugsweise einen Teil einer Schalt- und/oder Wählnut (9 ) bilden. - Schaltwalze (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Kunststoffeinsätze (6 ,14a ,14b ) den radialen Randbereich der zugeordnete Segmentscheibe (5a ,5b ) formschlüssig umgreift bzw. umgreifen. - Schaltwalze (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffeinsatz (6 ,14a ,14b ) Formschlussorgane (12 ) aufweist, die in Aufnahmen (13 ) der Segmentscheiben (5a ,5b ) formschlüssig eingreifen. - Schaltwalze (
1 ) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschlussorgane als axial ausgerichtete Stifte (12 ) ausgebildet sind. - Schaltwalze (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmentscheibe (5a ,5b ) im Bereich der axialen Projektion der Kunststoffführungsflächen (10a ,10b ) in axialer Richtung parallel und/oder in Umlaufrichtung mit analoger Steigung wie die Kurvenbahn verläuft.
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2008
- 2008-04-15 DE DE200810018816 patent/DE102008018816A1/de not_active Withdrawn
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