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GEBIET
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Die vorliegende Erfindung betrifft Systeme und Verfahren zum Diagnostizieren von Solenoiden eines Zylinderabschaltungs-Systems.
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HINTERGRUND
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Einige Verbrennungsmotoren umfassen Motorsteuersysteme, die Zylinder unter spezifischen Betriebszuständen mit niedriger Last abschalten bzw. deaktivieren. Beispielsweise kann ein Achtzylindermotor unter Verwendung von vier Zylindern arbeiten, um durch Reduzieren von Pumpverlusten die Kraftstoffwirtschaftlichkeit zu verbessern. Dieser Prozess wird allgemein als Zylinderabschaltung bzw. aktives Kraftstoff-Management (AFM von active fuel management) bezeichnet. Ein Betrieb unter Verwendung aller Motorzylinder wird als eine zugeschaltete Betriebsart bezeichnet. Eine abgeschaltete Betriebsart bezieht sich auf einen Betrieb unter Verwendung von weniger als allen Zylindern des Motors (ein oder mehrere Zylinder ist oder sind nicht zugeschaltet bzw. nicht aktiv).
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In der abgeschalteten Betriebsart gibt es weniger zündende Zylinder. Die Folge ist, dass zum Antreiben des Fahrzeugtriebstrangs und von Nebenaggregaten (z. B. Lichtmaschine, Kühlmittelpumpe, Klimaanlagen-Kompressor) ein kleineres Antriebsdrehmoment verfügbar ist. Der Motorwirkungsgrad nimmt jedoch als ein Ergebnis der verringerten Luftpumpverluste aufgrund dessen, dass die abgeschalteten Zylinder keine frische Einlassluft aufnehmen und abgeben, zu.
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Um ausgewählte Zylinder des Motors zuzuschalten und abzuschalten, kann eine Stößelölverteilerbaugruppe (LOMA) implementiert sein. Die LOMA umfasst eine Reihe von Solenoiden, die verwendet werden, um die Ölzufuhr zu hydraulisch umschaltenden Stößeln zu steuern. Die Solenoide werden selektiv mit Energie versorgt, um eine Hydraulikfluidströmung zu den Stößeln freizugeben, um einen Ventilstößelbetrieb zu verhindern, wodurch die entsprechenden Zylinder abgeschaltet werden. Die Solenoide bleiben mit Energie versorgt, während der Motor in der abgeschalteten Betriebsart arbeitet. Die Energieversorgung der Solenoide wird beendet, wenn die erneute Zuschaltung der abgeschalteten Zylinder erwünscht ist.
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Die
US 2002/0096139 A1 beschreibt ein System zur Abschaltung von Zylindern eines Verbrennungsmotors, bei welchem über Solenoide Hydraulikventile betätigt werden.
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Die
US 5 979 378 A beschreibt ein System und ein Verfahren zur Diagnose eines Solenoids zur Ventilbetätigung, wobei das Solenoid mit Energie versorgt und auf der Grundlage eines gesetzten Zeitfensters ein Fehler des Solenoids diagnostiziert wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Diagnosesystem bzw. ein Diagnoseverfahren für ein Solenoid einer Zylinderabschaltung eines Verbrennungsmotors zu schaffen, mittels welchem auf einfache Weise ein Fehlbetrieb des Solenoids festgestellt werden kann.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Die Aufgabe wird durch ein Diagnosesystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. durch ein Zylinderabschaltungs-Motordiagnosesystem mit den Merkmalen des Anspruchs 7 bzw. durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen und Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
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Ein erfindungsgemäßes Diagnosesystem zum Diagnostizieren eines Solenoids eines Zylinderabschaltungs-Systems umfasst: ein Befehlsmodul, das ein Solenoidsignal selektiv befiehlt, um das Solenoid mit Energie zu versorgen oder dessen Energieversorgung zu beenden; ein Timer-Modul, das einen Timer auf der Grundlage eines Status des Solenoidsignals aktiviert; und ein Fehlermodul, das einen Fehler des Solenoids auf der Grundlage des Timers und eines Anstoßsensorsignals selektiv diagnostiziert.
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Ein erfindungsgemäßes Zylinderabschaltungs-Motordiagnosesystem (AFM-Motordiagnosesystem) umfasst: ein Zylinderabschaltungs-Solenoid, das Hydraulikfluid zu und von einem Ventilstößel steuert; einen Anstoßsensor, der auf der Grundlage eines Betriebs des AFM-Solenoids ein Stoßsignal erzeugt; und ein Steuermodul, das ein AFM-Solenoidsignal befiehlt, nach dem Befehlen des Solenoidsignals einen Timer startet und auf der Grundlage des Stoßsignals und des Timers einen Fehler des AFM-Solenoids selektiv diagnostiziert.
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Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Diagnostizieren eines Zylinderabschaltungs-Solenoids (AFM-Solenoids) eines Verbrennungsmotors umfasst, dass ein Solenoidsignal selektiv befohlen wird, um das AFM-Solenoid mit Energie zu versorgen und die Energieversorgung dieses zu beenden; ein Timer auf der Grundlage eines Status des Solenoidsignals aktiviert wird; ein Anstoßsensorsignal überwacht wird; und auf der Grundlage des Timers und des Anstoßsensorsignals ein Fehler des Solenoids selektiv diagnostiziert wird.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die hierin beschriebenen Zeichnungen dienen lediglich Erläuterungszwecken.
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1 ist ein funktionales Blockdiagramm, das einen Fahrzeugantriebsstrang mit einem Zylinderabschaltungs-Motorsteuersystem (AFM-Motorsteuersystem) zeigt.
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2 ist eine Teilquerschnittsansicht des AFM-Motors, die eine Stößelölverteilerbaugruppe (LOMA) und einen Einlassventiltrieb zeigt.
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3 ist ein Datenflussdiagramm, das ein AFM-Solenoiddiagnosesystem zeigt.
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4 ist ein Flussdiagramm, das ein AFM-Solenoiddiagnoseverfahren zeigt.
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5 ist ein Flussdiagramm, das ein AFM-Solenoiddiagnosefreigabeverfahren zeigt.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Die folgende Beschreibung ist lediglich beispielhafter Natur. Es ist zu verstehen, dass in den Zeichnungen entsprechende Bezugszeichen gleiche oder entsprechende Teile oder Merkmale bezeichnen. Wie hierin verwendet, bezieht sich der Ausdruck Modul auf einen anwendungsspezifischen Schaltkreis (ASIC), einen elektronischen Schaltkreis, einen Prozessor (gemeinsam genutzt, zugeordnet oder gruppiert) und einen Speicher, die ein oder mehrere Software- oder Firmwareprogramme ausführen, einen Schaltkreis mit kombinatorischer Logik und/oder andere geeignete Bauteile, die die beschriebene Funktionalität bereitstellen.
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In Bezug auf 1 umfasst ein Fahrzeug 10 einen Motor 12, der ein Getriebe 14 antreibt. Das Getriebe 14 ist entweder ein Automatik- oder ein manuelles Getriebe, das über einen entsprechenden Drehmomentwandler oder eine entsprechende Kupplung 16 durch den Motor 12 angetrieben wird. Luft strömt über eine Drosselklappe 13 in den Motor 12. Der Motor 12 umfasst N Zylinder 18. Ein oder mehrere Auswahlzylinder 18' werden während des Motorbetriebs selektiv abgeschaltet. Obwohl 1 acht Zylinder (N = 8) zeigt, sei angemerkt, dass der Motor 12 zusätzliche oder weniger Zylinder 18 umfassen kann. Beispielsweise werden Motoren mit 4, 5, 6, 8, 10, 12 und 16 Zylindern betrachtet. Luft strömt über einen Einlasskrümmer 20 in den Motor 12 und wird mit Kraftstoff in den Zylindern 18 verbrannt. Der Motor umfasst auch eine Stößelölverteilerbaugruppe (LOMA von lifter oil manifold assembly) 22, die die Auswahlzylinder 18' abschaltet, wie es nachstehend ausführlicher beschrieben ist. Obwohl 1 eine LOMA 22 zeigt, sei angemerkt, dass die beschriebenen Diagnosesysteme und -verfahren auf verschiedene Typen von Zylinderabschaltungssystemen angewandt werden können, die ein oder mehrere Solenoide umfassen.
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Ein Steuermodul 24 steht mit dem Motor 12 und verschiedenen Eingängen und Sensoren in Verbindung, wie es hierin erläutert ist. Ein Fahrzeugbediener betätigt ein Gaspedal 26, um die Drosselklappe 13 zu regulieren. Insbesondere erzeugt ein Pedalstellungssensor 28 ein Pedalstellungssignal, das an das Steuermodul 24 übertragen wird. Das Steuermodul 24 erzeugt auf der Grundlage des Pedalstellungssignals ein Drosselklappensteuersignal. Ein Drosselklappenaktor (nicht gezeigt) stellt die Drosselklappe 13 auf der Grundlage des Drosselklappensteuersignals ein, um die Luftströmung in den Motor 12 zu regulieren.
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Der Fahrzeugbediener betätigt ein Bremspedal 30, um das Bremsen des Fahrzeugs zu regulieren. Insbesondere erzeugt ein Bremsstellungssensor 32 ein Bremspedalstellungssignal, das an das Steuermodul 24 übertragen wird. Das Steuermodul 24 erzeugt auf der Grundlage des Bremspedalstellungssignals ein Bremssteuersignal. Ein Bremssystem (nicht gezeigt) stellt das Fahrzeugbremsen auf der Grundlage des Bremssteuersignals ein, um die Fahrzeuggeschwindigkeit zu regulieren. Ein oder mehre Anstoßsensoren 35 erzeugen auf der Grundlage des Betriebs der LOMA 22 ein Stoßsignal. Ein Motordrehzahlsensor 34 erzeugt auf der Grundlage der Motordrehzahl ein Motordrehzahlsignal. Ein Einlasskrümmerabsolutdrucksensor (MAP-Sensor) 36 erzeugt auf der Grundlage eines Drucks des Einlasskrümmers 20 ein MAP-Signal. Ein Drosselklappenstellungssensor (TPS) 38 erzeugt auf der Grundlage einer Drosselklappenstellung ein Drosselklappenstellungssignal.
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Wenn der Motor 12 an einen Betriebspunkt gelangt, um die abgeschaltete Betriebsart freizugeben, lässt das Steuermodul 24 den Motor 12 in die abgeschaltete Betriebsart übergehen. Bei einer beispielhaften Ausführungsform werden N/2 Zylinder 18 abgeschaltet, obwohl ein oder mehrere Zylinder abgeschaltet werden können. Bei einer Abschaltung der Auswahlzylinder 18' erhöht das Steuermodul 24 die Leistungsabgabe der verbleibenden zugeschalteten Zylinder 18. Die Einlass- und Auslasskanäle (nicht gezeigt) der abgeschalteten Zylinder 18' werden geschlossen, um Pumpverluste zu reduzieren.
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Die Motorlast wird auf der Grundlage des Einlass-MAP, der Zylinderbetriebsart und der Motordrehzahl ermittelt. Insbesondere wird die Motorlast, wenn der MAP bei einer gegebenen Drehzahl unter einem Schwellenwertniveau liegt, als niedrig betrachtet und könnte der Motor 12 möglicherweise in der abgeschalteten Betriebsart betrieben werden. Wenn der MAP bei der gegebenen Drehzahl über dem Schwellenwertniveau liegt, wird die Motorlast als hoch betrachtet und wird der Motor 12 in der zugeschalteten Betriebsart betrieben. Das Steuermodul 24 steuert die LOMA 22 auf der Grundlage des Anstoßsensorsignals und der Solenoidsteuerung, wie es nachstehend ausführlicher beschrieben wird.
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In Bezug auf 2 umfasst ein Einlassventiltrieb 40 des Motors 12 ein Einlassventil 42, einen Kipphebel 44, einen Stößel 54 und eine Stößelstange 46 in Verbindung mit jedem Zylinder 18. Der Motor 12 umfasst eine drehbar angetriebene Nockenwelle 48 mit mehreren daran angeordneten Ventilnocken 50. Eine Nockenfläche 52 der Ventilnocken 50 tritt mit den Stößeln 54 in Eingriff, um Einlasskanäle 53 zyklisch zu öffnen und zu schließen, in denen die Einlassventile 42 positioniert sind. Das Einlassventil 42 wird durch ein Vorspannungselement (nicht gezeigt), wie beispielsweise eine Feder, in eine geschlossene Stellung vorgespannt. Als ein Ergebnis wird die Vorspannkraft über den Kipphebel 44 an die Stößelstange 46 und dann an den Stößel 54 übertragen, was bewirkt, dass der Stößel 54 gegen die Nockenfläche 52 gedrückt wird.
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Wenn bewirkt wird, dass sich die Nockenwelle 48 dreht, ruft die Ventilnocke 50 eine lineare Bewegung des entsprechenden Stößels 54 und der entsprechenden Stößelstange 46 hervor. Wenn eine Bewegung der Stößelstange 46 nach außen hervorgerufen wird, wird bewirkt, dass sich der Kipphebel 44 um eine Achse (A) verschwenkt. Das Verschwenken des Kipphebels 44 ruft eine Bewegung des Einlassventils 42 zu einer offenen Stellung hin hervor, wodurch der Einlasskanal 53 geöffnet wird. Die Vorspannkraft bringt das Einlassventil 42 in die geschlossene Stellung, wenn sich die Nockenwelle 48 weiter dreht. Auf diese Weise wird der Einlasskanal 53 zyklisch geöffnet, um einen Lufteinlass zu ermöglichen.
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Obwohl in 2 der Einlassventiltrieb 40 des Motors 12 gezeigt ist, ist anzumerken, dass der Motor 12 auch einen Auslassventiltrieb (nicht gezeigt) umfasst, der auf ähnliche Weise arbeitet. Genauer gesagt umfasst der Auslassventiltrieb ein Auslassventil, einen Kipphebel, eine Stößelstange und einen Stößel in Verbindung mit jedem Zylinder 18. Die Drehung der Nockenwelle 48 ruft eine Hin- und Herbewegung der Auslassventile hervor, um zugehörige Auslasskanäle zu öffnen und zu schließen, ähnlich wie bei dem oben beschriebenen Einlassventiltrieb.
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Die LOMA 22 liefert unter Druck stehendes Fluid an mehrere hydraulisch umschaltende Stößel 54 und umfasst Solenoide 56 (schematisch dargestellt) in Verbindung mit den Auswahlzylindern 18' (siehe 1). Die Auswahlzylinder 18' sind jene, die abgeschaltet werden, wenn der Motor 12 in der abgeschalteten Betriebsart betrieben wird. Die Stößel 54 sind in den Einlass- und Auslassventiltrieben angeordnet, um eine Kopplung zwischen den Nocken 50 und den Stößelstangen 46 bereitzustellen. Im Allgemeinen sind für jeden Auswahlzylinder 18' zwei Stößel 54 vorgesehen (ein Stößel für das Einlassventil 42 und ein Stößel für das Auslassventil). Es sei jedoch angemerkt, dass zu jedem Auswahlzylinder 18' mehrere Stößel 54 gehören können (d. h. mehrere Einlass- oder Auslassventile pro Zylinder 18').
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Jeder Stößel 54 wird hydraulisch zwischen einer ersten und einer zweiten Betriebsart betätigt. Die erste bzw. zweite Betriebsart entspricht der zugeschalteten bzw. abgeschalteten Betriebsart. In der ersten Betriebsart stellt der Stößel 54 eine mechanische Verbindung zwischen der Nocke 50 und der Stößelstange 46 bereit. Auf diese Weise ruft die Nocke 50 eine lineare Bewegung des Stößels 54 hervor, die an die Stößelstange 46 übertragen wird. In der zweiten Betriebsart arbeitet der Stößel 54 als Puffer, um eine mechanische Trennung zwischen der Nocke 50 und der Stößelstange 46 bereitzustellen. Obwohl die Nocke 50 eine lineare Bewegung des Stößels 54 hervorruft, wird die lineare Bewegung nicht an die Stößelstange 46 übertragen. Auf eine ausführlichere Beschreibung der Stößel 54 wird nun verzichtet, da Stößel und ihr Betrieb Fachleuten bekannt sind.
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Die Solenoide 56 geben eine Hydraulikfluidströmung zu den Stößeln 54 selektiv frei, um die Stößel 54 zwischen der ersten und der zweiten Betriebsart umzuschalten. Obwohl allgemein zu jedem Auswahlzylinder 18' ein Solenoid 56 gehört (d. h. ein Solenoid für zwei Stößel), sei angemerkt, dass mehr oder weniger Solenoide 56 realisiert sein können. Jedes Solenoid 56 betätigt ein zugehöriges Ventil 60 (schematisch gezeigt) zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung. In der geschlossenen Stellung verhindert das Ventil 60 eine Strömung von unter Druck stehendem Hydraulikfluid zu den entsprechenden Stößeln 54. In der offenen Stellung gibt das Ventil 60 eine Strömung von unter Druck stehendem Fluid über einen Fluiddurchgang 62 zu den entsprechenden Stößeln 54 frei. Die Strömung von unter Druck stehendem Hydraulikfluid wird von einer Quelle von unter Druck stehendem Hydraulikfluid an die LOMA 22 geliefert. Wenn bei dem Solenoid eine Fehlfunktion vorliegt, kann der entsprechende Stößel nicht arbeiten. Der Anstoßsensor 35 erzeugt auf der Grundlage eines Stoßes des Solenoids 56, wenn das Solenoid 56 an einem offenen Stopp und/oder einem geschlossenen Stopp angelangt, ein Anstoßsignal. Obwohl die Erfindung in dem Kontext eines LOMA-Solenoids erläutert wird, sei angemerkt, dass die beschriebenen Solenoiddiagnosesysteme und -verfahren auf verschiedene Solenoide eines AFM-Systems anwendbar sind.
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Nun Bezug nehmend auf 3 zeigt ein Datenflussdiagramm verschiedene Ausführungsformen eines AFM-Solenoiddiagnosesystems, das in das Steuermodul 24 eingebettet sein kann. Verschiedene Ausführungsformen von AFM-Solenoiddiagnosesystemen können jede Anzahl von Untermodulen umfassen, die in dem Steuermodul 24 eingebettet sind. Die gezeigten Untermodule können kombiniert und/oder weiter aufgeteilt werden, um auf ähnliche Weise ein oder mehrere Solenoide 56 des AFM-Motors zu diagnostizieren. Eingänge in das System können von dem Fahrzeug 10 (1) erfasst werden, von anderen Steuermodulen (nicht gezeigt) in dem Fahrzeug 10 (1) empfangen werden und/oder durch andere Untermodule (nicht gezeigt) in dem Steuermodul 24 ermittelt werden. Bei verschiedenen Ausführungsformen umfasst das Steuermodul von 3 ein Freigabemodul 70, ein Befehlsmodul 72, ein Timer-Modul 74 und ein Fehlermodul 76.
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Das Freigabemodul 70 überwacht die Motordrehzahl 80 und einen Kurbelwellenbefehl 82. Wenn die Motordrehzahl 80 auf Null reduziert wird und/oder es keinen Kurbelwellenbefehl 82 gibt, gibt das Freigabemodul 70 die Diagnose über ein Freigabe-Flag 78 frei. Das Befehlsmodul 72 erzeugt selektiv einen Solenoidbefehl 84, der das LOMA-Solenoid 56 mit Energie versorgt oder dessen Energieversorgung beendet, wenn das Freigabe-Flag 78 angibt, dass die Diagnose freigegeben ist. Das Befehlsmodul 72 erzeugt ein Solenoidstatus-Flag 86, das angibt, ob ein Energieversorgungssignal oder ein Energieversorgungsbeendigungssignal befohlen wird. Das Timer-Modul 74 setzt auf der Grundlage des Solenoidstatus 86 selektiv einen Energieversorgungsbeendigungs-Timer 88 oder einen Energieversorgungs-Timer 90 und setzt diese zurück. Insbesondere startet das Timer-Modul 74 den Energieversorgungs-Timer 90, nachdem der Solenoidstatus 86 angibt, dass ein Energieversorgungssignal befohlen wird. Das Timer-Modul 74 startet den Energieversorgungsbeendigungs-Timer 88, nachdem der Solenoidstatus 86 angibt, dass das Energieversorgungsbeendigungssignal befohlen wird.
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Das Fehlermodul 76 ermittelt auf der Grundlage des Energieversorgungs- und des Energieversorgungsbeendigungs-Timers 88, 90 und eines Anstoßsignals 91 einen Fehlerstatus 92. Das Fehlermodul 76 verarbeitet das Anstoßsignal 91 auf der Grundlage eines Bandpassfilters. Das verarbeitete Signal wird auf der Grundlage eines Stoßes bewertet, um zu ermitteln, ob das Solenoid an einem offenen Stopp oder einem geschlossenen Stopp angelangt ist. Insbesondere wird, wenn der Wert des Energieversorgungs-Timers 90 größer oder gleich einem Timeout-Schwellenwert ist und das Anstoßsignal keinen Solenoidstoß angegeben hat, der Fehlerstatus auf WAHR oder Test Nicht Bestanden gesetzt. Sogar, wenn das Anstoßsignal 91 einen Solenoidstoß zu einem Zeitpunkt innerhalb des Timeout-Schwellenwerts angibt, wird der Fehlerstatus auf WAHR oder Test Nicht Bestanden gesetzt, wenn der Zeitpunkt, zu dem das Anstoßsignal einen Solenoidstoß angab, außerhalb eines Energieversorgungszeitbereichs liegt. Andernfalls bleibt der Fehlerstatus auf FALSCH oder Test Bestanden gesetzt.
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Ähnlich wird, wenn der Wert des Energieversorgungsbeendigungs-Timers 88 größer oder gleich einem zweiten Timeout-Schwellenwert ist und das Anstoßsignal 91 keinen Solenoidstoß angegeben hat, der Fehlerstatus auf WAHR oder Test Nicht Bestanden gesetzt. Sogar, wenn das Anstoßsignal 91 einen Solenoidstoß zu einem Zeitpunkt innerhalb des Energieversorgungsbeendigungs-Timer-Schwellenwerts angibt, wird der Fehlerstatus auf WAHR oder Test Nicht Bestanden gesetzt, wenn der Zeitpunkt, zu dem das Anstoßsignal 91 einen Solenoidstoß angab, außerhalb eines Energieversorgungszeitbereichs liegt. Andernfalls bleibt der Fehlerstatus auf FALSCH oder Test Bestanden gesetzt.
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Bezug nehmend auf 4 zeigt ein Flussdiagramm verschiedene Ausführungsformen eines AFM-Solenoiddiagnoseverfahrens. Das Verfahren kann periodisch zu Zeitpunkten ausgeführt werden, wenn der Motor nicht läuft. Bei verschiedenen Ausführungsformen können ein oder mehrere Solenoide 56 auf der Grundlage eines Energieversorgungszustands, auf der Grundlage eines Energieversorgungsbeendigungszustands oder auf der Grundlage beider diagnostiziert werden, wie es in 4 gezeigt ist. Wenn bei 100 die Diagnosefreigabebedingungen erfüllt sind, befiehlt die Steuerung bei 110 ein Energieversorgungssignal. Bei 120 wird der Energieversorgungs-Timer zurückgesetzt und gestartet. Wenn der Energieversorgungs-Timer bei 130 kleiner als ein Timeout-Schwellenwert ist und das Anstoßsignal bei 140 angibt, dass das Solenoid an dem offenen Stopp angelangt ist, wird bei 150 eine Energieversorgungszeit gleich dem Timer-Wert gesetzt. Danach fährt die Steuerung bei 160 damit fort, X Millisekunden zu warten, bevor ein Energieversorgungsbeendigungssignal befohlen wird. Wenn das Anstoßsignal bei 140 nicht angibt, dass das Solenoid an dem offenen Stopp angelangt ist, und der Energieversorgungs-Timer bei 130 größer oder gleich dem Timeout-Schwellenwert ist, wird der Fehlerstatus bei 250 auf WAHR oder Test Nicht Bestanden gesetzt.
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Nachdem die Steuerung bei 160 X Millisekunden gewartet hat, befiehlt die Steuerung bei 170 ein Energieversorgungsbeendigungssignal. Bei 180 setzt die Steuerung den Energieversorgungsbeendigungs-Timer zurück und startet diesen. Wenn der Energieversorgungsbeendigungs-Timer bei 190 kleiner als ein Timeout-Schwellenwert ist und das Anstoßsignal bei 200 angibt, dass das Solenoid an dem geschlossenen Stopp angelangt ist, wird bei 210 eine Energieversorgungsbeendigungszeit gleich dem Timer-Wert gesetzt. Danach fährt die Steuerung damit fort, bei 220 und 230 die Energieversorgungszeit und die Energieversorgungsbeendigungszeit zu bewerten. Wenn das Anstoßsignal bei 200 nicht angibt, dass das Solenoid an dem geschlossenen Stopp angelangt ist und der Energieversorgungsbeendigungs-Timer bei 190 größer oder gleich dem Timeout-Schwellenwert ist, wird der Fehlerstatus bei 250 auf WAHR oder Test Nicht Bestanden gesetzt.
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Wenn die Energieversorgungszeit bei 220 außerhalb eines Energieversorgungszeitbereichs liegt, wird bei 250 der Fehlerstatus auf Test Nicht Bestanden gesetzt. Wenn die Energieversorgungszeit bei 220 innerhalb des Energieversorgungszeitbereichs liegt und die Energieversorgungsbeendigungszeit bei 230 außerhalb eines Energieversorgungsbeendigungszeitbereichs liegt, wird der Fehlerstatus bei 250 auf Test Nicht Bestanden gesetzt. Andernfalls, wenn die Energieversorgungszeit innerhalb des Energieversorgungszeitbereichs liegt und die Energieversorgungsbeendigungszeit bei 230 innerhalb des Energieversorgungsbeendigungszeitbereichs liegt, setzt die Steuerung den Fehlerstatus bei 240 auf Test Bestanden.
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Bezug nehmend auf 5 zeigt ein Flussdiagramm verschiedene Ausführungsformen eines AFM-Solenoiddiagnosefreigabeverfahrens. Das Verfahren kann periodisch während eines Fahrzyklus oder als Teil einer durch Wartungspersonal ausgeführten Prozedur ausgeführt werden. Wenn die Motordrehzahl bei 300 Null ist und der Kurbelwellenbefehl ein NEIN angibt, wird das Diagnosefreigabe-Flag bei 310 auf WAHR gesetzt. Andernfalls, wenn die Motordrehzahl bei 200 nicht gleich Null ist oder der Kurbelwellenbefehl ein JA angibt, wird das Diagnosefreigabe-Flag bei 320 auf FALSCH gesetzt und wird bei 330 ein Energieversorgungsbeendigungssignal befohlen.
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Es sei angemerkt, dass alle oben erläuterten Vergleiche in Abhängigkeit von den für den Vergleich ausgewählten Werten auf verschiedene Arten realisiert werden können. Beispielsweise kann bei verschiedenen Ausführungsformen ein Vergleich ”größer als” als ”größer oder gleich” realisiert werden. Ähnlich kann ein Vergleich ”kleiner als” bei verschiedenen Ausführungsformen als ”kleiner oder gleich” realisiert werden. Ein Vergleich ”innerhalb eines Bereichs” kann bei verschiedenen Ausführungsformen gleichbedeutend mit einem Vergleich ”kleiner oder gleich einem maximalen Schwellenwert” und ”größer oder gleich einem minimalen Schwellenwert” realisiert werden.