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Die
Erfindung betrifft eine Montagevorrichtung zur Montage eines Achsschenkels
für ein
Kraftfahrzeug auf die Baueinheit aus einer Radnabe mit zugehörigem Kompaktlager,
dessen Innenring irreversibel mit dem Radbefestigungsflansch verbunden ist
und dessen Außenring
reversibel mit dem Achsschenkel verbindbar ist.
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Die
oben beschriebene Baueinheit bildet eine kompakte und auswechselbare
Radnaben-Lager-Einheit für
die Endmontage mit einem Achsschenkel eines Kraftfahrzeugs.
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Der
Achsschenkel und der dazugehörige
Außenring
des Kompaktlagers sind Presssitzteile, die unter hohem Druck oder
durch Schrumpfen zusammengefügt
werden können.
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Im
Hinblick auf die unterschiedlichen Werkstoffeigenschaften der einzelnen
Funktionsbauteile der Radnaben-Lager-Einheit, wird in der Praxis der Achsschenkel
mit dem zugehörigen
Außenring
unter hohem Druck zusammengefügt.
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Aufgrund
der Kompaktbauweise der Radnaben-Lager-Einheit und den hohen Montagekräften werden
die Wälzkörper des
Kompaktlagers in axialer Richtung erheblich belastet.
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Die
Montagekräfte
an den Wälzkörpern können hierbei
so hoch werden, dass sich die Lebensdauer des Kompaktlagers verringert
oder dass das Kompaktlager sogar schlimmstenfalls beim Einbau zerstört wird.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur
Montage des Achsschenkels eines Kraftfahrzeugs mit einer oben beschriebenen
Radnaben-Lager-Einheit zu schaffen, mit welcher auftretende Kräfte an den
Wälzkörpern während der
Montage so gering gehalten werden, dass eine Verringerung der Lebensdauer
des Kompaktlagers aufgrund des Montageprozesses ausgeschlossen werden
kann.
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Diese
Aufgabe löst
die Erfindung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs.
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Der
wesentliche Vorteil der Erfindung liegt darin, dass während der
Montage eines Achsschenkels mit einer oben beschriebenen Radnaben-Lager-Einheit,
unter Berücksichtigung
deren komplexen Geometrie, ausschließlich der Außenring
des Kompaktlagers durch die erfindungsgemäßen Unterstützungssegmente der Montagevorrichtung
unterstützt wird.
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Die
hohen Druckkräfte
die benötigt
werden, um die Presssitzteile des Achsschenkels und der Radnaben-Lager-Einheit zusammenzufügen, werden
also nur über
den Achsschenkel und den Außenring
des Kompaktlagers in die Bauteile der Montagevorrichtung abgeleitet.
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Alle
anderen Bauteile der Radnaben-Lager-Einheit, also auch die Walzkörper des
Kompaktlagers, werden durch die erfindungsgemäße Montagevorrichtung und die
hohen Montagekräfte
nicht involviert, so dass auftretende Kräfte an den Wälzkörpern aufgrund
des Montageprozesses nicht nur verringert werden, sondern sogar
völlig
ausgeschlossen werden können.
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Zweckmäßigerweise
ist der Außenring
derartiger Kompaktlager nur an der Rückseite des Radbefestigungsflansches
angeordnet, wobei die zum Radbefestigungsflansch zugewandte Ringfläche des Außenringes
mit der besagten Rückseite
des Radbefestigungsflansches einen Axialzwischenraum bildet.
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Für eine montagegerechte
Unterstützung des
Außenringes
kann dieser also in idealer Weise nur an dessen Ringfläche unterstützt werden,
die den besagten Axialzwischenraum mit der Rückseite des Radbefestigungsflansches
bildet.
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Unter
Berücksichtigung
der geometrischen Ausbildung des Radbefestigungsflansches wird diese
Problemstellung erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass auf einer Grundplatte wenigstens zwei in Umfangsrichtung voneinander
gleich beabstandbare Unterstützungssegmente
angeordnet sind, die zum einen durch jeweils oberhalb der Grundplatte
angeordnete Außenringstützen die
besagte Ringfläche des
Außenringes
kippmomentfrei unterstützen
können
und zum anderen mit ihren Innenbereichen den Radbefestigungsflansch
berührungslos
umschließen,
so dass die Montagekräfte
ausschließlich
vom Außenring über die
Unterstützungssegmente
in die Grundplatte der Montagevorrichtung abgeleitet werden.
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Zu
diesem Zweck und zum Zwecke der Verwendbarkeit der Montagevorrichtung
bei unterschiedlich großen
Kompaktlagern sind die Unterstützungssegmente
mit den Außenringstützen auf
der Grundplatte variabel anordnungsfähig. Dabei sind die jeweiligen
Außenringstützen zu
dem gemeinsamen Radnabenzentrum ausrichtbar und befestigbar. Hierdurch
können
auch die Radbefestigungsflansche unterschiedlich großer Kompaktlager
umschlossen werden.
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Ergänzend dazu
werden die Innenbereiche der Außenringstützen zum
gemeinsamen Radnabenzentrum so dünn,
dass die besagte Ringfläche
von Außenringen
unterschiedlicher Durchmesser durch die Außenringstützen unterfangen werden können.
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Um
den Außenring
des Kompaktlagers an seiner besagten Ringläche flächig unterfangen zu können, wird
vorgeschlagen, dass die Außenringstützen der
Unterstützungssegmente
von der Grundplatte wegweisende und in einer gemeinsamen Ebene liegende
Unterstützungsflächen aufweisen.
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Ergänzend dazu
wird vorgeschlagen, dass die jeweiligen Unterstützungsflächen im Gebrauchszustand der
Montagevorrichtung parallel zur Grundplatte angeordnet sind.
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Die
parallele Anordnung der jeweiligen Unterstützungsflächen zur Grundplatte unterstützt ein insgesamt
senkrechtes und gleichmäßig verteiltes Einwirken
der hohen Montagekräfte
auf die jeweiligen Unterstützungsflächen der
Außenringstützen.
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Somit
wird also die Möglichkeit
geschaffen, die für
ein Einpressen von Presssitzteilen nötige immens hohe Kraft, die
z. B. von hydraulischen Pressen oder von Gewindespindeln erzeugt
wird, gleichmäßig in die
Hardware der Montagevorrichtung und den damit verbundenen Elementen
abzuleiten.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltung der Unterstützungsflächen, bilden die Unterstützungsflächen der
jeweiligen Außenringstützen in
der Grundstellung der Unterstützungssegmente
eine ebene Kreisringfläche,
so dass ein erfindungsgemäß unterstützter Außenring
eines Kompaktlagers mit seiner gesamten Ringfläche unterstützt wird.
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Ergänzend hierzu
wird vorgeschlagen, dass die Größe der Kreisringfläche derart
stufenlos einstellbar ist, dass jeder innere und jeder äußere Durchmesser
des Außenringes
erfasst wird, ausgehend von der Grundstellung der zur Montage von den Unterstützungssegmenten
unterfangenen kleinsten Kompaktlager und endend bei den größten Kompaktlagern.
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Durch
diese Maßnahme
bietet auch eine segmentierte Kreisringfläche eine erfindungsgemäße Unterstützungsfläche für den Außenring
eines Kompaktlagers.
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Vorzugsweise
bilden die Unterstützungssegmente
in der Grundstellung einen Kreisring, so dass der Radbefestigungsflansch
entsprechend seiner Form umschlossen werden kann.
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Damit
die Unterstützungssegmente
den Radbefestigungsflansch in jeder Gebrauchsstellung berührungsfrei
umschließen
können,
wird vorgeschlagen, dass in der Grundstellung der Unterstützungssegmente
der Innendurchmesser des gebildeten Kreisringes, im Bereich des
in Gebrauchszustand von den Unterstützungssegmenten überfangenen Radbefestigungsflansches,
mindestens so groß ist, wie
der Durchmesser des Radbefestigungsflansches des größten in
der Grundstellung unterfangbaren Kompaktlagers.
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Ein
wesentliches Merkmal der Erfindung liegt darin, dass die zur erfindungsgemäßen Abstützung notwendigen
Elemente Unterstützungssegmente sind,
da aufgrund der Ausbildung des Radbefestigungsflansches geteilte
Unterstützungselemente notwendig
sind, um mit den Außenringstützen jeweils in
den besagten Axialzwischenraum eingreifen zu können.
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Für eine kippmomentfreie
Auflage der zu unterstützenden
Fläche
ist es darüber
hinaus sinnvoll, dass die Unterstützungssegmente in Umfangsrichtung
voneinander gleich beabstandbar angeordnet werden.
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Im
einfachsten Falle wird dies dann erreicht, wenn die Unterstützungssegmente
halbkreisförmig sind.
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Vorzugsweise
werden sogar viertelkreisförmige
Unterstützungssegmente
vorgesehen, da sich so ein optimales Formverhältnis der Unterstützungssegmente
in Bezug auf deren einstellbaren Abstand zueinander und der daraus
resultierenden stufenlos einstellbaren Kreisringfläche ergibt.
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Um
die Innenbereiche der jeweiligen Außenringstützen für Außenringe von unterschiedlichen Durchmessern
auszulegen wird vorgeschlagen, dass die besagten Innenbereiche an
den Unterseiten ihrer Enden, welche zu dem gemeinsamen Radnabenzentrum
gerichtet sind, jeweils mit einem nach oben auslaufenden Radius
versehen sind.
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Die
jeweiligen Außenringstützen werden
somit nur dort dünner,
an denen es für
eine variable Einsetzbarkeit der Montagevorrichtung nötig ist,
so dass die Stabilität
der Außenringstützen im
Hinblick auf die hohen Montagekräfte
nicht beeinträchtigt
wird.
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Im
Hinblick auf eine variable Anordnungsfähigkeit der Unterstützungssegmente
wird vorgeschlagen, dass die Grundplatte zum Radnabenzentrum ausgerichtete
Langlöcher
aufweist.
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Ergänzend hierzu
wird vorgeschlagen, dass die Langlöcher jeweils paarweise gegenüberliegend angeordnet
sind, um eine in Umfangsrichtung voneinander gleich beabstandbare
Anordnung der Unterstützungssegmente
vorzugeben.
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Weisen
die Unterstützungssegmente
an ihren jeweiligen Auflagebereichen mit der Grundplatte Gewindebohrungen
auf, welche in ihren Ausrichtungen den Langlöchern entsprechen, so sind
die Unterstützungssegmente
entsprechend der Langlöcher und
der Gewindebohrungen mittels einer jeweiligen Schraubverbindung
ausrichtbar und befestigbar.
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Um
einen funktionssicheren Kraftfluss in den Unterstützungssegmenten
zu gewährleisten,
wird vorgeschlagen, dass sich der Querschnitt der Unterstützungssegmente
zu der Grundplatte hin vergrößert. Zudem
vergrößert sich
hierdurch die Auflagefläche
der Unterstützungssegmente,
so dass auftretende Flächenpressungen
verringert werden.
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Vorzugsweise
wird der Querschnitt der Unterstützungssegmente
im Wesentlichen U-förmig ausgeführt, da
so der Radbefestigungsflansch seiner Form entsprechend optimal umfasst
werden kann. Darüber
hinaus sind aber auch andere Querschnittsformen denkbar, wie z.
B. ein im wesentlicher Z-förmiger oder
stufenförmiger
Querschnitt.
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Als
weitere Maßnahme
für einen
funktionssicheren Kraftfluss durch Verhindern von Deformationen
an der Montagevorrichtung wird vorgeschlagen, dass die äußeren oberen
Randbereiche der Unterstützungssegmente
zu einer umlaufenden Wulst ausgebildet sind.
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Die
an den Außenringstützen einwirkenden hohe
Montagekräfte
lassen gerade in den besagten Randbereichen hohe Spannungen erwarten,
die mit einer derartigen Materialanhäufung verringert werden können.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1:
einen Vollschnitt durch eine in Gebrauch befindliche erfindungsgemäße Montagevorrichtung
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2:
Eine Draufsicht der Montagevorrichtung gemäß des Schnittverlaufs aus 1 Sofern
im Folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung
stets für
alle Figuren.
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Die
Figuren zeigen eine Montagevorrichtung 1 zur Montage eines
Achsschenkels 2 für
ein Kraftfahrzeug, auf die Baueinheit aus einer Radnabe 3 mit zugehörigem Kompaktlager 4.
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Der
Innenring 5 des Kompaktlagers 4 ist irreversibel
mit dem Radbefestigungsflansch 6 verbunden und der Außenring 7 reversibel
mit dem Achsschenkel 2 verbindbar.
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Die
Bauteile des Kompaktlagers 4, also der Innenring 5,
der Außenring 7 und
die Wälzkörper 31, müssen nicht
separat an der Radnabe 3 angebracht werden, sondern bilden
zusammen mit dem Radbefestigungsflansch 6 eine kompakte
Radnaben-Lager-Einheit
für die
Endmontage mit dem Achsschenkel 2 eines Kraftfahrzeugs.
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Insbesondere 1 zeigt,
dass das Kompaktlager 4 zweckmäßigerweise an der Rückseite 14 des
Radbefestigungsflansches 6 angeordnet ist. Die dem Radbefestigungsflansch 6 zugewandte
Ringfläche 15 des
Außenrings 7 bildet
mit der Rückseite 14 des
Radbefestigungsflansches 6 einen Axialzwischenraum 13.
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Während der
dargestellten Montage des Achsschenkels 2 mit dem Kompaktlager 4,
wird der Außenring 7 in
idealer Weise nur an dessen Ringfläche 15 von den Unterstützungselementen
der Montagevorrichtung im Axialzwischenraum 13 unterstützt.
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Unter
Berücksichtigung
der geometrischen Ausbildung des Radbefestigungsflansches 6 wird diese
montagegerechte Unterstützung
des Außenrings 7 erfindungsgemäß dadurch
ermöglicht,
dass auf der Grundplatte 8 wenigstens zwei, hier sogar 4, in
Umfangsrichtung voneinander gleich beabstandbare Unterstützungssegmente 9 angeordnet
sind. Die Unterstützungssegmente 9 weisen
zum einen jeweils oberhalb der Grundplatte 8 angeordnete
Außenringstützen 10 auf
und zum anderen umschließen
ihre Innenbereich 12 den Radbefestigungsflansch 6 berührungslos.
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Die
am Achsschenkel 2 einwirkenden hohen Montagekräfte bilden
einen stets geschlossenen Kraftfluss, der ausschließlich von
dem Achsschenkel 2 über
den Außenring 7 in
die Unterstützungssegmente 9 und
die Grundplatte 8 fließt.
Alle anderen Bauteile der Radnaben-Lager-Einheit, insbesondere die
Wälzkörper 31,
bleiben vom Kraftfluss unberührt. Eine
Verringerung der Lebensdauer des Kompaktlagers 4 aufgrund
des Montageprozesses kann also ausgeschlossen werden.
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Darüber hinaus
erfolgt durch die in Umfangsrichtung gleich beabstandbare Anordnungsfähigkeit der
Unterstützungssegmente 9 eine
kippmomentfreie Unterstützung
der Ringfläche 15.
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Insbesondere
in 2 wird gezeigt, dass die Unterstützungssegmente 9 so
auf der Grundplatte 8 variabel anordnungsfähig und
befestigbar sind, dass ihre jeweiligen Stützen 10 zu dem gemeinsamen Radnabenzentrum 11 weisen.
Hierdurch können auch
die Radbefestigungsflansche 6 unterschiedlich großer Kompaktlager 4 berührungslos
umschlossen werden.
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Ergänzend hierzu
zeigt 1, dass die Innenbereiche 12 der Außenringstützen 10 zum
gemeinsamen Radnabenzentrum 11 so dünn werden, dass die Ringflächen 15 von
Außenringen 7 unterschiedlicher
Durchmesser 20, 21 durch die Außenringstützen 10 unterfangen
werden.
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Der
wesentliche Vorteil der Erfindung beruht also darauf, dass die Außenringe 7 unterschiedlich großer Radnaben-Lager-Einheiten von
der erfindungsgemäßen Montagevorrichtung so
unterstützt werden
können,
dass ein stets geschlossener Kraftfluss ausschließlich von
dem Achsschenkel 2 über den
jeweiligen Außenring 7 in
die Unterstützungssegmente 9 und
die Grundplatte 8 fließt,
so dass insbesondere die Wälzkörper 31 in
axialer Richtung nicht von den hohen Montagekräften belastet werden.
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Insbesondere 1 zeigt,
dass die Außenringstützen 10 der
Unterstützungssegmente 9 von der
Grundplatte 8 weg weisende und in einer gemeinsamen Ebene
liegende Unterstützungsflächen 16 aufweisen.
Die Unterstützungsflächen 16 sind
im Gebrauchszustand der Montagevorrichtung parallel zur Grundplatte 8 angeordnet.
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Aufgrund
der Unterstützungsflächen 16 kann der
Außenring 7 an
seiner Ringfläche 15 flächig unterfangen
werden. Die parallele Anordnung der jeweiligen Unterstützungsflächen 16 zur
Grundplatte 8 unterstützt
ein insgesamt senkrechtes und gleichmäßig verteiltes Einwirken der
hohen Montagekräfte ausschließlich auf
die Unterstützungssegmente 9 und
die Grundplatte 8.
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Insbesondere 2 zeigt
eine bevorzugte Ausgestaltung der Unterstützungsflächen 16.
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Die
Unterstützungsflächen 16 der
jeweiligen Außenringstützen 10 bilden
hierbei in der Grundstellung der Unterstützungssegmente 9 eine
ebene Kreisringfläche 17.
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Der
Außenring 7 des
Kompaktlagers 4 kann daher an seiner gesamten Ringfläche 15 unterstützt werden.
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Ergänzend hierzu
wird insbesondere in 2 gezeigt, dass die Größe der Kreisringfläche 17 derart
stufenlos einstellbar ist, dass jeder innere und jeder äußere Durchmesser 20, 21 des
Außenrings 7 erfasst
wird. Die Einstellbarkeit der Kreisringfläche 17 geht von der
Grundstellung der zur Montage von dem Unterstützungssegment 9 unterfangenen
kleinsten Kompaktlager 4 aus und endet bei den größten Kompaktlagern 4.
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Hierdurch
bietet auch eine segmentierte Kreisringfläche 17 eine erfindungsgemäße Unterstützungsfläche 16 um
den Außenring 7 eines
Kompaktlagers 4 zuverlässig
unterstützen
zu können.
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In
der Grundstellung der Montagevorrichtung bilden die Unterstützungssegmente 9 einen
Kreisring 22. Der Radbefestigungsflansch 6 kann
somit entsprechend seiner Form vorteilhaft umschlossen werden.
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Ergänzend hierzu
zeigt insbesondere 1, dass in der Grundstellung
der Unterstützungssegmente 9 der
Innendurchmesser 19 des gebildeten Kreisringes 22,
im Bereich 18 des im Gebrauchszustand von den Unterstützungssegmenten 9 überfangenen
Radbefestigungsflansches 6, mindestens so groß ist wie
der Durchmesser des Radbefestigungsflansches 6 des größten in
der Grundstellung unterfangbaren Kompaktlagers 4.
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Der
Vorteil dieser konstruktiven Maßnahme beruht
darauf, dass auch der größte in der
Grundstellung unterfangbare Radbefestigungsflansch 6 berührungsfrei
von den Unterstützungssegmenten 9 umschlossen
werden kann.
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Aus
den Figuren lässt
sich leicht ableiten, dass aufgrund der geometrischen Ausbildung
des Radbefestigungsflansches 6 geteilte Unterstützungselemente
von wesentlichem Vorteil sind, um mit den Außenringstützen 10 jeweils in
den Axialzwischenraum 13 eingreifen zu können.
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Im
Hinblick auf die bevorzugte Kreisringform 22 der Unterstützungssegmente 9 in
ihrer Grundstellung, wird dies im einfachsten Fall dann erreicht, wenn
die Unterstützungssegmente 9 halbkreisförmig sind.
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Darüber hinaus
können
die Unterstützungssegmente 9 in
ihrer Umfangsrichtung voneinander gleich beabstandbar angeordnet
werden, so dass eine kippmomentfreie Auflage der Ringfläche 15 des Außenringes 7 erfolgen
kann.
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Insbesondere
in 2 wird eine bevorzugte viertelkreisförmige Ausführungsform
der Unterstützungssegmente 9 dargestellt.
Hieraus ergibt sich ein optimales Formverhältnis der Unterstützungssegmente 9 in
Bezug auf deren einstellbaren Abstand zueinander und der daraus
resultierenden stufenlos einstellbaren Kreisringfläche 17.
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Darüber hinaus
erfolgt durch die Aufteilung des Kreisringes 22 in eine
gleichgroße
und gerade Anzahl von Unterstützungssegmenten 9 eine
symmetrische Lastverteilung.
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Insbesondere
in 1 wird dargestellt, dass die Innenbereiche 12 der
jeweiligen Außenringstützen 10 an
den Unterseiten 23 ihrer Enden, welche zu dem gemeinsamen
Radnabenzentrum 11 gerichtet sind, jeweils mit einem nach
oben auslaufenden Radius 24 versehen sind.
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Die
Innenbereiche 12 der jeweiligen Außenringstützen 9 werden somit
nur dort dünner,
an denen es für
eine variable Einsetzbarkeit der Montagevorrichtung nötig ist.
Die Stabilität
der Außenringstützen 9 im
Hinblick auf die hohen Montagekräfte
wird dabei nicht beeinträchtigt.
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Die
variable Anordnungsfähigkeit
der Unterstützungssegmente 9 wird
in diesem Beispiel konstruktiv dadurch gelöst, dass die Grundplatte 8 zum Radnabenzentrum 11 ausgerichtete
Langlöcher 25 aufweist.
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Insbesondere
in 2 ist zu erkennen, dass die Langlöcher 25 jeweils
paarweise gegenüberliegend
angeordnet sind, so dass eine in Umfangsrichtung voneinander gleich
beabstandbare Anordnung der Unterstützungssegmente 9 vorgegeben
wird.
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Ergänzend hierzu
weisen die Unterstützungssegmente 9 an
ihren jeweiligen Auflagebereichen mit der Grundplatte 8 Gewindebohrungen 26 auf.
Die Gewindebohrungen 26 entsprechen ihren Ausrichtungen
den Langlöchern 25,
so dass die Unterstützungssegmente 9 entsprechend
der Langlöcher 25 und
den Gewindebohrungen 26 mittels einer jeweiligen Schraubverbindung 27 ausrichtbar
und befestigbar sind.
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Aufgrund
der hohen wirkenden Montagekräfte
in den Außenringstützen 9,
bietet eine Schraubverbindung 27 eine zuverlässige Verbindung
der Unterstützungssegmente 9 mit
der Grundplatte 8.
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Insbesondere
in 1 wird gezeigt, dass sich der Querschnitt 28 der
Unterstützungssegmente 9 zu
der Grundplatte 8 hin vergrößert.
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Hierbei
ist zu erkennen, dass der Querschnitt 28 allmählich aufgrund
von Schrägen
und Radien größer wird.
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Auftretende
Kerbwirkungen aufgrund einer schroffen Änderung der Kraftflussdichte
in Folge von übergangslosen
Querschnittsänderungen
werden hierdurch vermieden.
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Darüber hinaus
vergrößert sich
die Auflagefläche
der Unterstützungssegmente 9,
so dass auftretende Flächenpressungen
verringert werden.
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Insbesondere
in 1 wird eine bevorzugte Form des Querschnitts 28 der
Unterstützungssegmente 9 dargestellt.
Hierbei ist der Querschnitt 28 im wesentlichen u-förmig ausgeführt. Der
Radbefestigungsflansch 6 kann somit seiner Form entsprechend
optimal umfasst werden.
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Darüber hinaus
sind aber auch andere Querschnittsformen denkbar, wie z. B. ein
im wesentlichen z-förmiger
oder stufenförmiger
Querschnitt.
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Als
weitere Maßnahme
für einen
funktionssicheren Kraftfluss in den Unterstützungssegmenten 9 zeigt
insbesondere 1, dass die äußeren oberen Randbereiche 29 der
Unterstützungssegmente 9 zu einer
umlaufenden Wulst 30 ausgebildet sind.
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Die
an den Außenringstützen 9 einwirkenden hohen
Montagekräfte
lassen gerade in den besagten Randbereichen 29 eine Kraftflussveränderung
erwarten. Die Kraftflussveränderung
ist durch eine derartige Wulst 30 weniger stark ausgeprägt, so dass
auftretende Kerbwirkungen in Folge von scharfen Umlenkungen des
Kraftflusses vermieden werden.
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- 1
- Montagevorrichtung
- 2
- Achsschenkel
- 3
- Radnabe
- 4
- Kompaktlager
- 5
- Innenring
- 6
- Radbefestigungsflansch
- 7
- Außenring
- 8
- Grundplatte
- 9
- Unterstützungssegment
- 10
- Außenringstütze
- 11
- Radnabenzentrum
- 12
- Innenbereich
- 13
- Axialzwischenraum
- 14
- Rückseite
des Radbefestigungsflansches
- 15
- Ringfläche des
Außenringes
- 16
- Unterstützungsfläche
- 17
- ebene
Kreisringfläche
- 18
- unterfangener
Bereich
- 19
- Kreisringinnendurchmesser
der Unterstützungssegmente
in ihrer Grundstellung
- 20
- innerer
Außenringdurchmesser
- 21
- äußerer Außenringdurchmesser
- 22
- gebildeter
Kreisring der Unterstützungssegmente
in ihrer Grundstellung
- 23
- Unterseite
der Außenringstützen
- 24
- Radius
- 25
- Langloch
- 26
- Gewindebohrung
- 27
- Schraubverbindung
- 28
- Querschnitt
- 29
- oberer
Randbereich
- 30
- Wulst
- 31
- Wälzkörper