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Die
Erfindung richtet sich auf eine Schließhilfe der im Oberbegriff
des Anspruches 1 angegebenen Art. Diese Schließhilfe setzt
voraus, dass an dem einen Fahrzeugteil, z. B. der Fahrzeugkarosserie
ein bolzen- oder biegeförmiges Schließelement
sitzt, während im anderen Fahrzeugteil, nämlich
der Klappe oder der Tür, ein Schloss angeordnet ist. Das Schloss
hat ein Schlossglied, welches das Schließelement erfasst,
wenn – beim Zumachen der Klappe oder Tür – das
Schloss in eine bestimmte Ausgangsstellung zum Schließelement
gelangt. Dann schaltet sich ein Motor ein, der über ein
Getriebe das Schließelement aus einer Ausgangslage in eine
Endlage bewegt. Bei dieser Bewegung wird über das erfasste Schließelement
auch die Klappe oder Tür mitgenommen und in eine Endstellung
gebracht. Das motorisch betriebene Schließelement ist also
ein Antriebsmittel um die Klappe oder Tür zu schließen.
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Eine
derartige Schließhilfe ist aus der
DE 101 28 608 A1 oder aus
der
EP 1 267 023 B1 bekannt.
Die Zuziehbewegung des Schließelements erfolgt hier durch
ein gelenkig verbundenes Hebelpaar, an dessen einem Hebel das Schließelement
sitzt, während am Ende des anderen Hebels ein motorisch angetriebener
Exzenter angreift. Im Gelenkbereich des Hebelpaares befindet sich
an dem einen Hebel ein Mitnehmer und ein Anschlag an dem anderen
Hebel. Die beiden Hebel stehen unter einer Federbelastung, die bestrebt
ist, den Mitnehmer an den Anschlag zu drücken. Durch diese
Ausbildung sollen beim Zuschlagen der Klappe oder Tür auftretenden Kräfte
nicht negativ auf die Hebelanordnung wirken. Bei der bekannten Schließhilfe
wird dafür das Hebelpaar im Gelenkbereich gegen die wirkende
Federbelastung bewegt. Die zu Beginn der Zuschlagbewegung vorliegende
Ausgangslage des Schließelements ist nicht fixiert.
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Durch
die Federung im Gelenkbereich des Hebelpaares weicht bei der bekannten
Schließhilfe das Schließelement beim Zuschlagen
der Tür aus seiner Ausgangslage aus, wobei nicht sicher
ist, ob das Schlossglied das Schließelement wirklich ordnungsgemäß erfasst
hat. Ist dies nicht geschehen, so kann der Zuziehvorgang nicht gestartet
werden. Trotz der Nachgiebigkeit der Hebelanordnung gelangt wenigstens
eine Komponente der beim Zuschlagen der Fahrzeugtür auftretenden
Kräfte auch auf den Antrieb, der dadurch beschädigt
werden kann. Schließlich kann beim Zuschlagen der Tür
oder Klappe das Schließelement vom Schlossglied bis in eine
verrastete Endlage bewegt werden, ohne dass das Schlossglied durch
eine Klinke im Schloss in einer Sperrlage fixiert worden ist; das
Schlossglied ist noch frei. Das Schlossglied muss bei einem erneuten Schließversuch
manuell in der Endlage des Schließelements verrastet werden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zuverlässige
Schließhilfe der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten
Art zu entwickeln, welche die vorgenannten Nachteile vermeidet.
Dies wird durch die im Anspruch angeführten Maßnahmen
erreicht, denen folgende Bedeutung zukommt.
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Bereits
in Offenstellung der Klappe/Tür, wo noch die Ausgangslage
des Sicherungsmittels vorliegt, wird bei der Erfindung das Schließelement durch
ein Sicherungsmittel fixiert. Dann befindet sich das Schließelement
in einer „Vorrast". Alle beim Zuschlagen der Klappe/Tür
auftretenden Kräfte werden von der Vorrast aufgenommen,
weshalb der Antrieb immer von Kräften frei gehalten wird.
Weil durch die Vorrast die Ausgangslage des Schließelements
fixiert ist, wird ein unerwünschtes Ausweichen des Schließelements
beim Zuschlagen der Klappe/Tür verhindert. Der Türgegendruck
bleibt konstant. Das Schließelement wird somit ordnungsgemäß erfasst, so
dass der Antrieb zur Betätigung des Schließelements
sofort in Bewegung gesetzt wird.
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Der
Antrieb, welcher das Schließelement aus der Ausgangslage
in die Endlage bewegt, dient zugleich dazu, das Sicherungsmittel
unwirksam und/oder wirksam zu setzen. Das Getriebe des gleichen
Antriebs kann nach dem Öffnen der geschlossenen Klappe/Tür
dazu benutzt werden, um das Sicherungsmittel wieder in seine wirksame
Stellung am Schließelement zu bringen und dadurch dessen
Vorrastlage zu fixieren. Schließlich kann der gleiche Antrieb
auch dazu benutzt werden, um ein Verriegelungsmittel wirksam zu
setzen, welches die Endlage des Schließelements fixiert.
In der Endlage liegt dann eine Hauptrast des Schließelements
vor. Mit einer solchen Hauptrast ist es möglich, auch bei
Defekt des Antriebs durch manuellen Andruck an der Klappe/Tür das
Schließelement aus der verrasteten Eingangslage in die
fixierte Ausgangslage zu überführen, sofern vorausgehend
ein manuelles Entriegeln erfolgt. Wegen der Hauptrast des Schließelements
in der Endlage kann eine unbefugte Person die Heckklappe durch manuellen
Zug nicht öffnen.
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Weitere
Maßnahmen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den
Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen
Schließhilfe, die teilweise von einer Lagerplatte überdeckt
und an der Karosserie befestigt ist, und eine Ansicht eines Schlossgehäuses,
das an einer nicht näher dargestellten Heckklappe eines Fahrzeugs
befestigt ist, wobei die Heckklappe auf ihrem Weg aus einer Offenstellung
in eine verrastete Schließstellung ist,
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2 in
einer rückseitigen Blickrichtung im Sinne des dortigen
Pfeils II von 1 eine perspektivische Darstellung
der Bauteile,
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3 eine
Draufsicht in Blickrichtung des Pfeils III von 1 auf
die in 1 und 2 gezeigte Schließhilfe,
und zwar unter Weglassung der Lagerplatte und eines Motors, wenn
sich ein bügelförmiges Schließelement
in seiner Ausgangslage bei noch offener Heckklappe befindet, wobei – was
nicht näher dargestellt ist – eine Drehfalle vom
Schloss gerade den vorderen Bügelschenkel des Schließelements
erfasst hat,
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4 eine
analoge Rückansicht der in 3 gezeigten
Bauelemente der Schließhilfe in Blickrichtung des Pfeils
IV von 2,
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5 bis 8 in
einer der 3 entsprechenden Darstellung,
vier verschiedene Arbeitspositionen der Bauteile, wenn die Schließhilfe
dabei ist, das am Schließelement angreifende Schloss und
damit die Heckklappe schrittweise in die Schließstellung
zu überführen,
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9 in
einer der 3 entsprechenden Darstellung
die gleichen Bauteile der Schließhilfe, wenn das bügelförmige
Schließelement seine Endlage erreicht hat, wo die nicht
näher gezeigte Heckklappe ihre endgültige Schließstellung
erreicht hat und der Motor abgeschaltet ist,
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10 eine
weitere Zwischenposition der in 3 gezeigten
Bauteile, wo die Schließhilfe im Sinne einer „Öffnungshilfe"
wirksam ist und die Heckklappe dabei ist, um aus ihrer Schließstellung
von 9 sich in Richtung ihrer Offenstellung zu bewegen,
und
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11 eine
letzte Zwischenstellung der Bauteile auf ihrem Wege zurück
in die aus 3 ersichtliche Ausgangslage.
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Ein
Schloss 10, von dem in 1 und 2 im
Wesentlichen nur das äußere Schlossgehäuse 12 zu
sehen ist, wird mittels Gehäuseflanschen 13 an
einer nicht näher gezeigten Heckklappe eines Fahrzeugs
montiert. Ein wesentlicher Bestandteil des Schlosses 10 ist
ein hier als Drehfalle ausgebildetes Schlossglied 11, das
eine gabelförmige Ausnehmung besitzt und lediglich in 1 in
einem Spalt des Schlossgehäuses 12 sichtbar ist.
Die Drehfalle 11 besitzt eine gabelförmige Öffnung,
die beim Zuklappen der Heckklappe in Richtung des in 1 und 2 eingezeichneten
Bewegungspfeils 17 mit einem bügelförmigen
Schließelement 15 zusammenwirkt, das Bestandteil
einer erfindungsgemäßen Schließhilfe 20 ist.
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Die
Schließhilfe 20 ist an einer vor allem aus 1 und 2 ersichtlichen
Lagerplatte 22 montiert, die zur Befestigung der Schließhilfe 20 im
Bodenbereich des Heckraums der Fahrzeugkarosserie sitzt. Die Lagerplatte 22 deckt
maßgebliche Bestandteile der Schließhilfe 20 zum
Heckraum ab und besitzt einen aus 1 erkennbaren
Schlitz 21, aus welchem das vorgenannte Schließelement 15 mit seinen
beiden Bügelschenkeln herausragt. Beim Zumachen der Klappe
erfasst die Drehfalle 11 vom Schloss 10 den am
besten aus 2 ersichtlichen vorderen Bügelschenkel 14.
Dann wird die Drehfalle 11 durch weitere Glieder im Schloss 10 in
ihrer den Schließbügel 14 erfassenden
Position arretiert, in der Regel durch eine Sperrklinke. Nachdem
die Drehfalle 11 das Schließelement 15 erfasst
hat, wird die Schließhilfe 20 in Bewegung gesetzt.
Das geschieht über einen aus 1 und 2 ersichtlichen
Antrieb 50, der außer einem elektrisch angetriebenen
Motor 51 ein aus diversen Elementen bestehendes, noch näher
zu beschreibendes Getriebe 52 aufweist.
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Der
Motor 51 hat die Aufgabe, über das Getriebe 52 das
bügelförmige Schließelement 15 aus
einer in den 1 bis 4 gezeigten
Ausgangslage 15.1 in eine in 9 gezeigte
Endlage 15.2 zu überführen. Der Motor 51 treibt über
eine auf der Motorachse sitzende Schnecke 53 ein Schneckenrad 54 an,
welches im vorliegenden Fall drehfest mit einem Exzenter 55 verbunden
ist. Schneckenrad 54 und Exzenter 55 sitzen auf
der gleichen Achse 56. Zum Antrieb 50 gehören
neben Sensoren auch ein nicht näher gezeigtes elektrisches
Steuergerät. An dieses Steuergerät ist auch ein
Mikroschalter 59 angeschlossen, der von zwei Schaltnocken 57, 58 betätigt wird.
Die beiden Schaltnocken 57, 58 sitzen ebenfalls drehfest
mit dem Schneckenrad 54 und dem Exzenter 55 auf
der gemeinsamen Achse 56.
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Die
wesentlichsten Getriebeteile und weitere, die Besonderheit der erfindungsgemäßen Schließhilfe 20 kennzeichnenden
Bauteile sind vor allem aus 3 und 4 zu
erkennen, die, wie bereits erwähnt wurde, eine Draufsicht
und eine Rückansicht der wesentlichsten Bauteile zeigen,
nämlich im Sinne der Betrachtungspfeile III von 1 bzw.
IV von 2. In 4 ist strichpunktiert ein Teilstück der
Lagerplatte 22 gezeigt. Das bügelförmige
Schließelement 15 sitzt mit seinen beiden Bügelschenkeln an
einem Servohebel 30, dessen Lagerbolzen 31 an der
Lagerplatte 22 angeordnet ist. Der Servohebel 30 steht
unter einer durch den Kraftpfeil 33 verdeutlichten Federbelastung,
die von einer Schenkelfeder 32 ausgeht. Der eine Federschenkel
der Schenkelfeder 32 stützt sich an einer ortsfesten
Stützstelle 16 der Lagerplatte 22 ab,
während das andere Schenkelende an einer beweglichen Angriffsstelle 36 vom
Servohebel 30 angreift. Die Federbelastung 33 ist
bestrebt den Servohebel 30 an einem Anschlag 18 angedrückt
zu halten, der an der Lagerplatte 22 ortsfest sitzt.
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Am
freien Ende des Servohebels 30 ist bei 43 ein
Rasthebel 40 angelenkt, der winkelförmig ausgebildet
ist und zwei Hebelarme 41, 42 besitzt. Ausweislich
des Lagerstifts 43 ist die Lagerstelle im Scheitelbereich
vom Winkel des Rasthebels 40 angeordnet und lagert eine
Rolle 46, die fallweise mit einer Steuerkurve 35 am
Exzenter 55 zusammenwirkt. Zwischen dem Rasthebel 40 und
dem Servohebel 30 ist ebenfalls eine Schenkelfeder 44 wirksam,
die eine durch den Kraftpfeil 42 in 3 und 4 veranschaulichte
Federbelastung auf den Rasthebel 40 ausübt. Die
Federbelastung 45 ist bestrebt, den Hebelarm 41 an
einen Anschlag 19 angedrückt zu halten, der ortsfest
an der Lagerplatte 22 angeordnet ist. Diesem Anschlag 19 kommt
noch eine weitere besondere Funktion zu, nämlich Bestandteil
eines weiteren Verriegelungsmittels zu sein, welches im Zusammenhang
mit 9 näher beschrieben wird.
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In 3 und 4 nimmt
das Schließelement 15 über den Servohebel 30 eine
Ausgangslage ein, die durch eine Hilfslinie 30.1 gekennzeichnet
ist. In der Offenstellung der Klappe ruht der Antrieb 50 zunächst,
weshalb der Exzenter 55 eine durch die Hilfslinie 55.0 verdeutlichte
Nullstellung einnimmt. Die Ausgangslage 30.1 des Schließelements 15 ist
in Offenstellung der Klappe durch ein besonderes Sicherungsmittel 25 fixiert,
dessen Aufbau und Wirkungsweise aus den 3 und 4 zu
entnehmen ist.
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Das
Sicherungsmittel 25 umfasst einen Sperrschieber 26,
der in einer Führung 37 eines ortsfesten Schieberlagers 38 längsbeweglich
ist. Anstelle eines längsverschieblichen Sperrschiebers 26 könnte
man auch einen schwenkbeweglichen Sperrhebel verwenden. Ein Schieberlager 38 vom
Sperrschieber 26 sitzt ortsfest an der Lagerplatte 22,
wie aus 2 zu erkennen ist.
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Außerdem
steht der Sperrschieber 26 unter der Wirkung einer Federbelastung 29,
die bestrebt ist, seine Sperrstelle 27 in eine Gegensperrstelle 47 zu
drücken, die sich im vorliegenden Fall an dem einen Arm 41 des
Rasthebels 40 befindet. Der erste Hebelarm 41 fungiert
als „Rastarm". Diese Gegensperrstelle 47 ist hier
als Sperraufnahme ausgebildet. In 3 ist das
Sicherungsmittel 25 wirksam, d. h. es liegt eine durch
die Hilfslinie 26.1 in 4 verdeutlichte
Sperrposition des Sperrschiebers 26 vor.
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Die
Federbelastung 29 des Schiebers 26 wird von einer
Zugfeder 23 bewirkt, deren ein Ende am Schieber 26 befestigt
ist, während das andere Federende an einer ortsfesten Befestigungsstelle 24 an der
Lagerplatte 22 angreift. Am freien Ende des Sperrschiebers 26 befindet
sich eine die Sperrstelle 27 überragende Steuernase 28,
die noch in einem Abstand 34 zur Exzenter-Steuerkurve 35 liegt,
wie die 3 verdeutlicht. Dieser Abstand 34 kommt
dadurch zustande, dass der Schieber 26 aufgrund seiner
Federbelastung 29 am einen Ende seiner Längsführung 37 anschlägt.
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Wenn,
wie gesagt wurde, die Drehfalle 11 vom Schloss 10 den
Bügelschenkel 14 erfasst hat, läuft der
Antrieb 50 an. Der Exzenter 55 hat sich in 5 aus
der vorausgehenden Nullstellung 55.0 um einen Drehwinkel 39.1 in
eine erste Zwischenstellung 55.1 bewegt. Dabei ist das
Ende der Steuernase 28 vom Sperrschieber 26 in
Berührung mit der Exzenter-Steuerkurve 35 gekommen.
Der Steuerschieber 26 nimmt mit seiner Sperrstelle 27 aber
immer noch die in 3 und 4 vorbeschriebene
Sperrposition 26.1 ein, die auch in 5 eingezeichnet
ist. Damit nimmt in 5 auch der Servohebel 30 zusammen
mit dem darauf sitzenden Schließelement 15 die vorbeschriebene
Ausgangslage 30.1 ein. In der Sperrposition 26.1 des
Sperrschiebers 26 befindet sich mittels des Rasthebels 40 und
des Servohebels 30 das Schließelement 15 zunächst
unverändert in einer „Vorrastlage", die in den 3 und 5 mit der
Hilfslinie 15.1 markiert ist. Diese Vorrastlage 15.1 ändert
sich erst bei weiterem Lauf des Exzenters 55, wie 6 verdeutlicht.
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In 6 ist
eine zweite Zwischenstellung 55.2 des Exzenters 55 gezeigt.
Der Exzenter hat sich gegenüber seiner auch in 6 eingezeichneten Hilfslinie
der Nullstellung 55.0 um einen Drehwinkel 39.2 weitergedreht.
Durch seine an der Exzenterkurve 35 anliegende Steuernase 28 ist
der Sperrschieber 26 in seiner Führung 37 gegen
die Wirkung der Zugfeder 23 zurückbewegt worden.
Dadurch ist seine Sperrstelle 27 aus der Gegensperrstelle 37 vom Rastarm 41 herausgehoben
worden; das vorbeschriebene Sicherungsmittel 25 ist unwirksam
gesetzt. Zugleich ist die Exzenter-Steuerkurve 35 an der
am Lagerstift 43 sitzenden Rolle 46 gerade in
Berührung gekommen. Deswegen nimmt, ausweislich der Hilfslinie 30.1,
der Servohebel 30 auch in 6 immer
noch eine Lage 30.1 ein, welche unverändert für
die Ausgangslage des Servohebels 30 und damit des Schließelements 15 sorgt.
Dies ändert sich erst bei weiterer Drehung des Exzenters 55,
wie die dritte Zwischenstellung 55.3 von 7 verdeutlicht.
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In 7 hat
sich der Exzenter 55 um den Winkel 39.3 weitergedreht,
wodurch Bereiche größerer Exzentrizität
sowohl den Sperrschieber 26 über dessen Steuernase 28 weiter
weggedrückt haben als auch den Servohebel 30 über
dessen Rolle 46 um einen Schwenkwinkel 49.1 in
eine durch die Hilfslinie 30.2 gekennzeichnete erste Zwischenlage
verschwenkt haben. Entsprechend dem Schwenkwinkel 49.1 hat
sich in 7 auch das bügelförmige
Schließelement 15 in Richtung des Pfeils 17 weiterbewegt, wodurch
das Schloss, welches den vorderen Bügelschenkel 14 umgreift,
entsprechend mitgenommen worden ist. Über die Schließhilfe 20 hat
sich die Heckklappe des Fahrzeugs an die Karosserie heranbewegt
und dazwischen liegende elastische Dichtungen wurden zusammengedrückt.
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Der
Motor 51 treibt den Exzenter 55 weiter an, wodurch
dieser in seine aus 8 ersichtliche Zwischenstellung 55.4 gekommen
ist. In 8 hat der Exzenter 55,
ausgehend von der Nullstellung 55.0 einen Drehwinkel 39.4 durchlaufen.
Dadurch ist, wie 8 verdeutlicht, der Sperrschieber 26 vom
Exzenter 55 freigegeben worden. Der Sperrschieber 26 ist
aufgrund der Federbelastung 29 seiner Zugfeder 23 wieder
in seine Anschlaglage in seiner Führung 37 gekommen.
Der Servohebel ist über die Exzenter-Steuerkurve 35 und
seine Rolle 46 in eine durch die Hilfslinie 30.3 gekennzeichnete Überhublage
gegenüber seiner Ausgangslage 30.1 verschwenkt
worden. Der Servohebel 30 hat einen maximalen Schwenkwinkel 49.2 erreicht. Über
das bügelförmige Schließelement 15 ist
auch das Schloss um einen entsprechenden Betrag mitgenommen worden,
was natürlich auch für die das Schloss tragende
Heckklappe gilt. In dieser Überhublage 30.3 ist
die Sperraufnahme 47 im Rasthebel 40 in Ausrichtung
mit dem eingangs erwähnten ortsfesten Anschlag 19.
Weil der Rasthebel 40 unter der bereits eingangs erwähnten Federbelastung 45 steht,
wird sein Rastarm 41 im Sinne des Drehpfeils 48 von 8 gedreht.
Dadurch gelangt seine Sperraufnahme 47 gleich in Eingriff
mit dem ortsfesten Anschlag 19. Dieser Eingriff ist in 9 veranschaulicht.
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Die 9 zeigt
die durch eine Hilfslinie 30.4 gekennzeichnete Endlage
des Servohebels 30. Die Exzenter-Steuerkurve 35 hat
die Rolle 46 freigegeben. Beim Übergang von 8 zu 9 ist
der bereits erwähnte erste Schaltnocken 57 am
Betätigungsglied des Mikroschalters 59 vorbeigefahren und
hat den Motor 51 gestoppt. Dadurch hat der Exzenter 55 seine
durch die Hilfslinie 55.5 gekennzeichneten Ruhelage erreicht.
Der Exzenter 55 hat sich über einen Drehwinkel 39.5 von
seiner Nullstellung 55.0 weitergedreht, nämlich
etwa einen Dreiviertelkreis. Der Rasthebel 40 ist, wie
gesagt, mit seiner Sperraufnahme 47 mit dem ortsfesten
Anschlag 19 in Eingriff. Wegen der Federbelastung 33 des
Servohebels 30 stützt sich die Sperraufnahme 47 mit
ihrer in 9 unteren Kante am Anschlag 19 ab.
Durch diesen Eingriff von 16 in 47 ist über
den Rasthebel 40 der Servohebel 30 und über
diesen das bügelförmige Schließelement 15 in
einer verriegelten Position, die durch die Hilfslinie 15.2 in 9 markiert
ist und als „Hauptrast" bezeichnet werden kann. In der
Endlage 30.4 von 9 befindet
sich der Servohebel 30 in einem kleineren Schwenkwinkel 49.3 gegenüber
der ursprünglichen Ausgangslage 30.1 als in der Überhublage 30.3 von 8.
Die Hauptrast 15.2 des Schließelements von 9 kennzeichnet
die endgültige Anklapplage der Heckklappe an der Fahrzeugkarosserie.
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Der
ortsfeste Anschlag 19, der in 9 über den
Rastarm 41 und den Servohebel 30 die Hauptrastlage 15.2 des
Schließelements 15 fixiert, hat jetzt die Funktion
einer „Verriegelungsstelle". Die zugehörige „Gegenverriegelungsstelle"
ist wieder die bereits als Gegensperrstelle für die Vorrast
fungierende Sperraufnahme 47 im Rastarm 41. Diese Sperraufnahme 47 fungiert
mit der ortsfesten Verriegelungsstelle 19 als ein Verriegelungsmittel 60.
Dieses Verriegelungsmittel 60 sorgt dafür, dass
das herangezogene Schloss in seiner Andruckposition an den elastomeren
Dichtungen zwischen Klappe und Fahrzeugkarosserie vorübergehend
fixiert ist.
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Wenn
die geschlossene Heckklappe geöffnet werden soll, wird
ein nicht näher gezeigter Betätiger wirksam gesetzt,
der z. B. aus einer Handhabe an der Heckklappe besteht. Dieser Betätiger
setzt den Antrieb 50 von 1 und 2 wieder
in Betrieb. Der Motor 51 dreht sich in der gleichen Richtung
weiter, wie in der vorausgehend in 1 bis 9 beschriebenen
Zuziehphase. Es wird eine „Öffnungsphase" gestartet,
von welcher in 10 eine Zwischenstellung der
Bauteile gezeigt ist. Ausgehend von der ursprünglichen
Nullstellung 55.0 hat sich der Exzenter 55 um
einen Drehwinkel 39.6 weitergedreht und ist in 10 in
eine Zwischenposition 55.6 gekommen.
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Am
Exzenter 55 befindet sich ein Nocken 61, der während
dieser Öffnungsphase mit dem zweiten Arm 42 vom
Rasthebel 40 zusammenwirkt und diesen gegen dessen Federbelastung 45 zurückschwenkt.
Bei dieser Rückschwenkung gibt die als Gegenverriegelungsstelle
fungierende Sperraufnahme 47 im Rastarm 41 den
Anschlag 19 frei, der vorausgehend als Verriegelungsstelle
des Verriegelungsmittels 60 gewirkt hat. Das Verriegelungsmittel 60 ist
in 10 unwirksam gesetzt. Der dies bewirkende zweite
Arm 42 vom Rasthebel 40 erweist sich somit als
ein „Lösearm" der erfindungsgemäßen Konstruktion.
Diese Rückschwenkbewegung des Lösearms 42 ist
in 10 durch einen Rückschwenkpfeil 62 markiert.
Weil das Verriegelungsmittel 60 in 10 unwirksam
gesetzt ist, kann sich der Rastarm 41 vom Rasthebel 40 aufgrund
seiner Federbelastung 45 wieder am Anschlag 19 abstützen.
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Wenn
in 10 das Verriegelungsmittel 60 unwirksam
gesetzt wurde, ist der Servohebel 30 frei. Er wird jetzt
aufgrund seiner Federbelastung 33 im Sinne des Pfeils 63 zurückgeschwenkt.
Das Schließelement 15 wird dabei mitgenommen. Über
das Schloss gelangt auch die Klappe im Zuge ihrer Öffnungsbewegung
in eine Zwischenposition. Dann liegt eine in 10 durch
eine Hilfslinie 30.5 gekennzeichnete Zwischenlage des Servohebels 30 vor.
Der Servohebel 30 hat sich gegenüber der auch
in 10 eingezeichneten Endlage 30.4 bereits
um einen kleinen Winkel 49.4 rückgeschwenkt. Es
bleibt nur noch ein Restwinkel 64, der sich im Zuge der
weiteren Öffnungsphase verringert.
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In 11 ist
eine weitere Zwischenposition 30.6 vom Servohebel 30 gezeigt,
wo sich der Exzenter 55 um insgesamt einen Drehwinkel 39.7 weiterbewegt
hat. In 11 ist auch die Endlage 30.4 der 9 vom
Servohebel 30 eingezeichnet, von der aus sich jetzt der
Servohebel 30 insgesamt um einen Rückschwenkwinkel 49.5 zurückbewegt
hat. Der Exzenter-Nocken 61 hat den Lösearm 42 vom
Rasthebel 40 freigegeben, weshalb dieser aufgrund seiner Federbelastung 45 im
Sinne des Schwenkpfeils 66 verschwenkt wird. Diese Schwenkbewegung 66 endet,
wenn der andere Rastarm 41 mit seiner Sperraufnahme 47 wieder
die Sperrstelle 27 vom Sperrschieber 26 aufnimmt.
Der Sperrschieber 26 befindet sich in 11 immer
noch in der aus 10 bekannten Anschlagposition
in seiner Führung 37. Dabei wird der Restwinkel 65 zunehmend
kleiner, weil sich der Servohebel 30 im Sinne des Pfeils 63 von 11 weiterbewegt.
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In 11 ist
gerade die Situation gezeigt, wo ein zweiter Schaltnocken 58 den
Mikroschalter 59 betätigt und dadurch den Motor
stoppt. Der Motor und der von ihm angetriebene Exzenter 55 haben
noch einen Nachlauf, der dann endet, wenn der Exzenter 55 wieder
in seine Nullstellung 55.0 von 3 gelangt
ist. Durch Handhabe des vorerwähnten Betätigers
hat auch die Drehfalle 11 vom Schloss 10 den vorderen
Bügelschenkel 14 wieder freigegeben. Die Heckklappe
bewegt sich in ihre Offenstellung zurück. Betreffend die
Schließhilfe 20 liegt wieder die Vorrastlage 15.1 des
Servohebels 30 und damit des Schließelements 15 gemäß 3 vor.
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- 10
- Schloss
- 11
- Schlossglied,
Drehfalle
- 12
- Schlossgehäuse
- 13
- Flansche
an 12
- 14
- vorderer
Bügelschenkel von 15
- 15
- bügelförmiges
Schließelement
- 15.1
- Vorrast
von 15 bzw. 30, Ausgangslage
- 15.2
- Hauptrast
von 15 bzw. 30, Endlage
- 16
- ortsfeste
Stützstelle an 22 für 32
- 17
- Pfeil
der Zuklappbewegung der Klappe
- 18
- Anschlag
für 30 an 22 (3, 4)
- 19
- ortsfester
Anschlag für 40, Verriegelungsstelle für 60 (3, 9)
- 20
- Schließhilfe
- 21
- Schlitz
in 22 für 15
- 22
- Lagerplatte,
Träger (1 bis 4)
- 23
- Zugfeder
für 29 (3)
- 24
- ortsfeste
Befestigungsstelle für 23 (3)
- 25
- Sicherungsmittel
- 26
- Sperrschieber
von 25
- 26.1
- Sperrposition
von 26 (3, 4), Wirksamkeit
von 25
- 27
- Sperrstelle
an 26
- 28
- Steuernase
an 26
- 29
- Federbelastung
von 26
- 30
- Servohebel
- 30.1
- Ausgangslage
von 30 (3 bis 6)
- 30.2
- Zwischenlage
von 30 (7)
- 30.3
- Überhublage
von 30 (8)
- 30.4
- Endlage
von 30 (9)
- 30.5
- Zwischenlage
von 30 (10)
- 30.6
- weitere
Zwischenlage von 30 (11)
- 31
- Lagerbolzen
von 30
- 32
- Schenkelfeder
für 33 an 30 (3)
- 33
- Kraft
der Federbelastung von 30 (3)
- 34
- Abstand
zwischen 28, 55 (3)
- 35
- umfangsseitige
Steuerkurve von 55 (3)
- 36
- bewegliche
Angriffsstelle von 32 an 30
- 37
- Führung
für 26 in 38
- 38
- Schieberlager
für 37
- 39.1
- Drehwinkel
von 55 (5)
- 39.2
- gesamter
Drehwinkel von 55 (6)
- 39.3
- gesamter
Drehwinkel von 55 (7)
- 39.4
- gesamter
Drehwinkel von 55 (8)
- 39.5
- gesamter
Drehwinkel von 55 (9)
- 39.6
- gesamter
Drehwinkel von 55 (10)
- 39.7
- gesamter
Drehwinkel von 55 (11)
- 40
- Rasthebel
an 30
- 41
- erster
Arm von 40, Rastarm
- 42
- zweiter
Arm von 40, Lösearm
- 43
- Anlenkstelle,
Lagerstift an 30 für 40 (3)
- 44
- Schenkelfeder
für 45 (3)
- 45
- Pfeil
der Federbelastung von 40 (3, 4)
- 46
- Abtaststelle
von 30, Rolle bei 43 an 30 (3)
- 47
- Gegensperrstelle
an 40, Sperraufnahme (3), Gegenverriegelungsstelle
von 60 (9)
- 48
- Drehpfeil
von 41 (8)
- 49.1
- Schwenkwinkel
von 30 (7)
- 49.2
- maximaler
Schwenkwinkel von 30 (8)
- 49.3
- gesamter
Schwenkwinkel von 30 (9)
- 49.4
- Rückschwenkwinkel
von 30 (10)
- 49.5
- Rückschwenkwinkel
von 30 (11)
- 50
- Antrieb
- 51
- Motor
von 50
- 52
- Getriebe
von 50
- 53
- Schnecke
von 52
- 54
- Schneckenrad
von 52
- 55
- Exzenter
- 55.0
- Nullstellung
von 55 (3, 4)
- 55.1
- erste
Zwischenstellung von 55 (5)
- 55.2
- zweite
Zwischenstellung von 55 (6)
- 55.3
- dritte
Zwischenstellung von 55 (7)
- 55.4
- Überhubstellung
von 55 für 30 (8)
- 55.5
- Ruhestellung
von 55 (9)
- 55.6
- weitere
Zwischenstellung von 55 (10)
- 55.7
- weitere
Zwischenstellung von 55 (11)
- 56
- Achse
für 55
- 57
- erster
Schaltnocken für 59 (3)
- 58
- zweiter
Schaltnocken für 59 (3)
- 59
- Mikroschalter
für 51 (3)
- 60
- Verriegelungsmittel
aus 19, 47 (9)
- 61
- Nocken
an 55 für 42 (4, 10)
- 62
- Rückschwenkpfeil
von 42, 40 (10)
- 63
- Pfeil
der Rückschwenkbewegung von 30 (10)
- 64
- Restwinkel
zwischen 30.1, 30.5 (10)
- 65
- Restwinkel
zwischen 30.1, 30.6 (11)
- 66
- Pfeil
der Schwenkbewegung von 42, 40 (11)
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10128608
A1 [0002]
- - EP 1267023 B1 [0002]