[go: up one dir, main page]

DE102008016131B4 - Vorrichtung und Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen Download PDF

Info

Publication number
DE102008016131B4
DE102008016131B4 DE200810016131 DE102008016131A DE102008016131B4 DE 102008016131 B4 DE102008016131 B4 DE 102008016131B4 DE 200810016131 DE200810016131 DE 200810016131 DE 102008016131 A DE102008016131 A DE 102008016131A DE 102008016131 B4 DE102008016131 B4 DE 102008016131B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
surface area
temperature sensor
mass
temperature
heat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE200810016131
Other languages
English (en)
Other versions
DE102008016131A1 (de
Inventor
Rainer Runkel
Bernd Plies
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Winkler and Duennebier Suessbarenmaschinen GmbH
Original Assignee
Winkler and Duennebier Suessbarenmaschinen GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Winkler and Duennebier Suessbarenmaschinen GmbH filed Critical Winkler and Duennebier Suessbarenmaschinen GmbH
Priority to DE200810016131 priority Critical patent/DE102008016131B4/de
Publication of DE102008016131A1 publication Critical patent/DE102008016131A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE102008016131B4 publication Critical patent/DE102008016131B4/de
Expired - Fee Related legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/02Food

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Abstract

Vorrichtung zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen, insbesondere von Schokoladenmasse, umfassend
– ein in die Masse eintauchbares Glied (2) mit einem kühl- und heizbaren Oberflächenbereich (14),
– einen in der Nähe dieses Oberflächenbereichs angebrachten, von diesem beabstandeten und mit ihm eintauchbaren Temperaturfühler (16),
– Mittel (4, 20, 22) zur Beeinflussung der Temperatur des Oberflächenbereichs und
– Mittel zur Erfassung der Temperatur des Temperaturfühlers.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen, insbesondere von Schokoladenmasse.
  • In vielen Zweigen der Lebensmittelindustrie werden fetthaltige fluide Massen zu festen oder halbfesten Produkten verarbeitet, in denen die Fette zumindest teilweise kristallisiert sind. Dabei hängt die Qualität des Produkts sehr stark von der Vorgeschichte der fetthaltigen Masse ab, weil die Kristallisation des Fetts bei der Abkühlung verzögert abläuft und, beispielsweise bei Kakaobutter, zu unterschiedlichen Kristallformen mit unterschiedlichen Schmelztemperaturen führen kann. Bei Schokolade hat beispielsweise die Größe und Art der Kristalle Einfluss auf den Glanz, die Lager Beständigkeit, die sensorische Qualität und andere Eigenschaften.
  • Es ist daher üblich, fetthaltige fluide Massen einer kontrollierten Wärmebehandlung, dem so genannten Temperieren oder Vorkristallisieren, zu unterziehen, bevor die Erstarrung zum festen Produkt erfolgt. Das Ergebnis des Temperierens kann aber auch bei genauer Steuerung der Wärmebehandlung noch von anderen Größen, etwa der Rohstoffqualität, beeinflusst werden. Daher wird üblicherweise die temperierte Masse vor der Weiterverarbeitung geprüft, in denen der so genannte Temperiergrad be stimmt wird.
  • Bei bekannten Verfahren wird hierzu aus der temperierten Masse eine Probe gezogen, in eine Messkammer mit gekühlten Wänden überführt und mit einem in der Masse untergebrachten Temperaturfühler der Temperaturverlauf beim Erstarren aufgenommen. Die Messkammer kann dabei geschlossen oder offen sein, beispielsweise die Form eines Tiegels haben. Weil wegen der verzögerten Erstarrung die Erstarrungswärme in einem Temperaturbereich unterhalb der Gleichgewichtstemperatur freigesetzt wird, stellt die beobachtete Abkühlungskurve eine Überlagerung einer normalen exponentiellen Abkühlungskurve mit einer in etwa glockenförmigen Erwärmungskurve durch die freiwerdende Erstarrungswärme dar und weist in der Regel einen Wendepunkt auf. Die Steigung dieser Kurve am Wendepunkt kann als Maß für den Grad des Temperierens bzw. der Vorkristallisation dienen.
  • Die bekannten Vorrichtungen dieser Art sind in mehrfacher Hinsicht unzulänglich. Die erstarrte Masse muss nämlich nach der Messung aus der Messkammer wieder entfernt werden. DE 3714951 C1 schlägt hierzu eine Art Fräse vor, wobei die Späne der flüssigen Masse wieder zugeführt werden. Dagegen beschreibt EP 1591786 A1 eine Vorrichtung, bei der die erstarrte Probe mit einem Kolben aus der Messkammer in eine separate Aufschmelzkammer gedrückt wird. Nach DE 4209073 A1 wird die Messkammer von einem Teilstrom der Masse durchströmt, der bei Beginn der Messung gestoppt wird. Nach der Messung muss die Messkammer dann erwärmt werden, um die Probe aufzuschmelzen und die Strömung wieder herzustellen.
  • Da die Messkammer relativ groß ist und ihre Temperierung und Vorbereitung für die nächste Messung relativ viel Zeit beansprucht, kann typischerweise nur etwa alle 30 Minuten gemessen werden. Um diesen Nachteil auszugleichen, schlägt GB 2267478 A vor, mit mehreren Messkammern in einer revolverähnlichen Trommel zeitlich versetzt zu messen. Die dafür benötigte Vorrich tung ist jedoch relativ kompliziert.
  • DE 10 2006 034 364 B4 lehrt, den Temperiergrad einer Schokoladenmasse aus der in einem Abfließversuch bestimmten Fließgrenze zu ermitteln.
  • Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads zu schaffen, die gegenüber dem Stand der Technik wesentlich einfacher sind und eine häufigere Wiederholung der Bestimmung ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach Anspruch 16 gelöst.
  • Es wurde nämlich überraschenderweise gefunden, dass eine Temperatur-Zeit-Kurve auch ohne eine abgegrenzte Messkammer aufgenommen werden kann, wenn die Erstarrung der Masse an einem eintauchenden gekühlten Oberflächenbereich erfolgt, in dessen Nähe ein ebenfalls in die Masse eintauchender und von der Oberfläche beabstandeter Temperaturfühler angebracht ist. Nach der Messung kann der Oberflächenbereich geheizt werden, wobei die erstarrte Masse schmilzt. Weil dabei keine gesonderte Messkammer befüllt und entleert zu werden braucht und Oberflächenbereich und Temperaturfühler relativ klein gehalten werden können, kann die Messung innerhalb kurzer Zeit wiederholt werden. Ferner ist der Aufbau der Messvorrichtung gegenüber dem Stand der Technik wesentlich einfacher.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist also ein in die Masse eintauchbares Glied mit einem kühl- und heizbaren Oberflächenbereich sowie einen von diesem beabstandeten und mit ihm eintauchbaren Temperaturfühler auf. Diese beiden Elemente sind zweckmäßig zu einem Messkopf miteinander verbunden.
  • Die zweckmäßige Größe des kühl- und heizbaren Oberflächenbereiches kann durch Versuche anhand folgender Überlegungen ermittelt werden: Ist der Oberflächenbereich gegenüber dem Temperaturfühler zu klein, dann kann sich die Empfindlichkeit des Messkopfs verschlechtern. Ist der Oberflächenbereich zu groß, dann kann sich die Einstellung der gewünschten Temperatur ver zögern und die Messzeit insgesamt verlängern.
  • Zum Kühlen und Heizen des Oberflächenbereichs können alle bekannten und geeigneten Verfahren und Vorrichtungen eingesetzt werden. Beispielsweise kann das eintauchbare Glied hohl und von einem fluiden Medium durchströmt sein, dessen Temperatur verändert werden kann und das die Temperatur der Oberfläche bestimmt. Es ist auch möglich, den Oberflächenbereich so auszubilden, das er durch thermoelektrischen Effekt oder durch Widerstandsheizung gekühlt beziehungsweise erwärmt werden kann. Auch Phasenumwandlungen wie Verdampfen, Kondensieren, Schmelzen, Erstarren, können zum Kühlen beziehungsweise Heizen angewendet werden.
  • Als Temperaturfühler sind grundsätzlich alle für diesen Zweck bekannten Bauelemente geeignet, wie Thermoelemente, Metall- und Halbleiterwiderstände (NTC, PTC), Flüssigkeitsthermometer, Bimetallthermometer. Die Mittel zur Erfassung der Temperatur des Temperaturfühlers richten sich nach dessen Art, beispielsweise Spannungsmessgeräte für Thermoelemente und Widerstandsmessgeräte für Metall- und Halbleiterwiderstände. Ein bevorzugter Temperaturfühler ist ein Thermoelement, weil es mit sehr kleiner Abmessung und Wärmekapazität gestaltet werden kann.
  • Der Abstand zwischen dem kühl- und heizbaren Oberflächenbereich und dem Temperaturfühler beträgt bevorzugt 0,5 bis 5 mm, besonders bevorzugt 1,0 bis 2,5 mm.
  • Bei einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das eintauchbare Glied als Rohr mit mindestens einem geschlossenen Ende ausgebildet. Dabei kann der kühl- und heizbare Oberflächenbereich am oder in der Nähe des geschlossenen Endes angebracht sein, das in die Masse eingetaucht werden kann, so dass der Oberflächenbereich sich soweit unterhalb der Oberfläche der Masse befindet, dass das Messergebnis nicht durch Einflüsse von dieser Oberfläche her verfälscht werden kann.
  • Durch die Rohrform wird es leicht möglich, den Oberflächenbereich mittels eines im Rohr strömenden fluiden Mediums zu temperieren.
  • Um den kühl- und heizbaren Oberflächenbereich gegen die übrige Oberfläche des eintauchbaren Glieds abzugrenzen, wird diese bevorzugt mit einer thermischen Isolierung, z. B. einer Beschichtung, versehen. Die übrige Oberfläche hat dann naturgemäß annähernd die Temperatur ihrer Umgebung, das heißt der Masse beziehungsweise der Umgebungsluft.
  • Bevorzugt umfasst das eintauchbare Glied ein Wärmerohr. Ein erstes Ende dieses Wärmerohrs, das zum Eintauchen in die Masse vorgesehen ist, weist beispielsweise eine thermisch isolierende Beschichtung auf, die am oder in der Nähe des Rohrendes einen kühl- und heizbaren Oberflächenbereich freilässt. Das zweite Ende des Wärmerohrs ist mit einer Einrichtung zum Kühlen und Heizen versehen. Dies kann beispielsweise ein von einem fluiden Wärmeträger durchströmter Mantel sein.
  • Unter Wärmerohr (heat-pipe) wird hier eine Vorrichtung verstanden, in der die Verdampfungswärme einer Flüssigkeit zur Wärmeübertragung ausgenutzt wird. Es besteht typischerweise aus einem vakuumdicht abgeschlossenen Metallrohr, dessen Innenseite mit einer Kapillarstruktur versehen ist. Der Innenraum ist mit einem Wärmeübertragungsmittel gefüllt, das durch Zufuhr von Wärme verdampft. An der kalten Seite kondensiert der Dampf wieder, wobei Wärme frei wird, und das Kondensat wird durch die Kapillarstruktur wieder zur Verdampferseite zurückgebracht. Durch die Wirkung der Kapillarstruktur kann Wärme in Richtung der Schwerkraft oder dieser entgegen oder auch im schwerelosen Raum transportiert werden, und zwar um Größenordnungen schneller als durch Leitung in Metallen wie Kupfer. Daher haben bei Enden des Wärmerohrs auch dann annähernd die gleiche Temperatur, wenn bereits ein beträchtlicher Wärmestrom transportiert wird. Diese Eigenschaft des Wärmerohrs ermöglicht es, eine Kühlung bzw. Heizung des Oberflächenbereiches annähernd ohne zeitliche Verzögerung zu realisieren.
  • Erfindungsgemäß sind auch solche Wärmerohre brauchbar, die keine Kapillarstruktur aufweisen und bisweilen auch als Thermosiphon bezeichnet werden. Bei diesen wird das kondensierte Wärmeübertragungsmittel nur durch die Schwerkraft transportiert, weshalb sie nur zum Kühlen des unteren Endes eingesetzt werden können. In diesem Fall muss die Heizfunktion für den Oberflächenbereich auf andere Art, beispielsweise durch Widerstandsheizung, realisiert werden.
  • Bei einer weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform umfasst die Einrichtung zum Heizen und Kühlen des Wärmerohrs mindestens ein Peltierelement. Ein solches Element nutzt den thermoelektrischen Effekt und erzeugt beim Durchleiten eines Gleichstroms durch die Verbindungsstelle der Schenkel ein Temperaturgefälle, dessen Richtung von der Polarität des Stroms abhängt. Das so erzeugte Temperaturgefälle bewirkt einen Wärmetransport. Das Peltierelement steht auf einer Seite der Verbindung in thermischen Kontakt mit dem zweiten Ende des Wärmerohrs und auf der anderen Seite in thermischen Kontakt mit einem Wärmeträger, beispielsweise gegebenenfalls über Kühlrippen mit der Umgebungsluft oder mit einem fluiden Wärmeträger in einem Mantel. Auf diese Weise wird je nach der Polarität des Gleichstroms Wärme aus dem zweiten Ende des Wärmerohrs in den Wärmeträger abgeführt oder aus diesem in das Wärmerohr zugeführt.
  • Insbesondere dann, wenn der thermische Kontakt zwischen der Einrichtung zum Kühlen und Heizen am zweiten Ende des Wärmerohrs wegen der Formgebung dieser beiden Bauteile nicht vollflächig möglich ist, wird bevorzugt ein Wärmeleitkörper zwischen diesen Bauteilen angeordnet, der mit beiden in thermischem Kontakt steht. Im oder am Wärmeleitkörper kann ein Temperaturfühler angeordnet sein, der in einer Einrichtung zur Rege lung und Steuerung der Temperatur des Wärmeleitkörpers und damit der Temperatur am zweiten Ende des Wärmerohrs enthalten sein kann. Bevorzugt besteht der Wärmeleitkörper aus Aluminium.
  • Bei einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Wärmerohr aus Edelstahl gefertigt und weiter bevorzugt mit einem Wärmeübertragungsmittel gefühlt, das im Temperaturbereich von –10 bis 40°C brauchbar ist.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst vorteilhaft ferner Mittel zur Erfassung des Signals des Temperaturfühlers in Abhängigkeit von der Zeit. Dies kann beispielsweise ein Schreiber sein, der einen Graphen des Signals über der Zeit aufzeichnet, der dann manuell ausgewertet werden kann. Die Erfassung kann auch in einem Rechner erfolgen, der mit einer geeigneten Software ausgerüstet ist, die auch die Auswertung bis zur Ermittlung des Temperiergrads durchführt.
  • Der Temperiergrad als Ergebnis der Messung und Auswertung kann von der Vorrichtung, beispielsweise auf einem Display, angezeigt werden. Er kann dann verwendet werden, um die Parameter eines Prozesses in einer im Herstellungsablauf vorangehenden Behandlungseinheit, beispielsweise einer Temperiervorrichtung, manuell zu beeinflussen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn Mittel zur Übermittlung des Auswerteergebnisses an die Steuerung dieser Behandlungseinheit vorhanden sind, beispielsweise eine geeignete Schnittstelle oder dadurch, dass sowohl die Behandlungseinheit als auch die erfindungsgemäßen Vorrichtung von einem gemeinsamen Rechner gesteuert und überwacht werden.
  • Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads einer fetthaltigen Masse, insbesondere einer Schokoladenmasse, mit den Schritten
    • – Bereitstellen einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
    • – Kühlen des kühl- und heizbaren Oberflächenbereichs,
    • – Eintauchen des Oberflächenbereichs und des Temperaturfühlers in die Masse,
    • – Erfassen des vom Temperaturfühler abgegebenen Signals in Abhängigkeit von der Zeit
    • – Ermittlung des Temperiergrads aus dem zeitlichen Verlauf dieses Signals.
  • Zunächst wird der Oberflächenbereich auf eine Temperatur gekühlt, die wesentlich unterhalb der Erstarrungstemperatur der Masse liegt, beispielsweise um 15 bis 35 K. Nach dem Eintauchen des Messkopfs, der den kühl- und heizbaren Oberflächenbereich sowie den Temperaturfühler umfasst, erfasst der Fühler zunächst eine Temperatur die gleich der der Masse ist. Durch das fortdauernde Kühlen des Oberflächenbereiches wird der angrenzenden Masse Wärme entzogen und durch Wärmeleitung aus ferneren Bereichen ergänzt. Würde die Masse nicht erstarren, dann ergäbe sich eine Temperatur-Zeit-Kurve von der üblichen Exponentialform einer Abkühlungskurve. Je nach dem Grad der Temperierung beziehungsweise Vorkristallisation der Masse erfolgt jedoch beim Abkühlen auch eine mehr oder weniger rasche Erstarrung des Fettanteils und damit Freisetzung von Erstarrungswärme. Dadurch wird die Abkühlung des Temperaturfühlers verzögert, und zwar entsprechend einer Überlagerung durch eine mehr oder weniger breite glockenförmige Kurve. Die resultierende Temperatur-Zeit-Kurve ähnelt denjenigen, die mit den Vorrichtungen und Verfahren nach dem Stand der Technik erhalten werden.
  • Der Erfindung liegt somit die überraschende Erkenntnis zu Grunde, dass bei der Ermittlung des Temperiergrads keine abgeschlossene Messkammer mit gekühlten Wänden erforderlich ist, sondern vergleichbare Ergebnisse auch mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielt werden. Eine schlüssige Erklärung dafür kann hier nicht gegeben werden. Vermutlich wird aber durch die Abkühlung der Masse am Oberflächenbereich dort die ohnehin schon hohe Viskosität weiter gesteigert, so dass die Masse nicht mehr durch thermische Konvektion oder eine mäßige aufgeprägte Strömung aus dem Messkopf bewegt wird und sich ähnlich verhält, als wenn sie in einer Messkammer eingeschlossen wäre.
  • Der Messkopf wird vorteilhaft so tief in die Masse eingetaucht, dass sich Effekte von der Oberfläche her, z. B. durch stärkere Abkühlung, Verdampfen von Wasser oder Kristallisation, nicht auswirken können. Typischerweise reicht eine Tiefe von circa 10 mm aus. Es ist selbstverständlich auch möglich, zunächst den Messkopf in die Masse einzutauchen und danach die Kühlung des Oberflächenbereichs einzuschalten.
  • Das Erfassen des vom Temperaturfühler abgegebenen Signals in Abhängigkeit von der Zeit kann auf bekannte Weise erfolgen, beispielsweise manuell, etwa durch Ablesen eines Messgeräts, über einen Schreiber oder einen Rechner mit Datenspeicher. Ebenso kann die Auswertung des zeitlichen Verlaufs zur Ermittlung des Temperiergrads auf übliche Weise vorgenommen werden, beispielsweise ebenfalls manuell anhand einer vom Schreiber aufgezeichneten oder vom Rechner auf einer Anzeige ausgegebenen Kurve oder automatisch mittels einer geeigneten Software im Rechner.
  • Die Erfassung des Signals kann abgebrochen werden, wenn nach einer für die Erfassung des Temperiergrads ausreichenden Zeitdauer genügend Daten für die Auswertung zur Verfügung stehen. Das kann wiederum manuell, beispielsweise nach visueller Prüfung einer aufgezeichneten Kurve, veranlasst werden. Andererseits kann auch der auswertende Rechner den Abbruch veranlassen, wenn der Temperiergrad bestimmt wurde. Zu diesem Zeitpunkt wird die Kühlung des Oberflächenbereiches unterbrochen und die Heizung des Bereichs eingeleitet. Dabei wird die Temperatur des Oberflächenbereiches soweit und solange erhöht, dass die zwischen Oberflächenbereich und Temperaturfühler mehr oder weniger erstarrte Masse geschmolzen wird. Spätestens nachdem dies erreicht ist, kann der Messkopf aus der Masse entfernt, gegebenenfalls gespült und für eine neue Messung verwendet werden. Selbstverständlich kann die Messung auch länger fortgesetzt werden, z. B. wenn dies zu Prüfung der Vorrichtung und/oder des Verfahrens erwünscht ist.
  • Bei der Verwendung eines Wärmerohrs zum Kühlen und Heizen des Oberflächenbereiches kann die Wärme vergleichsweise schnell ab- und zugeführt werden. Daher ist es auch möglich, das Kühlen des Oberflächenbereiches nach dem Eintauchen in die Masse vorzunehmen. Weil die Einstellung der gewünschten Temperatur des Oberflächenbereiches beim Kühlen und Heizen sehr rasch erfolgt, kann die Messung in relativ kurzer Zeit durchgeführt werden. Typischerweise ist bereits nach etwa 3 Minuten Kühlen ein ausreichender Teil der Abkühlungskurve aufgenommen und nach darauf folgenden etwa 2 Minuten Heizen die Vorrichtung wieder für eine neue Messung bereit. Eine Optimierung der Erfindung hinsichtlich weiterer Verkürzung der Messzeit erscheint möglich.
  • Nach der Ermittlung des Temperiergrads kann der entsprechende Wert zur Steuerung einer im Herstellungsablauf vorangehenden Behandlungseinheit für die Masse verwendet werden. Dies kann beispielsweise erfolgen, indem Prozessparameter für diese Behandlungseinheit je nach dem Temperiergrad manuell verändert werden, indem der Temperiergrad als Istwert in eine Steuerung eingegeben wird, oder indem der Temperiergrad automatisch vom auswertenden Rechner, gegebenenfalls über eine geeignete Schnittstelle, an die Steuerung der Behandlungseinheit übermittelt wird.
  • Die bisherige Beschreibung des erfindungsgemäßen Verfahrens geht davon aus, dass die Ermittlung des Temperiergrads in einer in Ruhe befindlichen Masse erfolgt, beispielsweise in einem Vorrats- oder Puffergefäß oder einem Gießtrichter einer Gießanlage. Ebenso gut ist es aber möglich, den Messkopf in einem Strom einer fetthaltigen Masse zu installieren und die Messung beliebig oft wiederholt durchzuführen. Dabei ist einerseits darauf zu achten, dass die Messung nicht durch die Strömung gestört werden kann. Daher ist es vorteilhaft, den Messkopf so zu drehen, dass sich der Temperaturfühler in Stromrichtung hinter dem eintauchbaren Glied, das heißt in dessen Strömungsschatten, befindet. Wenn dort die Strömung noch zu stark ist, kann sie durch geeignet geformte Strömungskörper gedämpft werden. Andererseits muss natürlich zur Vorbereitung einer neuen Messung die zwischen Oberflächenbereich und Temperaturfühler befindliche Masse ausgetauscht werden können, gegebenenfalls durch zum Schmelzen ausreichendes Aufheizen. Hierzu kann es nützlich sein, den Messkopf zwischen den Messungen um die Längsachse zu drehen, z. B. um etwa 90°, so dass der Raum zwischen Oberflächenbereich und Temperaturfühler von der Masse durchströmt werden kann. Vor der neuen Messung wird dann der Temperaturfühler wieder in den Strömungsschatten gedreht. Es ist nicht notwendig, den Messkopf zwischen zwei Messungen aus der strömenden Masse zu entfernen.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich gegenüber dem Stand der Technik durch einen sehr einfachen und kompakten Aufbau aus. Die untersuchten Probemengen sind wesentlich kleiner als nach dem Stand der Technik, wodurch auch die erforderliche Messzeit bedeutend kürzer ist. Die Reinigung der Vorrichtung wird durch einfaches Abschmelzen der erstarrten Masse sehr vereinfacht; insbesondere bei der Verwendung eines Peltierelements wird dies durch Umkehr der Polarität des Stroms sehr einfach und schnell erreicht. Da das Verfahren auch in strömender Masse ausführbar ist, sind Inline-Messungen zur laufenden Steuerung mit der gleichen erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich. Verfahren und Vorrichtung lassen sich in bekannte Systeme zur Anlagensteuerung integrieren, wodurch auch eine Einbindung in Systeme zum Qualitätsmanagement der Produktion möglich ist.
  • Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels mittels der beigegebenen Zeichnungen näher beschrieben.
  • 1 ist ein Längsschnitt durch einen Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit Messkopf sowie Kühl- und Heizeinrichtung.
  • 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt des Messkopfs.
  • 1 stellt den wesentlichen Teil einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit eintauchbarem Glied 2 und Kühl- und Heizeinrichtung 28 dar. Das eintauchbare Glied 2 umfasst einen Abschnitt des Wärmerohrs 4, der mit einer thermisch isolierenden Beschichtung 10 versehen ist. In diesem Bereich wird die Temperatur der Oberfläche hauptsächlich von der Umgebung und nicht vom Wärmerohr beeinflusst. Im Wärmerohr 4 ist eine hier nicht gezeigte Kapillarstruktur und ein verdampfbares Wärmeübertragungsmittel vorhanden. Am ersten Ende 6 des Wärmerohrs 4 befindet sich ein kühl- und heizbarer Oberflächenbereich 14, der in der isolierenden Beschichtung 10 ausgespart ist. Hier wird die Temperatur hauptsächlich vom Zustand des Wärmerohrs und weniger von der Umgebung beeinflusst. In der isolierenden Beschichtung 10 parallel zum Wärmerohr 4 ist die Zuleitung 12 eines Thermoelements geführt, dass mit seiner Lötstelle 16 aus der Beschichtung 10 heraus in den Raum nahe des Bereichs 14 ragt. Hier befindet sich die eigentliche Messstelle A. Die Zuleitung 12 des Thermoelements ist mit einer nicht gezeigten Einrichtung zur Erfassung des Signals verbunden.
  • Der zweite Endabschnitt 8 des Wärmerohrs steht über den Wärmeleitkörper 20 in thermischem Kontakt mit den Peltierelementen 22. Diese Peltierelemente werden von einer hier nicht gezeigten Stromquelle mit Gleichstrom versorgt. Im Wärmeleitkörper 20 ist ein zweiter Temperaturfühler 26 untergebracht, der im Zusammenwirken mit der Stromquelle und einen hier nicht gezeigten Regler die Temperatur des Wärmeleitkörpers auf einem Sollwert hält. Dieser Sollwert kann je nach dem Fortschritt des Messvorgangs manuell oder von einer automatischen Steuerung eingestellt werden.
  • Der Wärmeleitkörper 20 ist so geformt, dass er möglichst große Kontaktflächen einerseits zum zylindrischen Wärmerohr, andererseits zu den im Allgemeinen plattenförmigen Peltierelementen herstellt, selbst aber keine allzu große Wärmekapazität besitzt. Im dargestellten Beispiel hat er die Form eines Quaders mit einer zentralen Bohrung für das Wärmerohr. Die Peltierelemente 22 sind sämtlich in gleicher Ausrichtung hinsichtlich des thermoelektrischen Effekts zum Wärmeleitkörper 20 angeordnet, das heißt, das sie bei einer bestimmten Polarität des Gleichstroms alle den Wärmeleitkörper kühlen, bei Umkehr der Polarität jedoch heizen. Auf der dem Wärmeleitkörper abgewandten Seite der Peltierelemente ist ein Kühlkörper 28 mit Rippen angeordnet, der beim Kühlen des Wärmeleitkörpers 20 den Peltierelementen 22 Wärme entzieht, beim Heizen dagegen Wärme zuführt.
  • Im gezeigten Beispiel ist das Wärmerohr gerade ausgebildet. Es können aber auch Wärmerohre mit anderer Form, beispielsweise einem abgewinkelten Abschnitt, verwendet werden, wenn dies z. B. die räumliche Anordnung anderer Vorrichtungsbauteile erleichtert und die Wirkung nicht beeinträchtigt. Nach den gleichen Kriterien kann die Länge des Wärmerohrs bemessen werden.
  • 2 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Messstelle A. Im Endbereich 6 des Wärmerohrs 4 endet die isolierende Beschichtung 10 und lässt den kühl- und heizbaren Oberflächenbereich 14 frei. Die Lötstelle 16 des Thermoelements 12 tritt hier aus der Beschichtung 10 aus und bildet mit dem Oberflächenbereich 14 einen Spalt 18, der beispielsweise 1,5 mm weit ist.
  • Mit dieser beispielhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann der Temperiergrad einer fetthaltigen Masse, insbesondere einer Schokoladenmasse, wie folgt ermittelt werden. Zu Beginn der Messung befinden sich alle Bauteile auf Umgebungstemperatur. Nun wird die mittels des zweiten Temperaturfühlers 26 regelbare Stromquelle für die Peltierelemente 22 eingeschaltet. Da das Wärmerohr 4 zum größten Teil isoliert beziehungsweise im Wärmeleitkörper 20 untergebracht ist, ist die Temperatur des Oberflächenbereiches 14 ziemlich genau gleich der des Wärmeleitkörpers 20. Sobald der Wärmeleitkörper 20 die Solltemperatur für den Oberflächenbereich, beispielsweise für Schokolade 7°C, erreicht hat, wird das Ende des Wärmerohrs 4 zusammen mit der Lötstelle 16 in die zu untersuchende Masse eingetaucht, beispielsweise mindestens etwa 10 mm. Dabei beginnt die Masse am Oberflächenbereich 14 zu erstarren. Die Lötstelle 16 des Thermoelements wird zunehmend in die erstarrende Masse eingebettet und misst nahezu trägheitslos deren Temperatur. Der zeitliche Verlauf dieser Temperatur dient, wie oben beschrieben, der Beurteilung des Temperiergrads.
  • Sobald die Temperatur-Zeit-Kurve für diese Beurteilung des Temperiergrads ausreicht, wird die Polarität des durch die Peltierelemente fließenden Gleichstroms umgekehrt. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass ein neuer Sollwert, beispielsweise 40°C, manuell oder automatisch in den Temperaturregler für den Wärmeleitkörper 20 eingegeben wird. Dadurch wird der Wärmeleitkörper 20 und damit auch die Oberflächenbereich 14 auf diese Temperatur erwärmt und die bei der Messung erstarrte Masse wieder aufgeschmolzen. Der Messkopf kann nun aus der Masse herausgehoben, gegebenenfalls gespült und für eine neue Messung verwendet werden.
  • 2
    eintauchbares Glied
    4
    Wärmerohr
    6
    erstes Ende
    8
    zweites Ende
    10
    isolierende Beschichtung
    12
    Thermoelement-Zuleitung
    14
    kühl- und heizbarer Bereich
    16
    Lötstelle des Thermoelements
    18
    Spalt Lötstelle-Oberflächenbereich
    20
    Wärmeleitkörper
    22
    Peltierelemente
    24
    Kühlkörper
    26
    zweiter Temperaturfühler
    28
    Kühl- und Heizeinrichtung

Claims (24)

  1. Vorrichtung zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen, insbesondere von Schokoladenmasse, umfassend – ein in die Masse eintauchbares Glied (2) mit einem kühl- und heizbaren Oberflächenbereich (14), – einen in der Nähe dieses Oberflächenbereichs angebrachten, von diesem beabstandeten und mit ihm eintauchbaren Temperaturfühler (16), – Mittel (4, 20, 22) zur Beeinflussung der Temperatur des Oberflächenbereichs und – Mittel zur Erfassung der Temperatur des Temperaturfühlers.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das eintauchbare Glied die Form eines Rohrs mit mindestens einem geschlossenen Ende hat.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Oberfläche des Rohrs, ausgenommen deren kühl- und heizbarer Bereich (14), mit einer thermischen Isolierung (10) versehen ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das eintauchbare Glied ein erstes Ende (6) eines Wärmerohrs (4) ist, dessen zweites Ende (8) mit einer Einrichtung (22) zum Kühlen und Heizen versehen ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (22) zum Heizen und Kühlen ein Peltierelement umfasst.
  6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturfühler (16) ein Thermoelement ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (18) zwischen dem Oberflächenbereich (10) und dem Temperaturfühler (16) 0,5 bis 5 mm beträgt.
  8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (18) zwischen dem Oberflächenbereich (10) und dem Temperaturfühler (16) 1,0 bis 2,5 mm beträgt.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Einrichtung (22) zum Kühlen und Heizen und dem Wärmerohr (4) ein Wärmeleitkörper (20) angeordnet ist, der mit der Einrichtung und dem Wärmerohr in thermischem Kontakt steht.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeleitkörper (20) aus Aluminium besteht.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen zweiten Temperaturfühler (26) im oder am Wärmeleitkörper (20) sowie Mittel zur Steuerung der Temperatur des Wärmeleitkörpers umfasst.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmerohr (4) aus Edelstahl gefertigt ist.
  13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur Erfassung des Temperaturfühlersignals in Abhängigkeit von der Zeit umfasst.
  14. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur Auswertung des Zeit-Temperatursignals umfasst.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zur Übermittlung des Auswerteergebnisses an die Steuerung einer im Herstellungsablauf vorangehenden Behandlungseinheit der Masse umfasst.
  16. Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads einer fetthaltigen Masse, insbesondere einer Schokoladenmasse, umfassend die Schritte – Bereitstellen einer Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, – Kühlen des kühl- und heizbaren Oberflächenbereichs, – Eintauchen des Oberflächenbereichs und des Temperaturfühlers in die Masse, – Erfassen des vom Temperaturfühler abgegebenen Signals in Abhängigkeit von der Zeit – Ermittlung des Temperiergrads aus dem zeitlichen Verlauf dieses Signals.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei ferner nach einer für die Erfassung des Temperiergrads ausreichenden Zeitdauer der Oberflächenbereich zumindest so lange geheizt wird, bis die zwischen Oberflächenbereich und Temperaturfühler erstarrte Masse geschmolzen ist.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung des Temperiergrads manuell mittels einer Anzeige oder Aufzeichnung des Temperatur-Zeit-Signals erfolgt.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung des Temperiergrads automatisch in einem Rechner erfolgt.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperiergrad an die Steuerung einer im Herstellungsablauf vorangehenden Behandlungseinheit der Masse übermittelt wird.
  21. Verfahren nach Anspruch 20. dadurch gekennzeichnet, dass die Übermittlung automatisch erfolgt.
  22. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die fetthaltige Masse in Ruhe ist.
  23. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die fetthaltige Masse strömt.
  24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturfühler (16) sich im Strömungsschatten des eintauchbaren Glieds (2) befindet.
DE200810016131 2008-03-28 2008-03-28 Vorrichtung und Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen Expired - Fee Related DE102008016131B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200810016131 DE102008016131B4 (de) 2008-03-28 2008-03-28 Vorrichtung und Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200810016131 DE102008016131B4 (de) 2008-03-28 2008-03-28 Vorrichtung und Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE102008016131A1 DE102008016131A1 (de) 2009-10-08
DE102008016131B4 true DE102008016131B4 (de) 2010-04-08

Family

ID=41051288

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200810016131 Expired - Fee Related DE102008016131B4 (de) 2008-03-28 2008-03-28 Vorrichtung und Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102008016131B4 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102024109624A1 (de) * 2024-04-05 2025-10-09 Ifm Electronic Gmbh Verfahren zur Inline Regelung eines Temperprozesses bei der Schokoladenherstellung sowie eine Messanordnung

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3714951C1 (de) * 1987-05-06 1988-04-14 Sollich Gmbh & Co Kg Vorrichtung zum Erfassen von Kristallisations-Erstarrungskurven von Schokolade- und aehnlichen Fettmassen
DE4209073A1 (de) * 1992-03-20 1993-09-23 Deutsches Inst Lebensmitteltec Verfahren zur ermittlung von kristallisationsguete sowie kristallanteil vorkristallisierter fluider fettstoffsysteme oder fetthaltiger stoffsysteme und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
EP1591786A1 (de) * 2004-04-29 2005-11-02 Sollich KG Vorrichtung zum Erfassen von Kristallisations-Erstarrungskurven von Schokolade- und ähnlichen Fettmassen
DE102006034346B4 (de) * 2006-07-25 2008-11-27 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Verfahren und Vorrichtung zum periodischen Messen der Fließgrenze von Dispersionen sowie deren Verwendung

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2267478A (en) 1992-05-29 1993-12-08 Apv Corp Ltd Apparatus for sampling fluids

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3714951C1 (de) * 1987-05-06 1988-04-14 Sollich Gmbh & Co Kg Vorrichtung zum Erfassen von Kristallisations-Erstarrungskurven von Schokolade- und aehnlichen Fettmassen
DE4209073A1 (de) * 1992-03-20 1993-09-23 Deutsches Inst Lebensmitteltec Verfahren zur ermittlung von kristallisationsguete sowie kristallanteil vorkristallisierter fluider fettstoffsysteme oder fetthaltiger stoffsysteme und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
EP1591786A1 (de) * 2004-04-29 2005-11-02 Sollich KG Vorrichtung zum Erfassen von Kristallisations-Erstarrungskurven von Schokolade- und ähnlichen Fettmassen
DE102006034346B4 (de) * 2006-07-25 2008-11-27 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Verfahren und Vorrichtung zum periodischen Messen der Fließgrenze von Dispersionen sowie deren Verwendung

Also Published As

Publication number Publication date
DE102008016131A1 (de) 2009-10-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
FI86229C (fi) Foerfarande foer formning av ett uppvaermbart och nedkylbart element vid ett system behandlande smao vaetskemaengder samt ett medelst foerfarandet framstaellt element.
DE19911441B4 (de) Rheometer bzw. Rotationsviskosimeter
DE102011009268B4 (de) Kalorimeter mit Differentialabtastung
AT510043B1 (de) Temperierungselement zum aufheizen und raschen abkühlen von messproben
EP0444144A1 (de) Thermostatisiergerät.
DE19937952A1 (de) Probenkühlvorrichtung und Verfahren
EP3992621B1 (de) Messgerät mit elektrothermischem wandler zum einstellen eines thermischen widerstandes, und betriebsverfahren
AT515081A4 (de) Verfahren zur Einstellung der Temperatur und Temperierbehälter
DE10346793B4 (de) Kühleinrichtung zur Kryokonservierung und entsprechendes Betriebsverfahren
DE102008016131B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Bestimmung des Temperiergrads von fetthaltigen Massen
DE3714951C1 (de) Vorrichtung zum Erfassen von Kristallisations-Erstarrungskurven von Schokolade- und aehnlichen Fettmassen
DE3637497A1 (de) Verfahren und einrichtung zum fuehlen von stroemungsgeschwindigkeiten und/oder durchfluessen
DE102004055148B4 (de) Vorrichtung für die Gefrier- oder Tieftemperatursubstitution
DE19943861B4 (de) Heizvorrichtung ohne Wood-Metall, die die Flüchtigkeitsmessung nach Noack einer Flüssigkeitsprobe eines Petroleumproduktes, hauptsächlich eines Schmieröls, erlaubt und Verfahren unter Anwendung dieser Vorrichtung
DE2450515C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum VorkristaUisieren von kakaobutterhaltigen Massen
DE3110042A1 (de) Verfahren und anordnung zum abtauen von eis an einem luftkuehler einer waermepumpe oder kaeltemaschine
DE3108242A1 (de) Verfahren zur kalorischen messung der verlustleistung eines getriebes und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
EP0045106B1 (de) Einrichtung zum Bestimmen des Gefrierpunktes einer auf der Fahrbahn einer Strasse befindlichen oder von der Fahrbahn entnommenen Flüssigkeit
DE4209073C2 (de) Verfahren zur Ermittlung von Kristallisationsgüte sowie Kristallanteil vorkristallisierter fluider Fettstoffsysteme oder fetthaltiger Stoffsysteme und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE3900943C1 (en) Device for determining the thermal transfer between a quenching agent of a quenching device and a metallic workpiece
DE3320055A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur messung der abschreckintensitaet von fluessigen abschreckbaedern
DE19907888C2 (de) Verfahren und Einrichtung zur indirekten Bestimmung der Zahnvitalität
AT522892A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung eines Gussstückes bevorzugt als Vormaterial
WO2000045956A1 (de) Verdampferanordnung mit einer probengefäss-haltevorrichtung und verfahren zum verdampfen einer probe
DE19943076A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der spezifischen Wärmekapazität, der Wärmeleitfähigkeit und/oder der Temperaturleitfähigkeit

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee
R409 Internal rectification of the legal status completed
R409 Internal rectification of the legal status completed
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee