DE102008009311A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Gussteilen von Rückständen des Gießereiprozesses - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Gussteilen von Rückständen des Gießereiprozesses Download PDFInfo
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung gemäß Anspruch 5.
- Die Herstellung von Gussteilen ist gekennzeichnet durch eine zunehmende Integration von funktionalen Elementen des Gussbauteiles. Dies trifft insbesondere für Motorblöcke, insbesondere Zylinderkurbelgehäuse zu. Derartige Gussgehäuse weisen komplizierte Innenräume auf, die im Finish-Prozess eine komplizierte Reinigung zur Entfernung der Sand- und Schlichterückstände aus dem Gießereiprozess erfordern. Auch Gussdefekte, wie Blattrippen oder Vererzungen müssen dabei entfernt werden. Insbesondere Motorenkomponenten, wie Zylinderkurbelgehäuse oder Zylinderköpfe neuester Generation, besitzen heute eine Vielzahl von integrierten gegossenen innen liegenden Funktionen, wie Wassermänteln, Passagen und Kanälen für Wasser oder Öl, die nach dem Gießen gereinigt werden müssen. Für diese hoch belasteten Motorenkomponenten sind die Anforderungen an die Bauteilsauberkeit in der letzten Zeit stark gestiegen.
- Im Stand der Technik werden für die Reinigung Schleuderradstrahlmaschinen verwendet, die im Wesentlichen die Außenkonturen von Rückständen des Gießprozesses säubern. Innenkonturen werden in der Regel mit Druckstrahlgeräten gereinigt, wobei der Handprozess sowie typenbezogene Sondermaschinen aufgrund der komplexen Innenräume dominieren. Flexible und kompakte industrielle Lösungen für Großserien, die den gestiegenen Anforderungen gerecht werden, sind derzeit auf dem Markt nicht vorhanden.
- Aufgabe der Erfindung ist es die Nachteile des Stands der Technik zu beheben, insbesondere ein einfach handhabbares, auf entsprechende Gussteile leicht umrüstbares und damit flexibleres Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen von Gussteilen, insbesondere Motorkomponenten, wie Zylinderkurbelgehäusen und Zylinderköpfen, zu schaffen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen durch die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale gekennzeichnet sind. Für die Vorrichtung wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 5 gelöst.
- Die Erfindung zeichnet sich durch einen zweistufigen Reinigungsvorgang innerhalb einer Strahlkabine aus und erleichtert eine gezielte Reinigung auch komplexer Innenräume in Folge von multifunktional positionierbaren Düsen. Diese sind hierzu zweckmäßiger Weise verstellbar auf Düsenleisten angebracht, die vorzugsweise am Gehäuse der Strahlkabine montiert und vorzugsweise in den drei Raumachsen verstellbar montiert sind. Die geeignete Positionierung der Düsen über Düsenhalter erfolgt unter Zwischenschaltung von Zwischenadaptern, die zwischen die Düsenhalter setzbar sind.
- In einer ersten Stufe wird auf einem Strahltisch das Zylindergehäuse insbesondere auf einer geeignet angepassten Aufnahmeplatte positioniert und in eine Kabine eingefahren, die dann verschlossen wird. Dann erfolgt der erste Reinigungsvorgang, bei welchem Strahlmittel unter hohem Druck in die Öffnungen der Innenräume des Zylinderkurbelgehäuses bzw. des Gussteils eingestrahlt werden, wobei durch mehrfaches Aufprallen an den Innenwänden der Innenräume die Reinigung erfolgt. Das Zylinderkurbelgehäuse wird dann wieder aus der Strahlkabine über den Tisch herausgefahren, neu positioniert, insbesondere um 180° gewendet, wieder in die Kabine eingefahren und dann erneut gestrahlt.
- Erfindungsgemäß ergibt sich eine kompakte Strahlanlage, die es erlaubt, Innenräume von Gussteilen, insbesondere von Zylinderkurbelgehäusen mit einer Taktzeit kleiner 40 Sekunden zu reinigen. Die Reinigungsvorrichtung zeichnet sich durch große Flexibilität hinsichtlich der zu strahlenden Öffnungen als auch der unterschiedlichsten Gussteile aus. Die Anordnung der Strahldüsen erlaubt eine vollständige Nutzung der Energie des Strahlgutes für die Reinigung der Innenräume des Bauteils.
- Die Erfindung zeichnet sind insbesondere als Einstationen-Maschine mit kompakter Flexibilität und raumsparender Bauweise für Strahlkammer und Infrastruktur zur Strahlmittelzufuhr und Reinigung des Strahlmittels bei hoher Zugänglichkeit aus. Die Maschine weist ein Minimum an bewegten Teilen auf, woraus ein geringer Verschleiß und geringe Instandhaltungskosten resultieren. Ferner zeichnet sich die Vorrichtung durch geringe Rüstzeiten beim Wechsel auf andere Typen aus, was insbesondere durch den neu gestalteten Düsenaufbau erfolgen kann. Keinen Verschleiß gibt es an den Düsenleisten durch kompletten Schutz im Strahlraum durch geeignete Zwischenadapter und Düsenhalter.
- Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen in rein schematischer Darstellung
-
1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung; -
2 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Darstellung des Innenaufbaus; -
3 eine Teildarstellung einer Düsenleiste mit daran angeordneten Düsenhaltern gem. der Reinigungsvorrichtung nach den1 und2 ; -
4 eine Schnittansicht eines zu reinigenden Zylinderkurbelgehäuses sowie -
5 eine weitere Ansicht des in4 dargestellten Gehäuses. - In
1 ist mit1 eine Strahlkabine für die Reinigung eines Gussteils, insbesondere eines Zylinderkurbelgehäuses, bezeichnet, welches im dargestellten Ausführungsbeispiel auf einem Stützrahmen mit vier Stützfüßen angeordnet ist. Das zu reinigende Bauteil wird auf einem Strahltisch2 geeignet angeordnet, der im dargestellten Ausführungsbeispiel horizontal, bei Bedarf jedoch auch vertikal verfahrbar ist. Über diesen Strahltisch2 wird das zu reinigende Zylinderkurbelgehäuse in die Strahlkabine1 eingebracht. Die Strahlkabine1 weist bodenseitig einen Auffangtrichter3 auf, in welchem das Strahlmittel für die Reinigung des Gehäuses aufgefangen wird. - Hierbei wird insbesondere metallisches Strahlmittel verwendet. Am Trichterboden bei
4 schließt eine Leitung5 für die Strahlmittelrückführung an, welche hier aus einem horizontal verlaufenden Abschnitt5a , einen vertikal verlaufenden Abschnitt5b und einen wieder horizontal verlaufenden oberen Abschnitt5c gebildet ist. Das rückgeführte Strahlmittel wird in einen Windsichter6 eingeführt, von wo es in einen Bunker7 gelangt, unter dem sich eine Anzahl von Strahlkesseln8 , hier insgesamt 10 Strahlkessel befinden, die über schematisch dargestellte Ventile separat zugeschaltet werden können. Die Strahlkessel8 sind jeweils durch Strahlschläuche9 mit der Strahlkabine1 verbunden und zwar münden sie in die besser aus den2 und3 ersichtlichen Düsenhalter10 , von denen mehrere in geeignetem Abstand zu einander auf einer Düsenleiste11 angeordnet sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind insgesamt zwei Düsenleisten11 vorgesehen. Jeder Düsenhalter10 ist mit einem Strahlschlauch9 verbunden und nimmt jeweils eine Strahldüse12 auf. Bei Bedarf kann jeder Düsenhalter auch mehr Strahldüsen aufnehmen. - Die in
1 dargestellte Strahlkabine1 ist kammerartig aufgebaut und weist beidseitig verriegelbare Schiebetüren13 auf. Diese Schiebetüren13 sind zur Wartung und zur Einstellung der sich innerhalb der Strahlkabine1 befindenden Strahldüsen12 vorgesehen. - Die in
1 links dargestellte Eingabeöffnung wird durch eine am Strahltisch2 angesetzte Strahltür14 geschlossen, wobei das Schließen mit dem Einfahren des Strahltisches2 über einen nur schematisch links dargestellten Antrieb15 , etwa in Art eines Schubkolbengetriebes, erfolgt. Auf dem Strahltisch2 ist eine geeignete Aufnahmeplatten16 vorgesehen oder montiert, die an die Zylinderbohrungen des zu reinigenden Zylinderkurbelgehäuses17 angepasst und ausgerichtet ist und das Zylinderkurbelgehäuse17 in der notwendigen Strahlposition hält. Zweckmäßigerweise weist die Aufnahmeplatte16 hierzu Aussparungen auf, die an das zu positionierende Zylinderkurbelgehäuse angepasst und auswechselbar ist. - Die Zufuhr des Zylinderkurbelgehäuses
17 auf den Strahltisch2 erfolgt durch eine geeignete Zuführeinrichtung bzw. Manipulator, der hier in Art eines mehrarmigen Gelenkmechanismus18 bzw. Roboters ausgebildet ist. -
2 zeigt das schematisch nur blockartig dargestellte Zylinderkurbelgehäuse17 nach Einfahren in die Strahlkabine1 . Aus2 ist ersichtlich, dass die Düsenleisten11 in der Strahlkabinenwand19 gelagert sind, wobei eine Düsenleiste bodenseitig und eine Düsenleiste oben, also oberhalb des zu reinigenden Zylinderkurbelgehäuses angeordnet ist, so dass Strahlmittel geeignet in die zu reinigenden Innenräume gestrahlt werden kann. -
3 zeigt im Detail, gleichwohl in rein schematischer Darstellung, den Düsenaufbau. Durch Pfeile ist gekennzeichnet, dass jede Düsenleiste relativ zur Strahlkabine1 vertikal und horizontal verfahrbar ist, um geeignet auf die Öffnungen der zu reinigenden Innenräume des Zylinderkurbelgehäuses ausgerichtet zu werden. Bei Bedarf ist die Düsenleiste11 auch in Längsrichtung der Düsenleiste verschiebbar, wie durch Pfeil in3 gekennzeichnet ist. Diese Verfahrbarkeit bzw. Verstellbarkeit erfolgt über an sich bekannte geeignete Einrichtungen, die hier nicht dargestellt werden müssen. - Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Düsenleiste
11 am oberen Ende einen V-förmigen Führungsabschnitt auf, auf dem die entsprechend konfigurierten Düsenhalter10 aufgesetzt sind, welche jeweils die Strahldüsen12 tragen. Der geeignete Abtand der Strahldüsen bzw. Düsenhalter10 zu einander erfolgt durch Anordnung von produktspezifischen Zwischenadaptern15 , die gleichfalls auf der Düsenleiste11 angeordnet werden und entsprechende V-Form am oberen Ende aufweisen. Diese Zwischenadapter sind mit den Bezugszeichen20 gekennzeichnet. Nach Anordnung der Düsenhalter auf der Düsenleiste11 und Anordnung der entsprechenden Abstands-Zwischenadapter20 wird über einen Druckblock21 Druck aufgebaut, so dass der beschriebene Aufbau aus Düsenhaltern und Zwischenadaptern20 gegen einen auf der Düsenleiste11 montierten Festanschlag22 gedrückt und somit die Düsenhalter10 auf der Düsenleiste11 fest und zwar in ausgerichteter Position für die Reinigung montiert sind. - Die
4 und5 zeigen einen zu reinigenden Gussblock, hier Zylinderkurbelgehäuse17 . Daraus sind die Zylinderbohrungen23 sowie die zu reinigenden Innenräume, insbesondere Kanäle für Wasser oder Öl, die hier mit24 und25 bezeichnet sind, ersichtlich, wobei auf die entsprechenden Ausgangsöffnungen in den Zylinderblöcken die Düsenhalter mit den daran angeordneten Düsen12 ausgerichtet werden. Dies ergibt sich aus der Darstellung in4 , wobei4 einen Schnitt A-A von5 darstellt. - Der Reinigungsvorgang läuft wie folgt ab: Der Strahlprozess ist hierbei in zwei Zyklen aufgegliedert. Der erste Zyklus beginnt mit dem Einladen des Zylinderkurbelgehäuses
17 durch den Manipulator18 auf dem Strahltisch2 . Hierbei zeigt die Brennraumfläche nach unten. Nach Positionierung des Gehäuses17 wird der Strahltisch2 in die Kabine1 eingefahren und werden die Düsen auf die zu reinigenden, also zu strahlenden Durchtritte durch die Kopfplatte des sog. Dop-Decks25 bzw. der Ölkanäle24 am Kurbelgehäuse17 ausgerichtet. Nach dem Ausrichten der Düsen auf die entsprechenden Öffnungen zur Reinigung der Innenräume24 und25 und dem Schließen der Kabine beginnt der erste Strahlgang, in dem durch Druckluft beschleunigtes metallisches Strahlmittel aus den Strahlkesseln8 über die Schläuche9 in die Strahldüsen12 transportiert und von dort aus mit hoher Strahlenergie in die zu reinigenden Öffnungen gelangt. Das Strahlmittel trifft dabei auf die zu reinigende Gusswand der Innenräume und reinigt diese. Durch Abprallen des Strahlmittels von einer Gusswand zur gegenüberliegenden Gusswand wird dieser Prozess bis zum kompletten Abbau der Strahlenergie des Strahlmittels wiederholt. Die Dauer des Strahlvorganges wird über die Druckluft und die Strahlmittelzufuhr in geeigneter Weise gesteuert. Aufgrund der gegenseitigen Beeinflussung von Strahldüsen beim Strahlen in nahe zusammen liegende Öffnungen gleicher Innenräume ist es notwendig, dass ein geeigneter Abstand zwischen den Strahldüsen12 gewählt wird, so dass sich das Strahlmittel nicht gegenseitig in Folge Zusammenstöße in seiner Wirkung aufhebt. Dies wird durch die Zwischenschaltung der Adapter20 erreicht. - Falls der Strahlvorgang im ersten Zyklus beendet ist, wird der Strahltisch
2 wieder über den Antrieb15 aus der Strahlkabine1 gefahren. Es beginnt nunmehr der zweite Zyklus. Hierzu greift der Manipulator18 das Zylinderkurbelgehäuse17 an, dreht es vertikal um 180° und setzt es wieder in der Aufnahmeplatte16 ab. Nach entsprechender Positionierung des Gehäuses auf dem Tisch2 wird dieser wieder in die Kabine1 eingefahren. Dadurch wird die Kabine durch die Tür14 verschlossen. Durch eine gezielte Auswahl der Düsenpositionen, was geeignet durch Ventile und ggf. auch durch entsprechende Anordnung der Düsenhalter erreicht wird, werden bisher noch nicht gestrahlte Öffnungen im zweiten Zyklus ausgestrahlt. Diese Vorgehensweise nutzt die symmetrische Anordnung der zu strahlenden Öffnungen um die Mitte der Zylinder sowie den konstanten Zylinderabstand eines Zylinderkurbelgehäuses. Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung können die Düsen so eingestellt werden, dass sie für den ersten und zweiten Zyklus nicht neu positioniert werden müssen, vielmehr wird lediglich durch gezielte Auswahl der Düsenpositionen der zweiten Zyklus durchgeführt wird, was natürlich vom Aufbau des zu reinigenden Gussteils abhängig ist. - Nach Abschluss dieses zweiten Strahlgangs wird das Zylinderkurbelgehäuse wieder mittels des Tisches
2 und des Antriebs15 aus der Strahlkabine1 gefahren und der Manipulator18 entnimmt das gereinigte Zylinderkurbelgehäuse17 , wodurch der Reinigungsvorgang beendet ist. - Zusammen mit der flexiblen Positionierung der Strahldüsen auf der Düsenleiste ist die Maschine in der Lage die unterschiedlichsten Strahlpositionen für diverse Typen von Zylinderkurbelgehäusen zu erreichen. Die entsprechende Umrüstung ist sehr einfach und bedarf lediglich des Aufsetzens der entsprechenden Düsenhalter auf die Düsenleiste und die entsprechende Positionierung und die Abstandsanordnung der Düsenhalter, was über geeignete Zwischenadapter erfolgt, die zwischen den Düsenhaltern auf die Düsenleiste gesetzt werden. Mit der erfindungsgemäßen Erfindungsvorrichtung werden gegossene Innenräume von Zylinderkurbelgehäusen, wie Wassermantel, Ölrücklaufkanäle, Wasserkanäle von Restschmutz aus dem Gießprozess (Restsand und Schlichte) gereinigt, wodurch in hohem Maße die Anforderungen an die Bauteilsauberkeit erfüllt werden können. Anzumerken ist noch, dass die Türen
13 als Schiebetüren ausgebildet sind und auf einer geeigneten Führung, die aus1 ersichtlich ist, mittels Rollen verfahrbar sind, um für die Düsenpositionierung einen seitlichen Zugang zum Innenraum der Kabine1 zu ermöglichen.
Claims (13)
- Verfahren zum Reinigen von Innenräumen von Gussteilen, insbesondere Innenräume von Zylinderkurbelgehäusen, zur Entfernung von aus dem Gießereiprozess anfallenden Rückständen, insbesondere Sand- und Schlichterückstände, so wie zur Entfernung von Gussdefekten, wie Blattrippen und Vererzungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass Innenräume des Zylinderkurbelgehäuses in einer ersten Stufe innerhalb einer geschlossenen Strahlkabine durch unter Druck zugeführtes Strahlmittel über Strahldüsen in die Öffnungen der zu reinigenden Innenräume geführt wird, dass nach Beendigung des Strahlvorgangs das Zylinderkurbelgehäuse aus der Strahlkabine herausgenommen und auf einem Strahltisch umgesetzt wird, und zwar vorzugsweise um 180°, und dass das Zylinderkurbelgehäuse in dieser Position erneut in die Kabine eingeführt wird, und dass das in der Kabine positionierte Zylinderkurbelgehäuse in einer zweiten Stufe mit unter Druck zugeführtem Strahlmittel beaufschlagt wird, welches über entsprechende Öffnungen in die zu reinigenden Innenräume geführt, und dass nach dem Strahlvorgang das Zylinderkurbelgehäuse wieder aus der Strahlkabine herausgenommen wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten und zweiten Strahlvorgang das Strahlmittel, vorzugsweise metallisches Strahlmittel, mit hoher Strahlenergie in die zu reinigenden Räume eingeführt wird, so dass durch mehrfaches Abprallen der eingeführten Strahlräume an den Wänden der Innenräume die Reinigung der Innenräume erfolgt.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten und zweiten Stufe das Zylinderkurbelgehäuse außerhalb der Strahlkabine auf einem Strahltisch positioniert und nach dem Positionieren in die Strahlkabine zum Zwecke des Strahlens eingeführt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl im ersten wie auch im zweiten Strahlvorgang die Strahldüsen über entsprechende Düsenhalter gezielt auf die Öffnungen der Innenräume ausgerichtet werden.
- Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen von außen in die Strahlkabine (
1 ) verfahrbaren Strahltisch (2 ) aufweist, der eine Aufnahmeplatte zur exakten Positionierung des zu reinigenden Gussteils, insbesondere Zylinderkurbelgehäuses, aufweist und dass an der Strahlkabine (1 ) Düsenleisten (11 ) angeordnet sind, die sich in das Innere der Strahlkabine (1 ) erstecken und auf denen Düsenhalter (10 ) positionierbar sind, welche die Strahldüsen (12 ) tragen, so dass die Strahldüsen geeignet auf das zu reinigende Gussteil ausrichtbar sind. - Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Positionierung der Strahldüsen (
12 ) die Düsenleisten (11 ), von denen eine oder mehrere vorgesehen sind, in allen drei Raumachsen verstellbar sind, und zwar relativ zur Strahlkabine, insbesondere in zwei Achsen verstellbar sind, nämlich vertikal und horizontal. - Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen (
12 ) über die Düsenhalter (10 ) auf der Düsenleiste (11 ) in gleichmäßigem Abstand positionierbar sind und zwar vorzugsweise unter Zwischenschaltung von Zwischenadaptern (20 ). - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufbau aus Düsenhaltern mit den darin aufgenommenen Düsen (
12 ) und den Zwischenadaptern20 auf der Düsenleiste (11 ) gegen einen Festanschlag (22 ) durch einen Anschlagblock (21 ) festsetzbar ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen über jeweils den Düsen zugeordnete Strahlschläuche (
9 ) mit Strahlmittel versorgt sind, welches über jeweils an den Strahlschläuchen (9 ) angeschlossene Strahlkessel (8 ) herbeiführbar ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlmittel bodenseitig der Kabine (
1 ) über einen Trichter (3 ) aufgefangen und über Strahlrückführleitungen (5a ,5b ,5c ) einem Windsichter (6 ) und einem Bunker (7 ) zuführbar sind, von wo sie in die Stahlkessel (8 ) gelangen. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahltisch (
2 ) eine Aufnahmeplatte (16 ) für die Positionierung des Gussteiles aufweist, wobei der Strahltisch (12 ) eine Strahltüre (14 ) aufweist und durch einen Antrieb (15 ) in die Strahlkabine (1 ) verfahrbar ist, wobei in eingefahrener Stellung die Strahltüre (14 ) die Strahlkabine (1 ) verschließt. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahlkabine (
1 ) mit Schiebetüren (13 ) verschließbar ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Düsenleisten (
11 ) vorgesehen sind, von denen eine innerhalb der Strahlkabine (1 ) oben und eine innerhalb der Strahlkabine (1 ) bodenseitig angeordnet ist, so dass das Kurbelbehäuse von beiden Seiten mit Strahlmittel beaufschlagbar ist.
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