DE102008006872A1 - Kraftfahrzeug mit einer Beleuchtungsanlage - Google Patents
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Abstract
Ein Kraftfahrzeug (1) verfügt über eine Beleuchtungsanlage mit einem Fernlicht (2) und einem Abblendlicht (3). Zur verbesserten Ausleuchtung seitlicher Bereiche ist bei eingeschaltetem Fernlicht (2) ein Lichtkegel des Abblendlichts (3) zur Seite hin verschwenkbar.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Kraftfahrzeug mit einer Beleuchtungsanlage mit einem Fernlicht und einem Abblendlicht.
- Kraftfahrzeuge verfügen über eine Beleuchtungsanlage mit einem Abblend- oder Fahrlicht sowie einem wahlweise zuschaltbaren Fernlicht. Weiterhin ist es bekannt, seitliche oder seitlich voraus liegende Bereiche der Fahrbahn mit statischen oder adaptiven Beleuchtungselementen auszuleuchten. Beispielsweise sind an einem vorderen seitlichen Bereich des Kraftfahrzeugs fest angeordnete Leuchtmittel vorgesehen, um beispielsweise bei Annäherung an eine Kreuzung die seitlichen Bereiche zusätzlich auszuleuchten. Ebenso ist es bekannt, einen Scheinwerfer bzw. den Lichtkegel des Scheinwerfers um eine vertikale Achse zu verschwenken, gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit, um bei einer Kurvenfahrt die in der Kurve voraus liegenden Fahrbahnbereiche besser auszuleuchten.
- Die
DE 103 54 088 A1 beschreibt ein adaptives Scheinwerfersystem für Kraftfahrzeuge, bei dem sowohl ein Lichtkegel eines Fernlichts als auch eines Abblendlichts gemeinsam zur Seite hin verschwenkbar ausgelegt sind, um eine verbesserte Ausleuchtung von Kurvenbereichen zu er halten. Die Lichtkegel werden dabei aber nur jeweils zu einer Seite hin verschwenkt. - Die
DE 103 42 592 A1 offenbart ein Verfahren zum Ansteuern eines Fahrzeugscheinwerfers, der nur beim Befahren von unbefestigtem Gelände derart angesteuert wird, dass eine Umgebung besser ausgeleuchtet ist. - Weiterhin ist es aus der
DE 103 13 731 A1 bekannt, bei einer Rückwärtsfahrt eines Kraftfahrzeugs, insbesondere zum Einparken, ein zusätzliches Einparklicht zum Ausleuchten rückwärtiger Bereiche zu aktivieren. - Schließlich zeigt die
DE 10 2004 007 782 A1 ein Fahrzeug mit einer Außenlichtanlage mit einem Seitenlichtelement, das nur dann aktivierbar ist, wenn von einem Seitenabstandssensor ein ausreichender Abstand zu anderen Kraftfahrzeugen auf benachbarten Fahrstreifen feststellbar ist. - Bei den bekannten Kraftfahrzeugen kann zwar eine ausreichende Beleuchtung von voraus liegenden Bereichen insbesondere bei Kurvenfahrten, realisiert werden, jedoch können besonders bei längeren Fahrten, beispielsweise über Landstraßen, auf geraden Strecken seitlich voraus liegende Bereiche nicht ausreichend ausgeleuchtet werden.
- Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem eine verbesserte Ausleuchtung voraus liegender seitlicher Bereiche möglich ist.
- Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass bei eingeschaltetem Fernlicht ein Lichtkegel des Abblendlichts zur Seite hin verschwenkbar ist.
- Bei einem derart ausgebildeten Kraftfahrzeug können die beiden Lichtkegel der Lichtquellen für das Abblendlicht während des normalen Fahrbetriebs jeweils zur Seite nach außen hin verschwenkt werden. Die Abblendlichter werden zusätzlich zu dem aktivierten Fernlicht eingeschaltet. Dies erfolgt aber nur dann, wenn das Fernlicht der Beleuchtungsanlage des Kraftfahrzeugs vom Fahrer aktiviert wurde, was üblicherweise nur dann ausgeführt wird, wenn kein unmittelbar vorausfahrendes Kraftfahrzeug bzw. entgegenkommende Verkehrsteilnehmer vorhanden sind, da diese vom Fernlicht ja nicht geblendet werden sollen. In diesem Fall können durch das Schwenken der Lichtkegel des Abblendlichts nach außen auch die seitlich voraus liegenden Bereiche durch die zusätzliche Ausleuchtung besser eingesehen und überwacht werden. Somit können beispielsweise bei Fahrten durch einen Wald Wildtiere schneller erkannt und Ausweichmanöver eingeleitet werden. In Ausgestaltung ist das linke vordere Abblendlicht nach links und das rechte vordere Abblendlicht nach rechts, insbesondere jeweils um den gleichen Winkel verschwenkbar. Prinzipiell kann alternativ auch nur ein Lichtkegel alleine oder beide Lichtkegel um einen unterschiedlichen Winkel verschwenkt werden.
- Im Rahmen der Erfindung ist mit umfasst, dass entweder eine gesamte Scheinwerfereinheit für das Abblendlicht um eine im Wesentlichen vertikale Achse verschwenkt werden kann oder nur der Lichtkegel, beispielsweise durch eine Relativbewegung des Leuchtmittels selbst bzw. eines Reflektors im Scheinwerfer. Wird das Fernlicht vom Fahrer deaktiviert, so werden die Lichtkegel des Abblendlichts wieder nach vorne geradeaus ausgerichtet, um beispielsweise einen entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer durch die seitliche Ausleuchtung nicht zu blenden.
- Wird von dem Kraftfahrzeug eine Kurve befahren, so können eventuell vorhandene statische Kurvenlichter zugeschaltet werden und/oder die Lichtkegel eines adaptiven Beleuchtungssystems werden entsprechend dem Lenkradeinschlagswinkel bzw. der Geschwindigkeit in an sich bekannter Weise ausgerichtet.
- Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass praktisch nur bereits im Kraftfahrzeug vorhandene Komponenten, vorzugsweise von einem zentralen Steuergerät, angesteuert werden müssen, was nur geringfügige hard- und/oder softwaremäßige Modifikationen erfordert, die bei der Herstellung praktisch keinen zusätzlichen Aufwand bedingen.
- In vorteilhafter Ausgestaltung bilden das Fernlicht und das Abblendlicht eine gemeinsame Scheinwerfereinheit, so dass ein Verschwenken des zusätzlich zum Fernlicht aktivierten Abblendlichts beispielsweise durch eine Verschiebung des Leuchtmittels für das Abblendlicht relativ zur gemeinsamen Scheinwerfereinheit bzw. durch ein Verdrehen eines Reflektors um einen gewünschten Winkel erfolgen kann. In gleicher Weise können das Abblendlicht und das Fernlicht jeweils über eine eigene Scheinwerfereinheit an der Vorderseite des Kraftfahrzeugs verfügen, wodurch das Verschwenken des Abblendlichts durch das Verschwenken des gesamten Scheinwerfers erfolgen kann.
- Vorzugsweise ist ein Verschwenkwinkel für das zusätzlich aktivierte Abblendlicht geschwindigkeitsabhängig einstellbar. Dabei kann der Verschwenkungswinkel bei zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit verringert werden, da der Fahrer bei höheren Geschwindigkeiten die seitlichen Bereiche praktisch nicht mehr überwachen kann. Demgegenüber werden bei abnehmender Fahrzeuggeschwindigkeit die Lichtkegel des Abblendlichts weiter nach außen hin verschwenkt, um beispielsweise Hausnummern an einer Häuserzeile besser lesen zu können.
- Um eine Blendung von entgegenkommenden Verkehrsteilnehmern zu vermeiden, ist am Kraftfahrzeug ein Sensor vorgesehen, der das Licht entgegenkommender Scheinwerfer erfasst und bei Überschreitung eines Grenzwertes ein entsprechendes Signal an ein Steuergerät übermittelt, so dass die nach außen verschwenkten Lichtkegel des Abblendlichts wieder in ihre Normalposition zurückverdreht werden.
- Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung ist nur durch die Ansprüche definiert.
- Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Die einzige Figur der Zeichnung zeigt ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeug in schematischer Darstellung.
- Das Kraftfahrzeug
1 verfügt über eine Beleuchtungsanlage mit einem Fernlicht2 und einem Abblendlicht3 . Das Fernlicht2 wird vom Fahrer des Kraftfahrzeugs1 nur dann eingeschaltet wenn es sowohl keine vorausfahrenden Kraftfahrzeuge als auch keine entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer gibt. - In diesem Fall können die Lichtkegel des Abblendlichts
3 zur Seite nach außen hin verschwenkt werden, um die seitlichen und seitlich voraus liegenden Bereiche vor dem Kraftfahrzeug1 zusätzlich auszuleuchten. - Dabei können entweder die Scheinwerfer des Abblendlichts
3 insgesamt verschwenkt werden oder nur die Lichtkegel des Abblendlichts3 in an sich bekannter Weise. - Der Grad der Verschwenkung der Lichtkegel des Abblendlichts
3 kann dabei derart geschwindigkeitsabhängig verändert werden, dass bei zunehmenden Fahrzeuggeschwindigkeiten der Verschwenkungswinkel abnimmt. - Selbstverständlich sind bei einer Kurvenfahrt weitere statische oder adaptive. Kurvenlichter zuschaltbar. Ebenso kann ein Sensor vorgesehen sein, der das Scheinwerferlicht eines entgegenkommenden Verkehrsteilnehmers erfasst und ein Ausrichten des Abblendlichts
3 zur Vermeidung einer Blendung dieses Verkehrsteilnehmers nach vorne geradeaus bewirk. -
- 1
- Kraftfahrzeug
- 2
- Fernlicht
- 3
- Abblendlicht
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10354088 A1 [0003]
- - DE 10342592 A1 [0004]
- - DE 10313731 A1 [0005]
- - DE 102004007782 A1 [0006]
Claims (7)
- Kraftfahrzeug mit einer Beleuchtungsanlage mit einem Fernlicht (
2 ) und einem Abblendlicht (3 ), dadurch gekennzeichnet, dass bei eingeschaltetem Fernlicht (3 ) ein Lichtkegel des Abblendlichts (2 ) zur Seite hin verschwenkbar ist. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtkegel des linken vorderen Abblendlichts (
3 ) nach links und der Lichtkegel des rechten vorderen Abblendlichts (3 ) nach rechts, insbesondere jeweils um den gleichen Winkel verschwenkbar ist. - Kraftfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lichtkegel des Abblendlichts (
2 ) alleine oder beide Lichtkegel des Abblendlichts (2 ) um einen unterschiedlichen Winkel verschwenkbar sind. - Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Deaktivieren des Fernlichts die verschwenkten Lichtkegel des Abblendlichts (
2 ) nach vorne geradeaus ausrichtbar sind. - Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass das Fernlicht (
2 ) und das Abblendlicht (3 ) mit separaten Scheinwerfern ausgebildet sind oder in einer gemeinsamen Scheinwerfereinheit. - Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschwenkungswinkel des Abblendlichts (
3 ) geschwindigkeitsabhängig ver änderbar ist. - Kraftfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass entgegenkommende Verkehrsteilnehmer sensorisch feststellbar und das Abblendlicht (
3 ) nach vorne geradeaus ausrichtbar ist.
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE102008006872A1 true DE102008006872A1 (de) | 2009-08-06 |
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Family Applications (1)
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2008
- 2008-01-31 DE DE200810006872 patent/DE102008006872A1/de not_active Ceased
Patent Citations (4)
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