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DE102008008111A1 - Einspritzventil, Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung eines Einspritzventils - Google Patents

Einspritzventil, Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung eines Einspritzventils Download PDF

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DE102008008111A1
DE102008008111A1 DE102008008111A DE102008008111A DE102008008111A1 DE 102008008111 A1 DE102008008111 A1 DE 102008008111A1 DE 102008008111 A DE102008008111 A DE 102008008111A DE 102008008111 A DE102008008111 A DE 102008008111A DE 102008008111 A1 DE102008008111 A1 DE 102008008111A1
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DE
Germany
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housing
nozzle body
injection valve
actuator
nozzle
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Ceased
Application number
DE102008008111A
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English (en)
Inventor
Maximilian Dr. Kronberger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vitesco Technologies GmbH
Original Assignee
Continental Automotive GmbH
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Publication date
Application filed by Continental Automotive GmbH filed Critical Continental Automotive GmbH
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Priority to PCT/EP2009/050149 priority patent/WO2009098100A1/de
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Abstract

Einspritzventil (10) mit einer Düsenbaugruppe (60) und einer Atkoreinheit (14). Die Düsenbaugruppe (60) hat einen Düsenkörper (30) mit einer Düsenkörperausnehmung (32), die mit einem Hochdruckkreis eines Fluids hydraulisch koppelbar ist, und eine in der Düsenkörperausnehmung (32) axial beweglich angeordnete Düsennadel (33), die in einer Schließposition eines Fluidfluss durch mindestens eine Einspritzöffnung (62) verhindern und ansonssten den Fluidfluss freigeben kann. Die Aktoreinheit (14) hat ein Gehäuse (12) mit einer Längsachse (A) und einer Gehäuseausnehmung (13), wobei das Gehäuse (12) fest mit dem Düsenkörper (30) gekoppelt ist und die Gehäuseausnehmung (13) mit der Düsenkörperausnehmung (32) hydraulisch gekoppelt ist, derart, dass die Gehäuseausnehmung (13) mit dem Hochdruckkreis des Fluids hydraulisch koppelbar ist, ein Deckelelement (18), das fest mit einem von dem Düsenkörper (30) abgewandten axialen Ende des Gehäuses (12) gekoppelt ist, und einen Piezoaktuator (16), der in der Gehäuseausnehmung (13) angeordnet ist, auf die Düsennadel (33) einwirken kann und an einem von der Düsennadel (33) abgewandten axialen Ende einen Kopfendabschnitt (42) hat. Der Kopfendabschnitt (42) des Piezoaktuators (16) ist direkt mit dem Deckelelement (18) gekoppelt, und das Gehäuse (12) ist aus einem oder mehreren Materialien gebildet, wobei der thermische Ausdehnungskoeffizient des Gehäuses (12) dem des Piezoaktuators (16) oder dem des Piezoaktuators (16) und einem zu dem ...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Einspritzventil und ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung eines Einspritzventils.
  • Immer strengere gesetzliche Vorschriften bezüglich der zulässigen Schadstoffemission von Brennkraftmaschinen, die in Kraftfahrzeugen angeordnet sind, machen es erforderlich, diverse Maßnahmen vorzunehmen, durch welche die Schadstoffemissionen gesenkt werden. Ein Ansatzpunkt hierbei ist, die von der Brennkraftmaschine erzeugten Schadstoffemissionen zu senken. Die Bildung von Ruß ist stark abhängig von der Aufbereitung des Luft/Kraftstoff-Gemisches in dem jeweiligen Zylinder der Brennkraftmaschine.
  • Eine entsprechend verbesserte Gemischaufbereitung kann erreicht werden, wenn der Kraftstoff unter sehr hohem Druck zugemessen wird. Im Falle von Diesel-Brennkraftmaschinen betragen die Kraftstoffdrücke bis zu über 2000 Bar. Derart hohe Drücke stellen hohe Anforderungen an die Konstruktion eines Einspritzventils. Gleichzeitig werden hohe Anforderungen an die Aktoreinheit für das Einspritzventil gestellt.
  • Die DE 196 53 555 A1 offenbart einen piezoelektrischen Aktor mit einem Gehäuse, in das mindestens ein piezoelektrisches Element eingebracht ist, das von einer Steuereinheit ansteuerbar ist, wobei Mittel vorgesehen sind, die das piezoelektrische Element seitlich stabilisieren, und Mittel mit Federwirkung angeordnet sind, die das piezoelektrische Element gegen seine Ausdehnungsrichtung vorspannen.
  • Die DE 102 45 109 offenbart einen Injektor mit einem piezoelektrischen Aktorkörper, dessen Mantelfläche unter Einhaltung eines Zwischenraums von einem Injektorgehäuse umgeben und durch direkten Kontakt mit einem inerten, elektrisch nicht leitenden Fluid gekühlt ist.
  • Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Einspritzventil und ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung eines Einspritzventils zu schaffen, durch das beziehungsweise durch die ein zuverlässiger und präziser Betrieb des Einspritzventils ermöglicht ist.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Gemäß eines ersten Aspektes zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Einspritzventil mit einer Düsenbaugruppe und einer Aktoreinheit. Die Düsenbaugruppe weist auf einen Düsenkörper mit einer Düsenkörperausnehmung, die mit einem Hochdruckkreis eines Fluids hydraulisch koppelbar ist, und eine in der Düsenkörperausnehmung axial beweglich angeordnete Düsennadel, die ausgebildet ist, um in einer Schließposition einen Fluidfluss durch mindestens eine Einspritzöffnung zu verhindern und ansonsten den Fluidfluss freizugeben. Die Aktoreinheit weist auf ein hülsenförmiges Gehäuse mit einer Längsachse, das eine Gehäuseausnehmung aufweist, wobei das hülsenförmige Gehäuse mechanisch fest mit dem Düsenkörper gekoppelt ist und die Gehäuseausnehmung mit der Düsenkörperausnehmung hydraulisch gekoppelt ist, derart, dass die Gehäuseausnehmung mit dem Hochdruckkreis des Fluids hydraulisch koppelbar ist, ein Deckelelement, das fest mit einem von dem Düsenkörper abgewandten axialen Ende des hülsenförmigen Gehäuses gekoppelt ist, und einen Piezoaktuator, der in der Gehäuseausnehmung angeordnet ist, zum Einwirken auf die Düsennadel ausgebildet ist und an einem von der Düsennadel abgewandten axialen Ende einen Kopfendabschnitt hat. Der Kopfendabschnitt des Piezoaktuators ist direkt mit dem Deckelelement gekoppelt. Das Gehäuse ist aus einem oder mehreren Materialien gebildet, die derart ausgebildet sind, dass der thermische Ausdehnungskoeffizient eines Gehäuseabschnitts, der den Piezoaktuator und/oder den Piezoaktuator und ein zu dem Piezoaktuator axial angeordnetes und mit dem Piezoaktuator fest gekoppeltes Ausgleichselement umgibt, im Wesentlichen dem des Piezoaktuators oder dem des Piezoaktuators und dem Ausgleichselement entspricht.
  • Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, dass der Aufbau des Einspritzventils mit einer kleinen Anzahl von Bauteilen möglich ist. Damit ist ein einfacher Aufbau des Einspritzventils möglich. So kann insbesondere ein hydraulischer Kompensator zum Temperaturausgleich entfallen. Durch eine gemeinsame Ausnehmung aus Gehäuseausnehmung und Düsenkörperausnehmung kann ein relativ großes Fluidvolumen in dem Injektor erreicht werden. Damit ist eine große Stabilität der Einspritzvolumina insbesondere bei Mehrfacheinspritzungen erreichbar.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist das Gehäuse aus einer Invar-Legierung gebildet.
  • Unter Invar-Legierungen versteht man eine Gruppe von Legierungen und Verbindungen, die die Eigenschaft besitzen, in bestimmten Temperaturbereichen sehr kleine positive bzw. zum Teil negative Wärmeausdehnungskoeffizienten zu haben. Der Name resultiert aus der Invarianz der Dehnung bezüglich einer Temperaturänderung. Invar-Legierungen haben eine hohe mechanische Festigkeit und können geschweißt werden. Eine häufig verwendete Invar-Legierung ist eine FeNi-Legierung mit einem Nickelgehalt von 36% Nickel. Durch Legieren mit 5% Kobalt kann der thermische Ausdehnungskoeffizient weiter reduziert werden. Darüber hinaus sind viele weitere Legierungen bekannt, bei denen ein Invar-Effekt auftritt.
  • Gehäuse aus einer Invar-Legierung, insbesondere Gehäuse für einen Stellantrieb eines Einspritzventils einer Brennkraftmaschine, haben den Vorteil, dass bei einer Änderung der Temperatur nur eine geringe Längenänderung des Gehäuses erfolgt. Bauteile, die sich im Inneren des Gehäuses befinden, und die selbst keiner oder nur einer geringfügigen Längenänderung unterliegen, haben damit üblicherweise keine oder nur geringe negative Auswirkungen, beispielsweise mechanische Spannungen, Kräfte oder Lägeänderungen gegenüber dem Gehäuse. Insbesondere kann der thermische Ausdehnungskoeffizient des Gehäuses aus einer Invar-Legierung dem thermischen Ausdehnungskoeffizienten des Piezoaktuators entsprechen, so dass keine oder nur geringe mechanische Spannungen, Kräfte oder Lägeänderungen zwischen dem Gehäuse und dem Piezoaktuator auftreten.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Düsennadel direkt mit dem Piezoaktuator gekoppelt, derart, dass die Düsennadel und der Piezoaktuator relativ zueinander in einer gleichen Richtung bewegbar sind. Dies hat den Vorteil, dass die Düsennadel direkt mit dem Piezoaktuator ohne Zwischenschaltung einer Umlenkvorrichtung gekoppelt sein kann.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist in der Gehäuseausnehmung ein Aktuatorgehäuse mit einem Innenraum angeordnet, und der Piezoaktuator ist in dem Innenraum angeordnet, und der Innenraum ist fluiddicht gegenüber der Gehäuseausnehmung abgedichtet. Damit ist ein Schutz des Piezoaktuators gegenüber aggressiven Fluiden durch eine fluiddichte Unterbringung in dem Aktuatorgehäuse möglich.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Aktuatorgehäuse einen Faltenbalg auf, der derart ausgebildet ist, dass axiale Längenänderungen des Piezoaktuators durch das Aktuatorgehäuse aufnehmbar sind. Dies hat den Vorteil, dass bei einem fest mit dem Aktuatorgehäuse gekoppelten Piezoaktuator axiale Längenänderungen des Piezoaktuators mittels des Faltenbalgs unmittelbar von dem Aktuatorgehäuse aufgenommen werden können.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Faltenbalg koaxial zwischen dem Piezoaktuator und dem Gehäuse angeordnet und mit einem von dem Düsenkörper abgewandten axialen Ende fest mit dem Deckelelement gekoppelt. Der Piezoaktuator hat an einem dem Düsenkörper zugewandten axialen Ende ein Bodenelement und der Faltenbalg ist mit dem dem Düsenkörper zugewandten axialen Ende fest mit dem Bodenelement gekoppelt. Damit ist eine einfache und kompakte fluiddichte Ausführung des Aktuatorgehäuses mit Faltenbalg ohne zusätzliche Bauteile möglich.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Faltenbalg axial zwischen dem Piezoaktuator und der Einspritzöffnung angeordnet. Das Aktuatorgehäuse weist ein Rohrelement auf, das koaxial zwischen dem Piezoaktuator und dem Gehäuse angeordnet ist. Ein von dem Düsenkörper abgewandtes axiales Ende des Rohrelements ist fest mit dem Deckelelement gekoppelt und ein dem Düsenkörper zugewandtes axiales Ende des Rohrelements ist fest mit einem dem Düsenkörper zugewandten axialen Ende des Faltenbalgs gekoppelt. Dies hat den Vorteil, dass die radialen Abmessungen des Faltenbalgs unabhängig von den radialen Abmessungen des Piezoaktuators sein können. Damit kann die radiale Erstreckung des Faltenbalgs kleiner als die radiale Erstreckung des Piezoaktuators sein, wodurch ein kurzer Piezoaktuator zum Einsatz kommen kann. Ein kurzer Piezoaktuator ermöglicht einen geringen Energieaufwand und geringe thermische Lasten des Piezoaktuators.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Aktuatorgehäuse eine Lochscheibe auf, und die Lochscheibe ist direkt mit dem dem Düsenkörper zugewandten axialen Ende des Rohrelements und direkt mit dem dem Düsenkörper zugewandten axialen Ende des Faltenbalgs gekoppelt.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Lochscheibe eine Ausnehmung auf und der Faltenbalg weist eine innere Faltenbalgkammer auf. Das Bodenelement weist einen Stiftfortsatz auf, der sich in der Ausnehmung und in der Faltenbalgkammer erstreckt. Dies hat den Vorteil, dass der Stiftfortsatz gegenüber dem Gehäuse eine besonders günsig angeordnete Fläche zur Einmessung des Leerhubs der Aktoreinheit bereitstellt.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Ausgleichselement den Stiftfortsatz auf, und der Stiftfortsatz weist ein Material auf, das einen höheren thermischen Ausdehnungskoeffizienten hat als Stahl. Derartige Materialien sind vorzugsweise Mn-Cu-Ni-legierungen, wobei die Zusammensetzung Mn72Cu18Ni10 besonders bevorzugt ist. Dies hat den Vorteil, dass das Gehäuse vorzugsweise aus einem Stahl ausgebildet sein kann und dass der Ausgleich der Wärmedehnungen des Gehäuses und des Piezoaktuators keine zusätzliche Baulänge des Einspritzventils erfordert.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Innenraum des Aktuatorgehäuses wenigstens teilweise mit einem Fluid gefüllt, und das Fluid ist aus einem Material, das ein Silikon aufweist. Silikon ermöglicht eine mechanische Stabi lität des Faltenbalgs auch bei höheren Fluiddrücken. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Silikon eine hohe Wärmeleitfähigkeit aufweisen, und so eine gute Wärmeabfuhr von dem Piezoaktuator ermöglicht ist.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind der Düsenkörper und das Gehäuse lösbar miteinander gekoppelt. Dies hat den Vorteil, dass die Düsenbaugruppe und Aktoreinheit einfach miteinander montiert und wieder demontiert werden können. Bei einem Defekt von einer der beiden Komponenten kann die defekte Komponente einfach ausgetauscht werden. Es kann so erreicht werden, dass nur ein geringer Wertschöpfungsverlust entsteht.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind der Düsenkörper und das Gehäuse mittels einer Schraubverbindung lösbar miteinander gekoppelt. Dies hat den Vorteil, dass eine einfache Montage und Demontage des Düsenkörpers und des Gehäuses möglich ist.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist axial zwischen dem Düsenkörper und dem Gehäuse ein Dichtelement angeordnet. Es kann so eine hohe Fluiddichtheit zwischen den Kontaktflächen des Düsenkörpers und des Gehäuses erreicht werden. Die axiale Anordnung des Dichtelements zwischen dem Düsenkörper und dem Gehäuse ermöglicht eine hohe Prozesssicherheit bei der Montage des Dichtelements.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Düsennadel mindestens zwei Führungsabschnitte mit jeweils einer flachen Ausnehmung auf, wobei die Führungsabschnitte derart ausgebildet sind, dass die Düsennadel durch den Düsenkörper in axialer Richtung führbar ist. Damit ist eine sichere Führung der Düsennadel im Düsenkörper bei einem hohen Fluid durchfluss durch die Düsenkörperausnehmung möglich. Des Weiteren ist eine gute Beweglichkeit der Düsennadel auch bei einer Verschmutzung des Fluids, beispielsweise durch Partikel, ermöglicht.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Kopfendabschnitt des Piezoaktuators eine elektrische Anschlussleitung auf, mittels der der Piezoaktuator mit einer Spannungsquelle elektrisch koppelbar ist, und das Deckelelement weist eine Glasdurchführung auf, und die elektrische Anschlussleitung ist in der Glasdurchführung angeordnet. Mittels der Glasdurchführung kann eine fluiddichte Durchführung der elektrischen Anschlussleitung des Piezoaktuators durch das Deckelelement erreicht werden.
  • Gemäß eines zweiten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch eine Vorrichtung zur Steuerung eines Einspritzventils gemäß des ersten Aspekts, das Mittel aufweist zum Ermitteln des Erreichens der Schließposition der Düsennadel. Die Mittel zum Ermitteln des Erreichens der Schließposition der Düsennadel sind ausgebildet zum Bestimmen des zeitlichen Verlaufs von elektrischen Größen an dem Piezoaktuator.
  • Gemäß eines dritten Aspekts zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Verfahren zur Steuerung eines Einspritzventils gemäß des ersten Aspekts, wobei das Erreichen der Schließposition der Düsennadel ermittelt wird, indem ein zeitlicher Verlauf von elektrischen Größen an dem Piezoaktuator bestimmt wird.
  • Durch die Bestimmung des zeitlichen Verlaufs von elektrischen Größen an dem Piezoaktuator zum Erkennen der Schließposition der Düsennadel kann die Schließposition der Düsennadel sehr präzise bestimmt werden. Des Weiteren kann ein adaptiver Re gelkreis zur Kompensation zeitlicher Veränderungen der Dehnung des Piezoaktuators eingesetzt werden. Damit ist auch eine hohe Langzeitstabilität des Betriebsverhaltens des Einspritzventils erreichbar.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Einspritzventil im Längsschnitt,
  • 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Einspritzventils im Längsschnitt, und
  • 3 einen Teilbereich des Einspritzventils im Längsschnitt.
  • Elemente gleicher Konstruktion oder Funktion sind figurenübergreifend mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Die 1 und 2 zeigen ein Einspritzventil 10 mit einer Aktoreinheit 14 und einer Düsenbaugruppe 60. Das Einspritzventil 10 wird vorzugsweise genutzt zum Einsatz als Kraftstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs. Die Aktoreinheit 14 hat ein hülsenförmiges Gehäuse 12 mit einer Gehäuseausnehmung 13, in der ein Piezoaktuator 16 angeordnet ist.
  • Das Gehäuse 12 besteht bevorzugt aus einer Invar-Legierung. Besonders bevorzugt weist die Invar-Legierung einen Nickelanteil von ca. 36% auf. Neben FeNi-Legierungen, die gegebenenfalls noch Legierungsanteile an Kobalt aufweisen, kommen noch folgende Legierungen für Invar in Betracht: FePt, FePd, FeMn, CoMn, FeNiPt, FeNiMn, CoMnFe, CrFe, CrMn, CoCr, FeB, FeP, TiFe2, ZrFe2, RECo2 (RE=seltene Erden außer Eu), FeC, Dy2 (FeCo) 17.
  • Der Piezoaktuator 16 hat mindestens ein Piezoelement 17, das seine Länge in axialer Richtung ändert abhängig von einem Steuersignal, das an den Piezoaktuator 16 angelegt wird.
  • Die Düsenbaugruppe 60 umfasst einen Düsenkörper 30 mit einer Längsachse A und einer Düsenkörperausnehmung 32, die sich in axialer Richtung in dem Düsenkörper 30 erstreckt. An einem freien Ende der Düsenkörperausnehmung 32 ist ein Fluidaustritt 28 ausgebildet, der in geöffneter oder geschlossener Position ist, abhängig von der axialen Position einer Düsennadel 33.
  • Das Einspritzventil 10 hat weiter einen Hochdruckanschluss 20, in dem ein Fluideintritt 26 ausgebildet ist. In dem Hochdruckanschluss 20 ist weiter ein Verbindungskanal 27 ausgebildet, mittels dem der Fluideintritt 26 mit der Gehäuseausnehmung 13 des Gehäuses 12 und mit der Düsenkörperausnehmung 32 hydraulisch gekoppelt ist.
  • Über eine nicht dargestellte Fluidleitung ist der Hochdruckanschluss 20 mit dem Fluideintritt 26 mit einer Hochdruckkammer einer Brennkraftmaschine gekoppelt, in der der Kraftstoff unter einem bestimmten Druck, zum Beispiel unter einem Druck von ungefähr 200 bar gespeichert ist.
  • Der Düsenkörper 30 hat einen Absatz 34 und die Düsennadel 33 hat einen Absatz 35, wobei beide Absätze 34, 35 als Auflage für eine Feder 24 dienen, die zwischen dem Düsenkörper 30 und der Düsennadel 33 angeordnet ist.
  • Die Düsennadel 33 ist direkt mit dem Piezoaktuator 16 ohne Zwischenschaltung einer Umlenkvorrichtung gekoppelt. Die Düsennadel 33 und der Piezoaktuator 16 bewegen sich damit relativ zueinander in einer gleichen Richtung. Damit ist das Einspritzventil 10 als ein nach außen öffnendes Ventil ausgebildet.
  • Der Piezoaktuator 16 hat an seinem der Düsenbaugruppe 60 abgewandten Ende einen Kopfendabschnitt 42 mit einem Deckelelement 18, das an das Piezoelement 17 grenzt. Die Gehäuseausnehmung 13 hat eine innere Wand 15. An einem dem Düsenkörper 30 zugewandeten axialen Ende hat der Piezoaktuator 16 ein Bodenelement 19. Das Bodenelement 19 ist fest mit dem Faltenbalg 40 des Aktuatorgehäuses 36 gekoppelt.
  • Der Kopfendabschnitt 42 des Piezoaktuators 16 umfasst weiter eine elektrische Anschlussleitung 44 für die Zufuhr von elektrischer Energie zu dem Piezoaktuator 16. Der Piezoaktuator 16 ändert seine Länge in axialer Richtung, wenn an ihn eine elektrische Spannung angelegt wird. Durch die Änderung der Länge des Piezoaktuators 16 kann eine Kraft auf die Düsennadel 33 ausgeübt werden. Über die von dem Piezoaktuator 16 ausgeübte Kraft kann sich die Düsennadel 33 in axialer Richtung bewegen, um so einen Fluidstrom durch eine Einspritzöffnung 62 zu ermöglichen oder zu verhindern.
  • Die Aktoreinheit 14 für das Einspritzventil 10 hat weiter einen Anschlussstecker 56 mit einem Steckerkörper 57, in dem ein Anschlussstift 58 angeordnet ist. Über den Anschlussstecker 56 kann eine Spannung an den Anschlussstift 58 des Anschlusssteckers 56 angelegt werden. Der Anschlussstift 58 des Anschlusssteckers 56 und die elektrische Anschlussleitung 44 des Piezoaktuators 16 bilden zusammen einen elektrischen An schluss des Piezoaktuators 16. Da der Anschlussstift 58 des Anschlusssteckers 56 mit der Anschlussleitung 44 des Piezoaktuators 16 elektrisch gekoppelt ist, ist auf einfache Weise eine Zufuhr von elektrischer Energie von außen an den Piezoaktuator 16 möglich.
  • In der Gehäuseausnehmung 13 ist ein Aktuatorgehäuse 36 angeordnet mit einem Innenraum 38, in dem der Piezoaktuator 16 angeordnet ist. Damit ist der Piezoaktuator 16 auf eine mechanisch stabile Weise in dem Aktuatorgehäuse 36 untergebracht.
  • Das Aktuatorgehäuse 36 hat einen Faltenbalg 40, der sich in Richtung der Längsachse A erstreckt und so ausgebildet ist, dass mittels des Faltenbalgs 40 axiale Längenänderungen des Piezoaktuators 16 unmittelbar von dem fest mit dem Piezoaktuator 16 gekoppelten Aktuatorgehäuse 36 aufgenommen werden können.
  • In der in 1 gezeigten Ausführungsform des Einspritzventils 10 ist der Faltenbalg 40 koaxial zwischen dem Piezoaktuator 16 und dem Gehäuse 12 angeordnet. Der Faltenbalg 40 ist mit einem von dem Düsenkörper 30 abgewandeten axialen Ende fest mit dem Deckelelement 18 gekoppelt. Der Faltenbalg 40 ist mit dem dem Düsenkörper 30 zugewandeten axialen Ende fest mit dem Bodenelement 19 gekoppelt. An seinem dem Düsenkörper 30 abgewandten axialen Ende ist der Piezoaktuator 16 fest mit einer Glasdurchführung 45 gekoppelt. Die elektrische Anschlussleitung 44 ist in der Glasdurchführung 45 angeordnet, wodurch eine fluiddichte Durchführung der elektrischen Anschlussleitung 44 des Piezoaktuators 16 durch das Deckelelement 18 erreicht werden kann.
  • In der in 2 gezeigten Ausführungsform des Einspritzventils 10 ist der Faltenbalg 40 axial zwischen dem Piezoaktuator 16 und der Einspritzöffnung 62 angeordnet. Das Aktuatorgehäuse 36 hat ein Rohrelement 46, das koaxial zwischen dem Piezoaktuator 16 und dem Gehäuse 12 angeordnet ist. Das Rohrelement 46 erstreckt sich mit seinem von dem Düsenkörper 30 abgewandeten axialen Ende bis zu seinem dem Düsenkörper 30 zugewandeten axialen Ende von dem Deckelelement 18 bis zu einer Lochscheibe 64. Die Lochscheibe 64 ist mit dem dem Düsenkörper 30 zugewandten axialen Ende des Rohrelements 46 und mit dem dem Düsenkörper zugewandten axialen Ende des Faltenbalgs 40 fest gekoppelt. Das von dem Düsenkörper 30 abgewandte Ende des Rohrelements 46 ist fest mit dem Deckelelement 18 gekoppelt. Der Faltenbalg 40 ist innerhalb des Rohrelements 46 angeordnet. Es ist so möglich, dass die radialen Abmessungen des Faltenbalgs 40 unabhängig von den radialen Abmessungen des Piezoaktuators 16 ausgebildet sein können. Damit kann die radiale Erstreckung des Faltenbalgs 40 kleiner sein als die radiale Erstreckung des Piezoaktuators 16. Somit ist die hydraulisch wirksame Fläche in Richtung der Längsachse A sehr klein, wodurch auch ein kurzer Piezoaktuator 16 in dem Einspritzventil 10 zum Einsatz kommen kann. Dies hat den Vorteil, dass ein geringerer Energieaufwand und damit eine geringere thermische Last des Piezoaktuators 16 erreicht werden kann.
  • Die Lochscheibe 64 hat eine Ausnehmung 65 und der Faltenbalg 40 hat eine innere Faltenbalgkammer 66. In der Ausnehmung 65 der Lochscheibe 64 und in der inneren Faltenbalgkammer 66 ist ein Stiftfortsatz 68 angeordnet. Der Stiftfortsatz 68 ist fest, vorzugsweise einstückig, mit dem Bodenelement 19 gekoppelt. Das Bodenelement 19 und der Stiftfortsatz 68 bilden zusammen ein Ausgleichselement 70. Das Ausgleichselement 70 kann der Kompensation von Längenänderungen des Rohrelements 46 dienen, insbesondere dann, wenn das Gehäuse 12 aus einem Material ausgebildet ist, das einen höheren thermischen Ausdehnungskoeffizienten aufweist als der Piezoaktuator 16. Das Ausgleichselement 70 ist dann bevorzugt derart ausgebildet, dass sein thermischer Ausdehnungskoeffizient erheblich größer ist als der thermische Ausdehnungskoeffizient des Gehäuses 12, und dass sein thermischer Ausdehnungskoeffizient in Verbindung mit den thermischen Ausdehnungskoeffizienten des Piezoaktuators 16 gerade so groß ist wie der thermische Ausdehnungskoeffizient des Gehäuses 12. Damit kann erreicht werden, dass die thermische Ausdehnung eines Gehäuseabschnitts 12a, das den Piezoaktuator 16 und das Ausgleichselement 70 umschließt, im Wesentlichen genauso groß ist wie die thermische Ausdehnung des Piezoaktuators 16 mit dem Ausgleichselement 70 zusammen.
  • Der Innenraum 38 des Aktuatorgehäuses 36 ist vorzugsweise wenigstens teilweise mit einem Fluid gefüllt. Das Fluid in den Innenraum 38 des Aktuatorgehäuses 36 ist vorzugsweise nicht leitend und chemisch innert. Besonders bevorzugt ist, wenn das Fluid in den Innenraum 38 des Aktuatorgehäuses aus einem Material ist, das ein Silikon aufweist. Damit kann zum einen sichergestellt werden, dass der Faltenbalg 40 auch bei höheren Fluiddrücken eine gute mechanische Stabilität erreicht.
  • In der in 1 gezeigten Ausführungsform des Einspritzventils 10 kann das Fluid in dem Innenraum 38 des Aktuatorgehäuses 36 des Weiteren einen Wärmefluss von dem Piezoaktuator 16 in Richtung zu dem Gehäuse 12 ermöglichen und so einen Wärmeabtransport in einer lateralen Richtung aus dem Piezoaktuator 16 heraus erreichen.
  • Zwischen dem Düsenkörper 30 und dem Gehäuse 12 sind Gewinde ausgebildet, mittels denen eine Schraubverbindung 50 zwischen dem Düsenkörper 30 und dem Gehäuse 12 hergestellt werden kann. Die Schraubverbindung 50 ermöglicht eine einfache Demontage des Düsenkörpers 30 von dem Gehäuse 12. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn entweder die Düsenbaugruppe 60 oder die Aktoreinheit 14 eine defekte oder nicht passende Einheit aufweisen. Es ist dann möglicht, die defekte oder nicht passende Düsenbaugruppe 60 oder die defekte oder nicht passende Aktoreinheit 14 auszutauschen, ohne das gesamte Einspritzventil 10 austauschen zu müssen. Dies führt insbesondere zu niedrigen Kosten bei der Herstellung des Einspritzventils 10.
  • Zwischen dem Düsenkörper 30 und dem Gehäuse 12 ist bevorzugt ein Dichtelement 52 angeordnet, das eine axiale Dichtung zwischen dem Düsenkörper 30 und dem Gehäuse 12 ermöglicht. Es kann so eine gute Fluiddichtheit zwischen den Kontaktflächen des Düsenkörpers 30 und dem Gehäuse 12 erreicht werden. Die axiale Anordnung des Dichtelements 52 zwischen dem Düsenkörper 30 und dem Gehäuse 12 erlaubt insbesondere eine hohe Prozesssicherheit bei der Montage des Dichtelements 52.
  • Der Düsenkörper 30 hat einen unteren Düsenkörperteil 30a und einen oberen Düsenkörperteil 30b. Der untere Düsenkörperteil 30a ist mit dem oberen Düsenkörperteil 30b bevorzugt kraftschlüssig verbunden, beispielsweise durch einen Presssitz. Für die Abdichtung zwischen dem unteren Düsenkörperteil 30a und dem oberen Düsenkörperteil 30b ist ein weiteres Dichtelement 53 vorgesehen, so dass eine Abdichtung in radialer Richtung ermöglicht ist.
  • Die Düsennadel 33 hat vorzugsweise zwei Führungsabschnitte 54 mit jeweils einer flachen Ausnehmung 55. Die Führungsabschnitte 54 sind so ausgebildet, dass die Düsennadel 33 durch den Düsenkörper 30 in axialer Richtung führbar ist. Damit ist eine sehr sichere Führung der Düsennadel 33 im Düsenkörper 30 möglich. Gleichzeitig ist durch die flachen Ausnehmungen 55 ein hoher Fluiddurchfluss in Richtung zu dem Fluidaustritt 28 im Bereich der Einspritzöffnung 62 möglich.
  • Im Folgenden soll die Funktion des Einspritzventils 10 kurz beschrieben werden:
    Der Kraftstoff wird von dem Fluideintritt 26 durch das Gehäuse 12 zu der Düsenkörperausnehmung 32 und schließlich zu dem Fluidaustritt 28 geführt. Ein Fluidstrom vom Fluideintritt 26 in de Innenraum 38 des Aktuatorgehäuses 36 mit dem Piezoaktuator 16 wird durch den Faltenbalg 40 beziehungsweise das Rohrelement 46 und die Lochscheibe 64 verhindert.
  • In einer Schließposition der Düsennadel 33 verhindert diese einen Fluidstrom durch den Fluidaustritt 28 im Düsenkörper 30.
  • Durch Anlegen einer Spannung an den Piezoaktuator 16 können die Piezoelemente 17 ihre Länge ändern. Durch die Längenänderung der Piezoelemente 17 kann eine Kraft auf die Düsennadel 33 ausgeübt werden. Die Düsennadel 33 kann damit in axialer Richtung aus ihrer Schließposition bewegt werden. Außerhalb der Schließposition der Düsennadel 33 besteht eine Lücke zwischen dem Düsenkörper 30 und der Düsennadel 33 an der Einspritzöffnung 62. Außerhalb der Schließposition der Düsennadel 33 ermöglicht die Düsennadel 33 einen Fluidstrom durch den Fluidaustritt 28 und damit durch die Einspritzöffnung 62.
  • Die Feder 24 kann die Düsennadel 33 über den Absatz 35 der Düsennadel 33 in Richtung auf den Piezoaktuator 16 mit Kraft beaufschlagen. Liegt keine Spannung an dem Piezoaktuator 16 an, so ist die Länge des Piezoaktuators 16 reduziert. Die Feder 24 zwingt die Düsennadel 33 zu einer Bewegung in axialer Richtung in ihre Schließposition. Abhängig von dem Kräftegleichgewicht zwischen der durch die Feder 24 auf die Düsennadel 33 ausgeübte Kraft und der durch den Piezoaktuator 16 auf die Düsennadel 33 ausgeübte Kraft ist die Düsennadel 33 in einer Schließposition oder in einer Öffnungsposition.
  • Soll die Düsennadel 33 von einer Öffnungsposition in eine Schließposition gebracht werden, so wird der Piezoaktuator 16 stromlos gemacht, wobei eine Längenänderung des Piezoaktuators 16 ausgelöst wird, indem sich der Piezoaktuator 16 zusammenzieht. Gleichzeitig wird durch die von der Feder 24 auf die Düsennadel 33 ausgeübte Kraft die Düsennadel 33 versuchen, in ihre Schließposition zu gelangen. Da die Längenänderung des Piezoaktuators 16 phasenweise zuerst schneller und dann langsamer erfolgt als die Bewegung der Düsennadel 33 in ihre Schließposition, wird auf dem Piezoaktuator 16 eine Kraftänderung ausgeübt, wodurch ein elektrisches Signal an den Piezoaktuator 16 anliegen kann. Aus dem zeitlichen Verlauf dieses elektrischen Signals kann ermittelt werden, wann die Düsennadel 33 tatsächlich ihre Schließposition erreicht. Die so erhaltene Information über das Erreichen der Schließposition der Düsennadel 33 kann in einem nächsten Öffnungsvorgang der Düsennadel 33 als Information verwertet werden, derart, dass ein entsprechendes Signal an dem Piezoaktuator 16 angelegt wird, und dieser so eine an die ermittelte Schließposition der Düsennadel 33 angepasste Längenänderung ausführen kann. Es ist so eine adaptive Regelung für den Öffnungs- und Schließvorgang der Düsennadel 33 mittels des Piezoaktuators 16 möglich.
  • Insbesondere kann so ein adaptiver Regelkreis zur Kompensation zeitlicher Veränderungen der Dehnung des Piezoaktuators 16 bereitgestellt werden.
  • Im Folgenden soll das Verfahren zur Messung des Aktuatorleerhubs des Einspritzventils 10 gemäß der in 2 gezeigten Ausführungsform dargestellt werden (3):
    Vor dem Zusammenbau der Aktoreinheit 14 und der Düsenbaugruppe 60 wird die axiale Position einer ersten Planfläche 72 an dem Stiftfortsatz 68 und einer zweiten Planfläche 74 an dem Gehäuse 12 ermittelt. Der axiale Abstand S1 zwischen der ersten Planfläche 72 und der zweiten Planfläche 74 wird bestimmt. In einem weiteren Schritt wird die axiale Position einer dritten Planfläche 76 der Düsennadel 33 und eine vierte Planfläche 78 des Düsenkörpers 30 ermittelt. Der axiale Abstand S2 zwischen der dritten Planfläche 76 und der vierten Planfläche 78 wird bestimmt.
  • Die Abstände S1 der Aktoreinheit 14 und S2 der Düsenbaugruppe 60 werden miteinander verglichen und jeweils eine Aktoreinheit 14 und eine Düsenbaugruppe 60, die möglichst ähnliche Werte der Abstände S1 und S2 aufweisen, werden miteinander gepaart. Da die Planflächen 72, 74, 76, 78 für eine Messung des Aktuatorleerhubs sehr leicht zugänglich sind, kann der Aktuatorleerhub mit einer hohen Genauigkeit, im Bereich von einigen Zehntel Mikrometer, bestimmt werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19653555 A1 [0004]
    • - DE 10245109 [0005]

Claims (18)

  1. Einspritzventil (10) mit einer Düsenbaugruppe (60) und einer Aktoreinheit (14), wobei – die Düsenbaugruppe (60) aufweist einen Düsenkörper (30) mit einer Düsenkörperausnehmung (32), die mit einem Hochdruckkreis eines Fluids hydraulisch koppelbar ist, und eine in der Düsenkörperausnehmung (32) axial beweglich angeordnete Düsennadel (33), die ausgebildet ist, um in einer Schließposition einen Fluidfluss durch mindestens eine Einspritzöffnung (62) zu verhindern und ansonsten den Fluidfluss freizugeben, – und die Aktoreinheit (14) aufweist ein hülsenförmiges Gehäuse (12) mit einer Längsachse (A), das eine Gehäuseausnehmung (13) aufweist, wobei das hülsenförmige Gehäuse (12) mechanisch fest mit dem Düsenkörper (30) gekoppelt ist und die Gehäuseausnehmung (13) mit der Düsenkörperausnehmung (32) hydraulisch gekoppelt ist, derart, dass die Gehäuseausnehmung (13) mit dem Hochdruckkreis des Fluids hydraulisch koppelbar ist, ein Deckelelement (18), das fest mit einem von dem Düsenkörper (30) abgewandten axialen Ende des hülsenförmigen Gehäuses (12) gekoppelt ist, und einen Piezoaktuator (16), der in der Gehäuseausnehmung (13) angeordnet ist, zum Einwirken auf die Düsennadel (33) ausgebildet ist und an einem von der Düsennadel (33) abgewandten axialen Ende einen Kopfendabschnitt (42) hat, wobei der Kopfendabschnitt (42) des Piezoaktuators (16) direkt mit dem Deckelelement (18) gekoppelt ist, und das Gehäuse (12) aus einem oder mehreren Materialien gebildet ist, die derart ausgebildet sind, dass der thermische Ausdehnungskoeffizient eines Gehäuseabschnitts (12a), der den Piezoaktuator (16) und/oder den Piezoaktuator (16) und ein zu dem Piezoaktuator (16) axial angeordnetes und mit dem Piezoaktuator fest gekoppeltes Ausgleichselement (70) umgibt, im Wesentlichen dem des Piezoaktuators (16) oder dem des Piezoaktuators (16) und dem Ausgleichselement (70) entspricht.
  2. Einspritzventil (10) nach Anspruch 1, wobei das Gehäuse (12) aus einer Invar-Legierung gebildet ist.
  3. Einspritzventil (10) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Düsennadel (33) direkt mit dem Piezoaktuator (16) gekoppelt ist, derart, dass die Düsennadel (33) und der Piezoaktuator (16) relativ zueinander in einer gleichen Richtung bewegbar sind.
  4. Einspritzventil (10) nach Anspruch 3, wobei in der Gehäuseausnehmung (13) ein Aktuatorgehäuse (36) mit einem Innenraum (38) angeordnet ist, und der Piezoaktuator (16) in dem Innenraum (38) angeordnet ist, und der Innenraum (38) fluiddicht gegenüber der Gehäuseausnehmung (13) abgedichtet ist.
  5. Einspritzventil (10) nach Anspruch 4, wobei das Aktuatorgehäuse (36) einen Faltenbalg (40) aufweist, der derart ausgebildet ist, dass axiale Längenänderungen des Piezoaktuators (16) durch das Aktuatorgehäuse (36) aufnehmbar sind.
  6. Einspritzventil (10) nach Anspruch 5, wobei der Faltenbalg (40) koaxial zwischen dem Piezoaktuator (16) und dem Gehäuse (12) angeordnet ist, mit einem von dem Düsenkörper (30) abgewandten axialen Ende fest mit dem Deckelelement (18) gekoppelt ist, der Piezoaktuator (16) an einem dem Düsenkörper (30) zugewandten axialen Ende ein Bodenelement (19) hat und der Faltenbalg (40) mit dem dem Düsenkörper (30) zugewandten axialen Ende fest mit dem Bodenelement (19) gekoppelt ist.
  7. Einspritzventil (10) nach Anspruch 5, wobei der Faltenbalg (40) axial zwischen dem Piezoaktuator (16) und der Einspritz öffnung (62) angeordnet ist, und das Aktuatorgehäuse (36) ein Rohrelement (46) aufweist, das koaxial zwischen dem Piezoaktuator (16) und dem Gehäuse (12) angeordnet ist, ein von dem Düsenkörper (30) abgewandtes axiales Ende des Rohrelements (46) fest mit dem Deckelelement (18) gekoppelt ist und ein dem Düsenkörper (30) zugewandtes axiales Ende des Rohrelements (46) fest mit einem dem Düsenkörper (30) zugewandten axialen Ende des Faltenbalgs (40) gekoppelt ist.
  8. Einspritzventil (10) nach Anspruch 7, wobei das Aktuatorgehäuse (36) eine Lochscheibe (64) aufweist, und die Lochscheibe (64) direkt mit dem dem Düsenkörper (30) zugewandten axialen Ende des Rohrelements (46) und direkt mit dem dem Düsenkörper (30) zugewandten axialen Ende des Faltenbalgs (40) gekoppelt ist.
  9. Einspritzventil (10) nach Anspruch 8, wobei die Lochscheibe (64) eine Ausnehmung (65) und der Faltenbalg (40) eine innere Faltenbalgkammer (66) aufweist und das Bodenelement (19) einen Stiftfortsatz (68) aufweist, der sich in der Ausnehmung (65) und in der Faltenbalgkammer (66) erstreckt.
  10. Einspritzventil (10) nach Anspruche 9, wobei das Ausgleichselement (70) den Stiftfortsatz (68) aufweist, und der Stiftfortsatz (68) ein Material aufweist, das einen höheren thermischen Ausdehnungskoeffizienten hat als Stahl.
  11. Einspritzventil (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 10, wobei der Innenraum (38) des Aktuatorgehäuses (36) wenigstens teilweise mit einem Fluid gefüllt ist, und das Fluid aus einem Material ist, das ein Silikon aufweist.
  12. Einspritzventil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Düsenkörper (30) und das Gehäuse (12) lösbar miteinander gekoppelt sind.
  13. Einspritzventil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Düsenkörper (30) und das Gehäuse (12) mittels einer Schraubverbindung (50) lösbar miteinander gekoppelt sind.
  14. Einspritzventil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei axial zwischen dem Düsenkörper (30) und dem Gehäuse (12) ein Dichtelement (52) angeordnet ist.
  15. Einspritzventil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Düsennadel (33) mindestens zwei Führungsabschnitte (54) mit jeweils einer flachen Ausnehmung (55) aufweist, wobei die Führungsabschnitte (54) derart ausgebildet sind, dass die Düsennadel (33) durch den Düsenkörper (30) in axialer Richtung führbar ist.
  16. Einspritzventil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kopfendabschnitt (42) des Piezoaktuators (16) eine elektrische Anschlussleitung (44) aufweist, mittels der der Piezoaktuator (16) mit einer Spannungsquelle elektrisch koppelbar ist, und das Deckelelement (18) eine Glasdurchführung (45) aufweist, und die elektrische Anschlussleitung (44) in der Glasdurchführung (45) angeordnet ist.
  17. Vorrichtung zur Steuerung eines Einspritzventils (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das Mittel aufweist zum Ermitteln des Erreichens der Schließposition der Düsennadel (33), wobei die Mittel ausgebildet sind zum Bestimmen des zeitlichen Verlaufs von elektrischen Größen an dem Piezoaktuator (16).
  18. Verfahren zur Steuerung eines Einspritzventils (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Erreichen der Schließposition der Düsennadel (33) ermittelt wird, indem ein zeitlicher Verlauf von elektrischen Größen an dem Piezoaktuator (16) bestimmt wird.
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