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Die
Erfindung betrifft ein optisches Element zum Betrachten eines Gegenstands
mit Hilfe eines Strahlengangs und die Verwendung eines derartigen optischen
Elements.
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Gegenstände, die
durch optische Elemente betrachtet werden, sind idealerweise gleichmäßig und
homogen beleuchtet. Reicht das Umgebungslicht nicht aus, so sind
zusätzliche
Lichtquellen erforderlich. Bei der Verwendung von derartigen Lichtquellen
ergibt sich in der Regel eine sehr inhomogene Ausleuchtung des zu
betrachtenden Gegenstands, da zum Beispiel ein Teil des Lichts durch
das optische Element abgeschattet oder fokussiert wird. Weiter sind
die zusätzlichen
Lichtquellen im Allgemeinen getrennt von dem optischen Element angeordnet,
wodurch ein kompakter Aufbau verhindert wird und gegebenenfalls
eine Einkopplung des Lichts erforderlich ist.
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Es
ist daher Aufgabe der Erfindung, ein optisches Element anzugeben,
mit dem der zu betrachtende Gegenstand gleichmäßig und homogen ausgeleuchtet
werden kann und welches einen kompakten Aufbau des optischen Elements
mit der Lichtquelle ermöglicht.
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Die
Erfindung löst
die Aufgabe durch ein optisches Element zum Betrachten eines Gegenstands mit
Hilfe eines Strahlengangs, wobei zumindest ein Teil des Strahlengangs
durch zumindest eine transparente organische Leuchtdiode läuft, wobei
die transparente organische Leuchtdiode im eingeschalteten Zustand
den Gegenstand beleuchtet. Der Strahlengang durchläuft das
optische Element und die organische Leuchtdiode, sodass der durch
das optische Element zu betrachtende Gegenstand gleichmäßig durch
die organische Leuchtdiode entlang dem Strahlengang beleuchtet werden
kann und kein Abschatten des Lichts auftritt.
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In
einer Weiterbildung ist die zumindest eine organische Leuchtdiode
auf zumindest einer Seite des optischen Elements angeordnet. Da
die organische Leuchtdiode auf dem optischen Element angeordnet
ist, ergeben sich sehr kompakte Aufbauten, bei denen keine externen
Lichtquellen notwendig sind.
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In
einer Weiterbildung ist zumindest eine Seite des optischen Elements
vollflächig
durch die zumindest eine organische Leuchtdiode bedeckt. Durch die
vollflächige
Bedeckung ergibt sich eine besonders homogene Beleuchtung des zu
betrachtenden Gegenstands. Weiter wird durch Nutzen der gesamten
Fläche
für die
organische Leuchtdiode die Leuchtkraft verstärkt.
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In
einer Weiterbildung bedeckt die zumindest eine organische Leuchtdiode
einen Teilbereich von zumindest einer Seite des optischen Elements.
Eine derartige Anordnung ist zum Beispiel sinnvoll, wenn die optischen
Eigenschaften des optischen Elements zumindest in einem Bereich
nicht durch die optischen Eigenschaften der organischen Leuchtdiode
beeinflusst werden sollen oder die Leuchtkraft des Teilbereichs
ausreicht, um den Gegenstand ausreichend zu beleuchten.
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In
einer Weiterbildung weist die organische Leuchtdiode auf einer Seite,
die nicht auf der Seite des optischen Elements angeordnet ist, eine
Schutzschicht auf. Durch die Schutzschicht kann die organische Leuchtdiode
vor mechanischen Beschädigungen
und vor chemischen Einflüssen
geschützt
werden.
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In
einer Weiterbildung strahlt die organische Leuchtdiode bevorzugt
in Richtung des Gegenstands ab. Durch die bevorzugte Abstrahlung
in Richtung des Gegenstands wird dieser durch die vorhandene Leuchtkraft
stärker
beleuchtet. Gleichzeitig wird die Leuchtkraft in Richtung des Betrachters
beziehungsweise des Detektors geringer, sodass die Blendung reduziert
und der Kontrast beziehungsweise das Signalrauschverhältnis verbessert
wird. Bei organischen Leuchtdiode kann die Aufteilung der Abstrahlung
in den beiden Richtungen und die Transparenz der organischen Leuchtdiode
eingestellt werden. Bei einem Abstrahlverhältnis von 1:100 in den Richtungen reduziert
sich jedoch die Transparenz auf unter 50%, sodass ein Kompromiss
zwischen der Blendung und der Transparenz gefunden werden muss.
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In
einer Weiterbildung sind die Spektralanteile des abgestrahlten Lichts
der organischen Leuchtdiode an den zu beleuchtenden Gegenstand angepasst.
Die Spektralanteile der organischen Leuchtdiode können somit
beliebig, zum Beispiel kalt weiß, warm
weiß oder
farbig eingestellt werden, sodass der zu betrachtende Gegenstand
in optimaler Weise beleuchtet wird und die interessierenden Merkmale
hervorgehoben werden können.
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In
einer Weiterbildung werden die ultravioletten Spektralanteile durch
das optische Element reduziert. Das optische Element wirkt als Filter,
wodurch sich UV-Schädigungen,
die zum Beispiel bei Gemälden
oder UV-empfindlichen Gegenständen
auftreten würden,
vermeiden lassen.
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In
einer Weiterbildung bestehen die organische Leuchtdiode oder das
optische Element und die organische Leuchtdiode aus flexiblen Materialien. Die
Materialien können
dabei amorphen Materialien sein, die sehr dünn, zum Beispiel 10 bis 100
nm, sind. Sie können
auch aus einer flexiblen Polymerfolie bestehen. Das optische Element
und die organische Leuchtdiode können
daher auch gebogen oder beweglich verwendet werden. Eine flexible
organische Leuchtdiode kann auch auf ein starres optisches Element,
welches zum Beispiel gekrümmt
ist, aufgebracht werden.
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In
einer Weiterbildung wird die organische Leuchtdiode mittels Abscheideverfahren
auf das optische Element aufgebracht. Das optische Element braucht
dabei nicht planar sein, sondern kann gekrümmt sein.
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In
einer Weiterbildung ist das optische Element eine Linse. Die organische
Leuchtdiode dient zum Beleuchten des Gegenstands, der durch die
Linse vergrößert wird,
wie es zum Beispiel in einer Leselupe oder einem optischen Gerät geschieht.
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In
einer Weiterbildung ist das optische Element ein Prisma. Dient das
Prisma zum Umlenken von Strahlengängen, so wird durch die organische Leuchtdiode,
die auf dem Prisma befestigt ist, auch die Beleuchtung von Gegenständen ermöglicht,
die erst durch Umlenkung erreichbar sind.
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In
einer Weiterbildung ist das optische Element ein Abbildungsspiegel.
Mit der Integration der organischen Leuchtdiode in den Abbildungsspiegel können Strahlengänge umgelenkt,
vergrößert oder verkleinert
und gleichzeitig in kompakter Weise beleuchtet werden.
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In
einer Weiterbildung ist das optische Element ein durchsichtiger
planparalleler Träger.
Der Träger
kann dabei als Schutz für
den zu betrachtenden Gegenstand dienen, der durch die organische Leuchtdiode
beleuchtet wird. Gleichzeitig schützt der Träger die organische Leuchtdiode
vor mechanischer Beschädigung
oder vor chemischen Einflüssen
und dient zu deren Befestigung.
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Die
Erfindung sieht weiter die Verwendung von mindestens einem optischen
Element, wie es oben beschrieben wurde, vor, wobei das optische Element
in einem optischen Gerät
verwendet wird und die organische Leuchtdiode zum Beleuchten von Proben
dient. Die Kombination des optischen Elements mit der transparenten
organischen Leuchtdiode führt
zu einer sehr kompakten Bauweise des optischen Geräts, wobei
die Beleuchtung homogen ist und nicht mehr Platz bedarf als das
optische Element.
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In
einer Weiterbildung ist das optische Gerät eine Lupe, ein Mikroskop
oder ein Endoskop. Die oben genannten Vorteile von kompaktem Aufbau
und homogener Beleuchtung treffen auch hier zu.
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Die
Erfindung sieht ferner die Verwendung von mindestens einem optischen
Element, welches als durchsichtiger planparalleler Träger ausgebildet ist,
zum Betrachten von Schriftstücken
oder Zeichen durch den Träger
und durch die organische Leuchtdiode vor, wobei die organische Leuchtdiode
das zu betrachtende Schriftstück
oder das Zeichen beleuchtet. Der Träger kann dabei zum Schutz des
Schriftstücks
oder des Zeichens vor Beschädigung
dienen, wobei die organische Leuchtdiode diese in kompakter und
homogener Weise beleuchtet.
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In
einer Weiterbildung ist der Träger
auf dem Schriftstück
oder dem Zeichen angeordnet. Auf diese Weise entsteht eine sehr
dünne Beleuchtungsanordnung
für das
Schriftstück
oder das Zeichen. Ein Beispiel wäre
eine Türschildbeleuchtung.
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Die
Erfindung sieht weiter die Verwendung von mindestens einem optischen
Element, welches als durchsichtiger planparalleler Träger ausgestaltet ist,
zum Beleuchten von Vitrineninhalten vor, wobei der Vitrineninhalt
durch den Träger
und durch die organische Leuchtdiode betrachtet wird, die organische
Leuchtdiode den Vitrineninhalt beleuchtet und der Träger einen
Teil der Vitrine bildet, der den Vitrineninhalt umgibt. Durch die
integrierte Beleuchtung auf dem Träger entfällt das oft störende Verdecken des
Gegenstands durch eine externe Lichtquelle.
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In
einer Weiterbildung ist der Vitrineninhalt von mehreren Seiten von
optischen Elementen umgeben und wird von organischen Leuchtdioden
beleuchtet. Auf diese Weise ist es möglich, den Vitrineninhalt von
mehreren oder allen Seiten beleuchtet zu betrachten, ohne dass störende Lichtquellen
den Strahlengang verdecken.
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Die
Erfindung sieht weiter die Verwendung des optischen Elements, welches
als durchsichtiger planparalleler Träger ausgebildet ist, zur Beleuchtung
von Gemälden
vor, wobei der Träger
als Schutzschild vor dem Gemälde
angeordnet ist, das Gemälde
durch den Träger
und durch die organische Leuchtdiode betrachtet wird und die organische Leuchtdiode
das Gemälde
beleuchtet. Von Vorteil ist, dass der Träger das Gemälde vor Berührung oder Beschädigung schützt und
gleichzeitig die organische Leuchtdiode das Gemälde beleuchtet. Weiter können keinerlei
Schatten der Betrachter auf das Gemälde fallen, da die organische
Leuchtdiode vor dem Betrachten angeordnet ist.
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Die
Erfindung wird nachfolgend mit Ausführungsbeispielen anhand von
Figuren beschrieben. In den Figuren zeigen:
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1 ein
Ausführungsbeispiel,
bei dem die organische Leuchtdiode auf einer Linse angeordnet ist,
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2 ein
Ausführungsbeispiel,
bei dem die organische Leuchtdiode auf einem Träger angeordnet ist,
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3 ein
Ausführungsbeispiel,
bei dem die organische Leuchtdiode auf einem Spiegel angeordnet
ist,
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4 eine
Frontansicht von dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiels,
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5 ein
Ausführungsbeispiel,
bei dem die organische Leuchtdiode auf einem Prisma angeordnet ist,
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6 ein
Ausführungsbeispiel,
bei dem die organische Leuchtdiode am Ende eines Mikroskopobjektivs
angeordnet ist,
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7 ein
Ausführungsbeispiel,
bei dem die organische Leuchtdiode auf einem externen Träger angeordnet
ist,
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8 ein
Ausführungsbeispiel,
bei dem die organische Leuchtdiode auf einem optischen Element innerhalb
eines optischen Geräts
angeordnet ist,
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9 ein
Ausführungsbeispiel
zum Schützen
und Beleuchten von Vitrineninhalten, und
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10 ein
Ausführungsbeispiel
zum Schützen
und Beleuchten eines Gemäldes,
eines Schriftstücks
oder eines Zeichens.
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1 zeigt
ein optisches Element 1, welches als Linse ausgebildet
ist und die Seiten 10 und 11 aufweist. Auf der
Seite 10 ist eine transparente organische Leuchtdiode 2 aufgebracht.
Die Seite der organischen Leuchtdiode 2, welche nicht der
Linse 1 zugewandt ist, ist optional durch eine Schutzschicht 3 vor
mechanischen und chemischen Beschädigungen geschützt. Zusammen
mit weiteren optischen Komponenten 5 sind das optische
Element 1, die organische Leuchtdiode 2 und die
Schutzschicht 3 in einer Halterung beziehungsweise Fassung 4 befestigt.
Wenn die organische Leuchtdiode 2 eingeschaltet ist, so
strahlt sie den Gegenstand 7 in ihrer bevorzugten Abstrahlrichtung 13 an.
Durch den Strahlengang 6 kann ein Detektor 9 den
Gegenstand 7 durch das optische Element 1 und
durch die transparente organische Leuchtdiode 2, und gegebenenfalls
durch die Schutzschicht 3, betrachten. Dadurch, dass die organische
Leuchtdiode 2 transparent ist, kann in kompakter Weise
ohne externe Lichtquellen der Gegenstand 7 gleichmäßig ausgeleuchtet
werden. Die transparente organische Leuchtdiode 2 weist
dabei transparente Elektroden auf, die zum Beispiel aus Indiumzinnoxid
(ITO), dünne
Metallschichten mit Dicken bis 10 nm oder ITO-Metall-ITO(IMI)-Schichtfolgen
bestehen und bei dünnen
Schichtdicken eine hohe Transparenz aufweisen.
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Folgende
Variationen sind in 1 möglich: Die organische Leuchtdiode 2 ist
auf einer gekrümmten
Seite 10 des optischen Elements 1 angebracht. Dies
ist möglich,
da die organische Leuchtdiode 2 flexible ist beziehungsweise
auf gekrümmten
Oberflächen
hergestellt werden kann. Selbstverständlich kann die organische
Leuchtdiode 2 auch auf einer planaren Seite einer Linse
aufgebracht werden. Es ist sogar möglich, organische Leuchtdioden 2 auf
beiden Seiten 10 und 11 des optischen Elements 1 aufzubringen.
Die weiteren optischen Komponenten 5 sind nicht erforderlich.
Sie können
mit oder ohne transparente organische Leuchtdioden 2 benutzt werden.
Durch das Verwenden von mehr als einer organischen Leuchtdiode 2 erhöht sich
die Leuchtleistung. Der Detektor 9 ist als ein menschliches
Auge bezeichnet, kann jedoch auch ein „charged coupled device" (CCD) oder eine
analoge Kamera sein. Die bevorzugte Abstrahlungsrichtung 13 zeigt
in Richtung des zu betrachtenden Gegenstands 7, wodurch sich
die Blendwirkung für
den Detektor 9 reduziert. Organische Leuchtdioden 2 können so
aufgebaut werden, dass sie in Richtung des optischen Elements 1 und
in Richtung des Gegenstands 7 beziehungsweise der Schutzschicht 3 unterschiedlich
stark abstrahlen. Bei einem Verhältnis
der abgestrahlten Leistungen von 1:1 kann die Transparenz so gewählt werden,
dass die organischen Leuchtdioden 2 nahezu vollkommen transparent
sind. Abhängig
von der Position der organischen Leuchtdiode 2 im Strahlengang 6 kann
das Licht der organischen Leuchtdiode 2 auch durch das
optische Element 1 oder durch weitere optische Komponenten 5 fokussiert
und auf Teile des zu betrachtenden Gegenstand 7 konzentriert werden.
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Alle
in 1 gezeigten Merkmale und Variationen gelten auch
für die
anderen Ausführungsbeispiele.
Die Variationen und Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele gelten auch
für die
anderen Ausführungsbeispiele.
In den Ausführungsbeispielen gelten
gleiche Bezugszeichen für ähnliche
Elemente
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2 zeigt
ein Ausführungsbeispiel,
welches dem in 1 gezeigten ähnlich ist. Im Unterschied
zu 1 ist die or ganische Leuchtdiode 2 nicht
auf einer Linse 5 aufgebracht, sondern auf einem durchsichtigen
Träger 1,
der zum Beispiel planparallel sein kann. Ein derartiger Aufbau ist
zum Beispiel von Vorteil, wenn die organische Leuchtdiode 2 aus
starrem Material gefertigt wird und sich nicht an die gekrümmte Form
der Linse 5 anpassen kann. Da viele optische Geräte bereits
ein planparalleles Glas als Schutz für optische Komponenten aufweisen,
ist es möglich,
die organische Leuchtdiode 2 nachträglich auf ein derartiges optisches
Element 1 aufzubringen. Bereits vorhandene optische Geräte können somit
in vorteilhafter Weise nachgerüstet
werden. Weiter wurde die Schutzschicht 3 weggelassen. Werden der
Träger 1 und
die organische Leuchtdiode 2 in ihrer Anordnung vertauscht,
so kann der Träger 1 auch als
Schutzschicht 3 dienen.
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Eine
Anwendung von 2 ist zum Beispiel eine beleuchtete
Leselupe, bei der der Gegenstand 7 ein Schriftstück oder
Papier darstellt. Die organische Leuchtdiode 2 strahlt
bevorzugt in Richtung 13 auf das Schriftstück, welches
dadurch homogen ausgeleuchtet wird. Das Schriftstück wird
durch die Linse 5 vergrößert und
durch die organische Leuchtdiode 2 beleuchtet, wobei ein
Leser durch die Linse 5 und die organische Leuchtdiode 2 auf
das Schriftstück schaut.
Die in 2 gezeigte Anordnung kann dabei direkt auf dem
Schriftstück 7 platziert
werden, wobei, falls erforderlich, eine Schutzschicht 3 angebracht werden
kann, um die organische Leuchtdiode 2 vor Beschädigung zu
schützen.
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3 und 4 zeigen
ein Ausführungsbeispiel
eines beleuchteten Spiegels, wobei 3 den Spiegel
im Querschnitt von der Seite zeigt und 4 den Spiegel
von vorne. Auf einer Seite 10 des Spiegels 1,
der hier das optische Element 1 bildet, ist am Rand kreisförmig eine
organische Leuchtdiode 2 aufgebracht. Da organische Leuchtdioden 2 aus
flexiblen Materialien gefertigt werden können, können sie auch auf der Krümmung der
Seite 10 aufgebracht werden. Anstelle einer einzelnen organischen Leuchtdiode 2 können auch
mehrere eingesetzt werden. Auch ist eine andere Flächenbelegung
als eine ringförmige
möglich.
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Da
die organische Leuchtdiode 2 transparent ist, kann der
Gegenstand 7 optimal beleuchtet werden, ohne dass Teile
der reflektierenden Schicht des Spiegels 1 durch die Lichtquellen
abgedeckt werden. Auch im ausgeschalteten Zustand bleibt die organische
Leuchtdiode 2 transparent, sodass die gesamte Spiegelfläche 10 Spiegel 1 für Reflexionen
zur Verfügung
steht. Weiter fällt
die Hauptabstrahlrichtung 13 der organischen Leuchtdiode 2 mit
dem Strahlengang 6 zusammen, sodass beide auf den Gegenstand 7 fokussiert
werden. Die Abstrahlung der organischen Leuchtdiode 2 kann
in beide Richtungen gleich groß sein,
das heißt
in Richtung der Spiegelseite 10 und in Richtung des Gegenstands 7 wird
die gleiche Lichtmenge abgestrahlt. Die verwendeten organischen
Leuchtdioden 2 sind dann besonders transparent, sodass
das in Richtung der Seite 10 abgestrahlte Licht an dieser
reflektiert und durch die organische Leuchtdiode 2 ebenfalls
auf den Gegenstand 7 gerichtet wird.
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Die
Anordnung von organischen Leuchtdioden 2 über eine
Teilfläche
des optischen Elements 1 ist zum Beispiel dann von Vorteil,
wenn die optischen Eigenschaften des optischen Elements 1 zumindest in
einem Bereich nicht durch die optischen Eigenschaften der organischen
Leuchtdiode 2 beeinträchtigt
werden sollen. Die vorteilhafte kompakte und homogene Ausleuchtung
bleibt in diesem Fall erhalten, wobei die optischen Eigenschaften
des optischen Elements 1, wie zum Beispiel der Reflektionsgrad des
Spiegels, erhalten bleiben. In manchen Anwendungsfällen ist
nur eine geringe Lichtleistung erforderlich, sodass aus Kostengründen nur
ein Teilbereich des optischen Elements 1 bedeckt wird.
Selbstverständlich
können
auch Spiegel 1 mit anderen Formen und anderen Abbildungseigenschaften
eingesetzt werden. Ein Anwendungsbeispiel für den in 3 und 4 gezeigten
Spiegel wäre
zum Beispiel ein beleuchteter Schminkspiegel.
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5 zeigt
ein Ausführungsbeispiel,
bei dem das optische Element durch ein Prisma 1 realisiert
ist. Das Prisma 1 hat eine Einfallseite 10 und eine
Ausfallseite 11, wobei ein an der Einfallseite 10 eintretender
Strahlengang 6 durch Totalreflexion auf die Ausfallseite 11 umgelenkt
wird. An der Einfallseite 10 und der Ausfallseite 11 sind
organische Leuchtdioden 2 angebracht, deren Abstrahlungsrichtungen 13 dem
Strahlengang 6 folgen. Der Strahlengang 6 und
das Licht werden somit in der gleichen Richtung auf einen Gegenstand 7 gelenkt.
Selbstverständlich sind
auch Anordnungen mit anders-förmigen Prismen
denkbar und auch solche, bei denen nur eine organische Leuchtdiode 2 benutzt
wird. Das Verwenden von mehreren organischen Leuchtdioden 2,
die seriell hintereinander geschaltet sind, dient zum Erhöhen der
Lichtleistung. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn nicht genug
Platz für
eine ausreichende Anzahl von parallel angeordneten organischen Leuchtdioden 2 zur
Verfügung
steht.
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Die 6 bis 8 zeigen
optische Geräte 8,
bei denen optische Elemente 1 mit organischen Leuchtdioden 2 zur
Betrachtung eines Gegenstands 7 verwendet werden. Der zu
betrachtende Gegenstand 7 wird dabei immer sowohl durch
das optische Element 1 als auch die transparente organische Leuchtdiode 2 betrachtet.
Das optische Gerät 8 kann dabei
ein Mikroskop, ein Endoskop, eine Lupe oder ein ähnliches Gerät sein.
Die Mikroskope können zum
Beispiel Durchlicht- oder Auflichtmikroskope sein, die konventionell
oder invertiert angeordnet sind. Die Endoskope können Ophthalmoskope, Otoskope,
Rhinoskope, Laryngoskope, Arthroskope usw. sein, wie sie Augenärzte, Hals-Nasen-Ohrenärzte, Orthopäden und
Internisten benutzen. Der Gegenstand 7, der betrachtet
und durch die organische Leuchtdiode 2 beleuchtet wird,
kann eine Probe auf einem Mikroskoptisch sein, ein Teil des menschlichen
Körpers,
ein schwer zugänglicher
Teil eines Flugzeugtriebwerks oder Ähnliches. Die 6 bis 8 unterscheiden
sich im Wesentlichen darin, dass das optische Element 1 und
die organische Leuchtdiode 2 an verschiedenen Stellen angeordnet sind
und weisen ähnliche
Merkmale und Vorteile auf.
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In 6 ist
die organische Leuchtdiode 2 auf einem optischen Element 1,
welches zum Beispiel als Linse oder als planparalleler Träger ausgebildet
sein kann, angeordnet. Die Anordnung kann zum Beispiel an der Unterseite
eines Mikroskopobjektivs erfolgen, wobei die organische Leuchtdiode 2 auch
bei bestehenden Mikroskopen nachgerüstet werden kann. Der Vorteil
von dieser Anordnung ist, dass der Gegenstand 7, der zum
Beispiel eine Gewebeprobe sein kann, sehr gleichmäßig ausgeleuchtet
wird und durch die Lichtquelle 2 hindurch betrachtet werden kann.
Es werden keine zusätzlichen
optischen Elemente wie Strahlteiler und so weiter zur Einkopplung von
Licht benötigt,
wodurch sich das optische Gerät 8 kompakter
und kostengünstiger
herstellen lässt.
Da jeweils nur der zu betrachtende Bereich des Gegenstands 7 ausgeleuchtet
wird, lassen sich Schädigungsmechanismen
wie Fotobleichen reduzieren. Die bevorzugte Abstrahlungsrichtung 13 der
organischen Leuchtdiode 2 ist in Richtung des zu betrachtenden
Gegenstands 7, sodass in Richtung des Detektors 9 weniger
Licht e mittiert wird, wodurch sich der Kontrast erhöht und die
Blendung des Detektors 9 reduziert wird.
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7 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
eines optischen Geräts 8,
welches zum Beispiel ein invertierendes Durchlichtmikroskop sein
kann. Das optische Element 1 und die organische Leuchtdiode 2 sind
außerhalb
des optischen Geräts 8 angebracht. Die
organische Leuchtdiode 2 kann als Probentisch oder als
Substratträger
für einen
Gegenstand oder eine Probe 7 dienen. Auch hier erfolgt
die Betrachtung des Gegenstands 7 durch das optische Element 1,
welches als durchsichtiger planparalleler Träger ausgebildet ist, und die
organische Leuchtdiode 2 hindurch. Durch die gezeigte Anordnung
kann die Blendwirkung durch die Beleuchtung für den Detektor 9 durch
eine bevorzugte Abstrahlrichtung 13 reduziert werden. Das
optische Element 1 und die organische Leuchtdiode 2 können auch
für konventionelle optische
Geräte
als beleuchteter Substratträger
verwendet werden. Sie bieten eine sehr kompakte Anordnung, mit der
der Gegenstand 7 gleichmäßig beleuchtet wird.
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8 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
eines optischen Geräts 8,
bei dem das optische Element 1 und die organische Leuchtdiode
im Inneren des Geräts 8 angeordnet
sind. Prinzipiell können
das optische Element 1 und die organische Leuchtdiode 2 an einer
beliebigen Stelle des Strahlengangs 6 angeordnet werden.
Im Inneren des optischen Geräts 8 ist
die organische Leuchtdiode 2 jedoch geschützt, sodass eine
Schutzschicht 3 nicht erforderlich ist. Wieder ist hervorzuheben,
dass die Anordnung durch die Integration der Beleuchtungsquelle
sehr kompakt und Platz sparend ist. Die organische Leuchtdiode 2 kann dabei
auf eine beliebige optische Komponente 1 des optischen
Geräts 8 platziert
werden oder auch auf einen eigenen Träger montiert sein.
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9 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
einer Vitrine 12, in der ein Gegenstand 7 ausgestellt
wird. Eine Seite der Vitrine 12 wird durch ein optisches
Element 1, welches beispielsweise als eine planparallele Glasplatte
ausgeführt
ist, einer organischen Leuchtdiode 2 und einer Schutzschicht 3 für die organische Leuchtdiode 2,
gebildet. Ein Detektor 9, der zum Beispiel ein Besucher
eines Museums sein kann, schaut entlang dem Strahlengang 6 durch
die Schutzschicht 3, die transparente organische Leuchtdiode 2 und das
optische Element 1 auf den Vitrineninhalt 7. Die bevorzugte
Abstrahlrichtung 13 der organischen Leuchtdiode 2 ist
in Richtung des zu betrachtenden Vitrineninhalts 7. Die
organische Leuchtdiode 2 strahlt weniger in Richtung des
Besuchers 9 ab, um die Blendwirkung zu reduzieren. Durch
die gezeigte Anordnung ist zum einen der Vitrineninhalt 7 vor
Berührung
oder Diebstahl geschützt,
während
er gleichzeitig ohne störende
Beleuchtungsquellen erhellt wird. In einer Variation werden mehrere
Seiten der Vitrine 12 durch organische Leuchtdioden 2 beleuchtet. Im
Idealfall kann der Vitrineninhalt 7 daher von sechs oder
mehr verschiedenen Richtungen gleichzeitig beleuchtet werden, ohne
dass eine Beleuchtungsquelle sichtbar ist. Anstelle von planaren
Flächen
lassen sich auch Vitrinen 12 konstruieren, deren Oberfläche gekrümmt ist.
Eine derartige Vitrine 12 kann zum Beispiel ein Zylinder
oder eine Kugel sein, bei der Reflexionen, die bei planaren Flächen auftreten, nicht
erscheinen. Dies ist möglich,
da die organische Leuchtdiode 2 auch mit flexiblen Material
hergestellt werden kann beziehungsweise auf gekrümmtes Material aufgebracht
werden kann.
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10 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
für die Verwendung
des optischen Elements 1 und der organischen Leuchtdiode 2 zum
Beleuchten von Gemälden 7.
Wie in 9 beschrieben, kann zusätzlich eine Schutzschicht 3 vorhanden
sein. Diese Schutzschicht 3 kann in beiden Fällen zum
Beispiel aus Panzerglas bestehen, wodurch das Gemälde 7 vor Zerstörung geschützt wird.
Wie in 9 bieten das optische Element 1, die
organische Leuchtdiode 2 und die Schutzschicht 3 gleichzeitig
einen Schutz des zu betrachtenden Gegenstands 7 mit zusätzlicher
integrierter Beleuchtung. Die Beleuchtung durch die organische Leuchtdiode 2 kann
dabei an die farblichen Gegebenheiten des Gegenstands 7 angepasst
werden, indem bestimmte Spektralanteile bevorzugt abgestrahlt werden.
Die Spektralanteile können
zum Beispiel durch den Aufbau und die Materialien der organischen
Leuchtdiode 2 bestimmt oder durch ein Filter eliminiert
werden. Bei der Betrachtung von Gemälden 7 oder biologischem
Material spielt insbesondere der ultraviolette Anteil des Lichts
eine Rolle beim Vermeiden von Schäden. Das optische Element 1 könnte daher
bereits als ultravioletter Filter realisiert sein.
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Gerade
bei größeren Gemälden, die
zur homogenen Beleuchtung aus einiger Entfernung angestrahlt werden
müssen,
ergeben sich bei näherer
Betrachtung und geringem Abstand Schatten der Betrachters 9 auf
dem Gemälde 7.
Durch die Realisierung gemäß 10,
bei der das optische Element 1 und die organische Leuchtdiode 2 direkt
vor dem Gemälde 7 angeordnet
sind, lassen sich Schatten auf dem Gemälde 7 durch den Betrachter 9 auch
bei geringem Abstand vermeiden.
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Anstelle
von Gemälden 7 kann
die in 10 gezeigte Anordnung auch zum
Betrachten und zum Schutz von Schriftstücken bzw. Zeichen dienen. Eine Anwendung
wäre die
Beleuchtung von Litfasssäulen, Leselampen
oder Türschildbeleuchtung.
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Bisher
wurde von einem für
Menschen sichtbaren Bereich des abgestrahlten Lichts der organischen
Leuchtdiode 2 ausgegangen. Tatsächlich ist es aber nicht notwendig,
dass die organische Leuchtdiode 2 weißes Licht oder farbiges Licht
emittiert, sie kann auch in nicht sichtbare Bereiche strahlen. Die organische
Leuchtdiode 2 müsste
dann für
diesen Frequenzbereich transparent sein.