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DE102008008603A1 - Vorrichtung zum Bewegen eines Objekts - Google Patents

Vorrichtung zum Bewegen eines Objekts Download PDF

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DE102008008603A1
DE102008008603A1 DE102008008603A DE102008008603A DE102008008603A1 DE 102008008603 A1 DE102008008603 A1 DE 102008008603A1 DE 102008008603 A DE102008008603 A DE 102008008603A DE 102008008603 A DE102008008603 A DE 102008008603A DE 102008008603 A1 DE102008008603 A1 DE 102008008603A1
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Germany
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contraption
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linear motor
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DE102008008603A
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English (en)
Inventor
Roland Dr. Finkler
Guido Dr. Stöppler
Mihaly Dr. Nemeth-Csoka
Christoph Dr. Nolting
Markus Knorr
Wolfgang Wolter
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Siemens AG
Siemens Corp
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Siemens AG
Siemens Corp
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23QDETAILS, COMPONENTS, OR ACCESSORIES FOR MACHINE TOOLS, e.g. ARRANGEMENTS FOR COPYING OR CONTROLLING; MACHINE TOOLS IN GENERAL CHARACTERISED BY THE CONSTRUCTION OF PARTICULAR DETAILS OR COMPONENTS; COMBINATIONS OR ASSOCIATIONS OF METAL-WORKING MACHINES, NOT DIRECTED TO A PARTICULAR RESULT
    • B23Q5/00Driving or feeding mechanisms; Control arrangements therefor
    • B23Q5/22Feeding members carrying tools or work
    • B23Q5/28Electric drives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Linear Motors (AREA)

Abstract

In einer Transfervorrichtung (10) für Werkstückträger (12, 12'), in der sich Linearmotor-Primärteil (16, 16'), Werkstückträger (12, 12') als Sekundärteile bewegen, ist eine Positionsmesseinrichtung vorgesehen, die auf dem Prinzip einer Laufzeitmessung basiert. Bei einer Ausführungsform hängt die zu messende Laufzeit eines in einen ausgedehnten Körper (20, 20') durch eine Einrichtung (24, 24') eingekoppelten Signals und eines Antwortsignals von der Position des Werkstückträgers (12, 12') und insbesondere eines daran angeordneten Mittels zum Erzeugen oder Beeinflussen besagter Antwortsignale ab. Durch eine präzise Positionsmessung über den zumindest einen Teilbereich des ausgedehnten Körpers (20, 20') ist eine Geschwindigkeitsmessung und damit auch eine Geschwindigkeitsregelung in der Transfervorrichtung (10) möglich. Bevorzugt wird das Prinzip der Magnetostriktion eingesetzt: In einen Ferromagneten (20, 20') werden Stromimpulse eingekoppelt, an dem Werkstückträger (12, 12') werden stabförmige Permanentmagnete (26, 26') befestigt, und diese bewirken die Ausbildung einer Körperschallwelle, welche detektiert wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bewegen zumindest eines beweglichen Objekts. Es kann durch die Vorrichtung ein Bauteil eines Geräts bewegt werden, z. B. eine lineare Bewegung eines Schlittens einer Werkzeugmaschine hin und zurück bewirkt werden. Vorliegend ist aber insbesondere an eine Transfervorrichtung für bewegliche Objekte wie Werkstückträger gedacht.
  • Es ist bekannt, in einer Transfervorrichtung für Werkstückträger so genannte Langstator-Linearmotoren einzusetzen. Dies sind elektrische Motoren mit Primärteil und Sekundärteil, bei denen das Sekundärteil bewegt wird. Typischerweise ist das Sekundärteil (Läufer, gelegentlich auch noch in Anlehnung an rotatorische Motoren als Rotor bezeichnet) wesentlich kleiner, kürzer, als der Ständer (Stator).
  • Die Vorrichtung umfasst im Falle der Verwendung eines Langstator-Linearmotors das Linearmotor-Primärteil (oder mehrere davon) sowie eine Steuereinheit, zumeist für jedes Primärteil genau eine Steuereinheit zum Steuern dieses Linearmotor-Primärteils. Die Steuereinheit hat die Aufgabe, das Linearmotor-Primärteil mit Strom passender Amplitude und passenden Kommutierungswinkels zu beaufschlagen. Bisher ist bei Vorrichtungen der genannten Art lediglich eine Steuerung der Bewegung des beweglichen Objekts üblich. Dies hat zur Folge, dass das bewegliche Objekt häufig nicht mit der idealen Geschwindigkeit fortbewegt wird. Es kann hierbei zu Energieverlusten kommen.
  • Eine Regelung der Bewegung der beweglichen Objekte scheitert bisher daran, dass die Position der Objekte in der Vorrichtung an einer Vielzahl von Punkten erfasst werden müsste, damit auf die Geschwindigkeit zurückgeschlossen werden könnte.
  • Eine ausführbare Lösung hierfür wurde bisher noch nicht gefunden.
  • Die Erfassung der Position des beweglichen Objekts und bevorzugt auch seiner Geschwindigkeit wäre auch in solchen Transportvorrichtungen hilfreich, in denen ein Förderband das bewegliche Objekt zu dem Linearmotor-Primärteil führt. Das Linearmotor-Primärteil muss von der Steuereinheit derart gesteuert (also mit geeignetem Strom beaufschlagt werden), dass die Übergabe möglichst bei fließender Bewegung des beweglichen Objekts erfolgt.
  • Mit Hilfe der üblicherweise in Vorrichtungen eingesetzten induktiven oder auch optischen Sensoren ist das Problem einer Geschwindigkeitsmessung bisher nicht zufriedenstellend lösbar gewesen. Die induktiven bzw. optischen Sensoren verbrauchen in der Vorrichtung relativ viel Platz, arbeiten aber dennoch nur punktuell.
  • Es sind im Stand der Technik so genannte magnetostriktive Sensoreinheiten bekannt. Beispielsweise war am 19. Dezember 2007 im Internet unter der Adresse http://www.mtssensor.de/fileadmin/medien/downloads/mts_messpr inzip.pdf eine Beschreibung der physikalischen Grundlagen der Magnetostriktion und entsprechender Messvorrichtungen erhältlich. Es ist bekannt, eine Positionsmessung mit Hilfe eines stabförmigen ferromagnetischen Messelements (auch als Wellenleiter bezeichnet) durchzuführen, in das durch eine geeignete Einrichtung Stromimpulse eingekoppelt werden. Das stabförmige Element soll feststehend sein. Es ist von einem beweglichen Positionsmagneten, der als Ringmagnet ausgebildet ist, umgeben, ohne dass der Ringmagnet das stabförmige Messelement berührt. Ein durch die Stromimpulse erzeugtes Magnetfeld wechselwirkt mit dem Magnetfeld des Permanentmagneten und bewirkt eine elastische, torsionale Verformung des Wellenleiters. Es entsteht eine Körper-Ultraschallwelle, die sich mit ca. 2800 m/s zu dem Ende des Wellenleiters zurückbewegt, an dem die Stromimpulse eingekoppelt wurden. Dort kann sie mit geeigne ten Mitteln zum Erfassen erfasst werden: Ein Impulswandlersystem besteht hierbei aus einem quer mit dem Wellenleiter verbundenen, ebenfalls ferromagnetischen und daher magnetostriktiven Metallstreifen, einer induktiven Detektionsspule und einem weiteren, ortsfesten Permanentmagneten. Durch die Torsionswelle wird in der Detektionsspule ein elektrischer Strom erzeugt. Das elektrische Anwortsignal wird durch eine nachgeschaltete Elektronik ausgewertet, und zwar wird die Laufzeit von der Einkopplung des Stromimpulses bis zur Detektion des Stroms in der Detektionsspule ermittelt. Diese Laufzeit ist abhängig von der Position des ringförmigen Permanentmagneten am Wellenleiter. Dadurch wird die Anordnung zur Positionsmessvorrichtung. Da der ringförmige Permanentmagnet den Wellenleiter vollständig umgibt, schien bisher eine Anwendung der magnetostriktiven Messsungsanordnung im Bereich von Vorrichtungen zum Bewegen beweglicher Objekte, welche von der Vorrichtung zu Beginn dauerhaft getrennt sein müssen und nach Beendigung des Transports wieder dauerhaft getrennt werden müssen, ungeeignet, denn ein ringförmiger Permanentmagnet lässt sich bei der Bewegung eines beweglichen Objekts nicht ohne Weiteres über einen Wellenleiter einfädeln.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung für bewegliche Objekte der beschriebenen Art derart weiterzubilden, dass zuverlässig Informationen über die Position des beweglichen Objekts gewonnen werden können, wobei bevorzugt eine Erfassung der Geschwindigkeit des beweglichen Objekts möglich werden soll.
  • Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Zur Erfindung gehört auch ein Verfahren mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 12.
  • Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine mit der Steuereinheit gekoppelte Positionsmesseinrichtung auf, welche umfasst:
    • – Mittel zum Aussenden von Signalen,
    • – Mittel zum Erfassen von Antwortsignalen auf die ausgesandten Signale,
    • – Mittel zum Erfassen des zeitlichen Abstands zwischen dem Aussenden von Signalen und dem Erfassen der Antwortsignale auf diese,
    • – Mittel zum Ableiten der Position eines beweglichen Objekts, das mit einem Mittel zum Erzeugen oder Beeinflussen der Antwortsignale versehen ist, aus dem erfassten zeitlichen Abstand.
  • Die Positionsmesseinrichtung macht also von einer Laufzeitmessung Gebrauch, die einfach und unaufwändig umsetzbar ist.
  • Eine besonders unaufwändige Ausführungsform macht Gebrauch von Signalen, die über die Luft von den Mitteln zum Aussenden zu dem beweglichen Objekt gesandt werden. Dadurch gibt es eine besonders eindeutige Trennung zwischen dem ortfesten Teil der Positionsmesseinrichtung und dem beweglichen Objekt. Am besten ist es, wenn die ausgesandten Signale durch das bewegliche Objekt direkt wieder zurückgesandt werden, so dass die Antwortsignale die nach dem Rücksenden eintreffenden ursprünglich ausgesandten Signale selbst sind. Beispielsweise können die Mittel zum Aussenden Lichtsignale aussenden, diese können von einem Spiegel an einem beweglichen Objekt reflektiert werden und von geeigneten Erfassungsmitteln erfasst werden.
  • Bei einer alternativen Ausführungsform umfasst die Positionsmesseinrichtung einen ausgedehnten Körper, an dem die beweglichen Objekte beim Transport vorbeigeführt werden, und die Mittel zum Aussenden von Signalen sind als Mittel zum Einkoppeln von Signalen in den ausgedehnten Körper ausgebildet. Es wird hierbei eine präzise Positionsmessung ermöglicht.
  • Die bei diesem Aspekt der Erfindung verwendete Positionsmesseinrichtung weist somit als aktives Teil (welches verkabelt werden muss und daher stillstehen muss) einen ausgedehnten Körper auf und als passives Teil ein Teil, das an dem beweg lichen Objekt angeordnet sein kann und wegen der Ausdehnung des aktiven Teils selbst nicht notwendigerweise ausgedehnt sein muss und idealerweise quasi punktförmig ist. Das passive Teil kann daher leicht an dem beweglichen Objekt befestigt werden, ohne am beweglichen Objekt stark zu stören. Durch die Verwendung eines ausgedehnten Körpers ist die Messung der Position des beweglichen Objekts über die gesamte Strecke, an der das bewegliche Objekt an dem ausgedehnten Körper entlang geführt wird, im Zweifel also über die gesamte Länge des ausgedehnten Körpers, möglich.
  • Bevorzugt wird eine Positionsmesseinrichtung verwendet, die auf der Magnetostriktion beruht. Das Verwenden einer derartigen Positionsmesseinrichtung in einer Transportvorrichtung für bewegliche Objekte ist dann möglich, wenn an Stelle des oben beschriebenen ringförmigen Permanentmagneten ein nichtringförmiger, insbesondere ein stabförmiger Permanentmagnet, verwendet wird. Die Erfindung beruht in diesem Aspekt darauf, dass auch bei Verwendung eines stabförmigen, am beweglichen Objekt befestigten Permanentmagneten bei in einen ferromagnetischen und damit magnetostriktiven ausgedehnten Körper eingekoppelten Stromimpulsen torsionale Körperschallwellen mit ausreichender Amplitude erzeugt werden können, dass sie mit geeigneten Mitteln erfasst werden können.
  • Damit die mit dem beweglichen Objekt versehenen Mittel zum Erzeugen oder Beeinflussen der Anwortsignale nicht an die Mittel zum Einkoppeln von Signalen und Mittel zum Erfassen von Antwortsignalen anstoßen, kann der ausgedehnte Körper zumindest einen gekrümmten Abschnitt aufweisen, an den eben die Mittel zum Einkoppeln und Mittel zum Erfassen angebracht werden (insbesondere wenn es sich bei dem gekrümmten Abschnitt um einen Endabschnitt handelt). Wenn ein zentraler Abschnitt des ausgedehnten Körper geradlinig ist, so kann dies der Abschnitt sein, längs von dem die Position zuverlässig gemessen wird.
  • Dadurch, dass der ausgedehnte Körper bereitgestellt wird, kann sich die Positionsmesseinrichtung bis in einen Bereich außerhalb des Linearmotor-Primärteils erstrecken. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn die Transportvorrichtung ein zu dem Linearmotor-Primärteil führendes Förderband umfasst. Erstreckt sich dann der ausgedehnte Körper bis hin in einen Endabschnitt des Förderbands, kann die Position des beweglichen Objekts bereits gemessen werden, wenn es sich noch auf dem Förderband befindet. Damit kann die Übergabe des beweglichen Objekts von dem Förderband in den Linearmotor zuverlässig gestaltet werden, z. B. mit Hilfe einer Geschwindigkeitsregelung.
  • Für eine zuverlässige Ansteuerung, insbesondere für eine Regelung, ist es hilfreich, wenn die Positionsinformationen, welche die Steuereinheit von der Positionsmesseinrichtung empfängt, dazu genutzt werden, auf die Geschwindigkeit des beweglichen Objekts zurückzuschließen, insbesondere diese zu messen. Es kann außerdem auch auf einen Sollkommutierungswinkel für den Strom, mit dem der Linearmotor zu beaufschlagen ist, geschlossen werden. Der zu wählende Kommutierungswinkel ist eine Funktion von Position und Geschwindigkeit. Bei feststehender Geschwindigkeit ergibt er sich aus einer „Moduln"-Berechnung der Position. Im Abstand einer vorbestimmten Streckeneinheit wiederholt sich der Kommutierungswinkel (nämlich nach Durchlaufen von 360°).
  • Es sollte beim Ableiten des Soll-Kommutierungswinkels ein möglichst geringer Fehler auftreten. Ein Fehler kann dadurch zustande kommen, dass in der Positionsmesseinrichtung Totzeiten auftreten: Eine Messwertabfrage erfolgt jede Millisekunde. Ein Messwert liegt somit mit bis zu einer 1 ms Verzögerung vor. Die Steuereinheit kann so ausgelegt sein, beim Ableiten des Soll-Kommutierungswinkels die Totzeiten zu korrigieren, und zwar durch eine geeignete Software-Korrekturfunktion. Es muss hierzu bekannt sein, wann der Messwert eintrifft. Dies ist von der Lage des beweglichen Objekts abhängig. Bevorzugt wird auch die Geschwindigkeit berücksichtigt und daraus die zum Zeitpunkt des Vorliegens des Messwerts tatsächliche Position abgeleitet und der zugehörige Kommutierungswinkel gewählt.
  • Wie bereits oben erwähnt, ist der Linearmotor bevorzugt ein Langstator-Linearmotor.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist bevorzugt eine Transfervorrichtung für Werkstückträger.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet bevorzugt die erfindungsgemäße Transfervorrichtung und sieht bevorzugt wie folgt aus: Beim Transport von Werkstückträgern in einer Transfervorrichtung, die die Eigenschaften der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat, wird wiederholt die Position der Werkstückträger erfasst. Durch die Steuereinheit wird aufgrund von Positionsmesssignalen auf die Geschwindigkeit des Werkstückträgers zurückgeschlossen. Die Steuereinheit beaufschlagt das Linearmotor-Primärteil dann mit einem solchen Strom, dass die Geschwindigkeit auf einen Sollwert geregelt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch das Bereitstellen der Positionsmesseinrichtung mit dem ausgedehnten Körper ermöglicht, denn der ausgedehnte Körper ermöglicht die wiederholte Messung der Position bei der Bewegung des beweglichen Objekts an ihm vorbei.
  • Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung beschrieben, in der
  • 1 schematisch den Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung veranschaulicht und
  • 2 zur Veranschaulichung des Funktionsprinzips bei einem zweiten Aspekt der Erfindung dient.
  • Eine in 1 im Ganzen mit 10 bezeichnete Transfervorrichtung dient zum Transport von Werkstückträgern 12, 12' in Richtung der Pfeile 14, 14'. Es werden hierbei Linearmotoren verwendet. Der Linearmotor ist durch ein Primärteil 16 bzw. 16' einerseits und einen Werkstückträger 12, 12' als Sekundärteil andererseits gebildet. Da sich das Sekundärteil 12, 12' relativ zum Primärteil 16, 16' bewegt, handelt es sich um einen Langstator-Linearmotor.
  • Die Primärteile 16, 16' werden durch zugeordnete Steuereinheiten 18, 18' angesteuert, nämlich mit einem geeigneten Strom beaufschlagt, damit sich der Werkstückträger 12 bzw. 12' bewegt. Es soll nun ermöglicht werden, dass die Geschwindigkeit, mit der sich die Werkstückträger 12 und 12' bewegen, geregelt wird. Hierzu wird eine geeignete Positionsmesseinrichtung in der Transfervorrichtung 10 bereitgestellt. Vorliegend ist eine erste Positionsmesseinrichtung dem Linearmotor-Primärteil 16 mit der Steuereinheit 18 zugeordnet und eine zweite Positionsmesseinrichtung dem Linearmotor-Primärteil 16' mit der Steuereinheit 18' zugeordnet.
  • Die Positionsmesseinrichtungen basieren auf dem Prinzip der Magnetostriktion. Hierzu ist ein stabförmiger Ferromagnet 20 bzw. 20' bereitgestellt, der einen geradlinigen Bereich aufweist und von diesem zu einem Ende 22 bzw. 22' hin abknickt. Durch eine Einkoppel- und Erfassungseinheit 24 bzw. 24' werden Stromimpulse in den Ferromagneten 20 eingekoppelt. Die Stromimpulse erzeugen um den Ferromagneten 20 herum ringförmig ein Magnetfeld. Nun ist an den Werkstückträgern 12 bzw. 12' jeweils ein Permanentmagnet 26, 26' befestigt, der z. B. stabförmig ausgebildet sein kann. Die Anordnung ist dergestalt, dass der Permanentmagnet 26 bzw. 26' bei der Bewegung des Werkstückträgers entsprechend den Pfeilen 14 und 14' an dem Ferromagneten 20 und 20' dicht vorbeigeführt wird, ohne diesen zu berühren. Das Magnetfeld des Permanentmagneten 26 bzw. 26' bewirkt nun bei eintreffenden Stromimpulsen eine Torsinn des Ferromagneten 20, es bildet sich also eine dementsprechende torsionale Körperschallwelle in dem Ferromagneten 20 aus, und zwar in zwei entgegengesetzte Richtungen. Die Körperschallwelle, welche sich zu dem freien Ende des Ferromagneten 20 bewegt, wird gedämpft und bewirkt weiter nichts.
  • Die Körperschallwelle, die sich zu der Einheit 24 hin bewegt, kann durch eine Anordnung aus ferromagnetischem Metallstreifen, Permanentmagneten und Detektionsspule detektiert werden, sie induziert nämlich einen Strom in dieser Spule. Die Einheit 24 kann den zeitlichen Abstand zwischen dem Aussenden der Stromimpulse und dem Empfangen der Antwortsignale, nämlich dem aufgrund der Körperschallwelle in der Detektionsspule induzierten Strom erfassen. Dieser zeitliche Abstand ist laufzeitabhängig, nämlich von der Laufzeit der Stromimpulse von der Einheit 24 zu dem Ort des Permanentmagneten 26 hin und der Laufzeit der Körperschallwelle von dem Ort des Permanentmagneten 26 zur Einrichtung 24 zurück. Damit ist der zeitliche Abstand zwischen dem Einkoppeln der Stromimpulse und dem Erhalt der Antwortsignale von der Position des Permanentmagneten 26 abhängig. Diese Messinformation wird der Steuereinheit 18 zugeführt. Wird die Messung wiederholt, kann die Steuereinheit 18 die Geschwindigkeit des Werkstückträgers 12 im Bereich des Ferromagneten 20 ermitteln. Dann ist es möglich, die Geschwindigkeit des Werkstückträgers 12 auf einen vorbestimmten Wert zu regeln.
  • Durch diese Regelung wird ein besonders stabiler Transport von Werkstückträgern 12 und 12' in Transfervorrichtungen ermöglicht. Aus dem gemessenen zeitlichen Abstand kann wegen der Positionsinformation auch auf einen Kommutierungswinkel zurückgeschlossen werden, und die Steuereinheit 18 kann den Linearmotor mit einem entsprechenden Signal beaufschlagen, so dass der Werkstückträger 12 auch wegen geeigneter Wahl des Kommutierungswinkels besonders stabil läuft.
  • Die Ferromagneten 20 bzw. 20' ragen über den Bereich der Linearmotor-Primärteile hinaus. Es ist möglich, das sie bis in den Bereich eines in der FIG. nicht gezeigten Förderbands ragen, über welches die Werkstückträger 12 und 12' zugeführt werden. Dann ist es möglich, die Position und Geschwindigkeit der Werkstückträger 12, 12' bereits zu erfassen, bevor sie das Förderband verlassen, so dass in der Transfervorrichtung ein Linearmotor-Primärteil 16 bzw. 16' entsprechend angesteu ert werden kann, damit der einlaufende Werkstückträger 12 und 12' möglichst mit kontinuierlicher Bewegung weitertransportiert wird.
  • Das Funktionsprinzip einer Positionsmessung bei einer gegenüber der in 1 gezeigten Transfervorrichtung 10 abgewandelten Transfervorrichtung wird im Folgenden nun anhand von 2 erläutert. In 2 nicht gezeigte Bauteile der Transfervorrichtung (insbesondere das Linearmotor-Primärteil und die Steuereinheit zum Steuern desselben) sollen sich nicht von den entsprechenden Bauteilen herkömmlicher Transfervorrichtungen, wie auch in 1 gezeigt, unterscheiden. Ein Werkstückträger 12'' bewegt sich in Richtung des Pfeils 14''. An dem Werkstückträger 12'' ist ein Reflektor, insbesondere Spiegel, 28 angebracht. Der Spiegel 28 ist leicht gekippt, so dass seine Flächennormale nicht in Richtung des Pfeils 14'' zeigt. Nun ist in der Transfervorrichtung eine Sende-/Empfangseinrichtung 30 bereitgestellt, welche Lichtsignale 32 in demselben Winkel zur Bewegungsrichtung des Werkstückträgers 12'' gemäß dem Pfeil 14'' aussendet wie der Spiegel 28 gekippt ist. Der Lichtstrahl 32 wird aus diesem Grund bei Bewegung des Werkstückträgers 12'' gemäß dem Pfeil 14'' zu der Sende-/Empfangseinrichtung zurückreflektiert. In an sich bekannter Weise (wie z. B. in dem Buch von Th. Burkhardt, A. Feinäugle, S. Ferican, A. Forkl, "Lineare Weg- und Abstandssensoren", 2004, insbesondere auf Seite 49 bzgl. Abbildung 30 beschrieben) wird nun die Lichtlaufzeit erfasst, also der zeitliche Abstand zwischen dem Aussenden des Lichtstrahls durch die Sende-/Empfangseinrichtung 30 und dem Empfangen des Lichtstrahls. Die Lichtlaufzeit ist nun genau von der Position des Werkstückträgers 12'' abhängig, denn diese Position bestimmt auch die Luftstrecke, die das Licht durchläuft.
  • Der Spiegel 28 muss im Regelfall leicht gekippt sein, weil die Sende- und Empfangseinrichtung sonst den Werkstückträger 12'' beim Transport hindern würde. Die Größe des Spiegels 28 bestimmt den theoretisch möglichen Positionsmessbereich, denn der Lichtstrahl 32 trifft je nach Position des Werkstückträ gers 12'' auf unterschiedlichen Stellen des Spiegels 28 auf. Der theoretisch mögliche Messbereich ist in 2 durch den Doppelpfeil 34 dargestellt. Die linke Pfeilspitze gibt die Stelle an, an der der Lichtstrahl 32 gerade noch auf das in 2 untere Ende des Spiegels 28 auftrifft, und die rechte Pfeilspitze gibt den Punkt an, an dem der Lichtstrahl 32 gerade an dem in 2 oberen Ende des Spiegels 28 auftrifft.
  • Anstatt mit Licht kann eine nach Art der 2 gebaute Anordnung auch mit Schall, insbesondere mit Ultraschall arbeiten.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - http://www.mtssensor.de/fileadmin/medien/downloads/mts_messpr inzip.pdf [0008]
    • - Buch von Th. Burkhardt, A. Feinäugle, S. Ferican, A. Forkl, "Lineare Weg- und Abstandssensoren", 2004, insbesondere auf Seite 49 [0033]

Claims (13)

  1. Vorrichtung (10) zum Bewegen zumindest eines beweglichen Objekts (12, 12', 12') mit einem Linearmotor-Primärteil (16, 16') und mit einer Steuereinheit (18, 18') zum Steuern des Linearmotor-Primärteils (16, 16'), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine mit der Steuereinheit (18, 18') gekoppelte Positionsmesseinrichtung (20, 24; 20', 24'; 30) aufweist, die umfasst: – Mittel (24, 24'; 30) zum Aussenden von Signalen, – Mittel (24, 24'; 30) zum Erfassen von Antwortsignalen auf die ausgesandten Signale, – Mittel (24, 24'; 30) zum Erfassen des zeitlichen Abstands zwischen dem Aussenden von Signalen und dem Erfassen der Antwortsignale auf diese, – Mittel (24, 24'; 30) zum Ableiten der Position eines beweglichen Objekts (12, 12', 12''), das mit einem Mittel (26, 26'; 28) zum Erzeugen oder Beeinflussen der Antwortsignale versehen ist, aus dem erfassten zeitlichen Abstand.
  2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (30) zum Aussenden von Signalen diese über die Luft zu einem beweglichen Objekt (12'') senden.
  3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (30) zum Aussenden von Signalen Lichtsignale (32) aussenden und die Mittel (30) zum Erfassen die von einem Spiegel (28) an einem beweglichen Objekt (12') reflektierten Lichtsignale (32) erfassen.
  4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsmesseinrichtung einen ausgedehnten Körper (20, 20') umfasst, an dem die beweglichen Objekte (12, 12'') beim Transport vorbeigeführt werden, und dass die Mittel zum Aussenden von Signalen als Mittel (24, 24') zum Einkoppeln von Signalen in den ausgedehnten Körper (20, 20') ausgebildet sind.
  5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der ausgedehnte Körper (20, 20') ferromagnetisch ist, dass die Mittel (24, 24') zum Einkoppeln Stromimpulse in den ausgehnten Körper (20, 20') einkoppeln, und dass die Mittel (24, 24') zum Erfassen zum Erfassen einer durch einen an einem beweglichen Objekt (12, 12') befestigten Permanentmagneten (26, 26') als Antwort auf die Stromimpulse in dem ausgedehnten Körper (20, 20') erzeugte Körperschallwelle dienen.
  6. Vorrichtung (10) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der ausgedehnte Körper (20, 20') zumindest einen gekrümmten Abschnitt aufweist.
  7. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein zu dem Linearmotor-Primärteil führendes Förderband umfasst und sich der ausgedehnte Körper bis hin zu einem Endabschnitt des Förderbands erstreckt.
  8. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (18) dazu ausgelegt ist, Positionsinformationen von der Positionsmesseinrichtung (18, 18') zu empfangen und daraus a) auf die Geschwindigkeit des beweglichen Objekts (12, 12') zurückzuschließen und/oder b) einen Soll-Kommutierungswinkel für den Strom, mit dem das Linearmotor-Primärteil (16, 16') zu beaufschlagen ist, abzuleiten.
  9. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8, bei dem die Steuereinheit (18, 18') dazu ausgelegt ist, beim Ableiten des Soll-Kommutierungswinkels von der Lage des beweglichen Objekts abhängige Totzeiten zu korrigieren.
  10. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Linearmotor ein Langstator-Linearmotor ist.
  11. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Transfervorrichtung (10) für Werkstückträger (12, 12') umfasst.
  12. Verfahren zum Transportieren von Werkstückträgern (12, 12') mit einer Transfervorrichtung, bei dem die Geschwindigkeit der Werkstückträger geregelt wird.
  13. Verfahren zum Transportieren von Werkstückträgern (12, 12') nach Anspruch 12, mit einer Transfervorrichtung (10) gemäß Patentanspruch 11, bei dem wiederholt die Position eines Werkstückträgers (12, 12') erfasst wird und so durch die Steuereinheit (18, 18') auf deren Geschwindigkeit zurückgeschlossen wird, und bei dem die Steuereinheit (18, 18') das Linearmotor-Primärteil (16, 16') mit einem solchen Strom beaufschlagt, dass die Geschwindigkeit auf einen Sollwert geregelt wird.
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