DE102008003806A1 - Flurförderzeug mit mindestens einem RFID-Transponder - Google Patents
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Abstract
Flurförderzeug mit mindestens einem RFID-Transponder, dessen Daten von einer Lese-/Schreibeinrichtung auslesbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine RFID-Transponder mit einer Steuereinheit verbunden ist, um zusätzliche Daten zum Fahr- oder Betriebszustand des Flurförderzeugs für das Auslesen durch die Lese-/Schreibeinrichtung bereitzustellen.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Flurförderzeug mit mindestens einem RFID-Transponder, dessen Daten von einer Lese-/Schreibeinrichtung auslesbar sind.
- Aus FM DAS LOGISTIK-MAGAZIN 10/2007, Seite 36, 37, ist ein Asset-Management via Radio Frequency Indentification von Siemens A&D bekannt. Bei dem bekannten System werden bei der Herstellung und/oder Lagerung von Gütern Behälter oder Transportgestelle mit robusten, beschreibbaren und wiederverwendbaren Tags (Datenspeicher) ausgestattet. Mit dem Funkfeld von fest im Raum installierten Schreib-/Lesegeräten werden die Daten für das Beschreiben und Lesen der Tags sowie die Energie zum Datenspeicher übertragen. Datenspeicher beinhalten eine feste, nicht veränderbare Identifikationsnummer und einen wiederbeschreibbaren Bereich für individuelle Produktionsdaten. Bei den individuellen Produktionsdaten handelt es sich um fertigungsrelevante Zusatzinformationen, die in dem RFID-Transponder abgelegt werden und von der Lese-/Schreibeinrichtung ausgelesen werden können, um so einer übergeordneten Software zur Verfügung gestellt werden können, wie beispielsweise einem Manufacturing Execution System (MES) zur Steuerung der Produktion und zur Überwachung der Reihenfolge der Produktionsschritte. Die Daten können ebenfalls an ein Warehouse-Management-System (WMS) weitergeleitet werden, das die Verwaltung von leeren Transportgestellen übernimmt.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Flurförderzeug bereitzustellen, das in einer Umgebung, die mit RFID-Transpondern und/oder Lese-/Schreibeinrichtungen ausgestattet ist, zusätzliche Daten für einen übergeordneten Rechner zur Verfügung stellt.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Flurförderzeug mit den Merkmalen aus Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen bilden die Gegenstände der Unteransprüche.
- Das erfindungsgemäße Flurförderzeug besitzt oder trägt mindestens einen RFID-Transponder, dessen Daten von einer Lese-/Schreibeinrichtung ausgelesen werden können. Erfindungsgemäß ist der mindestens eine RFID-Transponder mit einer Steuereinheit verbunden, um zusätzliche Daten zum Fahr- und/oder Betriebszustand des Flurförderzeugs für das Auslesen durch die Lese-/Schreibeinrichtung bereitzustellen. Die Verbindung kann über Funk oder fest verdrahtet erfolgen. Das erfindungsgemäße Flurförderzeug schafft die Möglichkeit, nicht nur Daten zu den transportierten Gütern zu erfassen und weiterzuleiten, sondern zusätzlich Daten zum Fahr- und/oder Betriebszustand des Flurförderzeugs in dem RFID-Transpon der abzulegen. Diese gemeinsame Datenerfassung von Daten zu dem transportierten Gut oder dessen Lasttragmittel und zu dem transportierenden Flurförderzeug ermöglicht es, in einer übergeordneten Steuerung nicht nur die Bewegung von Gütern oder Lasttragmitteln, sondern auch die Zustände des Flurförderzeugs abzubilden.
- In einer bevorzugten Weiterentwicklung des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs sind die zusätzlichen Daten über eine Datenschreibeinheit in den mindestens einen RFID-Transponder schreibbar. Bevorzugt weist die Datenschreibeinheit einen Prozessor auf. Mit dem Einsatz einer Datenschreibeinheit ist es möglich, auch komplexere Fahr- oder Betriebszustände des Flurförderzeugs durch eine geeignete Codierung als zusätzliche Daten in dem RFID-Transponder abzulegen und so für übergeordnete Verwaltungssysteme zur Verfügung zu stehen.
- In einer bevorzugten Ausgestaltung ist als Steuereinheit zum Schreiben der zusätzlichen Daten in den RFID-Transponder eine zentrale Steuerung des Flurförderzeugs vorgesehen.
- In einer alternativen Ausgestaltung, die auch zusätzlich zu der von der zentralen Steuerung gespeisten Steuereinheit möglich ist, kann die Steuereinheit auch mit einem Sensor ausgestattet sein, dessen Meßwert in den mindestens einen Transponder schreibbar ist. Bei diesem Sensor kann es sich beispielsweise um einen Gabelbelegungssensor handeln, der als Betriebszustand des Flurförderzeugs anzeigt, ob die Lastgabel des Flurförderzeugs belegt ist.
- Die Erfindung wird an den nachfolgenden Figuren näher erläutert. Es zeigt:
-
1 ein erfindungsgemäßes Flurförderzeug, das im Bereich seines Hubmastes mit einem RFID-Transponder ausgestattet ist, und -
2 den Aufbau der Datenschreibeinheit mit einem Sensor. -
1 zeigt ein erfindungsgemäßes Flurförderzeug10 , das im Bereich seines Hubmastes mit einem RFID-Transponder12 ausgestattet ist. Der RFID-Transponder12 am Hubmast kann beispielsweise für unterschiedlichste Zwecke vorgesehen sein. So ist es grundsätzlich denkbar, eine Positionsbestimmung des Flurförderzeugs10 durch Auslesen des RFID-Transponders12 vorzunehmen. Alternativ kann der RFID-Transponder12 auch dazu vorgesehen sein, um das Flurförderzeug, beispielsweise bei der Einfahrt oder Ausfahrt, zu identifizieren. Unabhängig von seinem konkreten Einsatz ist der RFID-Transponder12 mit einer festen Identifikationsnummer versehen, die aus dem RFID-Transponder ausgelesen wird. Je nach Ausgestaltung kann es sich dabei um einen aktiven RFID-Transponder handeln, der eine eigene Stromversorgung besitzt. Alternativ kann es sich auch um einen passiven RFID-Transponder handeln, der seine Energie aus den empfangenen Signalen bezieht. -
1 zeigt ein auf einer Lastgabel angeordnetes Lastgut14 . Das Lastgut14 ist mit einem RFID-Transponder16 ausgestattet, der wiederum über seine eindeutige Identifikationsnummer das Lastgut kennzeichnet, so daß ein übergeordneter Rechner diese auswerten kann. - Ausgelesen werden die RFID-Transponder
12 ,16 über Lese-/Schreibeinrichtungen18 , die bevorzugt ortsfest im Einsatzgebiet des Flurförderzeugs10 angeordnet sind. Die von den Lese-/Schreibeinrichtungen18 ausgelesenen Daten werden an einen zentralen Rechner20 weitergeleitet, wo sie ausgewertet werden. Die Auswertung kann beispielsweise über ein Warehouse-Management-System (WMS) erfolgen. Auch ist es möglich, beispielsweise durch eine Zuordnung zu den Lese-/Schreibeinrichtungen18 , die Position des Trans portsguts14 und/oder die Position des Flurförderzeugs10 festzustellen. Die Positionsbestimmung für das Flurförderzeug und/oder seine Ware muß nicht notwendig über eine Lese-/Schreibeinrichtung18 erfolgen, sondern kann auch unter Verwendung mehrerer im Arbeitsbereich stationärer Lese-/Schreibeinrichtungen erfolgen, indem beispielsweise Laufzeitunterschiede der Signale zu den einzelnen Geräten erfaßt werden. - Unabhängig von der Funktion der RFID-Transponder
12 ,16 werden in dem RFID-Transponder zusätzliche Daten abgelegt. Die zusätzlichen Daten beschreiben einen Fahr- oder Betriebszustand des Flurförderzeugs. Über die Lese-/Schreibgeräte werden die zusätzlichen Informationen zum Fahr- oder Betriebszustand des Flurförderzeugs10 mitausgelesen und entsprechend an einen übergeordneten Rechner20 weitergeleitet. Selbst wenn die primär in den RFID-Transpondern12 und16 vorgesehenen Daten von bestimmten Programmen ausgelesen und ausgewertet werden, kann die übertragene zusätzliche Information in dem Rechner20 separat verarbeitet und ausgewertet werden. So können beispielsweise die Informationen zum Fahr- und/oder Betriebszustand des Flurförderzeugs an einen Flotten-Manager oder ein sonstiges System zur Überwachung der Flurförderzeuge weitergeleitet werden. -
2 zeigt den konkreten Aufbau für einen RFID-Transponder, der zusätzliche Informationen eines Sensors überträgt. Der RFID-Transponder22 besitzt eine festgelegte Identifikationsnummer, die beispielsweise zur Identifikation des Flurförderzeugs dient. Zusätzlich besitzt der RFID-Transponder ein variables Signal der Tiefe 2 Bit. Das bedeutet, daß zu der fest vorgegebenen Identifikationsnummer zusätzlich bei jedem Auslesen eines RFID-Transponders 2 Bit weitere Informationen übertragen werden können. Der RFID-Transponder22 wird über eine Spannungsquelle24 mit elektrischer Spannung versorgt. - Ein nicht näher dargestellter Gabelbelegungssensor ist in der Datenschreibeinheit
26 integriert. Die Datenschreibeinheit26 wird ebenfalls von der Spannungsquelle24 versorgt. Über eine Steuerleitung28 liegt die Datenschreibeinrichtung an dem RFID-Transponder22 an. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden mit jedem Auslesevorgang 2 Bit an zusätzlichen Daten von dem Flurförderzeug an den übergeordneten Rechner20 weitergeleitet. 2 Bit an zusätzlichen Informationen erlauben es, vier Signale von dem Flurförderzeug zu übertragen. Handelt es sich beispielsweise um einen RFID-Transponder, der beispielsweise 3 Bit variable Kanalbreite besitzt, so können bereits acht unterschiedliche Fahr- oder Betriebszustände übertragen werden. Durch Wiederholung des Auslesevorgangs können insgesamt mehr Informationen übertragen werden. - Ein möglicher Ansatz für die Auswertung von Fahr- oder Betriebszuständen besteht beispielsweise darin, daß, wenn von der Lese-/Schreibeinrichtung
18 sowohl die Identifikationsnummer des RFID-Transponders16 als auch die Identifikationsnummer des Transponders12 eingelesen wurde, anhand der zusätzlich übermittelten Daten geprüft wird, ob auch der Gabelbelegungssensor anzeigt, daß sich eine Last14 auf der Lastgabel befindet. Hierdurch kann bereits sehr früh erkannt werden, ob ein Gabelbelegungssensor an dem Flurförderzeug ausgefallen ist. - Auch weitere Einsatzmöglichkeiten für die zusätzlichen Daten können vorgesehen sein. So ist es beispielsweise möglich, ein Ableitsystem vorzusehen, bei dem über die zusätzlichen Daten Fahr- und Zustandsinformationen zu dem Flurförderzeug an den Rechner
20 weitergeleitet werden, der diese Daten an einen Flotten-Manager weiterleitet, wo diese dann im Hinblick auf Nutzung und Auslastung der einzelnen Flurförderzeuge ausgewertet werden. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - FM DAS LOGISTIK-MAGAZIN 10/2007, Seite 36, 37 [0002]
Claims (10)
- Flurförderzeug mit mindestens einem RFID-Transponder, dessen Daten von einer Lese-/Schreibeinrichtung auslesbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine RFID-Transponder (
12 ) mit einer Steuereinheit verbunden ist, um zusätzliche Daten zum Fahr- oder Betriebszustand des Flurförderzeugs für das Auslesen durch die Lese-/Schreibeinrichtung (18 ) bereitzustellen. - Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Daten über eine Datenschreibeinheit (
26 ) von der Steuerung in den mindestens einen Transponder (12 ) schreibbar sind. - Flurförderzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenschreibeinheit einen Prozessor aufweist.
- Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit mit einer zentralen Steuerung des Flurförderzeugs in Verbindung steht.
- Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit einen Sensor aufweist, dessen Meßwert in den mindestens einen Transponder schreibbar ist.
- Flurförderzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit einen Gabelbelegungssensor aufweist.
- Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der RFID-Transponder an dem Flurförderzeug angebracht ist.
- Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der RFID-Transponder an der Last und/oder einem Lastträger angebracht ist.
- Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung mit der Steuereinheit per Funk erfolgt.
- Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung mit der Steuereinheit über mindestens eine Steuerleitung erfolgt.
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| Industrie-Anzeiger, 28/29, 2006,S.42/43 S.43 Logistik & Fördertechnik, Nr.2/15.02.06,S.22-24 Logistik für Unternehmen, 3/2007,S.46-48 Industrieanzeiger, 28/29,2006,S.20-22 |
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