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DE102008006285B3 - Fahrzeugdach mit einem längs zweier Führungsschienen mit sich veränderndem Abstand bewegbaren Dachteil - Google Patents

Fahrzeugdach mit einem längs zweier Führungsschienen mit sich veränderndem Abstand bewegbaren Dachteil Download PDF

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DE102008006285B3
DE102008006285B3 DE200810006285 DE102008006285A DE102008006285B3 DE 102008006285 B3 DE102008006285 B3 DE 102008006285B3 DE 200810006285 DE200810006285 DE 200810006285 DE 102008006285 A DE102008006285 A DE 102008006285A DE 102008006285 B3 DE102008006285 B3 DE 102008006285B3
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DE
Germany
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roof
cylinder
roof part
movable
cylinders
Prior art date
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Expired - Fee Related
Application number
DE200810006285
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English (en)
Inventor
Dominik HÖLZEL
Bernhard Wingen
Stjepan Radmanic
Robert Birndorfer
Thomas Ripa
Reinhard Wenzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Webasto SE
Original Assignee
Webasto SE
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60JWINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
    • B60J7/00Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs
    • B60J7/02Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs of sliding type, e.g. comprising guide shoes
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einer Dachöffnung und einem bewegbaren Dachteil (16), das mittels einer Mechanik mit seiner Hinterkante aus einer mit dem Fahrzeugdach bündigen, die Dachöffnung abdeckenden Schließposition längs zweier beidseits der Dachöffnung mit sich veränderndem Abstand zueinander angeordneter Führungsschienen in eine die Dachöffnung wenigstens teilweise freigebende Öffnungsposition bewegbar ist, wobei die Ausstellmechanik mit dem bewegbaren Dachteil (16) über eine Ausgleichsvorrichtung (30) verbunden ist. Eine vereinfachte, weniger Bauraum benötigende Mechanik wird dadurch geschaffen, dass die Ausgleichsvorrichtung (30) wenigstens zwei mittels eines Hydraulikfluids (66) beaufschlagbare Zylinder (32, 52) umfasst, die an gegenüberliegenden Seiten fest am bewegbaren Dachteil (16) angeordnet sind und mittels zweier quer zu den Führungsschienen bewegbarer Kolbenstangen (40, 60) mit der Mechanik zum Bewegen des Dachteils (16) verbunden sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugdach mit einem längs zweier Führungsschienen mit sich veränderndem Abstand bewegbaren Dachteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Aus der DE 101 43 838 A1 ist ein derartiges Fahrzeugdach bekannt. Bei diesem sind die Zylinder-Kolbenstangen-Anordnungen einzeln zu beiden Seiten des Deckels angeordnet und über die inneren und äußeren Kammern der Zylinder sind über einzelne Verbindungsleitungen miteinander verbunden.
  • Aus der DE 101 43 823 A1 ist ein weiteres Fahrzeugdach bekannt. Bei diesem wird ein öffnungsfähiges Dachteil zu beiden Seiten jeweils mittels einer mehrere Gelenke umfassenden Hebelmechanik an einer ein in den Führungsschienen verschiebbares Gleitelement umfassenden Ausstellmechanik angelenkt. Diese Mechanik weist folgende Nachteile auf:
    • – Auf Grund der auftretenden Kräfte bei seitlicher Beschleunigung und bei vertikaler Beschleunigung (Rütteln) sind die mechanischen Komponenten entsprechend groß zu dimensionieren. Die vielen Gelenke brauchen entsprechend viel Bauraum.
    • – Die Führung in Fahrzeugquerrichtung erfolgt über Stangen, die zueinander verschiebbar sind. Dies bedeutet, dass sie horizontal geführt sein müssen und demzufolge einer Dachquerwölbung nicht folgen können. Auf Grund dessen wird in Fahrzeugmitte vergleichsweise viel Bauhöhe benötigt.
    • – Die Lagerverhältnisse bedingen, dass das hintere Gelenk in Fahrzeugquerrichtung über die äußere Führungsschiene hinaus nach außen ausgezogen wird. Je weiter das Gelenk seitlich über die äußere Führungsschiene hinaus steht, desto größer ist die angeströmte Fläche und desto größer sind die zu erwartenden Windgeräusche.
    • – Die Schubstangen belegen Bauräume, die im Normalfall von den Deckel versteifenden Elementen gebraucht werden. Wenn diese neben den Schubstangen angeordnet werden, verschlechtern sich bei einem Glasdeckel die Durchsichtsverhältnisse. Werden keine zusätzlichen Deckelversteifungen im Bereich der Schubstangen vorgesehen, wird die Deckelsteifigkeit reduziert.
  • Aus der DE 10 2005 007 031 A1 bekannte öffnungsfähige Fahrzeugdächer werden als außengeführte Schiebedächer (ASD) bezeichnet, da ein die Hinterkante des Deckels abstützender Teil der Mechanik, nämlich ein Ausstellhebel oder ein zusätzlicher Stützhebel (wie bei der EP 0 863 817 B1 ) in einer zur Oberseite des Fahrzeugdachs offenen dachfesten Führung verschiebbar abgestützt wird. Eine detaillierte Beschreibung des generellen Aufbaus des hinteren Teils der Mechanik des bewegbaren Dachteils ist der DE 10 2005 007 031 A1 entnehmbar, deren Offenbarungsgehalt hiermit zum Inhalt der vorliegenden Anmeldung gemacht wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugdach mit einem längs zweier Führungsschienen mit sich veränderndem Abstand bewegbaren Dachteil mit einer vereinfachten, weniger Bauraum benötigenden Mechanik zu schaffen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Die Erfindung sieht im Kern vor, dass die Ausgleichsvorrichtung wenigstens zwei mittels eines Hydraulikfluids beaufschlagbare Zylindern umfasst, die an gegenüberliegenden Seiten am bewegbaren Dachteil angeordnet sind und mittels zweier quer zu den Führungsschienen bewegbarer Kolbenstangen mit der Mechanik zum Bewegen des Dachteils verbunden sind. Eine derartige hydraulische Ausgleichsvorrichtung benötigt wenig Platz und steht auch einer Anpassung an eine Querwölbung des Dachteils nicht entgegen. Sie arbeitete selbsttätig und wartungsfrei und dämpft automatisch auch auftretende Rüttelbewegungen. Dabei verfügen die hydraulisch beaufschlagbaren Zylinder jeweils über eine äußere Kammer und eine innere Kammer, die durch einen mit der Kolbenstange verbundenen Kolben voneinander getrennt sind. Ferner ist jeweils eine innere Kammer eines ersten Zylinders auf einer Seite des Dachteils über eine Ausgleichsleitung bzw. über ein Ausgleichsreservoir mit einer äußeren Kammer eines zweiten Zylinders auf der gegenüberliegenden Seite des Dachteils verbunden.
  • Erfindungsgemäß sind die Zylinder an gegenüberliegenden Seiten des Dachteils in einem gemeinsamen rohrförmigen Gehäuse angeordnet, und eine innere Kammer des einen Zylinders ist mittels eines zwischen den Zylindern im Gehäuse angeordneten Ausgleichsreservoirs mit der äußeren Kammer des anderen Zylinders verbunden. Durch die Anordnung in einem gemeinsamen Rohr kann die Ausgleichsvorrichtung vor der Anbringung am Dachteil komplett vormontiert und geprüft werden. Vorteilhaft dient das rohrförmige Gehäuse gleichzeitig der Versteifung des bewegbaren Dachteils an der betreffenden Kante. Das rohrförmige Gehäuse kann auch als Bestandteil eines Systems von im Randbereich unterhalb des Dachteils angeordneten Deckelinnenblechen in dieses System integriert sein. Die Befestigung kann – wie für Deckelinnenbleche üblich – durch Schrauben, Kleben oder auch durch gemeinsames Umschäumen mit einer Glasscheibe des Dachteils erfolgen.
  • Für eine gute Anlage und eine Anpassung an die Form der Unterseite des bewegbaren Dachteils ist es vorteilhaft, wenn das rohrförmige Gehäuse an seiner dem Dachteil zugewandten Oberseite eine Abflachung aufweist und/oder wenn das rohrförmige Gehäuse in seiner Kontur an eine Querwölbung des bewegbaren Dachteils angepasst ist.
  • Bevorzugt sind die Zylinder auf den nicht vom Hydraulikfluid beaufschlagten Seiten der Kolben mit einer Feder versehen. Dadurch wird der Hydraulikflüssigkeit beim Überströmen eine leichte Gegenkraft entgegengesetzt, die eine zusätzliche Dämpfung und eine Eliminierung einer Hysterese bewirkt.
  • Die Feder wird gemäß einer ersten Variante von einer mechanischen Druckfeder gebildet. Alternativ oder dazu ergänzend dazu kann die Feder auch von einer in der dem Hydraulikfluid gegenüberliegenden Kammer des jeweiligen Zylinders durch dort eingeschlossenen Luft gebildeten Luftdruckfeder gebildet sein.
  • Bevorzugt sind die Kolbenstangen mit der Mechanik zum Bewegen des Dachteils über Kugelköpfe aufweisende Lagerungen verbunden sind. Durch diese Lagerung werden Platz sparend mehrere Freiheitsgrade in einem einzigen Lager ermöglicht.
  • Die Erfindung eignet sich für ein Schiebe-Hebedach, ein Spoilerdach, ein außen geführtes Schiebedach, ein Faltdach oder auch für ein öffnungsfähiges Dachteil eines Festelement-Cabriolets, sofern diese über Führungsschienen mit über die Länge der Führungsschienen veränderlichem gegenseitigen Abstand verfügen.
  • Gegenüber dem eingangs genannten Stand der Technik gemäß der DE 101 43 838 A1 bietet die Erfindung folgende Vorteile:
    • – Hydraulische Leitungen können gleichzeitig als Versteifungselement der Deckel verwendet werden, da diese sich nicht räumlich verändern. Sie können als Strukturbauteil eingesetzt werden.
    • – Es sind keine separaten Haltelaschen am Deckelinnenblech erforderlich, da die Kolbenköpfe (Kugelköpfe) als Befestigungspunkte für die Außenabstützung verwendet werden können.
    • – Hydraulikzylinder sind nach Katalog bestellbare Massenartikel. Aufgrund der großen Stückzahlen können die Kosten gering gehalten werden.
    • – Die Luftgefüllten Kammern der Hydraulikzylinder können mit Druckluft beaufschlagt werden, was Leckagen vorbeugt und dem System eine Vorspannung verleiht.
  • Nachfolgend wird das Fahrzeugdach anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine schematische Draufsicht auf ein Fahrzeugdach mit einem bewegbaren und einem festen Dachteil in geschlossener Position und – in gestrichelten Linien – in geöffneter Position;
  • 2 einen schematischen quer zum Fahrzeug verlaufenden Längsschnitt durch eine nicht zur Erfindung gehörende hydraulische Ausgleichsvorrichtung an der Unterseite des bewegbaren Dachteils des Fahrzeugdachs gemäß 1;
  • 3 eine schematische perspektivische Teilansicht des vorderen Deckelträgers bei eingefahrener Ausgleichsvorrichtung;
  • 4 eine schematische perspektivische Teilansicht des vorderen Deckelträgers bei ausgefahrener Ausgleichsvorrichtung,
  • 5 einen schematischen quer zum Fahrzeug verlaufenden Längsschnitt durch eine hydraulische Ausgleichsvorrichtung an der Unterseite des bewegbaren Dachteils des Fahrzeugdachs gemäß 1; und
  • 6 einen Querschnitt durch die hydraulische Ausgleichsvorrichtung gemäß der Schnittlinie VI-VI in 5.
  • Das in 1 gezeigte Fahrzeugdach 10 weist von vorne nach hinten hintereinander liegend eine anschließend an einen Windlauf oberhalb der Frontscheibe 12 angeordnete, mit ihrer Hinterkante ausstellbare Windabweiserlamelle 14, ein bewegbares Dachteil 16 und ein hinteres festes Dachteil 18 auf. Das bevorzugt in Form eines Deckels aus Glas ausgebildete bewegbare Dachteil 16 ist mittels einer Mechanik mit seiner Hinterkante 1620 in eine Lüfterposition ausstellbar und optional ausgehend von dieser über das feste Dachteil 18 nach hinten verschiebbar, wobei eine Dachöffnung 20 weitestgehend freigelegt wird und wobei der bewegbare Deckel 16 im Unterschied zu herkömmlichen, auch als Spoilerdächern bezeichneten Hebe-Schiebedächern auch bei seiner Verschiebung nach hinten (in die gestrichelt mit 16A bezeichnete Position) stets nahe seiner Hinterkante 1620A abgestützt wird.
  • Solche beispielsweise aus der DE 10 2005 007 031 A1 bekannten öffnungsfähigen Fahrzeugdächer werden als außengeführte Schiebedächer (ASD) bezeichnet, da ein die Hinterkante des Deckels 16A abstützender Teil der Mechanik, nämlich ein Ausstellhebel oder ein zusätzlicher Stützhebel (wie bei der EP 0 863 817 B1 ) in einer zur Oberseite des Fahrzeugdachs 10 offenen dachfesten Führung 24 verschiebbar abgestützt wird. Eine detaillierte Beschreibung des generellen Aufbaus des hinteren Teils der Mechanik des bewegbaren Dachteils 16 ist der DE 10 2005 007 031 A1 entnehmbar, deren Offenbarungsgehalt hiermit zum Inhalt der vorliegenden Anmeldung gemacht wird.
  • Die in 1 über dem nicht dargestellten Windlauf angeordnete Windabweiserlamelle 14 ist nur optional vorhanden. Sie kann auch durch einen schmaleren Windabweiser ersetzt werden, der schwenkbar am vorderen Rand der Dachöffnung 20 gelagert ist und nach teilweisem Öffnen des bewegbaren Dachteils 16 nach oben über das Fahrzeugdach 1 ausgestellt wird und dadurch den Fahrtwind weitestgehend frei von Geräuschen über die freigegebene Dachöffnung 20 leitet.
  • Die Dachöffnung 20 wird vorne vom Windlauf bzw. der optional darüber liegenden Windabweiserlamelle 14, nach hinten vom festen Dachteil 18 und zu beiden Seiten von jeweils einem Seitenholm 22 des Fahrzeugs begrenzt. An diesen Seitenholmen 22 oder an einem die Dachöffnung 20 auf der Innenseite umgebenden Dachrahmen sind Führungsschienen 26 angeordnet. Aufgrund der in 1 gut ersichtlichen taillierten Kontur des Fahrzeugdachs 10 und damit auch des bewegbaren Dachteils 16, welches vorne breiter ist als hinten, weisen die Führungsschienen 26 vorne (in 1 links angrenzend an die Hinterkante des Windlaufs) einen größeren Abstand auf, als nahe der Hinterkante der Dachöffnung 20.
  • Der hintere Teil 24 der Führungsschienen, in dem die hinteren Anlenkungen 1640 des bewegbaren Dachteils 16 bei dessen Verschiebung nach hinten geführt sind, ist im gezeigten Ausführungsbeispiel parallel zueinander angeordnet, kann aber auch gemäß einer Alternative ebenfalls mit nicht parallelen Führungsschienen 24 versehen sein. In diesem Fall ist das Dachteil nicht nur nahe seiner Vorderkante 1610, sondern auch im Bereich der hinteren Anlenkungen 1640 mit einer im Folgenden beschriebenen Ausgleichsvorrichtung 30 (gemäß 2 bis 4) bzw. 130 (gemäß 5) versehen.
  • Die Ausgleichsvorrichtung 30 besteht im nicht zur Erfindung gehörenden ersten Ausführungsbeispiel gemäß 2 aus zwei mittels eines Hydraulikfluids 66 beaufschlagbaren Zylindern 32 beziehungsweise 52, die gemäß 1 nahe der vorderen beiden Ecken des bewegbaren Dachteils 16 unterhalb desselben angeordnet sind. Der erste Zylinder 32 weist eine äußere Kammer 34 und eine innere Kammer 36 auf, die von einem verschiebbaren Kolben 38 getrennt werden. Zur Außenseite des Dachteils 16 hin ist am Kolben 38 eine Kolbenstange 40 angeordnet, die dichtend durch die äußere Stirnwand der äußeren Kammer 34 hindurch verschiebbar ist. Außerhalb der äußeren Kammer 34 ist an der Kolbenstange 40 ein Kugelkopf 42 angeordnet, der, wie aus 2 und 3 ersichtlich, mit einer Lagerung 74 an einem Hebel 72 der Mechanik des bewegbaren Dachteils 16 angelenkt ist. Der Hebel 72 ist mit seinem unteren Ende schwenkbar mit einem Gleitelement 70 verbunden, das in der Führungsschiene 26 in Längsrichtung des Fahrzeugs verschiebbar geführt ist.
  • Die äußere Kammer 34 ist optional mit einer Feder 35 versehen, die im gezeigten Ausführungsbeispiel dem Fluiddruck des Hydraulikfluids 66 in der inneren Kammer 36 entgegengewirkt. Auf der Seite der inneren Kammer 36 ist am Kolben 38 eine Kolbenstange 44 befestigt, die die innere Stirnwand des zweiten Zylinders 32 dichtend geführt durchdringt. Die innere Kammer 36 ist über eine Eintrittsöffnung 46 mit einer hydraulischen Ausgleichsleitung 48 verbunden. Das andere Ende der hydraulischen Ausgleichsleitung 48 ist über eine Eintrittsöffnung 68 mit einer äußeren Kammer 54 des zweiten Zylinders 52 verbunden, der gemäß 1 nahe der gegenüberliegenden vorderen Ecke des bewegbaren Dachteils 16 angeordnet ist. Das System aus innerer Kammer 36, Ausgleichsleitung 48 und äußerer Kammer 54 ist ein geschlossenes hydraulisches System, das vollständig und blasenfrei mit dem Hydraulikfluid 66 befüllt ist.
  • Der zweite Zylinder 52 weist ferner eine innere Kammer 56 auf, die von der äußeren Kammer 54 durch einen verschiebbar gelagerten Kolben 58 getrennt ist. Am Kolben 58 ist auf der zur seitlichen Außenkante des bewegbaren Dachteils 16 liegenden Seite eine die außen liegende Stirnwand der äußeren Kammer 54 durchdringende Kolbenstange 60 mit einem am äußersten Ende angeordneten Kugelkopf 62 angebracht. Der Kugelkopf 62 dient analog dem Kugelkopf 42 zur bewegbaren Anlenkung des Dachteils 16 an einer nicht dargestellten, zur Mechanik in den 3 und 4 spiegelsymmetrischen Anordnung aus einem Gleitelement 70 und einem daran schwenkbar angelenkten Hebel 72.
  • Auf der Seite der inneren Kammer 56 ist am Kolben 58 eine Kolbenstange 64 befestigt, die die innere Stirnwand des zweiten Zylinders 52 durchdringt. In der inneren Kammer 56 kann analog zur äußeren Kammer 34 des ersten Zylinders 32 eine Druckfeder 35 angeordnet sein oder, die in der inneren Kammer 56 eingeschlossene Luft kann, wie im Ausführungsbeispiel gezeigt, unmittelbar als kompressible Luftfeder 55 dienen. Eine derartige Luftfeder kann selbst verständlich auch die Druckfeder 35 in der äußeren Kammer 34 des ersten Zylinders 32 ersetzen.
  • In den Bereichen, in denen die Führungsschienen 26 einen größeren Abstand zueinander haben, also im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß 1 im vorderen Bereich der Dachöffnung 20, sind die Kolbenstangen 40 und 60 weiter aus dem ersten Zylinder 32 beziehungsweise dem zweiten Zylinder 52 ausgefahren. In diesem Fall befindet sich mehr Hydraulikfluid 66 in der inneren Kammer 36, während die äußere Kammer 34 gegen den Druck der Feder 35 komprimiert ist und nur ein kleines Volumen aufweist. Auf der anderen Seite weist die innere Kammer 56 am zweiten Zylinder 52 ein relativ großes Volumen auf, während die äußere Kammer 54 ein relativ kleines Volumen hat. Dadurch, dass der erste Zylinder 32 und der zweite Zylinder 52 denselben Durchmesser haben, strömt bei einer Bewegung der Kolbenstangen 40 beziehungsweise 60 exakt dieselbe Menge des Druckfluids 66 von der äußeren Kammer 54 auf der Seite des zweiten Zylinders 52 in die innere Kammer 36 auf der Seite des ersten Zylinders 32 und umgekehrt.
  • Die Ausgleichsvorrichtung 30 ist eine passive hydraulische Ausgleichsvorrichtung, da die Kräfte zur Verschiebung der Kolben 38 beziehungsweise 58 von außen über die Mechanik mit den Gleitelementen 70 und den Hebeln 72 und über die Kugelköpfe 42 beziehungsweise 62 in das System eingeleitet werden. Die Ausgleichsvorrichtung 30 stellt durch das Überströmen des Hydraulikfluids 66 lediglich eine synchrone Bewegung beider Kolben 38 beziehungsweise 58 sicher und sorgt dadurch für eine zentrierte Bewegung des Dachteils 16 in allen Bewegungsphasen.
  • Wenn das Dachteil 16 aus der in 1 in durchgezogenen Linien gezeigten Schließposition in Richtung auf die in gestrichelt Linien gezeigten Öffnungsposition 16A bewegt wird, werden von der Mechanik über die Hebel 72 seitliche Kräfte nach innen auf die Kugelköpfe 42 beziehungsweise 62 ausgeübt. Die Kolbenstange 40 drückt dabei den Kolben 38 nach innen und verdrängt dadurch aus der inneren Kammer 36 des ersten Zylinders 32 Hydraulikfluid 66 über die Ausgleichsleitung 48 in die äußere Kammer 54 des zweiten Zylinders 52, wo diese dafür sorgt, dass der Kolben 58 synchron zum Kolben 38 nach innen gedrückt wird.
  • Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform gemäß 5 sind alle zum ersten Ausführungsbeispiel gleichen oder ähnlichen Teile mit einer um 100 erhöhten Bezugszahl versehen. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel sind der erste Zylinder 132 und der zweite Zylinder 152 nicht separat an der Unterseite des Dachteils 16 angeordnet, sondern gemeinsam in einem rohrförmigen Gehäuse 150. Das rohrförmige Gehäuse 150 erstreckt sich nahezu über die gesamte Breite des Dachteils 16 und kann – obwohl in 5 gerade gezeigt – auch an eine Querwölbung des Dachteils 16 angepasst werden. Die Zylinder 132 und 152, entsprechend in ihrem Aufbau grundsätzlich den Zylindern 32 und 52 des ersten Ausführungsbeispiels.
  • Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel sind die Eintrittsöffnung 146 zur inneren Kammer 136 des ersten Zylinders 132 und die Eintrittsöffnung 168 zur äußeren Kammer 154 des zweiten Zylinders 152 nicht über eine separate Ausgleichsleitung miteinander verbunden, sondern stehen mit dem gesamten Innenraum des rohrförmigen Gehäuses 150 in Verbindung, der zwischen den Zylindern 132 und 152 ein Hydraulikfluid-Ausgleichsreservoir 148 bildet. Das Ausgleichsreservoir 148 wird nach außen durch eine Stirnwand 133 und auf der anderen Seite durch eine Stirnwand 153 abgeschlossen. Die Stirnwand 133 lagert den ersten Zylinder 132 und die Stirnwand 153 den zweiten Zylinder 152 so, dass zwischen der äußeren Mantelfläche der Zylinder 132 beziehungsweise 152 und der inneren Mantelfläche des rohrförmigen Gehäuses 150 ein Abstand verbleibt, der das Ein- und Ausströmen des Hydraulikfluids 166 über die Eintrittsöffnung 146 zur inneren Kammer 136 des ersten Zylinders 132 und über die Eintrittsöffnung 168 zur äußeren Kammer 154 des zweiten Zylinders 152 ermöglicht. Die innere Kammer 136, das Ausgleichsreservoir 148 und die äußere Kammer 154 bilden ein geschlossenes hydraulisches System, das vollständig und blasenfrei mit dem Hydraulikfluid 166 gefüllt ist.
  • Die nach innen weisenden Kolbenstangen 144 beziehungsweise 164 sind gegenüber dem Ausgleichsreservoir 148 durch ein Gehäuse 145 beziehungsweise 165 am ersten Druckzylinder 132 beziehungsweise am zweiten Druckzylinder 152 abgeschirmt, so dass sich die Kolbenstangen 144, 164 ohne hydraulischen Widerstand bewegen können.
  • Die Funktion des ersten Zylinders 132 und des zweiten Zylinders 152 bei einer Bewegung der Gleitelemente 70 längs der nicht parallelen Führungsschienen 26 entspricht dem ersten Ausführungsbeispiel. Wird bei einem enger werdenden Abstand der Führungsschienen 26 auf den Kugelkopf 142 eine nach innen gerichtete Kraft ausgeübt, so drückt die Kolbenstange 140 den Kolben 138 nach rechts und verdrängt dabei Hydraulikfluid 166 aus der inneren Kammer 136 des ersten Zylinders 132 in das Ausgleichsreservoir 148. Gleichzeitig wird über die Eintrittsöffnung 168 Hydraulikfluid 166 aus dem Ausgleichsreservoir 148 in die äußere Kammer 154 des zweiten Zylinders 152 gedrückt, wodurch der Kolben 158 synchron zum Kolben 138 nach innen bewegt wird. In der äußeren Kammer 134 des ersten Zylinders 132 und in der inneren Kammer 156 des zweiten Zylinders 152 kann jeweils analog zum ersten Ausführungsbeispiel eine Feder angeordnet sein, die dem Fluiddruck entgegengewirkt. Diese Feder kann als mechanische Druckfeder oder als Luftdruckfeder in Form der in den Kammern 134 bzw. 156 eingeschlossenen Luft ausgebildet sein.
  • Wie in 6 dargestellt, ist das Gehäuse 150 zumindest im mittleren Bereich an seiner Oberseite mit einer Abflachung 151 versehen, die eine flächige Anlage und Befestigung an der Unterseite des Dachteils 16 ermöglicht. Abweichend von der geraden Darstellung des rohrförmigen Gehäuses 150 in 5 kann dieser selbstverständlich zumindest im mittleren Bereich zusätzlich zur Abflachung 151 mit einer entsprechend gebogenen Kontur auch an eine Querwölbung des Dachteils 16 angepasst werden.
  • Die Kugelköpfe 42, 62 bzw. 142, 162 bilden einen Teil einer Anbindungsvorrichtung, mittels der das bewegbare Dachteil 16 am Hebel 72 der Mechanik angelenkt ist. Die Anbindungsvorrichtung ermöglicht im Gegensatz zu bekannten Gelenken eine Verbindung mit wenigstens zwei Freiheitsgraden. In den 3 und 4 ist als erster Freiheitsgrad die Drehbarkeit um die Z-Achse und als zweiter Freiheitsgrad die Drehbarkeit um die Y-Achse durch einen entsprechenden rotierenden Pfeil angedeutet. Durch die hydraulische Ausgleichsvorrichtung 30, 130 ist ein Y-Ausgleich (siehe Hinweis „ΔY" in den 2, 4 und 5) als weitere Bewegungsmöglichkeit für die Kugelköpfe 42, 62 bzw. 142, 162 gegeben.
  • 10
    Fahrzeugdach
    12
    Frontscheibe
    14
    Windabweiserlamelle
    16, 16A
    (bewegbares) Dachteil (Deckel)
    1610
    Vorderkante (von 16)
    1620
    Hinterkante (von 16)
    1640
    hintere Anlenkungen (an 16)
    18
    (festes) Dachteil
    20
    Dachöffnung
    22
    Seitenholm
    24
    Führungsschiene (hinterer Teil)
    26
    Führungsschiene (vorderer Teil)
    30
    Ausgleichsvorrichtung
    32
    erster Zylinder
    34
    äußere Kammer (von 32)
    35
    Feder
    36
    innere Kammer (von 32)
    38
    Kolben (in 32)
    40
    Kolbenstange (an 38 außen)
    42
    Kugelkopf
    44
    Kolbenstange (an 38 innen)
    46
    Eintrittsöffnung (in 36)
    48
    Ausgleichsleitung
    52
    zweiter Zylinder
    54
    äußere Kammer (von 52)
    55
    Druckluftfeder
    56
    innere Kammer (von 52)
    58
    Kolben (in 52)
    60
    Kolbenstange (an 58 außen)
    62
    Kugelkopf
    64
    Kolbenstange (an 58 innen)
    66
    Hydraulikfluid
    68
    Eintrittsöffnung (in 54)
    70
    Gleitelement
    72
    Hebel
    74
    Lagerung
    130
    Ausgleichsvorrichtung
    132
    erster Zylinder
    133
    Stirnwand (von 150)
    134
    äußere Kammer (von 132)
    136
    innere Kammer (von 132)
    138
    Kolben (in 132)
    140
    Kolbenstange (an 138 außen)
    142
    Kugelkopf
    144
    Kolbenstange (an 138 innen)
    145
    Gehäuse (für 144)
    146
    Eintrittsöffnung (in 136)
    148
    Ausgleichsreservoir
    150
    (rohrförmiges) Gehäuse
    151
    Abflachung
    152
    zweiter Zylinder
    153
    Stirnwand (von 150)
    154
    äußere Kammer (von 152)
    156
    innere Kammer (von 152)
    158
    Kolben (in 152)
    160
    Kolbenstange (an 158 außen)
    162
    Kugelkopf
    164
    Kolbenstange (an 158 innen)
    165
    Gehäuse (für 164)
    166
    Hydraulikfluid
    168
    Eintrittsöffnung (in 154)

Claims (8)

  1. Fahrzeugdach (10) mit einer Dachöffnung (20) und einem bewegbaren Dachteil (16), das mittels einer Mechanik (70, 72) mit seiner Hinterkante (1620) aus einer mit dem Fahrzeugdach (10) bündigen, die Dachöffnung (20) abdeckenden Schließposition längs zweier beidseits der Dachöffnung (20) mit sich veränderndem Abstand zueinander angeordneter Führungsschienen (26) in eine die Dachöffnung (20) wenigstens teilweise freigebende Öffnungsposition bewegbar ist, wobei die Ausstellmechanik mit dem bewegbaren Dachteil (16) über eine Ausgleichsvorrichtung (30, 130) verbunden ist, wobei die Ausgleichsvorrichtung (30, 130) wenigstens zwei mittels eines Hydraulikfluids (66, 166) beaufschlagbare Zylinder (32, 52; 132, 152) umfasst, die an gegenüberliegenden Seiten fest am bewegbaren Dachteil (16) angeordnet sind und mittels zweier quer zu den Führungsschienen (26) bewegbarer Kolbenstangen (40, 60; 140, 160) mit der Mechanik (70, 72) zum Bewegen des Dachteils (16) verbunden sind, wobei die Zylinder (32, 52; 132, 152) jeweils über eine äußere Kammer (34, 54; 134, 154) und eine innere Kammer (36, 56; 136, 156) verfügen, die durch einen mit der Kolbenstange (40, 60; 140, 160) verbundenen Kolben (38, 58; 138, 158) voneinander getrennt sind, wobei jeweils eine innere Kammer (36, 56; 136, 156) eines ersten Zylinders (32; 132) über eine Ausgleichsleitung (48) bzw. über ein Ausgleichsreservoir (148) mit einer äußeren Kammer (34, 54; 134, 154) eines zweiten Zylinders (52; 152) auf der gegenüberliegenden Seite des Dachteils (16) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder (132, 152) an gegenüberliegenden Seiten des Dachteils (16) in einem gemeinsamen rohrförmigen Gehäuse (150) angeordnet sind und eine innere Kammer (136) des einen Zylinders (132) mittels eines zwischen den Zylindern (132, 152) im Gehäuse (150) angeordneten Ausgleichsreservoirs (148) mit der äußeren Kammer (154) des anderen Zylinders (152) verbunden ist.
  2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Gehäuse (150) gleichzeitig der Versteifung des bewegbaren Dachteils (16) dient.
  3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Gehäuse (150) an seiner dem bewegbaren Dachteil (16) zugewandten Oberseite eine Abflachung (151) aufweist.
  4. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Gehäuse (150) in seiner Kontur an eine Querwölbung des bewegbaren Dachteils (16) angepasst ist.
  5. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder (32, 52; 132, 152) auf den nicht vom Hydraulikfluid (66, 166) beaufschlagten Seiten der Kolben (38, 58; 138, 158) mit einer Feder (35, 55) versehen sind.
  6. Fahrzeugdach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder von einer mechanischen Druckfeder (35) gebildet ist.
  7. Fahrzeugdach nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder von einer Luftdruckfeder (55) gebildet ist.
  8. Fahrzeugdach nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstangen (40, 60; 140, 160) mit der Mechanik (70, 72) zum Bewegen des Dachteils (16) über Kugelköpfe (42, 62; 142, 162) aufweisende Lagerungen (74) verbunden sind.
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