DE102008009508A1 - Trichtereinlaufwalzen und Verfahren zum Betreiben von Trichtereinlaufwalzen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Trichtereinlaufwalze einer Rollenrotationsdruckmaschine und ein Verfahren zum Betreiben einer Trichtereinlaufwalze, wobei zwei Trichtereinlaufwalzen (2, 3) nach einem Falztrichter (1) angeordnet sind und einen Einlaufspalt (4) für eine durch den Falztrichter längsgefalzte Papierbahn (7) ausbilden. Erfindungsgemäß ist zumindest eine der Trichtereinlaufwalzen mit einem Antrieb ausgerüstet.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Trichtereinlaufwalze einer Rollenrotationsdruckmaschine, wobei zwei Trichtereinlaufwalzen nach einem Falztrichter angeordnet sind und einen Einlaufspalt für eine durch den Falztrichter längsgefalzte Papierbahn ausbilden. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer Trichtereinlaufwalze einer Rollenrotationsdruckmaschine, wobei eine Papierbahn über zumindest einen Falztrichter längsgefalzt wird und durch zwei einen Einlaufspalt bildende Trichtereinlaufwalzen hindurchgeführt wird. Die Papierbahn kann dabei aus einer Einzelbahn oder aus mehreren übereinander gelegten Teilbahnsträngen bestehen.
- In Rollenrotationsdruckmaschinen, die sowohl als Offsetdruckmaschinen im Zeitungs- als auch im Illustrationsdruck ausgebildet sein können, wird eine Papierbahn einem Druckwerk oder mehreren Druckwerken zugeführt und dort mit einer oder mehreren Farben bedruckt. Die bedruckte Papierbahn wird als Einzelstrang oder in Teilstränge geteilt und einem oder mehreren Falztrichtern zugeführt, um dort eine Längsfaltung zu erhalten.
- Nach der Trichternase des oder der Falztrichter schließen sich die Trichtereinlaufwalzen an, die einen sogenannten Einlaufspalt bilden. Die Hauptfunktion der Trichtereinlaufwalzen ist es die Bildung des Längsfalzes des Falztrichters zu unterstützen. Aus diesem Grund sind die Trichtereinlaufwalzen als nicht angetriebene Walzen konzipiert. In der Regel sind nach den nicht angetriebenen Trichtereinlaufwalzen Zugwalzenpaare angeordnet, um die Papierbahn aktiv zu fördern. Nach dem Falztrichter oder den Falztrichtern erfolgt eine Weiterverarbeitung im Falzapparat.
- Gerade beim Einziehen der Papierbahn wirken sich die nicht aktiv angetriebenen Trichtereinlaufwalzen ungünstig aus.
- Sind alle Papierlagen auf dem Falztrichter aufgelegt, so müssen diese manuell weitergerückt werden, um den Zugwalzenpaaren zugeführt zu werden. Die Trichtereinlaufwalzen werden hierzu händisch angetrieben, um die ankommenden Papierlagen durch den durch die Trichtereinlaufwalzen gebildeten Einlaufspalt zu fördern und das Papier weiteren Komponenten der Falzeinheit zuzuführen.
- Die Erfinder haben sich daher die Aufgabe gestellt, Trichtereinlaufwalzen zu verbessern.
- Diese Aufgabe wird durch eine Trichtereinlaufwalze gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren zum Betreiben einer Trichtereinlaufwalze gemäß Anspruch 7 gelöst.
- Die Erfinder haben erkannt, dass es vorteilhaft ist, die Trichtereinlaufwalzen zumindest zeitweise, bevorzugt während dem Einziehen der Papierbahn durch die Druckmaschine zum Falzapparat, motorisch, vorzugsweise mit einem pneumatischen Antrieb, anzutreiben.
- Aus den gewonnenen Erkenntnissen heraus schlagen die Erfinder vor, eine Trichtereinlaufwalze einer Rollenrotationsdruckmaschine, wobei zwei Trichtereinlaufwalzen nach einem Falztrichter angeordnet sind und einen Einlaufspalt für eine durch den Falztrichter längsgefalzte Papierbahn ausbilden, dahingehend zu verbessern, dass zumindest eine der Trichtereinlaufwalzen einen Antrieb aufweist.
- Der Antrieb kann beim Einziehen der Papierbahn, also beim „Rüsten" der Druckmaschine, das Befördern der Papierbahn unterstützen. Hierdurch entfällt der manuelle Aufwand beim Einziehen der Papierbahn. Zumindest eine der Trichtereinlaufwalzen wird angetrieben. Der Bediener kann sich ausschließlich auf das Einziehen der Papierbahnen über den Falztrichter widmen. Die Bedienung wird komfortabler. Die Einziehfunktion wird schneller und effektiver.
- Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung sieht vor beide Trichtereinlaufwalzen mit jeweils zumindest einem Antrieb zu versehen. Hierdurch können die nach dem Falztrichter längsgefalzten Papierstränge aktiv durch den Einlaufspalt befördert werden.
- Es ist von Vorteil, wenn zwischen Antrieb der einen oder beiden Trichtereinlaufwalzen zumindest eine Kupplung angeordnet ist. Hierdurch lässt sich der Antrieb nach dem Einziehen der Papierbahn abkuppeln.
- Weiterhin günstig ist es, wenn der Antrieb derart ausgebildet ist, dass er zumindest während des Einziehens der Papierbahn zuschaltbar ist und im Druckbetrieb der Rollenrotationsdruckmaschine abschaltbar ist und kein Bremsmoment auf die Trichtereinlaufwalzen erzeugt. Hierdurch werden die Trichtereinlaufwalzen im Druckbetrieb ohne störendes Drehmoment oder Bremsmoment betrieben.
- In einer möglichen Ausführung kann der Antrieb wie folgt aussehen. Es ist zumindest an einer Trichtereinlaufwalze ein Rotor oder Schaufelrad angeordnet. Weiterhin ist eine pneumatische Einheit angeordnet, zum Beispiel ein Kompressor, die einen Luftstoß auf den Rotor oder das Schaufelrad erzeugt, um die Trichtereinlaufwalze zu bewegen.
- In einer weiteren Ausführung kann an jeder Trichtereinlaufwalze zumindest ein Rotor oder Schaufelrad bzw. mehrere Rotoren oder Schaufelräder angeordnet sein. Außerdem kann zumindest eine Speichereinheit mit komprimierter Luft angeordnet sein. Über die Speichereinheit kann ein genügend großes Luftvolumen vorhanden sein, um einen gezielten Luftstoß an den einen Rotor, Schaufelrad oder verteilt an die mehreren Rotoren, Schaufelräder zu geben, um diese in Rotation zu versetzen.
- Ergänzend zur Trichtereinlaufwalze einer Rollenrotationsdruckmaschine wird auch ein Verfahren zum Betreiben einer Trichtereinlaufwalze einer Rollenrotationsdruckmaschine vorgestellt, wobei eine Papierbahn über zumindest einen Falztrich ter längsgefalzt wird und durch zwei einen Einlaufspalt bildende Trichtereinlaufwalzen hindurchgeführt wird. In diesem neuen Verfahren wird zumindest eine der Trichtereinlaufwalzen zumindest während dem Einziehen der Papierbahn in die Rollenrotationsdruckmaschine motorisch angetrieben. Ergänzend hierzu können auch beide Trichtereinlaufwalzen motorisch, vorzugsweise mit einem pneumatischen Antrieb, angetrieben werden.
- Der Antrieb kann zumindest beim Einziehen der Papierbahn, also beim „Rüsten" der Druckmaschine, das Befördern der Papierbahn unterstützen. Hierdurch entfällt der manuelle Aufwand beim Einziehen der Papierbahn. Bei Bedarf kann der Antrieb auch während des Druckbetriebes zugeschaltet werden, wodurch die Trichtereinlaufwalzen ebenfalls als Zugwalzenpaare fungieren.
- Im neuen Verfahren wird in einer bevorzugten Betriebsweise während dem Einziehen der Papierbahn ein Drehmoment auf zumindest eine der Trichterwalzen erzeugt, wobei während dem Druckbetrieb die Trichtereinlaufwalzen außer der Bewegung durch die Papierbahn von außen betrieben werden. Wie bereits erwähnt können die Trichtereinlaufwalzen aber auch während dem Druckbetrieb aktiv angetrieben werden, um quasi als Bahnzugwalzen zu fungieren.
- Um die Trichtereinlaufwalzen anzutreiben, kann zumindest an einer Trichtereinlaufwalze ein Rotor angeordnet sein, wobei zumindest zeitweise ein Luftstrom beziehungsweise ein Luftstoß auf den Rotor erzeugt wird, um diesen und die Trichtereinlaufwalze zu bewegen.
- Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
-
1 : Falztrichter mit Trichtereinlaufwalzen. - Nachfolgend wird die hier vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf
1 beschrieben. - Die
1 zeigt einen Falztrichter1 mit den neuen Trichtereinlaufwalzen2 und3 . Beispielsweise bei einer sechs Zeitungsseiten breiten Druckmaschine (z. b. 6-2) bzw. einer acht Zeitungsseiten breiten Druckmaschine (z. b. 8-2 oder 8-3) können drei bzw. vier solcher Falztrichter1 nebeneinander angeordnet sein. Über einen solchen Falztrichter1 werden ein Papierbahnteilbahnstrang oder mehrere Papierteilbahnstränge aufgelegt, wobei auf einem Papierteilbahnstrang nebeneinander zwei Druckseiten vorhanden sind. Der eine oder die mehreren Papierteilbahnstränge werden somit über den Falztrichter1 geführt und sind unterhalb der Trichternase8 mit einem Längsfalz versehen. In1 ist die längsgefalzte Papierbahn mit7 bezeichnet. - Nach der Trichternase
8 des Falztrichters1 schließen sich die beiden Trichtereinlaufwalzen2 und3 an, die einen sogenannten Einlaufspalt4 bilden. Die Hauptfunktion der Trichtereinlaufwalzen2 und3 ist es die Bildung des Längsfalzes des Falztrichters1 zu unterstützen. - Ein Aspekt der Erfindung ist es die Trichtereinlaufwalzen
2 und3 zumindest zeitweise, bevorzugt während dem Einziehen der Papierbahn, durch die Druckmaschine zum Falzapparat, motorisch, vorzugsweise mit einem pneumatischen Antrieb, anzutreiben. - Eine mögliche Antriebsvariante ist in
1 dargestellt. Über einen Luftstoß5 , der auf jeweils einen Rotor (nicht in1 dargestellt) der Trichtereinlaufwalzen2 und3 gerichtet ist, werden die Trichtereinlaufwalzen2 und3 in Bewegung6 versetzt. - An den Falztrichtern
1 sind in der Regel zumindest an den Trichterflanken Löcher eingelassen, durch die Luft strömt, um ein Luftpolster zwischen Falztrichterflanke und Papierbahn zu erzeugen. Die notwendige Luft für den Luftstoß kann aus der Luftzuleitung an den Falztrichtern1 entnommen werden. -
- 1
- Falztrichter
- 2
- Trichtereinlaufwalze
- 3
- Trichtereinlaufwalze
- 4
- Einlaufspalt
- 5
- Druckluftstoß
- 6
- Rotationsrichtung
- 7
- Papierbahn
- 8
- Trichternase
Claims (10)
- Trichtereinlaufwalze einer Rollenrotationsdruckmaschine, wobei zwei Trichtereinlaufwalzen (
2 ,3 ) nach einem Falztrichter (1 ) angeordnet sind und einen Einlaufspalt (4 ) für eine durch den Falztrichter (1 ) längsgefalzte Papierbahn (7 ) ausbilden, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Trichtereinlaufwalzen einen Antrieb aufweist. - Trichtereinlaufwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Trichtereinlaufwalzen (
2 ,3 ) einen Antrieb aufweisen. - Trichtereinlaufwalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Antrieb der einen oder beiden Trichtereinlaufwalzen (
2 ,3 ) zumindest eine Kupplung angeordnet ist. - Trichtereinlaufwalze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb derart ausgebildet ist, dass er zumindest während des Einziehens der Papierbahn (
7 ) zuschaltbar ist und im Druckbetrieb der Rollenrotationsdruckmaschine abschaltbar ist und dann kein Bremsmoment auf die Trichtereinlaufwalzen erzeugt. - Trichtereinlaufwalze nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einer Trichtereinlaufwalze ein Rotor angeordnet ist, wobei eine pneumatische Einheit angeordnet ist, die einen Luftstoß (
5 ) auf den Rotor erzeugt, um die Trichtereinlaufwalze zu bewegen. - Trichtereinlaufwalze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Trichtereinlaufwalze zumindest ein Rotor angeordnet ist und zumindest eine Speichereinheit mit komprimierter Luft angeordnet ist.
- Verfahren zum Betreiben einer Trichtereinlaufwalze einer Rollenrotationsdruckmaschine, wobei eine Papierbahn (
7 ) über zumindest einen Falztrichter (1 ) längsgefalzt wird und durch zwei einen Einlaufspalt (4 ) bildende Trichtereinlaufwalzen (2 ,3 ) hindurchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Trichtereinlaufwalzen zumindest während dem Einziehen der Papierbahn (7 ) in die Rollenrotationsdruckmaschine motorisch angetrieben wird. - Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass beide Trichtereinlaufwalzen (
2 ,3 ) motorisch angetrieben werden. - Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest während dem Einziehen der Papierbahn (
7 ) ein Drehmoment auf zumindest eine der Trichterwalzen erzeugt wird, wobei während dem Druckbetrieb die Trichtereinlaufwalzen außer der Bewegung durch die Papierbahn (7 ) von außen drehmomentfrei betrieben werden. - Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einer Trichtereinlaufwalze ein Rotor angeordnet ist, wobei zumindest zeitweise ein Luftstrom beziehungsweise ein Luftstoß (
5 ) auf den Rotor erzeugt wird, um diesen und die Trichtereinlaufwalze zu bewegen.
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| DE200810009508 DE102008009508A1 (de) | 2008-02-15 | 2008-02-15 | Trichtereinlaufwalzen und Verfahren zum Betreiben von Trichtereinlaufwalzen |
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2008
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