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Die
Erfindung betrifft ein modulares Werkzeugsystem gemäß der Präambel des
Anspruchs 1 sowie ein modulares Werkzeugsystem gemäß der Präambel des
Anspruchs 17.
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Im
Sanitär-
und Heizungsbereich werden einerseits Werkzeuge beispielsweise zum
Entlüften
einer Heizungsanlage benötigt,
andererseits benötigt ein
Installateur auch Werkzeuge beispielsweise zum Auswechseln von Strahlreglern
bzw. Luftsprudlern, wenn diese z. B. verkalkt oder defekt sind.
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Hier
sind viele Arten von Strahlregler-Systemen bekannt. Eines von ihnen
umfasst einen Strahlregler, der ein Innenteil mit einem Gewinde
aufweist, das direkt in eine Armatur geschraubt wird. Hierdurch ist
der Strahlregler von außen
nicht sichtbar, was der Armatur ein besonders ansprechendes äußeres Erscheinungsbild
verleiht.
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Jedoch
ist durch das vollständige
Versenken des Strahlreglers in der Armatur die Demontage problematisch.
Hierfür
ist ein spezielles Werkzeug erforderlich, mittels welchem der eingelassene
Strahlregler aus der Armatur herausgeschraubt werden kann. Eine
an der stromabwärtigen
Seite des Strahlreglers ausgebildete kronenartige Profilierung mit
rechteckigen Vertiefungen und Vorsprüngen dient dabei als Werkzeugangriffsfläche, in
die ein entsprechendes Werkzeug eingreifen kann, um den Strahlregler
dann aus der Armatur herauszuschrauben.
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Im
Stand der Technik zu diesem Zweck bekannte Werkzeuge weisen daher
eine entsprechend formkongruent zu der Werkzeugangriffsfläche ausgebildete
Krone mit einem daran angeformten Griff zum Handhaben des Werkzeugs
auf. Da es jedoch unterschiedliche Größen von Strahlreglern bzw.
Strahlregler mit unterschiedlichen Durchmessern gibt, wird eine
Vielzahl dieser Werkzeuge mit entsprechend unterschiedlichen Durchmessern
benötigt.
Um den Platzbedarf gering zu halten, sind die bekannten Werkzeuge
zum Demontieren der Strahlregler des oben genannten Typs klein hergestellt,
insbesondere mit einem kurzen Griff, was die Handhabung für einen
Installateur schwierig macht. Ein weiteres Problem bei der Viehlzahl
von einzelnen Werkzeugen besteht darüber hinaus darin, dass diese
leicht verloren gehen können.
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Daher
ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein modulares Werkzeugsystem
zu schaffen, das die oben genannten Probleme des Standes der Technik überwindet
und das insbesondere mehrere Funktionen in einem Werkzeug auf platzsparende
Weise vereint.
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Gemäß der Erfindung
wird ein modulares Werkzeugsystem mit einer im Wesentlichen länglich als
Werkzeughalter ausgebildeten Grundplatte, welche eine Oberseite,
eine Unterseite, ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist,
zumindest einem Werkzeug zum Abmontieren und Montieren eines Siebstrahlreglers
für wasserführende Armaturen,
und mit einem Gehäuse
bereitgestellt, wobei auf der Unterseite der Grundplatte an dem
ersten Ende ein Vorsprung mit einem daran ausgebildeten Vierkantschlüssel und
an dem zweiten Ende ein Vorsprung mit einem darin ausgebildeten
Innenvierkant vorgesehen sind, und wobei zumindest ein weiterer
als Vierkant ausgebildeter Vorsprung, welcher im Wesentlichen auf
der Längsachse
der Grundplatte angeordnet ist, auf der Unterseite der Grundplatte
vorgesehen ist. Erfindungsgemäß ist das
zumindest eine Werkzeug zum Lösen
und Befestigen eines Siebstrahlreglers in der Mitte mit einer Vierkantausnehmung
versehen, um zur Lagerung auf dem zumindest einem weiteren als Vierkant
ausgebildeten Vorsprung aufsetzbar zu sein, und um zur Benutzung
des modularen Werkzeugsystems auf den an dem ersten Ende ausgebildeten
Vierkantschlüssel
aufsetzbar zu sein. Weiterhin weist gemäß der vorliegenden Erfindung das
Gehäuse
eine erste Gehäusehälfte und
eine zweite Gehäusehälfte auf,
die ausgebildet sind, um die Grundplatte, auf der die Werkzeuge
vorgesehen sind, darin aufzunehmen, wobei jede der zwei Gehäusehälften in
an der Grundplatte ausgebildeten Aussparungen einrastbar ist.
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Das
erfindungsgemäße Werkzeugsystem vereint
somit verschiedene Funktionen. Einerseits weist es einen Vierkantschlüssel auf,
der beispielsweise zum Entlüften
einer Heizung einsetzbar ist. Andererseits weist es zumindest ein
Werkzeug auf, welches zum Demontieren oder Montieren eines Siebstrahlreglers
verwendbar ist, wobei das Werkzeug in diesem Fall einfach auf den
Vierkantschlüssel
aufgesetzt wird. Darüber
hinaus kann über
den an dem gegenüberliegenden
Ende vorgesehenen Innenvierkant ein weiteres Werkzeug eingesetzt
werden, beispielsweise über
einen Adapter, der einen Schaft aufweist, der in den Innenvierkant
einsetzbar ist. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Werkzeugsystems
ist das gleichzeitige Vorsehen eines zweiteiligen Gehäuses, welches
an der Grundplatte einrastbar ist und, wenn das Werkzeugsystem nicht
benutzt wird, d. h. gelagert oder transportiert wird, als Schutz für das Werkzeug
dient und ein Verlieren der Einzelteile verhindert. Insbesondere
bildet das zweiteilige Gehäuse
in zusammengesteckter Form ein Etui, welches den Werkzeughalter
darin aufnimmt. Die Grundplatte bzw. Griffplatte selbst dient dabei
einerseits zur Werkzeugaufnahme und ist Bedien- und Funktionsteil;
sie dient aber andererseits auch als Fläche mit der Möglichkeit
zur Aufbringung von jeglicher Information oder Werbung.
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Vorzugsweise
ist die Werkzeughalter ausgebildete Grundplatte als Kronenwerkzeughalter
konfiguriert.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform weist
das modulare Werkzeugsystem drei als Vierkant ausgebildete Vorsprünge zum
Aufnehmen und Lagern des Werkzeugs auf, welche im Wesentlichen auf
der Längsachse
der Grundplatte vorgesehen sind, und welche jeweilig die gleichen
Längen-
und Breitenabmessungen wie der an dem ersten Ende der Grundplatte
vorgesehene Vierkantschlüssel
aufweisen. Somit kann das Werkzeug variabel auf jeden der als Vierkant
vorgesehenen Vorsprünge – je nach Bedarf
entweder zu Montagezwecken oder zu Lagerungs- und Aufbewahrungszwecken – aufgesetzt werden.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn der an dem ersten Ende der Grundplatte vorgesehene
Vierkantschlüssel
ein Entlüfterschlüssel für Heizungen ist.
Dies bietet einem Installateur die Möglichkeit, mit ein und demselben
Werkzeug verschiedene Arbeiten im Sanitär- und Heizungsbereich auszuführen.
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Gemäß noch einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind die drei Werkzeuge jeweilig auf den drei als Vierkant ausgebildeten
Vorsprüngen vorgesehen.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn das Werkzeug jeweils eine
erste Werkzeughälfte
und eine der ersten Werkzeug gegenüberliegende zweite Werkzeughälfte aufweist,
von denen zumindest eine als kreisförmiger Reliefschlüssel mit einem
Rand aufweisen, der mit einem kronenartigen Profil mit rechteckig
ausgebildeten Vertiefungen und rechteckig ausgebildeten Vorsprüngen versehen
ist. Dieses Profil ist angepasst, um in einen Strahlregler mit entsprechend
formkongruent ausgebildeten Vorsprüngen und Vertiefungen einzugreifen,
um diesen dann aus einem Gewinde in der Armatur herauszuschrauben
oder darin einzusetzen.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn die erste Werkzeughälfte und die zweite Werkzeughälfte jeweils
unterschiedliche Durchmesser aufweisen. Somit können auf besonders platzsparende
Weise pro Werkzeug zwei unterschiedliche Werkzeuggrößen bereitgestellt
werden. Bei einem Werkzeugsystem, welches drei Vierkantvorsprünge auf
der Grundplatte aufweist, wären
demzufolge sechs unterschiedliche Werkzeuggrößen vorhanden. Somit werden
vorteilhafterweise zwei größenunterschiedliche
Werkzeugteile bzw. zwei unterschiedliche Schlüssel in einem einzigen Modul
zusammengefasst.
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Vorteilhaft
ist darüber
hinaus, wenn die erste Werkzeughälfte
und die zweite Werkzeughälfte über ein
ringförmiges
Zwischenelement zusammengeführt sind,
wobei sich das ringförmige
Zwischenelement in Richtung zu der Werkzeughälfte mit dem kleineren Durchmesser
konisch verjüngt.
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Noch
bevorzugter ist es, wenn zumindest eine der ersten und zweiten Werkzeughälften einen geraden
Rand ohne kronenförmiges
Profil aufweist. Insbesondere ist die zumindest eine der ersten
und zweiten Werkzeughälften
mit parallelen Flächen
mit Gabelfunktion bzw. wie ein Gabelschlüssel ausgebildet. Der Rand
kann somit eine Form aufweisen, um einem Strahlregler eines anderen
Standardsystems zu entsprechen, so dass hierdurch eine weitere Funktion
des modularen Werkzeugsystems geschaffen wird.
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Vorzugsweise
ist die Grundplatte einstückig aus
Metall hergestellt. Alternativ kann die Grundplatte jedoch aus Kunststoff
hergestellt werden. Bevorzugte Herstellungsverfahren sind im Falle
des Metalls ein Metallgussverfahren und im Falle des Kunststoffes
ein Kunststoffgussverfahren. Die einstückige Herstellung mittels eines
derartigen Gussverfahrens schafft ein stabiles Werkzeug auf kostengünstige Weise.
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Die
Grundplatte und/oder das zumindest eine Werkzeug können gemäß noch einer
weiteren Ausführugnsform
aus Metall, einer Metalllegierung oder aus einem Kunststoff hergestellt
sein.
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Besonders
vorteilhaft ist auch, dass der an dem zweiten Ende der Grundplatte
ausgebildete Vorsprung mit einem Innenvierkant zur Aufnahme eines Adapters
ausgebildet ist. Der Adapter ist dabei vorzugsweise mit einem Vierkantschlüssel mit
Längen- und
Breitenabmessungen versehen, die von denen des Vierkantschlüssels an
dem ersten Ende der Grundplatte verschieden sind. Dies schafft noch
eine weitere Funktion bzw. ein zusätzliches Werkzeug des modularen
Werkzeugsystems.
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Vorzugsweise
ist die Oberseite der Grundplatte im Wesentlichen eben mit einer
flachen Vertiefung, insbesondere mit einer rechteckigen Vertiefung ausgebildet.
In die Vertiefung können
individuelle Aufschriften, z. B. Firmenlogos, gelasert, graviert oder
auf andere geeignete Weise aufgebracht werden. Beispielsweise ist
es auch möglich,
Firmennamen, Logos oder Werbung auf Haft- oder Klebeetiketten aufzudrucken
und diese auf die dafür
vorgesehene oben beschriebene Fläche
aufzukleben. Somit dient die Oberseite des modularen Werkzeugsystems
vorteilhafterweise auch als Werbeträger. Besonders bevorzugt ist
es, wenn z. B. Logos oder dergleichen bereits im Anspritz- oder
im Gießverfahren mit
eingebracht werden.
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Auch
ist bevorzugt, wenn die Unterseite der Grundplatte Vertiefungen
aufweist, welche jeweils zwischen zwei als Vierkant ausgebildeten
Vorsprüngen
ausgebildet sind. Diese Vertiefungen dienen sowohl zur Gewichtsreduzierung
des Werkzeugsystems als auch zur Kostenreduzierung aufgrund der dadurch
erzielten Materialersparnis.
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Gemäß noch einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist das Gehäuse
aus einem stabilen und griffigen Kunststoff hergestellt.
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Die
erste Gehäusehälfte kann
sich gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
im Wesentlichen über
2/3 der Grundplatte gegenüberliegend
dem ersten Ende der Grundplatte erstrecken, und dabei beim Einsatz
des Werkzeugsystems als Griff für
einen Benutzer dienen. Wenn ein Werkzeug an dem gegenüberliegenden
zweiten Ende eingesetzt werden soll, dann wird das Gehäuse einfach
von dem zweiten Ende abgezogen und auf der anderen Seite von dem ersten
Ende her aufgesetzt, um somit wieder als Griff für einen Benutzer zu dienen.
Da die erste Gehäusehälfte sich
in ihrer Länge über etwa
2/3 der Grundplatte erstreckt, bietet sie eine ergonomische Grifffläche für den Benutzer
mit einer guten Hebelwirkung.
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Besonders
bevorzugt ist es, wenn sich die zweite Gehäusehälfte im Wesentlichen über 1/3
der Grundplatte gegenüberliegend
dem zweiten Ende der Grundplatte erstreckt, und bei Benutzung des Werkzeugsystems,
insbesondere bei Benutzung des Werkzeugssystems zur Entlüftung einer
Heizung, von der Grundplatte entfernt wird und als Wasserauffangschale
dient.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird noch ein weiteres modulares Werkzeugsystem mit einer
im Wesentlichen länglich
ausgebildeten Grundplatte, welche eine Oberseite, eine Unterseite,
ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, wobei an dem ersten
Ende ein Vorsprung mit einem daran ausgebildeten Vierkantschlüssel, und
an dem zweiten Ende ein Griff zum Halten des Werkzeugs vorgesehen
sind, und mit zumindest einem Werkzeug bereitgestellt. Erfindungsgemäß dient
dabei der an dem ersten Ende ausgebildete Vierkantschlüssel sowohl als
Entlüfterschlüssel als
auch zur Aufnahme des zumindest einen Werkzeugs zum Lösen und
Befestigen eines Siebstrahlreglers. Das Werkzeug ist in der Mitte
mit einer Vierkantausnehmung versehen, um auf den an dem ersten
Ende ausgebildeten Vierkantschlüssel
aufsetzbar zu sein, und das zumindest eine Werkzeug weist eine erste
Werkzeughälfte
und eine der ersten Werkzeughälfte
gegenüberliegende
zweite Werkzeughälfte
auf, von denen zumindest eine als kreisförmiger Reliefschlüssel mit
Rand ausgebildet ist, der mit einem kronenartigen Profil mit rechteckig ausgebildeten
Vertiefungen und rechteckig ausgebildeten Vorsprüngen versehen ist.
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Das
erfindungsgemäße Werkzeugsystem vereint
somit mehrere Funktionen und bietet einem Installateur somit ein
Platz sparendes und vielseitig einsetzbares Werkzeug. Zu Aufbewahrungszwecken werden
sowohl das zumindest eine Werkzeug als auch die Grundplatte in einem
beispielsweise kastenförmigen
Behälter
untergebracht, z. B. in einem in etwa der Größe der Grundplatte und Werkzeuge
entsprechenden Karton oder einer Schachtel, deren Außenflächen individuell
bedruckbar sind.
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Vorzugsweise
weisen die erste Werkzeughälfte
und die zweite Werkzeughälfte
jeweils unterschiedliche Durchmesser auf. Es kann jedoch auch eine
Variante vorgesehen werden, gemäß welcher
jeweils nur eine Werkzeughälfte
als Werkzeugkrone ausgebildet ist.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
sind die erste Werkzeughälfte
und die zweite Werkzeughälfte über ein
ringförmiges
Zwischenelement zusammengeführt,
wobei sich das ringförmige
Zwischenelement in Richtung zu der Werkzeughälfte mit dem kleineren Durchmesser
konisch verjüngt.
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Zumindest
eine der ersten und zweiten Werkzeughälften können einen geraden Rand aufweisen.
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Besonders
bevorzugt ist die Grundplatte und das zumindest eine Werkzeug aus
Metall, insbesondere mittels eines Metallgussverfahrens, oder aus Kunststoff
mittels eines Spritzgußverfahrens
hergestellt.
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Von
Vorteil ist ebenfalls, wenn der Griff des modularen Werkzeugsystems
als Flachgriff ausgebildet ist. Der Flachgriff kann weiterhin gemäß noch einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
als Hohlgriff ausgeführt
sein. Dies reduziert das Gewicht des Werkzeugsystems und spart Materialkosten.
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Eine
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und
wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht einer Unterseite einer Grundplatte des erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems;
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2 eine
perspektivische Ansicht einer Oberseite einer Grundplatte des erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems;
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3 eine
perspektivische Ansicht einer Unterseite einer Grundplatte des erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems;
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4A–4F jeweils
perspektivische Ansichten eines Werkzeugs des erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems;
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5 eine
perspektivische Seitenansicht eines Adapters des erfindungsgemäßen modularen Werkzeugsystems;
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6 eine
schematische Ansicht eines Gehäuses
des erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems; und
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7 eine
perspektivische Ansicht eines weiteren erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems.
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Unterseite 1 einer Grundplatte 2 des
erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems. Die Grundplatte 2 ist im Wesentlichen
länglich
mit einer Längsachse
L in Form einer Ellipse ausgebildet. Die Unterseite 1 der
Grundplatte 2 dient als Träger für zumindest ein Werkzeug (nicht
dargestellt). Hierzu ist die Unterseite 1 der Grundplatte 2 mit
drei als Vierkant 4 ausgebildeten Vorsprüngen 3 ausgebildet,
die senkrecht von der Grundplatte 2 abragen und in im Wesentlichen
gleichen Abständen
zueinander auf der Längsachse
L der Grundplatte 2 mittig angeordnet sind. Jeweils zwischen
zwei nebeneinander liegenden als Vierkant 4 ausgebildeten
Vorsprüngen
ist eine rechteckige Vertiefung 5 in der Oberfläche der Grundplatte 2 vorgesehen.
Die Grundplatte 2 weist weiterhin ein erstes Ende 6 und
ein zweites Ende 7 auf. An dem ersten Ende 7 ist
auf der Unterseite 1 der Grundplatte 2 ein weiterer
im wesentlichen senkrecht von der Grundplatte 2 abragender
Vorsprung mit einem daran ausgebildeten Vierkantschlüssel 8 vorgesehen,
der sowohl als Entlüfterschlüssel für eine Heizungsanlage
als auch als Aufnahme für
ein eine andere Funktion aufweisendes Werkzeug (nicht dargestellt)
dient. An dem zweiten Ende 7, welches dem ersten Ende 6 gegenüberliegt,
ist ein weiterer Vorsprung mit einem darin ausgebildeten Innenvierkant 9 ausgebildet,
der zur Aufnahme eines Adapters (nicht gezeigt) für ein weiteres
Werkzeug dient und dem Werkzeugsystem somit eine weitere zusätzliche Funktion
verleiht.
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2 zeigt
eine perspektivische Ansicht einer Oberseite 10 der Grundplatte 2 des
erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems. Die Oberseite 10 der Grundplatte 2 ist
im Wesentlichen eben ausgebildet mit einer flachen rechteckigen
Vertiefung 11 ausgebildet. Die rechteckige Vertiefung 11 dient beispielsweise
als Werbeträgerfläche und
kann jedoch jegliche andere Form, wie beispielsweise eine kreisförmige, ellipsenförmige, sternförmige, etc. Form
aufweisen. An einem äußeren Rand 12 der Grundplatte 2 weist
diese vier Aussparungen 13, die jeweils halbrund ausgebildet
sind, auf. Die Aussparungen 13 sind jeweils in gleichem
Abstand von dem ersten bzw. zweiten Ende 6, 7 vorgesehen
und dienen dazu, die jeweiligen Gehäusehälften des Gehäuses (nicht
gezeigt) in Eingriff zu nehmen. Durch die Beabstandung der Aussparungen 13 in
einem Abstand von etwa einem Drittel der Gesamtlänge der Grundplatte 2 können die
Gehäusehälften (nicht
gezeigt), von denen die erste Gehäusehälfte eine Länge von etwa zwei Drittel der
Gesamtlänge
der Grundplatte 2 aufweist und die zweite Gehäusehälfte, welche
eine Länge
von etwa einem Drittel der Gesamtlänge der Grundplatte 2 aufweist,
von jeder Seite bzw. von jedem der ersten und zweiten Enden 6, 7 auf
die Grundplatte 2 aufgesetzt werden, um in die Aussparungen 13 einzurasten.
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3 zeigt
eine weitere perspektivische Ansicht der Unterseite 1 der
Grundplatte 2 des erfindungsgemäßen modularen Werkzeugsystems.
Die Unterseite 1 der Grundplatte 2 ist wie die
bereits in Bezug auf 1 beschriebene aufgebaut, jedoch sind
auf zwei der als Vierkant 4 ausgebildeten Vorsprünge Werkzeuge 14 zum
Lösen und
Montieren eines Siebstrahlreglers (nicht dargestellt) vorgesehen. Das
dritte Werkzeug 14 ist einsatzbereit auf dem als Vierkantschlüssel 8 ausgebildeten
Vorsprung an dem ersten Ende 6 der Grundplatte 1 angeordnet
bzw. darauf aufgesteckt. Wenn das Werkzeug 14 nach Montage
oder Demontage eines Strahlreglers dann nicht mehr benötigt wird,
wird es einfach von dem Vierkantschlüssel 8 entfernt und
auf den freien als Vierkant 4 ausgebildeten Vorsprung aufgesteckt.
Zur Lagerung und zum Transport des modularen Werkzeugsystems wird
die Grundplatte 2 dann noch in dem zweiteiligen Gehäuse (nicht
gezeigt) angeordnet, welches die Grundplatte 2 inklusiver
der darauf vorgesehenen Werkzeuge 14 in geschlossenem Zustand
vollständig
umgibt bzw. einschließt.
In diesem Zustand besteht keine Gefahr des Verlustes der einzelnen
Werkzeuge 14, die darüber
hinaus durch das Gehäuse
auch geschützt
werden.
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4A–4F zeigen
jeweils perspektivische Ansichten von verschiedenen Werkzeugen 14 des
erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems. 4A zeigt ein Werkzeug 14,
welches eine erste Werkzeughälfte 15 und
eine zweite Werkzeughälfte 16 aufweist.
Die Werkzeughälften 15, 16 sind unterschiedlich
zueinander ausgebildet, so dass sie verschiedene Funktionen erfüllen können. In
dem in 4A gezeigten Beispiel ist die
erste Werkzeughälfte 15 mit
einem geraden ringförmigen
Rand 17, der an seiner Innenseite 17 zwei sich
gegenüberliegende
parallele Kanten 18 aufweist, und welcher somit zur Montage
bzw. Demontage mit einem handelsüblichen
Siebstrahlreglers des Perlator®-Typs dient. Die Oberfläche 19 ist
mit Maßangaben
bezüglich
der Siebstrahlreglergröße bedruckt.
Diese können
jedoch auch auf jegliche andere Art und Weise, z. B. durch Gravur,
aufgebracht werden. Somit ist für
den Installateur sofort erkennbar, für welchen Typ bzw. für welche
Größe das Werkzeug
zu verwenden ist. In der Mitte des Werkzeugs 14 ist eine
Durchgangsöffnung in
Form eines Innenvierkants 20 vorgesehen, welche in der
Größe mit Abmessungen
des Vierkantschlüssels 8 an
dem ersten Ende 6 im Wesentlichen übereinstimmen, bzw. leicht
größer sind,
um so darauf aufsteckbar zu sein. Die zweite Werkzeughälfte 16, welche
der ersten Werkzeughälfte 15 gegenüberliegt,
ist in 4B gezeigt. Im Gegensatz zu
der ersten Werkzeughälfte 15 ist
die zweite Werkzeughälfte 16 mit
einem Rand 17 versehen, der kronenförmig mit umlaufenden Vertiefungen 21 und
Vorsprüngen 22 ausgebildet
ist, die in abwechselnder Folge angeordnet sind und jeweils eine
rechteckige Form aufweisen. Die zweite Werkzeughälfte 16 bildet somit
einen Reliefschlüssel,
der zur Montage bzw. Demontage eines Strahlreglers des Caché®-Typs
einer bestimmten Größe bzw.
eines bestimmten Durchmessers geeignet ist. Auch auf einer Oberfläche 23 der zweiten
Gehäusehälfte 16 ist
eine Größen- bzw.
Typangabe vorgesehen. Die erste und zweite Gehäusehälfte 15, 16 sind
miteinander über
eine ringförmiges
Zwischenelement 24 verbunden, welches sich in Richtung
zu der Werkzeughälfte
mit dem kleineren Durchmesser, hier die zweite Werkzeughälfte 16,
hin konisch verjüngt.
Bei dem in den 4C und 4D gezeigten
Werkzeug 14 sind sowohl die erste Gehäusehälfte 15 als auch die
zweite Gehäusehälfte 16 mit einem
kronenförmigen
Rand 17 versehen, jedoch mit unterschiedlichen Abmessungen.
Das gleiche gilt für das
in 4E und 4F gezeigte
Werkzeug 14, welches nochmals weitere Größen bzw.
Durchmesser vorsieht, die unterschiedlich zu denen der 4A bis 4D sind.
Somit können
mittels dieses Satzes von Werkzeugen 14 sechs verschiedene
Funktionen erfüllt
werden.
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5 zeigt
eine perspektivische Seitenansicht eines Adapters 25 des
erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems. Der Adapter 25 ist dabei ebenfalls als
Vierkant 26 mit Abmessungen ausgebildet, die im Wesentlichen
den des Innenvierkants 9 an dem zweiten Ende 7 der
Grundplatte 2 entsprechen, bzw. die geringfügig kleiner
sind, um so in den Innenvierkant 9 steckbar zu sein. Weiterhin
weist der Adapter 25 einen umlaufenden Ring 27 auf,
der, wenn der Adapter 25 in einem in den Innensechskant 9 eingesetzten
Zustand ist, auf dessen Oberfläche
aufliegt. Über
den Adapter 25 sind weitere Werkzeuge 14 mit dem
erfindungsgemäßen Werkzeugsystem einsetzbar
bzw. der Adapter 25 kann ebenfalls als Entlüfterschlüssel mit
anderen Abmessungen als diejenigen des an dem ersten Ende 6 vorgesehenen Entlüfterschlüssels verwendbar
sein.
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6 zeigt
eine schematische Ansicht eines Gehäuses 28 des erfindungsgemäßen modularen Werkzeugsystems.
Das Gehäuse 28 weist
eine erste Gehäusehälfte 29 und
eine zweite Gehäusehälfte 30 auf.
Die erste Gehäusehälfte 29 weist
2/3 der Gesamtlänge
des Gehäuses 28 auf,
welche in etwa der Gesamtlänge
der Grundplatte 2 entspricht und die zweite Gehäusehälfte 30 weist
1/3 der Gesamtlänge auf.
In zusammengesetztem Zustand bilden die erste Gehäusehälfte 29 und
die zweite Gehäusehälfte 30 eine
geschlossenen Hülle
im Wesentlichen mit der Form eines Ellipsoids, die die Grundplatte 2 mit
darauf aufgesetzten Werkzeugen 14 vollständig aufnimmt.
Wenn das modulare Werkzeugsystem benutzt werden soll, wird lediglich
die zweite Gehäusehälfte 30 abgezogen,
so dass das erste Ende 6 der Grundplatte 2 freigegeben
wird. Die erste Gehäusehälfte 29 verbleibt
jedoch an der Grundplatte 2 in einem eingerasteten Zustand
und dient somit einem Benutzer des Werkzeugsystems als Griff mit
einer guten Hebelwirkung. Wenn das Werkzeugsystem als Entlüfterschlüssel eingesetzt
wird, dann kann die von der Grundplatte 2 entfernte zweite
Gehäusehälfte 30 als
Wasserauffangschale dienen. Wenn ein Werkzeug 14 an dem
zweiten Ende 7 der Grundplatte 2 eingesetzt und
verwendet werden soll, dann wird die erste Gehäusehälfte 29 einfach von
dem zweiten Ende 7 abgezogen und von der anderen Seite über das
erste Ende 6 auf die Grundplatte 2 aufgeschoben und
rastet nun in die entsprechenden Aussparungen 13, die näher an dem
zweiten Ende 7 liegen ein, so dass nun die erste Gehäusehälfte 29 wiederum
als Griffelement für
einen Benutzer dient. Das Gehäuse 28 ist
aus Kunststoff, insbesondere durch Spritzgießen, hergestellt. Das Gehäuse 28 ist
bevorzugt transparent und dient als weitere Werbefläche für Firmenaufdrucke
oder dergleichen.
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7 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines weiteren erfindungsgemäßen modularen
Werkzeugsystems. Das hier dargestellte Werkzeugsystem besteht aus
einer im Wesentlichen länglich
ausgebildeten Grundplatte 31 mit einer im Wesentlichen
ellipsenförmigen
Grundform, welche eine Oberseite 32, eine Unterseite 33,
ein erstes Ende 34 und ein zweites Ende 35 aufweist.
An dem ersten Ende 34 ist ein Vorsprung mit einem daran
ausgebildeten Vierkantschlüssel 36 vorgesehen.
Das zweite Ende 35 ist als Griffelement, insbesondere als
Hohlgriff ausgebildet. Das Werkzeugsystem umfasst weiterhin zumindest ein
Werkzeug 37, welche den in 4A bis 4F dargestellten
Werkzeugen 14 entsprechen und daher nicht nochmals im Einzelnen
beschrieben werden. Bei diesem Werkzeugsystem können jedoch auch Werkzeuge 37 mit
nur einer Werkzeugseite vorgesehen sein. Zu Lagerungszwecken werden
die Grundplatte 31 und die Werkzeuge 37 in einem
separaten Gehäuse 38,
z. B. in Form einer Schachtel oder eines Pappkartons untergebracht.
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- 1
- Unterseite
- 2
- Grundplatte
- 3
- Vorsprung
- 4
- Vierkant
- 5
- Vertiefung
- 6
- erstes
Ende
- 7
- zweites
Ende
- 8
- Vierkantschlüssel
- 9
- Innenvierkant
- 10
- Oberseite
- 11
- Vertiefung
- 12
- Rand
- 13
- Aussparung
- 14
- Werkzeug
- 15
- erste
Werkzeughälfte
- 16
- zweite
Werkzeughälfte
- 17
- Rand
- 18
- Kanten
- 19
- Oberfläche
- 20
- Innenvierkant
- 21
- Vertiefungen
- 22
- Vorsprünge
- 23
- Oberfläche
- 24
- Zwischenelement
- 25
- Adapter
- 26
- Vierkant
- 27
- Ring
- 28
- Gehäuse
- 29
- erste
Gehäusehälfte
- 30
- zweite
Gehäusehälfte
- 31
- Grundplatte
- 32
- Oberseite
- 33
- Unterseite
- 34
- erstes
Ende
- 35
- zweites
Ende
- 36
- Vierkantschlüssel
- 37
- Werkzeug
- 38
- Gehäuse