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DE102008008847A1 - Kraftstoffinjektor mit einer direkt gesteuerten Ventilnadel - Google Patents

Kraftstoffinjektor mit einer direkt gesteuerten Ventilnadel Download PDF

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Publication number
DE102008008847A1
DE102008008847A1 DE200810008847 DE102008008847A DE102008008847A1 DE 102008008847 A1 DE102008008847 A1 DE 102008008847A1 DE 200810008847 DE200810008847 DE 200810008847 DE 102008008847 A DE102008008847 A DE 102008008847A DE 102008008847 A1 DE102008008847 A1 DE 102008008847A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
actuator
sleeve
fuel injector
elastomer
fuel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200810008847
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Heinz
Martin Kiontke
Udo Schaich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE200810008847 priority Critical patent/DE102008008847A1/de
Priority to EP20090100004 priority patent/EP2090771B1/de
Publication of DE102008008847A1 publication Critical patent/DE102008008847A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M51/00Fuel-injection apparatus characterised by being operated electrically
    • F02M51/06Injectors peculiar thereto with means directly operating the valve needle
    • F02M51/0603Injectors peculiar thereto with means directly operating the valve needle using piezoelectric or magnetostrictive operating means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M61/00Fuel-injectors not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00
    • F02M61/16Details not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M61/02 - F02M61/14
    • F02M61/167Means for compensating clearance or thermal expansion
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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    • F02M63/0012Valves
    • F02M63/0057Means for avoiding fuel contact with valve actuator, e.g. isolating actuators by using bellows or diaphragms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Abstract

Bei einem Kraftstoffinjektor mit einer direkt gesteuerten Ventilnadel, die in Abhängigkeit von ihrer Stellung mindestens eine Einspritzöffnung zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum öffnet oder schließt, und mit einem Piezo-Aktor (13), der einen gehäusefest angeordneten Aktorfuß (14), einen mit der Ventilnadel bewegungsgekoppelten Aktorkopf (15) und dazwischen mindestens ein piezoelektrisches Element (16) aufweist, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das piezoelektrische Element (16) von einer Hülse (20) umgeben ist, die hochdruckdicht mit dem Aktorfuß (14) und dem Aktorkopf (15) verbunden ist, dass der zwischen der Hülse (20) und dem piezoelektrischen Element (16) vorhandene Ringraum mit einem Elastomer (24) ausgefüllt ist und dass der Aktorkopf (15) ein axial verschiebbar geführtes Ausgleichselement (22) aufweist, auf dessen Stirnseite (25a) das Elastomer (24) und auf dessen andere Stirnseite (25b) der Hochdruck des Kraftstoffs drückt.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung geht aus von einem Kraftstoffinjektor mit einer direkt gesteuerten Ventilnadel nach der Gattung des Patentanspruchs 1.
  • Ein derartiger Kraftstoffinjektor ist beispielsweise durch die DE 10 2005 004 738 A1 bekannt geworden. Bei diesem bekannten Kraftstoffinjektor ist zwischen dem Piezo-Aktor und der Düsennadel ein hydraulischer Koppler vorgesehen, und die Nadelbewegung folgt direkt der Aktorbewegung. Der Piezo-Aktor ist in einem Aktoraufnahmeraum angeordnet, der an einen Hochdruckspeicher des Kraftstoffs angeschlossen ist. In DE 10 2005 004 738 A1 ist über die Abdichtung des Piezo-Aktors gegenüber dem Kraftstoff nichts ausgesagt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die Piezo-Aktoren, welche sich im Injektorgehäuse befinden, vor Feuchtigkeit (Diesel, H2O, RME, sonstigen elektrisch leitenden Substanzen), Partikeln und Schwebstoffen sowie den hohen Drücken, Druck- und Temperaturschwankungen zu schützen.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Bei einer Wärmeausdehnung des Elastomers wird das Ausgleichselement das als Hülse, Ringkolben oder Kolben ausgeführt sein kann, axial in Richtung Aktorkopf geschoben, bis das Elastomer seine maximale Volumenausdehnung erreicht hat. Bei Abkühlung zieht sich das Elastomer zusammen und verringert dabei sein Volumen, und das Ausgleichselement wird nun über den anliegenden Hochdruck des Kraftstoffs zurückgeschoben und dem Elastomer nachgeführt. Das Ausgleichelement stellt so den nötigen Hub- und Temperaturausgleich am Aktormodul (–40 bis +160°C) sicher. Dabei ist die Permeation von Feuchtigkeit (Diesel, H2O, RME, sonstigen elektrisch leitenden Substanzen) über geeignete Hochdruckdichtelemente, Beschichtungen oder Beschichtungsgeometrien auf ein Minimum zu reduzieren. Die Auslegung mit einer Trennung von Temperaturausgleich und Funktionsbewegung ermöglicht einen erheblichen Gewinn an Bauraum und ermöglicht so eine robustere konstruktive Auslegung. Die Bauteile können mit zusätzlichen geometrischen Anpassungen z. B. die Radialkräfte erhöhen und so eine Unterstützung der Dichtkraft erreichen.
  • Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstands der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen entnehmbar.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnung
  • Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die in den Figuren gezeigten Merkmale sind rein schematisch und nicht maßstäblich zu verstehen. Es zeigt:
  • 1 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors in einem Längsschnitt;
  • 2 eine vergrößerte Ansicht eines in 1 gezeigten, nach außen abgedichteten Aktormoduls mit einem Differentialkolben;
  • 3a und 3b zwei Abdichtungsmodifikationen des in 2 gezeigten Aktormoduls;
  • 4 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors mit einem nach außen abgedichteten Aktormodul und mit einem Ringkolben in einer Darstellung analog zu 2;
  • 5a und 5b zwei Abdichtungsmodifikationen des in 4 gezeigten Aktormoduls;
  • 6 eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors mit einem nach außen abgedichteten Aktormodul und mit einem integrierten Ausgleichkolben in einer Darstellung analog zu 2; und
  • 7a und 7b zwei Abdichtungsmodifikationen des in 6 gezeigten Aktormoduls.
  • Ausführungsformen der Erfindung
  • Der in 1 gezeigte Kraftstoffinjektor 1 weist ein Injektorgehäuse 2 mit einem Düsenkörper 3 auf, der mit seinem unteren Ende in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine ragt. Zwischen Injektorgehäuse 2 und Düsenkörper 3 ist eine Zwischenplatte 4 mit einer Führungsbohrung 5 angeordnet, in der eine Ventil- oder Düsennadel 6 axial verschiebbar geführt ist. Zwischen der Spitze der Düsennadel 6 und dem Düsenkörper 3 ist ein Dichtsitz 7 gebildet, dem im Düsenkörper 3 ausgebildete und in den Brennraum hineinragende Einspritzöffnungen 8 nachgeordnet sind. Im Düsenkörper 3 ist dem Dichtsitz 7 vorgelagert ein Hochdruckraum 9 ausgebildet. Das Injektorgehäuse 2 weist in einem oberen Bereich einen Aktoraufnahmeraum 10 auf, an den ein Kraftstoffzulauf 11 angeschlossen ist. Der Kraftstoffzulauf 11 ist an ein Hochdrucksystem, beispielsweise an ein Common- Rail-System einer Dieseleinspritzvorrichtung, angeschlossen. Durch die Zwischenplatte 4 führt eine Verbindungsbohrung 12, so dass der über den Kraftstoffzulauf 11 in den Aktoraufnahmeraum 10 eingeleite Kraftstoff unter Hochdruck in den der Düsennadel 6 zugeordneten Hochdruckraum 9 geleitet wird. Im Aktoraufnahmeraum 10 ist ein Piezo-Aktor 13 angeordnet, der einen mit dem Injektorgehäuse 2 fest verbundenen Aktorfuß 14, einen Aktorkopf 15 und dazwischen das eigentliche piezoelektrische Element (Piezostapel) 16 umfasst, wobei der Aktorkopf 15 und der Piezostapel 16 gegenüber dem Aktorfuß 14 im Durchmesser reduziert sind. Der Aktorkopf 15 ist ebenfalls in der Führungsbohrung 5 geführt und definiert darin zusammen mit der Düsennadel 6 einen Kopplerraum 17, wodurch die Düsennadel 6 mit dem Piezo-Aktor 13 hydraulisch bewegungsgekoppelt ist. Weiterhin greift an der Düsennadel 6 eine an der Zwischenplatte 4 abgestützte Schließfeder 18 an, die die Düsenadel 6 in Schließrichtung drückt.
  • Im gezeigten geschlossenen Zustand der Einspritzöffnungen 8 ist der Dichtsitz 7 durch die Düsennadel 6 geschlossen. Der über den Kraftstoffzulauf 11 in den Aktoraufnahmeraum 10 gelangte Kraftstoffdruck liegt im Hochdruckraum 9 und im Kopplerraum 17 gleichermaßen an. In diesem Zustand ist die im Kopplerraum 17 auf die Düsennadel 6 wirkende hydraulische Schließkraft gleich der im Hochdruckraum 9 auf die Düsennadel 6 wirkende hydraulische Öffnungskraft, so dass die Düsennadel 6 durch die Schließfeder 18 in ihre geschlossene Lage gedrückt ist. Wird die Spannung am Piezo-Aktor 13 reduziert bzw. der Piezo-Aktor 13 stromlos geschaltet, wird die Länge des Piezo-Aktors 13 in vertikaler Richtung reduziert und der Aktorkopf 15 bewegt sich nach oben. Dadurch vergrößert sich das Volumen im Kopplerraum 17, wodurch dort eine Druckreduzierung stattfindet und die auf die Düsennadel 6 wirkende Schließkraft der Schließfeder 18 überwunden wird. Die Düsennadel 6 hebt vom Dichtsitz 7 ab und gibt die Einspritzöffnungen 8 für eine Kraftstoffeinspritzung frei. Durch Bestromen des Piezo-Aktors 13 wird wieder eine Verlängerung des Piezo-Aktors 13 eingeleitet, die im Kopplerraum 17 einen Druckanstieg erzeugt, der zum Schließen der Düsennadel 6 führt. Die auf die Düsennadel 6 wirkende Schließfeder 18 hält die Düsennadel 6 dann am Dichtsitz 7, also im geschlossenen Zustand.
  • Wie in 2 vergrößert dargestellt, ist der Piezostapel 16 von einer Hülse 20 aus Metall umgeben, die auf dem Piezo-Aktor 13 schwimmend, d. h. axial verschiebbar, gelagert ist und die den Piezostapel 16 gegenüber dem Aktoraufnahmeraum 10 abdichtet und somit vor Kraftstoff und Wassereintritt schützt. In den Aktorfuß 14 ist eine Fußdichtung (Gleitdichtung) 21 integriert, auf der die Hülse 20 axial verschiebbar gelagert ist. Am anderen Ende der Hülse 20 ist innenseitig ein Ring 22 hochdruckdicht angeschweißt, in den eine Kopfdichtung (Gleitdichtung) 23 integriert ist, die auf dem Aktorkopf 15 axial verschiebbar gelagert ist. Der Ringraum zwischen Hülse 20 und Piezo-Aktor 13 ist mit einem Elastomer 24 (z. B. Fluorelastomere) ausgefüllt, das der Wärmeabfuhr vom Piezostapel 16 zur Hülse 20, zur elektrischen Isolation und als Stützelement gegenüber der Hülse 20 unter den herrschenden Systemdrücken von bis zu 2500 bar dient. Als Dichtungen 21, 23 können metallische sowie elastomere Hochdruckdichtelemente verwendet werden. Bei der Materialwahl sollten gepaarte Elemente am Aktorfuß 14 und am Aktorkopf 15 in Festigkeit und Wärmeausdehnungskoeffizient so gewählt werden, dass eine enge Tolerierung bei geringer radialer Dehnung möglich ist. Auf diese Weise ist eine geeignete Hochdruckabdichtung möglich.
  • Die schwimmende Hülse 20 kann die Volumenänderung des an ihrer einen Ringstirnfläche 25a anliegenden Elastomers 24 ausgleichen, indem sie sich entlang der Fußdichtung 21 axial verschieben lässt. Der Aktorkopf 15 kann entlang der Kopfdichtung 23 gleiten und setzt an dieser Stelle seine Funktionsbewegung um. Bei einer Wärmeausdehnung des am Aktorfuß 14 abgestützten Elastomers 24 wird die Hülse 20 axial in Richtung Aktorkopf 15 geschoben und gleitet dabei mit ihren Dichtelementen 21, 23 hochdruckdicht am Aktorfuß 14 und Aktorkopf 15 entlang, bis das Elastomer 24 seine maximale Volumenausdehnung erreicht hat. Bei Abkühlung zieht sich das Elastomer 24 zusammen und verringert dabei sein Volumen. Die Hülse 20 wird nun über den an ihrer anderen Ringstirnfläche 25b anliegenden Hochdruck des Kraftstoffs zurückgeschoben und dem Elastomer 24 nachgeführt. Unterstützend wirkt dabei, dass unter den isostatischen Druckverhältnissen im Aktoraufnahmeraum 10 die Hülse 20 aufgrund der Ringstirnfläche 25b im Kopfbereich mit einer höheren Kraft beaufschlagt ist als im Fußbereich Die Hülse 20 sorgt so immer für einen Druckausgleich innerhalb und außerhalb der Hülse 20, sodass diese bei hohen Drücken und möglichen Unterdrücken nicht verformt wird. Aufgrund der zusätzlichen Ringstirnfläche 25 bildet die Hülse 20 somit einen beweglichen Differentialkolben, der den nötigen Hub- und Temperaturausgleich am Piezo-Aktor 13 im Temperaturbereich von –40 bis +160°C sicherstellt. Dabei ist die Permeation von Feuchtigkeit (Diesel, Wasser, RME) oder von sonstigen elektrisch leitenden Substanzen über geeignete Beschichtungen, Beschichtungsgeometrien bzw. geeigneten Hochdruckdichtelemente 21, 23 am Ring 22 und am Aktorfuß 14 auf ein Minimum zu reduzieren. Die Werkstoffpaarungen von Hülse 20, Aktorfuß 14, Aktorkopf 15 und Ring 22 müssen in Festigkeit und Wärmeausdehungskoeffizienten so gewählt werden, dass die Dichtelemente 21, 23 so klein wie möglich ausgelegt werden können und keine geometrische Überbestimmung zwischen den beweglichen Dichtstellen stattfindet. Der Ring 22 und der Aktorfuß 14 können in ihrer Geometrie und Form entsprechend der gewählten Dichtungsart angepasst und gestaltet werden. Durch das Anformen einer Ausgleichsgeometrie, z. B. Balgstrukturen, an der Hülse 20 können radiale Toleranz-, Verschleiß-, Hub-, und Temperaturausgleiche unterstützt werden.
  • Wie in 3a gezeigt, kann durch zwei Ringnuten 26, also durch einen H-förmigen Querschnitt des Rings 22, eine zusätzliche radiale Anpresskraft der Fuß- und Kopfdichtungen 21, 23 erreicht werden. Die Hülse 20 kann durch entsprechende Geometrieauslegung eine zusätzliche radiale Kraft aufbringen und so eine Unterstützung der Dichtkraft erreichen. Der Hinterschnitt der Hülse 20 ermöglicht eine zusätzliche Radialkraft auf die Kopfdichtung 23. Auf diese Weise können Verschleiß und Temperaturunterschiede ausgeglichen werden. Optional kann die radiale Anpresskraft noch durch Federn 27 erhöht werden, die die Schenkel 28 des H-förmigen Querschnitts radial auseinanderspreizen. Statt dem gezeigten H-förmigen Querschnitt kann der Ring 22 lediglich auf seiner dem Aktoraufnahmeraum 10 zugewandten Stirnseite einen U-förmigen Querschnitt aufweisen. Wie in 3b gezeigt, kann an der Fußdichtung 21 ein zusätzlicher radialer Anpressdruck auch durch Reduzierung der Wandung der Hülse 20 erreicht werden.
  • Bei der in 4 gezeigten Ausführungsform ist die Hülse 20 einenends am Aktorfuß 14 hochdruckdicht angeschweißt und anderenends mit einem Ringkolben 40 verschlossen, der mittels Gleitdichtungen 41, 42 in der Hülse 20 und auf dem Aktorkopf 15 axial verschiebbar gelagert ist. Der Kopplerraum 17 ist innerhalb einer Kopplerhülse 43 ausgebildet, in der der Aktorkopf 15 sowie optional auch die Düsennadel 6 verschiebbar geführt sind. Die beiden Gleitdichtungen 41, 42 sind am Ringkolben 40 vorgesehen und ermöglichen das Gleiten und hochdruckdichte Abdichten des Ringkolbens 40 relativ zur Hülse 20 (Temperaturausgleich) und relativ zum Aktorkopf 15 (Funktionshubbewegung). Die Werkstoffpaarungen von Aktorkopf 15, Hülse 20 und Ringkolben 40 sollten in Festigkeit und Wärmeausdehnungskoeffizienten so gewählt sein, dass die Gleitdichtungen 41, 42 so klein wie möglich ausgelegt werden können. Als Dichtungen 41, 42 können metallische sowie elastomere Hochdruckdichtelemente verwendet werden. Der Ringkolben 40 kann in Länge und Form entsprechend der gewählten Dichtungsart gestaltet werden. Der Ringkolben 40 kann die Volumenänderung des an seiner einen Ringstirnfläche 44a anliegenden Elastomers 24 ausgleichen, indem er sich mit seiner äußeren Gleitdichtung 41 innerhalb der Hülse 20 axial verschiebt. Der Aktorkopf 15 kann entlang der inneren Gleitdichtung 42 gleiten und setzt an dieser Stelle seine Funktionsbewegung um. Bei einer Wärmeausdehnung des am Aktorfuß 14 abgestützten Elastomers 24 wird der Ringkolben 40 zur Volumenvergrößerung axial in Richtung auf das freie Aktorkopfende geschoben und gleitet dabei mit seinen Gleitdichtungen 41, 42 hochdruckdicht innerhalb der Hülse 20 und am Aktorkopf 15 entlang, bis das Elastomer 24 seine maximale Volumenausdehnung erreicht hat. Bei Abkühlung zieht sich das Elastomer 24 zusammen und verringert dabei sein Volumen. Der Ringkolben 40 wird nun über den an seiner anderen Ringstirnfläche 44b anliegenden Hochdruck des Kraftstoffs zurückgeschoben und dem Elastomer 24 nachgeführt. Der Ringkolben 40 sorgt so immer für einen Druckausgleich gegenüber der Hülse 20, sodass diese bei hohem Druck nicht verformt wird. Zur Unterstützung kann der Ringkolben 40 mit einer an der Kopplerhülse 43 abgestützten Feder 45 in Anlage an das Elastomer 24 vorgespannt sein.
  • Wie in 5a gezeigt, kann durch zwei Ringnuten 46, also einen H-förmigen Querschnitt des Ringkolbens 40, eine zusätzliche radiale Anpresskraft der Gleitdichtung 41, 42 erreicht werden. Auf diese Weise können Verschleiß und Temperaturunterschiede sowie eine mögliche Leckage aufgrund Verschleißes ausgeglichen werden. Optional kann die radiale Anpresskraft noch durch Federn analog wie in 3a erhöht werden. Wie in 5b gezeigt, kann an die Hülse 20 ein Balg 47 angeformt oder angeprägt sein, der – insbesondere für den Fall einer geometrischen Überbestimmung in der Toleranzkette (Aktorfuß 14, Hülse 20, Ringkolben 40, Aktorkopf 15) – einen radialen Toleranzausgleich am Piezo-Aktor 13 ermöglicht. Der Balg 46 kann durch seine radial und axial flexiblen Eigenschaften ein Klemmen bzw. einen erhöhten Verschleiß an Ringkolben 40, Hülse 20 und Aktorkopf 15 reduzieren. Neben einer klassischen Blagstruktur sind auch andere Ausgleichsanprägungen an der Hülse 20 möglich.
  • Bei der in 6 gezeigten Ausführungsform ist die Hülse 20 am Aktorfuß 14 und am Aktorkopf 15 hochdruckdicht verschweißt und dazwischen als Balg 47 ausgebildet. Ein Kolben 60 ist in einer Führungsbohrung 61 des Aktorkopfs 15 mittels einer Gleitdichtung oder -beschichtung 62 axial verschiebbar und hochdruckdicht geführt und begrenzt in der Führungsbohrung 61 zwei Kolbenräume 63a, 63b. Der in 6 obere Kolbenraum 63a ist über Elastomer-Zulaufbohrungen 64 mit dem vom Elastomer 24 ausgefüllten Ringraum und der untere Kolbenraum 63b über Hochdruckzulaufbohrungen 65 mit dem Aktoraufnahmeraum 10 verbunden. Zur Abstimmung des Kolbens 60 können optional Federn 66 eingesetzt werden, um eventuell vorhandene Kraftunterschiede zwischen Elastomer 24 und Kraftstoff sowie Reibungskräfte auszugleichen. Die Führungsbohrung 61 ist eine im Aktorkopf 15 ausgebildete Sackbohrung, die mit einem Verschlusselement 67 geschlossen ist. Die Hülse 20 nimmt über ihre Balgstruktur oder eine andere wegausgleichende Geometrie die Hubbewegung aus der Aktorfunktion in axialer Richtung auf. Der Kolben 60 gleicht lediglich die Wärmedehnung des Elastomers 24 und der anderen Bauteile aus und verhindert so eine radiale Dehnung bzw. mögliche Überbeanspruchung der Hülse 20. Gleichzeitig werden Druckschwankungen im Aktoraufnahmeraum 10 durch den Kolben 60 so kompensiert, dass die Hülse 20 jederzeit druckausgeglichen ist und sich nicht unzulässig verformt. Bei einer Wärmeausdehnung des am Aktorfuß 14 abgestützten Elastomers 24 wird der Kolben 60 durch das an seiner einen Kolbenfläche 68a anliegende Elastomer 24 so weit in Richtung auf das freie Aktorkopfende geschoben, bis das Elastomer 24 seine maximale Volumenausdehnung erreicht hat. Das Elastomer 24 ist idealerweise ohne Steifigkeits-, Druck- und Strömungsverluste mit dem Kolben 60 verbunden, wobei die entsprechende Abstimmung über Anzahl, Bohrungsdurchmesser und Form der Zulaufbohrungen 64 erfolgt. Bei Abkühlung zieht sich das Elastomer 24 zusammen und verringert dabei sein Volumen. Der Kolben 60 wird nun über den im unteren Kolbenraum 63b herrschenden und an seiner anderen Kolbenfläche 68b angreifenden Hochdruck des Kraftstoffs zurückgeschoben und dem Elastomer 24 nachgeführt. Der Kolben 60 sorgt so immer für einen Druckausgleich innerhalb und außerhalb der Hülse 20, sodass diese bei hohen Drücken und möglichen Unterdrücken nicht verformt wird. Die Werkstoffpaarungen von Hülse 20, Kolben 60, Aktorfuß 14 und Aktorkopf 15 sollten in Festigkeit und Wärmeausdehnungskoeffizienten so gewählt sein, dass die Gleitdichtung 62 am Kolben 60 so klein wie möglich ausgelegt werden kann. Als Gleitdichtung 62 können metallische sowie elastomere Hochdruckdichtelemente verwendet werden. Der Kolben 60 kann in seiner Geometrie und Form entsprechend der gewählten Dichtungsart angepasst und gestaltet werden.
  • Wie in 7a gezeigt, kann jeweils durch zwei Ringnuten 69, also durch einen doppel-H-förmigen Querschnitt des Kolbens 60 eine zusätzliche radiale Anpresskraft der Gleitdichtung 62 erreicht werden. Auf diese Weise können Verschleiß und Temperaturunterschiede sowie eine mögliche Leckage aufgrund Verschleißes ausgeglichen werden. Optional kann die radiale Anpresskraft noch durch Federn 70 analog wie in 3a erhöht werden. Wie in 7b gezeigt, kann auch jeweils durch eine Ringnut 69, also durch einen H-förmigen Querschnitt des Kolbens 60, eine zusätzliche radiale Anpresskraft der Gleitdichtung 62 erreicht werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102005004738 A1 [0002, 0002]

Claims (9)

  1. Kraftstoffinjektor (1) mit einer direkt gesteuerten Ventilnadel (6), die in Abhängigkeit von ihrer Stellung mindestens eine Einspritzöffnung (8) zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum öffnet oder schließt, und mit einem Piezo-Aktor (13), der einen gehäusefest angeordneten Aktorfuß (14), einen mit der Ventilnadel (6) bewegungsgekoppelten Aktorkopf (15) und dazwischen mindestens ein piezoelektrisches Element (16) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das piezoelektrische Element (16) von einer Hülse (20) umgeben ist, die hochdruckdicht mit dem Aktorfuß (14) und dem Aktorkopf (15) verbunden ist, dass der zwischen der Hülse (20) und dem piezoelektrischen Element (16) vorhandene Ringraum mit einem Elastomer (24) ausgefüllt ist und dass der Aktorkopf (15) ein axial verschiebbar geführtes Ausgleichselement (22; 40; 60) aufweist, auf dessen eine Stirnseite (25a; 44a; 68a) das Elastomer (24) und auf dessen andere Stirnseite (25b; 44b; 68b) der Hochdruck des Kraftstoffs drückt.
  2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20) mittels einer Fußdichtung (21) auf dem Aktorfuß (14) und mittels einer Kopfdichtung (23) auf dem Aktorkopf (15) axial verschiebbar geführt ist und dass das Ausgleichselement (22) durch einen radial nach innen ragenden Ringvorsprung der Hülse (20) gebildet ist.
  3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringvorsprung durch einen hochdruckdicht an die Hülse (20) angeschweißten Ring (22) gebildet ist.
  4. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20) an ihrem einen Hülsenende gehäusefest, insbesondere am Aktorfuß (14), befestigt ist und dass das Ausgleichselement (40) durch einen Ringkolben gebildet ist, der mittels Gleitdichtungen (41, 42) sowohl in der Hülse (20) als auch auf dem Aktorkopf (15) axial verschiebbar geführt ist.
  5. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20) an ihrem einen Hülsenende gehäusefest, insbesondere am Aktorfuß (14), und an ihrem anderen Hülsenende am Aktorkopf (15) befestigt ist und dass das Ausgleichselement (60) durch einen Kolben gebildet ist, der im Aktorkopf (15) mittels einer Gleitdichtung (62) axial verschiebbar geführt ist.
  6. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (60) über Zulaufbohrungen (64, 65), die im Aktorkopf (15) vorgesehen sind, einerseits mit dem Elastomer (24) und andererseits mit dem Hochdruck des Kraftstoffs beaufschlagt ist.
  7. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (20) zumindest abschnittsweise einen Balg (47) aufweist.
  8. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (22; 40; 60) durch eine Feder (45) in Anlage an das Elastomer (24) vorgespannt ist.
  9. Kraftstoffinjektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement (22; 40; 60) zumindest auf einer seiner beiden Stirnseiten (25a, 25b; 44a, 44b; 68a, 68b) mindestens eine Ringnut (26; 46; 69) aufweist.
DE200810008847 2008-02-13 2008-02-13 Kraftstoffinjektor mit einer direkt gesteuerten Ventilnadel Withdrawn DE102008008847A1 (de)

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DE200810008847 DE102008008847A1 (de) 2008-02-13 2008-02-13 Kraftstoffinjektor mit einer direkt gesteuerten Ventilnadel
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