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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lageverstellung eines Kabelkanals
oder dergleichen, mit einer in einem an einer Fläche eines ortsfesten Bauteiles
abstützbaren
Fußteil
drehbar geführten Schraubspindel,
die in ein Gewindeteil eines mit dem Kabelkanal verbundenen Verbindungsstückes eingreift.
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Solche
Vorrichtungen sind in der Form von Nivelliereinrichtungen für bodenbündig verlaufende Kabelkanalsysteme
bekannt, beispielsweise aus dem Katalog „OKA Offene Kanalsysteme,
estrichbündig" der Firma OBO Bettermann
GmbH & Co. KG in
Menden (DE). Bei diesen Kabelkanalsystemen wird die Oberkante der
Kabelkanäle
vor dem Verlegen des Estriches auf die Höhe des Estrichbelages gebracht,
indem die Schraubspindeln, die an mehreren Stellen über die
Länge des
Kabelkanals verteilt vorgesehen sind, vom Monteur in der einen oder
anderen Richtung gedreht werden, um dadurch die Höheneinstellung
zu erreichen.
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Diese
Art der Niveauregulierung ist verhältnismäßig zeitaufwändig, weil
jeweils von Hand mehrere Schraubspindeln nacheinander so gedreht
werden müssen,
dass das gewünschte
Niveau der Kanaloberkanten erreicht ist. Die so eingestellten Kabelkanalanordnungen
werden anschließend
vom Estrich umgeben, dessen Niveau bündig mit den Oberkanten der
Kabelkanäle
abgezogen wird.
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Die
Erfindung macht es sich zur Aufgabe, die vorher erwähnten Nachteile
des Standes der Technik zu vermeiden.
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Die
Erfindung besteht bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art
darin, dass das Verbindungsstück
von einer die Schraubspindel umgreifenden, federnden Klammer gebildet
ist, deren Schenkel mit im Durchmesser etwas größer als der Schraubspindeldurchmesser
gehaltenen Öffnungen
versehen sind, die unter Federkraft mit einem Teil ihrer Leibung
in mindestens einen Gewindegang der durch die Öffnungen hindurchgeführten Schraubspindel greifen.
Durch diese Ausgestaltung wird es möglich, durch Krafteinwirkung,
insbesondere von Hand, die Klammer so zu verformen, dass sie längs der
Achse der Schraubspindel nach oben oder unten bewegt werden kann,
ohne dass es notwendig ist, die Schraubspindel dazu in Drehungen
zu versetzen.
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Besonders
vorteilhaft ist es dabei, wenn auf die freien Enden der Schenkel
der Klammer eine Kraft ausgeübt
wird, so dass die Öffnungen
in den Schenkeln in eine Freigabestellung gelangen, in der die Schraubspindel
durch die Öffnungen
frei bewegbar ist. Eine grobe Vornivellierung der Höhe der Kabelkanäle kann
auf diese Weise sehr einfach vorgenommen werden. Der Monteur braucht
zu diesem Zweck beispielsweise nur einen Druck auf die Enden der
Schenkel der Klammer auszuüben,
um eine Voreinstellung der Höhe
des Kabelkanals beispielsweise über
einem Boden zu erreichen. Die Feineinstellung kann anschließend in üblicher
Weise durch Drehen der Schraubspindel erreicht werden.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung können die Schenkel der Klammer
von einem Mittelsteg der Klammer aus unter einem Winkel zur Schraubspindelachse
nach außen
abstehen. Auf diese Weise kann nach dem Erfassen der Enden der Schenkel
in einfacher Weise ein Druck auf die Klammer und damit ein Lösen der
Klammer erreicht werden.
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Vorteilhaft
ist es auch, wenn der Mittelsteg mit mindestens einem Führungsteil
versehen ist, das bei gespannter Klammer in das Gewinde der Schraubspindel
eingreift, in der Freigabestellung dagegen vom Gewinde weg bewegt
ist. Diese Ausgestaltung führt
zu einem sehr sicheren Halt der Klammer an der Schraubspindel und
damit auch zu einer sicheren Höheneinstellung
des Kabelkanals.
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In
Ausgestaltung der Erfindung kann das Führungsteil als eine vom Mittelsteg
abragende Platte ausgebildet sein, die an ihrer freien Kante mit
einer dem Gewinde zugewandten Verzahnung versehen ist, die den Gewindegängen angepasst
ist. Das Führungsteil
greift auf diese Weise in der Feststelllage der Klammer stabil in
das Schraubgewinde ein und sorgt für einen sicheren Halt.
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In
ganz besonders vorteilhafter Weise ist es möglich, die Klammer aus einem
Metallblech herzustellen, beispielsweise auszustanzen und die entsprechenden
Biegungen vorzunehmen. Es ergibt sich dadurch ein einfach herzustellendes,
aber wirksames Mittel der Niveauregulierung für Kabelkanäle oder dergleichen. Das Mittelsteg
kann schließlich auch
als Verbindungsstück
zum Kabelkanal ausgebildet sein, indem entsprechende Abkantungen
beispielsweise an einer mit dem Mittelsteg verbundenen Platte zum
Eingreifen in Nuten des Kabelkanals vorgesehen werden.
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Anhand
eines Ausführungsbeispieles
wird die Erfindung im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
im Einzelnen erläutert.
Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Darstellung eines Abschnittes eines Kabelkanals,
der auf dem Boden eines Gebäudes
verlegt ist und mit einer erfindungsgemäßen Höhenverstelleinrichtung versehen ist,
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2 eine
Detaildarstellung der Höhenverstellvorrichtung
nach 1 in der Lage, in der eine Höhenverstellung nur durch Drehung
der Schraubspindel möglich
ist und
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3 die
Verstellvorrichtung nach 2 jedoch in der Lage, wo eine
Höhenverstellung
der Klammer gegenüber
der Schraubspindel ohne Verdrehung derselben möglich ist.
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Die 1 zeigt
einen Ausschnitt eines auf den Rohboden eines Gebäudes aufgesetzten
Kabelkanals 1, der aus einer U-förmigen Bodenwanne 2 – von der
nur die rechte Hälfte
gezeigt ist – und
aus einer teleskopartig gegenüber
der Wanne verschiebbaren Seitenwand 3 besteht, die Teil
eines Profils 4 ist, das beispielsweise aus Aluminium hergestellt
sein kann. Dieses Profil weist eine nach oben gerichtete Kante auf,
die nach dem Aufbringen eines Estrichs eine obere Trittkante 5 bildet
und zur Aufnahme einer Kanalabdeckung 6 sowie einer Abziehleiste 7 für den Estrich
dient.
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In
eine nach außen
offene Profilnut des Profils 4 greifen Abkantungen 8 einer
Klammer 9 ein, die aus einem Federblech durch Stanzen und
Abkanten hergestellt ist. Die Klammer 9 besteht aus einer
mit den Abkantungen 8 versehenen Platte 10, die
fest mit dem mittleren Steg 10a der etwa U-förmig gestalteten Klammer 9 verbunden
ist. Von diesem mittle ren Steg 10a aus ragen die Schenkel 11 und 12 der
Klammer 9 schräg
nach außen
ab und stehen damit unter einem Winkel zur Achse einer Schraubspindel 13.
Sowohl der Schenkel 12 als auch der Schenkel 11 ist
jeweils mit einer Öffnung 14 bzw. 15 versehen,
deren Durchmesser etwas größer ist
als der Durchmesser der Schraubspindel 13. Durch die Schrägstellung
der Schenkel 11 und 12 liegen diese Öffnungen 14 und 15 jedoch
mit einem Teil ihrer Leibung formschlüssig an den Gewindegängen 13a der
Schraubspindel an und verhindern so in der Lage nach 1 oder 2 eine
Längsverstellung
der Klammer 9 und des mit ihr verbundenen Profils 4 zur
Schraubspindel 13.
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Wie
den 1 und insbesondere 2 zu entnehmen ist,
ist vom Mittelsteg 10a der Klammer 9 ein plattenförmiger Steg 16 nach
innen abgebogen, der an seiner freien Kante mit einer Verzahnung 17 versehen
ist, die in der dargestellten Lage der Klammer 9 nach 1 und 2 in
die Gewindegänge 13a der
Schraubspindel 13 eingreift und so für einen sicheren Halt der Klammer 9 an
der Schraubspindel 13 sorgt. In den 1 und 2 ist
dabei nur der dem Betrachter zugewandte plattenförmige Steg 16 zu erkennen.
Ein zweiter spiegelbildlich zum ersten angeordneter plattenförmiger Steg
erstreckt sich von der nicht sichtbaren Kante des Mittelteils 10a ebenfalls nach
innen und greift mit einer Verzahnung in das Gewinde der Schraubspindel 13 ein.
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In
der in den 1 und 2 dargestellten Lage
kann nun in bekannter Weise durch Verdrehung der Schraubspindel
ein Verfahren der Klammer 9 nach oben oder unten erreicht
werden, so dass auf diese Weise auch eine Höheneinstellung der Profile 4 des
Kabelkanals möglich
wird.
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Die
Schraubspindel 13 ist zu diesem Zweck in einem Fußteil 18 drehbar
gelagert, welches in bekannter und daher nicht dargestellter Weise
auf dem Rohboden befestigt wird. Natürlich sind über die Länge des Kabelkanals 1 gesehen
mehrere solcher Nivelliereinrichtungen mit Schraub spindeln 13 vorgesehen,
die in bestimmtem Abstand über
die Länge
des Kabelkanals, zu dessen beiden Seiten, angeordnet sind.
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Wegen
der Vielzahl solcher Nivelliereinrichtungen kann es für einen
Monteur zeitaufwändig
werden, eine Höhennivellierung
der Oberkante des Kabalekanals durch Verdrehung der verschiedenen Schraubspindeln
vorzunehmen.
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Wie
die 3 zeigt, ist es durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
aber in sehr einfacher Weise möglich,
die Klammer 9 und mit ihr das obere Abschlussprofil 4 des
Kabelkanals 1 in einfacher Weise um einen größeren Weg
längs der
Schraubspindel 13 zu verstellen, wenn das erforderlich
ist. Zu diesem Zweck wird, vorzugsweise von Hand, vom Monteur eine
Kraft im Sinn der Pfeile 19 und 20 nach 3 auf
die Klammer 9 ausgeübt,
wodurch sich zum einen der Abstand des Mittelteiles 10, 10a zur Schraubspindelachse
vergrößert und
zum anderen die Öffnungen 14 und 15 in
eine Lage kommen, in der sie eine Längsverschiebung der Klammer 9 in
Richtung der Achse der Schraubspindel 13 nach oben oder
unten ermöglichen.
Da der Abstand des Mittelsteges 10a der Klammer 9 zur
Schraubspindelachse in der in 3 gezeigten
Lage größer als
in jener nach 2 ist, wird auch die Verzahnung 17 der
plattenförmigen
Stege 16 aus den Gewindegängen 13a der Schraubspindel 13 herausgezogen,
so dass dadurch auch eine Freigabe der Klammer 9 von der Schraubspindel 13 erfolgt.
Auf verhältnismäßig einfache
und schnelle Weise lässt
sich so eine Vorjustierung des einzustellenden Nivelliermaßes für den Kabelkanal 1 erreichen.
Es wird lediglich anschließend noch
eine Feinjustierung durch die Verdrehung der Schraubspindel 13 erforderlich
sein.
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Wie
den 1 und 2 außerdem noch zu entnehmen ist,
sind die nach außen
abragenden Enden der Schenkel 12 und 11 zur Betätigung verhältnismäßig lang
ausgebildet. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die se freien
Enden auch als Estrichanker dienen können, die nach dem Einbetten
der Kabelkanäle
in eine Estrichschicht fest in jener gehalten sind.
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Die
Erfindung wurde anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, mit
der ein auf einen Raumboden aufgesetzter Kabelkanal beschrieben
wurde. Denkbar ist es aber auch, die neue Art der Befestigung für andere
Kabelkanäle
beispielsweise für Wandkanäle einzusetzen.
Für Estrich
ummantelte Kabelkanäle
allerdings ist die Ausführungsform
besonders vorteilhaft. Es kommt dazu, dass auch die Herstellung
der Klammer 9 aus Blech sehr einfach ist.