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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Betreiben
von Gasentladungslampen, insbesondere von Hochdruck-Gasentladungslampen,
welche in elektronischen Vorschaltgeräten für
entsprechende Gasentladungslampen zum Einsatz kommt. Hochdruck-Gasentladungslampen unterscheiden
sich von Niederdruck-Gasentladungslampen unter anderem dadurch,
dass sie höhere Zündspannungen benötigen
und sich ihre Farbtemperatur mit der jeweils zugeführten
Lampenleistung ändert. Die letztgenannte Eigenschaft hat
zur Folge, daß Hochdruck-Gasentladungslampen nur schwer oder
nicht dimmbar sind. Vielmehr muß zur Erhaltung der Farbtemperatur
der Hochdruck-Gasentladungslampe die der jeweiligen Lampe zugeführte
Energie durch eine entsprechende Regelung konstant gehalten werden.
Ein elektronisches Vorschaltgerät für Hochdruck-Gasentladungslampen
muß demnach zum einen eine hohe Zündspannung erzeugen
und zum anderen die Möglichkeit bieten, die der Lampe zugeführte
Leistung konstant zu halten.
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Bekannte
elektronische Vorschaltgeräte für Hochdruck-Gasentladungslampen
basieren auf einer Vollbrückenschaltung, die vier steuerbare
elektronische Schalter umfaßt. Dieses Prinzip soll nachfolgend
anhand
4 erläutert werden, 25 wobei die in
4 gezeigte
Schaltung beispielsweise aus der
WO-A-86/04752 bekannt ist.
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Wie
bereits erwähnt worden ist, umfaßt diese bekannte
Schaltung zum Ansteuern einer Gasentladungslampe EL, insbesondere
einer Hochdruck-Gasentladungslampe, eine Vollbrücke mit
vier steuerbaren Schaltern S1–S4, die gemäß der
zuvor genannten Druckschrift insbesondere durch Bipolartransistoren
gebildet sind. In dem Brückenzweig dieser Vollbrücke
ist ein Serienresonanzkreis bestehend aus einer Spule L1 und einem
Kondensator C1 geschaltet, wobei die anzusteuernde Gasentladungslampe
EL parallel zu dem Kondensator C1 angeordnet ist. Die Vollbrücke
wird mit einer Gleichspannung U
o gespeist.
Zu den Schaltern bzw. Transistoren S1–S4 sind Freilaufdioden
parallel geschaltet, die jedoch der Einfachheit halber in
4 nicht
dargestellt sind. Zum Betreiben der Gasentladungslampe EL wird in
der
WO-A-86/04752 vorgeschlagen,
während einer ersten Betriebsphase den Schalter S4 zu schließen
und die Schalter S2 und S3 zu öffnen. Des weiteren wird
während dieser ersten Betriebsphase der Schalter S1 mit
einer hohen Taktfrequenz abwechselnd ein- und ausgeschaltet. Während
der Einschaltdauer des Schalters S1 fließt ein Gleichstrom über
den Schalter S1, die Spule bzw. Drossel L1, die Gasentladungslampe
EL und den während dieser Betriebsphase stets geschlossenen
Schalter S4. Durch Öffnen des Transistors S1 wird der Stromfluß unterbrochen
und die in der Spule L1 durch den Stromfluß zuvor aufgebaute
magnetische Energie in elektrische Energie umgesetzt, die eine Gegenspannung
liefert, welche bis zum nächsten Einschaltzeitpunkt des
Schalters S1 den Stromfluß durch die Gasentladungslampe
EL in gleicher Richtung aufrecht erhält, wobei die in der
Spule L1 gespeicherte Energie abgebaut wird. Durch erneutes Einschalten
des Schalters S1 wird erneut der zuvor beschriebene Stromkreis geschlossen,
so daß sich der oben erwähnte Vorgang wiederholt.
Während dieser ersten Betriebsphase, in der die Schalter
S2 und S3 dauerhaft geöffnet und der Schalter S4 dauerhaft
geschlossen ist und der Schalter S1 hochfrequent abwechselnd geöffnet
und geschlossen wird, wird die Gasentladungslampe EL stets in gleicher
Richtung vom Strom durchflössen. Dies führt dazu,
daß die Gasentladungslampe EL während ihres Betriebs
weniger flackert und eine höhere Lichtausbeute möglich
ist. Beim dauerhaften Betrieb mit der Gleichspannung U
o können
sich jedoch im Elektrodenbereich der Gasentladungslampe EL Ablagerungen
ansammeln, welche durch den stets in gleiche Richtung strömenden Elektronenfluß verursacht
werden. Um diese Ablagerungen zu vermeiden, wird die Gasentladungslampe EL
wiederholt niederfrequent umgepolt. Dies geschieht dadurch, daß während
einer zweiten Betriebsphase nunmehr die Schalter bzw. Transistoren
S1 und S4 dauerhaft geöffnet und der Schalter S3 dauerhaft
geschlossen wird. Des weiteren wird während dieser zweiten
Betriebsphase der Schalter S2 hochfrequent abwechselnd ein- und
ausgeschaltet, so daß sich im Prinzip dieselbe Betriebsweise
wie während der zuvor beschriebenen ersten Betriebsphase einstellt,
wobei jedoch während der zweiten Betriebsphase der Stromfluß durch
die Gasentladungslampe EL umgekehrt ist.
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Zusammenfassend
kann demnach festgestellt werden, daß die in 4 gezeigt
Vollbrücke im Prinzip mit der Gleichspannung Uo betrieben
wird, wobei jedoch durch das niederfrequente Umpolen zwischen den
Brückendiagonalen S1–S4 bzw. S2–S3, d.
h. durch das niederfrequente Umschalten zwischen den beiden zuvor
beschriebenen ersten und zweiten Betriebsphasen, der Gasentladungslampe
EL und der Drossel L1 ein niederfrequenter Wechselstrom zugeführt
wird, dessen Frequenz der Umpolfrequenz entspricht. Während
der beiden Betriebsphasen wird entweder der Schalter S1 oder der Schalter
S2 hochfrequent abwechselnd ein- und ausgeschaltet. Das Größenverhältnis
zwischen der Taktfrequenz, mit der die Schalter S1 bzw. S2 abwechselnd
ein- und ausgeschaltet werden, und der deutlich niedrigeren Umpolfrequenz
sollte möglichst groß gewählt werden,
und kann beispielsweise 1000:1 betragen. Je größer
dieses Verhältnis ist, umso kleiner kann die Drossel bzw.
Spule L1 dimensioniert werden. Aufgrund des hochfrequenten Umschaltens
der Schalter S1 bzw. S2 wird ein entsprechend hochfrequenter Strom
erzeugt, der durch die Drossel L1 fließt. Die zur Begrenzung
des Lampenstroms dienende Drossel kann daher kleiner dimensioniert
werden als im Fall, wenn sie von einem niederfrequenten Strom durchflössen
werden würde.
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Das
Zünden der in 4 gezeigten Gasentladungslampe
EL erfolgt mit Hilfe des durch die Drossel L1 und den Kondensator
C1 gebildeten Serienresonanzkreises, wobei zum Zünden ein
Betrieb der Gasentladungslampe EL mit einer Frequenz erforderlich
ist, die in der Nähe der Resonanzfrequenz des Serienresonanzkreises
liegt. Ist dies der Fall, tritt an der Gasentladungslampe EL eine
Spannungsüberhöhung auf, die zum Zünden
der Gasentladungslampe führt.
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Aus
der
EP-A2-0740492 ist
eine Schaltungsanordnung zum Zünden und Betreiben einer
Gasentladungslampe, insbesondere einer Hochdruck-Gasentladungslampe,
bekannt. Zum Zünden bzw. Betreiben der Gasentladungslampe
wird in dieser Druckschrift vorgeschlagen, mit Hilfe einer entsprechenden Steuerschaltung
die in den Brückendiagonalen angeordneten Schalter S1,
S4 bzw. S2, S3 der Vollbrücke während einer ersten
Betriebsphase komplementär mit einer relativ hohen Frequenz
zu steuern, bis die Gasentladungslampe zündet. Anschließend
schaltet die Steuerschaltung in eine zweite Betriebsphase (Nominalbetriebsphase)
um, in der die Steuerschaltung die Schalter S1–S4 der Vollbrückenanordnung komplementär
mit einer relativ niedrigen Frequenz ansteuert. Zudem wird gemäß dieser
Druckschrift eine Regeleinrichtung verwendet, die ausgangsseitig über
eine Kapazität mit der Vollbrücke derart gekoppelt
ist, daß die Vollbrücke parallel zu der Kapazität angeordnet
ist. Die Regeleinrichtung dient zudem zur Spannungsversorgung der
Vollbrücke und regelt insbesondere die der Gasentladungslampe
zugeführte Leistung. Zu diesem Zweck wird die an den Ausgangsklemmen
der Regeleinrichtung anliegende Spannung sowie der augenblicklich
fließende Strom gemessen, die entsprechenden Werte werden
multipliziert und der gebildete Istwert als Istwert der Lampenleistung
der Regeleinrichtung zugeführt. Die zuvor erwähnte
Steuerschaltung ist mit der Regeleinrichtung verbunden und gibt
den Sollwert der Ausgangsleistung der Regeleinrichtung vor, wobei
die Steuerschaltung insbesondere während der oben beschriebenen
ersten Betriebsphase (Anlaufbetriebsphase) den Sollwert anhebt,
damit die Regeleinrichtung der Vollbrücke eine höhere
Ausgangsleistung zuführen kann. Die Zündung der
Gasentladungslampe kann durch eine Zündvorrichtung erfolgen,
die mit der im Brückenzweig angeordneten Induktivität
L1 gekoppelt ist. Alternativ kann die Gasentladungslampe durch Verwendung
der in
4 gezeigten und der Gasentladungslampe EL parallel
geschalteten Kapazität C1 gezündet werden, die
zusammen mit der Induktivität L1 einen Serienresonanzkreis
bildet.
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Eine
weitere Schaltungsanordnung zum Zünden und Betreiben von
Gasentladungslampen, insbesondere von Metallhalogen-Hochdruck-Gasentladungslampen,
die aus der
GB-A-2319
677 bekannt ist, ist in
5 dargestellt.
Auch diese Schaltungsanordnung umfaßt vier zu einer Vollbrücke
verschaltete steuerbare Schalter S1–S4, die durch Bipolartransistoren
oder Feldeffekttransistoren gebildet sein können. Im Brückenzweig
dieser Vollbrückenschaltung befindet sich eine Gasentladungslampe
EL sowie ein durch eine Induktivität L1 und eine Kapazität
C1 gebildeter Serienresonanzkreis. Zum Starten, d. h. Zünden,
der Gasentladungslampe EL wird die Vollbrücke mit Hilfe
einer entsprechenden Steuerschaltung, welche die einzelnen Schalter
S1–S4 über entsprechende Brückentreiber
einzeln ansteuern kann, mit einer relativ hohen Frequenz betrieben,
die im Bereich 20–40 kHz liegen kann. Diese hohe Frequenz
ist insbesondere derart gewählt, daß sie in der Nähe
der Resonanzfrequenz des Serienresonanzkreises, bestehend aus der
Induktivität L1 und der Kapazität C1, liegt, so
dass nach einer gewissen Zeit die Gasentladungslampe EL zündet.
Das Zünden der Gasentladungslampe E1 kann beispielsweise
durch Überwachen des Lampenstroms oder durch Überwachen
der Lampenhelligkeit erfaßt werden. Sobald die Zündung
der Gasentladungslampe EL erfaßt worden ist, wird die Vollbrücke
auf eine niedrige Betriebsfrequenz, die insbesondere im Bereich
50–200 Hz liegen kann, umgeschaltet, um die Lampe zu betreiben. Wie
5 entnommen
werden kann, umfaßt die aus dieser Druckschrift bekannte
Schaltungsanordnung zudem einen als Zünd- oder Spartransformator
bezeichneten Transformator, dessen Primärwicklung L2 in
Serie mit der Kapazität C1 des Serienresonanzkreises angeordnet
ist, während die Sekundärwicklung in Serie mit
der Gasentladungslampe EL geschaltet ist. Dieser Transformator mit
den Induktivitäten L2 und L3 dient dazu, bei Auftreten
eines Stromflusses durch den Kondensator C1 (was insbesondere bei
Anliegen der hohen Zündfrequenz der Fall ist) eine erhöhte
Spannung in der Sekundärspule L3 zu erzeugen, die an die
Gasentladungslampe EL angelegt wird. Auf diese Weise kann das Zünden
sowie der Betrieb der Gasentladungslampe EL erleichtert werden.
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Die
in
5 gezeigte Schaltungsanordnung, bei der ein Spartransformator
verwendet wird, dessen Primärwicklung L2 in Serie mit der
Serienresonanzkreiskapazität C1 und dessen Sekundärwicklung
L3 in Serie mit der Gasentladungslampe EL geschaltet ist, hat jedoch
den Nachteil, daß auch ein durch die Vollbrücke
fließender Rippelstrom hochtransformiert wird und dementsprechend
den Lampenstrom negativ beeinflußt. Die aus der
EP-A2-0740 492 bekannte
Schaltungsanordnung, welche ebenfalls zuvor diskutiert worden ist,
ermöglicht zwar eine Regelung bzw. Konstanthaltung der der
Vollbrücke zugeführten Leistung, benötigt
jedoch hierfür eine relativ große Anzahl von Bauelementen, so
daß die Schaltungsanordnung relativ komplex und teuer ist.
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Aus
der
DE 199 16 879
A1 ist eine Schaltungsanordnung zum Betreiben von Hochdruck-Gasentladungslampen
(HID-Lampen) bekannt, wie sie aus den
1–
3 der
vorliegenden Anmeldung bekannt ist. Dabei werden die Schalter S1,
S2, S3 und S4 (siehe
1) jeweils so getaktet, dass
abwechselnd eine der Brückendiagonalen S1, S4 bzw. S3,
S2 aktiviert ist. Dabei besteht jede Brückendiagonale aus
einem hochfrequent getakteten und einem niederfrequent getakteten
Schalter.
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Der
hochfrequent getaktete Schalter wird dabei jeweils wieder eingeschaltet,
wenn der in dem Brückenzweig fließende Strom IL2 einen unteren Umkehrpunkt, d. h. einen
minimalen Wert, erreicht hat.
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Weiterhin
ist es aus der
DE
199 16 878 A1 bekannt, dass der niederfrequent getaktete
Schalter einer aktivierten Brückendiagonale zusätzlich
zu einem geöffneten hochfrequent getakteten Schalter geöffnet
wird, falls der Brückenzweigstrom nach einer vorgegebenen
Zeitdauer noch nicht seinen Minimalwert erreicht hat.
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Die
Erfindung setzt nunmehr auf diesem Gedanken des zusätzlichen Öffnens
des niederfrequent getakteten Schalters auf und bildet dieses Prinzip
dahingehend weiter, dass der Anforderung an die moderne Schaltungstechnik
genüge getan wird.
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Die
zuvor genannte Aufgabe wird gemäß der vorliegenden
Erfindung durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Die Unteransprüche beschreiben jeweils
bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung.
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Gemäss
einem ersten Aspekt schlägt die Erfindung vor eine Schaltungsanordnung
zum Betreiben einer Gasentladungslampe, mit einer Vollbrückenschaltung,
an die eine Gleichspannung (Uo) angelegt ist und die vier steuerbare
Schalter (S1–S4) umfaßt, wobei eine Gasentladungslampe
(EL) in einem Brückenzweig, der einen Knotenpunkt zwischen dem
ersten Schalter (S1) und dem zweiten Schalter (S2) mit einem Knotenpunkt
zwischen dem dritten Schalter (S3) und dem vierten Schalter (S4)
verbindet, anzuordnen ist, und mit einer Steuerschaltung (1),
die abwechselnd eine der beiden Brückendiagonalen aktiviert,
die jeweils aus einem hochfrequent getakteten Schalter und einem
niederfrequent getakteten Schalter besteht, wobei die Steuerschaltung
einen hochfrequent getakteten Schalter einer Brückendiagonale
immer dann schließt, wenn ein Meßsignal eine Wiedereinschaltbedingung
erfüllt, wobei die Steuerschaltung auch den niederfrequent
getakteten Schalter derselben Brückendiagonale nach einem vorgegebenen
Zeitraum (T2) nach dem Öffnen des hochfrequent getakteten
Schalters öffnet (2b), wenn
bis dahin die Wiedereinschaltbedingung für den hochfrequent
getakteten Schalter noch nicht erfüllt ist, um den Brückenzweigstrom
schneller absinken zu lassen, wobei das Schliessen des niederfrequent
und/oder des hochfreqent getakteten Schalters zeitlich verzögert
nach dem Eintritt der Wiedereinschaltbedingung des hochfrequent
getakteten Schalters erfolgt.
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Gemäss
einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Schaltungsanordnung
zum Betreiben einer Gasentladungslampe, insbesondere einer Hochdruck-Gasentladungslampe
vorgeschlagen, mit einer Vollbrückenschaltung, an die eine
Gleichspannung (Uo) angelegt ist und die vier steuerbare Schalter
(S1–S4) umfaßt, wobei eine Gasentladungslampe (EL)
in einem Brückenzweig, der einen Knotenpunkt zwischen dem
ersten Schalter (S1) und dem zweiten Schalter (S2) mit einem Knotenpunkt
zwischen dem dritten Schalter (S3) und dem vierten Schalter (S4) verbindet,
anzuordnen ist, und mit einer Steuerschaltung, die abwechselnd eine
der beiden Brückendiagonalen, jeweils bestehend aus einem
hochfrequent getakteten Schalter und einem niederfrequent getakteten
Schalter, aktiviert, wobei die Steuerschaltung (1) einen
hochfrequent getakteten Schalter einer Brückendiagonale
immer dann schließt, wenn ein Meßsignal eine Wiedereinschaltbedingung
erfüllt, wobei die Steuerschaltung auch den niederfrequent
getakteten Schalter derselben Brückendiagonale nach einem
vorgegebenen Zeitraum (T2) nach dem Öffnen des hochfrequent
getakteten Schalters öffnet, wenn bis dahin die Wiedereinschaltbedingung
für den hochfrequent getakteten Schalter noch nicht erfüllt ist,
um den Brückenzweigstrom schneller absinken zu lassen.
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Der
Zeitpunkt des zusätzlichen Öffnens und/oder der
Zeitpunkt des darauf folgenden Schliessens des niederfrequent getakteten
Schalters kann extern einstellbar und/oder durch die Steuerschaltung
selbst adaptiv, d. h. ereignisabhängig einstellbar sein.
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Der
Zeitpunkt des Schliessens des niederfrequent und/oder hochfrequent
getakteten Schalters kann insbesondere in einem Zeitraum liegen,
der mit dem Eintritt der Wiedereinschaltbedingung des hochfrequent
getakteten Schalters beginnt.
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Der
Zeitraum kann vorzugsweise spätestens 3 uS, vorzugsweise
300 nS bis 2.5 uS, nach dem Eintritt der Wiedereinschaltbedingung
des hochfrequent getakteten Schalters enden.
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Der
Zeitpunkt des Schliessens des niederfrequent getakteten Schalters
kann nach dem Schliessen des hochfrequent getakteten Schalters liegen, wenn
die Lampenspannung oder die Ausgangsspannung unter einem vorgegebenem
Schwellenwert liegt.
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Die
Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zum Betreiben einer
Gasentladungslampe, mit einer Vollbrückenschaltung, an
die eine Gleichspannung (Uo) angelegt ist und die vier steuerbare Schalter
(S1–S4) umfaßt, wobei eine Gasentladungslampe
(EL) in einem rückenzweig, der einen Knotenpunkt zwischen
dem ersten Schalter (S1) und dem zweiten Schalter (S2) mit einem
Knotenpunkt zwischen dem dritten Schalter (S3) und dem vierten Schalter
(S4) verbindet, anzuordnen ist, und wobei abwechselnd eine der beiden
Brückendiagonalen aktiviert wird, die jeweils aus einem
hochfrequent getakteten Schalter und einem niederfrequent getakteten Schalter
besteht, wobei ein hochfrequent getakteter Schalter einer Brückendiagonale
immer dann geschlossen wird, wenn ein Meßsignal eine Wiedereinschaltbedingung
erfüllt, wobei der niederfrequent getaktete Schalter derselben
Brückendiagonale nach einem vorgegebenen Zeitraum (T2)
nach dem Öffnen des hochfrequent getakteten Schalters geöffnet
wird (2b), wenn bis dahin die Wiedereinschaltbedingung
für den hochfrequent getakteten Schalter noch nicht erfüllt
ist, um den Brückenzweigstrom schneller absinken zu lassen,
wobei das Schliessen des niederfrequent und/oder des hochfrequent
getakteten Schalters zeitlich (bewusst verzögert) nach
dem Eintritt der Wiedereinschaltbedingung des hochfrequent getakteten
Schalters erfolgt.
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Die
Erfindung bezieht sich weiterhin auf ein Verfahren zum Betreiben
einer Gasentladungslampe, mit einer Vollbrückenschaltung,
an die eine Gleichspannung (Uo) angelegt ist und die vier steuerbare
Schalter (S1–S4) umfaßt, wobei eine Gasentladungslampe
(EL) in einem Brückenzweig, der einen Knotenpunkt zwischen
dem ersten Schalter (S1) und dem zweiten Schalter (S2) mit einem
Knotenpunkt zwischen dem dritten Schalter (S3) und dem vierten Schalter
(S4) verbindet, anzuordnen ist, und wobei abwechselnd eine der beiden
Brückendiagonalen, jeweils bestehend aus einem hochfrequent
getakteten Schalter und einem niederfrequent getakteten Schalter,
aktiviert wird, wobei die Steuerschaltung (1) einen hochfrequent
getakteten Schalter einer Brückendiagonale immer dann schließt,
wenn ein Meßsignal eine Wiedereinschaltbedingung erfüllt,
wobei auch der niederfrequent getaktete Schalter derselben Brückendiagonale
nach einem vorgegebenen Zeitraum (T2) nach dem Öffnen des
hochfrequent getakteten Schalters geöffnet wird (2b),
wenn bis dahin die Wiedereinschaltbedingung für den hochfrequent
getakteten Schalter noch nicht erfüllt ist, um den Brückenzweigstrom
schneller absinken zu lassen, wobei der Zeitpunkt des zusätzlichen Öffnens
und/oder der Zeitpunkt des darauf folgenden Schliessens des niederfrequent
und/oder hochfrequent getakteten Schalters extern einstellbar ist
und/oder adaptiv, d. h. ereignisabhängig eingestellt wird.
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Schliesslich
bezieht sich die Erfindung auch auf eine Steuereinheit, insbesondere
eine integrierte Schaltung wie einen ASIC oder Microcontroller,
die zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche ausgelegt ist.
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Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher
beschrieben.
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1 zeigt
ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung,
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2a zeigt
ein erstes Diagramm, welches zeitabhängige Spannungs- und
Stromverläufe in der in 1 dargestellten
Schaltungsanordnung darstellt,
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2b zeigt
ein zweites Diagramm, welches den zeitabhängigen Stromverlauf
und Schaltzustände in der in 1 dargestellten
Schaltungsanordnung entsprechend einer Weiterbildung darstellt,
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3 zeigt
ein elektronisches Vorschaltgerät, bei dem die in 1 gezeigte
Schaltungsanordnung eingesetzt ist,
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4 zeigt
eine Schaltungsanordnung gemäß dem bekannten Stand
der Technik, und
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5 zeigt
eine weitere Schaltungsanordnung gemäß dem bekannten
Stand der Technik.
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6 zeigt
ein schematisches Schaltbild zur Erläuterung der vorliegenden
Erfindung,
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7 zeigt
Signalverläufe, wie sie bei dieser Schaltung gemäß 6 auftreten
können,
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8 zeigt
Signalverläufe bei Anwendung der vorliegenden Erfindung,
und
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9 zeigt
ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
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Die
in 1 gezeigte Schaltungsanordnung umfaßt
steuerbare Schalter S1–S4, die zu einer Vollbrücke
verschaltet sind. An die Vollbrücke ist eine Gleichspannung
Uo angelegt, die von einer geeigneten Gleichspannungsquelle
des entsprechenden elektronischen Vorschaltgeräts, in dem
die Schaltungsanordnung verwendet wird, stammt. Zu den Schaltern
S1–S4 sind jeweils Freilaufdioden parallel geschaltet,
wobei der Einfachheit halber in 1 lediglich
die dem Schalter S1 parallel geschaltete Freilaufdiode D1 dargestellt
ist. Als Schalter S1–S4 werden vorzugsweise Feldeffekttransistoren
verwendet, die die Freilaufdioden bereits enthalten. In dem Brückenzweig
der in 1 gezeigten Vollbrücke ist eine anzusteuernde
Gasentladungslampe EL, insbesondere eine Hochdruck-Gasentladungslampe,
angeordnet. Die in 1 gezeigte Schaltungsanordnung ist
insbesondere für den Betrieb von Metallhalogen-Hochdruck-Gasentladungslampen
geeignet, die besonders hohe Zündspannungen benötigen.
Wie bereits eingangs erwähnt worden ist, unterscheiden sich
Hochdruck-Gasentladungslampen von Niederdruck-Gasentladungslampen insbesondere
dadurch, daß sie höhere Zündspannungen
benötigen und in ihrem kleineren Lampenkörper
ein höherer Druck auftritt. Desweiteren weisen Hochdruck-Gasentladungslampen
eine höhere Leuchtdichte auf, wobei sich jedoch die Farbtemperatur
der jeweiligen Hochdruck-Gasentladungslampe mit der zugeführten Leistung ändert.
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Elektronische
Vorschaltgeräte für Hochdruck-Gasentladungslampen
sollten daher einerseits hohe Zündspannungen bereitstellen
und andererseits eine Konstanthaltung der zugeführten Leistung ermöglichen.
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Mit
dem Brückenzweig der in 1 dargestellten
Vollbrücke ist ein Serienresonanzkreis gekoppelt, der eine
Induktivität L1 und eine Kapazität C1 umfaßt,
wobei die Kapazität C1 an einen Anzapfungspunkt der Induktivität
L1 angreift und über einen weiteren steuerbaren Schalter
S5 parallel zu dem Schalter S4 geschaltet ist. Darüber
hinaus ist eine Glattungs- oder Filterschaltung vorgesehen, die
eine weitere Induktivität L2 und eine weitere Kapazität
C2 aufweist, wobei diese Bauelemente wie in 1 gezeigt
verschaltet sind. An die Vollbrücke ist zudem ein Widerstand
R1 angeschlossen, der als Strommeß- oder Shunt-Widerstand
dient.
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Der
zuvor erwähnte Serienresonanzkreis mit der Induktivität
L1 und der Kapazität C1 dient in Kombination mit der weiteren
Kapazität C2 insbesondere zum Zünden der Gasentladungslampe
EL. Zu diesem Zweck wird der Serienresonanzkreis in Resonanz angeregt,
d. h. eine der Resonanzfrequenz entsprechende Frequenz der Lampe
oder ein Vilefaches davon (Harmonische) zugeführt. Die
Anregung des Resonanzkreises erfolgt durch abwechselndes Schalten
der Schalter S3 und S4. Dies soll nachfolgend näher erläutert
werden.
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Zum
Zünden der Gasentladungslampe EL werden zwei unmittelbar
in Serie geschaltete Schalter, beispielsweise die Schalter S1 und
S2, mit Hilfe einer geeigneten Steuerschaltung geöffnet
und der Schalter S5, der sich in Serie mit der Kapazität
C1 befindet, geschlossen. Die anderen beiden Schalter, beispielsweise
die Schalter S3 und S4, der Vollbrücke werden abwechselnd
geöffnet und geschlossen, wobei dies mit einer relativ
hohen Frequenz (ca. 150 kHz) erfolgt. Die Schaltfrequenz wird langsam
in Richtung auf die Resonanzfrequenz des durch die Induktivität
L1 und die Kapazität C1 gebildeten Serienresonanzkreises
abgesenkt. Die Zündspannung der Gasentladungslampe EL wird
in der Regel bereits vor Erreichen der Resonanzfrequenz erreicht.
In diesem Fall wird die Schaltfrequenz für die Schalter
S3 und S4 auf dieser Frequenz gehalten bis die Lampe EL zündet.
Die an der rechten Hälfte von L1 abfallende Spannung wird
aufgrund des durch die Induktivität L1 realisierten Spartransformatorprinzips
beispielsweise im Verhältnis 1:2 auf die linke Hälfte,
die mit der Gasentladungslampe EL gekoppelt ist, hochtransformiert,
wobei die an der linken Hälfte der Induktivität L1
auftretende Spannung die tatsächliche Zündspannung
für die Gasentladungslampe EL bildet, die über die
Kapazität C2 an die Lampe angelegt wird. Um das Zünden
der Gasentladungslampe EL zu erfassen, wird die an dem Anzapfungspunkt
der Induktivität L1 abfallende Spannung gemessen, welche
proportional zur Zünd- bzw. Lampenspannung Uj:L ist,
da nach dem. Zünden der Lampe EL diese dämpfend auf
den Serienresonanzkreis einwirkt. Nach erfolgter Zündung
der Gasentladungslampe EL wird der Schalter S5 für den
nachfolgenden Normalbetrieb geöffnet.
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Ergänzend
ist zu bemerken, daß der Schalter S5 für die Funktionsfähigkeit
der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung nicht
unbedingt erforderlich ist. Vielmehr könnte der Schalter
S5 auch nach erfolgter Zündung der Gasentladungslampe EL
geschlossen bleiben oder grundsätzlich durch eine entsprechende Überbrückung
ersetzt sein. Mit Hilfe des Schalters S5, der nach erfolgter Zündung
der Gasentladungslampe EL geöffnet wird, ist jedoch ein
saubererer Betrieb der Gasentladungslampe EL möglich. Des
weiteren ist zu bemerken, daß die Zündspule L1
insbesondere derart ausgelegt ist, daß sie im nachfolgend
noch näher erläuterten Normalbetrieb in der Sättigung
arbeitet und somit den Rest der Schaltung nicht beeinflußt.
Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß als
Zündspule L1 eine Spule mit einem Eisenkern verwendet wird,
der im Normalbetrieb in der Sättigung betrieben wird, so
daß die Spule L1 nach dem Zünden der Gasentladungslampe
EL im Normalbetrieb lediglich eine vernachlässigbare Induktivität
bildet. Im Normalbetrieb ist somit lediglich die ebenfalls im Brückenzweig
vorgesehene Induktivität L2 strombegrenzend wirksam.
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Nachfolgend
soll der nach dem Zünden der Gasentladungslampe EL initiierte
Normalbetrieb näher erläutert werden, wobei während
des Normalbetriebs die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung bzw.
Vollbrücke in einem sog. Discontinuous-Modus betrieben
wird. Prinzipiell wird die in 1 gezeigte Vollbrücke
mit den steuerbaren Schaltern S1 S4 auf an sich bekannte Art und
Weise während des Normalbetriebs betrieben, d. h. die beiden
Brückendiagonalen mit den Schaltern S1 und S4 bzw. S2 und
S3 werden abwechselnd aktiviert und deaktiviert und somit die entsprechenden
Schalter der beiden Brückendiagonalen abwechselnd bzw.
komplementär zueinander ein- und ausgeschaltet, wobei zudem
bei Aktivierung der Brückendiagonale mit den Schaltern
S1 und S4 der Schalter S1 hochfrequent abwechselnd ein- und ausgeschaltet
wird, während entsprechend bei Aktivierung der Brückendiagonale
mit den Schaltern S2 und S3 der steuerbare Schalter S2 hochfrequent
abwechselnd ein- und ausgeschaltet wird. D. h. die Vollbrücke
wird mit einer relativ niedrigen Frequenz, die insbesondere im Bereich
80–400 Hz liegen kann, umgepolt, während der Schalter
S1 oder S2 der jeweils aktivierten Brückendiagonale zudem hochfrequent,
beispielsweise mit einer Frequenz von ca. 90 kHz, abwechselnd ein-
und ausgeschaltet wird. Dieses hochfrequente Ein- und Ausschalten
der Schalter S1 oder S2 erfolgt mit Hilfe eines hochfrequenten pulsweitenmodulierten
Steuersignals einer entsprechenden Steuerschaltung, welches mit
Hilfe der aus den Bauelementen L2 und C2 bestehenden Filter- oder
Glättungsschaltung gesiebt wird, so daß an der
Gasentladungslampe EL lediglich der lineare Mittelwert des über
den Brückenzweig fließenden Zweigstroms iL2 anliegt. Mit Hilfe des pulsweitenmodulierten
Steuersignals kann die der Vollbrücke zugeführte
Leistung konstant gehalten werden, was – wie eingangs erwähnt
worden ist – insbesondere für den Betrieb von
Hochdruck-Gasentladungslampen wichtig ist. Der niederfrequente Anteil
des der Gasentladungslampe E1 zugeführten Stroms wird durch
Umschalten bzw. Umpolen der beiden Brückendiagonalen, d.
h. durch Umschalten von S1 und S4 auf S2 und S3, erzeugt. Über
den rechten Brückenzweig mit den Schaltern S3 und S4 wird
in diesem Fall die Lampe EL niederfrequent auf die Versorgungsspannung Uo oder auf Masse gelegt, so daß an
den Anschlußklemmen der Lampe EL im wesentlichen lediglich
der niederfrequente Anteil anliegt.
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Gemäß dem
zuvor erwähnten niederfrequenten Discontinuous-Modus wird
der steuerbare Schalter S1 bzw. S2 der jeweils aktivierten Brückendiagonale
immer dann geschlossen, wenn der über die Induktivität
L2 fließende Zweigstrom iL2 sein
Minimum erreicht hat. Mit ”Minimum” wird dabei
der untere Umkehrpunkt des Stroms \L2 verstanden,
wobei dieses Minimum durchaus auch im leicht negativen Stromwertbereich
liegen kann.
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Zur
Betrachtung des Stromverlaufs soll nachfolgend davon ausgegangen
werden, daß zunächst die Brückendiagonale
mit den Schaltern S2 und S3 aktiviert ist, während die
Brückendiagonale mit den Schaltern S1 und S4 deaktiviert
ist. D. h. die Schalter S2 und S3 sind geschlossen, während
die Schalter S1 und S4 geöffnet sind. Zum Zeitpunkt des Schließens
der Schalter S2 und S3 beginnt durch die Induktivität L2
ein Strom iL2 zu fließen, der gemäß einer
Exponentialfunktion ansteigt, wobei im hier interessierenden Bereich
ein quasi-linearer Anstieg des Stroms A2
zu erkennen ist, so daß nachfolgend der Einfachheit halber
von einem linearen Anstieg bzw. Abfall des Stroms iI2 gesprochen
wird. Durch Öffnen des Schalters S2 wird dieser Strom iL2 unterbrochen, wobei – wie bereits
erwähnt worden ist – der Schalter S2 insbesondere
hochfrequent und unabhängig vom Schaltzustand des Schalters
S3 abwechselnd geöffnet und geschlossen wird. Das Öffnen
des Schalters S2 hat zur Folge, daß der Strom iL2 zwar vorerst über die Freilaufdiode
D1 des geöffneten Schalters S1 in die gleiche Richtung
weiter fließt, aber kontinuierlich abnimmt und sogar schließlich
einen negativen Wert erreichen kann.
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Dies
ist insbesondere solange der Fall bis die Elektronen aus der Sperrschicht
der Freilaufdiode D1 ausgeräumt worden sind. Das Erreichen
dieses unteren Umkehrpunktes des Strom iI2 wird überwacht
und der Schalter S2 nach Erkennen dieses unteren Umkehrpunktes wieder
geschlossen, so daß der Strom wieder ansteigt. D. h. daß hochfrequente
Einschalten des Schalters S2 erfolgt immer dann, wenn der untere
Umkehrpunkt des Stroms iL2 erreicht worden
ist. Das Öffnen des Schalters S2 kann im Prinzip beliebig gewählt
werden, wobei der Zeitpunkt des Öffnens des Schalters insbesondere
entscheidend für die Leistungszufuhr der Gasentladungslampe
EL ist, so daß durch geeignetes Einstellen des Öffnungszeitpunkts
die der Lampe zugeführte Leistung geregelt bzw. konstant
gehalten werden kann. Als Schaltkriterium kann hierfür
beispielsweise die Zeit oder der Maximalwert des Zweigstroms iL2 herangezogen werden. Durch die Maßnahme,
daß der jeweils hochfrequent abwechselnd ein- und ausgeschaltete
Schalter S1 bzw. S2 jeweils im unteren Umkehrpunkt des Stroms iL2, d. h. in der Nähe des Stromwerts
Null, wieder eingeschaltet wird, wird der jeweilige Feldeffekttransistor
S1 bzw. S2 geschont, d. h. vor Zerstörung geschützt,
und es können Feldeffekttransistoren als Schalter S1 bzw.
S2 verwendet werden, die verhältnismäßig
lange Ausräumzeiten für die entsprechende Freilaufdiode
aufweisen. Dies soll nachfolgend näher erläutert
werden.
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Bevor
der Schalter S2 geschlossen wird, liegt über ihm eine Spannung
an, die im vorliegenden Fall ca. 400 Volt beträgt. Wird
der Schalter S2 geschlossen, bricht diese Spannung zusammen, d.
h. sie fällt sehr rasch von 400 Volt auf 0 Volt ab. Die
besondere Eigenschaft eines Feldeffekttransistors ist es jedoch,
daß der Strom bei Aktivierung des entsprechenden Feldeffekttransistors
bereits zu fließen beginnt, ehe die entsprechende Spannung
auf 0 Volt abgefallen ist. In diesem kurzen Zeitabschnitt zwischen
Anstieg des für den Feldeffekttransistor fließenden
Stroms und dem Erreichen der Spannung 0 Volt wird durch das Produkt
des Stroms und der Spannung eine dem jeweiligen Feldeffekttransistor zugeführte
Leistung gebildet, die den Feldeffekttransistor zerstören
kann. Daher ist es vorteilhaft, den Feldeffekttransistor bei einem
geringstmöglichen Stromfluß, insbesondere in der
Nähe des Stromwerts Null, zu schalten.
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Des
weiteren ist zu beachten, daß der über die Induktivität
L2 fließende Strom iL2 über
die Freilaufdiode von D1 fließt, wenn der Schalter S1 offen
ist und auch der Schalter S2 noch offen ist. Wird der Schalter S2
geschlossen und der Schalter S1 geöffnet, dauert es eine
bestimmte Zeitspanne, bis die Elektronen aus der Sperrschicht der
Freilaufdiode D1 ausgeräumt werden konnten. Während
dieser Zeit ist der Feldeffekttransistor S1 praktisch in einem leitenden
Zustand. Das bedeutet, daß der Feldeffekttransistor S2
während einer relativ kurzen Zeitspanne bis zum Ausräumen
der Sperrschicht der Freilaufdiode D1, die dem Feldeffekttransistor
S1 zugeordnet ist, an der vollen Betriebsspannung Uo,
die ca. 400 Volt beträgt, anliegt, wodurch es ebenfalls
zu der zuvor beschriebenen Überbelastung und ggf. sogar
Zerstörung des Feldeffekttransistors S2 kommen kann. Aufgrund
der zuvor vorgeschlagenen Vorgehensweise, nämlich dem Einschalten
des Schalters S2 immer dann, wenn der über die Induktivität
L2 fließende Strom iL2 sein Minimum
erreicht hat, ist der zuvor anhand der Ausräumzeit des
Schalters bzw. Feldeffekttransistors S1 beschriebene Effekt nahezu
unbeachtlich, so daß für die Schalter S1–S4
auch Feldeffekttransistoren verwendet werden können, die
relativ lange Ausräumzeiten für die damit verbundenen
Freilaufdioden aufweisen. Es gibt zwar bereits Schaltelemente mit
sehr kurzen Ausräumzeiten, wie z. B. den sog. IGBT (Insulated
Gate Bipolar Transistor), wobei diese Bauelemente jedoch sehr teuer
sind. Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung kann somit auf die Verwendung
derartig teurer Bauelemente verzichtet werden.
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Für
die zuvor beschriebene Vorgehensweise ist erforderlich daß der
augenblickliche Wert des Stroms iL2 sowie
der Zeitpunkt des Erreichens seines Umkehrpunkts bekannt ist.
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Der
augenblickliche Wert des Stroms iL2 kann beispielsweise
durch Messen der an dem Widerstand R1 abfallenden Spannung bestimmt
werden. Der untere Umkehrpunkt des Stroms iL2 wird
vorzugsweise durch eine transformatorisch an der Spule L2 abgegriffene
Spannung bestimmt. Zu diesem Zweck kann eine (in 1 nicht
dargestellte) Wicklung oder Spule transformatorisch mit der Spule
L2 gekoppelt werden, die zu einer Differenzierung des über
die Spule L2 fließenden Stroms iL2 führt
und somit eine Aussage über den Umkehrpunkt des Stroms
iL2 zuläßt.
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Der
untere Umkehrpunkt kann auch durch andere Rückführsignale,
bspw. der Mittenpunktspannung am Verbindungspunkt der Schalter S1
und S2 indirekt erfasst werden. Von Bedeutung ist allein, dass der
Zeitpunkt des unteren Minimums des Brückenzweigstroms erfassbar
ist. Quantative Aussagen zu diesem Strom sind dagegen für
die Bestimmung des Einschaltzeitpunkts des hochfrequent getakteten Schalters
nicht erforderlich.
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Der
Normalbetrieb der in 1 gezeigten Schaltungsanordnung
soll nachfolgend anhand des in 2 dargestellten
Diagramms erläutert werden, wobei in 2 zeitabhängig
der Verlauf der am Knotenpunkt zwischen den Schaltern S1 und S2
anliegenden Spannung u1, der Lampenspannung
uEL und des über die Spule L2 fließenden
Stroms iL2 dargestellt ist. Insbesondere
ist in 2 der Fall dargestellt, daß während
einer ersten Zeitspanne T1 der in 1 gezeigten
Schaltungsanordnung die Brückendiagonale mit den Schaltern
S2 und S3 aktiviert ist, wohingegen während einer anschließenden
Zeitspanne T2 die Brückendiagonale mit den Schaltern S1
und S4 aktiviert ist. D. h. während der Zeitspanne T1 ist
der Schalter S3 dauerhaft geschlossen, und die Schalter S1 und S4
sind dauerhaft geöffnet. Des weiteren wird während
dieser Zeitspanne T1 der Schalter S2 hochfrequent abwechselnd ein-
und ausgeschaltet. Aus 2 ist insbesondere
ersichtlich, daß der Schalter S2 stets geschlossen wird,
wenn der über die Spule L2 fließende Strom iL2 seinen unteren Umkehrpunkt, d. h. seinen
minimalen Wert, erreicht hat, so daß sich der impulsartige
Verlauf der Spannung u1 ergibt. Die Steilheit
der Flanken des Stroms iL2 ist durch die
Induktivität der Spule L2 bestimmt. Durch Verändern
des Spitzenwert des Stroms iL2, d. h. des
Zeitpunkts des Öffnens des Schalters S2, kann der Strommittelwert
des Stroms iL2 verändert und somit
die der Lampe EL zugeführte Leistung und deren Farbtemperatur
geregelt bzw. konstant gehalten werden. Der hochfrequente Verlauf
des Stroms iL2 wird durch die Bauelemente
L2 und C2 geglättet, so daß sich der in 2 gezeigte geglättete Verlauf der
an die Gasentladungslampe EL angelegten Spannung uEL ergibt.
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Nach
Ablauf der Zeitspanne T1, werden die Schalter S2 und S3 dauerhaft
geöffnet, und der Schalter S4 wird dauerhaft eingeschaltet.
Analog zum Schalter S2 während der Zeitspanne T1 wird nunmehr
der Schalter S1 hochfrequent abwechselnd ein- und ausgeschaltet,
so daß sich der in 2 gezeigte
Verlauf der Spannungen u1 und uEL sowie
des Stroms L2 ergibt. Wie bereits erwähnt
worden ist, wird mit Hilfe einer Steuerschaltung wiederholt zwischen den
Betriebsphasen während der Zeitspannen T1 und T2 umgeschaltet,
wobei diese Umpolfrequenz insbesondere im Bereich 80–400
Hz liegen kann, während die hochfrequente Taktfrequenz
des Schalters S2 (während der Zeitspanne T1) bzw. des Schalters
S1 (während der Zeitspanne T2)
im Bereich um 90 kHz liegen kann.
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Durch
das niederfrequente Umschalten bzw. Umpolen zwischen den Brückendiagonalen
S1–S4 und S2–S3 entsteht zwangsläufig
ein Brummen, welches aufgrund seiner niedrigen Frequenz an sich
relativ leise und nicht störend ist. Durch die steilen Flanken
am Umschaltzeitpunkt zwischen den Zeitspannen T1 und T2 entstehen
jedoch Oberwellen, die sich störend auswirken. Aus diesem
Grunde ist die Steuerschaltung, welche die Schalter S1–S4
ansteuert, vorteilhafter Weise derart auszugestalten, daß sie
die Stromspitzen des Stroms iL2 vor und
nach dem Umschalten zwischen den Betriebsphasen T1 und T2 reduziert. Dies kann beispielsweise durch
eine spezielle Software oder durch eine spezielle Anpassung der
Hardware der Steuerschaltung 5 geschehen, die die letzten
Stromspitzen während der Zeitspanne T1 sowie die ersten
Stromspitzen während der Zeitspanne T2 reduziert,
um auf diese Weise die Flanken beim Umschalten zwischen den Betriebsphasen
T1 und T2 abzuflachen. In diesem Fall ergibt sich
der in 2 gestrichelt dargestellte
Verlauf des Stroms iL2 bzw. der Lampenspannung
uEL. Aus dieser gestrichelten Darstellung
ist ersichtlich, daß vor und nach dem Umschaltzeitpunkt
die Stromspitzen geringfügig gegenüber dem ursprünglichen
Verlauf reduziert sind und somit ein etwas weicherer Übergang der
Lampenspannung uEL erzielt wird.
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Bei
der eben beschriebenen Steuerung läuft nach dem Öffnen
des hochfrequent geschalteten Schalters der Strom weiter über
die Freilaufdiode und nimmt dabei relativ langsam ab, wenn der zweite Schalter
der gerade aktivierten Brückendiagonalen weiterhin geschlossen
bleibt. Dies führt zu einem kleineren Stromspitzenwert
und dementsprechend auch zu einer kleineren Verlustleistung. Allerdings kann
es vorkommen, daß zu einem Zeitpunkt, zu dem die Elektronen
aus den Sperrschichten der Freilaufdioden ausgeräumt worden
sind und somit der untere Umkehrpunkt des Stromes iL2 erreicht
worden ist, dieser noch nicht ausreichend abgefallen ist und somit
die Schalter beim Schließen immer noch einer hohen Belastung
ausgesetzt sind. Um diese Belastungen auszuschließen, können
in einer Weiterbildung die Schalter entsprechend dem Diagramm in 2b gesteuert
werden.
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Dieses
Diagramm zeigt den Stromverlauf iL2 und
den Zustand des zweiten und des dritten Schalters 2, 3 während
der Zeitspanne T1. Die beiden anderen Schalter sind in diesem Zeitraum
T1 geöffnet. Während einer ersten Phase [tau]1
sind beide Schalter geschlossen und der Strom iL2 steigt
kontinuierlich an. Wie bei der eben beschriebenen Steuerung ist während
einer zweiten Phase [tau]22, deren Beginn durch
das Erreichen eines Maximalwerts von iL2 oder durch
eine vorgegebene Dauer von [tau]1 bestimmt sein kann, der zweite
Schalter S2 geöffnet und iL2 nimmt
langsam ab. Zusätzlich wird nun allerdings ab einem vorgegebenen
Zeitpunkt nach dem Öffnen des zweiten Schalters S2 in einer
dritten Phase x3 auch der dritte Schalter
S3 geöffnet. Der Strom fließt nun über
die beiden Freilaufdioden des ersten und des vierten Schalters und
nimmt nun stärker ab als während der zweiten Phase
[tau]2. Damit kann sichergestellt werden, daß iL2 auch tatsächlich einen negativen
Wert erreicht, bevor die Sperrschichten der Freilaufdioden ausgeräumt
sind. Erreicht iL2 den unteren Umkehrpunkt,
werden beide Schalter wieder geschlossen und die Steuerung befindet
sich wieder im Zustand der ersten Phase [tau]1. Das Öffnen
des dritten Schalters S3 – also die dritte Phase [tau]3 – entfällt
allerdings, wenn der Strom iL2 vorher schon
auf Null abgesunken ist, da in diesem Fall keine hohen Belastungen
beim Öffnen Schalter auftreten. Stattdessen wird sofort
mit der ersten Phase [tau]1, fortgefahren und der zweite Schalter
S2 wieder geöffnet. Das niederfrequente Umschalten zwischen
den beiden Brückendiagonalen erfolgt analog zu dem vorherigen
Ausführungsbeispiel, wobei auch hier vorteilhaft die Stromspitzen
des Stroms iL2 vor und nach dem Umschalten
zwischen den Betriebsphasen T1 und T2 reduziert
werden können.
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Es
ist eine bekannte Eigenschaft von Hochdruck-Gasentladungslampen,
daß diese bis zur vollständigen Erwärmung
ein relativ schlecht kontrollierbares und instabiles Verhalten aufweisen.
Die vollständige Erwärmung tritt dabei etwa nach
1–2 Minuten ein. In der Aufwärmehase kann die
Spannung über der Lampe geringer als im Normalbetrieb sein. Würde
man in der Aufwärmehase das Vorschaltgerät wie
im zuvor beschriebenen Normalbetrieb betreiben, so würde
die verringerte Lampenspannung zur Folge haben, daß ein
Strom iL2 mit entsprechend geringer Steilheit
diL2/dt über die Induktivität
L2 fließt, so daß ggf. der Umkehrpunkt von iL2 mit Hilfe des zuvor erwähnten
transformatorischen Abgriffs nicht zuverlässig detektiert
werden kann. Daher ist es vorteilhaft, während der Aufwärmehase,
d. h. nach dem Zünden und vor dem eigentlichen Normalbetrieb,
auch die Schalter S3 und S4 analog zu den Schaltern S1 und S2 hochfrequent
zu takten, wobei niederfrequent zwischen den Brückendiagonalen
S1–S4 und S2 S3 umgeschaltet wird, d. h. es wird niederfrequent
zwischen zwei Zuständen umgeschaltet, wobei in dem ersten Zustand
die Schalter S1 und S4 hochfrequent getaktet und die Schalter S2
und S3 geöffnet sind, während im zweiten Zustand
die Schalter S2 und S3 hochfrequent getaktet und die Schalter S1
und S4 geöffnet sind. Durch diese Maßnahme wird
erreicht, daß auch über die Freilaufdioden der
Schalter S4 und S1 ein Strom über die Spule L2 fließt,
wodurch in der transformatorisch mit dieser Spule L2 gekoppelten und
in 1 nicht gezeigten Wicklung, die zur Erfassung
des Umkehrpunkts des Stromes iL2 vorgesehen ist,
eine höhere Spannung erzeugt wird, so daß eine sichere
Erfassung oder Überwachung des Stroms iL2 möglich
ist. Insbesondere kann der Umschaltzeitpunkt exakt überwacht
werden. Der Wechsel von der Aufwärmehase in den Normalbetrieb
erfolgt nach Erreichen der Betriebstemperatur der Lampe beispielsweise
nach Überschreiten einer Schwelle (ca. 45 V) durch die
Lampenspannung, wobei bevorzugt bis zum tatsächlichen Umschalten
noch eine bestimmte Zeitspanne zugewartet wird.
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3 zeigt
den Einsatz der in 1 dargestellten Schaltungsanordnung
gemäß der vorliegenden Erfindung in einem elektronischen
Vorschaltgerät zum Betreiben von Gasentladungslampen, insbesondere
von Hochdruck-Gasentladungslampen.
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Eingangsseitig
weist das elektronische Vorschaltgerät ein Funk-Entstörfilter
mit einem Symmetriertransformator L4, L5 sowie Kondensatoren C3 und
C4 auf, die an einen stromführenden Leiter L, einen Nullleiter
und einen Erdleiter eines Versorgungsspannungsnetzes angeschlossen
sind. Mit dem Funk-Entstörfilter ist ein 5 Gleichrichter
verbunden, der Dioden D5–D8 umfaßt. An diesen
Gleichrichter schließt sich eine Schaltung an, die als
Hochsetzsteller fungiert und Widerstände R2–R6,
Kondensatoren C5 und C6, eine Diode D9 einen Transformator L6, L7,
einen Feldeffekttransistor S6 sowie eine von einer Versorgungsspannung
VCC versorgte integrierte Steuerschaltung 4 aufweist, welche
insbesondere den Feldeffekttransistor S6, der als ein Schalter dient,
mit Hilfe eines pulsweitenmodulierten Signals abhängig
von der am Widerstand R3 abgegriffenen Spannung ansteuert. Auf diese
Weise wird erreicht, daß die Zeiten, in denen der Transistor
S6 leitend ist, während einer Netzhalbwelle so gesteuert
werden, daß die Hüllkurve des aufgenommenen Stroms
im wesentlichen sinusförmig ist. Diese Ausgangsspannung
wird mit Hilfe der Diode D9 gleichgerichtet und mit Hilfe des Kondensators
C6 gesiebt, so daß die bereits anhand 1 erläuterte
Versorgungsgleichspannung Uo für
die zum Betreiben der Gasentladungslampe EL vorgesehene Schaltungsanordnung bereitgestellt
wird. Ausgangsseitig umfaßt das in 3 gezeigte
elektronische Vorschaltgerät die in 1 gezeigte
Schaltungsanordnung, wobei die sich entsprechenden Bauteile mit
identischen Bezugszeichen versehen sind, so daß auf eine
Wiederholung der Beschreibung dieser Bauteile verzichtet werden kann.
Ergänzend ist jedoch zu bemerken, daß in 3 auch
die bereits zuvor erwähnte Wicklung L3 dargestellt ist,
die mit der im Brückenzweig der Vollbrücke befindlichen
Induktivität L2 transformatorisch gekoppelt ist und zur
Detektierung des Umkehrpunkts des Stroms iL2
(vergl. 1) dient.
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Desweiteren
ist in 3 die zentrale Steuerschaltung 1 dargestellt,
welche von einer Versorgungsspannung VDD gespeist wird und einerseits mit
Hilfe der Spule L3 den Umkehrpunkt des Stroms iL2 sowie
mit Hilfe der am Widerstand R1 abgegriffenen Spannung die augenblickliche
Höhe der Stroms iL2 erfaßt.
Des weiteren überwacht diese Steuerschaltung 1,
die insbesondere als anwenderspezifische integrierte Schaltung Application
Specific Integrated Circuit, ASIC) ausgestaltet sein kann, die am Anzapfungspunkt
der Spule L1 des Serienresonanzkreises anliegende Spannung, mit
deren Hilfe das Zünden der Gasentladungslampe EL erfaßt
werden kann. Die Ausgänge der Steuerschaltung 1 sind
mit Brückentreibern 2 und 3 gekoppelt,
die jeweils zur Ansteuerung der Feldeffekttransistoren S1 und S2 bzw.
S3 und S4 dienen. Der ebenfalls als Schalter dienende Feldeffekttransistor
S5, welcher in Serie mit der Resonanzkreiskapazität C1
geschaltet ist, wird direkt von der Steuerschaltung 1 angesteuert.
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In 6 ist
ein weiteres Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
gezeigt. Bekanntlich setzt die Erfindung voraus, dass bei einer
Vollbrückenschaltung mit vier Schaltern (in 6 nunmehr A,
B, C und D genannt) wechselweise eine der Brückendiagonalen
A, B bzw. C, D aktivierbar ist, indem jeweils einer der Schalter
A, B bzw. C, D hochfrequent und der jeweils andere derselben Brückendiagonale
niederfrequent getaktet wird.
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Während
in dem Ausführungsbeispiel von 1 und 5 beispielhaft
erläutert wurde, dass dort die Schalter S1 und S3 hochfrequent
getaktet sind, wird nunmehr Bezug nehmen auf 6 das Beispiel
erläutert, dass die Schalter A, C jeweils hochfrequent
und die Schalter B, D jeweils niederfrequent getaktet sind.
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Insbesondere
für die Schalter (hier A, C), die hochfrequent getaktet
werden, werden in jüngster Zeit Feldeffekttransistoren
(FETs) mit einer schnellen Bodydiode, d. h. einer Bodydiode mit
kurzer Ausräumzeit eingesetzt. Aus Kostengründen
werden auf der niederfrequenten Seite (in dem Beispiel von 6 die
Schalter B, D) normale Feldeffekttransistoren eingesetzt, die also
keine Diode mit schneller Ausräumzeit aufweisen. Indessen
kann auch auf der niederfrequenten Seite ein Feldeffekttransistor
mit Bodydiode mit kurzer Ausräumzeit vorgesehen sein.
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Dabei
kann folgender Ablauf entstehen:
In einer Phase 1 ist sowohl
der Schalter A wie auch der Schalter B eingeschaltet, wobei vorausgesetzt ist,
dass bei diesem Beispiel gerade die Brückendiagonale A,
B aktiviert ist. Es fließt also wie in 6 gezeigt
ein Strom von der Versorgungsspannung Vbus über
den Schalter A durch den Lastkreis mit der Lampe und dann über
den eingeschalteten Schalter B auf Masse. Dabei steigt der Strom
durch den Brückenzweig mit der Lampe kontinuierlich an,
bis eine Ausschaltbedingung für den hochfrequent getakteten Schalter
A erreicht ist. Nach Erreichen der Ausschaltbedingung wird der Schalter
A ausgeschaltet, während der niederfrequent getaktete Schalter
B weiterhin eingeschaltet ist. Dabei kommt es zu einem Stromfluß in
einer Phase 2, in der also die Spule L den Strom durch die Lampe
und durch den weiterhin geschlossenen Schalter B weitertreibt. Dieser
Strom nimmt kontinuierlich ab, bis er seinen Umkehrpunkt erreicht,
wobei dann normalerweise bei Erreichen des Umkehrpunkts des Brückenstroms
der Schalter A wieder eingeschaltet wird und der Prozess mit der Phase
1 wiederum beginnt.
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Wenn
dagegen nach einem vorgegebenen Zeitpunkt der Strom in der Phase
2 noch nicht auf sein Minimum abgesenkt wird, wird erfindungsgemäß der
zusätzlich zu dem offenen Schalter A auch der Schalter
B geöffnet, so dass der Stromverlauf gemäß Phase
3 entsteht. In dieser Phase fließt der Strom nunmehr durch
die Bodydioden der Schalter C und D und sinkt somit beschleunigt
auf seinen Minimumwert ab. Diese Phase 3 wird nunmehr solange dauern,
bis die Bodydioden der Schalter C, D ausgeräumt sind. Dabei
kann indessen das Problem entstehen, dass die Bodydioden der Hochfrequenzseite (Schalter
A, C) kürzere Ausräumzeiten haben als die Bodydioden
der Schalter B, D, d. h. der Schalter des niederfrequent getakteten
Zweigs.
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In
diesem Fall wird sich also die Mittenpunktspannung UX beim
hochfrequent getakteten Zweig schneller kommutieren als die Mittenpunktspannung UY bei dem niederfrequent getakteten Zweig.
Das kann das Problem verursachen, dass auf der hochfrequent getakteten
Schaltseite die Wiedereinschaltbedingung für den jeweils
aktivierten hochfrequent getakteten Schalter erreicht wird und der
Schalter eingeschaltet wird, während die Bodydiode auf
dem niederfrequent getakteten Brückenzweig noch nicht vollständig
ausgeräumt ist. Somit kommt es beim Stand der Technik zu
einem sogenannten harten Schalten des Transistors auf der niederfrequent
getakteten Seite, da gemäß dem Stand der Technik
das Wiedereinschalten des zusätzlich geöffneten
Schalters auf der niederfrequent getakteten Seite zeitgleich zu
dem Wiedereinschalten des Schalters derselben aktivierten Brückendiagonale
kommt, der hochfrequent getaktet ist. Unter einem harten Schalten
ist dabei zu verstehen, dass das Einschalten des niederfrequent
getakteten Schalters der aktivierten Brückendiagonale nicht
leistungslos erfolgt.
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Die
Erfindung setzt nunmehr an diesem Problem an und stellt eine Technologie
vor, wie dieses harte Schalten verhindert werden kann.
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Erfindungsgemäß wird
nunmehr insbesondere das Wiedereinschalten des zusätzlich
geöffneten niederfrequent getakteten Schalters einer Brückendiagonale über
das Eintreten der Wiedereinschaltungbedingung für den hochfrequent
getakteten Schalter hinaus verzögert. Vorzugsweise wird
natürlich das Wiedereinschalten sowohl des hochfrequent getakteten
Schalters wie auch des niederfrequent getakteten Schalters einer
aktivierten Brückendiagonale über das Eintreten
der Wiedereinschaltbedingung für den hochfrequent getakteten
Schalter hinaus verzögert.
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Wenn
die Wiedereinschaltbedingung das Erreichen des Minimums des Brückenzweigstroms
ist (was durch Überwachung des Brückenzweigstroms oder
einer davon abhängigen Größe erfolgen
kann), wird also das Wiedereinschalten sowohl des hochfrequent getakteten
Schalters wie auch des zusätzlich geöffneten niederfrequent
getakteten Schalters einer aktivierten Brückendiagonale
auf einen Zeitraum verschoben, der zeitlich nach dem Erreichen des
Umkehrpunkts (Minimumwerts) des Brückenzweigstroms liegt.
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Dies
ist schematisch in 8 dargestellt, wo ersichtlich
ist, dass die Einschaltbedingung bereits erreicht ist, das synchrone
Einschalten der Schalter A, B (für den Fall der aktivierten
Brückendiagonale A, B) aber mit einer Verzögerung
von beispielsweise 0,5 μs erfolgt. Durch diese Verzögerung
ist sichergestellt, dass die Mittelpunktspannungen UX bzw.
UY (s. 6) beim
Einschalten der beiden Schalter A, B bzw. C, D auf gleichem Potential
liegen. Dazu kommt es nicht mehr zu dem harten Schalten des niederfrequent
getakteten Schalters.
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Um
dieses leistungslose Schalten zu erreichen, kann ein Verzögerungswert
beispielsweise zwischen 300 ns und 2,5 μs, vorzugsweise
indessen unter 1 μs eingestellt werden.
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Der
Zeitpunkt des Schliessens des niederfrequent getakteten Schalters
kann nach dem Schliessen des hochfrequent getakteten Schalters liegen, wenn
die Lampenspannung, die Ausgangsspannung oder eine andere im Ausgangskreis überwachte Spannung
wie z. B. die Mittenpunktspannung auf der Seite des niederfrequent
getakteten Schalters (bei niederfrequenter Taktung der Schalter
B und D ist dies die Mittenpunktspannung UY)
unter einem vorgegebenem Schwellenwert liegt. Da die Mittenpunktspannung
UX zur Erkennung der Wiedereinschaltbedingung
auch überwacht wird, kann durch Überwachung der
Mittenpunktspannung UY auf einfache Weise
bestimmt werden.
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Zusätzlich
zum Zeitpunkt des Wiedereinschaltens des niederfrequent getakteten
Schalters kann erfindungsgemäß auch der Zeitpunkt
des Öffnens des niederfrequent getakteten Schalters (also der Übergang
von der Phase 2 auf die Phase 3 in 6) einstellbar
sein.
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Sowohl
die Verzögerung des Wiedereinschaltens sowie die Einstellung
des Ausschaltens des niederfrequent getakteten Schalters kann beispielsweise
der Steuereinheit von außen, beispielsweise abhängig
von der Art der verwendeten Transistoren vorgegeben sein. Insbesondere
die Verzögerung des Wiedereinschaltens des niederfrequent
getakteten Schalters nach dem Eintreten in die Wiedereinschaltbedingung
für den hochfrequent getakteten Schalter kann programmierbar
sein.
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Wie
durch einen Vergleich der 1 und 9 so
verdeutlicht wird, ist der Schalter S5 weggelassen und sozusagen
dauerhaft überbrückt. Der Kondensator C1 des Serienresonanzkreises
bestehend aus dem Spartransformator L1 und eben diesem Kondensator
C1 ist mit einem Ende weiterhin mit Masse verbunden.
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Dafür
ist ein Zusatzkondensator CN vorgesehen, der einerseits mit dem
Verbindungspunkt zwischen der Induktivität L1 und der Kapazität
C1 des Serienresonanzkreises verbunden ist. Andererseits ist der
Zusatzkondensator CN an dem Verbindungspunkt zwischen den Schaltern
S1 und S2 bzw. dem Verbindungspunkt zwischen der Induktivität
L2 sowie der Kapazität C2 der Glättungs- bzw.
Filterschaltung vorgesehen (die im Übrigen einen eigenen
Serienresonanzkreis bildet).
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Alternativ
kann wie in 9 strichliniert dargestellt
die Zusatzkapazität CN auch zwischen einem Verbindungspunkt
zwischen der Induktivität L1 und der Kapazität
C1 des Serienresonanzkreises und einen Verbindungspunkt des dritten
und vierten Schalters S3 bzw. S4 verbunden sein. Diese Zusatzkapazität
CN-, die also alternativ oder zusätzlich der bereits erläuterten
Zusatzkapazität CN vorgesehen sein kann, ist somit parallel
zu dem in 9 rechten Zweig des Spartransformators
L1 geschaltet. Die bereits erläuterte Zusatzkapazität
CN ist dagegen parallel zu der Gasentladungslampe EL und dem linken Zweig
des Spartransformators L1 geschaltet, indem die Zündspannung
transformiert wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - WO 86/04752
A [0002, 0003]
- - EP 0740492 A2 [0006, 0008]
- - GB 2319677 A [0007]
- - DE 19916879 A1 [0009]
- - DE 19916878 A1 [0011]