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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung eines
Bremspedalwiderstandes in Antwort auf ein Niederdrücken
eines Bremspedals durch einen Fahrer und insbesondere eine Vorrichtung
zur Erzeugung eines Bremspedalwiderstandes, die einen Hubsimulator
umfasst.
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In
einer Bremsvorrichtung wird üblicherweise ein Hubsimulator
verwendet, damit der Fahrer beim Bremsen ein gutes Gefühl
hat. Zum Beispiel ist in der
japanischen
Patentoffenlegungsschrift Nr. 2003-112617 (
JP 2003-112617-A ) eine
Konstruktion beschrieben, die ein Simulatorsteuerventil umfasst, das
zwischen einem Hauptzylinder und dem Hubsimulator angeordnet ist.
Durch Verändern des dem Simulatorsteuerventil zugeführten
Stromes kann der Einströmwiderstand eines Fluids, das von
dem Hauptzylinder zu dem Hubsimulator fließt, eingestellt werden.
Dies erlaubt die Steuerung einer Beziehung zwischen einer Niederdrückkraft
und einem Pedalhub.
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In
einer Bremssteuerungs- bzw. regelungsvorrichtung (im Folgenden ist
zwischen Steuerung und Regelung nicht expressis verbis unterschieden, da
dem Fachmann klar ist, um was es sich im Einzelfall handelt), die
einen Bremskraftverstärker umfasst, ist die Niederdrückkraft
eines Bremspedals erhöht, wenn die Niederdrückgeschwindigkeit
des Bremspedals erhöht ist. Ferner wird in der Bremssteuerungsvorrichtung,
auf die ein elektronisch gesteuertes Bremssystem (ECB) angewendet
wird, statt dem Bremskraftverstärker eine Öffnung
verwendet, wobei die Öffnung zwischen dem Hauptzylinder
und dem Hubsimulator angeordnet ist. In diesem Fall stimmt eine
Beziehung zwischen einem Erhöhungsbetrag, um den ein Widerstand
des Bremspedals zunimmt (ΔF), und der Niederdrückgeschwindigkeit
(V) des Bremspedals mit einer Strömungsratenformel der Öffnung überein.
Insbesondere ist ΔF proportional zu V2.
Nach dieser Beziehung ist, wenn die Niederdrückgeschwindigkeit
des Bremspedals niedrig ist, der Bremspedalwiderstand höher
als ein von dem Fahrer gewünschter Bremspedalwiderstand,
und das Bremspedal fühlt sich schwergängig an.
Hingegen ist in einem Fall, in dem die Niederdrückgeschwindigkeit
des Bremspedals erhöht ist, der Bremspedalwiderstand niedriger
als ein von dem Fahrer gewünschter Bremspedalwiderstand,
und das Bremspedal fühlt sich leichtgängig an.
Insbesondere kann der Fahrer, wenn das Bremspedal schnell niedergedrückt
wird, spüren, dass das Bremspedal schwergängig
ist und einer Bewegung einen großen Widerstand entgegensetzt, wenn
das Pedal zu Beginn niedergedrückt wird, wobei die Niederdrückgeschwindigkeit
des Bremspedals niedrig ist. Dies führt zu einem unangenehmen Bremsgefühl.
Es ist daher erforderlich, einen geeigneten Bremspedalwiderstand
in Übereinstimmung mit der Niederdrückgeschwindigkeit
zu erzeugen.
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Die
in der
JP 2003-112617-A beschriebene Bremssteuerungsvorrichtung
ist ausgelegt, um zu bestimmen, ob das Pedal in Antwort auf die
Niederdrückkraft und den Niederdrückhub schlagartig
niedergedrückt wird. Der Beziehung zwischen der Niederdrückgeschwindigkeit
des Bremspedals und dem Bremspedalwiderstand wird keine Beachtung
geschenkt. Wie es in der
JP 2003-112617-A gezeigt ist, ist der Aufwand/Belastung
erhöht, und eine Regelungsantwort kann verzögert
sein, wenn das Simulatorsteuerventil des momentanen Antriebs den
Einströmungswiderstand ändert.
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Die
vorliegende Erfindung stellt eine Vorrichtung zur Erzeugung einer
Bremspedalwiderstandskraft bereit, die stabil ein gutes Bremsgefühl
liefert.
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Eine
Vorrichtung, die einen Bremspedalwiderstand in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung liefert, umfasst einen
Mechanismus mit veränderlichem Drosselventil bzw. veränderlichen
Drosselung (im folgenden kurz „veränderlicher
Drosselmechanismus" genannt), der mit einer Betriebsfluid-Versorgungsdurchführung
verbunden ist, die ein Betriebsfluid von einem Hauptzylinder liefert,
und einen Hubsimulator zur Kommunikation mit dem veränderlichen
Drosselmechanismus, wobei die Bremspedalwiderstand-Erzeugungsvorrichtung
einen Bremspedalwiderstand in Übereinstimmung mit der Betätigung
des Bremspedals durch den Fahrer erzeugt. Der veränderliche
Drosselmechanismus verändert eine Fluiddurchtrittsfläche,
wenn die Strömungsrate des von dem Hauptzylinder gelieferten Betriebsfluids
eine vorbestimmte Strömungsrate überschreitet.
Gemäß diesem Aspekt ist es möglich, ein
angenehmes Bremsgefühl stabil zu gewinnen, indem die Fluiddurchtrittsfläche
in Antwort auf die Versorgungsströmungsrate des Betriebsfluids
unter Verwendung des veränderlichen Drosselmechanismus verändert
wird.
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In
einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Bremspedalwiderstandes in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der veränderliche
Drosselmechanismus die Fluiddurchtrittsfläche zwischen
dem veränderlichen Drosselmechanismus und dem Hubsimulator
verändern. Der durch den Hubsimulator erzeugte Widerstand
kann durch Verändern der Fluiddurchtrittsfläche,
die direkt mit dem Hubsimulator verbunden ist, in geeigneter Weise
gesteuert werden. Alternativ kann der veränderliche Drosselmechanismus
die Fluiddurchtrittsfläche hauptzylinderseitig ändern.
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In
einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Bremspedalwiderstandes in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der veränderliche
Drosselmechanismus ein bewegliches Element umfassen, in dem eine
Durchführung ausgebildet ist, durch die das Betriebsfluid
strömt und in dem ein Drosselungs- bzw. Drosselungsabschnitt ausgebildet
ist. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Ende des beweglichen
Elements wird in Antwort auf die Strömungsrate des Betriebsfluids
ein Differenzdruck erzeugt, indem in dem Durchgang im Inneren des
beweglichen Elements der Drosselungsabschnitt ausgebildet ist. Dies
erlaubt die Bewegung des beweglichen Elements.
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In
einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Bremspedalwiderstandes in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann das bewegliche
Element innerhalb eines Gehäusekörpers gleitbar
angeordnet sein, und das bewegliche Element verändert die
Fluiddurchtrittsfläche durch Schließen eines Abschnitts
eines Kommunikationsanschlusses, der in dem Gehäusekörper
ausgebildet ist. Somit ist es möglich, den veränderlichen
Drosselmechanismus mit einer relativ einfachen Struktur zu bilden.
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In
einer Vorrichtung zur Erzeugung eines Bremspedalwiderstandes in Übereinstimmung
mit einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist es vorteilhaft,
dass der veränderliche Drosselmechanismus eine Drückeinheit
umfasst, die das bewegliche Element in eine vorbestimmte Position
innerhalb des Gehäusekörpers drückt,
und der Abstand von der vorbestimmten Position zu dem Kommunikationsanschluss
auf einen vorbestimmten Abstand eingestellt ist. Der vorbestimmte
Abstand ist auf einen Abstand eingestellt, der größer
als Null (0) ist. Daher bewegt sich das bewegliche Element von der
vorbestimmten Position in Richtung des Kommunikationsanschlusses,
bis das Bremspedal um einen vorbestimmten Betrag niedergedrückt
ist. Das Bremspedal kann relativ leicht niedergedrückt
werden, bis das bewegliche Element einen Abschnitt des Kommunikationsanschlusses
verschließt. Ferner ist es möglich, zu verhindern,
dass der Bremspedalwiderstand schlagartig ansteigt, unmittelbar
nachdem das Bremspedal niedergedrückt wird. Es ist vorteilhaft,
dass die Drückeinheit eine oder mehrere Federn umfasst
und der vorbestimmte Abstand entsprechend der Federkonstante eingestellt
ist.
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In Übereinstimmung
mit den Aspekten der vorliegenden Erfindung lässt sich
ein angenehmes Bremsgefühl stabil gewinnen.
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Die
obigen und weitere Aufgaben, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden
Erfindung sind aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung,
die unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung gemacht
wurde, deutlicher ersichtlich. In den Zeichnungen sind:
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1 ein
Diagramm, das schematisch eine Bremssteuerungsvorrichtung in Übereinstimmung mit
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;
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2 Kennlinien,
die eine Beziehung zwischen einem Erhöhungsbetrag, um den
ein Bremspedalwiderstand zunimmt (ΔF), und einer Niederdrückgeschwindigkeit
(V) des Bremspedals zeigen;
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3A und 3B Ansichten,
die die innere Struktur eines Drosselmechanismus zeigen; und
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4 Kennlinien,
die die Beziehung zwischen dem Pedalhub und der Pedalniederdrückkraft zeigen.
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Nachfolgend
sind verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.
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1 ist
ein Diagramm, das schematisch eine Bremssteuerungsvorrichtung 20 für
ein Fahrzeug in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung zeigt. Die in 1 gezeigte
Bremssteuerungsvorrichtung 20 umfasst ein elektronisch
gesteuertes Bremssystem (ECB = electronically controlled brake system)
und steuert Bremskräfte, die auf die einzelnen Räder
des Fahrzeugs ausgeübt werden. Die Bremssteuerungsvorrichtung 20 gemäß der
vorliegenden Ausführungsform kann zum Beispiel in einem
Hybridfahrzeug, das einen Elektromotor und einen Verbrennungsmotor als
Leistungsquellen für seinen Antrieb verwendet, eingebaut
sein. In dem Hybridfahrzeug werden sowohl ein regeneratives Bremsen,
bei dem die kinetische Energie des Fahrzeugs in elektrische Energie umgewandelt
wird, als auch ein hydraulisches Bremsen, gesteuert durch die Bremssteuerungsvorrichtung 20,
verwendet, um das Fahrzeug zu bremsen. In dem Fahrzeug gemäß der
vorliegenden Ausführungsform kann das regenerative Bremsen
zusammen mit dem hydraulischen Bremsen eingesetzt werden, um eine
kooperative Bremssteuerung auszuführen und so die gewünschte
Bremskraft zu erzeugen.
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Wie
es in 1 gezeigt ist, umfasst die Bremssteuerungsvorrichtung 20 Scheibenbremseneinheiten 21FR, 21FL, 21RR und 21RL (im
Folgenden zusammenfassend als „Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL"
bezeichnet), eine Hauptzylindereinheit 10, eine Leistungshydraulikdruckquelle 30 und
einen Hydraulikaktuator 40, wobei jede der Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL einem
entsprechenden der Räder zugeordnet ist.
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Die
Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL üben
die Bremskraft auf ein rechtes Vorderrad, ein linkes Vorderrad,
ein rechtes Hinterrad bzw. ein linkes Hinterrad aus. In der vorliegenden
Ausführungsform dient die Hauptzylindereinheit 10 als
eine manuelle Hydraulikdruckquelle, die ein Bremsfluid, das in Übereinstimmung
mit einem Niederdrückbetrag eines Bremspedals 24,
das als ein Bremsbetätigungselement dient, mit Druck beaufschlagt
wird, zu den Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL führt.
Die Leistungshydraulikdruckquelle 30 wird von einer Leistungsversorgung
angetrieben bzw. gespeist und beaufschlagt das Bremsfluid, das als
Betriebsfluid dient, mit Druck. Die Leistungshydraulikdruckquelle 30 liefert
dann das mit Druck beaufschlagte Bremsfluid zu den Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL, und
zwar unabhängig vom Niederdrücken des Bremspedals 24 durch
einen Fahrer. Der Hydraulikaktuator 40 stellt in geeigneter
Weise den Druck des von der Leistungshydraulikdruckquelle 30 oder
der Hauptzylindereinheit 10 gelieferten Bremsfluids ein und
liefert das Bremsfluid an die Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL.
Daher kann die auf jedes einzelne der Räder wirkende Bremskraft
durch das Hydraulikbremssystem eingestellt werden.
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Im
Folgenden sind die Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL,
die Hauptzylindereinheit 10, die Leistungshydraulikdruckquelle 30 und
der Hydraulikaktuator 40 ausführlich beschrieben.
Die Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL umfassen
jeweils eine Bremsscheibe 22 und einen Radzylinder 23FR, 23FL, 23RR bzw. 23RL,
die in jeweilige Bremssättel eingebaut sind. Jeder der
Radzylinder 23FR–23RL ist über
eine separate Fluiddurchführung mit dem Hydraulikaktuator 40 verbunden.
Im Folgenden sind zur Vereinfachung die Radzylinder 23FR–23RL zusammenfassend
als Radzylinder 23 bezeichnet.
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In
den Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL wird,
wenn das Bremsfluid von dem Hydraulikaktuator 40 zu den
Radzylindern 23 geliefert wird, jeweils ein Bremsbelag,
der als ein Reibungselement dient, gegen die entsprechende Bremsscheibe 22 gedrückt,
die sich zusammen mit dem Rad dreht. Dadurch wird auf jedes der
Räder eine Bremskraft ausgeübt. Obwohl in der
vorliegenden Ausführungsform die Scheiben bremseneinheiten 21FR–21RL verwendet
werden, können auch andere Bremskraftausübungsvorrichtungen
verwendet werden, die die Radzylinder 23 enthalten, zum
Beispiel Trommelbremsen.
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Die
in der vorliegenden Ausführungsform verwendete Hauptzylindereinheit 10 umfasst
einen angebrachten Hydraulikbremskraftverstärker 31,
einen Hauptzylinder 32, einen Regulator 33 und
einen Speicher 34. Der Hydraulikbremskraftverstärker 31 ist
mit dem Bremspedal 24 verbunden. Der Hydraulikbremskraftverstärker 31 verstärkt
die auf das Bremspedal 24 ausgeübte Niederdrückkraft
und überträgt sie auf den Hauptzylinder 32.
Das Bremsfluid wird dem Hydraulikbremskraftverstärker 31 von der
Leistungshydraulikdruckquelle 30 über den Regulator 33 zugeführt,
um auf diese Weise die Niederdrückkraft zu verstärken.
Der Hauptzylinder 32 erzeugt einen Hauptzylinderdruck,
der ein vorbestimmtes Verstärkungsverhältnis bezüglich
der Niederdrückkraft besitzt.
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Der
Speicher 34, in dem das Bremsfluid aufgenommen ist, ist
an einem oberen Abschnitt des Hauptzylinders 32 und des
Regulators 33 befestigt. Der Druck in dem Speicher 34 ist
zum Beispiel der Atmosphärendruck. Wenn das Bremspedal 24 gelöst – d.
h. nicht betätigt – ist, ist der Hauptzylinder 32 mit dem
Speicher 34 verbunden. Der Regulator 33 ist mit beiden
Seiten des Speichers 34 und einem Druckspeicher 35 in
der Leistungshydraulikdruckquelle 30 verbunden. Der Speicher 34 wird
als Niedrigdruckquelle verwendet, der Druckspeicher 35 wird
als Hochdruckquelle verwendet, und der Regulator 33 erzeugt
einen Druck, der in etwa gleich dem Hauptzylinderdruck ist.
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Die
Leistungshydraulikdruckquelle 30 umfasst den Druckspeicher 35 und
eine Pumpe 36. Der Druckspeicher 35 wandelt eine
Druckenergie des durch die Pumpe 36 mit Druck beaufschlagten Bremsfluids
in eine Druckenergie eines Gases wie etwa Stickstoff um, zum Beispiel
14 MPa–22 MPa. Der Druckspeicher 35 speichert
die umgewandelte Druckenergie. Ein Motor 36a wird zum Antrieb
der Pumpe 36 verwendet. Der Einlass der Pumpe 36 ist mit
dem Speicher 34 verbunden, und der Auslass der Pumpe 36 ist
mit dem Druckspeicher 35 verbunden. Der Druckspeicher 35 ist
ferner mit einem Entlastungsventil 35a verbunden, das in
der Hauptzylindereinheit 10 angeordnet ist. Wenn der Bremsfluiddruck in
dem Druckspeicher 35 zum Beispiel etwa 25 MPa erreicht, öffnet
das Entlastungsventil 35a, und das unter erhöhtem
Druck stehende Bremsfluid wird in den Speicher 34 zurückgeführt.
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Wie
es oben beschrieben ist, umfasst die Bremssteuerungsvorrichtung 20 den
Hauptzylinder 32, den Regulator 33 und den Druckspeicher 35,
der als eine Bremsfluidversorgungsquelle für die Radzylinder 23 dient.
Eine Hauptleitung 37 ist mit dem Hauptzylinder 32 verbunden,
eine Regulatorleitung 38 ist mit dem Regulator 33 verbunden,
und eine Druckspeicherleitung 39 ist mit dem Druckspeicher 35 verbunden.
Die Hauptleitung 37, die Regulatorleitung 38 und
die Druckspeicherleitung 39 sind jeweils mit dem Hydraulikaktuator 40 verbunden.
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Der
Hydraulikaktuator 40 umfasst einen Aktuatorblock, in dem
mehrere Fluiddurchführungen ausgebildet sind, sowie mehrere
elektromagnetische Steuerventile. Die mehreren Fluiddurchführungen, die
in dem Aktuatorblock ausgebildet sind, umfassen eine Hauptfluiddurchführung 45 und
einzelne Fluiddurchführungen 41, 42, 43 und 44 (im
Folgenden zusammenfassend als „einzelne Fluiddurchführungen 41–44"
bezeichnet). Jede einzelne Fluiddurchführung 41–44 zweigt
von der Hauptfluiddurchführung 45 ab. Die einzelnen
Fluiddurchführungen 41–44 sind
mit den entsprechenden Radzylindern 23 der Scheibenbremseneinheiten 21FR–21RL verbunden. Demzufolge
kann jeder der Radzylinder 23 mit der Hauptfluiddurchführung 45 kommunizieren.
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ABS-Halteventile 51, 52, 53 und 54 (im
Folgenden zusammenfassend als „ABS-Halteventile 51–54"
bezeichnet) sind in den mittleren Abschnitten der entsprechenden
einzelnen Fluiddurchführungen 41–44 angeordnet.
Jedes der ABS-Halteventile 51–54 umfasst
ein Solenoid, das so gesteuert werden kann, dass es entweder offen
oder geschlossen ist, und eine Feder. Jedes der ABS-Halteventile 51–54 ist
ein normalerweise geöffnetes elektromagnetisches Steuerventil.
Jedes der ABS-Halteventile 51–54 erlaubt
im geöffneten Zustand (wenn das entsprechende Solenoid
nicht bestromt wird) ein Durchströmen des Bremsfluids in
beide Richtungen strömen. Das heißt, die ABS-Halteventile
ermöglichen es dem Bremsfluid, von der Hauptdurchführung 45 zu den
Radzylindern 23 oder von den Radzylindern 23 zu
der Hauptluiddurchführung 45 zu strömen.
Wenn eines der Solenoide bestromt wird, so dass das entsprechende
der ABS-Halteventile 51–54 geschlossen
ist, ist das Durchströmen des Bremsfluids durch die entsprechende
der Fluiddurchführungen 41–44 unterbrochen.
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Die
Radzylinder 23 sind über Druckverringerungsdurchführungen 46, 47, 48 und 49,
die mit entsprechenden der einzelnen Fluiddurchführungen 41–44 verbunden
sind, mit einer Speicherfluiddurchführung 55 verbunden.
ABS-Druckverringerungsventile 56, 57, 58 und 59 (im
Folgenden zusammenfassend als „ABS-Druckverringerungsventile 56–59"
bezeichnet) sind in den mittleren Abschnitten der entsprechenden
Druckverringerungsdurchführungen 46–49 angeordnet.
Jedes der ABS-Druckverringerungsventile 56–59 umfasst
ein Solenoid, das so gesteuert werden kann, dass es entweder offen
oder geschlossen ist, und eine Feder. Jedes der ABS-Druckverringerungsventile 56–59 ist
ein normalerweise geschlossenes elektromagnetisches Steuerventil.
Wenn eines der ABS-Druckverringerungsventile 56–59 geschlossen
ist – d. h. nicht bestromt ist – , ist die Strömung
des Bremsfluids durch die entsprechende der Druckverringerungsdurchführungen 46–49 unterbrochen.
Wenn das Solenoid eines ABS-Druckverringerungsventils 56–59 bestromt
und somit geöffnet ist, ist die Strömung des Bremsfluids durch
die entsprechende der Druckverringerungsdurchführungen 46–49 ermöglicht.
In geöffnetem Zustand kann somit das Bremsfluid von dem
entsprechenden der Radzylinder 23 durch die entsprechende
der Druckverringerungsdurchführungen 46–49 und
die Speicherfluiddurchführung 55 zu dem Speicher 34 zurückströmen.
Die Speicherfluiddurchführung 55 ist über
eine Speicherleitung 77 mit dem Speicher 34 der
Hauptzylindereinheit 10 verbunden.
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Ein
Trennventil 60 ist in dem mittleren Abschnitt der Hauptfluiddurchführung 45 angeordnet. Die
Hauptfluiddurchführung 45 ist durch das Trennventil 60 in
eine erste Fluiddurchführung 45a und eine zweite
Fluiddurchführung 45b unterteilt, wobei die erste
Fluiddurchführung 45a mit den einzelnen Fluiddurchführungen 41 und 42 und
die zweite Fluiddurchführung 45b mit den einzelnen
Fluiddurchführungen 43 und 44 verbunden
ist. Die erste Fluiddurchführung 45a ist über
die einzelnen Fluiddurchführungen 41 und 42 mit
den Radzylindern 23FR bzw. 23FL für die
Vorderräder verbunden. Die zweite Fluiddurchführung 45b ist über
die einzelnen Fluiddurchführungen 43 und 44 mit
den Radzylindern 23RR bzw. 23RL verbunden.
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Das
Trennventil 60 umfasst ein Solenoid, das so gesteuert werden
kann, dass es entweder offen oder geschlossen ist, und eine Feder.
Das Trennventil 60 ist ein normalerweise geschlossenes
elektromagnetisches Steuerventil. Wenn das Trennventil 60 geschlossen
ist, ist die Strömung des Bremsfluids durch die Hauptfluiddurchführung 45 unterbrochen. Wenn
das Solenoid bestromt und das Trennventil 60 somit offen
ist, kann das Bremsfluid in beide Richtungen zwischen der ersten
Fluiddurchführung 45a und der zweiten Fluiddurchführung 45b strömen.
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Ferner
sind eine Hauptfluiddurchführung 61 und eine Regulatorfluiddurchführung 62,
die mit der Hauptfluiddurchführung 45 verbunden
sind, in dem Hydraulikaktuator 40 ausgebildet. Genauer
gesagt ist die Hauptfluiddurchführung 61 mit der
ersten Fluiddurchführung 45a der Hauptfluiddurchführung 45 und die
Regulatorfluiddurchführung 62 mit der zweiten Fluiddurchführung 45b der
Hauptfluiddurchführung 45 verbunden.
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Die
Hauptfluiddurchführung 61 ist mit der Hauptleitung 37 verbunden.
Die Regulatorfluiddurchführung 62 ist mit der
Regulatorleitung 38 verbunden.
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Ein
Hauptsperrventil 64 ist in dem mittleren Abschnitt der
Hauptfluiddurchführung 61 angeordnet. Das Hauptsperrventil 64 ist
in einem Bremsfluidversorgungsweg angeordnet, der sich von dem Hauptzylinder 32 zu
den jeweiligen Radzylindern 23 erstreckt. Das Hauptsperrventil 64 umfasst
ein Solenoid, das so gesteuert werden kann, dass es entweder offen
oder geschlossen ist, und eine Feder. Das Hauptsperrventil 64 wird
durch eine elektromagnetische Kraft geschlossen, die durch das Solenoid
erzeugt wird, dem der vorbestimmte Steuerstrom zugeführt
wird. Das Hauptsperrventil 64 ist ein normalerweise geöffnetes
elektromagnetisches Steuerventil. Ein geöffnetes Hauptsperrventil 64 ermöglicht
das Strömen des Bremsfluids in beide Richtungen zwischen
dem Hauptzylinder 32 und der ersten Fluiddurchführung 45a der
Hauptfluiddurchführung 45. Wenn der vorbestimmte
Steuerstrom dem Solenoid zugeführt wird, so dass das Hauptsperrventil 64 geschlossen
ist, ist die Strömung des Bremsfluids in der Hauptfluiddurchführung 61 unterbrochen.
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Ein
Regulatorsperrventil 65 ist in dem mittleren Abschnitt
der Regulatorfluiddurchführung 62 angeordnet.
Das Regulatorsperrventil 65 ist in einem Bremsfluidversorgungsweg
angeordnet, der von dem Regulator 33 zu dem jeweiligen
Radzylinder 23 vorgesehen ist. Das Regulatorsperrventil 65 umfasst
ferner ein Solenoid, das so gesteuert werden kann, dass es entweder
offen oder geschlossen ist, und eine Feder. Das Regulatorsperrventil 65 wird
durch eine elektromagnetische Kraft geschlossen, die von dem Solenoid
erzeugt wird, dem der vorbestimmte Steuerstrom zugeführt
wird. Das Regulatorsperrventil 65 ist ein normalerweise
offenes elektromagnetisches Steuerventil, das offen ist, wenn das
Solenoid nicht bestromt bzw. erregt ist. Wenn das Regulatorsperrventil 65 offen
ist, kann das Bremsfluid in beide Richtungen zwischen dem Regulator 33 und
der zweiten Fluiddurchführung 45b der Hauptfluiddurchführung 45 strömen.
Wenn das Solenoid bestromt ist und somit das Regulatorsperrventil 65 geschlossen ist,
ist die Strömung des Bremsfluids in der Regulatorfluiddurchführung 62 unterbrochen.
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Ferner
ist zusätzlich zu der Hauptfluiddurchführung 61 und
der Regulatorfluiddurchführung 62 eine Druckspeicherfluiddurchführung 63 in
dem Hydraulikaktuator 40 ausgebildet. Ein Ende der Druckspeicherfluiddurchführung 63 ist
mit der zweiten Fluiddurchführung 45b der Hauptfluiddurchführung 45 verbunden,
und das weitere Ende der Druckspeicherfluiddurchführung 63 ist
mit der Druckspeicherleitung 39 verbunden.
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Ein
Druckerhöhungslinearsteuerventil 66 ist in dem
mittleren Abschnitt der Druckspeicherfluiddurchführung 63 angeordnet.
Die Druckspeicherfluiddurchführung 63 und die
zweite Fluiddurchführung 45b der Hauptfluiddurchführung 45 sind über
ein Druckverringerungslinearsteuerventil 67 mit der Speicherfluiddurchführung 55 verbunden.
Das Druckerhöhungslinearsteuerventil 66 und das
Druckverringerungslinearsteuerventil 67 umfassen jeweils
ein Linearsolenoid und eine Feder. Das Druckerhöhungslinearsteuerventil 66 und
das Druckverringerungslinearsteuerventil 67 sind beides
normalerweise geschlossene elektromagnetische Steuerventile. Die Öffnungsgrade
des Druckerhöhungslinearsteuerventils 66 und des
Druckverringerungslinearsteuerventils 67 werden proportional
zu den den jeweiligen Solenoiden zugeführten Strömen
eingestellt.
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Das
Druckerhöhungslinearsteuerventil 66 ist als ein
gemeinsames Steuerventil zur Druckerhöhung jedes der Radzylinder 23,
der dem jeweiligen Rad entspricht, vorgesehen. Das Druckverringerungslinearsteuerventil 67 ist
in entsprechender Weise als ein gemeinsames Steuerventil zur Verringerung
des Drucks jedes der Radzylinder 23 vorgesehen. Das heißt,
in der vorliegenden Ausführungsform sind das Druckerhöhungslinearsteuerventil 66 und das
Druckverringerungslinearsteuerventil 67 als ein Paar von
gemeinsamen Steuerventilen zum Steuern der Zulieferung von Betriebsfluid
von der Leistungshydraulikdruckquelle 30 zu den jeweiligen
Radzylindern 23 vorgesehen. Wenn das Druckerhöhungslinearsteuerventil 66,
etc. so vorgesehen sind, dass sie allen Radzylindern 23 zugeordnet
sind, können im Vergleich zu einem Fall, in dem ein Linearsteuerventil für
jeden Radzylinder 23 vorgesehen ist, Kosten eingespart
werden.
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In
der Bremssteuerungsvorrichtung 20 werden die Leistungshydraulikdruckquelle 30 und
der Hydraulikaktuator 40 durch eine Brems-ECU 70 gesteuert.
Die Brems-ECU 70 besteht aus einem Mikroprozessor mit einer
CPU. Die Brems-ECU 70 umfasst zusätzlich zu der
CPU einen ROM, der verschiedene Programme speichert, einen RAM,
der vorübergehend Daten speichert, Eingabe- und Ausgabeanschlüsse,
einen Kommunikationsanschluss, etc. Die Brems-ECU 70 kommuniziert
mit einer High-Level-Hybrid-ECU (nicht gezeigt), etc. Die Brems-Ecu 70 steuert
die Pumpe 36 der Leistungshydraulikdruckquelle 30 und
die elektromagnetischen Steuerventile 51–54, 56–59, 60 und 64–67,
aus denen der Hydraulikaktuator 40 gebildet bzw. aufgebaut
ist, auf der Grundlage von Steuersignalen von der Hybrid-ECU oder
Signalen von verschiedenen Sensoren.
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Ein
Regulatordrucksensor 71, ein Druckspeicherdrucksensor 72 und
ein Steuerdruckdrucksensor 73 sind mit der Brems-ECU 70 verbunden.
Der Regulatordrucksensor 71 erfasst den Bremsfluiddruck
in der Regulatorfluiddurchführung 62 strömungsaufwärts
des Regulatorsperrventils 65, d. h. einen Regulatordruck.
Der Regulatordrucksensor 71 gibt ein Signal, das ein Maß für
den erfassten Druck ist, an die Brems-ECU 70 aus. Der Druckspeicherdrucksensor 72 erfasst
einen Bremsfluiddruck in der Druckspeicherfluiddurchführung 63 strömungsaufwärts
des Druckerhöhungslinearsteuerventils 66, d. h.
einen Druckspeicherdruck. Der Druckspeicherdrucksensor 72 gibt
ein Signal, das ein Maß für den erfassten Druck
ist, an die Brems-ECU 70. Der Steuerdrucksensor 73 erfasst
einen Bremsfluiddruck in der ersten Fluiddurchführung 45a der
Hauptfluiddurchführung 45 und gibt ein Signal,
das ein Maß für den erfassten Druck ist, an die
Brems-ECU 70. Die erfassten Drücke von jedem der
Drucksensoren 71–73 werden aufeinanderfolgend,
in vorbestimmten Intervallen an die Brems-ECU 70 weitergegeben.
Der erfasste Druck von jedem der Drucksensoren 71–73 wird
in einem bestimmten Speicherbereich der Brems-ECU 70 gespeichert
und bewahrt.
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Wenn
die erste Fluiddurchführung 45a und die zweite
Fluiddurchführung 45b der Hauptfluiddurchführung 45 bei
geöffnetem Trennventil 60 miteinander verbunden
sind, zeigt ein Ausgangswert von dem Steuerdrucksensor 73 den
Hydraulikdruck auf einer Niedrigdruckseite des Druckerhöhungslinearsteuerventils 66 sowie
den Hydraulikdruck auf einer Hochdruckseite des Druckverringerungslinearsteuerventils 67 an.
Daher kann der Ausgangswert von dem Steuerdrucksensor 73 dazu
verwendet werden, das Druckerhöhungslinearsteuerventil 66 und das
Druckverringerungslinearsteuerventil 67 zu steuern. Wenn
das Druckerhöhungslinearsteuerventils 66 und das
Druckverringerungslinearsteuerventils 67 geschlossen sind
und das Hauptsperrventil 64 offen ist, zeigt ein Ausgangswert
von dem Steuerdrucksensor 73 den Hauptzylinderdruck an.
Ferner, wenn jedes der ABS-Druckverringerungsventile 56–59 geschlossen
ist, während jedes der ABS-Halteventile 51–54 offen
ist, und ferner die erste Fluiddurchführung 45a der
Hauptfluiddurchführung 45 mit der zweiten Fluiddurchführung 45b der
Hauptfluiddurchführung 45 verbunden ist, indem
das Trennventil 60 geöffnet ist, zeigt ein Ausgangswert
von dem Steuerdrucksensor 73 einen Hydraulikdruck an, der
auf jeden der Radzylinder 23 wirkt, d. h. einen Radzylinderdruck.
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Ferner
ist ein Hubsensor 25, der an dem Bremspedal 24 angeordnet
ist, mit der Brems-ECU 70 verbunden. Der Hubsensor 25 erfasst
den Betrag, um den das Bremspedal 24 niedergedrückt
wird, und gibt ein Signal, das ein Maß für den
erfassten Betrag ist, an die Brems-ECU 70. Ein Ausgangswert
von dem Hubsensor 25 wird ferner aufeinanderfolgend, in vorbestimmten
Intervallen an die Brems-ECU 70 gegeben. Der Ausgangswert
von dem Hubsensor 25 wird in einem vorbestimmten Speicherbereich
gespeichert. Eine Erfassungseinheit zur Erfassung des Niederdrückens
des Bremspedals 24 wird auf den Hubsensor 25 angewendet,
oder ist statt des Hubsensors 25 vorgesehen, so dass die
Erfassungseinheit mit der Brems-ECU 70 verbunden werden
kann. Die Erfassungseinheit zur Erfassung des Bremsbetätigungszustandes
umfasst zum Beispiel einen Pedalkraftsensor zur Erfassung der Niederdrückkraft
des Bremspedals 24, einen Bremsschalter zur Erfassung,
ob das Bremspedal 24 niedergedrückt wird, etc.
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Die
wie oben beschrieben gebildete Bremssteuerungsvorrichtung 20 führt
die kooperative Bremssteuerung aus. Die Bremssteuerungsvorrichtung 20 empfängt
ein Bremssignal und beginnt den Bremsvorgang. Das Bremssignal erfolgt,
wenn es erforderlich ist, dass eine Bremskraft auf das Fahrzeug ausgeübt
wird, zum Beispiel dann, wenn ein Fahrer das Bremspedal 24 niederdrückt,
etc. Die Brems-ECU 70 empfängt ein Bremssignal
und berechnet eine Soll-Bremskraft. Anschließend berechnet
die Brems-ECU 70 eine gewünschte Hydraulikbremskraft
oder eine gewünschte kooperative Bremskraft, die von der
Bremssteuerungsvorrichtung 20 erzeugt wird, durch Subtraktion
der regenerativen Bremskraft von der Soll-Bremskraft. Die regenerative Bremskraft
wird der Bremssteuerungsvorrichtung 20 von der Hybrid-ECU
geliefert. Die Bremskraft-ECU 70 berechnet einen Soll-Hydraulikdruck
jedes der Radzylinder 23 auf der Grundlage der berechneten Soll-Hydraulikbremskraft.
Die Brems-ECU 70 bestimmt den Wert des zu dem Druckerhöhungslinearsteuerventil 66 oder
dem Druckverringerungslinearsteuerventil 67 gelieferten
Steuerstroms durch eine Regelung derart, dass der Radzylinderdruck
der Soll-Hydraulikdruck ist.
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Dadurch
wird in der Bremssteuerungsvorrichtung 20 das Bremsfluid
von der Leistungshydraulikdruckquelle 30 durch das Druckerhöhungslinearsteuerventil 66 zu
dem jeweiligen der Radzylinder 23 geliefert, so dass die
Bremskraft auf das Rad ausgeübt wird. Das Bremsfluid kann
gegebenenfalls über das Druckverringerungslinearsteuerventil 67 von dem
jeweiligen der Radzylinder 23 abgeführt werden, um
so die auf das Rad ausgeübte Bremskraft einzustellen. In
der vorliegenden Ausführungsform umfasst ein Radzylinderdrucksteuerungssystem
die Leistungshydraulikdruckquelle 30, das Druckerhöhungslinearsteuerventil 66,
das Druckverringerungslinearsteuerventil 67, etc. Das Radzylinderdrucksteuerungssystem
ist parallel in einem Bremsfluidversorgungsweg angeordnet, der von
der Hauptzylindereinheit 10 zu den Radzylindern 23 vorgesehen
ist.
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Ferner
schließt die Brems-ECU 70 das Regulatorsperrventil 65,
so dass Bremsfluid von dem Regulator 33 zu dem Radzylinder 23 geliefert
wird. Wenn das Bremspedal 24 niedergedrückt wird, schließt
die Brems-ECU 70 das Hauptsperrventil 64, so dass
Bremsfluid von dem Hauptzylinder 32 statt zu den Hauptzylindern 23 zu
einer Bremspedalwiderstand-Erzeugungsvorrichtung 80 geleitet
wird. Ein Differenzdruck, der dem Betrag der regenerativen Bremskraft
entspricht, wirkt zwischen der strömungsaufwärts
gelegenen und der strömungsabwärts gelegenen Seite
des Regulatorsperrventils 65 und dem Hauptsperrventil 64 während
der kooperativen Bremssteuerung.
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In
der Bremssteuerungsvorrichtung 20 der vorliegenden Ausführungsform
ist die Bremspedalwiderstand-Erzeugungsvorrichtung 80 über
eine Simulatorfluiddurchführung 78 mit der Hauptleitung 37 verbunden.
Die Bremspedalwiderstand-Erzeugungsvorrichtung 80 erzeugt
einen Widerstand in Antwort auf das Niederdrücken des Bremspedals.
Die Bremspedalwiderstand-Erzeugungsvorrichtung 80 umfasst
einen veränderlichen Drosselmechanismus 100 und
einen Hubsimulator 69, wobei der veränderliche Drosselmechanismus 100 mit
der Hauptfluiddurchführung 78 bzw. einer Betriebsfluidversorgungsdurchführung
von dem Hauptzylinder 32 und über eine Kommunikationsdurchführung 114 mit
dem Hubsimulator 69 verbunden ist. Der veränderliche Drosselmechanismus 100 ist
ein auf die Strömungsrate ansprechender Drosselmechanismus,
der die Fluiddurchtrittsfläche in Antwort auf die Strömungsrate
des Bremsfluids einstellt. Der Hubsimulator 69 empfängt
das von dem veränderlichen Drosselmechanismus 100 gelieferte
Bremsfluid und erzeugt einen Widerstand in Antwort auf das Niederdrücken des
Bremspedals.
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2 stellt
eine Beziehung zwischen dem Erhöhungsbetrag des Bremspedalwiderstandes
(ΔF) und der Geschwindigkeit, mit der das Bremspedal betätigt
wird, dar. Eine Niederdrückkraft, mit der der Fahrer das
Pedal niederdrücken muss, nimmt mit zunehmendem Bremspedalwiderstand
zu. Eine charakteristische Kurve A repräsentiert die von
dem Fall abgeleitete Beziehung, in dem eine herkömmliche Öffnung
verwendet wird. Die charakteristische Kurve A stimmt mit einer Strömungsratenformel
der Öffnung überein, so dass ΔF proportional
zu V2 ist. Eine charakteristische Kurve
B repräsentiert eine ideale Beziehung zwischen ΔF
und V, die empirisch auf der Grundlage der Wahrnehmung des Bremsgefühls durch
den Fahrer bestimmt wird.
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Vergleicht
man die charakteristische Kurve A mit den charakteristische Kurve
B, wenn die Bremspedalniederdrückgeschwindigkeit niedrig
ist (V < V0), so ist der von der Öffnung entsprechend
der Bremspedalniederdrückgeschwindigkeit stammende Bremspedalwiderstand
größer als ein Soll-Widerstand. Ferner ist, wenn
die Bremspedalniederdrückgeschwindigkeit groß ist
(V > V0),
der Bremspedalwiderstand kleiner als der Soll-Pedalwiderstand. Ein Fahrer,
der das Bremspedal 24 schnell niederdrückt, spürt,
dass das Bremspedal schwergängig ist und einer Bewegung
einen großen Widerstand entgegensetzt, wenn die Niederdrückgeschwindigkeit
des Bremspedals niedrig ist, das heißt zu Beginn des Niederdrückvorgangs
des Pedals. Hingegen spürt der Fahrer, dass das Bremspedal
leichtgängig ist, wenn die Niederdrückgeschwindigkeit
des Bremspedals hoch ist.
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Daher
ist eine Charakteristik der Pedalwiderstand-Erzeugungsvorrichtung 80 zur
Gewinnung eines angenehmen Bremsgefühls erforderlich. Demzufolge
ist es vorteilhaft, den Bremspedalwiderstand zu Beginn des Niederdrückvorgangs
des Bremspedals gegenüber dem Fall, in dem die Öffnung
verwendet wird, zu verringern. Es ist auch vorteilhaft, das Gefühl zu
vermeiden, dass das Bremspedal 24 zurückgezogen
wird. Es ist weiterhin vorteilhaft, dem Fahrer das Gefühl
zu vermitteln, dass das Bremspedal mit einer geeigneten Stärke
betätigt wird, wenn die Bremspedalniederdrückgeschwindigkeit
erhöht ist, während der Fahrer das Bremspedal 24 weiter
niederdrückt. In der Bremssteuerungsvorrichtung 20 der
vorliegenden Ausführungsform verringert die Pedalwiderstand-Erzeugungsvorrichtung 80 den
Bremspedalwiderstand zu Beginn des Niederdrückvorgangs
des Pedals und erhöht den Bremspedalwiderstand, wenn die
Pedalniederdrückgeschwindigkeit hoch ist. Die Pedalwiderstand-Erzeugungsvorrichtung 80 kann
je nach Erfordernis jede der Operationen ausführen.
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3A und 3B zeigen
jeweils die innere Struktur des veränderlichen Drosselmechanismus 100.
Der veränderliche Drosselmechanismus 100 umfasst
ein bewegliches Element 104 und eine Feder oder mehrere
Federn 110, die in einem Gehäusekörper 102 eingebaut
sind. Das Innere des Gehäusekörpers 102 ist
zylindrisch ausgebildet, und das bewegliche Element 104 kann
im Inneren des Gehäusekörpers 102 gleiten.
Der Gehäusekörper 102 ist über
einen Kommunikationsanschluss 103 in einer Endoberfläche
des Gehäusekörpers 102 mit der Simulatorfluiddurchführung 78 verbunden.
Der Gehäusekörper 102 ist ferner über
einen Kommunikationsanschluss 102 in der Seitenoberfläche
des Gehäusekörpers 102 mit der Kommunikationsdurchführung 114 verbunden.
Der Hubsimulator 69 zur Erzeugung des Pedalwiderstandes
ist mit der Kommunikationsdurchführung 114 verbunden.
Die Feder 110 ist im Inneren des Gehäusekörpers 102 angeordnet,
wobei ein Ende der Feder 110 die Endoberfläche
des Gehäusekörpers 102 auf der Seite,
auf der der Kommunikationsanschluss 103 nicht ausgebildet
ist, berührt und das weitere Ende der Feder 110 die
Grundfläche des beweglichen Elements 104 berührt.
Die Feder 110 drückt das be wegliche Element 104 in
die Richtung, die zu der Endoberfläche des Gehäusekörpers 102 weist,
bei der der Kommunikationsanschluss 103 ausgebildet ist.
Somit kann ein Zustand, in dem das bewegliche Element 104 durch
die Feder 110 in die Endoberfläche des Gehäusekörpers 102 gedrückt wird,
aufrecht erhalten werden, wenn das Bremspedal 24 nicht
niedergedrückt wird.
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3A zeigt
einen Zustand, in dem das bewegliche Element 104 durch
die Feder 110 gegen die Endoberfläche des Gehäusekörpers 102 gedrückt wird.
Die Feder 110 fungiert als Drückeinheit, um das bewegliche
Element 104 an eine vorbestimmte Position zu platzieren.
Ein Durchgang 106 ist in dem beweglichen Element 104 ausgebildet,
wobei der Durchgang 106 das Bremsfluid von der Simulatorfluiddurchführung 78 ins
Innere des Gehäusekörpers 102 leitet
und ferner das Bremsfluid von dem Kommunikationsanschluss 112 durch
die Kommunikationsdurchführung 114 zu dem Hubsimulator 69 liefert. Eine
Drossel 108 ist in dem Durchgang 106 ausgebildet.
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In
der vorliegenden Ausführungsform wirkt, wenn das Bremspedal 24 niedergedrückt
wird, die Erhöhung des Hauptzylinderdrucks durch das Niederdrücken
des Bremspedals 24 über den Kommunikationsanschluss 103 auf
das bewegliche Element 104. Das Bremsfluid strömt
durch den Durchgang 106 ins Innere des Gehäusekörpers 102.
Dabei erzeugt die Drossel 108 oder ein Drosselungsabschnitt,
die bzw. der in der Mitte des Durchgangs 106 ausgebildet
ist, einen Differenzdruck zwischen der Vorder- und der Rückseite
des beweglichen Elements 104. Wenn der Differenzdruck einen
vorbestimmten Wert überschreitet, gleitet das bewegliche Element 104 entgegen
einer Druckkraft der Feder 110 in die Richtung des Kommunikationsanschlusses 112.
Der Abstand von der Position, in der das bewegliche Element 104 gegen
die Endoberfläche des Gehäusekörpers 102 gedrückt
wird, zu einer Position, in der das bewegliche Element 104 den
Rand des Kommunikationsanschlusses 112 erreicht, ist auf
einen vorbestimmten Abstand eingestellt. Der Abstand entspricht
einem nicht erlaubten Hub ST. Der nicht erlaubte Hub ST ist der
Abstand von der Position der Bodenoberfläche des beweglichen
Elements 104 in dem Zustand, in dem das bewegliche Element 104 gegen
die Endoberfläche des Gehäusekörpers 102 gedrückt
wird, zu der Randposition des Kommunikationsanschlusses 112.
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3B zeigt
einen Zustand, in dem das bewegliche Element 104 einen
Teil des Kommunikationsanschlusses 112 verschließt.
Zu diesem Zeitpunkt hat sich das bewegliche Element 104 von
einer Endoberflächenberührungsposition über
den unerlaubten Hub ST hinaus bewegt. Wie es oben beschrieben ist,
wird, wenn sich das bewegliche Element 104 über
den unerlaubten Hub ST hinaus bewegt, ein Teil des Kommunikationsanschlusses 112 verschlossen,
und die Fluiddurchtrittsfläche wird verändert.
Das heißt, die Fluiddurchtrittsfläche bedeutet eine
Querschnittsfläche in der Fluiddurchführung. Insbesondere
wird eine Öffnungsfläche des Kommunikationsanschlusses 112 eingeengt,
um dadurch die Kommunikationsdurchführung 114 zu
drosseln. Die Feder und der zwischen der Vorder- und der Rückseite
des beweglichen Elements 104 erzeugte Differenzdruck bestimmen
den Abstand, um den sich das bewegliche Element 104 bewegt.
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Wie
es oben beschrieben ist, wird der Abstand, um den sich das bewegliche
Element 104 bewegt, in Antwort auf die Strömungsrate
des Bremsfluids bestimmt und überschreitet den unerlaubten
Hub ST, wenn die Versorgungsströmungsrate des Bremsfluids
eine vorbestimmte Strömungsrate überschreitet.
Da ein Teil des Kommunikationsanschlusses 112 zu diesem
Zeitpunkt verschlossen wird, wird die Fluiddurchtrittsfläche
der Kommunikationsdurchführung 114 verändert,
und ein Einströmwiderstand des Bremsfluids wird größer.
In dem veränderlichen Drosselmechanismus 100 kann
der auf die Strömungsrate ansprechende Drosselmechanismus
des Bremsfluids durch die relativ einfache Struktur implementiert
sein, die aus dem beweglichen Element 104 und der Feder 10 besteht.
Da der veränderliche Drosselmechanismus 100 direkt
die Drosselung variiert, indem er das bewegliche Element 104 direkt
bewegt, anders als die Regelung, die ein elektromagnetisches Ventil
verwendet, spricht der veränderliche Drosselmechanismus 100 schneller
auf Veränderungen der Niederdrückgeschwindigkeit
des Bremspedals an.
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Der
unerlaubte Hub ST ist in Übereinstimmung mit der Federkonstanten
k der Feder 110 eingestellt. Der zwischen der Vorder- und
der Rückseite des beweglichen Elements 104 erzeugte
Differenzdruck entspricht der Versorgungsströmungsrate
des Bremsfluids. Es ist jedoch erforderlich, dass ein Fahrer spürt,
dass das Pedal einer Bewegung einen hohen Widerstand entgegenstellt,
bis der Differenzdruck zwischen der Vorder- und der Rückseite
des beweglichen Elements 104 in der Anfangsphase einen
Soll-Differenzdruck P erreicht, wenn das Bremspedal schnell niedergedrückt
wird. Somit ist es vorteilhaft, dass der unerlaubte Hub auf ST ≥ (P·A – L)/k eingestellt
ist, wobei L eine Anfangslast durch die Feder 110 in der
Endoberflächenberührungsposition des beweglichen
Elements 104 repräsentiert, A die Fluiddurchtrittsfläche
repräsentiert, P den gewünschten Differenzdruck
zwischen der Vorder- und der Rückseite des beweglichen
Elements 104 repräsentiert, und k die Federkonstante
k der Feder 110 repräsentiert.
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4 zeigt
eine Beziehung zwischen dem Pedalhub und der Niederdrückkraft,
die von einem Fahrer aufgebracht werden muss, wenn der Fahrer das
Bremspedal niederdrückt. Eine charakteristische Kurve C
repräsentiert einen statischen Charakter in der Beziehung
zwischen dem Pedalhub und der Niederdrückkraft.
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Eine
charakteristische Kurve D ist eine charakteristische Kurve, wenn
ein Fahrer plötzlich das Pedal niederdrückt. Zum
Beispiel wird ein niedriger Bremspedalwiderstand aufrecht erhalten,
bis der Pedalhub S0 überschreitet,
da sich das bewegliche Element 104 in die Richtung des
Kommunikationsanschlusses 104 bewegt, und zwar auf der
Grundlage des Differenzdrucks zwischen der Vorder- und der Rückseite
des beweglichen Elements 104, während das bewegliche
Element 104 immer noch in dem Bereich des unerlaubten Hubs
ST bleibt, bevor es den Kommunikationsanschluss 112 erreicht.
Wenn der Pedalhub So überschreitet, erreicht das bewegliche Element 104 den
Kommunikationsanschluss 112 und drosselt bzw. verschließt
allmählich die Kommunikationsdurchführung 114.
Dies erlaubt eine Erhöhung des Einströmwiderstandes,
so dass sich der Bremspedalwiderstand erhöht.
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Auf
diese Weise können die Erhöhungen des Bremspedalwiderstandes
begrenzt werden, bis das bewegliche Element 104 den Kommunikationsanschluss 112 erreicht.
Daher ist es möglich, den Bremsniederdrückvorgang
zu implementieren, der einem Fahrer zu Beginn, wenn der Fahrer das
Pedal schnell niederdrückt, kein unangenehmes Gefühl vermittelt.
Wenn das bewegliche Element 104 den Kommunikationsanschluss 112 erreicht,
kann der Bremspedalwiderstand erhöht sein. Somit kann einem
Fahrer ein geeignetes Bremsgefühl vermittelt werden.
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Wenn
der Differenzdruck zwischen der Vorder- und der Rückseite
des beweglichen Elements 104 den gewünschten Differenzdruck
P nicht erreicht und das bewegliche Element 104 den Kommunikationsanschluss 12 nicht
erreicht, während das Bremspedal 24 relativ sanft
niedergedrückt wird, ist eine Beziehung zwischen dem Pedalhub
und der Pedalkraft, wie sie in einer charakteristischen Kurve E
gezeigt ist, realisiert. Wenn das Bremspedal 24 sanft niedergedrückt
wird, besteht keine Notwendigkeit, den Bremspedalwiderstand durch
Drosselung des Kommunikationsanschlusses 112 zu erhöhen.
Somit ist es möglich, ein geeignetes Bremsgefühl
in Antwort auf die Geschwindigkeit zu erhalten, bei dem das Bremspedal
niedergedrückt wird.
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Obgleich
die vorliegende Erfindung bezüglich der bevorzugten Ausführungsformen
offenbart worden ist, um ein besseres Verständnis von diesen zu
ermöglichen, sollte wahrgenommen werden, dass die Erfindung
auf verschiedene Weisen verwirklicht werden kann, ohne den Umfang
der Erfindung zu verlassen. Deshalb sollte die Erfindung derart
verstanden werden, dass sie alle möglichen Ausführungsformen
und Ausgestaltungen zu den gezeigten Ausführungsformen
beinhaltet, die realisiert werden können, ohne den Umfang
der Erfindung zu verlassen, wie er in den beigefügten Ansprüchen
dargelegt ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 2003-112617 [0002]
- - JP 2003-112617- A [0002, 0004, 0004]