DE102008015893A1 - Trommelsteuerung für eine Trommelwaffe - Google Patents
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Abstract
Vorgeschlagen wird eine Trommelschaltung für das Zuführen einer Munition (21) in ein Waffenrohr (2) über eine Trommel (3), welche umfangsseitig auf der Trommel (3) in Form einer Führungskurve (20) eingebunden ist und über einen Schaltschieber (7) mit Nocken (8) gedreht wird. Die Führungskurve (20) zeichnet sich dadurch aus, dass sie als unterteilte Führungskurven (20.1, 20.2) ausgeführt ist, wobei der Schaltschieber (7) eine entsprechende Anzahl von Nocken (8, 9) aufweist, die mit je einer der Führungskurve (20.1, 20.2) funktional zusammenwirken.
Description
- Es ist bekannt, zur Drehung einer Trommel und damit zum Zuführen einer Munition in eine so genannte Schussposition, auf der Umfangsseite der Trommel eine Schaltkurve bzw. Steuerkurve einzubinden. Steuerkurven dieser oder andere Art sind unter anderem aus der
DE 38 20 088 A1 ,DE 10 2005 045 824 B3 ,DE 198 04 653 C2 oder derDE 86 27 108 U1 bekannt. - Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Trommelsteuerung für eine Trommelwaffe aufzuzeigen, mit der ein einfaches Drehen der Trommel und ein sauberes Zuführen der Munition in ein Waffenrohr erreicht werden kann.
- Gelöst wird die Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausführungen sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
- Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, die Schalt- bzw. Steuerkurven in wenigstens zwei Kurven zu unterteilen. Durch Aufteilung der Schalt- bzw. Steuerkurve kann die notwendige Trommellänge auf die maximale Patronenlänge reduziert bzw. minimiert werden, wodurch dieser Bereich kleiner bauend wird. Ein entsprechend konstruktiv ausgeführter Schaltschieber bzw. seine miteinander zusammenwirkenden Nocken werden in diesen Schaltkurven geführt.
- Anhand eines Ausführungsbeispiels mit Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden. Es zeigt:
-
1 ein Teil einer Waffe in einer Schnittdarstellung mit den wesentlichen Elementen zur Erläuterung, -
2 eine Draufsicht auf die Waffe, -
3 die schematische Abfolge der Trommelschaltung, -
4 eine Darstellung der Trommelsteuerkurven. - In
1 erkennbar sind wesentliche Teile einer sonst nicht detaillierter dargestellten Waffe1 mit Waffenlauf2 aufgezeigt. - Die Waffe
1 umfasst eine Trommel3 , die in dieser Ausführung sich dadurch auszeichnet, dass sie ein geschlossenes Gehäuse4 besitzt. In diesem integriert sind vorzugsweise vier Patronenlager5 zur Aufnahme einer von vorne (P) zuführbaren Munition (21 ,2 ). Hinten abgeschlossen wird die Trommel3 durch einen vorzugsweise gehäuseeigenen Deckel bzw. Stoßboden6 . - Die Trommel
3 beisitzt umfangsseitig eine Trommelschaltung in Form einer Führungskurve20 und wird durch einen Schaltschieber7 gedreht. Die Trommelschaltung bzw. die Führungskurve20 ist in wenigstens zwei Kurven unterteilt bzw. geteilt. Der Schaltschieber7 besitzt entsprechend dieser Aufteilung zwei Nocken8 ,9 , wobei der hintere Nocken8 höhenbeweglich sein sollte und dazu vorzugsweise federnd gelagert ist. - Mit dem Schaltschieber
7 verbunden ist ein Pleuel10 , welches funktional mit einem vorne am Waffenlauf2 eingebundenen und in zwei Ebenen geteilten Schieber11 zusammen wirkt. Der Schieber11 weist in diesem Ausführungsbeispiel zwei obere Steuerkurven11a ,11b und zwei unteren Steuerkurven11c ,11d auf, wobei die obere Steuerkurve11a und die untere Steuerkurve11c mit dem Pleuel10 des Schaltschiebers7 und die Steuerkurven11b ,11d mit einem Pleuel13 eines Zuführschiebers14 (2 ) für die Munition21 zusammen arbeiten. Die Steuerkurven11a und11c sowie11b und11d haben eine, mit einem Hockeyschläger vergleichbare Kurvenführung und ergänzen sich funktional. Die obere Ebene des Schiebers11 ist bewegbar. Die Draufsichtdarstellung dazu ist der2 entnehmbar. - Die Funktion ist wie folgt (
3 ):
Durch den Antrieb (hier ein Gaskolben22 , alternativ auch Fremdantriebe) wird die sich vorher in seiner Ausgangsstellung (3a ) befindliche obere Ebene des Schiebers11 zur unteren Ebene des Schiebers11 verstellt (3b ). Mit dieser Verstellung fährt die Steuerkurve11a am Pleuel10 entlang, während der Pleuel10 selber stehen bleibt. Der Pleuel13 hingegen wird durch die Steuerkurve11b bewegt und damit auch der Zuführschieber14 . In etwa zeitgleich erreichen der Pleuel10 als auch der Pleuel13 den Umkehrpunkt U in ihren oberen Steuerkurven11a ,11b (3c ), die Munition21 ist zugeführt. Nunmehr wirken die unteren, feststehenden Steuerkurven11c ,11d . Der Zuführschieber14 bleibt stehen, da der Pleuel13 abgelegt und nicht weiter bewegt wird, der Schaltschieber7 hingegen wird durch den in der Steuerkurve11a weiter verstellten Pleuel10 bewegt. Mit Einnahme des gemeinsamen Endpunktes E in der unteren als auch oberen Ebene, beide Pleuels10 ,13 haben innerhalb ihrer Schaltkurven11a ,11c , bzw.11b ,11d ihre Entstellung eingenommen, fährt die obere Ebene des Schieber11 wieder zurück (3d ), der Schaltschieber7 führt über die Nocken8 ,9 die Trommelbewegung bzw. Trommelschaltung beispielsweise um 45° aus (bei vier Patronenlager5 ) (3e ). Erreicht der Pleuel10 das Ende seiner unteren Steuerkurve11c und den Umkehrpunkt U in seiner oberen Steuerkurve11a , befindet sich das System in der Schussposition S. Danach läuft der Schieber11 zurück, nimmt über den Pleuel13 den Zuführschieber14 in die so genannte Ausgangsstellung und damit in die Zündstellung mit (3f ). - Der Ablauf wiederholt sich zum Neuladen und Auslösen.
- Die Trommelschaltung
20 ist erfindungsgemäß als geteilte Trommel- bzw. Führungs- oder Trommelschaltkurve, hier zweigeteilt als Kurve20.1 ,20.2 vorgesehen, die, in gleicher Richtung liegend, miteinander funktional zusammenwirken und in Summe die vollständige Trommelschaltung20 ergeben. Dies ermöglicht die Verkürzung der Trommel3 auf die maximale Patronenlänge. - Der hintere federnde Nocken
8 befindet sich in der Ausgangsstellung (keine Patrone21 zugeführt) im Eingriff mit der hinteren Führungskurve20.1 , der vordere Nocken9 derzeit noch nicht. Durch Bewegen des Schaltschiebers7 (mittels Pleuel10 ) wird der Nocken8 entlang dieser Führungskurve20.1 geführt. Noch bevor der Nocken8 aus dieser austritt, kommt der zweite Nocken9 in Eingriff mit der vorderen Führungskurve20.2 . Die Bewegung des Schaltschiebers8 wird nun durch die Gestaltung der vorderen Führungskurve20.2 definiert. In diese ist zur Totpunktverlagerung und Vermeidung von Störungen eine so genannte Handschaltkurve H in Form einer Schräge eingebunden, wodurch kein Totpunkt verursacht werden kann. Damit der hintere Nocken8 nicht aus seiner Führungskurve20.1 bei der Bewegungsumkehrung ausbrechen kann, ist eine seitliche Erhöhung in der Führungskurve20.1 vorgesehen. - Vor Austritt des Nockens
9 aus der vorderen Führungskurve20.2 greift wieder der hintere Nocken8 in das Geschehen, d. h., in die hintere Führungskurve20.1 ein und nimmt zusammen mit dem Schaltschieber7 die Ausgangsstellung 0° – Schussauslösung S – ein. Ist ein Dauerfeuer eingestellt, liegt die Ausgangsstellung leicht differenziert gegenüber der ursprünglichen Ausgangsstellung weiter vorne (4a ). - Mit dem Weg des Schiebers
7 nach hinten wird die Trommel3 somit um 45° gedreht, mit der Vorwärtsbewegung des Schiebers7 erfolgt die Drehung der Trommel3 um die restlichen 45°. Diese Winkelgrade der notwendigen Drehung der Trommel3 bestimmen sich aus der Anzahl der vorhandenen Patronenlagern5 in einer Trommel, so dass bei einer anderen Anzahl von Patronenlagern5 als die beschriebenen vier, die Kurvengestaltung der geteilten Führungskurve20 anzupassen wäre. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 3820088 A1 [0001]
- - DE 102005045824 B3 [0001]
- - DE 19804653 C2 [0001]
- - DE 8627108 U1 [0001]
Claims (5)
- Trommelschaltung für das Zuführen einer Munition (
21 ) in ein Waffenrohr (2 ) über eine Trommel (3 ), welche umfangsseitig auf der Trommel (3 ) in Form einer Führungskurve (20 ) eingebunden ist und über einen Schaltschieber (7 ) mit Nocken (8 ) gedreht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskurve (20 ) als unterteilte Führungskurven (20.1 ,20.2 ) ausgeführt ist, wobei der Schaltschieber (7 ) eine entsprechende Anzahl von Nocken (8 ,9 ) aufweist, die mit je einer der Führungskurven (20.1 ,202 ) funktional zusammen wirken. - Trommelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltschieber (
7 ) wenigstens zwei Nocken (8 ,9 ) aufweist, wobei der eine Nocken (8 ) in der einen Führungskurve (20.1 ) und der weitere Nocken (9 ) in der anderen Führungskurve (20.2 ) funktional wirken. - Trommelschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet. dass die Summe der Trommelkurven (
20.1 ,20.2 ) die Gesamtschaltung für die Trommel (3 ) ergibt. - Trommelschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung von Störungen eine so genannte Handschaltkurve (H) in Form einer Schräge eingebunden, wodurch kein Totpunkt verursacht werden kann.
- Trommelschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass, damit der Nocken (
8 ) nicht aus seiner Führungskurve (20 ) bei der Bewegungsumkehrung ausbrechen kann, ist eine seitliche Erhöhung in der Führungskurve (20 ) vorgesehen.
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